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  #61  
Alt 07.04.2009, 23:03
m0erk m0erk ist offline
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Beiträge: 16
Standard AW: Cannabis

mischmisch und ich haben uns wohl aufm falschen fuss erwischt..

ich wollte eigentlich nur sagen, dass ich mir cannabis meine übelkeit und appetitlosigkeit überwunden habe und es mir damit definitiv besser geht als mit allen medikamenten die ich verschrieben bekommen habe (vielleicht sind die möglichkeiten nicht ausgeschöpft)

dazu kann ich noch sagen, dass mit der blick auf die nebenwirkungen von den ganzen medikamenten die ich hier so rumliegen habe ziemlich auf den magen schlägt und von cannabis kriegt man höchstens nen trockenen mund und gereizte augen..

was ich mal machen, wenns mir schlechter geht weiß ich nicht, aber ich werds wohl auch dann mit gras versuchen...

und nochmal: ich will niemanden anstiften, jeder muss das selbst wissen, ich wollte nur meine erfahrungen berichten..

das post von mischmisch hatte sich halt nur so angehört: "ich bin gegen gras, weils illegal ist und deswegen will ich nichts damit zutun haben" und diese intolleranz mag ich nicht, egal um welche substanz es sich handelt, denn jeder weiß doch: "kein gift ist tödlich, es kommt nur auf die dosis an"

Geändert von m0erk (07.04.2009 um 23:06 Uhr)
  #62  
Alt 07.04.2009, 23:17
KretaKater KretaKater ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 27.01.2007
Beiträge: 265
Standard AW: Cannabis

Zitat:
Zitat von mischmisch Beitrag anzeigen
Hallo,

schön, du ziehst dir also Gras rein weil ein Bekannter deiner Eltern, Mediziner, dir das geraten hat und gleich auch was für dich dabei hatte.

Und das wegen der Chemo???

.....

Und wegen Übelkeit und Appetitlosigkeit soll man kiffen?

.....

Wenn du für alles im Leben einen solchen Ausweg suchst.........
alles Gute für dich und der Freund deiner Eltern wird sicher noch weitere Ratschläge für dich haben, gegen Durchfall soll z. B. Koks helfen.
Zitat:
Zitat von mischmisch Beitrag anzeigen
......

Und was hat mein Posting mit Intoleranz zu tun?

Es ist ganz einfach das Unverständnis meinerseits, wegen Übelkeit etc. während einer Chemo zu Dope zu greifen, was tust du eigentlich wenn es mal schlimmer kommt? ............
. . . besonders hilfreich ist das nun wirklich nicht
Für alle die vielleicht echte Information zum Thema wünschen:

IACM - Internationale Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin

Vielleicht trägt das ja zur Versachlichung bei. Traurig finde ich bei all dem, dass es in diesem Land immer noch möglich ist gegen Schmerzen Tonnen von Morphinen zu verordnen, die wiederum einen Rattenschwanz an zusätzlichen Medikationen auslösen, weil die Nebenwirkungen (Atemlähmung, Fatigue, Übelkeit, Totalverstopfung) keineswegs harmlos sind, aber Cannabis ist Dope und überhaupt Bahnhofsmilieu oder was

Cannabis wird bei uns leider nur geduldet und auf BTM-Rezept über den Apothekenthresen gereicht. Und auch das nur als das halbsynthetische THC (Dronabinol) so kommt der Patient eben nicht in den Genuss des Vollspektrums der Pflanze. Es gibt inzwischen einige wenige Ausnahmefälle, diese Patienten konnten auf dem Klageweg erreichen, dass sie Cannabisblüten auf Rezept erhalten.


Und zu Dronabinol sei noch angefügt: wohl dem der es braucht und privat versichert ist. Ein durchschnittlicher Monatsverbrauch kostet fast 900 Euro. Die GKV leistet nur im Ausnahmefall und auch nur befristet. Allein wegen dieser Ungerechtigkeit gehört dieses Thema ständig neu auf den Prüfstand. Mit 1000 Euro in den nächsten Coffeeshop in Amsterdam und man kann Schmerzen und Übelkeit und Appetitlosigkeit deutlich länger als einen Monat erfolgreich behandeln. Man befindet sich als Deutscher dann halt nur in der Illegalität und muss sich (siehe oben) als Kiffer beschimpfen lassen.

Und zuletzt: inzwischen ist erwiesen, dass Cannabis in die Entwicklung von Krebszellen eingreift. Es wird daran intensiv geforscht.

LG
Britta

__________________
Der Kopf ist rund
damit das Denken
seine Richtung
ändern kann
. . .
.
  #63  
Alt 07.04.2009, 23:28
m0erk m0erk ist offline
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Registriert seit: 07.04.2009
Beiträge: 16
Standard AW: Cannabis

überlegt euch mal, irgendwann braucht meine keine chemie mehr ins blut nur hochkonzentrietes THC und jeder tumor schmilzt dahin.. was für eine vorstellung.. und nach der therapie ist die einzige nebenwirkung heißhunger.. wahrscheinlich nur wunschdenken aber intressant ist es schon...
ich hoffe in der krebsforschung geht es weiter so gut voran wie in den letzten jahren.. und danke britta, dass du meine einstellung teilst und dies auch schreibst..

grüße m0erk

Geändert von m0erk (07.04.2009 um 23:31 Uhr)
  #64  
Alt 07.04.2009, 23:35
Benutzerbild von struwwelpeter
struwwelpeter struwwelpeter ist offline
Gesperrt
 
Registriert seit: 19.08.2006
Beiträge: 3.506
Standard AW: Cannabis

Hallöchen!

Nur einmal kurz zu Canabis:

selbst die Schmerztherapeuten verschreiben Canabis in Ausnahmefälle! Es dient sicher nicht der Krebsbekämpfung, sondern ist in erster Linie gegen die Übelkeit gut. Bei meiner vorletzten Chemo hatte ich Canabis bekommen, man wird davon weder abhängig, noch wird diese Substanz - es sind Tropfen, geraucht. Also, nichts mit Haschpapies davon wird man auch nicht high , mit kiffen hat das nun rein gar nichts zu tun.

Na denn, noch einen schönen Abend euch Allen, mit oder ohne Dope!

ra-di-ra-dum, der struwwelpeter
  #65  
Alt 08.04.2009, 05:27
Benutzerbild von Jutta
Jutta Jutta ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 11.02.2003
Ort: Im Süden
Beiträge: 3.457
Standard AW: Cannabis

Hallo M0erk,

hier ist es nicht erlaubt auch nur in subtilster Weise zu illegalem Handeln, Cannabis zu erwerben oder zu rauchen, auf zu rufen! Jeder im Internet recherchierende stößt irgendwann auf dieses Thema, dabei sollten wir es auch belassen!

Es gab Phasen, wo Ärzte THC auf BTM Rezepte einsetzen konnten, ohne dass Arzt oder Patient mit dem Gesetz in Konflikt kamen. Heute ist diese Leistung nicht mehr Bestandteil des Katalogs der Krankenkasen. Es gibt nur ganz wenige Ausnahmen, mit Hilfe eines dementsprechend ausgebildeten Rechtsanwaltes, wo es als Medikament kulanterweise anerkannt wird... aber nicht als etwas in der Pfeife zu rauchen.

Cannabis zu besitzen/benutzen ist hier eine Straftat, und dazu darf nicht aufgerufen werden. Egal ob erfolgsversprechend ist oder nicht, da bringt auch eine Diskussion keine Gesetzesänderung mit sich.
__________________
Jutta
_________________________________________




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