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  #1  
Alt 03.09.2004, 11:25
Tanja L. Tanja L. ist offline
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Standard ÄZ Leberkrebs und Lebermetastasen

Radioaktive Partikel aus Harz sind neue Option bei Leberkrebs
Mikrosphären bestrahlen Tumor von innen heraus

BERLIN (gvg). Ein neues Verfahren zur Therapie bei Lebermetastasen oder primärem Leberzellkarzinom wird jetzt auch in Deutschland eingesetzt. Dabei werden winzige radioaktive Harzpartikel in die Leberarterie injiziert. Dadurch wird Tumorgewebe gewissermaßen von innen bestrahlt, was gesundes, umliegendes Gewebe schonen soll.

Die etwa 35 Mikrometer großen Harzpartikel sind mit dem Betastrahler Yttrium-90 beladen. "Entscheidend ist, daß bösartige Lebertumoren 90 Prozent ihrer Blutversorgung über die Arteria hepatica erhalten. Gesundes Lebergewebe dagegen erhält nur etwa zehn Prozent des zufließenden Bluts auf diesem Weg und den Rest über die Pfortader", erläutert Dr. Andrew Kennedy von der Wake Radiology-Klinik, einer strahlentherapeutischen Ambulanz im US-Bundesstaat North Carolina.

Deswegen erreichten die Mikrosphären nach der Injektion nicht so sehr normale Leberzellen, sondern weit überwiegend Tumorgewebe, in das sie jeweils etwa 2,4 Millimeter tief einstrahlten, so Kennedy auf einer Veranstaltung des Unternehmens Sirtex. Kennedy hat die Mikrosphären bisher bei 243 Patienten eingesetzt.

In Deutschland hat Dr. Thomas Helmberger von der LMU München bisher fünf Patienten so behandelt. Der erste Patient mit multiplen Lebermetastasen bei Darmkrebs erhielt die Injektion im September 2003. "Auf dem Kontroll-CT Ende Januar 2004 waren die Herde praktisch verschwunden", so Helmberger. Bei einem weiteren Patienten habe es einen 80prozentigen Rückgang der Tumormasse gegeben. Im Februar erhielten auch zwei Patienten an der Uni Aachen die neue Therapie.

Unerwünschte Effekte wie Magengeschwüre seien seltener als bei herkömmlicher Bestrahlung. "Das und die einmalige Injektion, die in den USA sogar ambulant erfolgt, machen die Mikrosphären zu einem Palliativverfahren, das Patienten eine hohe Lebensqualität gibt", so Kennedy. Erprobt werden sollen nun auch Kombinationen mit Chemotherapeutika.
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  #2  
Alt 06.09.2004, 23:04
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Hallo Tanja, vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht. Auch ich bin durch Zufall vor ein paar Wochen auf diese neue Methode aufmerksam geworden und habe auch sofort den Privatdozenten an der Uni München angeschrieben.Zu meiner Freude bekam ich bereits nach 2 Wochen Post von der Uni München.Dr. Helmberger zeigte sich sehr interessiert brauchte aber für die erste Plaungsphase bestimmte Röntgenaufnahmen. (Meine Mutter hat einen Primärtumor in der Leber, von aussen nicht sichtbar von ca. 6 cm). Dr, Helmberger wollte die neusten CT aufnahmen, zusätzlich Aufnahmen vom Brustkorb und sämtl. Berichte. Also habe ich nun alles per Einschreiben nach München geschickt und wartew nun voller Spannung auf ein Ergebnis. Sollten wir geeignet sein für die Injektion, werde ich mit meiner Mutter sofort nach München reisen.
Habe diese Methode zuerst mit unserem Onkologen und auch mit unserem Internisten durchgesprochen und auch diese beiden Ärzte waren begeistert von der "Sache" und drängten darauf, das wir uns nun schnellstens mit München in Verbindung setzten.
Vielleicht ja auch für viele andere ein kleiner Funken Hoffnung
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  #3  
Alt 06.09.2004, 23:34
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Hallo,
habe heute von meiner Mutter erfahren das mein Vater Leberkrebs haben soll. War für mich erst mal ein schock, aber ein noch größerer Schock war dann im Internet darüber zu lesen. Bin jetzt total hilflos, da nämlich die Klinik bei uns nichts taugt und die so labidar daherreden (mit einer Chemo kriegen wir das schon wieder hin). Wenn ich da die Berichte hier im Internet so lese bekomme ich immer mehr Angst das die Sache für meine Vater nicht gut ausgeht. Wir wissen auch nicht so recht an wen man sich da so wenden kann. Vielleicht hat ja jemand ein paar gute Tip´s oder vielleicht die Adresse von dem Dr.Helmberger.
Bitte helft mir bald.
Vielen Dank schon mal im Voraus
Bernd
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  #4  
Alt 27.12.2004, 21:40
Cathleen
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Hallo Michaele!

Dein Beitrag ist zwar schon ne Weile her, aber mich würde interessieren, ob die Behandlung bei Deiner Mutter angeschlagen hat oder nicht. Wo findet man diesen Privatdozenten an der Uni München?

Bitte hilf mir, mein Papa hat auch Leberkrebs und die Uni Dresden will nix mehr machen...

Liebe Grüße
Cathleen
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  #5  
Alt 28.12.2004, 14:16
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Hallo Cathleen, leider hat uns München auch eine Absage erteilt. Zumindest vorläufig. Wir waren im November mit meiner Mutter zu den Voruntersuchungen an der Uni München. Nach 2 Tagen sagte man uns, das meine Mutter die optimale Patientin für die neue Methode sei, wir aber noch eine PET Untersuchung in unserem Heimatort machen lassen müsten, um auch wirklich Metastasen ausschließen zu können. haben wir dann auchz sofort machen lassen und auch das Ergebnis fiel positiv aus. Keine Metastasen und keine Zellveränderung im Körper. Also habe ich mich wieder mit München in Verbindung gesetzt und man sagte uns das der Eingriff in ca,. 14 Tagen gemacht würde. Doch nach 14 Tagen erhielten wir eine ganz andere Nachricht von München. Und zwar erklärte mir der Professor der Uni das der Eingriff nun doch nicht gemacht würde, weil es "meiner Mutter einfach noch zu gut geht". Erst wenn der Tumor sich zum Negativen verändern würde, also wenn er wachsen würde, dann würde der Eingriff gemacht. Wir hätten also immer noch eine option auf und sollten uns freuen. Wir waren wie vor den Kopf geschlagen. Hat man so etwas schonmal gehört, "es geht ihrer Mutter zu gut". Natürlich geht es ihr gut, aber Krebs ist nicht berechenbar und wer weiß wie lange er noch im Stillstand zu halten ist. Die ärzte in München sind der Meinung meine Mutter schklüge ja noch wunderbar auf die Chemo an und daher wäre dieser Eingriff eben noch nicht notwendig. Tja, was soll man davon halten. Dieser priovatdozent ist leider auch nicht mehr an der Uni, aber ich gebe dir die Adresse wo du dich dran wenden kannst.Klinikum der Universität München, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Marchioninistr. 15, 81377 München. Schicke alles was du hast dort hin, also MRT und CT`s sowie alle Berichte.Nur bitte beeile dich, denn die lassen sich immer sehr viel Zeit mit ihren Antowrten. Wenn sie eine Chance sehen, geben sie dir noch bestimmt Auflagen, also MRT`s vom Thorax u.s.w. Leider kostet die Bereitstellung des radioaktiven material 12.000 Euro und meißtens bezahlt die Krankenkasse das nicht. Wir hatten das goße Glück, das unsere Krankenkasse alles bezhalt hätte, aber das war auch nur ein Einzelfall. Aber versuch es einfach und frage deine krankenkasse. Wir haben auch nicht mit einer Zusage gerechnet, und sie dann doch bekommen. Es geschene schonmal Zeichen und Wunder. Wenn alles soweit geklärt ist, müßt ihr nach München zu Vorsorgeuntersuchungen kommen, dort wird ein Angiogramm gemacht und es wird ein wenig radioaktives Material vorab gespritzt um die Reaktion zu testen (wegen Allergien). Ja und dann muß man abwarten wie die Ärzte entscheiden. Da bei uns alle Untersuchungsergebnisse poitiv ausfielen, kannst du dir denken wie traurig wir waren, als es dann doch nicht gemacht wurde. Ich ahbe den Professor nun nochmals angeschrieben und ihn gebeten mir gébauestens zu erklären, warum es nun nicht gemacht wird, zumal die Krankenkasse doch alle anfallenden Kosten übernimmt.Ich gebe mich mit der Antwort "es geht ihr zu gut und sie wird es auch so schaffen" einfach nicht zufrieden. Seit 6 Wochen warte ich auf Antwort.Ohne dich zu ängstigen muss ich dir aber vorab sagen, das dieser Eingriff nur gemacht, wenn sich nur 1 Tumor in der Leber befindet, d.h. es wird nicht gemacht, wenn die Leber schon voller Metastasen ist, oder wenn sich irgendwo anders noch ein Tumor befindet.Ist leider so.
Vielleicht konnte ich dir ein wenig helfen. schreib mir doch mal zurück, was ihr nun machen wollt. Drücke euch ganz fest die Daumen und denke an Euch
Gruß Michaela
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  #6  
Alt 28.12.2004, 14:36
Cathleen
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Hallo Michaele!

Danke für Deine ausführliche Antwort, hab mich sehr gefreut darüber.
Allerdings wird es wohl für uns nicht in Frage kommen, weil mein Papa schon einige Metastasen hat, leider (
Also weiter abwarten und Tee trinken...schade

Aber trotzdem vielen vielen Dank!! Man muß halt alle Möglichkeiten ausschöpfen die es gibt.

Das was die Ärzte auf die Patienten "loslassen" kennen wir nur zu gut. Meinen Papa wird auch nur die Hälfte erzählt. Und wenn man net ständig nachharkt und nachfragt, bekommt man garnix mitgeteilt. Man merkt auch die Gesundheitsreform und das man Kassenpatient ist, leider. Ihm haben Sie gesagt, er solle doch froh sein, daß er nach so vielen Jahren noch lebt ( die OP war 1996..).

Ich wünsche Dir von ganzen Herzen, daß Ihr die Möglichkeit nutzen könnt und das die Behandlung auch anschlägt.
Würde mich freuen, wenn wir weiter in Kontakt bleiben können!

Ganz liebe Grüße aus Erlangen
Cathleen
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  #7  
Alt 06.01.2005, 14:49
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Hallo Michaela,
wir haben uns ja schon öfters gemailt.
Mein Vater hatte auch mit München telefoniert. Der dortige Arzt meinte zu ihm, er wäre der passende Patient für diese SIRT Behandlung. Er sollte seine ganzen Unterlagen und CT-Aufnahmen zuschicken. Hat er auch sofort gemacht.
Jetzt kam leider letzte Woche die Absage auch München. Sein Krebs auf der Leber ist leider zu weit, sie könnten dort nichts mehr für ihn machen. Wenn sie ihn behandeln, würde die Leber kollabieren.
Tja, das war auch unsere letzte Hoffnung. Jetzt müssen wir weiter suchen.
LG
Beate
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  #8  
Alt 06.01.2005, 21:49
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Hallo Beate, tut mir wirklich leid das es bei euch mit München nicht klappt. Man ist so voller Hoffnung, doch man wird auch immer etwas zurückhaltender mit neuen Hoffungen. Ich warte auch immer noch auf Post von dem zuständigen Professor in München.Ist doch alles depremierend, bei euch ist der Krebs zu weit fortgeschritten und bei uns heisst es: Ihrer Mutter geht es noch zu gut. Ja was denn nun frag ich mich. Aber gib nicht auf. Ich drücke euch die Dauemen und wir hören weiter voneinander o.K.
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