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  #1  
Alt 28.10.2004, 00:21
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Standard Wer hat länger als 5 Jahre Lebermetastasen????

Hallo Ihr Lieben,

nachdem ich jetzt 1 1/2 Jahre Chemo und Leber- OP hinter mir habe bin ich jetzt kräftemäßig ziemlich weit unten. Aus diesem Grund habe ich mich mit meinem Onkologen darauf geeinigt, die Chemo mit Xeloda für`s erste auszusetzen.

Eigntlich geht es mir den Umständen entsprechend gut und wir sind guter Hoffnung, da bis jetzt keine neuen Metastasen in der Leber gewachsen sind, obwohl mir im Juli 2003 histologisch Mikrometastasen diagnostiziert wurden.

Mir würde es soviel Mut machen, wenn ich hier im Forum eine Betroffene kennenlernen würde, mit der ich meine Erfahrungen austauschen könnte und die schon länger als 5 Jahre mit Lebermetastasen überlebt hat.

Die Behandlung mit Herzeptin läuft übrigens weiter. Leider erhole ich mich nicht so von den ganzen Therapien wie ich es erhofft hatte, aber es sind auch erst 4 Wochen.

Ich hatte noch so viel Pläne....und würde einige davon noch gerne in die Tat umsetzen. z. B. noch eine neue schönere Wohnung beziehen, da meine finanzielle Situation das jetzt zulassen würde. Auch wenn das für einige von Euch nicht so wichtig wäre, aber ich möchte nicht akzeptieren, dass dieses Umfeld meine Endstation bedeuten soll.

Mein Ex hat mir und den Kindern zeitweise keinen Unterhalt gezahlt und ich war dadurch vor 2 Jahren gezwungen in eine Wohnung zu ziehen, in der ich mich bis heute nur leidlich wohl fühle. Ich habe aber Angst, dass der Umzug mich eventuell kräftemäßig überfordert und es sich dann nicht mehr lohnen würde die Mühen eines Umzugs auf sich zu nehmen.

Es würde mir sehr viel bedeuten von einer Betroffenen zu hören (oder lesen), die eine längere Zeit als üblich mit Lebermetastasen überlebt hat.

Die ganzen Gesunden in meiner Umgebung verstehen nicht so ganz, worum es mir geht. Aber man muss doch noch Zukunftsperspektiven haben und es würde mir so viel bedéuten noch einmal schön zu wohnen.

Bin eigentlich gar nicht so ein Jammerlappen, aber habe zur Zeit wieder einmal einen Durchhänger, so wie es wahrscheinlich Jede von Euch kennt. Bekomme einfach zu wenig moralische Unterstützung für meinen Wunsch und fühle mich immer noch so schnell völlig k.o. Da kann man schon mal leicht "depri" werden.( Muss zu meiner Schande auch zugeben, dass Geduld nicht gerade zu meinen Tugenden gehört).

Liebe Grüße,
Martina 44
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  #2  
Alt 28.10.2004, 01:24
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Standard Wer hat länger als 5 Jahre Lebermetastasen????

Hallo Martina,

wie ich das so sehe, denke ich mir, Du wirst in einer Wohnung, die Dir kein Zuhause ist auch nicht gesünder. Mach Dich gleich auf die Suche nach einer schöneren und die Pläne und deren Realisierung werden Dir Kraft geben. Hast Du jemanden, der Dir dabei helfen kann? Sind Deine Kinder groß genug, so dass sie Dir helfen könnten? In welcher Gegend lebst Du?

Liebe Grüße,
TP
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  #3  
Alt 28.10.2004, 10:12
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Standard Wer hat länger als 5 Jahre Lebermetastasen????

Hallo Martina,

ic hbin der gleichen Meinung wir TP. Eine Umgebung, in der man sich wohlfühlt, ist so wichtig! Allein das Wissen, dass Du aus der ungeliebten Wohnung ausziehst, wird Dir neuen Auftrieb geben. Lass Dich nicht von den "Gesunden" abhalten. Kannst du Hilfe bei Umzug ect. organisieren? In welcher Gegend lebst Du denn?

LG Lore
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  #4  
Alt 28.10.2004, 10:43
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Standard Wer hat länger als 5 Jahre Lebermetastasen????

Hallo Martina,

mit einem für Dich wichtigen Ziel vor Augen, hast Du bestimmt mehr Kraft, Deiner Erkrankung die Stirn zu bieten. Ich kann Dich sehr gut verstehen, was die Wohnung angeht. Mir ist es auch sehr wichtig, wie ich wohne. Ich schleppe sogar ins Krankenhaus ein Teelicht und einen Stapel Bücher mit, auch wenn ich nur eins für diese Zeit brauche, damit es "wohnlich" aussieht.

Und was die Hilfe beim Umzug angeht, vielleicht kannst Du da z.B. irgendwie Studenten mobilisieren. Ist mir gerade so eingefallen. Ich hätte, glaube ich, beim Suchen, keine Probleme, auch ein bisschen "auf die Tränendrüse" zu drücken, d.h. meine Situation kurz, aber deutlich, zu schildern und darauf zu bauen, dass sich ein paar Leute angesprochen fühlen. Wenn es denn in Deiner Umgebung nur Verständnislosigkeit und daraus resultierend möglicherweise auch keine Hilfsbereitschaft gibt.

Ich drück Dir die Daumen.

Alles Gute, Billa
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  #5  
Alt 28.10.2004, 10:50
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Standard Wer hat länger als 5 Jahre Lebermetastasen????

Liebe Martina, wenn du umziehen möchtest, helfe ich dir im nächsten Jahr (in diesem habe ich keinen Urlaub mehr) gern dabei, egal wo du wohnst.
Gruß Dorothee aus Hamburg
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  #6  
Alt 28.10.2004, 10:51
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Standard Wer hat länger als 5 Jahre Lebermetastasen????

Ich nochmal, liebe Martina,

habe ich vergessen. Tut mir leid, aber zu den Lebermetas kann ich aus eigener Erfahrung nichts sagen, weiß nur von einer ehemaligen Mitschülerin, dass sie mit ihren Lebermetastasen sehr auf die Behandlung mit Herceptin vertraut. Ihre Ärzte haben ihr versichert, dass Her2neu ein guter Ansatzpunkt sei, auch ihre Metastasen in Schach zu halten.

Nochmals viel Kraft, Billa
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  #7  
Alt 28.10.2004, 13:08
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Standard Wer hat länger als 5 Jahre Lebermetastasen????

Hallo Ihr Lieben,

vielen Dank für Eure lieben Worte. Es tut mir immer sehr gut, sich im Forum mit anderen Mitbetroffenen auszutauschen und ein wenig Unterstützung und Verständniss für die, einer unheilbar Kranken nachvollziehbaren, Gedanken zu bekommen.

Hilfe habe ich mit Sicherheit genug beim Umzug und wenn man schon 3 Monate vorher anfangen kann, dürfte es auch nicht so krass werden. Ich weiß ja was da auf mich zukommen würde, denn ich habe vor 5 Jahren ein ganzes Haus mit 4 Kindern fast allein leerräumen müssen. Eine 85 m² Wohnung ist da ja wohl eher ein Klacks dagegen.

Fakt ist, dass wir eine schöne Wohnung mit Terasse und Wiese davor, die auch bezahlbar ist, angeboten bekommen haben und dass mein Lebensgefährte Angst hat, falls es mir schneller schlechter gehen sollte als erwartet, wieder aus dieser Wohnung ausziehen zu müssen, ohne dass sich der Umzug gelohnt hätte. Alleine ist sie auf Dauer zu teuer für ihn. Vielleicht verlange ich ja auch zu viel Verständniss für mich von ihm.

Ich kann seine Ängste auch verstehen. Es ist sicher auch schwer mit einer Person die man liebt zu leben und zu wissen, dass man nicht alt miteinander werden kann und irgendwann alleine da stehen wird.

Aber er muss auch meine Angst und Hoffnungslosigkeit verstehen. Mit dieser Aussicht, hier in dieser Umgebung mein Leben abzuschließen, ohne Hoffnung, macht mich psychisch fertig. Ich weiß ja, dass ich nicht wieder gesund werde und dass ich bestenfalls noch ein paar Jahre haben werde. Aber diese Zeit möchte ich doch noch so weit es geht genießen können. Es ist sowieso schon schwer geung mit den ganzen Behandlungen und deren Nebenwirkungen zurecht zu kommen. Ständig irgendwelche Beeinträchtigungen hinnehmen zu müssen, mit dem Wissen: es wird nie mehr besser, bestenfalls bleibt es so und das ist wahrscheinlich schon Wunschdenken.

Ich danke Euch jedenfalls dafür, dass ich mir hier einmal so richtig den Kummer von der Seele reden konnte.

Vielleicht meldet sich ja doch noch eine Betroffene die auch mit Lebermetastasen länger überlebt hat. Ich weiß ja, dass man heute im Zeitalter von Herzeptin auf eine längere Überlebenszeit hoffen kann.


Alles Liebe für Euch,
Martina 44
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  #8  
Alt 28.10.2004, 16:02
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Standard Wer hat länger als 5 Jahre Lebermetastasen????

Hallo Martina,

Du hast mir in meinem Thread "Multiple Lebermetastasen, was kann man noch tun" Mut zugesprochen und dafür danke ich Dir.

Ich finde es gut, dass Du Dir eine neue Wohnung suchen willst und gebe den Vorschreiberinnen recht, dass eine angenehme Umgebung sehr wichtig für das subjektive Wohlbefinden ist.
Nur ich denke, Du solltest bezüglich des Wohnungswechsels nicht nur auf Deinen Lebensgefährten hören; ich kann zwar seine Bedenken nachempfinden, aber er ist gesund und denkt in ganz anderen Dimensionen als Du.
Es muß ihm doch klar sein, dass es so wichtig für Dich ist, ein Ziel vor Augen zu haben und auch verwirklichen zu können, zumal wenn er Dich von ganzen Herzen liebt.
Ich hoffe, dass Du Dich durchsetzt und Deine Pläne umsetzen kannst.

Alles Liebe für Dich
Wolfgang
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  #9  
Alt 29.10.2004, 09:00
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Standard Wer hat länger als 5 Jahre Lebermetastasen????

Hallo Wolfgang,

danke für Deine Antwort.

Wie geht es Deiner Frau? Du hast gar nichts über sie geschrieben.

Ich habe Dich immer sehr dafür bewundert, wie Du mit ihrer Erkrankung und mit Deiner Angst umgegangen bist. Denn etwas ist mir hier im Forum aufgefallen:

Es gibt sehr wenige Männer die sich hier ihren Kummer von der Seele schreiben,beziehungsweise Rat von Betroffenen oder Angehörigen suchen.

Genau das wäre aber für meinen Lebensgefährten so wichtig. Er kann meine Denkweise einfach nicht nachvollziehen, oder auch nur zulassen. Aber vielleicht verstehe ich ja auch seine Ängste und seine Gedanken nicht? Ich habe ihm auch den Vorschlag gemacht mit zu meiner Psychotherapeutin zu gehen, aber er lehnt das rundheraus ab. Darum frage ich Dich als Angehörigen, verlange oder erwarte ich zu viel von ihm?

Wir müssen unbedingt etwas machen, denn ich habe keine Kraft mehr für jeden einzelnen meiner Wünsche und Bedürfnisse kämpfen zu müssen, wie z.B. der lang geplante Umzug, von dem er jetzt Abstand nehmen wollte, weil er nach meinem Tod nicht wieder umziehen will. Alleine, dass ich mich damit auseinandersetzen soll,und er seine Bedürfnisse vor die meinen, in dieser Situation stellt, verletzt und irritiert mich sehr. Auch wenn ich ihn verstehen möchte. Aber ich glaube, dass mir seine Wünsche in umgekehrter Situation wichtiger wären, denn er ist doch der Gesunde, auch wenn es für ihn wahrscheinlich sehr schwer ist, aber das Geld und Arbeit( damit meine ich den Aufwand, den ein Umzug mit sich bringen) für ihn heute immer noch wichtiger sind als mir die letzte Zeit, ich hoffe doch sehr,dass es noch viele Jahre sind, so schön wie eben möglich zu gestalten,irritiert und verletzt mich. Nebenbei kostet es so viel Kraft, die ich einfach nicht mehr habe, ständig darum zu streiten. Ich will unsere kostbare Zeit nicht weiter so verbringen.

Ich wünsche mir auch für ihn, dass sich hier im Forum doch noch jemand meldet, der es geschafft hat noch etwas länger mit Lebermetastasen zu überleben. Ich denke, dass es für ihn auch wichtig wäre, denn er meint scheinbar, dass ich es wohl nicht lange mehr schaffen werde. Aber ich habe im Moment nicht das Gefühl, dass es bald schon zu Ende ist. Ich habe Angst, dass es so sein könnte, und teile ihm das auch mit. Vielleicht darf ich das ja auch nicht mehr, vielleicht ist das ja auch zu viel für ihn?

Wie siehst Du das aus Deiner Sicht. Ich habe zwar viele Kontakte zu selbst Betroffenen und es tut mir sehr gut mich mit ihnen auszutauschen, aber ich möchte auch seine Sichtweise nicht missverstehen, vielleicht tue ich ihm ja auch Unrecht, und verlange Unmögliches, Unerträgliches, nur weil ich ja auch keine andere Wahl habe, als alles ertragen zu müssen?

Ich habe ja schon eine,letztlich durch meine Erkrankung gescheiterte Ehe hinter mir und möchte nicht noch einmal vor den Scherben meines Lebens stehen. Es fehlt mir aber wirklich die Kraft für zermürbende Auseinandersetzungen bezüglich meiner Wünsche. Doch wenn ich ihm das so schildere, dann wirft er mir Erpressung mit meiner Erkrankung vor. So ist das aber doch wirklich nicht gemeint. Ich kann doch auch nichts dafür, dass man mit so einer Diagnose eine andere Sichtweise was die wirklich wichtigen Dinge des Lebens betrifft bekommt. Das soll keine Entschuldigung dafür sein, dass ich einiges an Verständnis für mích erwarte, aber ich denke, ich habe ein Recht darauf, jedenfalls brauche und wünsche ich mir das so dringend. Verlange ich denn vielleicht doch zu viel?

Ich weiss mir langsam auch keinen Rat mehr und habe mir schon oft gewünscht nichts von der Erkrankung zu wissen, und weiter unbedarft Zukunftsentscheidungen treffen zu können. Aber Jammern hilft ja nicht, es ist eben nicht mehr so und ich ( schöner wäre wir) muss da wohl oder übel durch. Darum höre ich jetzt auch damit auf und versuche noch ein wenig zu schlafen, denn diese ganzen Gedanken haben mir mal wieder die halbe Nacht geraubt.

Alles Liebe,
Martina44
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  #10  
Alt 29.10.2004, 12:31
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Standard Wer hat länger als 5 Jahre Lebermetastasen????

Liebe Martina,

ich sehe Deine Situation als sehr schwierig, nicht wegen der Erkrankung, nur, weil Dein Partner, mit alldem, was er äußert, Dich regelrecht in den Tod schiebt. Wenn es ihm nicht klar ist, was er da macht, wäre es gut, Du würdest das durchschauen. Alleine durch das Wissen um solche Vorgänge, wappnest Du Dich gegen deren Wirkung!

Martina, wenn Du möchtest, schreib mir. Wir können diese Problematik weiter erörtern. Sie ist für Dich lebenswichtig. Meine Mail-Adresse: kos@obilot.de.

Liebe Grüße,
TP
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  #11  
Alt 29.10.2004, 13:37
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Standard Wer hat länger als 5 Jahre Lebermetastasen????

Hallo Martina,

meine Frau ist zur Zeit im Krankenhaus, aber nicht wegen Brustkrebs; sie ist innerhalb von 3 Wochen dreimal operiert worden, weil sich nach der Punktion des Knies im betroffenen Bein eine starke Entzündung ausgebreitet hat. Die Behandlung bestand aus hochdosierten Antibiotika, starken Schmerzmitteln und Spülung des Kniegelenks. Jetzt geht es langsam wieder und sie hofft, nächste Woche das Krankenhaus verlassen zu können.

Was den Brustkrebs betrifft, hat sie sehr starke Knochenschmerzen, da sie ja in der letzten Zeit ständig im Bett liegen musste. Die Lebermetastasen waren ja in der letzten Untersuchung vor ca. 8 Wochen im bildgebenden Verfahren nicht mehr nachweisbar.

Da in den letzten Wochen keine Behandlung wegen des Krebses erfolgte, hoffe ich inständig, dass die Lebermetastasen nicht wiedergekommen sind.

Ich muss Dir recht geben, dass im Brustkrebsforum relativ wenige Männer schreiben. Das liegt meiner Meinung wohl darin, dass es uns Männern eben nicht leicht fällt über unsere Ängste zu reden, geschweige denn zu schreiben. Das musste ich auch erst mühsam lernen.

Ich glaube nicht, dass Du zu viel von Deinem Freund verlangst oder erwartest.
Denn er hat Dich ja während Deiner Erkrankung kennen gelernt, und müsste meiner Meinung nach mehr Verständnis für Deine Situation aufbringen.
Deshalb ist es verständlich, dass Du jetzt verletzt bist, wenn es ihm wichtiger erscheint, an die Zeit NACH Dir zu denken, als mit Dir in einer schönen Umgebung harmonisch zusammen zu leben und deshalb den geplanten Umzug nicht vornehmen zu wollen. Also wenn ich sein Verhalten richtig deute -bitte bekomme jetzt bitte keinen Schreck- setzt er seine Bedürfnisse ganz klar vor Deinen, und das zeugt nicht von seiner großen Liebe zu Dir. Tut mir leid, aber so sehe ich es eben.
Du schreibst nichts davon, dass er Dich im Kampf gegen Deine Krankheit irgendwie unterstützt und daruf kommt es ja auch an.
Ich versuche meiner Frau, soweit es eben geht, jeden Wunsch zu erfüllen, weil ich alles daran setze, dass es ihr gut geht. Auch meine Frau möchte z.B. im Haus noch viel verändern, sollte es irgendwie finanziell machbar sein, werden wir es gemeinsam durchziehen.


Ich wünsche Dir alles Liebe

Wolfgang
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  #12  
Alt 29.10.2004, 13:58
Urmel Urmel ist offline
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Standard Wer hat länger als 5 Jahre Lebermetastasen????

Hallo Martina,

bin seit 06/04 an BK mit multiplen Lebermetastasen erkrankt.

ABER ich beabsichtige alt zu werden. Du MUSST unbedingt dein denken verändern, rechne doch nicht ständig mit deinem eigenen Tod, umso früher tritt er ein.

Und leider muss ich Wolfgang zustimmen, dein Freund liebt seine eigene Bequemlichkeit (mehr als dich???)! Für meinen Mann wäre es keine Frage umzuziehen, an ein Risiko kurz nach meinem Ableben wieder umziehen zu müssen würde er garnicht denken(jedenfalls nicht mir gegenüber).

LG Urmel

Hallo Wolfgang,

schön mal wieder von euch zu hören, hoffe deiner Frau geht es bald besser, warte auf MRT-Befund nach 6. Zyklus....bin sicher, das da nicht mehr viel ist!

Schade dass deine Frau Knieprobleme hat, da fällt Bewegung schwer, habe festgestellt, dass es mir, je mehr ich mich bewege umso besser geht. Aber mit ledierten Knien ist das schwierig...

Alles Gute

Urmel
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  #13  
Alt 30.10.2004, 11:48
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Standard Wer hat länger als 5 Jahre Lebermetastasen????

Hallo Wolfgang,

es íst wirklich bedauerlich und ungerecht, dass Deine Frau neben dem Krebs auch noch andere OP´s über sich ergehen lassen muss.

Meine Lebermetastasen verhalten sich ja auch seit über einem Jahr ganz bedeckt. Warum sollte es bei Deiner Frau nicht auch einmal so sein? Ich wünsche es ihr jedenfalls von ganzem Herzen.

Auch ich habe jetzt nach 1 1/2 Jahren, mit der Chemo aufgehört und bin in dieser ungewissen, beunruhigenden Situation. Wird sie denn auch so engmaschig überwacht? Ich muss alle 6 Wochen zum Ultraschall und die Tumormarker werden alle 6 Wochen bestimmt.

Wenn Deine Frau sich wieder etwas bewegen kann werden sicher auch die Knochenschmerzen wieder weniger und es wird ihr im Ganzen wieder besser gehen.

Könnt ihr nicht,wenn sie aus dem Krankenhaus kommt zusammen etwas Schönes unternehmen?
Mir hat es immer sehr gut getan und ich habe mich dann immer gleich auch körperlich besser gefühlt. Die Psyche spielt halt eine sehr große Rolle. Man unterschätzt das manchmal.

Drücke ihr jdednfalls beide Daumen!
Liebe Grüße!


Hallo Wolfgang, Urmel und TP,

vielen Dank für eure offenen Worte.

Gestern hat er dem Umzug mir zuliebe zugestimmt. Ich bin aber trotzdem nicht ganz glücklich mit der Situation, denn ich habe Angst davor, dass er mir Vorwürfe machen wird, wenn ich mich doch übernommen haben sollte. Ich denke zwar, dass ich es schaffe, aber eine Garantie kann ich ihm natürlich nicht geben. Wie dennn auch? Aber er kann mir auch keine Garantie geben, dass er morgen noch genau so gesund sein wird wie heute, oder?

Teilweise sehe ich es ja auch so wie ihr, dass er seine Bedürfnisse vor meine setzt, weil er in erster Linie ein sehr bequemer Mensch ist. Ausserdem braucht er Sicherheit um ruhig schlafen zu können. In meinen Augen aber eine übertriebene Sicherheit, da ja keiner in die Zukunft schauen kann und alles absichern kann. Und das letzte Hemd hat nun einmal keine Taschen, auch für ihn nicht. Das versuche ich ihm immer zu verdeutlichen.

Ich habe mich bis jetzt in Sachen Erkrankung sehr auf ihn verlassen können. Er hilft mir wirklich, wo er nur kann. Auch psychisch. ER ist immer für mich da und versucht mich aufzubauen, wenn es mir schlecht geht. Ich will ja auch auf keinen Fall ungerecht sein.

Er hat große Probleme mit seinen Ängsten umzugehen. Ich muss da sehr auf ihn einwirken, damit er sich mir öffnet. Das passiert auch nur ganz selten und dann sitzt er vor mir, mit Tränen in den Augen, und weiß kaum noch mit mir über seine Angst, mich zu verlieren, zu sprechen.

Er meinte, dass läge an mir, weil ich darüber reden würde, dass ich natürlich Angst habe nicht mehr lange zu leben. Aber mit wem soll ich denn darüber sprechen. Ist das vielleicht zu viel verlangt? Ich weiß es nicht.

Dabei möchte ich ihm eigentlich nur die Augen öffnen, denn auch er hat keine Garantie alt zu werden, so wie niemand, nur das ist den wenigsten bewusst!

Ich bin der Meinung, dass keiner irgendwelche Dinge, die ihm wichtig sind, auf später verschieben sollte. Man lebt jetzt und hier und das Später ist ziemlich ungewiss, für jeden von uns. Denn auch wer heute noch gesund ist, kann doch auch morgen schon nicht mehr da sein.

Leider bin ich ja jetzt körperlich durch die ganzen Therapien ziemlich eingeschränkt, ob Skifahren noch mal gehen wird? kann ich im Moment nich beurteilen,eher wohl nicht. Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf. Laufen kann ich auch nicht lange, die Gelenke und die Muskulatur machen mir zu große Probleme und Schmerzen. Aber da ich jetzt nach 1 1/2 Jahren Dauer-Chemo aufgehört habe, habe ich die Hoffnung, dass es mir bald auch körperlich besser gehen wird.

Er sieht mich ja so, wie es mir heute geht und hat den Vergleich. Vielleicht hat er ja deshalb so große Angst um mich, aber eben auch um sich. Vielleicht verlangt man ja auch von seinen Angehörigen zuviel. Wer weiß, wie es uns Betroffenen gehen würde, wenn wir in umgekehrter Situation wären. Ich weiß es einfach nicht.

Mein Vorschlag war, uns professionelle Hilfe zu holen, aber wie bei den meisten Männern, ist er davon nicht zu überzeugen. ´Leider. Männer und Gefühle!!!

Ich bin übrigens auch nicht davon überzeugt bald schon sterben zu müssen. Ich habe Angst!!

In meiner "Herzeptin-Gruppe", wir werden alle an einem Tag zur Behandlung bestellt, sind fast alle im Laufe der Zeit wieder neu erkrankt. Ich weiß ja , dass man nicht von Anderen auf sich schließen sollte, aber Angst macht das schon. Dazu bin im viel zu viel Realist, aber auch Optimist. Dieser Optimismus wird eben durch die Beobachtungen sehr erschüttert.

Noch einmal vielen Dank für eure moralische Untertützung und ein schönes Wochenende. Lasst es euch gut gehen.

Liebe Grüße,
Martina44
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  #14  
Alt 30.10.2004, 13:03
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Standard Wer hat länger als 5 Jahre Lebermetastasen????

Hallo Martina,
gleich vorab, ich habe noch keine 5 Jahre Lebermetaerfahrung.
Ich kann aber deinen Freund schon verstehen, solltest du in den nächsten 1 oder 2 Jahren sterben, muss das Leben für ihn weitergehen. Es ist natürlich völliger Quatsch in deiner Situation schon irgendwelche Todestermine ins Auge zu fassen, denn mit Metastasen kann man auch noch lange leben. Du schreibst ja auch, keiner weiss, ob er alt wird.
Trotz all diesen Argumenten kann ich ihn verstehen.

Ich habe mal gelesen:

Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.
Ich denk, meinen eignen Tod den sterb ich nur, doch die andern, die mich lieben, müssen damit leben.

Ich denke, es bringt ihm und dir nichts, wenn du sagen kannst, im Forum sind x Frauen, die haben mit Lebermetas länger als 5 Jahre überlebt, es gibt x Frauen, die sind daran gestorben.

Jede Frau hat ihren eigenen Krebs, keine ist mit der anderen vergleichbar, nicht wie bei einem Auto.
Der Daimler fährt noch mit 200.000 km der Fiat ist bei 100.000 schon schrottreif.

Wir sind die Daimler unter den Krebsfrauen.
Ein schönes Wochenende
Brigitte K.
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  #15  
Alt 30.10.2004, 17:06
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Standard Wer hat länger als 5 Jahre Lebermetastasen????

Hallo Brigitte K.,

Du hast völlig recht. Ich kann ihn ja auch verstehen. Aber mich und meine Wünsche auch und ich möchte noch möglichst lange leben. Eine Einigung wäre schön. Aber einer von uns Beiden muss nachgeben.

Was ist da richtig? Eine Entscheidung muss aber doch getroffen werden. Es war von vorneherein abgesprochen, dass wir in dieser Wohnung nur vorrübergehend wohnen werden. Meine 2. Tochter ist eher ausgezogen als wir dachten und er hat mich 10 Monate auf diese Wohnung vertröstet. Jetzt wo wir sie haben können, es ist Neubau-Erstbezug, da kneift er.

Ich soll seiner Meinung nach noch bis zu 5 Jahre warten, darauf, dass meine jüngste Tochter auch noch ausgezogen ist. Er will von mir mehr oder weniger ein Versprechen, wie lange ich noch lebe. Das ist doch wohl völliger Schwachsinn, denn das kann er mir auch nicht versprechen. Und wie sähe es in 5 Jahren aus? Besser als heute? Niemand kann in die Zukunft sehen, auch nicht wenn man Krebs hat.

Man weiß ja wohl immer erst hinterher,ob die Entscheidung richtig war, oder?

Ich habe einfach nur gelernt, das man keine Zeit zu verlieren hat und sein Leben ohne mich, kann für mich nicht wichtiger sein als mein Leben mit ihm! Wir sollten doch lieber daran denken uns das leben jetzt so schön zu gestalten wie es eben geht.

Mich würde nur interssieren ob Du auch an metastsierendem Krebs erkrankt bist und ob Du auch Deine Wünsche hinter die Deiner Lieben stellen sollst.

Ich habe immer Rücksicht nehmen müssen und es auch gerne getan. Aber ich meine jetzt bin ich dran. Zu egoistisch gedacht? Ich weiß es auch nicht.

Auch ein schönes Wochenende,
Martina44
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