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  #1  
Alt 22.09.2003, 13:21
Gast
 
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Standard Positiver Zwischenstand...

Hallo an alle hier im Forum.

Vor ein paar Monaten habe ich den Thread "10 Tipps bei BSDK"
geschrieben und über meine Schwiegermutter berichtet.

Nach sechs Monaten Radiochemotherapie und Chemotherapie
kann ich nun berichten, dass es Ihr immer noch sehr gut geht
und der Tumor von max. 7 x 6 cm auf jetzt 3,8 x 3 cm geschrumpft
ist. Ausserdem ist ihr Allgemeinbefinden besser als zu Beginn
der Therapie und sie hat an Gewicht zugelegt. Die Tumormarker
sind auf unter 100 gefallen und alle Auffälligkeiten (Leber) haben
sich als harmlos herausgestellt (Zysten). Weder im MRT noch im
CT oder Ultraschall sind irgendwelche Auffälligkeiten zu sehen.
Sie verträgt die Chemotherapie (1.000mg/m2 Gemzar) ausge-
zeichnet (lediglich die Leukos gehen regelmässig in den Keller).

In zwei bis vier Wochen wollen wir wieder nach Heidelberg gehen,
um zu erneut klären, ob eine Operation jetzt möglich ist.
(Der Tumor hat die Gefäße umschlossen und ist bisher inoperabel)

Unsere Therapie sieht bisher wie folgt aus:
Bestrahlung in Heidelberg, 55 gy + Chemo Gemzar 420mg/m2
(ca. 2 Monate)
Chemotherapie in Ffm, Gemzar 1.000mg/m2
(ca. 4 Monate)

Zusätzlich:
Mistelextrakt "Lectinol"
Wobe-Mugos (Enzyme)
Selen
Vitaminpräperate (inkl. sekundären Pflanzenstoffen)
1 gr. Vitamin C
Chinesischer Heilpflanzentee
Optimierte Ernährung (viel Obst und Gemüse, Fisch, Nüsse etc.)

dazu:
Bewegungs- und Atmungstherapie Qi-Gong
viel spazieren gehen, Urlaub

Vielleicht macht dieser Bericht ja dem einem oder anderem ein
bisschen Hoffnung. Man muss einfach kämpfen und hoffen...
dem Tüchtigen hilft das Glück... manchmal...

Euch allen alles Gute, viel Kraft und Mut
Ole

P.S. Ich wäre über Informationen dankbar zur lokalen Hyperthermie.
Und zwar genauer über das Einführen von Stahlkügelchen direkt in
den Tumor, die dann über Strahlung erhitzt werden... oder so ähnlich?

Und wer weiss was über diesen Durchbruch in der Krebsforschung
im Karolinska Institutet in Stockholm. Das Gen/Hormon/Molekül P51
dass die Zellteilung unterbinden soll...?

Vielen Dank!
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  #2  
Alt 23.09.2003, 21:03
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Positiver Zwischenstand...

Hallo Ole, das ist ja ein toller Erfolg, Tumor fast um die Hälfte 'geschrumpft'! Super. Liebe Grüße an die Schwiegermutter, weiter so und nicht aufgeben! (toi toi toi).
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  #3  
Alt 24.09.2003, 05:05
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Positiver Zwischenstand...

Lokale bzw. regionale Hyperthermie
Nun gibt es aber auch Geräte, mit denen man nur die Region eines Tumors gezielt und hoch aufheizen kann, die Körpertemperatur insgesamt bleibt aber normal. Bei dieser neuen Methode - der lokalen Hyperthermie- wirken elektromagnetische Felder (keine gefährlichen Röntgenstrahlen, sondern Radiowellen) auf den Tumor und seine unmittelbare Umgebung ein, womit der Krebs dann auf eine für ihn schädliche Temperatur von bis zu 43° C gebracht und damit verwundbarer gemacht wird. Dieses Verfahren schont den übrigen Organismus, der sich fast nicht erwärmt; daher ist diese neue Behandlungsmethode auch für ältere Patienten sehr gut geeignet. Allerdings - und das muß auch gesagt werden - nicht jeder Patient und nicht jeder Tumor kann auf diese Weise sinnvoll behandelt werden; wir müssen vielmehr sehr sorgfältig prüfen, wo diese Behandlung angezeigt ist und wo es besser ist, andere Methoden anzuwenden.


EHY 2000 - Gerät zur lokalen Hyperthermie



Warum ist die Hyperthermie zukunftsweisend in der Krebsbehandlung?
Sowohl die Operationstechniken, als auch die Strahlen- und Chemotherapie, ja selbst die Hochdosis-Chemotherapie lassen trotz aller Neuentwicklungen nur noch minimale Fortschritte denkbar erscheinen. Ihnen gegenüber hat die Hyperthermie folgende Vorteile:


· Sie schädigt den Organismus des Patienten in der Regel nicht und ist gut verträglich.

· Bei Temperaturen um 42,5° C produziert unser Körper bestimmte Eiweißstoffe (sog. „Hitzeschockproteine"), die ihrerseits den Tumor angreifen.

· Körpereigene Abwehrmaßnahmen werden aktiviert und nicht unterdrückt, wie dies bei der Strahlen- oder Chemotherapie der Fall ist.

· Durch die hohe Temperatur leidet der Tumorstoffwechsel akute Not. Im Tumor selbst treten Gefäßverschlüsse auf und weil die Durchblutung dann ungünstiger ist, stirbt Tumorgewebe ab.

· Es ist ferner bekannt, daß eine Krebsgeschwulst viel empfindlicher auf eine Chemo- oder Strahlentherapie reagiert, wenn sie auf eine höhere Temperatur gebracht worden ist. Dies bedeutet, daß sich unter der Hyperthermie mit weniger Chemotherapie oft viel bewirken läßt; durch weniger Chemotherapie wird wiederum der Gesamtorganismus des Patienten geschont.

· Tumoren, die sonst nicht auf eine Chemotherapie ansprechen, können wieder empfindlich dafür gemacht werden, wenn man sie erhitzt.



Der Nachteil, daß es sich bei der lokalen Hyperthermie nur um eine örtlich begrenzte Therapie handelt wird ausgeglichen durch zusätzliche Verfahren, mit denen man hofft, auch andere Krebszellen, die im Körper verstreut sind, zu treffen.

Wo kann die lokale Hyperthermie nicht zur Anwendung kommen?

· bei Patienten mit einem Herzschrittmacher

· bei Patienten, die größere Metallimplantate im Körper haben

· bei Patienten, deren Haut großflächig durch Verbrennungen geschädigt wurde oder wenn die Kontaktfläche von Haut und Applikator aus anatomischen Gründen unzureichend ist.



Die lokale Hyperthermie kann in bestimmten Fällen auch ambulant durchgeführt werden. Sinnvoller ist allerdings eine stationäre Behandlung, bei der noch andere, die Hyperthermie ergänzende Verfahren der Tumorbekämpfung eingesetzt werden. Pro Behandlungszyklus sind je nach Lage des Falles etwa 6 bis 10 Sitzungen erforderlich, die 1 - 2 x/Woche stattfinden.
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