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  #1  
Alt 17.12.2006, 15:05
zidoma zidoma ist offline
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Registriert seit: 10.12.2006
Beiträge: 5
Standard Muss die Gebärmutter raus?

Hallo ihr alle

ich habe im Januar meine 2. Konisation (in der Schweiz, mit Schlinge). Die erste hatte ich vor vier Jahren (Pap IVa) (in Deutschland, mit Messer), wo alles ohne Probleme entfernt werden konnte. Ich gehöre zu den High-Risk-Patienten und frage mich, wie oft so eine Konisation möglich ist, wenn diese Zellen sich immer wieder verändern werden. Sowohl der Frauenarzt in Deutschland wie auch die Ärztin hier in der Schweiz habe mir beide geraten, mir doch Gedanken über eine Total-OP zu machen, da die Gebärmutter eine "Zeitbombe" sei. Ich bin aber erst Anfang 30 und möchte noch Kinder (was beide Ärzte auch akzeptier(t)en). Ich will eigene Kinder, hab aber Probleme mit dem Mann, einen tollen Job, aber die Gebärmutter muss vielleicht bald raus?? Wie lange kann ich damit warten? Muss die Gebärmutter wirklich irgendwann mal raus? Ich habe auch Angst vor den "Nebenwirkungen". Was passiert mit einem, wenn die Gebärmutter nicht mehr da ist? Welche Probleme bekommt man? Hat jemand keine Probleme damit? Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen schildern könntet. Ich habe einfach eine Riesenangst vor dem was kommen wird....

ganz liebe grüsse
zidoma

Geändert von zidoma (25.06.2007 um 19:23 Uhr)
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  #2  
Alt 17.12.2006, 16:03
Evche Evche ist offline
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Beiträge: 183
Standard AW: Muss die Gebärmutter raus?

Hallo Zidoma,

bei mir ging das Theater im August los. PAP III und HPV High Risk. Es folgten 4 Wochen Hormontherapie zur Aufhellung, da ich schon in den Wechseljahren bin. Der nächste Abstrich war wieder PAP III, 3 Tage später wurde bereits die Koni durchgeführt. Sie ergab ein Carcinoma in situ, im Gesunden entfernt.

Allerdings fand man weitere Zellveränderungen in der Ausschabung des restlichen Zervix. Man riet mir zur Hysterektomie. Nach reiflicher Überlegung bin ich dann vor gut 3 Wochen in die Frauenklinik. Die OP konnte vaginal durchgeführt werden, ausser der Gebärmutter wurde auch ein Eileiter entfernt. Ich habe die OP sehr gut überstanden und habe null Probleme. Werde sogar nächste Woche wieder arbeiten gehen.

Die Zytologie ergab übrigens, daß auch in der Gebärmutter schon Zellveränderungen stattgefunden haben. Ich bin froh, daß ich die Hysterektomie habe durchführen lassen. Denn die Angst vor Krebs war in diesen Wochen mein ständiger Begleiter. Ich fühle mich richtig befreit und kann endlich wieder durchatmen.

Allerdings bin ich auch schon 47 Jahre und habe 2 fast erwachsene Kinder. Bei dir sieht die Sachlage anders aus. Du bist jünger und hast noch Kinderwunsch. Vielleicht ist die Trachelektomie für dich die richtige Lösung. Informiere dich gründlich und treffe dann deine Entscheidung. Denn die muß nur für dich allein stimmig sein.

Alles Gute - Evche
__________________
Macht hat nur der über mich, dem ich sie gebe.
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  #3  
Alt 17.12.2006, 23:53
zidoma zidoma ist offline
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Registriert seit: 10.12.2006
Beiträge: 5
Standard AW: Muss die Gebärmutter raus?

Vielen Dank, dass Du mir über Dich erzählt hast. Jetzt bin ich ein bisschen beruhigter. Ich bin auch gerade dabei mich mehr darüber zu informieren und möchte viele Meinungen von Frauen einholen, die sich die Gebärmutter haben entfernen lassen. Meiner Mutter (50) will man seit fünf Jahren die Gebärmutter entfernen, aber sie schiebt es immer wieder hinaus. Bei ihr ist es auch nicht "eilig" da ihre Gebärmutter "nur" auf die Blase drückt und sonst ok ist.
Trotzdem hab ich Angst....
Wie ist das mit Sport? Geht das auch ohne Probleme?

danke Dir herzlich
zidoma
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  #4  
Alt 18.12.2006, 12:15
Evche Evche ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 18.09.2006
Ort: Raum Rhein-Neckar
Beiträge: 183
Standard AW: Muss die Gebärmutter raus?

Mit Sport sollte man etwa 3 Monate warten. Und soweit bin ich noch nicht.
Hier kurz die Verhaltensregeln für die ersten 3 Monate nach der OP, die man mir in der Frauenklinik gab und die von meiner Gyn auch so bestätigt wurden:

Solange man blutet - ist wie eine leichte Schmierblutung - überhaupt nicht heben. Danach max. 5 Kilo.

Alles vermeiden, was die Bauchmuskulatur belastet.

Baden und Sex ist in den ersten 6 Wochen tabu.

Bis der Blasenmuskel durch die veränderte Position der Blase wieder richtig arbeitet, dauert es etwa 2 bis 3 Wochen. In dieser Zeit sollte ich drauf achten, daß die Blase wirklich komplett entleert ist. Auch hier viel, viel Geduld, sonst gibts Blasenentzündungen, wenn ständig Restharn in der Blase verbleibt.

Die OP ist jetzt exakt 3,5 Wochen her, die Blutungen haben aufgehört und ich fühle mich topfit. Das mein Körper sich immer noch regeneriert, merke ich nur daran, daß ich mehr Schlaf brauche.

Wenn du weitere Fragen hast, beantworte ich sie dir gerne.

Liebe Grüße - Evche
__________________
Macht hat nur der über mich, dem ich sie gebe.
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