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  #61  
Alt 22.07.2006, 20:54
Benutzerbild von iris1506
iris1506 iris1506 ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir, und ich möchte von Dir erzählen

mein lieber papa

heute sind es 4 monate, seit du uns verlassen musstest.
4 monate ohne dich, wir vermissen dich alle so sehr

frank und ich waren gerade an deinem grab, es stehen wunderschöne blumensträuße darauf.

ich weiß, dass es dir jetzt viel besser geht, du schaust auf uns und beschützt uns.

du hattest einen schweren weg, den wir gemeinsam gegangen sind.



Als Gott sah,
das der Weg zu weit, der Hügel zu hoch
und das Atmen zu schwer wurde,
legte er seinen Arm um dich und sprach
" Komm heim "

das war der trauerspruch, ich glaube ganz fest, das du bei ihm geborgen bist.


ich liebe dich

deine große tochter
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  #62  
Alt 23.07.2006, 13:22
Inus Inus ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir, und ich möchte von Dir erzählen

Liebe Jutta

Vielen Dank für dieses Forum.

Ich habe meinen Mann im Februar 2006 nach 3-jähriger Hodgkin Krankheit und 2 Monatigem Koma verloren. Ich kann ihn einfach nicht loslassen, und habe alles in unserem Haus so gelassen wie es Weihnachten noch war. Ihn der Hoffnung er kommt vielleicht wieder! Mein Leben hat sich total verändert, auch wenn er immer so stark war, so fehlt mir doch der Antrieb. Ich schaffe zwar alle meine Verpflichtungen doch an manchen Wochenenden bin ich Gelähmt vor Schmerz. Das Loch was Andreas hinterlassen hat ist soo groß.

Andreas war ein Genie auf allen Linien. Er war so bewundernswert und liebevoll!
Er hat 2 Stammzelltransplantationen hinter sich gebracht mit so viel Stolz und Lebensfreude und trotz alldem kämpfen und erneutem Vorbereiten auf die 3. mußte er uns verlassen.

Er starb an einer Komplikation ARDS. Einer akuten Lungenschädigung die meist tödlich ausgeht. Und ich hatte so viel Hoffnung, da er ja so stark war und alles immer so gut weggesteckt hat, daß er das übersteht!!!

Bitte helft mir diese Zeit zu überstehen, ich kann es einfach nicht akzeptieren, daß alle Leiden und Kämpfe umsonst waren.

Iris
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  #63  
Alt 09.08.2006, 03:40
Schnullerbacke Schnullerbacke ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir, und ich möchte von Dir erzählen

Lieber Vati

Ich möchte dir ein paar liebe Worte sagen. Denn du fehlst uns wie am ersten Tag. Die Trauer ist unser ständiger Begleiter, und ich werde damit nicht fertig.
Was soll ich tun???? Was wurdest du mir raten, gib mir bitte ein Zeichen.

Tränen der Liebe!

Blumen der Liebe bringen ich ans Grab,
weil ich dir sonst nichts schenken vermag.

Steh ich am Ort, der die Heimstadt nun ist
fühl ich wie schmerzlich mein Herz dich vermißt.

Zünde ein Lichtlein dir an,
bete für dich und verlasse dich dann.

Tränen der Trauer sie machen mich blind
das ich das licht der Liebe kaum find.

nur noch ein Blick nach dem traurigen Ort
muß dich verlassen, muß von dir fort.

Tränen der Trauer, die nehme ich mit fort
doch deine Liebe bleibt immer fort.


In ewiger Liebe
deine Tochter Sylvia
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  #64  
Alt 15.08.2006, 11:21
chuckyanna chuckyanna ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir, und ich möchte von Dir erzählen

Liebe Schnullerbacke, habe mit einem Kloß im Hals das Gedicht an Deinen Vater gelesen. Kenne diesen Schmerz. Habe mich von meinem Vater nicht verabschieden können, habe ihm nicht mehr sagen können, wie sehr ich ihn liebte. Es gibt nicht mal ein Grab das ich besuchen kann. Aber ich habe einen Weg zu ihm gefunden. All meine Gedanken habe ich aufgeschrieben, einen Briefumschlag fertig gemacht und diesen Brief an unserem gemeinsamen Lieblingsort (an dem wir, als ich noch Kind war, morgens ganz früh die Rehe beobachteten) im Wald vergraben. Dort ist jetzt immer noch mein Ort zu trauern und mit ihm zu reden. Das hat mir sehr geholfen. Liebe Grüße Chuckyanna
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  #65  
Alt 15.08.2006, 20:20
Mippi Mippi ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir, und ich möchte von Dir erzählen

Lieber Papa,

drei Wochen bist Du nun schon von uns gegangen. Ich stehe vor Deinem Grab, schaue mir die Fotos von den letzten Monaten an und kann es einfach nicht begreifen. Ich glaube nicht daß Du nie wieder zu uns zurückkehrst. Ich weiß auch gar nicht, wieso es nie wieder Deine mit viel Liebe selbstgemachten Marzipankartoffeln geben wird oder die Hefelklöße oder die Remoulade die nur Du so lecker machen kannst. Wie soll denn unser kleiner Sohnemann ohne seinen so geliebten Opa seine Ferien verbringen, in den Wald gehen, Pilze sammeln, wie soll Mama alleine zurecht kommen, ihr habt alles gemeinsam gemacht, wie sollen die anderen drei von uns ohne Dich auskommen? Papa Du fehlst überall. Du warst und bleibst für mich der beste Papa und Opa den wir uns je hätten wünschen können. Du hinterläßte eine riesen Lücke in uns und es wird niemanden gelingen, diese zu füllen. Im Moment sehen wir nur, daß Du nicht so lange leiden mußtest, das einzige gute an der ganzen Sache. Aber vermissen und lieben werden wir Dich.

Andrea

Geändert von Mippi (16.08.2006 um 21:45 Uhr)
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  #66  
Alt 10.09.2006, 03:55
Schnullerbacke Schnullerbacke ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir, und ich möchte von Dir erzählen

Mein liebste Vati,

Auch heute ist wieder so eine schwarze Nacht, in der ich keine Ruhe finde.
Ich schließe meine Augen und sehe dich. Es tut so weh immer, immer bist du in meinen Gedanken
Es sind 8 Mon. und 12 Tage verstrichen als du uns verlassen musstest.
Ich bin überzeugt das es dir da wo du nun bist besser geht.
Du hast wieder Kraft gesammelt und bist nun nicht mehr so schwach wie es die letzten Tage auf Erden war.
Mein Herz ist so leer, traurig und alleine.
Könnte ich doch bei dir sein....

Ein paar liebe Zeilen schreib ich dir

Du warst so gut im Leben,
du wirst so sehr vermisst.
drum wollen wir, die leben
auch dein vergessen nicht!

Mag auch die Zeit die Wunden heilen,
die Liebe und die Narben bleiben.


In ewiger Liebe
Sylvia
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  #67  
Alt 16.09.2006, 18:31
Luise 59 Luise 59 ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir, und ich möchte von Dir erzählen

Hallo an alle. Mein Name ist Viola. Am 11.9.2006 ist meine Schwester verstorben. Sie hat den Kampf gegen ihren Krebs nach nur 10 Monaten verloren.Es vergeht kaum eine Stunde wo ich nicht einmal an sie denke weil wir wie Pech und Schwefel waren. Mein Sohn war bei ihr als sie starb . Und das allerschlimmste für mich ist das sie 5 min bevor ich zu hause war eingeschlafen ist.und die Vorstellung das sie auf mich gewartet haben könnte zerreisst mich. Ich überstehe das alles nur weil ich sehr starke Medikamente bekomme und selbst diese nehmen mir nicht die unerträgliche Trauer und den Schmerz.Mit ihr ist ein Teil von mir gegangen und ich weiss nicht ob das jemals wieder anders werden kann. Ich verspüre nur noch eine grosse Leere.
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  #68  
Alt 04.10.2006, 00:18
kruemelbunny kruemelbunny ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir, und ich möchte von Dir erzählen

Lieber Papa,

ein Feiertag ohne dich und Mama - wie soll es nur werden, wenn Weihnachten vor der Tür steht ? Eurer Grab ist gerichtet, die Wohnung aufgelöst, der Papierkram erledigt und ich falle in ein dunkles Loch. Ich bin 38 Jahre alt und Waise. Ich sollte erwachsen und selbständig sein, aber ohne euch und ohne eure Liebe fühle ich mich so verlassen. Leonie durfte wenigstens dich - Papa - 7 kurze Wochen ihres Lebens kennenlernen. Und sie wird nie wissen, wie viel sie verpasst hat - welche wundervollen Großeltern sie hätte haben können.

Ihr habt beide so tapfer diese schreckliche Krankheit Krebs bekämpft und ertragen. Wir haben zusammen gelitten und gehofft. Alles vergebens. Zusehen zu müssen, wie ihr Stück für Stück weniger wurdet, wie die Lebensfreude dünner wurde, der Schmerz überhand nahm, das bringt mich heute noch zum Weinen.

Ihr wart so wundervolle Eltern. Ich vermisse euch ganz fürchterlich. Oft genug möchte ich euch anrufen und etwas erzählen und stocke dann, weil ihr ja gar nicht mehr da seit. Ich schaue Leonie und ihre tägliche Entwicklung an und werde traurig, weil ihr das nicht miterleben könnt. Ein Urlaub ohne euch eine Karte zu schicken - undenkbar. Aber wohin soll ich sie schicken? Ich brauche euch noch so sehr! Es tut so weh, an euch zu denken, aber ich kann nicht aufhören, euch zu vermissen.

Ich liebe euch

Andrea
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  #69  
Alt 04.10.2006, 00:34
Schnullerbacke Schnullerbacke ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir, und ich möchte von Dir erzählen

Hallo Vati,
Es ist wieder so ein Tag und eine Nacht, wo ich mir immer wieder die Frage stelle "warum, warum du".
Aber leider kann mir niemand eine Antwort auf meine Frage geben.

Neun Monate, ja neun monate sind es her als deine Söhne und Schwiegersöhne dich zu Grabe trugen. Wenn ich mir dein Bild so ansehe könnte ich schreien.
Auf meinem Sofa habe ich die Trachtenweste, die ich dir letzten Herbst gestrickt habe, liegen.Oft nehme ich sie in den Händen, einfach um das Gefühl zu haben, als wenn du mir nahe bist. Ich vermisse dich sehr es schmerzt so, ich bin so traurig...
Morgen werde ich an deinem Grabe stehen und eine Kerze anzünden und dir frische Blumen bringen.

In ewiger Liebe
Deine Tochter
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  #70  
Alt 04.10.2006, 00:46
Benutzerbild von struwwelpeter
struwwelpeter struwwelpeter ist offline
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Idee AW: Du fehlst mir, und ich möchte von Dir erzählen

Liebe Schnullerbacke, gerade habe ich Deinen Eintrag gesehen. Es tut mir sehr leid, daß Du Deinen Vater verloren hast. Auch wenn es jetzt schon ein paar Monate her ist, ist es einfach nur fürchterlich, man kann es nicht begreifen. Ich kann Dich sehr gut verstehen, da meine Mutter gerade mal vor einem Jahr am 11.09. gestorben ist, ich leide ebenso heftig, der Schmerz hat auch bei mir noch um nichts nachgelassen, ist eher noch schlimmer geworden.
Ich möchte Dich in Verbundenheit ganz lieb knuddeln! Wir kennen uns ein wenig bereits aus dem Chat.

Ich wünsche Dir von Herzen alles Liebe und viel viel Kraft weiterhin. Das Licht ist für Dich und Deinem Vater*
Struwwelpeter

Geändert von struwwelpeter (21.01.2008 um 01:39 Uhr)
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  #71  
Alt 06.10.2006, 01:57
Schnullerbacke Schnullerbacke ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir, und ich möchte von Dir erzählen

Ich möchte dir für deine lieben Worte von Herzen danken.
Ja Struwwelpeter wir kennen uns schon aus dem Chat, doch hatte ich keine Ahnung das auch du einen Lieben Menschen verloren hast.

Es ist alles so schwer, an manchen Tagen habe ich das Gefühl es geht nicht
mehr weiter, ich kann nicht mehr.
Wir müssen aber stark sein denn es ist nichts mehr zu ändern.
Auch wenn die näher als das ist .

Ich möchte dir nochmals danke

Alles Liebe und Gute
Schnullerbacke
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  #72  
Alt 06.10.2006, 02:15
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struwwelpeter struwwelpeter ist offline
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Idee AW: Du fehlst mir, und ich möchte von Dir erzählen

Liebe Schnullerbacke,

Du brauchst Dich nicht bedanken!
Ich kann, da ich auch einen schweren Verlust hinnehmen mußte, Dich sehr gut verstehen. Es ist wäre nicht gut, wenn wir unsere wahre Trauer verbergen würden, es tut nur noch mehr weh.
Wenn meine Trauer gar so groß ist, versetze ich mich in die Zeit, in der wir geredet, gelacht oder auch etwas unternommen haben. Die schönen Momente hole ich aus meiner Erinnerung, das macht es dann wirklich etwas erträglicher. Übrigens, im Chat hast Du mich allerdings als Betroffene kennengelernt, so oder so, es ist für jeden unsagbar schwer!
Bei Dir ist der Tod Deines Vaters noch gar nicht ganz so lang her ( bei mir eben doch ein Jahr) , aber ich hoffe, Du schaffst es jetzt schon, die schönen Dinge des Lebens wieder hervor zu "Zaubern".

liebe Grüße, struwweline

Geändert von struwwelpeter (23.10.2010 um 14:15 Uhr)
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  #73  
Alt 07.10.2006, 20:51
Rikku Rikku ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir, und ich möchte von Dir erzählen

Hallo! Ich habe es an einer anderen Stelle schon geschrieben, aber hier will ich es noch etwas genauer ausführen.

Liebe Mama!
Du hast mich neun Monate dauerhaft mit dir herumgetragen. Mir hat es damals schon verdammt gut bei dir gefallen, ich bin ja nicht umsonst 2 Wochen später als errechnet geboren worden.

Du warst immer für mich da, wenn ich dich gebraucht habe. Ich hatte eine wahnsinnig schöne Kindheit. Sie war anders als die von anderen, aber ich habe sie als so schön empfunden, denn ich habe sie größtenteils mit dir verbracht. Du, Papa, Belinda und ich, wir waren eine super Familie. Unsere Wochenendausflüge waren einfach einmalig.
Ich bin so froh, dass ich dir in den letzten Tagen die du zuhause hattest noch gesagt habe, wie viel mir diese Kindheit mit dir bedeutet. Ich bin so dankbar, dass einem keiner die Erinnerungen nehmen kann.

Bis Anfang diesen Jahres war alles super. Aber dann hattest du erst Probleme mit deinem Kiefer, und als dann Ende August der Bluthusten dazu kam...Keiner konnte ahnen, dass es so weit kommt. Mitte September wurde der Krebs diagnostiziert und heute ist der 7. Oktober und du bist nun schon seit zwei Stunden von uns gegangen...Es ging alles so wahnsinnig schnell. Aber ich bin so glücklich darüber, dass du mich an meinem Geburtstag morgens extra aus dem Krankenhaus angerufen hast - mittags lagst du dann ja schon auf der Intensiv mit künstlicher Beatmung und daran hat sich leider nichts mehr geändert.

Du wirst immer ein Teil von uns bleiben und es ist ja nur eine vorübergehende Trennung, denn irgendwann, da sehen wir uns alle wieder, an einem anderen Ort. Ich weiß, dass du uns bis dahin beobachtest und begleitest während du dort auf uns wartest.

Ich hab dich lieb Mami.
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  #74  
Alt 15.10.2006, 23:52
diskusred1 diskusred1 ist offline
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hallo mein Schatz
nun ist es sieben Wochen her das du von uns gegangen bist und wir haben gemeint wir schaffen es ich weiß garnicht was ich zuerst schreiben soll .
Nun fange ich halt doch von vorne an. september 2004 erfahren wir das du BSDK hast , ein Schlag ins Gesicht.Wir können nicht mehr denken. Aber wir sagen immer wir schaffen es. Bin der Zeit im Siebten Monat schwanger.
Hatten schon eine Tochter mit 10 Jahren. Nun beginnt der Kampf, die Op fand im Oktober statt (nach Whipple), du bist echt eine Kämpfernatur bist nach 15 Tagen aus dem KH wieder raus mit dem Befund alles entfernt . Chemo nur zur
Sicherheit.(Heute denke ich anders hätten wir mehr Meinungen einholen sollen.) Also raus aus dem KH sofort zur Reha weil du willst ja bei der Entbindung dabei sein. Reha nach drei Wochen verlassen. Es ist eine Woche vor Weihnachten. Unsere Leonie wird am 27.12.04 geboren. Wie du dich freust. Du beginnst mit der Chemo hälst alles tapfer durch, über ein halbes Jahr. Du genießt jeden Tag mit deinen Kindern. Man sieht dir fast nichts an. August 05 fahren wir in den Urlaub in unser geliebtes Land nach Ungarn (wo wir seit 10 Jahen Urlaub machen weil uns Land und Leute so gut gefällt) . Nach dem Urlaub Nov 05 große Nachuntersuchung. Tumormarker erschreckend hoch. Laut Ärzte wieder bildung eines bösartigen Tumor, und dann der Spruch fahren sie nach Hause und genießen sie noch einmal das Weihnachtsfest. Aber du gibst nicht auf du wirst zwar immer weniger, aber jetzt denkst du ans arbeiten wo wir doch alle dagegen waren ( 3-Schicht).Du kämpfst dich jeden Tag in die Arbeit ich sehe wie du leidest, aber du gibst nicht auf. Unser neuer Wochenalltag sieht so 4 Tage Arbeit, 1 Tag Chemo dann Wochenende zum erholen von der Chemo. Und das über Monate (Heute Frage ich mich wie hast du das gemeistert.) Dir geht es immer Schlechter aber du sagst immer wir schaffen es, habe doch zwei Kinder und eine Frau die mich brauchen. Du kämpfst und leidest ich sehe es dir an. In deinen Betrieb sagen Gott sei Dank endlich mal einer das es so nicht weiter kann und nehmen dich von der 3-Schicht raus,aber du willst immer noch weiterarbeiten gehst jetzt in die Tagschicht. Wir alle sagen geh in die Rente nein du sagst zur Rente bin ich noch zu jung (51 Jahre, ich 15 Jahre jünger).Ich kann es nicht mitansehen,dir geht es immer schlechter.inzwischen ist es Juli 06 du feierst deinen 51 Geburtstag und außerst den Wunsch im Urlaub nach Ungarn zu fahren, wir sprechen mit den Ärzten sie meinen der Urlaub wird dir gut tun.Aug 06 Koffer packen Kinder einladen und 8 Std Fahrt vor uns was du alles selber gefahren bist. Du lebst auf dir geht es jeden tag besser ich freue mich so, du genießt die Sonne jeden Tag den Sonnenuntergang was dir immer so gut gefallen hat. Wir sind jetzt fast 2 1/2 Wochen in Ungarn dann kommt der Tag des Grauen. Du klagst über Rückenschmerzen nimmst eine Schmerztablette und sagst es geht schon wieder,du willst ja Jennifer das Reiten nicht verderben,also rein ins Auto und ab zum Reiterhof . Gegen Mittag Sagst du zu mir Schatz mir geht es nicht gut las uns nach Hause (eigene Haus in Ungarn) fahren denke mir immer noch nichts, nur komisch ich soll fahren was ich von dir nicht gewohnt bin. du liegst dich hin und schläfst eine Runde gegen halb zwei wachst du auf rufst mich Leonie auf dem Arm ich zu dir und was sehe ich dir geht es beschiessen. Ich sofort ans Telefon ruf Bekannte an sie soll einen Arzt rufen (wegen verständigungsprobleme). 10 min später deutschsprachiger Arzt kommt sagt sofort du mußt ins KH aber du willst nicht. Arzt sagt zu mir wenn ihr Mann nicht ins KH geht stirbt er uns unter den Händen weg. Ich rede auf dich ein das du ins KH sollst endlich stimmst du zu. Rein in Sanka und fort warst du.Für immmmmmmmmmmmer. Und ich mit zwei Kindern im Ferienhaus. Nachricht : Auf dem Weg ins KH gestorben. Für mich brach eine Welt zusammen. Ich kommt nicht mal Tschüß sagen was mir heute noch sehr zu schaffen macht. Meine Jennifer 12 Jahre schrie glaube ich die ganze Ortschaft zusammen, Leonie noch zu klein (21 Mon) um zu begreifen was vorgefallen ist. WARUM ????? WARUM so schnell aber heute habe ich mir so ziemlich viel von der seele geschrieben.Schatz du fehlst so ich weiß nicht wie es weitergehen soll ohne dich.


GEKÄMPFT; GEHOFFT; und doch VERLOREN
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  #75  
Alt 18.10.2006, 11:47
Thimmi Thimmi ist offline
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Ort: Bremen
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Hallo mein Schatz,

morgen jährt sich der Tag zum dritten mal, an dem Du mich verlassen hast.

Kein Tag in den letzten Jahren ist vergangen, an dem ich nicht an Dich gedacht habe.Soviele Tränen habe ich geweint, habe über Dich geredet, habe mit Dir geredet, über Dich gelacht, über uns gelacht. Es ist unvorstellbar wie präsent Du noch in meinem Leben, in meinem jetztigen, völligen anderem Leben bist. Deine Bilder stehen immer noch auf dem Highboard im Wohnzimmer, unseren letzten Urlaubsbilder hängen immer noch an der Wand.

Weißt Du noch den wunderschönen Blumenstrauß den Du meiner Ma geschenkt hast? ( ein paar Tage, bevor Du von uns gegangen bist)
Sie hat ihn fotografiert und sich als Bild vergrößern lassen und in einem wunderschönen Rahmen aufgehangen. Du siehst all dieser sentimaler Quatsch, den Du so gar nicht mochtest.....

So oft denke ich an Deine kurze Krankenzeit nach, stelle mir immer und immer wieder die selben Fragen. Es sind diese Fragen auf denen man so gar keine
Antworten bekommt. Es sind diese Fragen, die einen so sehr quälen, die einfach nur so sehr weh tun.

Die schlimmste Frage die ich mir immer und immer wieder stelle, ist einfach die Frage hätte ich nicht merken müßen das Du von mir gehst, als Du mich aus dem Krankenhaus weggeschickt hast. Weißt Du noch? Du hast zu mir gesagt: So mein Engel, gehe jetzt nach Hause und ruhe Dich einfach ein wenig aus und ich schlafe ein weníg. Auf meine Antwort: Thimmi, wir machen das so wie immer, wenn Du eingschlafen bist, dann gehe ich leise, hast Du geantwortet: So kann ich nicht einschlafen.....

Ich bin dann kurz zu meinen Eltern gefahren und als ich auf dem Rückweg am Krankenhaus vorbei gekommen bin, habe ich zu Deinem Fenster hochgeschaut und überlegt ob Du wohl schon schläftst.......

Als ich dann eine Stunde später wieder das Krankenhaus betreten habe, bist Du schon von mir gegangen. Du sahst so entspannt und gut aus, als wenn Du einfach nur schlafen würdest. Deine Krankheit war weg, Du sahst einfach aus, als wenn Du mit dem Gedanken eingeschlafen bist, alles in Deinem Leben geregelt und erledigt zu haben.

War alles geregelt, für Dich sicherlich. Für mich nicht. Ich hätte Dir gerne noch soviel gesagt, so gerne hätte ich Dich noch einmal in den Arm genommen, so gerne noch einmal geküßt, noch sehr gerne mit Dir mehr Zeit verbracht.....

Drei Jahre sind vergangen, drei lange Jahre in dem ich eine andere geworden bin. Viel egoistischer, viel härter mit sich und anderen. ich habe mich beruflich verändert, bin endlich in den Marketingbereich gewechselt und laße mir nicht mehr von anderen sagen was ich tun muss und was nicht. Ich tue nicht mehr alles um andere zu gefallen. Ein neuen Partner gibt es auch in meinem Leben, aber das weißt Du ja. Es ist schön, aber auch sehr schwierig. Du bist einfach noch sehr sehr präsent in meinem Leben. Er trägt alles mit,mit einer unendlichen Geduld und auch liebe. Ich kann in seinem Arm weinen, wenn Du mir einfach ganz ganz doll fehlst und er weiß auch warum es mir in den letzten tagen einfach nicht gut geht.

Es ist eine neue liebe, aber eine ganz andere wie wir sie hatten. Uns beide waren nur knapp drei Jahre vergönnt. Drei wundervolle intensive aber auch schwierige Jahre. Ich hatte das ganz ganz große Glück mit 35. Jahren noch einmal diese Schmetterlinge im Bauch zu haben. Und ich habe mit 35. Jahren noch einmal die Liebe auf den ersten Blick kennengelernt.

Dafür danke ich Dir. Du bist in meinem Herzen so tief, das es nichts und niemand geben wird der Dich da vertreiben kann. Ich bin heute nach drei Jahren so dankbar für unsere gemeinsame Zeit. Ich liebe Dich noch immer so sehr, das ich mir so sehr wünsche das Du einfach wiederkommen würdest.

Ich liebe Dich mein kleiner Thimmi.
Pass gut auf Dich da oben und auch auf meinem Onkel der kurz nach Dir oben angekommen ist. Vergiß mich bitte nicht und paße bitte weiterhin so gut auf mich auf.

in ewiger Liebe

Dein Engel
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