Krebs-Kompass Forum  


Zurück   Krebs-Kompass Forum > Krebsarten > Lungenkrebs

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #1  
Alt 14.09.2007, 21:28
Christianna Christianna ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 31.03.2007
Ort: Heusweiler
Beiträge: 4
Frage Meine kleine Schwester ist 16. soll ich ihr sagen was Mama hat?

Hallo liebe Forumnutzer,
Ich lese schon sehr lange hier im Forum und es hat mir sehr geholfen. Aber nun weiß ich einfach nicht weiter.
Meine Mutter hat Lungenkrebs im Endstadium. Tumor in der Lunge, Meta in der Lunge , Hirnmetas, Lympfdrüsenmetas, kein Gefühl im linken Arm bis zur Hand usw. Wir sind vier Geschwister, meine jüngste Schwester ist 16. Sie weiß was Mama hat, aber nicht was es bedeutet. Soll ich es ihr sagen? Kann sie damit umgehen? Oder soll ich ihr die Hoffnung lassen, daß sie wieder gesund wird. Soll ich ihr nur sagen, dass es unheilbar ist, aber nicht dass sie bald gehen wird. Ich kämpfe schon seit Monaten mit mir, aber ich weiß nicht was ich tun soll. Meine anderen Geschwister lassen immer alles an mir hängen. Ich habe es selbst noch nicht richtig begriffen. Vielleicht kann mir irgend jemand helfen. Soll ich es ihr sagen? Meine Mama weiß selbst auch nicht was ihre Krankheit bedeutet. Sie sagt immer: Hoffentlich ist das bald wieder weg. Die Ärzte meinen es wäre besser so.
Gruß Christianna
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 14.09.2007, 21:42
ani ani ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 12.12.2005
Ort: Wettingen CH
Beiträge: 21
Standard AW: Meine kleine Schwester ist 16. soll ich ihr sagen was Mama hat?

Liebe Christianna
Es tut mir leid von dir zu lesen, dass diese schwierige Aufgabe dir übergeben wird. Das durchzustehen braucht Mut und viel Liebe.
Ich kann dir nur zur Wahrheit raten. Meine Schwiegermutter hat als sie 16 war, ihre Mutter mit Brustkrebs bis zum Schluss pflegen müssen. Das waren eben noch andere Zeiten und alle anderen Familienmitglieder mussten arbeiten gehen. Sie war die jüngste. Ihr hat man damals verheimlicht, wie es um ihre Mutter stand, und ihr gesagt, es ginge der Mutter bald besser.
Hinterher fühlte sie sich von der Familie betrogen.. hatte keine Zeit, weder um sich wenigstens etwas vorzubereiten, noch von ihr Abschied zu nehmen. Und das war nicht fair.
Versuche, deiner kleinen Schwester behutsam die Wahrheit beizubringen, so gut es eben geht. Ihr werdet das Vertrauen zueinander noch dringend brauchen. Aber auf Lügen kann man kein Vertrauen aufbauen. Es mag im Moment sehr hart sein, sie mag dir sogar Vorwürfe deswegen machen, aber schlussendlich wird sie dir für deine Ehrlichkeit dankbar sein.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und dass ihr Geschwister einander Halt geben könnt. Vielleicht kannst du die anderen Geschwistern auch mal um Hilfe bitten, und ihnen kommunizieren, dass auch du dich überfordert fühlst.. Man soll nicht aufgeben, aber mutig sein heisst nicht, keine Angst zu haben, und man darf auch mal das Gefühl haben, man schaffe das alles nicht. Und ich denke, du bist sehr mutig, sonst hötten die anderen dir nicht so viel überlassen.
ani
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 14.09.2007, 23:20
Mipu Mipu ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 19.08.2007
Beiträge: 24
Standard AW: Meine kleine Schwester ist 16. soll ich ihr sagen was Mama hat?

Hallo Christianna

Also ich würde es ihr auch sagen. Sie stürzt sonst erst recht in ein tiefes Loch wenn es so weit ist. So gibst du ihr die Möglichkeit, sich von ihrer Mama zu verabschieden. Du solltest sie vielleicht nur etwas im Auge behalten, falls sie damit nicht klar kommt.

Gruß
Andrea
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 14.09.2007, 23:40
Benutzerbild von lima-mali
lima-mali lima-mali ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 09.07.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 109
Standard AW: Meine kleine Schwester ist 16. soll ich ihr sagen was Mama hat?

Liebe Christianna,

deine Schwester mag aus deiner Sicht "die Kleine" sein und ich verstehe gut, dass du sie am liebsten vor der grausamen Wahrheit schützen möchtest.

Mit 16 ist man aber nicht mehr klein, sondern auf dem besten Weg, erwachsen zu werden. Das Schlimmste ist zumeist, irgendwie - und sei es in bester Absicht- um die Wahrheit betrogen zu werden. Versuch mal, dir die Situation aus Sicht deiner Schwester vorzustellen.

Billige ihr zu, ein fast erwachsener Mensch zu sein und sag ihr die Wahrheit - ruhig und klar. Rechne damit, dass sie diese Wahnrheit zunächst nicht hören will und erinnere dich daran, wie es für dich war, als du es erfahren hast.

Gib ihr die Chance, von eurer Mutter Abschied nehmen zu können. Diese Chance ist nicht wiederholbar.

Alles Gute, viel Kraft und liebe Grüße,
lima-mali
__________________
Weitergehen - und nach dem Wunder Ausschau halten.
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 15.09.2007, 08:38
Ulla Krefeld Ulla Krefeld ist offline
Gesperrt
 
Registriert seit: 19.01.2007
Beiträge: 522
Standard AW: Meine kleine Schwester ist 16. soll ich ihr sagen was Mama hat?

Zitat:
Soll ich es ihr sagen? Meine Mama weiß selbst auch nicht was ihre Krankheit bedeutet

Liebe Christianna,

wenn Du die Kleine jetzt schon über den Zustand der Mama informierst, könnte das vielleicht in ein Chaos ausarten. Deine Mutter selbst hat ja anscheinend noch die Hoffnung, dass alles gut wird. Sobald sie aber selber körperlich merkt, dass sie bald ins Regenbogenland wechselt, ist es noch an der Zeit, auch alle anderen zu informieren.

Für mich ist es einfach unfassbar, dass Ihr Eure Mutter schon so früh verlieren werdet. Da muss der liebe Gott schon etwas ganz besonderes mit ihr vorhaben, wenn er sie jetzt schon abberuft!

Da Du aber auch ein ganz besonderes Mädchen zu sein scheinst, denke ich, dass Du alles richtig machen wirst.

Ich wünsche der ganzen Familie Gottes Segen

Ulla

Ansonsten finde ich die Worte von Ani an Dich ganz phantastisch. Auch ihren Worten schliesse ich mich an!

Geändert von Ulla Krefeld (15.09.2007 um 08:47 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 15.09.2007, 09:01
Liz und Willy Liz und Willy ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 10.04.2004
Ort: auf der ganzen Welt, z.Z. Basel, Schweiz
Beiträge: 1.034
Standard AW: Meine kleine Schwester ist 16. soll ich ihr sagen was Mama hat?

Liebe Christianna

Ich war Kind als mein vater an Lungenkrebs starb ca. 9 Monate nach Diagnosestellung und Op.. Das war 1972 - schon lange her.

Damals galt es noch, Kinder seien nicht zu informieren, sie verstehen es eh nicht. Es galt auch noch die These, Kinder trauern nicht.

Genau 20 Tage vor seinem Tode, drängten wir unsere Stiefma uns die Wahrheit zu sagen da wir sahen, dass es ihm immer schlechter ging anstatt besser wie wir ihm immer vorgaukeln mussten.

Uns 3-en wurde die Chance sich von Daddy zu verabschieden genommen und genau dies ist heute noch wie eine schwere Kluft zwischen meiner Stiefma und uns.

Aber es löste auch ein schweres Misstrauen auf, wir wurden dazu gezwungen ihn anzulügen.

Uns wurde aber auch die Chance zu trauern gestohlen - denn wir konnten weder vorher noch nachher Abschiednehmen. Das hat Spuren bis heute hinterlassen.

Wir wurden aber auch in den ganzen Monaten der Krankheit alleine gelassen mit der Ahnung, dass es ihm sehr schlecht geht. Das hat uns zerstört.

Als Brandmarkte würde ich empfehlen, informiere deine Schwester im Beisein einer Onko-Psychologin, dem Onkologen oder evtl. falls das für euch ein Weg ist mit der Klinikseelsorge. Informiert eure Schwester darüber, dass eure Ma es nicht weiss udn immer noch Hoffnung hat.

Warte nicht bis es auch für deine Mutter unmissverständlich deutlich wird, dass es keine Hoffnung mehr gibt, denn wie du hier sicher schon oft gelesen hast, kann der Tod plötzlich und sehr schnell eintreten, dann hätte sie trotz den guten Absichten sie zu informieren doch keine Zeit mehr sich auf den herannaheneden Tod vorzubereiten und sioch von eurer Ma zu verabschieden.

Das Verarbeiten solcher Informationen braucht immer Zeit, gebt ihr und euch die Zeit und Chance sich vorzubereiten udn zu verabschieden in einer Zeit wo man nicht weiss wie lange einem diese Zeit noch gegeben ist.

Denkt daran, nach dem Tode eurer Mutter (egal wann dieser kommen sollte) ihr müsst weiter mit diesem Vertrauensbruch leben. Das kann zu schweren familiären Folgen führen.

Liebe Grüsse und viel, viel Kraft s'Doppelpäggli
__________________
***

Willy 54 J. LK Pancoast Tumor Adeno. ES 8/02 ED 11/02, Radio-Chemo, Op. 2/03 seither Teilgelähmt, O2-abhängig
Liz MS im Rolli. Gebärm.ca. 8/05
Mami 10.4.1934 - 7.9.2009
inoper. Hirntumor 10/07, Blasenkrebs 1/09
http://www.krebs-kompass.org/Forum/s...ad.php?t=28736
http://www.krebs-kompass.org/Forum/s...ad.php?t=28785

Unsere Welt:
http://www.fotocommunity.de/pc/accou...9405/profile/1

GEMEINSAM SIND WIR STARK - seit 30 Jahren das DOPPELPÄGGLI!
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 15.09.2007, 17:48
Christianna Christianna ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 31.03.2007
Ort: Heusweiler
Beiträge: 4
Standard AW: Meine kleine Schwester ist 16. soll ich ihr sagen was Mama hat?

Hallo Ihr Lieben,
ich danke euch für eure Antworten, daß hat mir sehr geholfen. Ich hatte das Gefühl nicht mehr allein zu sein.
Ich möchte mich aber noch kurz vorstellen: ich bin 30 Jahre, verheiratet und habe eine kleine Tochter. Meine ältere Schwester ist 35 Jahre, mein Bruder ist 28 Jahre und dann ist da noch unser Nesthäkchen, meine kleine Schwester mit 16 Jahren. Sie ist die einzige die noch zu Hause wohnt und dass macht es noch schwieriger. Da wir nicht immer für sie da sein können.
Ich denke, ich werde noch einmal mit den Ärzten reden und dann mit der Familie entscheiden, was wir tun. Ich denke auch, es ist besser wenn sie es weiß. Aber wenn wir es ihr einmal gesagt haben gibt es kein zurück.
Ich wollte meiner Mutter auch schon oft die Wahrheit sagen, es ist schwer sie immer anzulügen. Aber ich muß wohl den Ärzten vertrauen, wenn sie sagen es ist besser wenn sie es nicht weiß. Denn auch dann gibt es kein zurück mehr.
Liebe Grüße
Christianna
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 15.09.2007, 18:26
ani ani ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 12.12.2005
Ort: Wettingen CH
Beiträge: 21
Standard AW: Meine kleine Schwester ist 16. soll ich ihr sagen was Mama hat?

Liebe Christianna,
was für einen schweren Weg du zu gehen hast!
Die Wahrheit ist manchmal sehr bitter. Meine Tochter hat mich vor einem Jahr auch oft gefragt, ob ich glauben würde, dass sie eine Chance hätte gesund zu werden. Sie war gerade mal 18. Ich hab es nicht geschafft, sie anzulügen, ihr aber doch eine Hoffnung gelassen, denn die Wunder, auch die so viele warten, gibt es tatsächlich. Aber wir konnten so langsam und offen über alles sprechen, und uns auch verzeihen. Und zu verzeihen gibt es immer was. Niemand muss den Aerzten vertrauen, wenn ihm der Bauch was anderes sagt. Wenn deine Mutter erkennen wird, dass sie euch verlassen muss, kannst du darauf eingehen. Man braucht nicht mit der Tür ins Haus zu fallen. Stärke sie in ihrer Hoffnung, aber wenn sie dich nach deiner Meinung fragt, darfst du ruhig sagen, dass du Angst hast, dass es auch anders ausgehen könnte, auch wenn dir zur Zeit der Ernst der Lage besser bewusst ist als ihr. Loslassen ist ein Prozess, und das nicht wahrhaben wollen eine Phase, welche dazu gehört. Vertraue auf dein Gefühl. Du wirst es schon richtig machen.
Kopf hoch..
ani
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 16.09.2007, 17:51
Christianna Christianna ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 31.03.2007
Ort: Heusweiler
Beiträge: 4
Standard AW: Meine kleine Schwester ist 16. soll ich ihr sagen was Mama hat?

Hallo Ihr Lieben,
gestern waren wir auf einem Polterabend, meine ganze Familie war da. Auch meine Mutter und meine kleine Schwester. Sie hat mir gesagt, dass es Mama wieder besser geht. Sie macht wieder Scherze und Ihre Schmerzen sind nicht mehr so schlimm. Mama hätte gesagt, dass sie spätestens an Ihrem Geburtstag (im Januar) wieder gesund wäre. Und meine kleine Schwester denkt das jetzt auch, weil es Mama ja so viel besser geht. Während dessen lief das Lied: Ein Stern der deinen Namen trägt. Ich wollte am liebsten weglaufen und nur noch weinen. Es ist so schwer.
Grüße Christianna
Mit Zitat antworten
  #10  
Alt 16.09.2007, 18:05
Maja08 Maja08 ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 10.04.2007
Ort: Leverkusen
Beiträge: 475
Standard AW: Meine kleine Schwester ist 16. soll ich ihr sagen was Mama hat?

Liebe Christianna,

ich nehme dich mal ganz lieb in den Arm. Es ist so schwer.
Meine Mama tat auch immer so, als wenn sie bald wieder gesund ist. sie wollte es nicht wahrhaben oder sie wollte uns nicht beunruhigen. Auf jedenfall haben wir nie übers Sterben gesprochen. Und immer so zu tun als wenn auch alles wieder gut wird, obwohl man es besser weiß, ist sehr schwer.

Du hast es aber doppelt schwer. Die Verantwortung deiner kleinen Schwester gegenüber. Aber auch ich bin der Meinung sie muß aufgeklärt werden.

Aber wie?? So das sie weiß das Mama sterben könnte, aber so das sie die Hoffnung nicht ganz verliert und dann vor ihrer Mutter auch so tun muß als würde alles wieder gut????? Es ist zum verzweifeln. Vielleich solltest du dir Hilfe bei einem Psychologen holen, der dich beraten, oder auch stärken kann.

Es tut mir so leid, dass ich dir so gar nicht helfen kann, außer dir zuhören.
Ich hoffe, dass du daraus Kraft schöpfen kannst.

Alles Liebe und ein dickes Kraftpaket für dich!!!

Maja
__________________
Meine Mama bekam Anfang April 07 die Diagnose CUP-Syndrom mit Metastasen in der Lunge, Bauchspeicheldrüse und an den Knochen. Gestorben am 01. Juni 07 im Alter von 69 Jahren.

In liebevoller Erinnerung an: meine Mama 04.01.1938-01.06.2007 meinen Papa 25.09.1938-29.06.1998
Mit Zitat antworten
  #11  
Alt 17.09.2007, 09:01
Ulla Krefeld Ulla Krefeld ist offline
Gesperrt
 
Registriert seit: 19.01.2007
Beiträge: 522
Standard AW: Meine kleine Schwester ist 16. soll ich ihr sagen was Mama hat?

Liebe Christianna,

schau doch mal im Forum für junge Krebsbetroffene, dort sind einige Beiträge aus Sicht von mitunter 16-jährigen Jugendlichen (z.B. helft mir bitte) geschrieben. Das wäre für Dich vielleicht sehr interessant.

Liebe Grüsse

Ulla
Mit Zitat antworten
  #12  
Alt 17.09.2007, 18:32
Benutzerbild von Linde030
Linde030 Linde030 ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 05.06.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 307
Standard AW: Meine kleine Schwester ist 16. soll ich ihr sagen was Mama hat?

Liebe Christianna,

ich habe leider heute erst deine beiträge gelesen u. muß mich dehn anderen anschließen, sagt es deiner Schwester denn ich glaube sie wird es jetzt eher verstehen denn es kann euch niemand sagen wie lange es eurer Mutter so gut wie jetzt geht und wenn es ihr auf einmal schlechter geht ist deine Schwester wenigsten darauf vorbereite wenn mann über haupt darauf vorbereitet sein kann,
ich weiß das es sehr schwer wird die richtigen worte zufinden denn ich mußte meine Sohn auch über die verdammte Krankheit im Mai aufklären denn da erkrankte mein Mann an diesen sch.. Krebs.

ich wünsche euch viel Kraft dafür Liebe Grüße Linde
Mit Zitat antworten
  #13  
Alt 17.09.2007, 19:11
Benutzerbild von destiny68
destiny68 destiny68 ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 29.09.2006
Ort: Voreifel
Beiträge: 201
Standard AW: Meine kleine Schwester ist 16. soll ich ihr sagen was Mama hat?

Liebe Christianna,

es tut mir sehr leid für Euch - und dann zusätzlich noch eine solche Zwickmühle, in der Du da steckst.

Mein erster Gedanke war auch, dass Deine Schwester es wissen sollte. Sicher, sie ist sehr jung, aber eben auch kein Kind mehr. Und selbst Kindern wird das heute ja schon oft sehr früh erklärt, wenn jemand aus der Familie von dieser Krankheit betroffen ist. Ich finde das auch gut so, denn wenn wir alle so erzogen worden wären/würden, dass der Tod nun mal einfach zum Leben dazu gehört, dann würde es uns vielleicht allen etwas leichter fallen, dies zu akzeptieren und damit umzugehen.

Andererseits sollte man immer akzeptieren, wie das Gegenüber damit umgehen will. Ich meine: Hat Deine Schwester Euch mal gefragt, was diese Diagnose wirklich bedeutet und wie die Chancen stehen? Mit 16 weiß man ja sehr gut, dass Krebs auch tödlich sein kann (nicht muss!) - und ich denke mir zumindest, dass sie, wenn sie sich damit auseinandersetzen wollen würde, Euch danach fragen würde.

Wenn sie aber die Augen verschließen möchte und Euch gar nicht fragt, wie die Chancen stehen, dann würde ich das - glaube ich - an Eurer Stelle akzeptieren und ihr auch nicht die "Wahrheit" aufzwingen, denn vielleicht ist sie noch nicht so weit, um damit umgehen zu können.

Ich hoffe, ich habe jetzt nicht zu verworren geschrieben, und wünsche Euch ganz, ganz viel Mut und Kraft und alles Gute - und immer noch ein Fünkchen Hoffnung!

Lieben Gruß
destiny68
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen


Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 22:57 Uhr.


Für die Inhalte der einzelnen Beiträge ist der jeweilige Autor verantwortlich. Mit allgemeinen Fragen, Ergänzungen oder Kommentaren wenden Sie sich bitte an Marcus Oehlrich, bei technischen Kommentaren an den Webmaster. Diese Informationen wurden sorgfältig ausgewählt und werden regelmäßig überarbeitet. Dennoch kann die Richtigkeit der Inhalte keine Gewähr übernommen werden. Insbesondere für Links (Verweise) auf andere Informationsangebote kann keine Haftung übernommen werden. Mit der Nutzung erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen an.
Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, vBulletin Solutions, Inc.
Gehostet bei der 1&1 Internet AG
Copyright © 1997-2014 Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V.
Impressum: Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V. · Eisenacher Str. 8 · 64560 Riedstadt / Postanschrift: Postfach 130435 · 64243 Darmstadt / Vertretungsberechtigter Vorstand: Marcus Oehlrich / Datenschutzerklärung
Spendenkonto: Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V. Spendenkonto Nr. 17252500 · Volksbank Darmstadt-Südhessen eG · BLZ 508 900 00 · IBAN DE23 5089 0000 0017 2525 00 · BIC: GENODEF1VBD