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  #1  
Alt 11.01.2002, 09:25
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Standard Bestrahlung nach Entfernung der Prostata?

Hallo,

bei meinem Vater wurde die Prostata entfernt, er hat die OP sehr gut überstanden, die Lymphknoten waren nicht befallen, Krebs hat nicht gestrahlt.
Nun hat der Arzt gesagt, daß eine Bestrahlung trotzdem sinnvoll wäre, um "ganz sicher" zu sein. Er will diese Bestrahlung auch ausführen lassen.
Meine Frage: Ist sowas üblich?

Danke, liebe Grüße Birgit!
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  #2  
Alt 24.04.2002, 17:08
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Standard Bestrahlung nach Entfernung der Prostata?

Hallo Birgit,
wir wohnen in Wien und mein Mann (57) hat vor ca. 1 Jahr die Prostata entfernt bekommen, Lymphknoten nicht befallen, wie bei Deinem Vater. Mein Mann wurde auch "sicherheitshalber" bestrahlt, bekommt immernoch Medikamente "Casodex" und alle 3 Monate eine Hormonspritze. Bis jetzt, toi, toi, toi geht es meinem Mann gut, bin auch überrascht, daß so massiv vorgegangen wird wollte Dir aber nur mitteilen, daß die Behandlung sowohl von einem "guten" Facharzt in Wien als auch von 2 Fachärzten aus Heidelberg (gute Bekannte) empfohlen wurde. Alles Gute und liebe Grüße
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  #3  
Alt 24.04.2002, 19:20
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Standard Bestrahlung nach Entfernung der Prostata?

Servus Birgit!

Ich bin ebenfalls in Wien zu Hause und bei mir wurde Anfang 1999 - im Alter von 46 Jahren - Prostatakrebs diagnostiziert. Ich unterzog mich im November 1999 einer radikalen Prostatektomie (= operative Entfernung der Prostata, der Samenblasen und der Lymphknoten). Mein Tumor war lokal begrenzt und hat nicht 'gestrahlt'. Mein PSA-Wert sank sofort nach der Operation auf 0,00.

Sowohl mein behandelnder Arzt als auch mein Operateur und mein Hausarzt haben mir abgeraten, bei einem PSA-Wert von 0,00 eine Strahlentherapie 'auf Verdacht' durchführen zu lassen. Sie meinten unisono, daß ich die Entwicklung durch eine periodische (in Abständen von drei Monaten) Kontrolle des PSA-Werts in Verbindung mit einer Tastuntersuchung beim Urologen verfolgen, und erst nach einem Anstieg des PSA-Werts eine weitere Therapie in Betracht ziehen solle.

Derzeit - also nahezu 2 1/2 Jahre nach der Operation - bin ich nach wie vor krebsfrei (PSA 0,00) und fühle mich ausgezeichnet.

Ich bin meinen Ärzten sehr dankbar, daß sie mich nicht - 'nur weil es eben üblich ist' - zu einer Strahlen- und/oder Hormonentzugstherapie überredet haben.

Ich kann natürlich Dir und Deinem Vater nicht empfehlen, was 'die beste Vorgangsweise' im Falle Deines Vaters ist, sondern will nur meine Erfahrungen an Euch weitergeben und Euch ermuntern, weitere Meinungen von Ärzten und Betroffenen zu diesem Thema einzuholen. Zumal sowohl Strahlen- als auch Hormonentzugstherapie keineswegs frei von - zum Teil mehr als unangenehmen - Nebenwirkungen sind.

Detaillierte Prostatakrebs-Informationen - von Betroffenen und Ärzten - findest Du auf den Seiten der österreichischen Selbsthilfe Prostatakrebs
http://www.prostatakrebse.at

Dort gibt es auch Links zu den Seiten ähnlicher Organisationen in Deutschland.

Ich wünsche Dir und Deinem Vater alles erdenklich Gute.

liontari
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  #4  
Alt 02.08.2002, 01:21
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Standard Bestrahlung nach Entfernung der Prostata?

Nach dem was ich bisher gelesen und verstanden habe, muss PSA nach Entfernung der Prostata = 0,00 sein!
Wenn höher, sind wahrscheinlich Krebszellen unterwegs und sollten bestrahlt werden.
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  #5  
Alt 02.08.2002, 01:54
Gast
 
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Standard Bestrahlung nach Entfernung der Prostata?

Hallo hj!

So kann man das nicht formulieren. Bei meiner letzten Untersuchung am 25.7.2002 ergab sich ein Wert von 0,01 mg/l und mir wird von allen Ärzten versichert, daß eine Veränderung im Hundertselbereich keine Aussagekraft hat und auch eine Bestimmungsungenauigkeit sein kann. Das heisst, man kann vorläufig nur weiter beobachten und den PSA-Verlauf verfolgen.

Über die Seiten der österreichischen Selbsthilfe Prostatakrebs http://www.prostatakrebse.at kommst Du auch zu Links ähnlicher Seiten von Organisationen in Deutschland auf denen Du weitere Informationen zu diesem Thema finden kannst.

Liebe Grüße

liontari
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  #6  
Alt 04.10.2002, 15:32
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Bestrahlung nach Entfernung der Prostata?

hallo; ich bin in Hamburg tätiger Facharzt für Urologie; das Thema Nachbestrahlung ist in Fachkriesen ein heißes Dikussionsthema: wenn der Tumor nach Operation nur auf die Prostata beschränkt war, also die Kapsel und Samenblasen nicht infiltiert und der PSA-wert unter der Nschweisgrenze liegt, dann keine Nachbestrahlung; bei Risikopatienetn, insbesondere wenn sie sehr jung (aslo unter 60) sind, sollte man schon eher dazu raten
[schlausi@aol.com]
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