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  #61  
Alt 16.02.2006, 18:07
Benutzerbild von Ingrid.B
Ingrid.B Ingrid.B ist offline
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Ausrufezeichen AW: Frage zum EU-Rentenwiderspruch

Hallo Petra,

danke für Dein Daumen drücken.

Viel zu früh, um genau zu sein, sogar eine halbe Stunde zu früh, war ich beim VdK und das war gut so. Denn so kam ich zu einem Rechtsanwalt, bei dem ich ursprünglich eigentlich gar nicht im Terminplan eingetragen war. Den Rechtsanwalt selbst empfand ich als sehr angenehm. Nachdem wir gesprochen und er sich einige Sachen von mir kopiert hatte, meinte er, dass es im Widerspruchsverfahren nicht schlecht für mich aussehen würde.

Allerdings musste er auf meine Nachfrage hin zugeben, dass seine Erfahrungen so aussehen, dass die vom VdK durchgeführten Widerspruchsverfahren eine Erfolgsquote von 40 bis 50 % haben. Im Klageverfahren zwischen 70 und 80 %. Ich habe mich allerdings nicht getraut, nachzufragen, was mit den 20 bis 30 % passiert, bei denen auch die Klage abgeschmettert wird.

Für das Widerspruchsverfahren muss ich 52,00 Euro bezahlen. Es ist ja auch keine Beratung mehr, sondern ein richtiges Verfahren. Wäre ich länger Mitglied, würden die Kosten geringer sein.

Jedenfalls wird der Anwalt morgen die Akten einsehen und mich dann über alles Weitere informieren.

Dass Du das Geld dringend brauchst, kann ich sehr gut verstehen. Es ist auch richtig, dass man bei einer vollen Erwerbsminderungsrente 345,-- Euro monatlich dazu verdienen kann und 2 x im Jahr sogar etwas mehr. Aber solange das Widerspruchsverfahren läuft, würde ich da an Deiner Stelle sehr sehr vorsichtig sein. Nicht, dass Dir das nachher negativ ausgelegt werden wird. Denn immerhin erfährt die Rentenversicherung durch geringfügige Beitragszahlungen von diesem Job.

Liebe Grüße aus B

Ingrid
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  #62  
Alt 16.02.2006, 18:36
malos malos ist offline
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Standard AW: Frage zum EU-Rentenwiderspruch

mir wird ganz übel wenn ich das hier alles lese. heute hab ich meinen verlängerungsantrag in den kasten gesteckt, wär die dritte verlängerung. ich glaub ab diesem jahr wirds extra schwer.

traurig das es nur noch über die psyche möglich ist.

@norma
fatique wurde bei dir nicht berücksichtigt? hab ich das richtig verstanden?

gleichzeitig musste ich ja zum arbeitsamt, ist ja auch neu. das war ein vergnügen für sich und ich glaub ich brauch drei tage um mich davon zu erholen.eine fiese sachbearbeiterin behandelte mich wie .........

drück euch allen die daumen, im vdk bin ich zum glück auch.

so langsam komm ich mir vor wie eine faule, als würde ich nicht arbeiten wollen . sicher gibt es solche auch, glaub aber das es ganz ganz wenige sind.

lieben gruß, malos
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  #63  
Alt 16.02.2006, 19:21
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Ingrid.B Ingrid.B ist offline
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Ausrufezeichen AW: Frage zum EU-Rentenwiderspruch

Hallo Malos,

wenn Du heute Deinen dritten Verlängerungsantrag in den Kasten gesteckt hast, sieht es bei Dir ja gar nicht so übel aus. Ich habe nämlich gelesen, dass jemandem, dem die dritte Rentenverlängerung gewährt wird, diese normalerweise bis zur Altersrente zusteht. Man möge mich berichtigen, falls ich da etwas falsches von mir gebe.

Sehr traurig finde ich mittlerweile, wie mit all denen umgegangen wird, denen es nicht mehr möglich ist, arbeiten zu gehen und die noch nicht einmal die Chance haben, überhaupt eine Erwerbsminderungsrente zu erhalten.

Viele Grüße

Ingrid
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  #64  
Alt 16.02.2006, 20:10
Norma Norma ist offline
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Standard AW: Frage zum EU-Rentenwiderspruch

Hallo malos,

richtig verstanden...meine ausgeprägte Fatigue wurde nicht anerkannt (trotz Attest).
Ist offensichtlich aber auch überhaupt nicht bekannt bei Gutachtern und Rentenversicherungen. Weder das Wort noch die Bedeutung...geschweige denn die Auswirkungen.

@ Ingrid B.:

schön wäre es ja, wenn jede 3. Rentenverlängerung sofort bis zur Altersrente gewährt würde.
Leider leider ist DAS aber wohl nicht richtig.

Mir wurde gesagt, dass es bis zu 9 Jahren befristete Renten sind und ab DA nur noch dann weiter genehmigt wird, wenn man sich in psychologische Behandlung befindet. Den Sinn verstehe ich auch nicht, es soll aber SO in den Richtlinien der BfA stehen.
Diese Richtlinien sollen auch online eingestellt sein, nur habe ich diesen Passus immer noch nicht gefunden. Über Hilfe beim Suchen würde ich mich freuen!

Liebe Grüße
Sybille
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  #65  
Alt 17.02.2006, 08:11
malos malos ist offline
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Standard AW: Frage zum EU-Rentenwiderspruch

Hallo Norma,

ich glaub auch das Fatique sich noch nicht rumgesprochen hat in die Räume der Gutachter. Obwohl sogar Broschüren darüber nun sogar bei meinem Hausarzt ausliegen. Vielleicht sollte ich so eine zum Gutachtertermin mitnehmen.

Ich hatte beim ersten Mal 18 Monate, dann zwei ganze Jahre und nun schwebt das Schwert wieder über mir. Ich bin auch 2001erin, wie du. Ich kann nur immer wieder empfehlen sich die Seite vom rentenburo durchzulesen, weiss nicht ob ich hier verlinken darf. Du hast die ja auch schon oft empfohlen.

Ja liebe Ingrid, da hat Norma leider Recht. Das ist nicht mehr so mit der Dauerrente beim dritten Mal, bis zu 9 Mal ist korrekt. Dies auch nur wenn du Rente wegen voller erwerbsminderung bekommst, also bis 3 Stunden arbeitsfähig. Ich hab nur wegen teilweiser Erwerbsminderung, da können die Verlängern wie sie wollen und so oft sie wollen. Bekomm zwar trotzdem die volle, dies aber auf Grund der Lage am Arbeitsmarkt.

Es kommt wirklich nur noch auf diese Gutachtertypen an und ihre Fangfragen. Auch wie deren Wochenende war und wie ihr Leben im allgemeinen so läuft, inklusive Laune. Es ist widerlich wie man sich überall behandeln lassen muss. @Norma, ich hatte deinen Bericht im Medizin-Forum gelesen, schrecklich.

Jemand aus unserer Gruppe hatte auch grad dritte Verlängerung und einen sehr gemeinen Gutachter. Dann noch die Fangfrage ob sie frisch kocht oder aus der Dose ist. Natürlich hat sie frisch geantwortet, dummer Fehler. Wer Gemüse schnippeln kann der kann auch leichte Büroarbeiten machen. So wird das ausgelegt. Nundarf sie wieder arbeiten gehen und ist VOLL arbeitsfähig beschrieben worden. Sie ist alles andere als das.

Passt schön auf was ihr antwortet, traurig aber leider wahr.
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  #66  
Alt 17.02.2006, 09:38
22.05.05 22.05.05 ist offline
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Standard AW: Frage zum EU-Rentenwiderspruch

Hallo !

Ich glaube, ich muss hier mal war richtig stellen.

1.) Früher (vor 2001) war es so, dass Renten wegen BU/EU max. 3x für 3 Jahre (= 9 jahre) befristet werden konnten, dann wurden sie i.d.R. unbefristet weitergezahlt. (also schon gar nicht 9x befristet).

2.) Weiterhin gibt es diese interne Regelung NICHT, dass nach 9 Jahren Rente nur dann weitergezahlt wird, wenn man sich in psychologischer Behandlung befindet (kein Wunder, dass es nicht zu finden war)

3.) Die Regelung ist folgendermaßen : Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit sind IMMER zu befristen (seit 2001 = Rechtsänderung) es sei denn, es handelt sich um ein unheilbares Leiden und aufgrund der weitern Umstände (Lebensalter etc.) ist eine befristete Rente unsinnig.
Dabei kommt es nicht auf die Art der Rente an (teilweise/volle Erwerbsminderung). Jede kann kann befristet/unbefristet gezahlt werden.


Zum Schluß noch ein kleiner Denkanstoss, wobei ich gleich anmerken möchte, dass ich mir in keinster Weise anmaßen werde, den Gesundheitszustand der einzelnen Poster zu beurteilen.

Es ist nicht immer nur ein schlechtes zeichen, wenn Renten nur befristet gezahlt werden.
Angenommen bei einer 40 Jährigen Brustkrebspatientin würde eine voll EM-Rente unbefristet bewilligt werden. Welche Auswirkungen hätte das auf die Psyche? Der Patientin würde evtl. die Hoffnung genommen, jemals wieder gesund zu werden, ja würde sie sich Gedanken machen, was wohl in dem entscheidenden Gutachten steht.
Auch halten die Ärzte es manchmal für angemessen, dass sich der Versicherte nach dem Bezug einer Rente wieder in das Erwerbsleben eingliedert und damit der soziale Rückzug gestoppt wird, weil das nach Meinung der Ärzte für den Heilungsprozess besser ist, als immer nur zu Hause zu sein.

Leider werden seit der Rechtsänderung 2001 Arbeitsmarktlagen nicht mehr berücksichtigt. D.h. für den Versicherten ist arbeiten gehen evtl. besser, aber
ob er auch einen Job findet, wird nicht berücksichtigt.

Das nur als kleiner Wink in eine andere Richtung, es ist keine Pauschal-Verurteilung und sollte auch nicht als solche aufgefasst werden, denn natürlich trifft die o.a. Ausführung nur auf Patienten zu, die gesundheitlich einigermaßen stabil sind.

Nadja
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  #67  
Alt 17.02.2006, 10:44
malos malos ist offline
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Standard AW: Frage zum EU-Rentenwiderspruch

Hallo Nadja,

das wird schon berücksichtigt mit dem Arbeitsmarkt. Hier mal ein Auszug aus meinem Rentenbescheid von2004 :

Sie haben Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbsmiderun auf Zeit. Der Rentenanspruch ist zeitlich begrenzt, weil die volle Erwerbsminderung nicht ausschliesslich auf Ihrem Gesundheitszustand, sondern auch auf den Verhältnissen des Arbeitsmarktes beruht.

Das fand ich auch noch:

Erwerbsminderungsrenten werden grundsätzlich als Zeitrenten gezahlt. Eine von Anfang an unbefristete Rente soll es nur noch dann geben, wenn davon auszugehen ist, dass die Minderung der Erwerbsfähigkeit nicht mehr behoben werden kann. Nach Ablauf der Zeitrente wird der Gesundheitszustand überprüft und die Rente dann gegebenenfalls weiter bewilligt. Die Zeitrente wird immer nur für längstens drei Jahre bewilligt und kann auf höchstens neun Jahre verlängert werden. Sollte sich der Gesundheitszustand bis dahin nicht gebessert haben, erhält der Versicherte dann die Rente unbefristet. Ist der Versicherte auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt noch drei bis unter sechs Stunden einsatzfähig, ist grundsätzlich nur eine halbe Rente zu zahlen. Hat der Versicherte keinen geeigneten Teilzeitarbeitsplatz, wird die volle Erwerbsminderungsrente aufgrund eines verschlossenen Teilzeitarbeitsmarktes gezahlt. In diesen Fällen wird die Rente immer befristet gezahlt, um Änderungen auf dem Arbeitsmarkt berücksichtigen zu können.

Geändert von malos (17.02.2006 um 10:47 Uhr)
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  #68  
Alt 17.02.2006, 14:54
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InJa InJa ist offline
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Standard AW: Frage zum EU-Rentenwiderspruch

schade das hier nicht sehr positiv mit dem thema
rente umgegangen wird.
ich kann ja verstehen das sich jeder sorgen macht.
aber ich habe auch mal gelernt das eine positive ausstrahlung sich gut auf den gegenüber (arzt/rentenamt) auswirkt.
ich habe zwar auch meine schlechten erfahrungen mit dem gutachterarzt gemacht.
aber ich denke, das ist nicht immer so.
nur wenn ich von anfang an denke das ich sowieso keine rente bekomme, verhalte ich mich auch so .
wenn der erkrankte mensch nicht mehr arbeiten kann und die ärzte das auch sehen
dann kann einem doch nix passieren.
außerdem könnt ihr doch gegen jeden bescheid vom amt/lva/bfa
widerspruch einlegen. das steht jedem frei.
meine erfahrungen, wer nett bleibt,
auch wenn es zu einer beschwerde kommt, der wird auch nett behandelt.
ein wenig mehr positives denken wäre in diesem thread gar nicht mal so schlecht.
schließlich soll man bei den krankheiten, um die es hier ja wohl geht,
auch positiv denken !
__________________
Älter zu werden ist die einzige möglichkeit länger zu leben !
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  #69  
Alt 17.02.2006, 16:18
PetraK PetraK ist offline
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Standard AW: Frage zum EU-Rentenwiderspruch

Liebe InJa,

zu deinem Posting von heute kann ich nur sagen : im Prinzip hast du recht, dass positive Ausstrahlung im Leben sehr wichtig ist. Aber nicht nur ich habe die Erfahrung gemacht, dass man bei einem Gutachter, bei dem man positiv, freundlich, hübsch zurechtgemacht auftritt, leicht die Antwort bekommt: so wie sie aussehen und wirken, kann es ihnen doch gar nicht so schlecht gehen. Wenn die Gründe, weshalb man nicht mehr voll arbeiten kann, dann auch noch wie bei mir mehr auf der psyschischen Seite liegen (Fatigue, Konzentrationsmangel, Migräne,Platzangst etc. ), also mit Geräten oder Untersuchungen nicht deutlich nachweisbar sind, hat man schlechtere Karten, je besser man auftritt. Zu deiner Aussage, wer wirklich nicht mehr arbeiten kann (ärztlich bescheinigt), wird schon keine Probleme mit der Rentengenehmigung haben, kann ich nur sagen: Ich ja! Ich kann nicht mehr als Arzthelferin arbeiten (habs nach meiner BK Diagnose noch lange versucht), alle meine behandelnden Ärzte bescheinigen mir das, nur, dass sie von der BfA überhaupt nicht gefragt wurden und die Ablehnung nur aufgrund von zwei mir fremden Gutachtern erfolgte. Deshalb hab ich Widerspruch eingelegt. Ich will bestimmt kein "Sozialschmarotzer" sein, aber selbst einen 400 Euro Job gibt mir in meinem Alter (47) keiner mehr und so ganz ohne Geld..

Liebe Grüße aus HH

PetraK
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  #70  
Alt 17.02.2006, 16:27
PetraK PetraK ist offline
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Standard AW: Frage zum EU-Rentenwiderspruch

Liebe Ingrid,

gerade hat mich der Anwalt vom VdK angerufen, ihm liegen die Gutachten der BfA jetzt vor und ich hab Anfang März einen neuen Termin, um alles mit ihm zu besprechen. Er schickt mir jetzt schon mal Kopien davon zu, damit meine behandelnde Neurologin und Psychotherapeutin sich das schon mal anschauen kann und dann gegebenfalls auch eine Stellungsnahme dazu abgeben kann.
Ich hab ihn dann auch noch mal auf die Kosten angesprochen. Es ist wohl so, dass der Vdk überall unterschiedlich arbeitet und man in Berlin tatsächlich zahlen muss. Hier in Hamburg muss ich für alles, was jetzt gemacht wird nichts zahlen, erst wenn ein Verfahren vors Sozialgericht kommt, und ich den Prozess dann verliere, fallen Kosten an.
Zum Thema Stellensuche meinte er, solange ich nicht mehr als 15 Stunden die Woche und weniger als 3 Stunden täglich einen 400 Euro Job mache, würde die BfA auch im Widerspruchsverfahren nichts dagegen haben.

Schönes Wochenende aus HH

PetraK
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  #71  
Alt 18.02.2006, 01:17
Norma Norma ist offline
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Standard AW: Frage zum EU-Rentenwiderspruch

@ Nadja: Danke für deine ausführliche Erklärung!

Nur DAS gefällt mir überhaupt nicht:

>>>>>Angenommen bei einer 40 Jährigen Brustkrebspatientin würde eine voll EM-Rente unbefristet bewilligt werden. Welche Auswirkungen hätte das auf die Psyche? Der Patientin würde evtl. die Hoffnung genommen, jemals wieder gesund zu werden, ja würde sie sich Gedanken machen, was wohl in dem entscheidenden Gutachten steht.
Auch halten die Ärzte es manchmal für angemessen, dass sich der Versicherte nach dem Bezug einer Rente wieder in das Erwerbsleben eingliedert und damit der soziale Rückzug gestoppt wird, weil das nach Meinung der Ärzte für den Heilungsprozess besser ist, als immer nur zu Hause zu sein.<<<<<<

So eine Aussage halte ich für absolut schwachsinnig.
Eine 40Jährige mit Brustkrebs, die vielleicht 2 oder 3 Kinder großgezogen hat und auch noch 24 Jahre Berufstätigkeit hinter sich hat....die wird sich (für mich) ganz bestimmt nicht "erschrecken", wenn man ihr eine unbefristete Rente zubilligt.
So viel Lebenserfahrung hat sie nämlich bis dahin gesammelt, um nicht dadurch in tiefe Depression zu verfallen.;-)

Ich habe so einen Unsinn allerdings auch im Netz gefunden und darüber nur noch den Kopf schütteln können.
Fast könnte ich glauben, dass SO ETWAS NUR MÄNNER sich ausgedacht haben können.

@ Inja
Wenn das alles so einfach wäre, wie du schreibst, dann gäbe es keine tausendfache Renten-Prozesse bzw. Widersprüche.

Und: DEN Gutachter möchte ich sehen, der einer Rentenantragstellerin, welche mit rot lackierten Fingernägeln und dezent geschminkten Lippen.... die Rente bewilligt.
Und WIE sollen denn Gutachter sehen, WIE KRANK man ist?
Viele Krebskranke sehen super gesund aus und sind trotzdem totkrank...

Und: Positiv denken ist eine Floskel, die viele Krebskranke absolut nicht mehr hören bzw. lesen können. Ihr Leben ist bedroht; sie sind geschwächt und ausgelaugt durch Chemo, OP, Bestrahlungen und Anti-Hormon-Therapie; von den Ängsten ganz zu schweigen...
Da ist es verdammt schwierig, überhaupt noch einen einigermaßen akzeptablen Alltag leben zu können.
Pausenlos positiv denken zu können halte ich da für unmöglich!

Bist du auch krebskrank???

@Petra K.,
auf DIE Gutachten bin ich aber neugierig...
Auf jeden Fall sollten deine Neurologin und die Psychotherapeutin Gegengutachten schreiben!
Anfang März kannst du die vielleicht schon mitnehmen zum Termin.
Wenn nicht, dann eben nachreichen.

Daumen bleiben hier gedrückt!

Liebe Grüße
Norma
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  #72  
Alt 19.02.2006, 18:08
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Ingrid.B Ingrid.B ist offline
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Ausrufezeichen AW: Frage zum EU-Rentenwiderspruch

Liebe Petra,

gut, dass Dir jetzt auch die Kopien der Gutachten vorliegen. So kannst Du wenigstens zusammen mit Deiner Ärztin weiterhin tätig werden.

Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich der VdK es mit den Kosten hat. Warum in alles in der Welt müssen die anderen Bundesländer nichts zahlen???? Das verstehe ich ja nun gar nicht. Nicht, dass ich es Dir nicht gönne. Aber ich bin verständlicherweise natürlich ganz schön verwundert. Zumal ich auch weiß, dass ich in einem Klageverfahren weitere ca. 84,-- Teuros werde zahlen müssen.

Im Moment bin ich ziemlich von der Rolle. Am Samstag konnte ich mir, da ich sehr viel bei meinen Eltern bin, ein Brief (Rückschein) mit der PIN AG nicht zugestellt werden. Morgen muss ich dafür ewig fahren, um ihn abholen zu können. Meine Überlegung: Was mag das nur für eine Zustellung sein. Mein Arbeitgeber verschickt z.B. mit der PIN AG. Was mag da nur wieder auf mich zukommen ... Versetzung in den Stellenpool, Kündigung meines Pkw-Arbeitsstellplatzes oder kann man mir generell sogar nach 25 Jahren öffentlichen Dienst wegen Krankheit kündigen? Irgendwie wird alles immer schwerer und ich selber immer ängstlicher. Bin leider überhaupt nicht mehr belastbar.

Stimmt, zum Thema Stellensuche sieht es ja auch bei Dir etwas anders aus. Immerhin bist Du ja arbeitslos gemeldet und ich noch in der Krankengeldzahlung. Bei letzterem kann ich mir natürlich keinen 400,-- Euro Job suchen.

In der Hoffnung, dass Du ein schönes Wochenende hattest, grüßt Dich

ganz lieb

Ingrid
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  #73  
Alt 24.02.2006, 17:20
PetraK PetraK ist offline
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Standard AW: Frage zum EU-Rentenwiderspruch

Hallo Ingrid,

na, warum meldest du dich hier gar nicht mehr? Waren es etwa wirklich schlechte Nachrichten vom Arbeitgeber in dem unzustellbaren Brief? Hoffentlich nicht!!!

Hallo Norma,
ja, auf die Gutachten war ich auch sehr neugierig, waren auch heftiger als in meine schlimmsten Erwartungen, vor allem ne ganze Menge Falschaussagen!
Das alles hier aufzuführen würde den Rahmen sprengen! (z.B. hatte ich beim Gutachter erwähnt, das ich aufgrund meiner Ängste nicht längere Strecken Bahn fahren kann und mein Mann mich deshalb zu ihm gefahren hat und in einem Cafe auf mich wartet, und im Gutachten steht: mit öffentlichen Verkehrmitteln gekommen ohne Begleitperson! Bei der Untersuchung hab ich meinen betroffenen Arm gerade mal bis zur Schulter hoch bekommen, Gutachten: keine Bewegungseinschränkungen! Auf die Frage, ob ich meinen Haushalt alleine schaffe, hatte ich damals geantwortet, dass ich jeden Tag ein bischen mache, weil länger als eine Stunde pro Tag geht nicht mehr und eine Hilfe könne ich mir nicht leisten.Gutachten: schafft mühelos alles ohne Hilfe! usw......im Schlussschatz wird dann bescheinigt das ich ohne Probleme Vollzeit in meinem Beruf als Arzthelferin auch mittelschwere Arbeiten erledigen könne!!! Das ich zur Zeit keine Arbeit habe und finde, sei meine eigene Schuld, mit dem Rentenantrag wolle ich wohl nur "eine Versorgungslücke füllen"........(abgesehen davon, dass ich in diesem Beruf zur Zeit wirklich nicht arbeiten kann, werden zur Zeit in Deutschland selbst junge, gesunde und qualifizierte Arzthelferinnen entlassen, weil die Ärzte die Gehälter nicht mehr zahlen können.......)
Ich bin gespannt, wies weitergeht.

Liebe Grüße aus HH

PetraK
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  #74  
Alt 24.02.2006, 19:05
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Ingrid.B Ingrid.B ist offline
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Hallo Petra,

sorry, dass ich mich nicht eher gemeldet habe. Aber in den letzten Tagen musste ich so vieles erledigen, dass ich einfach nicht mehr wusste, wo mein Kopf war.

Wie ich richtig vermutet habe, war die Nachricht natürlich von meinem Arbeitgeber. Aber sie war insofern noch nicht einmal schlecht. Hintergrund, die Vertrauensärztin hat ein Gutachten über mich erstellt, dass für den Arbeitgeber ganz klar aussagt, dass ich entweder voll erwerbsunfähig oder aber zumindest erwerbsgemindert wäre. Er fordert mich nunmehr auf, binnen drei Wochen einen Rentenantrag zu stellen, da er ansonsten den Amtsarzt bitten wird, mich im Auftrag der Rentenversicherung zu untersuchen.

VdK-mäßig hat sich bei mir bisher nicht viel getan. Der Anwalt hat sich bei der Rentenversicherung gemeldet und um Akteneinsicht gebeten. Wie sieht es da zwischenzeitlich bei Dir aus?

Was die Falschaussagen in Deinen Gutachten angeht, so kann Frau wirklich nur noch den Kopf schütteln. Diese Ärzte nennen sich Gutachter und geben völlig falsche Untersuchungsergebnisse an. Das kann doch nicht wahr sein. Da sträubt sich doch tatsächlich jedes einzelne Haar bei mir. Bin nunmehr echt gespannt, was ich da für Fantasiegeschichten in meinem lesen werde.

Liebe Grüße aus B

Ingrid
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  #75  
Alt 26.02.2006, 15:22
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@ Inja
Wenn das alles so einfach wäre, wie du schreibst, dann gäbe es keine tausendfache Renten-Prozesse bzw. Widersprüche.

hallöchen norma,
ich will dir auf deine fragen die antworten nicht schuldig bleiben.
mir ist klar, das es sehr viele menschen gibt, die bei ihrer berentung große probleme haben. auch bei mir hat es nicht von anfang an geklappt. ich hatte stress mit dem zu begutachtenden arzt und habe eine beschwerde gegen ihn bei der lva eingereicht. Aber leben heißt doch auch ein stückweit kämpfen, oder ist dir vor der krankheit alles in den schoss gefallen?

Und: DEN Gutachter möchte ich sehen, der einer Rentenantragstellerin, welche mit rot lackierten Fingernägeln und dezent geschminkten Lippen.... die Rente bewilligt.
ich habe nie die empfehlung aufgeschrieben, man solle „aufgedonnert“ und mit rot lackierten nägeln dem gutachter gegenübertreten. gehört das bei dir zur positiven ausstrahlung dazu ? nett aussehen heißt doch nicht „angemalt“ daherkommen.
Und WIE sollen denn Gutachter sehen, WIE KRANK man ist?
Viele Krebskranke sehen super gesund aus und sind trotzdem totkrank...

blöd sind die gutachter ja auch nicht, meinste nicht das die schon mehr patienten gesehen haben, die besser aussehen als es ihr krankheitsbild vermuten lässt.
wie krank der patient ist steht doch in seiner krankenakte und nicht im gesicht.

Und: Positiv denken ist eine Floskel, die viele Krebskranke absolut nicht mehr hören bzw. lesen können. Ihr Leben ist bedroht; sie sind geschwächt und ausgelaugt durch Chemo, OP, Bestrahlungen und Anti-Hormon-Therapie; von den Ängsten ganz zu schweigen...
Da ist es verdammt schwierig, überhaupt noch einen einigermaßen akzeptablen Alltag leben zu können.
ich weiß nicht ob die meisten kranken so denken wie du. ich kenne beides. kranke die sich „hängen“ lassen und kranke (gleiche krankheit) die gut drauf sind.
patienten mit positivem denken geht es meistens besser, weil sie eine entspannte einstellung zum leben und zu ihrer krankheit haben.
aber dafür braucht man nicht totkrank sein um das festzustellen. man kann morgens aufstehen und merken das man kopfschmerzen hat. der mit der miesepetrigen einstellung denkt für sich das der tag gelaufen ist.
der mit der positiven einstellung nimmt ne tablette und macht es sich auf der
couch gemütlich, bis die schmerzen weg sind und dann geht das leben weiter.
und die ängste werden auch nicht größer, wenn man bessere laune hat. aber sie werden seltener.

Pausenlos positiv denken zu können halte ich da für unmöglich!
von pausenlos habe ich auch nix geschrieben. aber was hindert den menschen daran, die krankheit als solche anzunehmen und ein wenig entspannter mit der Situation umzugehen ? wenn man sich dagegen sträubt, kann sich im innern kein einziges Organ entspannen und das ist für erkrankte überhaupt nicht gut.
ändern kannste die Situation eh nicht, aber du kannst versuchen für dich das beste draus zu machen, dann lebt es sich auch leichter.

Bist du auch krebskrank???
ich hatte einen gastrointestinalen stromatumor von 16 cm. größe und 1120gr.
den haupttumor hat man operiert, doch nach 4 wochen fand man schon 3 metas.
tägliche chemo- einnahme bis ich ins gras beiße hält sie in schach. allerdings hört zwischen 2 u. 3 jahren die wirksamkeit auf und dann fangen die metas wie doll und verrückt an zu wachsen. diese krebsart ist sehr selten, äußerst aggressiv und nicht heilbar. (www.gist-page.de.vu)
was also sollte mich daran hindern mein leben auf leichte und erholsame art zu leben und positiv in den tag zu starten? übelkeit, müdigkeit und angstzustände sind minimiert. und was hindert mich daran zu glauben, das die chemo- bei mir für immer wirkt ? ist doch besser als wenn ich jeden tag vor angst zitter.
ich weiß jedenfalls das ich noch eine schöne zeit habe, ganz egal wie lang sie ist. sterben müssen wir doch alle mal, ob mit oder ohne krankheit.
und lachen hat noch keinem geschadet. es heißt nicht umsonst
"lachen ist gesund" ich habe noch nie gehört das sich ärgern gesund sein soll !

Außerdem:
kann hier JEDER seine meinung schreiben
und dazu gehöre ich auch. wenn sich der eine
oder andere „auf den schlips getreten“ fühlt
tut es mir zwar leid, aber ich kann es nicht ändern.
mich jetzt dafür zu entschuldigen halte ich für unangebracht.
__________________
Älter zu werden ist die einzige möglichkeit länger zu leben !

Geändert von InJa (26.02.2006 um 20:58 Uhr) Grund: einschleichfehler :-))
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