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  #31  
Alt 22.12.2009, 21:54
Benutzerbild von micha54
micha54 micha54 ist offline
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Standard AW: Gutachter... Steigerung der verbalen Angriffe bei Widerspruchsverfahren?

Hallo,

also ich will hier keinen in irgendeiner Form angreifen, denn insgesamt ist das Thema zu vielschichtig. Genau deshalb finde ich aber halt platte Verallgemeinerungen eher hinderlich, jeder Fall muss individuell betrachtet werden. Gutachter sind nicht grundsätzlich böse und Pflegebedürftige eben auch nicht immer gut.

Entsprechend vielschichtig laufen ja auch die Diskussionen hier im Forum, das geht völlig in Ordnung.

edit: Ich wollte allerdings durch meine Überzeichnung darauf aufmerksam machen, daß man nicht "alle" sagen kann, wenn man das garnicht so meint.

Gruß,
Michael
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Malignes Melanom pT4bN0M0, Clark IV TD12mm, Stadium IIC, 20 Jahre verschleppt
  #32  
Alt 22.12.2009, 22:15
Silleke Silleke ist offline
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Standard AW: Gutachter... Steigerung der verbalen Angriffe bei Widerspruchsverfahren?

Liebe Petra,
Wenn Norma es ernst meint mit ihrer Hilfsbereitschaft, müsste sie zumindest viel mehr Aspekte berücksichtigen. Bei mir kommt eher an,dass sie eigenen Frust los wird.

Ich habe mir deinen Beitrag gut durchgelesen und auch einige ältere, um mehr zu wissen. Trotzdem kann ich natürlich nicht ein echtes Bild haben , daher kann ich nur allgemein antworten.
Nicht jeder, der aus Verzweiflung die Rente beantragt,ist ein Abzocker. Betrüger und bequeme Leute gibt es da schon, aber es gibt auch die, die an den sozialen Verwerfungen unserer Gesellschaft leiden und einen Ausweg suchen.Dennoch ist man niemals erwerbsunfähig aus finanziellen Gründen, dies muss der Gutachter so sehen. Es geht nicht anders.

Bei mir kommt an,dass du die Rente nicht wegen Krebs beantragt hattest ?Eher wegen allgemeiner Erschöpfung ? Das ist schon deshalb so schwierig, weil auch Gesunde nicht mehr mithalten können, und du bist auch in dem Alter, wo das passiert. Die Arbeitswelt ist brutal geworden. Ich bin jetzt Mitte 40 und erlebe mit, wie im Freundeskreis einer nach dem anderen die Arbeitszeit reduzieren muss oder nur noch unter Psychopharmaka das durchsteht. Ich bin sicher, dass ein ganz erheblicher Teil der Arbeitslosen einfach zu schwach ist für diese Arbeitswelt.
Das rechtfertigt sicher nicht Gutachter, die dich zum Alkoholiker abstempeln. Zu den anderen Beispielen traue ich mich nicht,was zu sagen, da sind mir die Hintergründe nicht klar. So würde ich als Gutachter natürlich jemand,der eine Depression angibt, was husten,wenn der richtig gestylt reinkommt. ALso einfach keine Ahnung,worum es ging konkret, auch was das Fernsehen betrifft, da muss ich mich raus halten.
Aber das Problem ist wohl die Frage, ob du ohne den Brustkrebs voll leistungsfähig wärst. Konntest du denn vorher in Vollzeit arbeiten? Das allgemeine Nachlassen der Kräfte wird auch nach Ablatio nicht reichen für Rente.
Vor allem aber fiel mir auf, wie vielfältig auch bei dir die Probleme liegen. Bei uns läuft vieles schlecht, und vor allem ist es ein Trauerspiel, unter welchen Bedingungen man arbeiten muss. Wäre die Arbeitswelt barmherziger ,so würden nicht so viele aufgeben müssen.Und wären die Löhne bei uns nicht derart niedrig, so würden nicht so viele in echte Not geraten. So war es früher, man reduzierte etwas, und konnte immer noch gut davon leben. Heute haben wir fast amerikanische Verhältnisse, es ist nicht mehr so weit dahin. Die Leute sind ausgebrannt, und es reicht dennoch nicht mehr.

Ich weiss nicht, ob du Rente bekommen wirst . Aber würde dir Rente denn finanziell helfen bei dem wenigen vorherigen Verdienst ?

liebe Grüße
Silleke
  #33  
Alt 23.12.2009, 02:54
Norma Norma ist offline
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Standard AW: Gutachter... Steigerung der verbalen Angriffe bei Widerspruchsverfahren?

Ach ja, ist schon interessant, wie ein Thread mal wieder aus den Fugen geraten kann.

Aber ich bin ja Kummer gewohnt.

Hab ich schon erwähnt, dass ich Johannes Scherr sehr mag?

.................................................. ............................
Darum heißt:

groß denken
die Wahrheit suchen und sagen
die Gerechtigkeit lieben
das Unrecht hassen

unglücklich sein!

Wehe dem, der kein Brett vor dem Kopf hat!

Die Ausnahme ist eine Beleidigung der Regel, die Regel aber beherrscht die Welt.
.................................................. .....................................

Und nun freue ich mich auf Weihnachten und melde mich erst einmal ab.
Tschüssi bis zum neuen Jahr!

Norma
  #34  
Alt 23.12.2009, 13:17
Benutzerbild von Conny44
Conny44 Conny44 ist offline
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Standard AW: Gutachter... Steigerung der verbalen Angriffe bei Widerspruchsverfahren?

Hallo Silleke,

was zum Thema: In vielem stimme ich dir zu, aber einiges verstehe ich überhaupt nicht.

Zitat:
So würde ich als Gutachter natürlich jemand,der eine Depression angibt, was husten,wenn der richtig gestylt reinkommt.
Wieso das denn eigentlich? Ich verstehe schon, was du meinst, aber Petra hat was von Haare fönen, gute Kleidung und leichter Schminke geschrieben.
Das ist in meinen Augen nicht aufgestylt, sondern gehört für mich zur normalen Gepflegtheit.

Ich selbst bin depressiv (geworden!), bin seit September arbeitsunfähig, denke allerdings nicht an eine Rente. Aber dass ist eigentlich egal. Ich bin aufgrund massivster körperlicher Beschwerden nicht in der Lage, derzeit meine Arbeit zu verrichten. Ich habe zusätzlich Konzentrationsstörungen, bin total abgeschlagen, habe kaum Kraft und alle Dinge dauern mindestens 5 x so lange wie früher. Wenn ich auf die Straße gehe oder aber auch Termine habe, gehe ich trotzdem niemals ungepflegt. Ob ich 3 Min. lang mich straßenfertig mache oder 8 Stunden auf Arbeit bei höchster Anspannung sitze, ist wohl ein himmelweiter Unterschied.
Seit wann sieht man einem Depressiven es von Außen an? (Siehe Robert Enke)
Mit dieser Einstellung schürst du genau das, was du bei anderen beklagst, nämlich du gibst Tipps, was man am Besten lassen sollte, weil die Gutachter voreingenommen sind. Ich hoffe, dass du kein Gutachter bist.

Und hier liegt der Knackpunkt: Du sagst, dass kein Gutachter davon ausgehen darf, dass man die Wahrheit sagt. Aber warum eigentlich nicht? Wenn er von diesem oder jenem Patienten beschissen und belogen wurde, könnte man auch meinen, dass er kein guter Gutachter ist, oder? Dann sollte er sich fragen, was hat er in diesen Fällen falsch gemacht und nicht seine eigenen Fehler auf andere übertragen, die damit gar nichts zu tun haben. Genauso wie ein Patient frei von Vorurteilen beim Gutachter erscheinen sollte, sollte auch der Gutachter sich individuell auf den Patienten einstellen.

Wenn ich Petra gewesen wäre, hätte ich mich auf dem Absatz umgedreht und einen Befangenheitsantrag gestellt (falls das bei Gutachtern möglich ist?). Diese Aussagen sind einfach untragbar.

Auch schreibst du, dass die Arbeitswelt so hart geworden ist, dass keiner mehr seinen Aufgaben gewachsen ist und entweder kürzer treten muss oder Psychopharmaka braucht.
Ja, da hast du Recht. Aber wenn jemand daran zerbricht und einfach am Ende ist - und das über Jahre -, also einfach nicht mehr erwerbsfähig ist, dann hat er nun einmal einen gesetzlichen Rentenanspruch. Schließlich zahlt er auch genug Beiträge. Er wird nicht die Arbeitsmarktlage ändern können. Und wenn er hinüber ist, dann ist das so und sollte an anderer Stelle zu Denkanstößen führen. Aber das hat er nicht zu vertreten. Wenn dann auch noch Krebserkrankung oder andere schwere Sachen hinzu kommen, umso schlimmer.

Schmarotzer gibt es sowohl unter HartzIV-Empfängern als auch bei den Erwerbstätigen. Ohne Frage.
Aber wenn das alles weiter so geht, dann werden in Zukunft noch viel mehr EM-Anträge gestellt. Das hat aber nicht
nur etwas mit dem Einzelnen, sondern mit dem gesamten System zu tun.
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Traurige Grüße von Conny (& Jörg - seit 15.5.08 nur noch in liebevollen Gedanken)

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mein geliebter Mann: BSDK 06.06.1959 - 15.05.2008
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  #35  
Alt 23.12.2009, 14:29
Silleke Silleke ist offline
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Standard AW: Gutachter... Steigerung der verbalen Angriffe bei Widerspruchsverfahren?

Hallo Conny,
Du hast recht mit deiner Kritik. Das Dilemma ist aber,dass wir ja alle kein echtes Bild vom anderen haben hier. Mit dem Beispiel der Depression meinte ich gar nicht Petra persönlich , da ich eben nicht weiss, wie sie auftritt. So kennen wir alle wohl nicht den Zusammenhang, in dem diese Äußerung gefallen ist. Generell bin ich etwas anderer Meinung als du, was die Depression betrifft. Natürlich sieht man nicht jede Depression von außen, auch schwere nicht. Aber im Gutachten geht es ja nicht um die Diagnose, sondern einzig um die Leistungsfähigkeit im Alltag. Der Enke war trotz Depression insgesamt enorm leistungsfähig. Das ist kein Fall für eine Rente, die wäre mit allem Grund abgelehnt worden. Ich schrieb auch nicht von gutem Angezogensein, sondern meinte mehr. Es gibt Leute, die täglich mit stundenlangem Aufwand an ihrem Äußeren arbeiten.
Nein, ich bin und war nie ein Gutachter ,kenne allerdings viele Ärzte privat. Ich schätze, die überwiegende Zahl der Gutachter hat selber auch kein leichtes Berufsleben. Meine Idee von einem richtig guten Gutachter ist ,dass der weder dem Patienten glaubt noch ihm nicht glaubt. Stattdessen hat er eine gute Beobachtungsgabe. Mir hat auch mal ein Gutachter bei meiner eigenen Begutachtung hinterher gesagt,dass er andere Dinge wichtig findet als das Gespräch ,wie z. B. das Tempo des Ausziehens zur Untersuchung.

Ach ja,ich denke auch, es werden mehr und mehr Leute dem Arbeitsleben nicht mehr gewachsen sein. Nur ist Vorausetzung für eine Erwerbsminderungsrente nicht nur, dass man überfordert ist. Wegen Krankheit oder Behinderung muss man erwerbsunfähig sein. Klar, mancher wird darüber manifest psychisch krank, dann wird er die Rente kriegen. Nicht zufällig steigen die Berentungszahlen wegen psychischer Krankheit so massiv an.Gott seidank wird aber doch nicht jeder zum Fall für die Psychiatrie. Wer nur müde und erschöpft ist ,hat den Rentenanspruch nicht.
So ist es nunmal, und das wichtigste, was wir tun können, ist wohl,uns gegen die neue Ausbeutung des Menschen zu wehren. Man könnte glatt den alten Marx wieder ausgraben.

liebe Grüße
Silleke
  #36  
Alt 23.12.2009, 16:05
Altmann Altmann ist offline
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Standard AW: Gutachter... Steigerung der verbalen Angriffe bei Widerspruchsverfahren?

Hallo zusammen,
also ich bin zu der Erkenntnis gekommen, daß die Einstufung des Gutachters
reine Ermessensfrage ist, es wird nicht gleich behandelt. Einer sieht es so,
einer so, da kann man noch so viel reden.
Ich wurde mit meiner Jeans und weißer Bluse auch als gut gekleidet be-
zeichnet und dies wurde mir zu meinen Ungunsten ausgelegt. Da hat man
einfach keine Depression, wenn man so ankommt und bei schlimmen
Lebensumständen, welche ja eine Depression etc. auslösen können,
bekommt man eben einfach keine Rente. Das war die Erklärung.
Gruß Altmann
  #37  
Alt 28.12.2009, 16:52
PetraK PetraK ist offline
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Standard AW: Gutachter... Steigerung der verbalen Angriffe bei Widerspruchsverfahren?

Hallo Silleke,

an deiner Antwort war sicher einiges wahres dran, ich will dir nur noch mal kurz die Fakten schildern: ich hatte damals die Teilerwerbsminderungsrente nicht wegen der Brustkrebserkrankung gestellt, sondern wegen den Folgeerkrankungen. Es geht dabei nicht um allgemeine Erschöpfung und Depressionen, sondern um eine chronische Schmerzerkrankung (rheumaähnlich), häufige Migräne mit Sehstörungen, eine chronische Darmerkrankung (2008 wurden mir große Teile des Dickdarms entfernt), Arthrose der Füße und der Hüfte, Osteoporose, Herzrhythmusstörungen, Blasenstörung (mit Inkontinenz), eine Angststörung und auch nach 8 Jahren immer noch ein "Chemo-Brain". Bis 2001 war ich völlig gesund und habe nur halbtags gearbeitet, weil meine Tochter damals erst 5 war, sonst hätte ich keine Probleme mit einer Vollzeitstelle gehabt. Und ich hab ja auch nach Abschluß der Behandlung 4 Stunden täglich weiter bewältigen können, wo mir dann aber leider Ende 2002 aus anderen Gründen gekündigt wurde. Alle obengenannten Erkrankungen traten erst nach der Behandlung auf, und sind laut Aussagen der Fachärzte halt alle durch die Therapie bedingt (nicht durch den Krebs!). Und ich hab ja auch geschrieben, dass ich 3-4 Stunden gerne wieder versuchen würde, aber mich nimmt kein Arzt mehr (wg. Alter und Erkrankung). Die Teilrente, die ich theoretisch erhalten würde, ist zwar gering, aber ich dürfte ja ein paar Euro dazuverdienen und wenn das Krankengeld bald ausläuft, hätte ich glaub ich noch einige Zeit Anspruch auf Arbeitslosengeld, aber dann hätte ich keinen cent mehr......Wie gesagt, ohne die Erkrankung könnte ich Vollzeit arbeiten (Tochter ist inzwischen 14) und würde das auch gerne machen......(ich merke gerade, dass das wirklich klingt, als ob es nur ums Geld geht, aber das stimmt wirklich nicht...)

Übrigens, gegen den Gutachter, der mich zum Alkoholiker stempeln wollte, konnte ich nichts machen, "er sollte ja nur der DRV seinen Eindruck aus ärztlicher Sicht schildern.."(das er ausfallend wurde, dafür hätte ich einen Zeugen gebraucht ) und bei dem anderen war ich nicht "gestylt", sondern sah ganz "normal" aus (vielleicht muß man als Kranke wirklich "schlampig" aussehen !?!, aber gerade ein Arzt sollte das doch besser beurteilen können..)

Hab jetzt erstmal im Dezember einen Reha-Antrag gestellt, damit die "Gutachter" dort vielleicht noch etwas tun können...

Liebe Grüße an alle

Petra
  #38  
Alt 29.12.2009, 15:54
Altmann Altmann ist offline
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Standard AW: Gutachter... Steigerung der verbalen Angriffe bei Widerspruchsverfahren?

Hallo Petra,
stimme Dir voll zu. Könnte meine Geschichte sein. Ich wurde auch
zum Alkoholiker abgestempelt, drumm bin ich auch gut gekleidet
mit dem Fahrrad zum Gutachter gefahren.
Ich habe jetzt auch nochmal Reha angegangen und schaue mal, was
raus kommt. Auf jeden Fall weis ich jetzt nach der ersten Reha, was
ich bei der nächsten machen muß. Ich wußte nicht, daß eine Reha
Einfluß auf einen Rentenantrag hat.Selbst im 1. Reha-Gutachten
wurde eine Arbeitszeit von 3-6 Stunden angegeben, aber abgelehnt, ich wäre vollschichtig arbeitsfähig. Bei der jetztigen Reha, falls überhaupt genehmigt,
werde ich gleich den Sozialdienst konsultieren.
Wenn ich Dich so höre, erwacht in mir auch wieder der Kampfgeist.
Gruß Altmann
  #39  
Alt 29.12.2009, 15:58
I.J. I.J. ist offline
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Standard AW: Gutachter... Steigerung der verbalen Angriffe bei Widerspruchsverfahren?

Die Sache mit dem "Alkoholiker" habe ich auch schon erlebt -ich hatte damals wahrheitsgemaäß geantwortet, dass ich keinen Alkohol trinken würde, das wurde mir als "Uneinsichtigkeit" und "Verkennung der Realität" ausgelegt. Begründung: in Deutschland gäbe es NIEMANDEN, der keinen Alkohol trinkt.
  #40  
Alt 29.12.2009, 16:18
Benutzerbild von Conny44
Conny44 Conny44 ist offline
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Standard AW: Gutachter... Steigerung der verbalen Angriffe bei Widerspruchsverfahren?

Muss man sich soetwas wirklich gefallen lassen?
(Ich trinke übrigens auch keinen Alkohol)
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meine Mutti: Akute Leukämie 18.11.1941 - 30.03.2011
  #41  
Alt 30.12.2009, 13:46
Altmann Altmann ist offline
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Standard AW: Gutachter... Steigerung der verbalen Angriffe bei Widerspruchsverfahren?

Hallo IJ und Conny,
ich lach mich krank, wir scheinen wirklich totale Ausnahmen hinsichtlich
Alkohol zu sein. Unmöglich.
Gruß Altmann
  #42  
Alt 30.12.2009, 14:19
PetraK PetraK ist offline
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Standard AW: Gutachter... Steigerung der verbalen Angriffe bei Widerspruchsverfahren?

Hallo Altmann,

ne,ne, ihr seid nicht alleine, ich trinke auch wirklich keinen Alkohol, ich konnte das noch nie ab, schon in meiner Jugend dauerte es nur Minuten von leicht angeduselt bis kotzübel und deshalb lasse ich es lieber ganz......aber selbst im Bekanntenkreis wird man da manchmal als Freak oder Spielverderber angesehen..........

Nüchterne Grüße und guten Rutsch

Petra
  #43  
Alt 30.12.2009, 15:19
Freelancer Freelancer ist offline
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Standard AW: Gutachter... Steigerung der verbalen Angriffe bei Widerspruchsverfahren?

Zitat:
Zitat von I.J. Beitrag anzeigen
Die Sache mit dem "Alkoholiker" habe ich auch schon erlebt -ich hatte damals wahrheitsgemaäß geantwortet, dass ich keinen Alkohol trinken würde, das wurde mir als "Uneinsichtigkeit" und "Verkennung der Realität" ausgelegt. Begründung: in Deutschland gäbe es NIEMANDEN, der keinen Alkohol trinkt.
Ohhhhh....ich ertrage Deutschland auch komplett ohne Alkohol. Hoffentlich muss ich nie solch eine Gutachterfrage beantworten...mr wird schon übel wenn ich daran denke das ich wegen nem Gutachter mit dem Alkoholtrinken anfangen muss...damit ich gesellschaftlich anerkannte 'Normalität' habe.

Übrigens fand ich die Diskussionen in der KITA immer lustig...ob man bei den Kindersommerfesten der KITA jetzt Bier trinken darf oder nicht...was für gute Vorbilder sich da doch ereifert haben das ohne Alk ein Kinderfest keinen Sinn macht.
__________________
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  #44  
Alt 30.12.2009, 15:24
I.J. I.J. ist offline
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Standard AW: Gutachter... Steigerung der verbalen Angriffe bei Widerspruchsverfahren?

Zitat:
Zitat von Conny44 Beitrag anzeigen
Muss man sich soetwas wirklich gefallen lassen?
DIESE Frage stelle ich mir auch seit langem. Ich habe damals versucht mich dagegen zu verwehren. Keine Chance. Je mehr ich mich gegen diese "Einschätzung" verwehrte desto schwerer wurde meine Alkoholabhängigkeit und Verkennung der Realität bewertet. Es steht nun festgemeißelt in meinen Akten. Prost ..äh ..ich meine ...
  #45  
Alt 31.12.2009, 08:05
Silleke Silleke ist offline
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Standard AW: Gutachter... Steigerung der verbalen Angriffe bei Widerspruchsverfahren?

Guten Morgen,
Bei all den Geschichten über Gutachter und Ungerechtigkeiten fällt mir eines auf, das wir bisher gar nicht angesprochen haben.Mir scheint, so etwa alle Betroffenen haben Brustkrebs. Da ich ebenfalls Brustkrebs habe, aber auch einen ganz anderen Tumor, kann ich schon vergleichen. Und mir fällt immer wieder auf,dass Leute mit anderen Tumoren,wenn sie nicht metatasieren, doch mit großer Selbstverständlichkeit in ihr normales Leben zurückkehren. Nur im Ausnahmefall nach Hochdosischemos z. B. bei Lymphomen kenne ich Leute,die Rente beantragt haben.
Das ist wohl mit Brustkrebs anders. Sind nun tatsächlich die Folgen der Therapien bei Brustkrebs viel schlimmer ? Die Chemoherapien können der Grund nicht sein,die sind bei Brustkrebs nicht härter. Ist es also die AHT, die so kaputt macht ? In aller Vorsicht angemerkt passt dazu, dass ihr auch so seltsam unglücklich wirkt auf mich, unglücklicher als andere Krebspatienten, irgendwie verbittert.
Das macht mich schon nachdenklich, und wenn eine AHT der Grund ist für das Unglück, so finde ich, man müsste das auch mal thematisieren. Ist ein derartiger Dauerzustand denn eine akzetabe Folge einer Behandlung, die nur ein paar Prozent mehr Sicherheit bringt ? Ich bin heute sehr froh, das nicht gemacht zu haben. Ich habe aus anderen Gründen auch täglich Schmerzen, aber ich bin jeden Tag dankbar , überlebt zu haben, ich genieße mein Leben in vollen Zügen. Und so kenne ich das von den allermeisten Krebskranken, die davon gekommen sind. Nur die Brustkrebsfrauen,die hadern auffällig oft herum und leiden . In allem Ernst, ist das die AHT ?

liebe Grüße
Sileke

Geändert von Silleke (01.01.2010 um 18:26 Uhr)
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