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  #1  
Alt 01.11.2017, 21:07
Banditin Banditin ist offline
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Lächeln Arbeiten gehen

Liebe Leser,
ich bin noch neu hier und habe schon richtig viel in diesem Forum lesen und mitnehmen können.
Meine spezielle Frage habe ich hier noch nicht gesehen.
Welche Erfahrung habt Ihr mit zur Arbeit gehen gemacht?
Ich bin selbständig, aber an fixe Termine gebunden. Die Termine/Aufträge reichen bis Ende 2018. Teilweise gehen meine Arbeitstage von 8 - 16 Uhr und anschließend von 18 - 21:15 Uhr. Samstags nur 8 - 16 Uhr.
Am 10.11.2017 erhalte ich die Chemo für den 1. Zyklus (von 4 Zyklen) - danach sollte ich noch 12 wöchentliche Chemos und anschließend Bestrahlungen mit abschließender Hormontherapie erhalten.
Die Chemotermine habe ich freitags legen lassen - kann ich Samstag/Montag wieder arbeiten? Der Doc sagt, dass es jeder anders verträgt. Nach meiner Brusterhaltenden OP bin ich 3 Tage später mit der Drainage im Hörsaal zum Arbeiten gestanden - ich bin Dozentin aus Leidenschaft.
Ich weiß, dass es sich ein bissl blauäugig anhört, aber ich liebe meine Arbeit und meine Teilnehmer. Deshalb möchte ich gerne arbeiten.
Wer ist arbeiten gegangen und hat es ganz gut hinbekommen?
Ich freue mich auf positive Beiträge um zu erfahren, was euer Geheimnis war.
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  #2  
Alt 01.11.2017, 21:21
Nashorn63 Nashorn63 ist offline
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Standard AW: Arbeiten gehen

Hallo Banditin.....
Wie Dein DOC schon sagte.....manche schaffen das... aber es ist nicht leicht, Du wirst sehen wie Du es wirklich verträgst,Dein Körper wird Dir schon Signale senden wann es besser ist zu "pausieren",Du hast ja auch "Publikumsverkehr", solltest da jetzt in der Erkältungszeit aufpassen,da Dein Immunsystem arg gefordert ist.....
Ich hätte mir nicht vorstellen können während der Therapiephase zu arbeiten, kommt aber ebend auch auf den Beruf an, Du wirst Deine ganze Kraft brauchen..
Viel Glück beim durchhalten...

LG vom Nashorn
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  #3  
Alt 01.11.2017, 21:39
Banditin Banditin ist offline
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Standard AW: Arbeiten gehen

Lieben Dank Nashorn,
Danke für deine Neutralität. Hatte schon befürchtet, dass jemand "OMG, wie kannst du nur glauben arbeiten zu gehen", schreibt.
Es macht mir Mut. Danke
Banditin
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  #4  
Alt 01.11.2017, 21:47
Chia Chia ist offline
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Standard AW: Arbeiten gehen

Hallo Banditin 😊
Es ist kein schöner Anlass, sich hier zu treffen. Aber man muss das Beste aus allem machen.
Ich möchte gerne auf deine Frage antworten (aus meiner Erfahrung).
Meine Diagnose Tripple Negativ, G3 erhielt ich im Januar 2010. Zum Glück würden damals keine Metastasen festgestellt und ich wurde brusterhaltend operiert. Anschliessend Chemo (FEC) und Bestrahlung mit Boost.
Ich arbeite seit 2006 hier in der 🇨🇭 im Detailhandel, also keine so leichte Tätigkeit. Ich hatte das grosse Glück, dass ich komplett, also während der gesamten Therapie weiterhin meine 80% arbeiten konnte. Ich war nur jeweils am Tag der Chemo und an den beiden folgenden Tagen krankgeschrieben.
Ich musste auch einfach arbeiten, sonst hätte ich mich "krank" gefühlt.
Aber auch mein Onko hat mir erklärt:
Es gibt 3 Frauen mit absolut der gleichen Krebsdiagnose und den absolut gleichen Typusierungsmerkmalen. Sie erhalten alle drei die gleiche Chemo und dennoch,
die eine Frau kann, will und man muss sie auch arbeiten lassen, damit sie sich so "gut" wie möglich fühlt;
die zweite Frau fühlt sich nicht ganz so gut und sie kann nur eingeschränkt arbeiten und möchte das auch nur so und
die dritte Frau fühlt sich dermassen schlecht und schwach, so dass sie absolut nicht arbeiten kann und darf.

Du siehst, jeder reagiert absolut anders aber sei nicht zu besorgt, dein Körper wird dich nicht im Stich lassen und er wird dir aufzeigen, was du dir zutrauen kannst und was nicht.

Lieber Gruss und alles Gute
Chia
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  #5  
Alt 01.11.2017, 22:28
Benutzerbild von MortalKombat
MortalKombat MortalKombat ist offline
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Standard AW: Arbeiten gehen

Hallo Banditin,

ich bin auch selbständig gewesen, arbeite aber nicht mehr. Nachdem ich den Knoten ertastet hatte, hatte ich noch 2 Wochen voller Termine. Eine hab ich noch geschafft, die zweite Woche nicht mehr- denn ich MUSSTE die Diagnostik dann unerwartet beschleunigen (lassen), da sich mein Tumor als triple negativ mit hohem Ki67 Index erwies.

Während der Chemo wollte ich zuerst nach Möglichkeit arbeiten, das hat allerdings nicht funktioniert. Die Müdigkeit und die auftretenden Beeinträchtigungen ( seelisch, Kognitiv, körperlich) waren zu groß.
Am besten ging es mir immer Mittwoch und Donnerstag (Dienstag war ChemoTag), weil ich da noch unter Kortison und Zofran stand. Erst ab Freitag wurde es schlechter, und Samstag und Sonntag brauchte ich viel Ruhe.

Du wirst es selbst spüren, was richtig ist für dich.
Alles Gute!
__________________
--Stay strong --
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  #6  
Alt 01.11.2017, 22:48
Myianna Myianna ist offline
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Standard AW: Arbeiten gehen

Hey ho!
Ich drücke dir die Daumen das es dann für dich auch möglich ist zu arbeiten! Wie alle dir schon schreiben verläuft es immer unterschiedlich und wird ebenfalls unterschiedlich vertragen!
Mir war es leider nicht möglich da ich körperlich sowie geistig heftig Federn gelassen habe! Mir wurde Dosisdicht Chemo verabreicht und befand mich zwischenzeitlich quasi total unbrauchbar im Bett... bin vom Kopf her immer wieder weg gewesen und wusste nicht wie spät, geschweige denn welcher Tag es überhaupt war! Außerdem habe ich anfangs stark abgenommen!
Aber ich weiß durch die Erkrankung meiner Mutter: die wöchentlich gegebenen Chemos sind meist besser zu vertragen und schlagen nicht so heftig ein. (Ob das für jede Sunstanz gleich ist kann ich natürlich nicht sagen)

Ich denke was wichtig ist: mache es so wie es dir gut tut! Wenn du merkst das es dir möglich ist und es dir halt gibt und auch noch Spaß macht dann tu es!
Wenn du dich nachher nur hinquälst ist es vielleicht nicht so zuträglich!
Ich drücke wie gesagt die Daumen!
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  #7  
Alt 02.11.2017, 09:17
Benutzerbild von mohnblume79
mohnblume79 mohnblume79 ist offline
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Standard AW: Arbeiten gehen

Liebe Banditin, ich glaube auch fest daran, dass ein toller Job den man gerne macht, viel Kraft gibt.
Dein Programm würde ich aber womöglich schon ohne Chemo nicht schaffen, wenn ich mir die Arbeitszeiten ansehe

Mir ging es so wie Mortal Kombat es beschreibt: an den Tagen direkt nach Chemo ging es eigentlich kortisonbedingt recht tolerabel, der Einbruch kam danach.
Unter EC hätte ich selbst keinesfalls arbeiten können in der ersten Woche nach der Dosisgabe. In den Wochen 2 - 3 vielleicht, unter Taxol wäre es womöglich auch gegangen, ich habe mich dagegen entschieden, weil es mich zu viel Kraft gekostet hätte. Vielleicht kannst Du ja den ersten EC Zyklus "frei" machen, danach hast Du eine Ahnung, wie Du den Cocktail wegsteckst und was Du Dir zutrauen kannst?

Blutwerte ist in jedem Fall ein Thema, das würde ich aber unbedingt mit den Ärzten vorher ansprechen. Wenn Deine Leukos im Keller sind und Du viel Kontakt mit Menschen hast, kann das sonst zu Problemen führen.

Unter Bestrahlung war arbeiten kein Problem, allerdings lagen die Bestrahlungstermine immer selten dämlich, was bei einem Bürojob kein Problem war, aber die Studenten kannst Du ja nicht einfach rumschieben...

Vielleicht schreibt Dir allgaeu65 noch, die ist das leuchtende Beispiel für das, was unter Chemo geht: arbeiten gehen und noch Karate machen
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  #8  
Alt 02.11.2017, 10:05
Cottonkitti Cottonkitti ist offline
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Standard AW: Arbeiten gehen

Hallo Banditin,
mach soviel dir gut tut, aber übernimm dich nicht.
Ich habe exakt 11 Monate nach Diagnosestellung wieder zu arbeiten angefangen. Zw Diagnose und 1. OP lag nur eine Woche.
Hatte eine dosisdichte Chemo, alle 2 Wochen Di - bis ca Samstag ging es mir blendend, So-Mi dann nur sofafähig, ab Do wieder ganz gut.
Jobmäßig habe ich aber entschieden, eine echte Auszeit zu nehmen. Die Kollegen wußten, sie müssen sich eben kümmern und haben kein Hin- und Her, ob ich kommen kann oder nicht. Tel oder per email konnten sie mich jederzeit erreichen. Mir hat es auch gut getan, die fitten Tage mit Aktivitäten zu füllen, für die ich sonst zuwenig Zeit hatte.
Dieses Jahr im Juni bin ich nun wieder durchgestartet und hab das Gefühl nie weg gewesen zu sein.
Ich drück dir fest die Daumen, das du während der Chemo alles durchziehen kannst, was du möchtest.
Ich war während der Chemo ziemlich frustriert, wenn ich gelesen habe, was andere alles packen (arbeiten, Sport), kam mir vor wie eine Schlappnase. Wie die anderen aber geschrieben haben, jeder packt es anders. Konnte ich erst hinterher für mich so akzeptieren.
Alles alles Gute!
__________________
Keep your Heels, Head and Standard high!
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  #9  
Alt 02.11.2017, 12:03
Marc_1 Marc_1 ist offline
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Standard AW: Arbeiten gehen

Meine Frau hat auch während der Chemo voll gearbeitet (4 EC und 12 Paclitaxel wie du nehme ich an.) Sie hat auch ihre Termine auf Freitag gelegt und teilweise sogar vorher noch gearbeitet und die anderen Tage mehr um auf ihre Stunden zu kommen. Ich fand das teilweise schon grenzwertig aber sie meinte es tut ihr gut. Ich hab zumindest versucht sie dafür von allen organisatorischen und bürokratischen Sachen freizuhalten und das für Sie zu erledigen. Wenn Sie aber Samstag auch noch arbeiten hätte müssen, wäre das meiner Meinung nach völlig unmöglich gewesen. Meist lag sie Samstag stundenlang im Bett und war Montag gerade wieder so halbwegs fit für die Arbeit. Also ich würde an deiner Stelle gucken, ob du zumindest die Samstage absagen kannst, um ein bißchen Zeit für Erholung zu haben.
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  #10  
Alt 02.11.2017, 13:20
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wkzebra wkzebra ist offline
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Standard AW: Arbeiten gehen

Zitat:
Zitat von mohnblume79 Beitrag anzeigen
...
Vielleicht schreibt Dir allgaeu65 noch, die ist das leuchtende Beispiel für das, was unter Chemo geht: arbeiten gehen und noch Karate machen
Nee, nee, nicht ganz. Allgaeu65 hat - sofern ich das richtig in Erinnerung habe - nicht gearbeitet, aber beim Karate voll reingehauen und mitten in der Therapiezeit irgendeine Gurtprüfung absolviert.

Ich habe aber tatsächlich die ganze Zeit gearbeitet und nebenbei noch alle möglichen Freizeitaktivitäten absolviert: Urlaub, Sportveranstaltungen (Handball, Fußball), Konzerte. Glücklicherweise lag meine Chemo-Zeit im Sommer/Frühherbst, da war es nicht ganz so wild, was so an Bazillen durch die Gegeng flog. Menschenansammlungen habe ich jedenfalls nie gemieden, war bei meinen Blutwerten auch nicht erforderlich.
Meine Chemo-Termine lagen am Donnerstag, nur am Ende gab es wegen eines Feiertags eine Verschiebugn auf Freitag. Ich habe bei der Arbeit jeweils am Chemotag und am Folgetag ausgesetzt, am Montag war ich wieder an Bord.
Allerdings bin ich nicht selbständig und was ich in der Zeit, in der ich da war, nicht geschafft habe, musste dann eben jemand anderes machen (oder es wurde gar nicht gemacht). Die Bürotür habe ich - anders als normal - doch häufiger mal zugemacht und Außentermine habe ich weitestgehend abgelehnt.
Ich hatte Glück, was Nebenwirkungen anging - die waren bei mir nämlich nicht sehr ausgeprägt buw. nicht sonderlich belastend. Aber da gibt es eben eine Bandbreite von "fast nichts" bis "völlig aus den Latschen kippen" - du kannst vorher nicht wissen, wo du dich einsortierst.

Chia hat das schon sehr treffend dargestellt. Auch bei scheinbar gleichen Rahmenbedingungen können die Reaktionen auf die Behandlung total unterschiedlich ausfallen. Setz dir Ziele, aber setze dich nicht unter Druck.

Am Tag nach der Chemo würde ich es noch ruhig angehen lassen, zumal einige Begleitmedis auch sehr müde machen. Nach der Chemo bin ich auch immer erst einmal für 2 Stunden ins Bett gegangen.
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  #11  
Alt 03.11.2017, 00:08
Banditin Banditin ist offline
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Standard AW: Arbeiten gehen

Oh Ihr Lieben,
ich kam vor einer Stunde vom Job nach Hause und finde solch viele mutmachende Worte. Was ich aus euren Mails auch rauslese - Achtsamkeit. Ich hätte nie gedacht mir darüber Gedanken zu machen. Gas geben und Spaß haben ist die eine Seite - in sich/mich hineinhören eine neue Seite. Ich bin froh mich hier angemeldet zu haben. Mal sehen, wie ich die Kombination 🦀 (meine Herausforderung) und Achtsamkeit zusammenbringe.
Morgen erhalte ich meinen Port und habe, ohne von euren Worten geahnt zu haben, meinen Nachmittag- und Abendtermin gekappt. Auch den Samstagtermin habe ich abgesagt. Mal sehen, wie ich mit meinem neuen Begleiter zurecht komme.
Bin fasziniert - eure wohlgemeinten Worte sind ohne Internet angekommen - BOAH, habt Ihr Kräfte.
Euch allen das Beste
Banditin
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  #12  
Alt 04.11.2017, 12:34
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mohnblume79 mohnblume79 ist offline
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Standard AW: Arbeiten gehen

Liebe Banditin, für mich war es ein schwerer Schritt mich auf Zeit vom Arbeitsleben zu lösen, aber heute bin ich dafür dankbar. Ich weiß noch wie ich mit anderen Frauen an den Infusionen saß und die alle sagten, wie schrecklich ihr Job sei und ich dachte immer "Alles was ich will, ist zurück in den Job, ich mag den doch so sehr."
Die Denkpause hat mir dann aber nach Rückkehr einen Jobwechsel ermöglicht, da ich durch den Abstand sehen konnte, dass trotz aller riesigen Freude am alten Job eine neue Richtung nötig war.
Aber noch heute graust mich der Gedanke an den leeren Wochenkalender auf meinem Schreibtisch, der wurde für mich ein Symbol für den Einschnitt im Leben. Der war sonst handbeschrieben, voll Klebezettel und immer aktiv und dann auf einmal gähnend leer und weiß.

Achtsamkeit ist da ein tolles großes Wort und es lohnt sich, das im Auge zu behalten, es gibt da ja auch viele tolle Bücher zu.

Deinen Port hast Du ja nun schon, ich hoffe es ging alles gut damit. Bei mir hat das gezwickt und gezwackt, aber ich war direkt nach dem ambulanten Einbau noch Perücke anprobieren.
Hoffe Du kannst Deine Pause bis zur ersten Chemo dann noch etwas nutzen - fülle sie mit erfreulichen Sachen und nimm Dir Zeit für Dich.

Geändert von mohnblume79 (04.11.2017 um 12:47 Uhr)
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  #13  
Alt 04.11.2017, 16:45
Banditin Banditin ist offline
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Standard AW: Arbeiten gehen

Danke liebe Mohnblume,
Ja, es zwickt und zwackt. Ich war anschließend nach dem Port beim Friseur - Haare ab. Sie reichten bis zur Mitte des Rücken 🙈🙈 Den langen abgeschnittenen Zopf habe ich mitgenommen. Meine Freundinnen waren geschockt als ich den abgeschnittenen Zopf per WhatsApp verschickte.
Morgen unterrichte ich eine externe Firmenschulung. Hoffe mal, dass das Zwicken weniger ist. Heute sitze ich sporadisch zum Korrigieren am Tisch. Der Port schränkt ganz schön ein (rechtes Schlüsselbein). Montag ist das Knochenszintigramm an der Reihe. Abends Unterricht. Die Woche ist mit Terminen "zugekleistert".
Freitag wird es dann mit der 1. Chemo spannend - hab Schiss.
Den Samstagtermin habe ich abgesagt. Sonntag ist frei. Mal sehen, ob ich Montag arbeiten kann.......
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  #14  
Alt 04.11.2017, 19:22
Myianna Myianna ist offline
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Standard AW: Arbeiten gehen

Es ist erstmal ne Umstellung... hatte auch Haare bis runter zum Hintern und auf einmal war da nichts mehr... mein Mann hat es positiv dargestellt, denn ich hätte von selber nie eine Kurzhaarfrisur schneiden lassen und er wollte das immer mal sehen!
Aber ich kann nicht leugnen das ich am Tag der Rasur ne Träne vergossen hab :/
Das Zwicken nimmt immer mehr ab mit der Zeit und irgendwann merkt man den Port gar nicht mehr!
Ich hatte auch mächtig schiss vor der ersten Chemo und es kommt einen sehr unwirklich vor wenn es passiert... aber es geht doch im Endeffekt irgendwie um! Plus das die Nebenwirkungen beim ersten mal überhaupt nicht so krass waren bei mir... das kam dann mit jedem mal Chemo etwas mehr! Leukos im Keller und sowas!
Aber die Schwestern waren total nett und haben auf mich ein extra Auge geworfen am Anfang... sie wissen ja auch das es beim ersten mal ein Karussell der Gefühle ist! Und mit der Zeit wird es normaler!
Nimm dir was zu Lesen mit oder Musik die du gerne hörst über Kopfhörer (außer du verbindest sowas recht schnell... nicht das du in nem Jahr bei deinem Lieblingsstück an Chemo denken musst ) und dann geht die Zeit auch um!

Ich drück weiter die Daumen!
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  #15  
Alt 04.11.2017, 22:28
Banditin Banditin ist offline
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Standard AW: Arbeiten gehen

Danke liebe Myianna,
deine Worte machen Mut - mein Mann hat mir Amazon Prime Video aufs iPad gezogen, so kann ich deinen Rat umsetzen. Hab mir schon was ausgesucht. LUCIFER werde ich kucken - freu mich schon drauf. Ist ziemlich witzig.
Nochmal DANKE
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Stichworte
arbeiten, brustkrebs, chemo


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