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  #1  
Alt 24.01.2009, 19:25
taunus_uwe taunus_uwe ist offline
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Standard 3000 kalorien am tag, aber wie?

hallo,
ich habe noch eine wichtige frage.
alle ärzte und ernährungsberater usw sagen, meine mutter (kompletter magen vor kurzem entfernt) sollte am tag 3000 kalorien zu sich nehmen.

das problem ist, dass sie den totalen ekel vorm essen hat, nichtmal riechen kann, wenn mein vater essen macht, sie sich dann nur kleinste mahlzeiten reinzwingt und diese zusatznahrung, diese energydrinks (fresubin) usw auch nicht mehr trinkt, weil sie es einfach nicht runter bekommt. - wie soll ein mensch dann 3000kalorien zu sich nehmen??

sind diese 3000 kalorien überhaupt realistisch? was kann man machen?

und dieses dumping syndrom ist ja im moment so schlimm, dass sie nach kleinsten mahlzeiten, total abstürzt, ihr da total schlecht geht, mit überlkeit usw, und das natürlich die ablehnung gegen das nächste essen steigert usw. wie kann man das durch brechen? oder stellt sich das irgendwann wieder ein?

vielen dank, uwe
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  #2  
Alt 25.01.2009, 11:54
taunus_uwe taunus_uwe ist offline
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Standard AW: 3000 kalorien am tag, aber wie?

hallo,
noch eine kurze frage - die schwäche die meine mom im moment erleidet, dass sie kaum ein paar meter durchs haus laufen kann, ohne sich schon wieder setzen zu müssen, und das gefühl bei ihr, es wird immer schlimmer, "ich werde immer schwächer" hängt das nur mit der essensaufnahme zusammen? gibt es da erfahrungswerte wie/wann sich sowas wieder etwas bessert?

(sorry wenn meine fragen sehr naiv klingen...)

gruss uwe
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  #3  
Alt 25.01.2009, 14:52
Starfish Starfish ist offline
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Standard AW: 3000 kalorien am tag, aber wie?

Hallo Uwe,

leider hängt das mit dem wenigen Essen zusammen, wenn der Körper keine "Nährstoffe"(überwiegend Eiweiß) bekommt bedient sich dieser an den Muskeln.
Redet nicht immer vom Essen, natürlich ist es wichtig, aber gerade dieser Druck, den sie sich ja bestimmt schon selber macht, hat genau das Gegenteil bei meinem Vater bewirkt.
Versucht es mal mit kleinen Bananen, und mehrmals täglich kleine Mahlzeiten ist wichtig, sie kann z. Z. keine normalen Portionen essen. Ein überfüllter Teller setzt unnötig unter Druck.
Ansonsten Geduld, Geduld und nochmals Geduld.

LG
Starfish
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  #4  
Alt 25.01.2009, 18:45
taunus_uwe taunus_uwe ist offline
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Standard AW: 3000 kalorien am tag, aber wie?

hi,
das ist doch alles klar! natürlich kleine portionen, natürlich mehrmals am tag ein wenig usw und natürlich kein druck aufbauen! und die potionen auf dem teller sind ja mini, im vergleich zu vorher....

ABER

wie soll man 3000 kalorien am tag zu sich nehmen, bei all den bedingungen?!?!??! - ist das also total unrealistisch was die ärtze da sagen und somit in der realität quatsch?? kann man es somit aus dem kopf streichen??

oder gibt es da irgendwelche getränke, nahrungsmittelergänzer, die das ausgleichen?

gruss uwe

Geändert von taunus_uwe (25.01.2009 um 18:48 Uhr)
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  #5  
Alt 25.01.2009, 19:31
kibbi kibbi ist offline
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Standard AW: 3000 kalorien am tag, aber wie?

Hallo!

Es gibt einige hochkalorische Getränke: Fortimel, ScandyShake,
oder Pulver: Maltodextrin (geschmackloses pulver, dass man in jedes Getränk, jede Suppe und auch Soußen einrühren kann).

Ich trinke täglich 3 Fortimel (600ml ) und habe somit 600 Kalorien zusätzlich zum "normalen Essen".
Es gibt viele verschiedene Geschmackssorten.
Die auf Joghurtbasierenden Formtiles haben sogar noch 100 kalorien mehr
(also 1 Fortimel= 200ml= 300kcal).

LLg Katrin
__________________
Bevor ich falle, fall' ich lieber auf
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  #6  
Alt 25.01.2009, 20:05
Benutzerbild von lizu
lizu lizu ist offline
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Standard AW: 3000 kalorien am tag, aber wie?

Hallo Uwe

Schau mal, was ich in deinem anderen Thread geschrieben habe!
Nein, ohne Magen(Darm)sonde schafft sie das nicht!

Lg Lisa
__________________


Mein Liebster 14.6.76 - 11.12.08
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  #7  
Alt 26.01.2009, 00:21
ina*** ina*** ist offline
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Standard AW: 3000 kalorien am tag, aber wie?

hallo uwe

mir wurde auch vor drei jahren der komplette magen entfernt und ich brauchte mindestens ein jahr, bis ich wieder zugenommen habe.
am schlimmsten fand ich auch die körperliche schwäche. du kannst nicht laufen, du kannst nicht stehen und nach einigen bewegungen fühlst du dich, als wärst du auf den mont evererst geklettert.
ich kann dir auch nur sagen, geduld, geduld und nochmals geduld. es wird besser, langsam , aber es wird.
lass sie ganz in ruhe, setze sie mit essen nicht unter druck, sie wird essen, es dauert eben nur einige zeit. selbst wenn sie isst, wird sie zu anfang immer mehr abnehmen.
der körper muss sich erst an die total anderen bedingungen gewöhnen. es ist hart und es wird auch eine zeit so bleiben, aber sie wird irgendwann wieder mut schöpfen und sich besser fühlen.
essen sollte sie nur dinge, die sie mag und wonach ihr gerade ist. sie braucht keine sonde und keine künstliche ernährung. es würde eh nicht viel helfen. lasst dem körper zeit, sich an die neuen dinge zu gewöhnen.


lieben gruss
ina

alles wird gut.
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  #8  
Alt 26.01.2009, 17:45
taunus_uwe taunus_uwe ist offline
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Standard AW: 3000 kalorien am tag, aber wie?

vielen dank für eure worte!
daraus schöpfe ich auch mut und zuversicht.

im moment ist es neben dem essen eben auch psysische verfassug, eigentlich will sie nur noch sterben, hat selbstmordgedanken usw, das macht uns alle total fertig, sie nur noch weinen zu sehen usw.
sie fühlt das vorallem auch diese große schwäche von der du (ina) auch berichtet hast. sie war immer fit, trotz ihres alters, auch noch bis kurz vor die OP und kann es nicht fassen, dass sie im moment keine 5 meter laufen kann, ohne total erschöpft zu sein, sie fühlt sich nur noch als belastung usw...

habt ihr erfahrungen an dieser stelle mit antidepressiva? denn eine äzrtin im krankenhaus sagte, sie solle das probieren.

und klar ist, dass sie den willen haben muss, zu leben, zu kämpfen, aber gerade der, ist total weg! im gegenteil!!

aber irgendwie glaube ich auch an besserung, nur meine mutter selbst leider nicht im moment, und mein vater, der sich um alles praktische so lieb kümmert, kann diese psysischen zustände nicht gut ertragen

achja, ich erzähle euch sicher nichts neues

vielen dank für eure schreiben

Geändert von taunus_uwe (26.01.2009 um 17:47 Uhr)
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  #9  
Alt 27.01.2009, 00:18
ina*** ina*** ist offline
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Standard AW: 3000 kalorien am tag, aber wie?

hallo uwe

mir ging es zu anfang genauso. ich hatte all den lebensmut verloren und dachte, dass beste ist, wenn du tot bist.
du fühlst dich nur noch als last, du kannst nichts allein. ich konnte nichtmal meinen kleinen haushalt allein versorgen. das mussten mein sohn und mein freund machen.
aber es geht irgendwann vorbei. und es wird besser, das kann ich dir sicher versprechen.
der körper muss sich eben erst an die veränderte situation gewöhnen und er braucht eine zeit.
es ist ja schließlich auch ein sehr schwerer eingriff.
gib ihr zeit und seid für sie da. lasst ihr ruhe, viel schlaf und drängt sie keinesfalls zu essen.
sie wird nach ein paar wochen selbst merken, dass sie essen will.
und.... so schnell verhungert man nicht. ich habe auch innerhalb von einem viertel jahr nach der OP 21kg abgenommen, trotz essen.
sag ihr, sie soll den mut nicht verlieren und sich selbst die auszeit gönnen, umso besser kommt sie damit klar.
und tabletten...antidepressiva....ich bin der meinung, das man die nicht braucht. sie bekämpfen nur die symptome, aber keinesfalls die ursache.



lieben gruss

ina

alles wird gut.
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  #10  
Alt 27.01.2009, 10:15
suse52 suse52 ist offline
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Standard AW: 3000 kalorien am tag, aber wie?

Liebe ina,

ich habe den Eindruck, dass du dich zu weit aus dem Fenster lehnst. Du hast deine Erfahrungen gemacht und von denen kannst du berichten. Du weißt, was dir gut getan hast und davon kannst du berichten, und das kann anderen auch Mut machen. Aber dass du schreibst, "sie braucht keine Sonde" und "man braucht keine Antidepressiva" finde ich einfach zu steil. Kannst du das beurteilen? Ganz zu schweigen von deinem Schlusssatz "Alles wird gut". Wir wissen alle, dass dem nicht so ist. Es ist bei jedem anders, bei vielen gibt es einen guten Verlauf, aber nicht bei allen und in allem.
Ich bin sicher, dass du es gut meinst. Aber ich meine, du solltest etwas zurückhaltender formulieren.

suse
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  #11  
Alt 27.01.2009, 17:35
ina*** ina*** ist offline
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Standard AW: 3000 kalorien am tag, aber wie?

hallo suse

wir hatten schon vor langer zeit diskussionen und ich muss deinen eintrag hier nicht kommentieren.

lieben gruss
ina

ps. alles wird gut....ist meine persönliche devise.
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  #12  
Alt 27.01.2009, 18:23
MarcoIL MarcoIL ist offline
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Standard AW: 3000 kalorien am tag, aber wie?

Hallo Uwe,

deine Mutter hatte wie du schreibst einen schon fortgeschrittenen Tumor.

Das mit dem Essen kann viele Ursachen haben, normale wie nach der Op
oder schwerwiegendere.

Wie Lizu schreibt, würde ich eine Ernährung über Port ins Auge fassen.
So kann man relativ unbelastet den Gewichtsverlust und Kraftverlust ausgleichen. Zum Aufpäppeln sehr zu empfehlen.

Keinesfalls zum Essen drängen, wenn das Essen Ihr möglich sein sollte, wird Sie wie Ina sicherlich irgendwann von selbst damit beginnen.

In der jetzigen Phase, die sehr schwierig ist, ist es nicht einfach , keinen sanften Druck ausüben zu wollen, ob beim Essen oder der Mobilität.

Lasst Ihr einfach Zeit, und wartet ab, wie die Dinge sich entwickeln,
medizinisch werdendie Ärzte wissen, was nötig ist. Leider sind die Möglichkeiten aber auch begrenzt.

Und jeder kleine Fortschritt kann schon hilfreich sein.Sie ist ja gut versorgt.

Das deine Mutter sich nicht gut fühlt, ist verständlich.
Vermutlich ist auch noch eine Chemo geplant, was aus meiner Erfahrung
für die Patienten eine ziemliche Belastung darstellt.

Hofft das Beste und seid geduldig.
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  #13  
Alt 30.01.2009, 23:53
Blueeyes37 Blueeyes37 ist offline
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Standard AW: 3000 kalorien am tag, aber wie?

Hallo,

Deine Mutter hat einen fortgeschrittenen Tumor, wie Du schreibst, hat denn Deine Mutter einen Port? Wenn ja wäre es noch eine Möglichkeit sie Parenteral zu ernähren, d.h. sie bekommt eine Nährlösung (Fett,Glukose und Eiweiß), so kann man jemanden ziemlich viele Kalorien zuführen.

LG
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  #14  
Alt 02.02.2009, 11:46
trek trek ist offline
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Standard AW: 3000 kalorien am tag, aber wie?

Diese Geschichte erinnert mich sehr stark an meine Mutter. Sie hatte Speiseröhrenkrebs und ist am 30. Dezember 2008 nach 2 1/2 Jahren Therapie verstorben.

Sie verlor auch immer mehr und mehr an Gewicht und hatte einen extremen Ekel vorm Essen, insbesondere dem Geruch von Fleisch und Wurst. Die hochkalorischen Getränke wollte sie auch nicht trinken und anfangs hatte sie sie auch gegen die Ernährung über den Port gewährt. Etwa einen Monat vor ihrem Tod, willigte sie dann doch ein bzgl. der parenteralen Ernährung. (Sie hatte zu diesem Zeitpunkt nur mehr 37kg bei einer Größe von knappen 170). Diese Art von Ernährung gab ihr jedoch wieder viel Kraft und so kam sie innerhalb von 3 Wochen auf 44kg und ihr Gesamtzustand (körperlich als auch geistig) hat sich sehr verbesert. Ihr machte das Leben wieder ansatzweise Spaß. Auch die Ärzte sahen diese Verbesserung positiv und sie konnte über die Feiertage nach Hause (wo wir dann den Anschluss der Nährlösung übernommen haben) und wollten dann im neuen Jahr eine weitere Chemo starten.
Am 30. Dez. ist sie unerwartet (da es ihr doch den Verhältnissen entsprechend gut ging, jedoch wussten wir, dass sie in naher Zeit sterben wird) an einem Riss der Hauptschlagader innerhalb kürzester Zeit zuhause im Bett verblutet.

Ich würde diese Art von Therapie auf jeden Fall empfehlen, da man täglich zusehen konnte, wie sich der Zustand meiner Mutter verbessert hat.

Ich wünsche euch alles gute und viel Glück!
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