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  #1  
Alt 08.02.2007, 08:00
PetraW PetraW ist offline
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Registriert seit: 30.12.2005
Beiträge: 57
Unglücklich Ich habe solche Angst, heute kommt mein Dad ins Krankenhaus

Hallo ihr Lieben,

ich habe eine furchtbare Nacht hinter mir, nicht nur das mich eine lächerliche Erkältung plagt (im Angesicht was mein Vater hat), nein gestern kam ein Anruf von meinen Eltern mein Dad geht heute freiwillig (!) ins Krankenhaus, den seit fast einer Woche kommt nicht`s mehr aus seinem Stoma, Urin kann er lassen aber der Stuhlgang, es steht natürlich auf einem anderen Blatt das er sich erst gestern gemeldet hat, aber ich Tochter, ich nicht`s wissen .

Und ich will jetzt nicht die Pferde scheu machen, aber wenn mein Dad freiwillig was macht dann ist die Kacke wirklich am Dampfen. Ohman, warum wird man als "Kind" wie ein Unmündiger behandelt ? Ich verstehe es nicht.

Ich habe jetzt solche Angst, Rezidiv ?, Darmlähmung ? Darmverschluß ? Oh man ist es das Ende ? Sollte es das gewesen sein ?

Ich weiß ich male sehr schwarz, aber ich bin auch unheimlich wütend auf die Onkologin. Wenn sie doch nur einmal auf mich gehört hätte, seit Monaten frage ich nach wie es mit dem Darm aussieht, ob man den auch untersuchen kann weil er doch immer Durchfall hat etc. (wie vor seiner Diagnosestellung) aber die einzige Antwort wo immer kam: Mal sehen, ist nicht wichtig, wichtiger ist die Leber blablabla , ja klar wenn der Darm nicht mehr arbeitet ist die Leber wichtiger *haha, Galgenhumor was ?*, am liebsten würde ich sie mir heute krallen. Ich fahre meinen Dad ins Krankenhaus, aber das ändert ja leider auch nicht`s mehr.

Bitte drückt mir bzw. meinem Dad alle zur Verfügung stehenden Daumen.

Liebe Grüße

Petra

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  #2  
Alt 08.02.2007, 08:30
Gloria-Beetle Gloria-Beetle ist offline
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Registriert seit: 08.03.2006
Ort: Hessenland
Beiträge: 1.037
Daumen hoch AW: Ich habe solche Angst, heute kommt mein Dad ins Krankenhaus

hallo petra,

ich drück deinem dad ganz ganz fest die daumen.

liebe grüße und bleibe stark

gloria
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  #3  
Alt 08.02.2007, 15:39
Simmi81 Simmi81 ist offline
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Registriert seit: 02.02.2007
Beiträge: 5
Standard AW: Ich habe solche Angst, heute kommt mein Dad ins Krankenhaus

Hallo Petra,

ich habe genau die selbe Geschichte erlebt. Mein Vater ist leider nicht mehr am Leben, aber das hat auch andere Gründe. Er hatte einen Darmverschluss den sie auch erfolgreich operiert hatten (damals hatte er erst seit zwei Monaten sein Stoma). Nur leider ging es ihm nach der OP nicht gut. Nach einer Woche viel er in den septischen Schock. Er lag drei Wochen im Koma auf der Intensivstation. Er hat es zar überlebt, aber danach brach der Krebs erst so richtig aus. Das ist jetzt ein Horrorszenario aber ich möchte Euch warnen, dass Ihr gut auf Euren Dad aufpasst, wenn er evtl. operiert werden sollte. Beobachtet ihn gut nach der OP, ob er ggf. Fieber hat, schwitzt etc. Manchmal schieben die Ärzte diese Symptome auf die OP. Spricht ruhig das Thema Sepsis an.

Ok, das war nur ein guter Ratschlag. Aber ich drücke Euch alle Daumen, dass alles wieder gut wird.

Liebe Grüße und alles Gute, Simone
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  #4  
Alt 09.02.2007, 20:02
PetraW PetraW ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 30.12.2005
Beiträge: 57
Standard AW: Ich habe solche Angst, heute kommt mein Dad ins Krankenhaus

Hallo ihr Lieben,
danke für`s Daumendrücken, es hat geholfen. Es ist kein Darmverschluß. Gott sei Dank.

Es war so das die Harnblase zum bersten gefüllt war und dadurch der Darm eingeengt wurde und somit auch kein Stuhlgang möglich war.

Das Problem ist jetzt wohl das damals bei der Operation mit der Leber und Galenblasenentfernung Nerven verletzt wurden und somit keine ausreichende Blasenleerung mehr möglich ist. Mein Dad hat ja schon immer nach der OP geklagt daß er öfters nacht`s raus muß. Jetzt in den letzten Tagen mußte er bis zu 10 x raus und jetzt wissen wir auch warum, er hat auch noch eine Entzündung, der Urin ist ganz blutig, er hat ja jetzt einen Blasenkatheter gelegt bekommen. Der Arme, aber wenigstens muß er nicht operiert werden und ein Darmverschluß wäre um einiges schlimmer. Er bleibt mal über`s Wochenende im Krankenhaus und sie beobachten die Situation, wenn es nicht mehr möglich ist von selbst zu entleeren blüht ihm neben dem Anus praeter auch noch ein Dauerblasenkatheter, also der zweite künstliche Ausgang *heul*, wie viel muß ein Mensch den noch aushalten ?

Hoffen wir mal das beste das er es irgendwie doch schafft und er drumherum kommt.

Auf jedenfall wird wohl endlich auch der Darm ausreichend untersucht, habe heute mit der diensthabenden Ärztin gesprochen und habe nochmal drauf Aufmerksam gemacht, daß es jetzt ja doch schon drei Jahre her ist mit der Operation am Darm und die Beule am Anus praeter noch nie so dick war wie bisher. Sie meinte auch wenn er den Katheter weg hat dann sollte man wirklich alles mal gründlich untersuchen, den ausschließen ließe sich sowas ja leider nie ganz.

Oh man meinem Dad geht es aber gottseidank wieder etwas besser, ich bin so stolz auf ihn wie er die Situation immer wieder meistert und trotzdem seinen Humor nicht verliert .

Gestern war auch kurz ein besonderer Moment, den gab`s vorher nie. Ich war ja von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr bei ihm und habe die ganzen Untersuchungen abgewartet, er hat sich sehr bei mir bedankt und das er froh war daß ich bei ihm bin. Er hat mir dann über`s Gesicht gestreichelt und ich habe ihm auch über das Gesicht gestreichelt und es war ein ganz inniger Moment.

Ich muß dazusagen, früher als ich noch zuhause gelebt habe war unser Verhältniss nicht das allerbeste, erst als ich ausgezogen bin hat es sich normalisiert, aber so Zärtlichkeiten oder so gab es nie weder zwischen meiner Mutter und mir noch mit meinem Vater, deshalb werde ich den gestrigen Moment mit Stolz in Erinnerung behalten .

Liebe Grüße

Petra

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