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Alt 16.05.2018, 11:52
Keepcool87 Keepcool87 ist offline
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Standard Verdacht Lymphom? Und dazu Bluthochdruck.

Hallo ihr lieben

vorab möchte ich allen Betroffenen meine Bewunderung und auch Respekt aussprechen, wie ihr das alles so meistert. Ich habe in den letzten Wochen mal hier und da den einen Werdegang verfolgt und muss sagen "Hut ab!".

Leider hat es mich die letzten Monate oftmals hierher verschlagen, da der ein oder andere Krebsverdacht im Raum stand bei mir.

Aber lasst mich erstmal anfangen zu schreiben in der Hoffnung, dass ich mir auch ein wenig die Sorgen von der Seele schreiben kann.

Ich bin 30 Jahre jung, stehe mitten im tollen Berufsleben und hatte eigentlich andere Pläne für mein 30. Lebensjahr (leider noch Single )

Mitte Dezember 2017 machte sich erstmals mein Bluthochdruck bemerkbar mit diversen Symptomen. Den schleppe ich schon 10 Jahre mit mir rum, halt auch 1 Tablette, die ich täglich nahm. Im Januar beim HA stellte sich dann heraus, dass mein Körper wohl auf Normalbetrieb mit 170/125 läuft und einem Ruhepuls von über 100. Ich muss sagen, dass ich nie ein Ärztegänger war, Grippen wurden "weggelebt", eventuell mal eine Paracetamol.

Naja, der Ärztemarathon nahm seinen Lauf zwecks sekundärer Ursache und auch das Thema Nierenkrebs und Hormontumore standen im Raum aufgrund der familiären Vorbelastung. Alle Untersuchungen zum Glück negativ und das Endergebnis nach einem Termin in der Uniklink sagte Ende April folgendes:

- Primäre Hypertonie (wobei andere nicht "Standard-Blutdruck-Erkrankungen" Einfluss nehmen könnten, sprich weitere Untersuchungen nötig (Darmspiegelung u.a.)
- 6 Tabletten am Tag (darunter eine Wassertablette) stellen den BHD gut ein
- erhöhte Eiweißausscheidung (Fremdwort dafür vergessen)

Das reicht mir eigentlich schon an Wehwehchen und ihr fragt euch nun bestimmt, was ich hier mache. Nun denn, das Ganze kam parallel noch ins Laufen.

Seit über einem Jahr hat sich bei mir eine Art Taubheit/Kribbeln in beiden Füßen/Unterschenkel eingestellt - klingt nun untypisch wird aber gleich eventuell relevant.
Mitte/Ende März habe ich durch Zufall während dem Duschen einen Knubbel in der rechten Leiste bzw. am/unter dem Oberschenkelknochen hervorkommend getastet. Ich dachte erst Leistenbruch, bin einen Tag später zum HA (da ich ihm immer alles was ich feststelle mitteilen soll), er tastete und das Resultat ist ein geschwollener Lymphknoten. Bis Dato wusste ich zwar, dass man sowas hat aber das beschäftigte mich so nie.

Nun gut, wir gehen nach Protokoll (da der Termin in der Uniklink nahte wegen dem Blutdruck) - 2 Wochen warten. Nach 2 Wochen, als ich auch wegen der Überweisung zur Uniklink beim HA war, tastete er wieder ab, wollte das Ding auf Partou wegdrücken - ohne Erfolg. Ich lag auch neben dem Sonogerät, Ultraschall machen wollte er nicht, auf meine Frage hin warum und ob es denn bösartig sein könne, bekam ich nur gesagt, dass die Geschichte mit auf die Überweisung für die Uniklink käme und wenn die nix machen, gehts zum Spezialisten Dr. X (nach Recherche ein Spezialist für Lymphdrüsenkrebs). Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie es mir da war

Ok, also ich war dann in der Uniklink, Blutdruck ist halt, wie er ist und der Prof oder Doc nahm sich dann am Schluss dem "LN in Säule" gemäß Überweisung an. Tastete mit der Aussage, dass er denke es sei nichts - ich solle zur Sono zu meinem Urologen, wenn ich mag. Ich sagte nur, dass mein HA, ein guter Internist, nicht umsonst, sowas notiert und hier wäre doch alles beisammen Im Haus und ansonsten schicke er mich zu dem Doc X. Dann wurde was von Konkurrenz erzählt und ich bekam plötzlich einen Termin auf der Onko dort die Woche drauf.

Eine Woche später. Onkologie - erst Blutentnahme und dann auf den Arzt warten.

Der Prof/Doc war echt super nett und teilte mir direkt mal mit, dass das Blutbild soweit ok sei und ich auch keine bakteriellen oder Virusinfektionen hätte - also alles typische ausgeschlossen.

Dann kam natürlich die Frage nach meinen Symptomen. Da hatte ich schon eine Woche zuvor mit meinem HA drüber gesprochen, weil ich ja nebenher auch mit dem Blutdruck kämpfe, der sich typisch mit diversen Symptomen äußern tut.

- Gewichtsabnahme von 6kg seit März. Ich muss da momentan echt gegenfuttern, damit es nicht noch mehr werden. Normalerweise müsste ich bei der jetzigen Kalorienzufuhr täglich auseinander gehen
- Müdigkeit/Abgeschlagenheit und Leistungsknick (stand auf der Überweisung)
Vielleicht kennt ihr das Gefühl nicht mehr richtig wach zu werden. Ich war normalerweise immer ein Powerbündel, aber verfalle derzeitig schon morgens bei der Badhygiene in Kurzatmigkeit. Auch tagsüber im Job oder im Privatleben wo ab 11 oder 12 Uhr nichts mehr geht. Lachen ist anstrengend, gehen und längeres Sprechen, sich einfach freuen, geht einfach nicht mehr
- Fieber - kenne ich so eigentlich nicht
- Nachtschweiß - nein

Gut, dann kam der Ultraschall. Ich lag. Zeigte die Stelle, wo das Ding sitzt - der Doc fand nichts. Naja, hab ich mich aufgestellt (weil im Stehen auch besser ertastbar) und meinen Finger hingehalten und da kam das Ding zum Vorschein. Ich habs leider auch direkt gesehen auf dem Monitor.

Eine Walnuss, 3x2 cm. Auf meine Frage hin, was das denn sei, landete der Doc (ich mein, das ist ein Spezialist für Lymphdrüsenzeugs) bei einer tumörsen Geschwulst/Tumor, der aber irgendwie kein Lymphknoten ist oder mal war (hä?) und in diesen laufen halt mehrere Blutbahnen confus rein (hm, mein Gedanke Bluthochdruckauslöser???) und Nervenbahnen (Gedanke Nr. 2 meinen tauben Füße/Unterschenkel - Ursache?).

Unterm Strich, er habe sowas noch nie gesehen. Und die Frage, ob er mich weiterbehandeln dürfe. Ich, ok, will ja Gewissheit, was das ist und ein neuer Termin für Ende Juni, wo ich dann eine komplette Sono bekomme und anschließend Besprechnung - solange Watch & Wait. Also ganze 2 Monate warten und ihr könnt mir glauben, wie ich da raus bin. Hallo ein Tumor und achja, kommen Sie mal wieder.

Meine Family war bestürzt und ich total neben der Spur. Für uns war sicher, dass wir eine 2.Meinung brauchen, da wie gesagt, Family/Verwandschaft vorbelastet.

Also hab ich letzte Woche Montag beim vom HA empfohlenen Spezialisten angerufen. Die Sekretärin hörte sich alles so an und wollte sich nochmal melden wegen einem Termin ASAP. Schon mal gut. 2 Stunden später, der Rückruf. Die Uniklink hätte ja mit dem Watch & Wait irgendwo recht. Sowas kann ja mal 1 oder 2 Wochen geschwollen sein. Naja ich machte nur den Hinweis, dass es schon 5 Wochen geschwollen ist. Ok, Termin am 28.05., ich solle davor aber noch ein CT machen lassen und dann würde man mir am 28. direkt sagen können, ob Lymphom oder nicht und dann ginge alles ganz schnell... Ich solle aber über meinen HA die Überweisung fürs CT nehmen, was heutzutage nicht mehr so ganz leicht wäre...

Gesagt getan, am gleichen Tag sowieso Termin beim HA. Dem alles geschildert, er nochmals getastet. "CT, jawohl, kein Problem". Überweisung CT Hals bis Leiste bekommen, Termin am 24.

Bedenklich ist nun noch, dass in der Leiste zwei weitere Knoten hinzukamen rechts. Oberhalb und unterhalb des Ursprungsknoten. Wohl gemerkt, es tut nichts weh und drumherum ist dieses komische Gewebe. Die linke Leistengegend hingegen ist schön weich und ausgefüllt um es mal so zu beschreiben und knotenfrei.

Ich weis auch nicht, ob der erste Knoten gewachsen ist. Ich kann nur behaupten, dass er besser bzw. direkt ertastbar ist im Vergleich zu März.

Soweit so gut. Das war letzte Woche und mittlerweile habe ich auch sprichwörtlich einen rechten dicken Hals. D.h. mehrere Knoten, schmerzfrei geschwollen. Zum Glück nicht wirklich nach außen sichtbar.

Uff, ich glaube das war soweit das Wichtigste, wie es mir bisher ergangen ist.

Ich bin schon gespannt auf eure Meinungen, würde aber gerne auch noch ein paar Fragen stellen, wenn erlaubt.

Gibt es hier Betroffene, die mit Lymphdrüsenkrebs und Bluthochdruck zu kämpfen haben? Wie gesagt, nehme ich 6 Tabletten am Tag und habe Angst, dass der dann wieder durch die Decke schießt während einer möglichen Therapie/Chemo.

Ja, das wars soweit von mir. Ich gehe momentan einfach davon aus, dass ich irgendwo Entzündungen habe im Körper, die meine Lymphies nach 30 Jahren mal anschwellen lassen. Trotzdem ist diese Warterei echt mies.

Liebe Grüße
Daniel

Geändert von gitti2002 (17.05.2018 um 00:22 Uhr) Grund: Fragen können und dürfen lt. NB von Usern nicht beantwortet werden
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