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  #1  
Alt 24.03.2019, 11:55
cjane cjane ist offline
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Beiträge: 2
Standard Bronchialkarzinom bei menem Mann

Hallo erstmal,

Bei meinem Mann wurde ein Bronchialkarzinom festgestellt, 3 Matastarsen in den Wirbeln, keine im Kopf.

Ich sitze hier diese Woche noch zuhause, weil ich wg. einer Hüft-OP noch krankgeschrieben bin.
Wir haben zwei Kinder (10 & 8) und ein Haus abzubezahlen.
Ich hatte in meinem ganzen Leben noch nie eine solche Angst!
Wie soll ich meinen Kindern gerecht werden, meinen Mann unterstützen, das Haus abbezahlen, Arbeiten gehen? Ich nehme jetzt schon leichte Tropfen gegen Depression!

Im Moment bin ich noch wie gelähmt und kann das Alles gar nicht verarbeiten...

Bei meinem Mann fängt in 2 Tagen die Chemo an, hinzu kommt, dass er soviel Wasser im Körper hat, er sieht aus wie Buddah!
Hat da jmd. Ergahrung damit? Geht das Wasser mit der Chemo weg?
Behandelt wird das schon seit 3 wochen, hilft aber nix....Unten raus, oben rein....
Er ist erst 48, aber wenn er nach der Chemo erst mal heimkommt, müssen wir Zukunftspläne ohne ihn machen...

Ich bin verzweifelt

LG
cjane
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  #2  
Alt 24.03.2019, 13:50
Mikka67 Mikka67 ist offline
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Beiträge: 25
Standard AW: Bronchialkarzinom bei menem Mann

Hallo cjane,
das ist wirklich hart, was ihr durchstehen müsst - Dein Mann und auch Du selbst natürlich! Trotzdem hoffe ich, dass die Lage nicht ganz so schwierig wird.
Was für ein Karzinom ist es denn bei Deinem Mann? Da gibt es teilweise große Unterschiede in der Behandelbarkeit, in der Prognose der Lebenszeit und der Lebensqualität. Also nicht gleich aufgeben!
Was die Wassereinlagerungen betrifft, weiß ich leider keinen Rat. Ich hatte im vergangenen Sommer auch welche, die sind aber durch viel Bewegung von alleine vergangen (nach ein paar Wochen).
Alles Gute für euch!
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  #3  
Alt 25.03.2019, 12:53
Beccamaus Beccamaus ist offline
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Beiträge: 113
Standard AW: Bronchialkarzinom bei menem Mann

Hallo Cjane,

was für eine Einstufung hat dein Mann denn? Haben sie schon eine Biopsie gemacht um den Typ zu bestimmen??? Es gibt da sehr differenzierte Ansätze und auch super Kliniken die darauf spezialisiert sind.

Hier in den Forum gibt es einige die das gleiche Schicksal teilen und viele Jahre gut damit leben. Sogar einige mit einer Remission. Ich weiß das weil ich viele Schicksale mit verfolgt habe, wenn auch oft nur als stiller Leser.

Ich weiß wenn man die Diagnose hört ist man erstmal erschlagen und hat sofort den Tod vor Augen. Dieses Gefühl wird auch noch ein wenig andauern. Aber nicht den Mut verlieren. Dein Mann ist jung, er bekommt 6 Wochen Gehalt und das Krankengeld danach ist ja heutzutage auch nicht wenig. Vielleicht habt ihr sogar eine Krankengeldzusatzversicherung wo ihr nach den 6 Wochen Ausgleich bekommt??? Wenn nicht rate ich dir, dass du solch eine abschließt. Falls du mal für längere Zeit eine Auszeit brauchst.

Nehmt den Kampf auf, haltet zusammen und googelt nicht zu viel. Überlegt gut in welcher Klinik ihr euch behandeln lasst. Das ist für mich sehr wichtig.

LG
__________________
Mein Daddy
* 04.08.1947 25.06.2018

ED: 03.04.2017 (metastasierendes Lungenkarzinom (Adeno))


-------- Somewhere over the Rainbow---------
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  #4  
Alt 25.03.2019, 15:02
Elisabethh.1900 Elisabethh.1900 ist offline
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Registriert seit: 08.04.2009
Beiträge: 2.245
Standard AW: Bronchialkarzinom bei menem Mann

Liebe Cjane,
es ist wichtig, dass dein Mann in einem zertifizierten Zentrum für die Behandlung von Lungenkrebs therapiert wird.

Ich verstehe, dass du Angst, gerade weil ihr noch kleine Kinder habt, das Haus abzahlen müßt und noch viele weitere Verpflichtungen bestehen.
Bitte suche dir Hilfe, in den Zentren kümmert man sich auch um die Angehörigen, es ist gut, wenn du mit jemanden (Psychotherapeut oder Sozialarbeiter) über deine Ängste sprechen kannst. Es gibt Möglichkeiten, die Familie zu unterstützen.

Du kannst dich auch an die Deutsche Krebshilfe, sie betreibt eine eigene Webseite unter der URL:http://www.krebshilfe.de

Es gibt heute schon eine Menge Möglichkeiten den Lungenkrebs zu therapieren, das entnommene Gewebe wird sehr gründlich untersucht. Deshalb ist die Behandlung bei Spezialisten wichtig.

Zertifizierte Lungenkrebszentren sind hier aufgelistet:
http://dgt-online.de/fuer-patienten/...zertifiziert-2

Herzliche Grüße an dich und die Familie,
Elisabethh.1900
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  #5  
Alt 04.04.2019, 19:54
cjane cjane ist offline
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Registriert seit: 24.03.2019
Beiträge: 2
Standard Bin Verzweifelt

Hallo,

bei meinem Mann (48) wurde vor einem Monat ein Bronchialkarzinom festgestellt, das auch schon in die Wirbel gestreut hat.

Dem nicht genug, hat die 1. Chemo alle Leukozyten zerstört.

Jetzt liegt er auf Intensiv und der Oberarzt hat mir erklärt, dass sie versuchen, das Knochenmark mit Trombozyten anzuregen, selber wieder weiße Blutkörperchen zu produzieren.
Wenn das nicht funktioniert, dann wird er innerhalb der nächsten Tage sterben!!!!!!

Ich sitze nun Zuhause mit zwei kleinen Kindern ( 8 und 10) und einem Haus, das zur Hälfte noch der Bank gehört und habe Panikatakken.
Ich nehme schon Antidepresiva, trotzdem habe ich wahnsinnige Angst um meinen Seelenverwandten und von der Zukunft!!!

Hatte schon mal einer so einen Fall?
Selbst wenn er das hier überlebt, verträgt er ja die Chemo nicht, d. h. der Krebs kann dann nicht mehr bekämpft werden, oder?

LG
cjane
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  #6  
Alt 04.04.2019, 20:12
Rottweilerfreund Rottweilerfreund ist offline
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Registriert seit: 01.01.2018
Beiträge: 124
Standard AW: Bin Verzweifelt

Hallo cjane
Zum Thema selbst habe ich nichts zu sagen. Ich schreibe bloß, damit dein Beitrag in dieser dramatischen Situation nicht unbeantwortet bleibt.
Die meisten hier sind mit ihrer eigenen Krankheit beschäftigt und sehen hier nicht so oft rein. Viele lesen auch nur und schreiben selber nicht.
Sieh es also nicht als Mißachtung, wenn deine Fragen nicht sofort beantwortet werden. Zumal das eine sehr außergewöhnliche Situation ist und kaum jemand Erfahrung damit haben wird.

Alles, was ich dir sagen kann ist, dass es hier im Forum auch Wunder zu bestaunen gibt. Gib die Hoffnung nicht auf!
Alles Gute dir und deinem Mann!

Gruß
Rene
__________________
Ich gehe nicht. Du gehst!
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  #7  
Alt 05.04.2019, 11:39
Mikka67 Mikka67 ist offline
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Registriert seit: 24.03.2019
Ort: Frankfurt am Main
Beiträge: 25
Standard AW: Bronchialkarzinom bei menem Mann

Liebe cjane,

das sind natürlich keine guten Nachrichten.
Trotzdem: es kann ja funktionieren, dass die Leukozyten wieder kommen. Und ob in einem solchen Fall die Chemo ganz abgebrochen werden muss, ist für mich fraglich. Es könnte ja auch auf eine andere Zusammensetzung umgestellt werden.

Dass Du in seelischer Not bist und die Situation (Sorge um Deinen Mann, aber auch um die Kinder und die Zukunft) Dich enorm belastet, ist verständlich und für mich sehr nachvollziehbar. Es müsste an eurer Klinik auch einen sogenannten psycho-onkologischen Dienst geben. Frag doch mal danach. An der Situation können die natürlich nichts ändern, aber hilfreich können sie trotzdem sein. Auch der Hinweis von Elisabethh.1900 auf die Krebshilfe ist wichtig.

Ich wünsche Dir und Deinem Mann alles Gute, auf dass Du möglichst bald mit besseren Nachrichten kommen kannst.

Alles Liebe
__________________
Diagnose Anfang März 2019:
Großzelliger neuro-endokriner Tumor im Mediastinum; mehrere Lymphknotenmetastasen Lunge; Fernmetastase Leber und Gehirn. Letztere etwas geschrumpft nach erster Chemo.
Behandlung: Chemo (Paclitaxel, Carboplatin) und Immun (Keytruda). 4 Zyklen alle drei Wochen.
Nebenwirkungen mehr als verkraftbar.
Zwischenstand Anfang Juni 2019, nach vier Chemos: Tumor, Nah- und Fernmetastasen teilweise Rückbildung, sonst regredient.
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  #8  
Alt 05.04.2019, 11:46
Clea Clea ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 13.01.2017
Beiträge: 500
Standard AW: Bronchialkarzinom bei menem Mann

Liebe Cjane,
ich möchte dir an dieser Stelle gerne ein großes Kraftpaket schicken.
Dein Mann kämpft bestimmt mit all seinen Mitteln um seine Gesundheit und um euch.
Ich bete, das er diese schlimmen Zeit übersteht.
Man kann Medikamente spritzen, die die Bildung der Leukozyten anregt, und ich kenne auch keine Fälle, bei denen das nicht anschlägt. Aber du arbeite ist Kindern, da ist vieles anders.
In Gedanken bei euch,
Clea
__________________
Meine Ma
17.9.1957-19.2.2017, 59 Jahre, Lungenkrebs mit Hirnmetastasen
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