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  #1  
Alt 10.06.2002, 13:10
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Standard Angst vor Lungenversagen!!!!

Hi, Ich melde mich mal wieder um zu berichten, die Lungenfunktion von meinem Vater (erkrankt an einem follikulären Lymphom im Bauchraum) wird immer schwächer.
Anfangs dachten wir es käme von der Ganzkörperbestrahlung. Danach war es eine Lungenentzündung, die dann Bakteriologisch und pilzmäßig behandelt wurde. Er hat starke Antibiotika bekommen. Die Entzündungswerte im blut sind besser geworden, aber nun hat er Wasser in der Lunde bzw. im Gewebe darum. Das Atmen fällt im immer schwerer. Er kann kaum noch einen Bewegung machen ohne vollkommen erschöpft zu sein.
Ich hab Gestern mit dem Arzt gesprochen, und er meint, dass das leben am seidenen Faden hängt (War echt niederschmetternd für mich).
Die Arzte meinten, das doch eine Tumorbeteiligung die Lunge beeinträchtigt. Jetzt wollen sie trotz der noch schlechten Blutwerte eine Chemo starten.........
Was sollen wir denn tun, natürlich auf die Ärzte vertrauen.
Im Moment haben wir beide Todesangst, das leben ist echt auf der Kippe.
Jetzt meinte ich, ob denn ohne histologische Untersuchung überhaupt einen Chemo angepasst werden kann.
Die Ärzte meinten, es gäbe für diese Art Krebs nur 2 Verschieden Arten und diese Unterscheiden sich nur in einem Wirkstoff.
Das kann ich garnicht glauben. Aber sie wollen mit der Aggressiveren beginnen und diese nicht so hoch dosieren.
Wäre um Erfahrungen sehr dankbar...........
Grüße
Chris
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  #2  
Alt 10.06.2002, 14:51
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Standard Angst vor Lungenversagen!!!!

Hallo Chris,
ich kann Deine Ängste und Deine Zkepsis sehr gut verstehen,da ich die Situation von meinem Mann her kenne und mir genau die selben Fragen gestellt habe wie Du jetzt.Natürlich kann ich Dir als "Laie" keinen Rat geben u. Dir sagen Du sollst den Ärzten vertrauen o. Dich über Ihre Aussagen hinwegsetzen.Ich kann Dir nur eines Raten:Geh zu dem zuständigen Arzt,sprich mit ihm,lass Dich nicht abwimmeln oder vertrösten.Sag ihm ruhig,dass Du Angst und Zweifel hast und lass Dich genau beraten über das Risiko der Chemo bei solchen Blutwerten.Erwarte von ihm eine mehr oder weniger präziese Antwort,welche Du dann auch nachvollziehen kannst.
Ich kann Dir nur wünschen,dass für Deinen Vater das "Beste" ausgesucht wird.Wünsche Dir viel Kraft...
Gruß Valeska
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  #3  
Alt 10.06.2002, 16:44
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Standard Angst vor Lungenversagen!!!!

Hallo Chris,

meine Mutter hatte ein ähnliches Problem.
Ihr half ein Sauerstoffgerät sehr. Obwohl sie auch immer schlecht Luft bekam ist es ratsam das die Person trotz alledem aufsteht und ein paar Schritte geht.
Empfehlenswert ist es auch Atemübungen zu machen.
Sie bekam auch eine Chemo und auch erst eine hochdosierte und es tat ihr gut.
Als die Chemo abgenommen wurde ging es ihr viel schlechter.
Andererseits schwächt es den Patienten sehr viel mehr als die weniger hochdosierte Chemo.
Das Punktieren tat meiner Mutter sehr gut.

Liebe Grüße Tina
tina-grog@gmx.de
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  #4  
Alt 13.06.2002, 10:40
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Standard Angst vor Lungenversagen!!!!

Hi ihr beiden,
danke für die antworten, Er hängt schon am Sauerstoff. Aufstehen ist undenkbar....der arzt meint, das die Kondition nicht durch übung, sondern nur durch die Therapie verbessert werden kann.
Gestern hat er den ersten Zyklus CHOP (die stärkere) bekommen, nach 27 Tagen folgt er 2. Zyklus........Welche chemo gab es denn bei euch?
Wegen des wassers, das ist im Gewebe um die Lunge und kann nicht punktiert werden.
@tina, Hat der Krebs wieder zugenommen, als die chemo ausgesetzt wurde? ich hoffe deine Mutter hat es aber überstanden und es geht ihr gut!

Gruß und allen alles gute
Chris
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  #5  
Alt 13.06.2002, 13:28
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Standard Angst vor Lungenversagen!!!!

Hallo Chris,

meine Mutter ist vor ca. 1 Monat gestorben sie hatte ca. 2 einhalb Jahre zu kämpfen mit ihrem Krebs.
Ich fühle mich jetzt ziemlich einsam und verlassen.
Sie hatte einen Tumor der auf die Lunge drückte und der ihr das Atmen erschwerte.
Als die linke Hälfte der Lunge nicht mehr arbeitete da sollte sie sich auch kaum mehr anstrengen.
Sorry ich kann dir nicht genau sagen was für eine Chemo es war aber es war eine Chemo die sie ununterbrochen bekam.
Als dann mal Pause angesagt war ging es ihr immer schlecht.
2 Pausen gab es. Bei der ersten mußte sie sich verstärkt übergeben und konnte kaum etwas Essen weil ihr Magen so empfindlich war.Sie bekam Fieber und fühlte sich noch müder als zuvor.
Die zweite Pause (bzw. dann kam nichts mehr )hat ihr der Arzt empfohlen.
Er meinte es würde sie zu sehr schwächen.
Sie lebte dann noch 2 Wochen.
Meiner Mutter tat die Chemo gut weil sie dann noch Hoffnung hatte und als die Chemo ausgelassen wurde da hatte sie auch keine Hoffnung mehr.
Sie sagte es sei wie ein Warten auf den Tod.
Wie geht es deinem Vater Chris?

Gruß von Tina
tina-grog@gmx.de
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  #6  
Alt 13.06.2002, 16:09
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Standard Angst vor Lungenversagen!!!!

Hallo Chris,
ich kann Dir momentan auch nicht genau sagen,was dies für versch. Chemos waren,da die Ausgangssituationen etwas anders waren als bei Deinem Vater.Mein Mann hatte auch Wasser in der Lunge,konnte aber punktiert werden,bekam Diuretika u. teilweise Dialyse.Ich hoffe,die Therapie wird Deinem Vater helfen.
Gruß,Valeska
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  #7  
Alt 14.06.2002, 11:41
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Standard Angst vor Lungenversagen!!!!

Hi, mein Vater geht es ein kleines bisschen besser. Er hat nicht mehr so sehr mit dem Atmen zu kämpfen wie noch vor fünf tagen. Noch hat er keine nebenwirkungen, aber die kommen wohl auch erst später. Er bekommt immer noch Citrobai (antibiotika). Um Begleitinfektionen zu unterdrücken. Die Blutwerte sind ja sowieso schon schlecht, und haben sich auch ein wenig verschlechtert..........ich hoffe es geht gut.


Gruß
Chris
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  #8  
Alt 14.06.2002, 13:59
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Standard Angst vor Lungenversagen!!!!

Hallo Chris,

meine Mutter hatte im Februar auch eine starke Infektion in der Lunge.
Sie bekam auch lange Antiobiotika und es ging ihr dann wieder besser.
Wie geht es dir Chris?
Ich weiß nichts von dir vielleicht kannst ja mal schreiben wie alt du bist ?
Wohnst du noch zu Hause?
Wie alt ist dein Vater?
Habe ich das richtig verstanden das er in einem Krankenhaus ist ?
Wie geht es deiner Mutter?
Die Blutwerte meiner Mutter waren auch oft sehr schlecht.

Liebe Grüße von Tina
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  #9  
Alt 14.06.2002, 16:31
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Standard Angst vor Lungenversagen!!!!

Hi tina, ich bin 29 und wohne nicht mehr zuhause. Mir geht es dementsprechend schlecht. Die Diagnose wurde im Denzember letzten Jahres gestellt und damals ging es ihm sehr gut. Die Bestrahlung (die eben umsonst war) hat ihn regelrecht zum Pflegefall gemacht.
Mein Vater ist 66 und war vorher kern gesund, er sieht aus wie ein 55 Jähriger.
Ja er ist im Kankenhaus. Meiner Mutter geht es natürlich auch schlecht, es ist eben sehr schlimm wenn man unmächtig ist der Krankheit gegenüber. Ich wohne und arbeite ca eine Stunde vom Krankenhaus und dem Wohnsitz meiner Eltern entfernt.

Hatte deine Mutter auch NHL?
Wie alt bist du denn?
Grüße
Chris
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  #10  
Alt 15.06.2002, 19:16
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Standard Angst vor Lungenversagen!!!!

Hi Chris,

ich bin 22 Jahre alt und wohne auch schon lange nicht mehr zu Hause. Und auch ich wohne 1 Stunde entfernt von dem Krankenhaus in dem meine Mutter war.
Was ist NHL?
Meine Mutter hatte Brustkrebs aber ein Tumor (der Größte) lag unter der Lunge und das war dann auch der Grund für ihren Tod.
Was sagen eigentlich die Ärzte wie es mit deinem Vater aussieht? Gute Chancen?
Meine Mutter war ihr ganzes Leben sehr oft krank und sie sah auch viel älter aus als sie war.
Sie ist mit 48 Jahren gestorben.
Fährst du dann nach dem Geschäft zu deiner Mutter?
Wenn dir das hier zu privat wird dann kannst du mir auch direkt mailen.
Wollte dein Vater eigentlich ins Krankenhaus ??
Meine Mutter haben wir sehr lange zu Hause gepflegt.
Bis die Ärzte gemeint haben sie solle auf keinen Fall mehr nach Hause weil Komplikationen auftreten könnten.

Ich drücke dir und deiner Familie und besonders deinem Vater die Daumen.
Liebe Grüße Tina
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  #11  
Alt 19.06.2002, 12:40
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Hi tina, Die Ärzte sagen es sieht bedenklich aus, denn die Blutwerte sind so schlecht, (die erholen sich auch wegen der bestrahlung nur sehr sehr langsam) und deswegen können sie die Chemo nicht so hoch dosieren, wie sie eigentlich möchten.
Er wollte natürlich nicht ins krankenhaus, aber sein Zustand lies uns keine Wahl.

Es macht ihn schon sehr fertig die lange zeit im Krankenhaus.....


Ich fahre nicht jeden Tag heim, nur wenn es wirklich schlimm ist.

NHL (Non Hodgin Lymphom) das ist die Bezeichnung der Krebses.
Danke für die lieben Wünsche, ich hoffe du kannst den Tod deiner Mutter richtig verarbeiten und es geht dir nicht zu schlecht.

Gruß Chris
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  #12  
Alt 19.06.2002, 13:53
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Hi Chris,

habe ich das richtig gelesen das dein Vaters schon noch gute Chancen hat das er diese Krankheit überlebt?
Ich bin damals halt oft zu meiner Mutter ins Krankenhaus und nach Hause gefahren weil ich gewußt habe das die Zeit mir ihr nicht mehr lange ist.
Außerdem hat es ihr gut getan wenn ich da war.
Ich habe ihr zu Hause dann immer was leckeres gekocht und sie hat ganz tapfer gegessen besser als wenn jemand anderes gekocht hat und das hat mich dann immer arg gefreut.
Sie hatte Metastasen in den Lymphknoten unter der linken Achsel und dadurch konnte sie eine lange Zeit ihren Arm nicht mehr bewegen.
Ich habe dann immer Wickel gemacht und ihren Kopf gehalten.

Mir geht es so mittelmäßig aber mir fehlt meine Mutter doch sehr.

Wie geht es dir?

Liebe Grüße Tina
name@domain.dename@domain.de
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  #13  
Alt 24.06.2002, 16:42
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Hi tina, die chanchen auf heilung sind dehr gering, wie er damit leben kann weiß ich nicht.
Diese Woche war hart, da die leukos auf 200 gefallen sind. Heute sind sie aber wieder über 1000. Er fühlt sich aber nach wie vor sehr schwach. Die bestrahlung hat seine lunge richtig kaputt gemacht.

Essen tut er auch nur weil er nuss, denn appetit hat er nicht. Außerdem hat er eine Speicheldrüsenentzündung bekommen. Gestern habe ich ihn die Haare abrasiert, da sie von der chemo alle ausgehen und rumliegen.

Gruß
Chris
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  #14  
Alt 26.06.2002, 16:03
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Standard Angst vor Lungenversagen!!!!

Hallo Chris,

vielleicht kannst du ja mal das Lieblingsessen von deinem Vater kochen.
Meine Mutter hat das Essen vom Krankenhaus auch nicht so gemocht.
Außerdem ist ein Essen das mit Liebe gemacht ist viel besser.

Wieso weißt du nicht wie dein Vater mit seiner Krankheit zurecht kommt?
Redest du nicht mit ihm?
Hast du eine gute Beziehung zu deinem Vater?

Ich wünsche euch alles Gute.

Ich werde bald in einem Hospitz mitarbeiten.

Liebe Grüße Tina
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