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Alt 29.05.2006, 00:40
Baggirl Baggirl ist offline
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Registriert seit: 29.05.2006
Beiträge: 1
Standard Strahlentherapie sinnvoll?

Hallo,
bei meinem Vater (68 J.) wurde nach jahrelangem "Rumdoktorn" der Hautärztin mit Salben usw. (aktinische Keratose) die betroffene Stelle am Kopf im Sept. 05 operiert. Die feingewebliche Untersuchung ergab keine Krebszellen. Weihnachten 05 bekam er plötzlich einen geschwollenen Lymphknoten am Hals, der sofort herausoperiert wurde und mit diesem gleich die Knoten am ganzen Hals bis zur Schulter. Die feingewebl. Untersuchung ergab, dass einige Lymphknoten Krebszellen enthielten. Unglaublicherweise stellte kein Arzt die Verbindung zur Stelle am Kopf her und es hieß, dass der Primärtumor nicht gefunden werden kann. Viele Untersuchungen des ganzen Körpers mit MRT, CT, Bronchoskopie usw. folgten ohne Befund. Ein paar Wochen später war noch ein Lymphknoten am Kopf geschwollen, wieder OP, wieder 2 Lympknoten mit Krebszellen. Jetzt endlich untersuchte man das Gewebe von der OP im Oktober 05 nochmals genauer und stellte doch plötzlich die gleichen Krebszellen fest. Also eindeutiges Versäumnis. Vor dieser OP wurde ein Szintigramm der Lymphbahnen gemacht und man versicherte meinem Vater, dass nun alle befallenen Lymphknoten entfernt worden sind. Sicherheitshalber sollen jetzt die Stellen am Kopf und Hals noch 30x bestrahlt werden. Mein Vater hat Angst vor dieser Bestrahlung und so richtig kann niemand sagen, ob es überhaupt etwas bringt. Ich habe mal recherchiert und kam auf das PET-CT, wo wohl ziemlich genau Krebsherde aufgespürt werden können. Wird zwar nicht von der Kasse bezahlt, aber das ist eher nebensächlich. Meine Frage: Hat jemand evtl. Erfahrungen mit der Sinnhaftigkeit der Bestrahlung, wenn im PET-CT nichts gefunden wird, was wir alle hoffen? ist nicht die Gefahr von ziemlichen Langzeitwirkungen oder Nebenwirkungen der Bestrahlung größer als irgendwann nochmal einen Tumor zu entwickeln, der auch von jetzt noch gesunden nie ganz ausgeschlossen werden kann? Für Eure Meinungen wäre ich sehr dankbar.
Viele Grüße
Yvonne
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  #2  
Alt 29.05.2006, 21:28
Benutzerbild von Claudia Junold
Claudia Junold Claudia Junold ist offline
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Registriert seit: 10.05.2003
Ort: Bayreuth
Beiträge: 1.350
Standard AW: Strahlentherapie sinnvoll?

Liebe Yvonne,

irgendwie stehe ich etwas auf der Leitung. Eine aktinische Keratose ist meines Wissens nach eine Krebsvorstufe. Wenn Dein Vater jetzt Lk-Metas hat - handelt es sich beim Primärtumor um ein Malignes Melanom? Hat die erneute histopathologische Untersuchung ergeben, daß das Teil am Kopf ein MM war?

Jetzt zu Deinen Fragen:
Auch wenn bei einem PET keine Metas gefunden würden, heißt das leider nicht, daß es keine gibt. Es reicht, wenn Blödzellen in der Lymph- oder gar Blutbahn vorhanden sind. Die kann man nicht feststellen und leider können die sich jederzeit irgendwo niederlassen und Metas bilden.

Die Gefahr von Schäden und auch von Spätschäden durch Bestrahlungen können nicht ausgeschlossen werden. Ob Bestrahlungen hilfreich und sinnvoll wären, kann ich nickt beurteilen. Soweit ich mich erinnern kann, hatte hier im Forum nur Tamara Bestrahlungen und von ihr habe ich schon lange nichts mehr gehört, deshalb weiß ich nicht, wie es bei ihr nach den Bestrahlungen weitergegangen ist.
Ich kann Dir nur dringend raten, daß Ihr Euch sehr genau über das Schaden- Nutzenverhältnis informiert. Leider sind Gespräche mit Ärzten nicht immer sehr informativ ... Laßt Euch nicht abwimmeln und fragt den Docs Löcher in den Bauch! Eine andere Möglichkeit wäre auch bei der GfBK anzurufen. Dort bekommst Du von kompetenten Ärzten Rat und Auskunft - und das auch noch kostenlos. Schau mal unter www.biokrebs.de und such Dir die Tel-Nr. der Hauptstelle in Heidelberg raus. Bitte frag nach einem Telefontermin mit Dr. Witteczeck (das ist der Leiter). Er nimmt sich in der Regel sehr viel Zeit und kann Dir ganz sicher mehr zu Deinen Fragen sagen und Dir weiterhelfen.

Übrigens wäre es in jedem Fall enorm wichtig, das Immunsystem Deines Vaters zu stärken. In erster Linie ist da Selen unglaublich wichtig! Die Bestimmung des Selenspiegels im Blut ist Kassenleistung und danach kann man die Dosis bestimmen. Für Krebspatienten reicht es nicht einen "normalen" Selenspiegel zu haben. Er sollte immer am oberen Rand oder etwas darüber liegen! Es gibt eine ganze Reihe anderer wichtiger Sachen, die Deinem Vater helfen könnten. Von Enzymen über Hyperthermie gibt es eine sehr große Palette. Unter http://www.krebs-kompass.org/Forum/s...hlight=Stre%DF und http://www.krebs-kompass.org/Forum/s...ght=Aufenthalt kannst Du Dir erste Infos verschaffen. Wenn Du mehr über ganzheitliche Krebsabwehr wissen willst oder noch andereFragen hast, immer raus damit!
Viel Glück für Deinen Vater!

Liebe Grüße von

Claudia
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