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  #1  
Alt 08.04.2003, 00:17
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Standard MH Stadium IIa - was erwartet uns?

Hallo,
also mein Mann hat Morbus Hodgin im Stadium IIa, (evtl. auch IIa mit Risiko, aber genaues wissen wir erst in ein paar Tagen). Muß ab nächster Woche mit der Chemo beginnen. Wird ambulant gemacht. Mit was müssen wir rechnen, was kommt auf uns zu? Uns wurde gesagt, daß er weiterhin arbeiten kann. Alles wurde als "gar nicht so schlimm" hingestellt. Bekannte die´s besonders gut meinen raten zu Alternativbehandlungen. Aber gibt es diese überhaupt? Habe eigentlich 1000 Fragen und keine Antworten dazu. Aber vielleicht kann mir ja jemand der in einem ähnlichen Stadium war Positives berichten. Dánke im voraus.
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  #2  
Alt 09.04.2003, 18:16
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Beiträge: n/a
Standard MH Stadium IIa - was erwartet uns?

Hallo Virginia,

ich hatte selbst MH im Stadium IIb und habe Chemo und Bestrahlung bereits hinter mir. Im März diesen Jahres hatte ich meine zweite Nachsorge und es ist alles in Ordnung.

Auch ich habe die Chemo ambulant gemacht. Im großen und ganzen kann ich bestätigen, dass die Therapie zu machen ist. Am Tag der Chemo ging es mir nicht so toll, aber schon am nächsten Tag war ich eigentlich schon wieder recht fit. Bei mir war es nur so, dass ich zum Ende der Therapie hin eine riesige Abneigung gegen die Chemo, das Krankenhaus bzw. die Station und bestimmte Lebensmittel bekam. Da reichte dann schon ein bestimmter Geruch und mir war übel. Die Bestrahlung fand ich noch einfacher als die Chemo. Alternativbehandlungen habe ich keine gemacht, abgesehen von gesunder Ernährung und viel frischer Luft natürlich.

Ihr müßt halt versuchen, die ganze Zeit positiv zu denken, das habe ich auch immer gemacht und habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

Ich wünsche Euch viel Kraft für die kommende Zeit und wünsche Deinem Mann und Dir alles Gute.

Viele Grüße Nicole
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  #3  
Alt 10.04.2003, 09:04
pfeiffer bianca
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Standard MH Stadium IIa - was erwartet uns?

Hallo Virginia,

auch ich hatte MH im Stadium 3a. Bekam 5 Zyklen Beacopp eskaliert.

Ich musste die Behandlung stationär machen im Abstand von 21 Tagen.Es war definitiv eine schwere und anstrengende Zeit, die sich aber lohnt.

Bin seit genau einem Jahr tumorfrei und mir geht es wirklich gut.

Zur Alternativbehandlung, kann ich Dir meine Meinung schreiben: ich persönlich denke, die Chemo ist ein wichtiger Teil bei einer Krebserkrankung und auch der sicherere Weg, dies alles zu überstehen und was am wichtigsten ist die Chance zu bekommen gesund zu werden. Habe meine Ernährung umgestellt.

Wünsche Euch viel Kraft.

Liebe Grüße, Bianca
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  #4  
Alt 10.04.2003, 10:13
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Standard MH Stadium IIa - was erwartet uns?

Hallo Virginia, hier ein Info-Paper zu M.Hodgkin aus diesem HJahr von der Deutschen Krebshilfe.
Bei Alternativ-Therapien wäre ich sehr zurückhaltend. Die guten besserwissenden Freunde sind wahrscheinlich weder selbst krebskrank noch Mediziner, oder?
Gruß
anna

Morbus Hodgkin: Therapie-Erfolge sind enorm

Deutsche Krebshilfe fördert seit zehn Jahren Studien

Köln (nh) - Die Heilungschancen bei Morbus Hodgkin, einer besonderen Form von
Lymphknotenkrebs, sind heute sehr gut: In den letzten 30 Jahren sind die Überlebensraten auf
bis zu 90 Prozent angestiegen. Dies ist vor allem auf die Weiterentwicklung der modernen
Chemo- und Strahlentherapie zurückzuführen. „Dieser Fortschritt wäre ohne die Unterstützung
der Deutschen Krebshilfe nicht möglich gewesen“, betonte Professor Dr. Volker Diehl, Leiter
der Deutschen Hodgkin-Lymphom Studiengruppe, auf einer Ärztetagung der Mildred Scheel
Akademie in Köln am vergangenen Samstag. Die Deutsche Hodgkin-Lymphom Studiengruppe
wird seit 1993 mit über vier Millionen Euro von der Deutschen Krebshilfe gefördert.

„Das Ziel der Deutschen Hodgkin-Lymphom Studiengruppe (DHSG) war von Anfang an, die
Behandlungsergebnisse bei Hodgkin-Lymphomen zu verbessern und eine flächendeckende,
hochqualifizierte Diagnostik, Therapie und Nachsorge in Deutschland zu erreichen“, erklärte
Professor Diehl, Leiter der Klinik I für Innere Medizin der Universitätsklinik zu Köln. „Dieses Ziel
haben wir heute weitgehend erreicht: In Deutschland sind die Heilungschancen für Morbus
Hodgkin weltweit am besten.“ Aktuell nehmen an den Therapiestudien der Deutschen
Hodgkin-Lymphom Studiengruppe 502 Zentren teil, zu denen auch Standorte im europäischen
Ausland und in den USA zählen. In der deutschen Studienzentrale in Köln sind bis heute über
10.000 Patienten erfasst und ausgewertet worden. Die Studiengruppe gründete sich 1978 auf
Initiative des Bundesministeriums für Forschung und Technologie und wird seit 1993 durch die
Deutsche Krebshilfe gefördert.

Da heute so hohe Heilungsraten bei Morbus Hodgkin erreicht werden, geht es den Ärzten nun vor
allem darum, mögliche Folgeschäden, wie die Entwicklung von Zweittumoren durch die
Strahlentherapie, zu minimieren. Aber auch die patientenorientierte Behandlung rückt immer mehr
in den Vordergrund: „Es geht heute nicht mehr allein um die Heilung, sondern auch darum, den
Patienten eine hohe Lebensqualität während und nach der Therapie zu ermöglichen“, sagte Gerd
Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, in Köln. Die Organisation, die sich
ausschließlich aus Spendengeldern finanziert, wird sich in Zukunft dafür einsetzen, dass die
Versorgungsforschung stärker als bisher berücksichtigt wird. Dies soll zu einer noch besseren
Betreuung der Patienten beitragen.

„Die Folgeschäden lassen sich bereits heute durch die so genannte
„involved-field“-Strahlentherapie minimieren,“ erklärte Professor Diehl. Bei dieser Methode werden
zum Schutz der Organe nicht der ganze Körper, sondern nur die befallenen Lymphknotenbereiche
bestrahlt. Dafür sei allerdings eine sehr genaue Beurteilung der Computer- und
Magnet-Resonanz-Tomographie-Bilder enorm wichtig. Der Experte betonte auch, dass es für den
Therapie-Erfolg entscheidend sei, von Anfang an die richtige Behandlungsstrategie zu wählen: „Da
die entarteten Zellen schnell widerstandsfähig werden, sollte gleich zu Therapiebeginn die
Strahlen- und Chemotherapie in nicht zu geringer Dosis verabreicht werden“, rät der Mediziner.


Infokasten: Morbus Hodgkin
Jährlich erkranken in Deutschland rund 2.000 Menschen neu an einem Morbus Hodgkin. Diese
bösartige Erkrankung des Lymphsystems ist benannt nach dem englischen Arzt Thomas Hodgkin,
der die Krankheit 1832 erstmals beschrieb. Sie gehört zu den eher seltenen Krebserkrankungen.
Es ist eine Erkrankung des jungen Erwachsenenalters. Als Risikofaktoren werden Infektionen mit
dem Epstein-Barr-Virus diskutiert. Erbliche Faktoren werden nach neueren Erkenntnissen
ebenfalls als auslösende Ursachen diskutiert. Die Heilungschancen sind heute sehr gut. Die
Deutsche Krebshilfe hat im Rahmen ihrer Reihe „Die blauen Ratgeber“ für Patienten und
Angehörige eine Broschüre zum Thema „Morbus Hodgkin“ herausgegeben, die kostenlos bestellt
werden kann bei: Deutsche Krebshilfe, Thomas-Mann-Str. 40, 53111 Bonn oder im Internet unter
www.krebshilfe.de.


Bonn, 01. April 2003

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