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  #91  
Alt 15.08.2001, 08:18
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Standard Diagnose Lungenkrebs

Liebe Nicole,
danke für die schnelle Antwort. Ich habe mit meinem Mann und meiner Schwägerin geredet. Da der Schwiegervater fast 400 km entfernt wohnt, werden die beiden sich aufteilen und ihn abwechselnd besuchen. Schon die Fahrt ins Krankenhaus oder zum Arzt ist ja für ihn schwierig, weil er auf dem Land lebt. Bis vor kurzem wollte er nicht einmal Telefon. Beim letzten Besuch konnten wir ihn zum Glück endlich dazu überreden, eins anzumelden.

Mir kommen viele Gedanken hoch. Mein Mann und sein Vater haben ein schwieriges Verhältnis. Wie werden die letzten Monate sein? Wie verhalte ich mich bei all dem. Durch die Pflege meiner Mutter habe ich gelernt, sehr schnell zu handeln und Verantwortung zu tragen. Mein Mann wird das nicht tun. Ich befürchte, daß viel an der Schwägerin hängen bleibt. Ich will meinen Mann aber auch nicht bevormunden. Doch die Vorstellung, daß der Schwiegervater leidet und einsam ist, ertrage ich kaum. Außerdem wäre es für meinen Mann eine Chance, zum ersten Mal mit dem Thema Krankheit verantwortlich umzugehen. Ich kann und will ihm das nicht abnehmen. Ist diese Entscheidung richtig?
Liebe Grüße
Mara
.
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  #92  
Alt 15.08.2001, 12:22
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Standard lungenkrebs

Hallo an alle!

Seit Montag steht es fest: Mein DAD muss sterben!!! Lange Zeit hat man gehofft, gekämpft, nun soll alles zu Ende gehen? Mein DAD war von Anfang (Juli 2000) an nie ein Kämpfer, er hat sich gleich aufgegeben, besonders als man ihm im Januar mitteilte, dass der Lungentumor mittels Chemo und Strahlentherapie nur zu 20% geschrumpft ist, und das weitere Behandlungen keinen großen Erfolg versprechen. Uns erzählte er dann: Es ist alles in bester Ordnung, er sei geheilt. Genau dieses hat man dann auch geglaubt, weil man es glauben wollte. Aber als dann im Juni Wasser zwischen Lunge und Rippenfell festgestellt wurde, war klar: hier stimmt etwas nicht! Zum "Absaugen" kam er dann am 1. August ins Krankenhaus => 2,5 ltr! Samstags wurde er entlassen. Übers Wochenende bekam mein DAD dann Schmerzen im Schulterbereich, Husten und Atembeschwerden. Am Mittwoch letzter Woche dann wieder ins Krankenhaus, diesmal 1,5 ltr! Und bis heute laufen täglich ca. 100 ml nach. Tja, und am Montag haben wir dann die bittere Wahrheit erfahren: Metastasen in der Leber! Da sein Zustand sehr schlecht ist (sehr schwach, kein Hunger, kann nicht mehr aufstehen, Atembeschwerden) sehen die Ärzte von jeglichen Behandlungen ab, da diese zu anstrengend seien. Das einzige was die noch machen, ist, ihm Schmerzmittel zu geben!!! Auch glauben die Ärzte nicht, dass DAD noch mal nach Hause kommen wird. Oh, mein Gott, das kann doch alles nicht wahr sein. Das tiefe Loch wird immer tiefer. Ich will noch keinen Abschied nehmen, ich brauche ihn doch noch. Er ist doch erst 65 Jahre alt. Ich möchte ihm noch so viel sagen, doch durch die Schmerzmittel ist er leicht verwirrt.
Aber das Schlimmste kommt noch auf uns (4 Geschwister): Wir müssen meine MA einweihen! Aber wie erzähle ich einer Frau: "Dein Mann wird nicht mehr lange leben!"?
Ich hoffe nur, dass mein DAD nicht zu große Qualen erleiden muss...Doch auch die Ärzte haben mit einer so schnellen Verschlechterung seines Zustandes nicht gerechnet.

Troztdem, verliert Ihr nicht den Mut und die Hoffnung. Es kann auch anders ausgehen. Krebs ist nicht gleich Krebs.

Liebe Grüße an alle!

Ruth

(P. S.: Habe auch schon unter "habe Angst" geschrieben)
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  #93  
Alt 15.08.2001, 12:43
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Standard lungenkrebs

Liebe ruth,
das wichtigste ist, dass dein vater keine schmerzen hat und wie ich das verstanden habe, wird ihm das auch ermöglicht.
du kannst ihm alles sgen, auch wenn du das gefühl hast, dass er dich nicht versteht, aber weisst du es ganz sicher?
ich kann dich völlig verstehen, meinem vater geht es auch total dreckig und ich erkenne ihn zum teil nicht mehr wieder und das innerhalb so kurzer zeit.
und genau wie dein papa gibt er auf.
ich kann das auch nur schwer akzeptieren und überlege mir jeden tag und jede nacht motivationsstrategien, aber letztendlich muss man es wohl doch akzeptieren.
und ich kann ihn auch nicht loslassen.
ich würde deiner mutter auch nicht sgen dass dein papa sterben muss, wann und wo kann auch kein arzt sagen.
und vielleicht kommt er doch nochmal nach hause.
ich möchte das natürlich nicht schön reden, aber ich sehe es bei meinem papa immer wieder, dass man einfach keine vorhersagen wie beim wetter machen kann, das ist einfach nicht so.
mit dem gedanken dass mein vater sterben muss, kann ich mich immer noch nicht anfreunden und ich habe jeden tag, jede minute einen riesigen stein im bauch und kann an nichts anderes denken.
wenn du kannst, nimm dir frei und sei die ganze zeit bei deinem vater und bei deiner mutter, das ist das allerwichtigste.
ich drücke dir ganz doll die daumen und hoffe mit dir, dass es deinem vater bald wieder zumindest ein bisschen besser geht.
viele liebe grüsse, dagmar
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  #94  
Alt 15.08.2001, 13:08
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Standard lungenkrebs

Liebe liebe Ruth

Es tut mir unendlich Leid dies alles Lesen zu müssen und auch in mir kommen da etliche Gefühle wieder hoch. Ich hatte sogar am Montag wieder so eine Krise, da sah ich meinen Paps die ganze Zeit vor mir.................Ach Ruth solange Dein Paps noch lebt ist es gut und verbringe diese Zeit so intensiv wie möglich. Was Deine Mutter betrifft so muss ich Dagmar widersprechen. Ihr müsst Eurer Mama sagen, dass sie sich auf das Schlimmste langsam vorbereiten muss. Es wird für sie ein viel grösserer Schock sein sie im Unwissen zu lassen und auf einmal passiert was und sie hätte nicht mal die Zeit gehabt sich damit zu befassen und sich evtl. von Paps zu verabschieden. Für uns Kinder ist es ja mega tragisch, aber denk daran es ist Deine Mutter die so viele Jahre mit Paps Tisch und Bett teilt und Tag und Nacht mit ihm verbringt. Für sie wird es später schlimmer sein als für uns..............................................
Ich brauchte einige Zeit um das zu begreifen. Wie gesagt nutzt die verbleibende Zeit so gut wie möglich und vor allem seit immer bei ihm. Auch in dieser Situation die Hoffnung nicht aufgeben. Du weisst auch hier im Forum wirst Du immer aufgefangen und angehört.

Ich drücke Euch ganz fest und wünsche Euch viel viel Kraft

Liebe Grüsse
Billie
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  #95  
Alt 15.08.2001, 13:18
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Standard lungenkrebs

Hallo Ruth,
habe eben erst auch deine berichte unter habe Angst! gelesen. Aber ich kann
leider was das Lügen oder "schön reden" angeht, mitreden.
Unser Dad hat Hautkrebs, es haben sich schon Metastasen in Leber und Lunge
gebildet. Die Chemo hat tausende mal leider, keine Besserung erwirkt.
Zur Zeit fühlt er sich aber besser, da die Nebenwirkungen wohl nachlassen.
Mein Dad spricht ebenfalls NICHT über die Krankheit! Klar man will kein Mitleid, er war immer topfit und unternehmungslustig und dieser Mensch möchte er bleiben, er will nicht krank und schwach sein und vor uns schon gar nicht. Wenn er Schmerzen hat, sagt er es nur nach ständigem Fragen, wie wir ihm helfen könnten.
Sie wollen uns beruhigen und schützen- ja - aber wie muß es nur in Ihnen aussehen. Die Zeit nach der Diagnose war furchtbar- er fand keine Ruhe- war abwesend und nicht besonders interessiert. Ich denke sie bauen sich eine Schutzmauer und mittlerweile akzeptiere ich, daß er über andere Dinge
sprechen möchte, am Leben teilhaben möchte. Nur so müssen sie doch diese quälenden Gedanken immer mit sich selbst ausmachen, wie lange noch???
Habe Angst, daß wir davonlaufen, und müssen doch auf alles gefaßt sein.
Und trotzdem selbst die Ärzte sprechen doch von Spontanheilung. Wir dürfen die Hoffnung nicht verlieren auch wenn es fast utopisch klingt- egal -
wie sollen wir denn ohne Hoffnung weitermachen??
Nur so können wir Ihnen doch gegenübertreten. Ja es ist unsagbar schlimm zusehen, wenn es unseren Dad`s oder Müttern schlecht geht und wir könenn scheinbar nur da sein - oft erscheint mir das als sehr wenig- aber ich glaube fest , daß es doch hilft.
Alles Liebe an Euch alle das die Hoffnung nciht ausgeht
Conni
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  #96  
Alt 15.08.2001, 15:08
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Standard Diagnose Lungenkrebs

Liebe Nicole,
ja, da könntest du Recht haben. Ich kann nur hoffen, daß die drei sich früh genug zusammensetzen und alles klären. Schwierig für meinen Job ist im Moment, daß das Thema mich nicht mehr loslässt. Traurigkeit und Mitleid sind die Grundgefühle. Wie werden die nächsten Wochen - Monate aussehen. Es erinnert mich an die Zeit , als ich immer hin und her fuhr um meine Mutter zu pflegen und an ihr furchtbares Ende. Und die eigene Hilflosigkeit im Angesicht ihres Leidens. Ich hatte gehofft, diese Gefühle für lange, lange Zeit nicht mehr haben zu müssen. Wie wird mein Mann das verkraften? Er ist schon jetzt ganz durcheinander.
Viele Grüße
Mara
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  #97  
Alt 15.08.2001, 21:42
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Standard lungenkrebs

Liebe Ruth und alle anderen Mitstreiter,
es trifft immer sehr, sehr tief, wenn man liest, wie verzweifelt alle mit und um ihre an Krebs erkrankten Lieben leiden. Auch meinem Mann und mir geht es nicht anders, seit die Diagnose Lungenkrebs bei meiner Mutti festgestellt wurde. Zunächst war ich so traurig und entsetzt, daß ich weder aus noch ein wußte und immerzu nur geweint habe. In diesen ersten Tagen war meine Mutti die Tapferste der ganzen Familie! Sie hat uns sogar noch getröstet! Allerdings sagte sie auch, daß sie es sehr traurig fände, wenn wir jetzt schon um sie trauern. Sie hat seit dem ersten Tag den Kampf mit ihrer Krankheit aufgenommen. Das hat uns alle, auch meine bereits erwachsenen Kinder aus der ersten Lethargie gerissen. Wir haben uns in den vergangenen Tagen sehr viel mit der Diagnose "Lungenkrebs, inoperabel, Metastasen" beschäftigt und dies hat uns mitgeholfen, innerlich wieder etwas ruhiger zu werden. Wir verbingen alle Zeit, die wir irgendwie neben der Arbeit erübrigen können, bei meiner Mutti im Krankenhaus. Sie ist trotz der schlimmen Nebenwirkungen außerordentlich tapfer! Allerdings habe auch ich die Erfahrung gemnacht, daß sie selbst über ihre Krankheit gar nichts wissen möchte. Derzeit bleibt uns also wie Euch allen nur die Hoffnung! Hoffentlich kann sie nach ihrer ersten Chemo bald nach Hause. Allerdings ist meine Mutti bereits oder auch erst 73 Jahre alt und ihr Kreislauf klappt manchmal zusammen. Ich wünsche Euch allen viel, viel Mut!!! Und vielleicht solltet Ihr auch mit Euren Angehörigen alles offen besprechen, denn Ungewissheit ist tatsächlich noch schlimmer als der häßlichste Befund - diese Erfahrung habe ich bei meiner Mutti selbst und auch bei mir und meiner Familie gemacht.
Angela
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  #98  
Alt 16.08.2001, 00:18
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Standard lungenkrebs

Liebe Ruth,

ich kann sehr gut nachempfinden, wie es du dich fühlst, auch wenn es meinem Vater toi toi toi noch nicht so schlecht geht, aber wir müssen auch mit allem rechnen.

Was deine Mutter betrifft, stimme ich Billie zu: sagt es ihr, schnellstmöglich! Es wird ein Schock für sie sein, wie ja für euch auch, aber sie wird die Möglichkeit haben, sich mit dem Gedanken zu befassen und sich so ein wenig vorzubereiten. Wenn der Tod plötzlich ohne jede Vorwarnung da ist, wäre der Schock nur noch größer.

Und nehmt ihr nicht die Möglichkeit, sich zu verabschieden! Würdest du es im umgekehrten Fall nicht wissen wollen, um die letzte Zeit noch möglichst intensiv zu erleben? Ihm zu sagen, was du ihm vielleicht lange schon nicht mehr gesagt hast? Jede Minute mit ihm zu verbringen? Wenn sie die Möglichkeit nicht hat und hinterher vielleicht auch noch erfährt, dass ihr es wusstet, kann es sein, dass ihr einen Keil zwischen euch treibt - und ihr braucht euch doch alle noch!

Nehmt eure Mutti ganz fest in den Arm und zeigt ihr, dass ihr immer alles gemeinsam durchsteht. Wenn sie weiss, dass sie auf euch zählen kann, wird für sie bestimmt nicht alles ganz so schwarz aussehen.

Viel Glück und viel Mut euch allen,
liebe Grüße
Janka.
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  #99  
Alt 16.08.2001, 12:48
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Standard lungenkrebs

Hallo Ihr Lieben!

Vielen Dank für Eure lieben Worte! Im Moment sind sie zwar ein schwacher Trost, aber es ist toll zu wissen, das dort Menschen sind, die meine Gefühle nachempfinden können.
Gestern war ich bei DAD, und war so geschockt, ich kann das gar nicht beschreiben. Von Tag zu Tag schlimmer. Gestern ist er auf ein Einzelzimmer verlegt worden....... Und um halb sechs mussten alle Geschwister und Mama zum Arzt...... Was das heißt, könnt Ihr Euch denken! Die rapide Verschlechterung zeigt den Ärzten, dass es wohl nun schnell zu Ende geht. Ich hoffe es!!! Für meinen Dad ist es nicht schön, sich zu quälen. Zwar tut man alles für Ihn, damit er nicht leiden muss. Aber die Seele leidet auch, und dagegen können auch die nichts machen. Wir sitzen nun nur noch an seinem Bett und sind einfach nur da, denn reden kann er nicht mehr viel. Meine Mama war total fertig, wie Ihr Euch vorstellen könnt, aber ich hoffe, dass wir Geschwister das irgendwie hinkriegen. Wir wissen auch nur: Es geht weiter, aber wie? das wissen wir auch nicht! Abschied nehmen tut so weh!!!

Liebe Grüße

Ruth

ruth.roeben@web.de
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  #100  
Alt 19.08.2001, 14:28
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Standard lungenkrebs

Liebe Ruth,

es tut mir unendlich leid das auch Du so leiden musst.Ich fuehle mit Dir!
Seit fast einem Monat erzaehlen mir die Aerzte das meine Mom stirbt...diese Ungewissheit macht mich echt wahnsinnig..!!
Ihr Herz is aber noch zu stark,es kaempft noch jede Minute..
Ich wuenschte es wuerde aufhoeren zu kaempfen.Nein ich bin nicht Herzlos!!Es ist nur weil sie sich so schrecklich quaelt!!Sie wird..Gott weiss es nur ganz oft am Tag abgesaugt und es hilft nix da sich sofort wieder neuer Schleim bildet!Sie weint ganz oft im Schlaf und sagt sie will endlich sterben!!
Warum laesst Gott das zu?????Mein Glaube an Gott wird von Tag zu Tag schwaecher..Was is das fuer ein Gott der Menschen so leiden laesst???????????????

Biljana,
Dir moechte ich danken das Du da bist fuer mich!
Du bist ein wundervoller Mensch!!!!!

Liebe Gruesse,

Sonja
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  #101  
Alt 20.08.2001, 12:24
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Standard lungenkrebs

Hallo Sonja!

Tja, im Moment sind es echt besch.... Zeiten für uns. Wir warten darauf, dass unsere Lieben endlich erlöst werden. Auch bei meinem Dad ist das Herz sehr stark und kämpft. Wo der liebe Gott ist, und warum er das zulässt weiß ich auch nicht, aber bitte verliere nicht den Glauben. Das wollen unsere Lieben ganz bestimmt nicht, denn in deren Welt gehen sie doch schließlich. Auch ich hoffe, das es schnell vorüber geht. Du bist bestimmt nicht herzlos, auch wenn es Menschen gibt, die so etwas denken, aber die haben so eine Situation auch nicht durchgemacht.
Bei meinem Dad vermuten Sie jetzt eine Lungenentzündung, dabei sollte er doch heute entlassen werden. Nach Hause zum Sterben! Hoffentlich schafft er es noch nach Hause zu kommen.

Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles Gute und viel Kraft für die nächste Zeit!

Ruth
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  #102  
Alt 21.08.2001, 13:41
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Standard Diagnose Lungenkrebs

Heute haben wir nach zweiwöchigem Klinikaufenthalt meiner Mutter (63) die bestätigte Diagnose Lungenkrebs erhalten. Es soll sich um ein nicht-kleinzelliges-Bronchialkarznom handeln. Der Tumor sitzt direkt an der Abzweigung zum rechten Lungenflügel in Nähe der Hauptschlagader. Deswegen bekommt meine Mutti nur noch ganz wenig Luft, der Tumor nimmt ihr diese. Er soll nicht operabel sein und sie wollen sie nach Hause schicken, um ambulant Bestrahlungen machen zu lassen. Ist das alles? Was kann ich denn tun? Gibt es noch andere Behandlungsmöglichkeiten? Gibt es die Möglichkeit sie in eine Klinik zu bringen, die die Bestrahlungen mit im Haus haben? Denn so muß sie jeden Tag mit dem Taxi hin. Sie kann nur ca. 10 Schritte gehen und muß sich dann lange ausruhen um wieder Luft zu bekommen, so kann sie doch gar nicht nach Haus!? Hat jemand einen Tipp für mich? Was kann ich tun?
Liebe Grüße, Christina
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  #103  
Alt 21.08.2001, 13:55
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Standard Diagnose Lungenkrebs

Hallo Christine

Ermal eine Frage. Bist Du sicher, dass Deine Mom Bestrahlung bekommt und keine Chemotherapie? Hat sie irgendwelche Metastasen? Bei uns in der Schweiz wird mehrheitlich nur der Kopf bestrahlt und der Rest des Körpers mit Chemo behandelt aber sicher auch da ist natürlich jeder Fall anders.....................Wenn es Deiner Mom lieber wäre im Krankenhaus zu bleiben dann würde ich das dem Arzt in der Klinik klar machen, dass Deine Mom nicht alleine sein kann und es ihr zu anstrengend ist. Ich meine immerhin versucht man ja den Patienten auch die Lebensqualität zu erhalten mit diesen Behandlungen, dann müss sie einen ja nicht noch hin und herhetzen aus Kostengründen (typisch Krankenhäuser). Ich weiss auch nicht woher Du kommst aber es gibt sicher auch spezielle Krankenhäuser in Eurer Umgebung aber dazu musst Du schon genauer sein.
Was ich auch noch tun würde ist auf jeden Fall eine Zweitmeinung einzuholen vor allem wegen der Behandlungsmethode.

Ich wünsche Euch allen viel Glück und Kraft

LG
Biljana
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  #104  
Alt 21.08.2001, 15:11
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Standard Diagnose Lungenkrebs

Liebe Biljana,
vielen Dank für Deine schnelle Antwort.
Meine Mama bekommt Bestrahlung, noch nicht Chemo. Wenn ich es richtig verstanden habe, möchten sie. daß der Tumor erstmal kleiner wird, da die Stelle an der er sich befindet ganz ungünstig ist. Sie konnten den Schlauch zur Gewebeentnahme nicht gut einführen, da es ohne Vollnarkose gehen mußte und sie angst hatten, daß meine Mutter erstickt.
Sie befindet sih zur Zeit in einer Lungenfachklinik in der Nähe von Hamburg (Großhansdorf). Ich dacht auch, daß einen Fachklinik besser wäre....Mein Vater hat es heute geschafft ihr einen Platz in einer kleinen Klinik bei uns zu Hause zu bekommen, da sie unter keinen Umständen allein nach Hause kann. Über eine zweite Meinumg habe ich auch schon nachgedacht, ich kann das nicht einfach so hinnehmen, da muß es doch noch mehr Möglichkeiten geben. Metastasen im Bauchraum sind nicht vorhanden, ob im Rücken oder Kopf haben sie noch nicht geprüft, warum verstehe ich auch nicht, darum kümmere ich mich noch. Ich fühl mich echt sch... und hilflos. Vielleicht finde ich ja jemanden, der das schon mal selbst oder mit einem lieben Menschen durchgemacht hat, jemand der mir einen Weg aufzeigen kann, was man bei Lungenkrebs machen kann, hast Du noch Tipps?
Ich weiß nicht einmal wie ihre Chancen stehen! Ich weiß, daß Lungenkrebs nicht gut zu heilen ist, aber wo sind wir angekommen?
Lieber Gruß, Christina
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  #105  
Alt 21.08.2001, 16:26
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Standard Diagnose Lungenkrebs

Liebe Christina

Erstmal tief Luft holen. Hier in diesem Forum geht es allen gleich und man kann nur einen Schritt nach dem anderen machen. Ich weiss es ist schwierig und ich habe das ganze noch nicht allzulange hinter mir. Mein Vater ist ja erst vor 3 Monaten gestorben. Leider ist die heutige Medizin noch nicht soweit, dass man Lungenkrebs heilen kann, man kann es aber bis zu eienm gewissen Grad unter Kontrolle halten und die Lebensqualität des Patienten verbessern oder zumindest erhalten. Aber wie gesagt dies ist von Fall zu Fall verschieden. Ich sehe ihr alle seid erst am Anfang aller Untersuchungen. Es ist wichtig bei jeder Unsicherheit die Aerzte zu Fragen und genaustens über jeden Schritt informiert zu werden, nur so werdet ihr Euch auch auf diese neue Situation einstellen können. Es sei Dir gesagt, es wird gute Tage geben aber auch schlechte. Es wird oft wie auf einer Achterbahn sein. Aber lasst Euch nie entmutigen und verliert nicht den Glauben. Bleibt optimistisch und wenn ihr Euch in einem Krankenhaus nicht wohlfühlt dann geht in ein anderes. Deine Mutter muss sich wohlfühlen und Vertrauen zu den Aerzten haben. Und eine Zweitmeinung würde ich auf jeden Fall einholen. Falls Du noch mehr über Krebs erfahren möchtest und auch Ueberlebensberichte lesen möchtest so schaue unter dieser Seite nach: http://www.clickfish.de/clickfish/gu...n/krebsheilung

da gibt es viele nützliche Informationen.

Also Christine Kopf hoch und wenn was ist melde Dich weiter in diesem Forum, denn hier wird man immer versuchen zu helfen.

Liebe Grüsse
Biljana
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