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  #31  
Alt 05.08.2008, 10:04
Kirsten67 Kirsten67 ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Liebe Conny,

danke für Deine lieben und offenen Worte. Natürlich habe ich Deine und Jörgs Geschichte und die Deines Papas gelesen. Und insbesondere vor Deiner Stärke habe ich größte Hochachtung. Und das meine ich ehrlich, keine Phrase, kein Daherschreiben. Conny, Du bist für mich hier eine zentrale Person, da Du es schaffst, bei Deinem Schicksal immer noch anderen zu helfen.

Ich habe auch von Deiner Trauer und Verzweiflung gelesen, was mich immer sehr berührt. Denke aber, das Du einfach "mehr Recht" dazu hast: Es ging und geht um Deinen Ehemann, und Ihr mußtet den Weg bis zum Ende gehen.

Beim mir ist mein Papa und psychisch meine Mama betroffen, zu denen ich sicher ein sehr enges Verhältnis habe. Aber wir stehen am Anfang des Weges und wenn es jetzt schon nicht mehr reicht? Was wird, wenn es meinem Vater mal schlechter geht?

Hatte gestern aber noch ein Erfolgserlebnis. Meine Mama hatte bei einem Psychologen einen Termin in drei Wochen bekommen. Habe es gestern abend noch geschafft, diesen Termin auf kommenden Donnerstag vorzuverlegen. So versuche ich, mich über die kleinen Dinge zu freuen, die ich machen kann. Und heute beginnt die Chemo bei meinem Papa.

Viele Grüße
von Kirsten
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  #32  
Alt 05.08.2008, 21:28
Kirsten67 Kirsten67 ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Habe da noch eine Frage:

Mein Papa hatte heute seine erste Chemo. Bislang geht es im sehr gut.
Dabei hat er auch die Ergebnisse der letzten Blutuntersuchung von vor einer Woche bekommen:
Der Tumormarker war nie besonders hoch und ist jetzt sogar von 660 (vor der OP) auf 137 gesunken. Obwohl noch gar nichts gemacht wurde. Kann das sein? Ist das ein gutes Zeichen?
Das "Gamma GT" (?) liegt bei 1083.

Kann mir jemand helfen, wie wir diese Werte beurteilen können?

Danke und allen eine gute und angenehme Nacht, ohne Ängste, Sorgen und Trauer.

Eure Kirsten.
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  #33  
Alt 05.08.2008, 21:49
Benutzerbild von Conny44
Conny44 Conny44 ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Hallo liebe Kirsten,

erstmal danke für deine lieben Worte. Hierzu schreibe ich später aber mal was in Jörgs Thread, wenn ich die Kraft dazu habe - momentan siehts damit schlecht aus.

Will lieber versuchen, deine Fragen zu beantworten:
Also mit den Tumormarkern ist doch super, wenn diese ohne ersichtlichen Grund fallen. Normal sind Werte von ca. < 34. Du siehst ja, es kann alles sein!

Gamma-GT sind Leberwerte - und ... naja, 1083 sind nicht sehr erfreulich. Normal sind wohl so bis 60 U/l.
Hmm, Jörg hatte auch um die 1000.

Aber dennoch bin ich der Meinung, lasst euch von WERTEN nicht beeinflussen. Es bringt nichts außer Frust. Diese beiden Zahlen sind nicht alles. Entscheidend sollte in aller erster Linie das Befinden sein.

Toi, toi, toi und gönn dir deine kleinen Freuden. Man ist ja gezwungen andere Prioritäten zu setzen.

Alles Liebe!
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Traurige Grüße von Conny (& Jörg - seit 15.5.08 nur noch in liebevollen Gedanken)

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  #34  
Alt 10.08.2008, 13:35
Kirsten67 Kirsten67 ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Hallo Ihr Lieben,

Mein erster Beitrag hier hieß "Was tun, wenn der Patient stärker ist, als der Ehepartner?" Eigentlich müßte ich da jetzt wieder reinschreiben, denke, dass ich das aber auch hier ergänzen kann.

Meinem Vater geht es recht gut. Er hat die erste Chemo gut vertragen, die Schmerzen sind im Griff, er geht wieder spazieren und macht die ersten Arbeiten in seinem geliebten Garten. Freitag waren meine Eltern mit Freunden essen und gestern haben sie sich mit Freunden zum Karten spielen getroffen. Alles toll. Leider mußten sie dann aber sehr früh nach Hause, aber nicht weil mein Vater nicht mehr konnte, sondern wegen meiner Mutter.

Mein Vater macht sich unbändige Sorgen, hat ein schlechtes Gewissen (!!!!), dass er meiner Mama nicht richtig helfen kann und sorgt sich um Ihre Zukunft. Mittlerweile beginne ich, die Angst und Panik meiner Mama zu akzeptieren, ihr nicht mehr böse zu sein, sondern sie als genauso Hilfebedürftig zu sehen. Will jetzt auch genauso für sie da sein, wie für meinen Vater, ihr zeigen, dass auch sie nicht alleine ist, egal was kommt.

Hat jemand ähnliche Erfahrugen gemacht? Bin für jeden Tipp dankbar, wie wir damit am besten umgehen.

Liebe Grüße von Kirsten.
- hat jetzt Uralub - ist dieses Wochenende nicht zu den Eltern gefahren - hat am Freitag ein Freundespaar eingeladen - war gestern auf einer Geburtstagsfeier - wird erst morgen wieder ins Elternhaus fahren.
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  #35  
Alt 12.08.2008, 18:32
Kirsten67 Kirsten67 ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Hallo zusammen,

mein Papa hat gerade angerufen. Er hat heute seine 2. Chemo bekommen. Bei der Blutabnahme wurde festgestelt, dass sein Hb auf 9,6 g/dL gesunken ist (1. Wert um 14, dann 11,6, jetzt 9,6).
Kann mir jemand sagen, wie kritisch der Wert ist? Habe gelesen, dass bei zu geringem Wert der Sauerstoffgehalt im Blut nicht hoch genug ist und die Chemo nicht richtig wirken kann.

Nun soll er "Kreuzblut" genommen / gemacht / gesucht werden? Kennt das jemand?

Ratlose Grüße
von Kirsten.
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  #36  
Alt 12.08.2008, 18:35
gela47 gela47 ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

das ist ganz einfach, bei einem wert unter 10 bekommt dein papa bluttransfusionen , so dass der hb wert wieder über 10 steigt, ist wie doping bei sportlern grins , kein grund zur aufgregung, nach der transfusion ist dein papa wieder voll fit , so ists jedenfalls immer bei meinem mann
__________________
hoffnungslosigkeit ist das ende aller dinge.

am 14.10.08 für immer eingeschlafen , in meinem herzen wird er immer weiterleben
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  #37  
Alt 12.08.2008, 18:38
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BirgitF BirgitF ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Hallo Kirsten,

"Kreuzblut" nennt man das Ergebnis, das man bekommt wenn getestet wird, um die richtige Sorte Blut für eine Transfusion auswählen zu können.

Bluttransfusionen helfen gut und relativ schnell, wenn die HB-Werte zu stark gesunken sind und erhöhen sie wieder. Bei meinem Vater waren sie bei unter 4 als er eine Konserve bekam.

Liebe Grüße
Birgit
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  #38  
Alt 15.08.2008, 19:59
Kirsten67 Kirsten67 ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Liebe Gela, liebe Birgit,

danke für Eure so schnelle Hilfe. Hatte direkt abends noch mit Papa telefoniert und von Euren Erfahrungen berichtet!!!! Hat er sich riesig drüber gefreut.

Erst gabs noch einen riesigen Schrecken: Gestern abend und heute morgen ging es im richtig übel, er mußte sich heftig übergeben. Dann plagt ihn noch eine deftige Bronchitis mit Heiserkeit, wo auch immer das noch herkommen mußte!?

Also ist er direkt heute morgen zum Onkologen. Der hat dann erst mal Blut abgenommen, ihm ein Antibiotikum verpaßt und ihm eine Infusion gegen die Übelkeit gegeben. Als die durch war, gabs dann schon die Blutergebnisse: der Hb-Wert ist nach kurzzeitigem Fallen auf 9,1 wieder von alleine auf die 9,6 gestiegen. Aber noch Besser: das Gamma-GT ist auf unter 700 gefallen!!! Der Onkologe meint, dies gäbe Anlaß zur Hoffnung, das mein Papa auf die Chemo positiv anspricht.

Morgen fahren wir wieder übers WoEn zu meinen Eltern. Ich freue mich auf zwei vielleicht sogar mal entspannte Tage dort.
Ach, all Ihr Lieben, drückt doch - bitte - bitte - bitte - die Daumen, dass der Onkologe Recht hat und sich nicht irrt.

Kirsten.
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  #39  
Alt 15.08.2008, 21:06
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Conny44 Conny44 ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Liebe Kirsten,

ich drücke nicht nur Daumen, sondern auch Zehen und alle Löcher, die ich habe.

Und denkt vielleicht mal über EPO-Spritzen nach bzw. fragt mal danach, so toll das auch mit der roten Tinte sein mag.

Wunderschönes WE!!!

(Ich fahre morgen nach Berlin zu Schatzis Sohni, zuvor auf Friedhof und danach mit Freundin Essen gehen, der Gedanke daran lässt es mir zur Stunde ein klitzekleines bisschen besser gehen)
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  #40  
Alt 10.09.2008, 19:56
Kirsten67 Kirsten67 ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Hallo Ihr Lieben,

nun will ich mich seit längerer Zeit mal wieder melden.
Bei meinem Vater geht es zur Zeit auf und ab, aber das kennen sicher alle hier. Im Moment leidet er ziemlich unter Übelkeit und Müdigkeit.

Daher hat er nun zugestimmt, eine Misteltherapie mit zu machen und war dazu heute bei seinem Hausarzt (beim Onkologen ist er erst wieder nächste Woche). Die KK hat auch schon gesagt, dass sie die Kosten übernimmt, braucht aber wohl einen Antrag dazu. Wie der aussieht, konnte der Sachbearbeiter aber auch nicht sagen. Weiß jemand was dazu? Was ist das für ein Antrag? Ich dachte immer, ein Kassenrezept reicht aus?

Abgenommen hat er mittlerweile nun doch.
Er soll jetzt Astronautennahrung bekommen.

Bin für jede kurzfristige Antwort dankbar.

Liebe Grüße an Euch alle
von Kirsten (z.Z. nicht besonders gut drauf, zum Abend meist traurig, schlaflos oder schlechte Träume. Jeder hat gesagt, dass wir Kraft brauchen. Aber was das bedeutet, war mir doch nicht wirklich klar)
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  #41  
Alt 11.09.2008, 08:11
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Conny44 Conny44 ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Liebe Kirsten,

sehe gerade, dass dir keiner geantwortet habe. Deshalb ganz kurz:

Das selbe Spielchen wie bei meinem Pa damals. KK behauptete, Mistel muss vorher schriftlich beantragt werden (ich mich noch mit meiner Mutter halb angelegt, weil völlig unlogisch), dann zähneknirschend einen formlosen Antrag geschrieben. Bei der Abgabe hieß es (anderer Sachbearbeiter!!!): Falscher Weg!!!!
Also tatsächlich sollte es so sein, dass ihr ganz normal zu einem Arzt geht, der auch Mistel verschreibt. Dann läuft das wie immer, er rechnet seine Leistung über Krankenkasse ab (bei gesetzlich Versicherten). Beim Kassenrezept erfolgt die ganz normale Zuzahlung, falls erforderlich. So war es dann bei uns.

Es ist zum Mäusemelken, wenn ein Sachbearbeiter sagt, das und das muss gemacht werden, aber überhaupt selbst nicht weiß, wie. (Sorry, bin eh schlecht drauf).

Viel Erfolg und Daumendrücker.
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  #42  
Alt 11.09.2008, 08:54
Kirsten67 Kirsten67 ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Liebe Conny,

Du bist ein echter Schatz. Laß' Dich mal ganz feste drücken

Viele Dank für Deine wiederholte Hilfe, werde gleich meinen Papa anrufen.

Ach, wenn es nur Dir auch mal besser ginge. Ich wünsche Dir so sehr alles Liebe.

Kirsten.
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  #43  
Alt 11.09.2008, 12:10
sunny_sylvi sunny_sylvi ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Hallo Kirsten,

ich lese gerade deinen Beitrag von gestern und drücke dir bzw. deinem Papa weiterhin fest die Daumen. Ratschläge kann ich dir ja in diesem Sinne nicht geben, aber es würde mich tierisch freuen, wenn es eher "Hoch's" anstatt diesen blöden "Tief's" für deinen Papa geben würde.
(Da es mir momentan auch nicht wirklich gut geht...)

Sei herzlich umarmt von mir.
__________________
Mein geliebter Papa 24.02.39 - 01.06.2008
Du wirst für immer und ewig in meinem Herzen sein!!
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  #44  
Alt 11.09.2008, 12:47
Ronnya Ronnya ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Hallo Kirsten,
Ich war bis jetzt immer stille Mitleserin in deinem Thread,aber jetzt muss ich dir doch auch mal schreiben....

Ist mir so ein Bedürfniss....
Also ich finde du machst das ganz toll,diese Belastungen ,mit denen du da seit Monaten lebst,zehren ganz schön an den Nerven und an der Kraft und am ganzen Körper...
Zumal:
Angst essen Seelen .....

Es ist schön zu lesen mit wieviel Liebe du über deine Eltern sprichst,wie du ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehst,und ständig da bist.
Du machst nicht zu wenig, du machst es meiner Meinung nach genau richtig.....
Du bist da wenn du gebraucht wirst.
Ich wünsche dir und deiner Familie (besonders deinem Papa) alles alles Gute für die kommende Zeit....
Einen lieben Gruß
Regina
__________________
______________________
Erinnerungen ,die nicht verblassen,
bilden ein festes Fundament in unserem Inneren
Mein geliebter Vater - 16.6.2008
Und immer sind da Spuren deines Lebens

Geändert von Ronnya (11.09.2008 um 12:49 Uhr)
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  #45  
Alt 11.09.2008, 19:07
Kirsten67 Kirsten67 ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Hallo Ihr Lieben,
und hallo Conny, Sylvia und Regina,

vielen vielen Dank für Eure so lieben Zeilen. Es tut so gut, zu wisssen, dass es Menschen gibt, die mit einem fühlen.

Habe mit Papas Hausarzt gesprochen, Misteltherapie ist jetzt geklärt, er kümmert sich um die Bestellung bei Weleda (meine ich) und wenn alles da ist, bekommts mein Papa. Hoffentlich nimmt er das dann auch. Er muß das ja spritzen und das konnte er bislang überhaupt nicht.

Im Moment gibts nichts für die Erfolgsstory, die ich hier so gerne geschrieben hätte. Nur Traurigkeit und Hilflosigkeit.

Eigentlich fings schon am Wochenende an. Meine Eltern haben uns besucht, ich hab Sie Samstags zu uns geholt, mein künftiger Schwager hat sie dann am Sonntag wieder nach Hause gebracht. Die Zeit war recht gut, obwohl ich da schon gemerkt habe, dass mein Papa anders ist. Aber wir haben soviel Entspannung erreichen können, dass es zumindest meiner Mutter zeitweise deutlich besser ging und ihr furchtbar zitterndes Bein ganz ruhig wurde.

Zum Abschied gabs aber ein großes gemeinsames Weinen, der Schmerz davon sitzt immer noch tief. Obwohl es kein Abschied für immer war, wir uns wieder sehen. Trotzdem....

Seit mein Papa abgenommen hat, ist seine unglaublich starke Haltung (O-Ton: Ich bin ja Realist) zusammengebrochen. Essen mag er nicht mehr, trinken fällt ihm schwer. Nun hat er heute Fresubin zum Probieren bekommen, hats aber noch nicht angerührt. Aber wer will ihm das verübeln. Er stellt sich immer wieder die schreckliche, unsinnige Frage, auf die es keine Antwort gibt: WARUM? Hab immer gedacht, dass ich mit solchen Fragen umgehen kann. Kappes, kann ich nicht, weiß nicht mehr, was ich hilfreich tröstend sagen kann.

Geeignete Psychologen im erreichbaren Umkreis meiner Eltern gibts auch nicht. Mal sehen, ob Papa tatsächlich am nächsten Dienstag mal den Onkologen anspricht. Will er jedenfalls tun.

Ja, ich versuche alles, um meinen Eltern zu helfen. Sie wissen, dass ich jederzeit da bin. Mein Mann ist der größte Schatz, ist für mich und für meine Eltern mit da, hat Verständis, nimmt mich in den Arm. Aber richtig helfen kann ich doch nicht. Ich kann meinem Papa die Krankheit nicht nehmen, nicht mal die Traurigkeit. Ich kann meiner Mama nicht Ruhe geben, die sie benötigt, um mit der Situation klar zu kommen. Eigentlich steht man daneben und muß hilflos mit ansehen, was passiert. Ich hoffe so, dass es auch wieder bessere Zeiten geben wird.

Eure Kirsten.
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