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  #1  
Alt 19.02.2018, 11:34
SENI99 SENI99 ist offline
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Beiträge: 1
Standard Mutter Paraneoplastische Syndrom.. ist nun Lungenkrebs

Hallo

es geht um meine MAMA, sie ist 66 Jahre alt, RAucher

Soo gings los mit vielen Symptomen... ich hole mal aus...

Sie hatte seid Ende Oktober bis Anfang Dezember starken Durchfall, den Sie (dummerweise) selbst mit Imodium Akut behandelt hat.
Durch das Medikament hat Sie dann Verstopfung gehabt, welches Sie selbst wieder mit Abführtabletten behandelt hat und dann wieder Durchfall hatte.
So ging das hin und her...

Ihr wurde im Laufe der Zeit zunehmend schwindlig, hat immer weniger geschmeckt und die Sehstärke hat sich stark verändert.
Zu Weihnachten war es dann so schlimm, dass sie abends gestürzt und auf den Kopf gefallen ist.
nach Blutentnahme durch die Hausärztin wurde ein Salzmangel bei Ihr festgestellt. Sie hat Natrium Tabletten bekommen.
Der Zustand hatte sich nicht mehr verbessert und nach erneutem Bluttest wurde sie in Klinikum überwiesen.
Hier ist Sie nun seit dem 26.01.2018.
Bei Einlieferung ist Sie noch selbstständig gelaufen und hatte keine sprachlichen Probleme etc.
Der Zustand hat sich täglich verschlechtert und mittlerweile kann Sie sehr schwer sprechen, kann sich selbst kaum bewegen und ist komplett pflegebedürftig.
Ihr Symptome sind: Augenrotation bis fast nichts mehr sehen, Erbrechen fast durchgehend, Schwindel, Bewegungsstörung / Gleichgewicht, Sprechen,

Nach einer Woche auf der inneren Station und vielen Untersuchungen wurde Sie auf die neurologische Station verlegt, wo sie nur 2 Tage war und dann auf die neurologische Intensivstation kam.
Nun zu den Untersuchen und was bis jetzt gefunden wurde:
Diagnostiziert wurde, dass meine Mutter einerseits einen nachgewiesenen Virus hat in Form von pfeiferschen Drüsenfieber und andererseits Antikörper gegen Eiweis hat, (er hat von CAM und CPA 25 gesprochen und SOX1).
Durch die Antikörper würde das Kleinhirn angegriffen und somit jegliche Symptome verursachen.

Der behandelnde Arzt sucht letztendlich aktuell nach einem Tumor. Er vermutet es könnte ein paraneoplastisches Symptom sein, hat aber noch keine finale Diagnose
Bis jetzt wurden folgende Untersuchungen gemacht:

- etliche Ultraschalluntersuchungen
- viele Blutuntersuchungen
- Nervenwasserentnahme
- 2 mal CT (ohne Befund)
- 2 mal MRT (ohne Befund)
- Magenspiegelung
- heute Lungenpunktion und Dünndarmuntersuchung
- es wurde 3 Tage Kortison und Antibiotika gegeben
- aktuell bekommt sie noch eine Imunglobolin-Therapie

Seit 2 Tagen ist nun bekannt, sie hat kleinzelliges Bronchial-Ca. Aber in der Anfangsphase. Es ist also Paraneoplastische Syndrom, es soll aber besser werden wenn er Krebs weg ist.

Das ist ernüchternd. Am Donnerstag wird die Therapie nun besprochen

Bin auf erfahungswerte und Tips gespannt, haben 10000 Fragen…
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  #2  
Alt 19.02.2018, 17:11
dagehtnochwas dagehtnochwas ist offline
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Registriert seit: 02.09.2014
Ort: Südniedersachsen
Beiträge: 262
Standard AW: Paraneoplastische Syndrom.. ist nun Lungenkrebs

Hallo SENI99,
ich glaube paraneoplastische Symptome und das Thema Antikörper ist hier tatsächlich relativ schlecht besetzt. Mir ist zwar das paraneoplastische Symptom bekannt gewesen, weil es auch bei mir Vermutungen gab, jedoch nicht bestätigt werden konnten. Von dem Thema Antikörper (z.B. Anti-HU) habe ich erst kürzlich gehört. Vielleicht sollte auch nach einem Spezialisten gesucht werden.
Habt ihr schon einal den Krebsinformationsdienst kontaktiert?

Alles Gute.
LG dagehtnochwas
__________________
Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.

Seneca (4 v.Chr. - 65 n.Chr.)
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  #3  
Alt 19.02.2018, 18:38
Luisel Luisel ist offline
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Registriert seit: 16.12.2017
Beiträge: 44
Standard AW: Paraneoplastische Syndrom.. ist nun Lungenkrebs

Hallo SENI99,
in einem anderen Thread habe ich kürzlich zu dem Thema geschrieben. Mein Mann war ebenfalls von einer Kleinhirndegeneration durch ein paraneoplastisches Syndrom betroffen. Bei ihm war die Ursache ein Hodgkin-Lymphom im Anfangsstadium.
Es ist erschreckend, wie verheerend sich diese"Nebenwirkung" des Krebses auswirkt. Der Krebs war gar nicht das Hauptproblem, der konnte gut behandelt werden und zum Glück besserte sich sein Zustand nach der 2. Chemo sehr schnell. Allerdings wusste vorher niemand, wie die Chancen sind, weil es so eine seltene Erscheinung in dieser ausgeprägten Form ist.
Neben der Chemo kann man nur das versuchen, was bei euch schon passiert ist: Cortison oder Immunglobuline; auch eine Blutwäsche stand im Raum. Die eigentliche Therapie ist tatsächlich die Behandlung des Tumors, und das so schnell wie möglich. Wie gesagt, es gibt nicht viele Erfahrungswerte, aber uns wurde gesagt, dass wir Glück hatten, dass der Tumor gefunden wurde. Das gilt ja auch für euch.
Ich wünsche euch, dass sich der Zustand deiner Mutter schnell bessert, wenn jetzt der Krebs bekämpft wird.

Alles Gute und liebe Grüße
Luise

PS: Bei meinem Mann sind nur Taubheit auf einem Ohr, Schwerhörigkeit auf dem anderen und leichte Gleichgewichtsproblemchen geblieben und er kann wieder ganz normal leben.
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