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  #1  
Alt 27.10.2002, 02:58
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Standard Angehörige sind (fast) schlimmer dran!

Liebe Forumsteilnehmer und Angehörige,

ich bin KEINE Angehörige, ich bin Betroffene von Angehörigen.

Als ich vor fast einem Jahr die Brustkrebs-Diagnose erhielt, brach nicht nur für mich eine Welt zusammen.

Mein Mann, die Kinder, meine Mutter, meine Schwestern, mein Bruder...ja alle standen unter Schock.

Mein Mann weinte hemmungslos, meine Tochter genauso, der Sohn mit stand mit versteinerter Miene vor mir.....
Meine Mutter wollte es überhaupt nicht wahr haben, sprach immer wieder davon, das könne doch nicht sein....

Doch, es konnte...

Ich war eigentlich diejenige, die sich zuerst wieder fing.
Ich war diejenige, die tröstete.
Ich war diejenige, die im Internet nach den besten Therapiemöglichkeiten suchte.
Ich war diejenige, die die Klinik aussuchte.
Ich war diejenige, die die notwendigen Telefonate führte.

Das soll jetzt kein Vorwurf sein.

Alle Angehörigen waren einfach nicht mehr in der Lage, zu denken.

Als dann alles Notwendige geklärt war, brach ICH zusammen.
Inzwischen hatten sich aber mein Mann und die Kinder (groß, aber noch zu Hause lebend) einigermaßen erholt und nun musste ich getröstet werden; Telefonate mussten für mich getätigt werden usw...

Mein Mann hat mich zu allen Ärzten und Therapien begleitet, war im Krankenhaus von mittags bis abends bei mir, wich nicht von meiner Seite (hiermit noch einmal ein dickes DANKE an den Arbeitgeber für die pausenlosen Arbeitsbefreiungen).

Mir hat diese "Begleitung" sehr gut getan, ich fühlte mich verstanden und geborgen.

Wie sehr allerdings meine Familie gelitten hat, habe ich nur zufällig erfahren.
Mein Mann (er dachte, ich würde schlafen) telefonierte mit einem Freund und natürlich war ganz schnell ich das Thema.

Nun ja, jedenfalls habe ich dann gehört, wie mein Mann berichtete.

Sprach von den Chemos, wie schlecht es mir darunter gegangen ist (stimmt leider, hatte alles an Nebenwirkungen was es so gibt).
Sprach von den zahlreichen Nächten, in denen ich nicht schlafen konnte und er mich immer wieder versorgen musste (ja, die Nächte waren schrecklich).

Am Ende des Gesprächs sagte er dann noch, dass die Therapien eine einzige Qual für mich gewesen seien.

Als er aufgelegt hatte, habe ich ihm gesagt, dass ich zugehört hatte und das ich der Meinung sei, er habe aber haushoch übertrieben; für mich wäre das alles zwar schlimm, aber nicht qualvoll gewesen.

Die Antwort war dann: "Ich habe es aber so empfunden".

Ich habe lange darüber nachgedacht und ich glaube ihm uneingeschränkt.

Schließlich war ER derjenige, der rund um die Uhr zusehen musste, wie schlecht es mir ging.

Schließlich war ER es, der mich im Krankenhausbett liegen sah, mit allen Schläuchen und Infusionsflaschen (während ich selig schlief)

Schließlich war ER derjenige, der schlechte Nachrichten vom Arzt zuerst bekam (ich hörte erst davon, als es mir schon wieder besser ging)

Schließlich musste ER tagtäglich eine inzwischen kahlköpfige Frau ansehen (mir wars egal, ihm tat es schrecklich leid)

Ich glaube inzwischen, dass die/der Kranke zwar die/der Betroffene ist, dass aber enge Angehörige die Krankheit doppelt so schlimm empfinden.

Nun sind alle Behandlungen überstanden (natürlich bleibt die Angst vor einem Rückschlag).

Die bald beginnende Kur mache ich zusammen mit meinem Mann, er hat sie genauso nötig wie ich.

Die Kinder sind inzwischen davon überzeugt, dass ich wieder ganz gesund werde und ich lasse sie in diesem Glauben.

Der Sohn steckt gerade im ersten Jura-Staatsexamen und braucht seine ganze Kraft dafür.
Die Tochter befördert Menschen durch Deutschland und braucht dafür volle Konzentration.

Meine Mutter kommt am Schlechtesten mit der Situation zurecht. Sie verdrängt.

Und ich?
Ich habe die Papiere geordnet, meine eigene Todesanzeige aufgesetzt (natürlich ohne Todesdatum;-)) und eine Aufstellung gemacht, wo und wie die Gelder zu beantragen sind.
Habe mir ein schönes Lied ausgesucht...auf CD gebrannt... dass soll am Grab dann abgespielt werden.

Denn ich weiß genau, im Falle des Falles reagieren alle kopflos....

Wenn es dann aber irgendwann so weit sein sollte, dann schlafe ich eben den ewigen Schlaf...

Meine Familie aber bleibt zurück und muss damit fertig werden.

Wer ist denn nun wirklich schlimmer dran?????

Schwer krank zu sein ist schlimm, Angehöriger zu sein ist fast schlimmer!

Mit lieben Grüßen
w. Gast

PS: Ich bitte um Gebet für meine Familie und mich. Danke!
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  #2  
Alt 05.11.2002, 00:26
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Standard Angehörige sind (fast) schlimmer dran!

Du bist wirklich eine klasse Frau der ihren weg selbst ausgesucht hast SUPER es gibt wirklich ganz wenige davon. ich habe meine schwiegermutter aus dem krankenhaus geboxt weil sie das zum schluss wollte und sie dann bis zum tod versorgt, meine ehemann habe ich aus dem krankenhaus gehalten weil er das wollte er wollte nicht an die ärtzte ausgeliefert sein aber ich musste oft die streit mit die ärtzte angehen aber DU hast recht die familie können nur weinen wenn sie sehen wie schlecht es ging aber nicht handeln weil sie zu verzweifelt sind. ich habe nur ihre wunsche erfullt und sie konnte sich selbst nicht mal gegen die ärtzte durch setzen ich habe es für beide getan.Wenn mann dann auch selbst noch selbst sein weg wählt es ist ein fach super super klasse . und es stimmt wirklich was du sagst über die angehörige .
Ich wünsche dir alles gute und besserung
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  #3  
Alt 05.12.2002, 17:23
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Standard Angehörige sind (fast) schlimmer dran!

Hallo Ihr Lieben,
najaaaa, die Frage nach dem "wer leidet mehr" soll ja jetzt kein Wettbewerb oder sowas sein, nicht wahr? Jeder sieht sich in seiner eigenen Situation, ob Selbstbetroffener oder Angehöriger, und für jeden ist es aus seiner Sicht her bereits schlimm genug.

Ich selber bin auch Krebsbetroffene, und bei mir war es ebenfalls so, dass ich alles alleine machen durfte. Denn meine Angehörigen wollten den "Ernst der Lage" gar nicht erst begreifen und stellten alles als "nicht so schlimm" hin. Ich habe also niemanden gehabt, welcher richtig mit mir "mit-gelitten" hat, welcher mich begleitete, und zwar genau auch aus jenem Grund, weil sie alle gar nicht in der Lage dazu waren.

Auch DAS gibt es. Da halfen selbst verzweifelt versuchte Gespräche und Wünsche von mir nichts. Selbst als ich zusammenbrach, war keiner da. Man hat mich höchstens belächelt und gesagt, ich würde übertreiben.
Meinen Angehörigen geht's also gut. Ihre Verdrängungsmechanismen funktionieren tadellos.

So sieht es jedenfalls aus. Aber ich weiss, dass es in ihnen trotzdem "brodelt". Da ist eben eine Angst da, die so gross ist, dass man gar nicht daran denken, gar nicht darüber sprechen möchte. Und am besten VERGISST man es dann.
Meinen Angehörigen geht es also wirklich SEHR gut. Weil sie vergessen können. Und dieses Vergessen gibt ihnen Kraft.

Was ich leider nicht kann.
Was mir leider nicht im geringsten etwas geholfen hat.
Es hat nur verletzt.
Es hat nur weh getan.
Alles zusätzlich zum Krebs!
Und es hat sich bis heute noch nichts geändert! So lange ich noch "funktioniere" kann man eben alles vergessen. So einfach geht es.

Da waren aber ganz wenige Leute, welche wie Engel auftauchten. Kurze Hilfen. Kleine Hilfen. Ihnen verdanke ich sehr viel, auch wenn ihre Hilfen nur etwas Kleines waren. SIE haben mir mehr geholfen, als meine eigenen Angehörigen. SIE waren wie kleine Wunder für mich.

Daher sagt bitte nicht, Angehöriger zu sein ist schlimmer. Das tut mir genau so weh, obwohl ich verstehe, was Ihr meint.
Aber als Krebspatient erst überhaupt NICHT von den Angehörigen unterstützt zu werden, ... ist noch TAUSENDMAL schlimmer. Wetten?
Ich wollte diese "Sicht" hier einfach noch aufschreiben, weil man sowas gerne mal übersieht, weil man sich nur schwer vorstellen kann, dass da ein Krebspatient völlig alleine gelassen werden könnte. VON den eigenen Angehörigen!

Nun, ich halte mich eben an meine Leute, an meine "Engel", die mir kleine Hilfen anbieten, die plötzlich mal für mich da sind. SIE sind es, die mir die Kraft geben. Und SIE sind es, die mich nicht GANZ an der "Vergesslichkeit" meiner eigenen Angehörigen verzweifeln lassen.
Ich halte mich an die glücklichen Augenblicke, an das Lächeln von neuen Freunden, und an den Austausch mit anderen Betroffenen.
Engel gibt es immer wieder. Irgendwo. - Tja, auch wenn sie vielleicht nicht unbedingt in der eigenen Familie anzutreffen sind ...!

Ich wünsche Euch alles Gute, Ihr Lieben, endlos viel Kraft und auch Weisheit.
Es grüsst Euch
die "krasse" Brigitte
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  #4  
Alt 05.12.2002, 20:16
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Standard Angehörige sind (fast) schlimmer dran!

Hallo Brigitte!

Es tut mir so leid, zu hören, dass du mit deinen Angehörigen kein Glück hast. ABER das ist glaub ich,
nicht die Regel. Deshalb sollte man das nicht verallgemeinern!! Was ich an dieser Stelle sehr unfair finde.

Wir waren auch "nur" Angehörige. Aber wir waren 100%, nein 200% für unseren Papa da. Und das war kein Thema, es war selbstverständlich. Wir haben niieee darüber nachgedacht. Er war nie alleine und wir haben die schönen wie die furchtbaren Tage mit ihm erlebt und gelebt. Wir waren sein Halt und er unserer. Vom ersten bis zum letzten Tag.

Stimmt, Angehöriger sein ist nicht schlimmer. Es ist genauso schlimm - auf eine andere Art. Sehen zu müssen, wie ein wahnsinnig geliebter Mensch so krank ist und so leiden muss ist die Hölle. Und vorallem das NICHT HELFEN KÖNNEN. Weisst du wie gerne wir ihm die Qualen und die Sorgen, das Leid und die Schmerzen abgenommen hätten?

Es tut mir leid, dass du von deinen Angehörigen völlig allein gelassen wirst - ABER das ist nicht die Regel.

Viele Grüsse und ich hoffe, dir bleiben wenigstens deine "Engel" erhalten, denn jeder der diese besch... Krankheit hat, hat sie verdient!!!!

Viele Grüsse, Kira
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  #5  
Alt 05.12.2002, 21:19
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Standard Angehörige sind (fast) schlimmer dran!

Hallo Brigitte, Kira und alle die das lesen!
Auch ich finde, dass die Angehörigen genauso leiden, wie die Betroffenen, zwar auf eine andere Weise, aber das ist egal. Ich sehe es tagtäglich an meinem Freund (der übrigens mein Engel) ist, wie sehr er leidet und wie sehr er kämpfen muss. Er versucht stark zu sein, aber nachts wacht er weinend und schweissgebadet auf...meinen Namen rufend, nach mir tastend! Für mich ist das mit anzusehen genauso schlimm, wie meine eigene Angst...es zerreisst mir das Herz! Aber die kleinen Momente des Glücks die er und meine Kinder(sind auch zwei ganz spezielle Engel für mich) mir immer wieder zu schenken vermögen, sind es wert, zu versuchen zu kämpfen. Sie bringen mich immer mal wieder zum Lachen und dafür bin ich dankbar!
Ohne sie...wäre es für mich nur sinnlos!
Viele Grüße euch allen, viel Kraft und Mut und das euch eure Engel oder Hilfen oder wie auch immer ihr sie nennen mögt, erhalten bleiben, Michi
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  #6  
Alt 06.12.2002, 09:13
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Standard Angehörige sind (fast) schlimmer dran!

Mörgelchen, Ihr Lieben,
hi Kira, weisst Du, eigentlich ist es mir völlig egal, ob meine Situation nun NICHT die Regel ist. Für mich ist sie einfach eine Tatsache, weil ich mittendrin stecke und es so erlebe.
Tut mir leid, wenn Du meine Worte falsch verstanden haben solltest, denn ich habe nicht EUCH kritisiert, sondern von MEINEN Angehörigen gesprochen. Von meinen Angehörigen, um Euch zu zeigen, dass es dies AUCH gibt. Denn wenn ich immer wieder höre, dass Angehörige genau so schlimm dran sind, ... denke ich natürlich immer zuerst an MEINE Angehörigen und darauf folgt mein nächster Eindruck: Na, das ist ja ein Witz!
MEIN Eindruck ist es dann, dass IHR hier das Ganze verallgemeinert. Und das finde dann ICH wiederum nicht so fair.

Aber ich weiss schon, was Ihr meint, und für Euer Dasein an Euren lieben Kranken bewundere ich Euch sehr. Ihr seid die Engel für Eure Lieben.
Du hast recht, eigentlich IST es selbstverständlich, ich würde es nämlich genau so betrachten.
Aber weisst Du, genau in jenem Moment Deines Lebens, wo Du so sehr auf die Hilfe und Unterstützung Deiner Angehörigen angewiesen bist, und man Dich dann in dieser Situation überhaupt nicht ernst nimmt, ... DAS ist der reinste Horror! Ehrlich, ich möchte dies wirklich niemandem wünschen.
Aber jene Menschen, die so sind wie MEINE Angehörigen, jene würden sich auch niemals HIER im Forum melden. - Weil sie ja "vergessen" haben.

Ihr kennt solche Menschen bestimmt auch. Es sind die, die sich selbst von Euch Angehörigen zurückgezogen haben. DIESEN Schmerz ... solltet Ihr somit eigentlich auch kennen.
Und wenn Ihr diesen Schmerz der Verletzung kennt, ... wobei man berücksichtigen sollte, dass IHR ja gesund seid, ... so geht dieser Schmerz der Verletzung, wenn man selber Krebs hat, noch viel, viel tiefer.

Manchmal würde ich liebend gerne mit Euch Angehörigen tauschen. Weil Ihr gesund seid. Ich würde tausendmal lieber den Schmerz mit einem Kranken teilen wollen, ... als selber krank zu sein.
Manchmal wäre ich auch gerne mal in der Situation von MEINEN Angehörigen, in dieser "alles vergessenden, verdrängenden Phase". Weil sie es sich so einfach machen.
Manchmal beneide ich auch Eure lieben Kranken, weil sie so herzliche Angehörige haben, wie Ihr es seid.
Doch mir nützen weder Neid noch Wünsche etwas. Diese beiden Dinge sind auch nicht das Problem. Das Problem sind die schmerzhaften Verletzungen von Menschen, die damit nicht klar gekommen sind. - Am Ende muss nun ICH damit klar kommen.

Ich KANN also gar nicht verallgemeinern. Aber Ihr könnt es genau so wenig.
Es gab mal ein Thema hier im Kompass bei den "Angehörigen", in welchem ein junger Mann sein Thema aufsetzte, welches da lautete: "Ihr armen Angehörigen!" Ich wusste genau, was er meinte, fühlte so ziemlich gut mit ihm mit, und obwohl er dann von Angehörigen hier ganz schön kritisiert wurde, stellte ich mich auch auf die Seite der Angehörigen, um SIE zu verteidigen, und um SEIN Verständnis dafür ein bisschen hervor zu locken. Ich glaube daher, solche "Fälle" wie ich es bin, ... sind gar nicht so selten. - Leider, hm?

Nun denn, am Ende betrachte ich EUCH Angehörige hier manchmal auch als MEINE Angehörigen. Ich habe durch Euch sehr vieles gelernt, und zwar genau aus jenem Grunde, weil ich es von MEINEN Angehörigen niemals kennen lernen durfte.
Dafür danke ich Euch von ganzem Herzen.
Nehmt mir daher meine "Kritik" bitte nicht übel, denn eigentlich sind meine Worte keine Kritik, sondern eher bloss meine eigenen Erfahrungen und Gefühle, die ich hier äussere.

Ich wünsche Euch alles Liebe.
Grüsse von der
"krassen" Brigitte
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  #7  
Alt 06.12.2002, 14:24
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Standard Angehörige sind (fast) schlimmer dran!

Hallo Ihr Lieben,

ich kann beide Seiten gut verstehen.
Ich selbst wurde vor 2 Jahren an der Brust operiert mit Verdacht auf Krebs. Ich hatte Glück und es war relativ harmlos. In der Zeit der Ungewißheit habe ich mich sehr wie Brigitte gefühlt und sah mich ziemlich allein da stehen.
Im August dieses Jahres ist dann meine Mutter gestorben, an Bauchspeicheldrüsenkrebs, und ich stand auf der Seite der Angehörigen und habe sie durch ihre Leidensphasen begleitet.

Wenn ich jetzt sagen sollte, in welcher Situation ich mehr gelitten habe, fiele mir das sehr schwer. Ich denke man kann es eigentlich nur so beschreiben, dass das Leiden völlig unterschiedlich war, nicht schlimmer oder weniger schlimm.

Ich finde, dass gegenseitiges Verständnis sehr wichtig ist.

Viele Grüße,

Anja
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  #8  
Alt 07.12.2002, 10:24
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Liebe Brigitte!

Ja, vielleicht habe ich dich echt falsch verstanden. Das tut mir wirklich leid! Aber in dem Moment als ich das lass, kamen der ganze Schmerz und das ganze Leid der vergangenen Jahre hoch - eben als liebender Angehöriger.

Es tut mir so wahnsinnig leid, hören zu müssen, dass man als kranker Mensch so auf die Seite gestossen zu werden. Ich verstehe das einfach nicht! Denn gerade in solch einer Situation ist es doch am wichtigsten dazusein!!

Aber ich denke, hier im Forum kann man sich - sowohl als Betroffener als auch Angehöriger - sehr wohl fühlen. Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich das hier gefunden habe. Schon alleine manchmal nur lesen tut gut. Und ich denke so geht es dir auch?! Diese Menschen hier im Forum sind alle so toll!! Das musste jetzt auch einfach mal gesagt werden.

Dir wünsche ich wirklich von ganzem Herzen alles,alles Liebe und Gute! Ja, und vielleicht können wir hier im Forum wenigstens ein bisschen für dich da sein!

Fühl dich ganz lieb gedrückt!
Kira
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  #9  
Alt 08.12.2002, 01:38
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Hallo ihr Lieben,
ich bin es schon wieder.
Ich möchte eigentlich nur loswerden, dass ich es sehr schade finde, wenn man so wie Brigitte nicht den rückhalt seiner Familie oder seiner Freunde hat. Ich wüßte gar nicht, was ich ohne meinen Freund machen würde, denn er ist es, der mich Tag für Tag hochzieht, da ich das aus eigener Kraft nicht mehr kann. Er ist es, der mich immer mal wieder zum Lachen bringt. Er ist es, der mir immer wieder die Dinge des Lebens aufzeigt, die es wert sind zu kämpfen, da ich diese Dinge nicht mehr sehe.Und er ist es, der mich so nimmt und aktzeptiert, wie ich bin und das ist nicht gerade einfach zur Zeit. Genauso sind es meine Kinder, die mir nur durch ihr Lächeln schon ein wenig Kraft wieder geben und die mich ab und zu stark machen. Und es sind Menschen, die ich hier im KK kennengelernt habe, die mich teilhaben lassen an ihrem Wissen und mir versuchen immer wieder versuchen zu helfen.
Ich bin froh mich als Betroffene die ich nun mal bin mit ebenfalls Betroffenen und Angehörigen austauschen zu können.
Euch allen alles Liebe, Michi
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  #10  
Alt 08.12.2002, 13:48
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Hallo Ihr Alle.
Ist es nicht so,das wenn man jemanden liebt,dessen Leid immer das Schlimmere ist.Egal von welcher Seite man es betrachtet.
Mein Schatz wußte,er muß mich Allein lassen und ER hat darunter gelitten.Er hat mal gesagtas hätte ich Dir gern erspart und und Wer wird dich dann in den Arm nehmen?
Es zerreißt mir das Herz,die Vorstellung wie sehr ihn das beschäftigt hat.Und ich,ich konnte nur hilflos daneben stehen.Mit ansehen wie er von Tag zu Tag weniger wurde und ihm einfach nicht helfen zu können außer da zu sein.
Ich finde ehrliches Mitgefühl den Anderen zu verstehen und sich in seine Situation hinein zu versetzten ist das einzigste was wir Angehörige tun können.
Allen Betroffenen wünsche ich von ganzem Herzen die Kraft und die Liebe der Mitmenschen diese SCH.... Krankheit zu besiegen.
Alles Liebe B.
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  #11  
Alt 08.12.2002, 13:53
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Sorry,dieser Smilie gehört da nicht hin und ich weiß auch nicht wie der da hin gekommen ist.
B.
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  #12  
Alt 08.12.2002, 23:26
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Hallo Ihr Lieben,
hi Kira, es ist schon okay, weisst Du. Ehrlich gesagt, wenn ich manchmal Eure lieben Worte hier lese, dann kommen mir selber auch immer meine eigenen "schlechten" Erfahrungen hoch. Dann denk ich mir: Können mir meine Leute nicht auch mal diese Herzlichkeit schenken?
Aber ... hach ja, ich kann es wohl nicht ändern. Du schreibst, Du verstehst es nicht. - Na, ich auch nicht. Aber ich versuche es zumindest. Versuche MEINE Angehörigen zu verstehen.

Ich denke, es liegt wohl nicht daran, dass mich meine Angehörigen nicht lieben. (Denn soooo krass bin ich ja nun auch wieder nicht! - Oder?) Es ist vielleicht eher ... ihre Unfähigkeit, Liebe überhaupt erst zu zeigen. Wenn man das nie gelernt hat, ... dann wird man das in so einer schweren Zeit wohl auch nur schwer zeigen können.
Dann kommt noch hinzu, dass ich Single bin. Habe schon oft alles alleine gemacht, also denken meine Angehörigen vielleicht, das wird auch weiter so bleiben. Starke Frau = immer starke Frau. - Naja!
Dann liegt's vielleicht auch noch an meiner Diagnose selber, denn nach zwei Jahren geht's mir heute noch immer gesundheitlich gut. Da wird sehr schnell das Thema "abgehakt", als wäre die Krankheit bloss ein kleiner Schnupfen gewesen. Klar, über meinen guten Gesundheitszustand bin ich auch sehr happy, aber ... verarbeiten konnte ich die Krankheit dafür wieder alleine.
Und dann kommen natürlich noch die eigenen Ängste meiner Angehörigen dazu, die sie wahrscheinlich zu diesem "Rückzug" oder zum "Nicht-Ernst-nehmen" getrieben haben.

Also, wenn ich's krass "berechne", dann kann ich sagen: Nach der Diagnose haben mich erst mal ZWEI volle Monate die ÄRZTE alleine gelassen! Echt, da hatte keiner Zeit für mich!
Und, gleich nach der Diagnose waren meine Angehörigen natürlich schon geschockt. Sie kamen ein- zweimal zu mir, aber weil's soweit gut bei mir aussah, kamen sie dann hinterher eben NICHT mehr!
Im grossen und ganzen war ich also das ganze ERSTE Jahr völlig alleine. Ich habe jeden einzelnen Arzttermin alleine besucht, habe meine eigenen Informationen geholt, habe völlig alleine gelitten, habe niemanden gehabt, der mich mal in die Arme nimmt, habe mit niemandem über meinen Krebs richtig reden können, habe alleine schlaflose Nächte verbracht, habe alleine geweint, ... tja, und wenn's ganz schlimm war und es wirklich sein musste, dann habe ich dem Krebs-Sorgentelefon angerufen, damit ich wenigstens mit jemandem richtig darüber REDEN konnte, stellt Euch das mal vor!
Klar, eine Selbsthilfegruppe hatte ich auch aufgesucht, aber irgendwie fühlte ich mich dort nicht so richtig wohl. War also auch wieder nichts.
Erst nach einem Jahr kamen endlich Änderungen. Neue Freunde! Dann habe ich mit freundschaftlicher Hilfe meine Geschichte in einer eigenen Homepage verfasst. Ich habe diesen Krebskompass entdeckt und neue Leute kennen gelernt. Habe hier zuerst mit anderen Betroffenen geplaudert und mich nicht mehr so alleine gefühlt. Dann habe ich mich mit anderen Angehörigen hier ausgetauscht. Indem ich versuchte, Ihnen zu helfen, habe ich mich somit auch erst richtig mit MEINEN Angehörigen auseinandersetzen können. Ich habe versucht, zu verstehen, was ich ein ganzes Jahr lang nie verstanden habe und was ich eigentlich immer als Selbstverständlich angesehen hatte, aber nie so erleben durfte. - Und dann kamen diese kleinen Hilfen von kleinen Engeln hier und da mal, von Nachbarn und Fremden, plötzlich und unerwartet ...

Jedenfalls bin ich manchmal selber am staunen, wie ich dieses erste Jahr bloss geschafft habe. Eigentlich war mir da das Internet (allgemein gesehen) eine grosse Hilfe. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass man oft hört, der Computer daheim würde für Einsamkeit sorgen! Mir hat's jedenfalls geholfen!
Schlussendlich, so sagt man ja, ist der Mensch immer alleine. Er kommt alleine zur Welt, und er geht alleine wieder. - Tja, bei mir gibt's wohl halt auch solche Momente des Alleinseins, die IN meinem Leben stattfinden, also nicht nur beim "Kommen" und beim "Gehen"! Sie sind schlimm, solche einsamen Momente im Leben, schrecklich, verletzend und das krasseste vom Krassen, aber ... offenbar auch zu schaffen, nicht wahr?

Naja, jetzt habe ich Euch hier noch ein bisschen meine Erfahrungen erzählt. Erzählen tut immer gut. Ganz besonders, wenn man alleine ist. - Aber sooo alleine bin ich in der Zwischenzeit ja auch nicht mehr, ich habe ja neue Freunde, und ein paar dieser kleinen Engel um mich herum, ... und klar, Euch alle hier natürlich!

Ich drücke Euch alle ganz fest, Ihr Lieben!
Es grüsst die "krasse" Brigitte
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  #13  
Alt 11.12.2002, 00:09
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Hallo ihr Lieben!

Seht ihr, summa summarum geht es doch um folgendes: REDEN!!!
Als mein Mann 99 seine Diagnose bekam, fing ich an zu suchen.
Im Netz nach geeigneten Ärzten und Therapiemöglichkeiten, nach einem Wunder.
Mein Mann fing an zu schweigen.........
Er hat alles klaglos mitgemacht, wollte gesund werden, aber gesprochen hat er nicht.
Er war ein Mann, der viel und gerne mit Holz gearbeitet hat.
Nicht im Kleinen, sondern im Großen.
Schränke, Tische usw.
Als er das nicht mehr konnte, weil er im Rollstuhl saß, hat er nichts mehr gemacht.
Ich hatte ihn dann vorgeschlagen, Spielzeug für unseren Jüngsten zu bauen, aber das wollte er nicht.
Entweder ganz oder gar nicht..........
Als er ziemlich schnell bettlägerig wurde, hat er auch nicht mehr gelesen, kein Radio gehört, kaum ferngesehen.
UND EBEN NICHT GEREDET!
Und ich habe mit den Kindern kaum geredet.
Klar, über Schule und anderen Kram, aber eben nicht über die Krankheit, und warum ich ihn bis zum Schluß zu Hause gepflegt habe.
Ich bereue heute noch, ihn nicht mehr zum Sprechen aufgefordert zu haben, sondern dankbar war, wenn er sagte " es geht schon, geh Du man an den PC".
Meinen Zufluchtsort............
Die Quittung für mein Schweigen den Kindern gegenüber bekam ich ca ein Jahr nach seinem Tod.
Jedes der Kinder hat auf seine Art Probleme bekommen.
Sei es nun schulisch oder anders.
Wenn wir mehr über unsere Gefühle GEREDET hätten, und über das, was uns in der Zeit wichtig war, ich denke, es wäre mir und den Kindern viel erspart geblieben.
Heute ist es schwer, das Ganze noch einmal aufzurollen.
Meine Große ( 17) hörte einmal wie ich zu einer Freundin sagte:" Die Kinder waren so toll in dieser Zeit, keine Probleme mit ihnen, das hat mir viel geholfen."
Da fing sie an zu weinen und fragte nur, warum ich das nie vorher mal zu ihnen gesagt hätte......

Ich hoffe und arbeite daran, daß ich mich besser öffnen kann.

Alles Liebe

Ina
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  #14  
Alt 11.12.2002, 09:09
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Hi zusammen,
hallo Ina,
ja, das REDEN ist schon sehr wichtig. Sei es nun der Krebsbetroffene selber, seien es die Angehörigen oder auch die Kinder der Angehörigen. Das Reden gehört eben auch dazu, das Ganze zu verarbeiten, auf beiden Seiten.

Ich weiss noch, wie oft ich dieses Reden bei meinen Angehörigen gesucht habe. Nur leider half mir das ja auch nichts, wenn sie es erst gar nicht ernst nahmen und alles verharmlosten. (Heute habe ich es inzwischen aufgegeben!) In ihren Augen war ich offenbar dauernd am "jammern", dabei habe ich eigentlich bloss ihr "Verständnis" gesucht und gewollt, dass sie mich und meine Ängste ernst nahmen. Dass sie eben für mich DA waren, indem sie mir zuhörten. Es war gar nicht so viel, was ich bei ihnen suchte. Ich hätte mich schon irre darüber gefreut, wenn ich nur einmal von ihnen gehört hätte: "Wann musst Du zum Arzt? Möchtest Du, dass ich Dich hinbegleite?" Oder auch mal: "Ruf mich einfach an, wenn Du Reden möchtest, ich bin jederzeit für Dich da."
So wenig, und doch so viel.

Tja, das Internet kann man auch ein bisschen als "Zufluchtsort" sehen, stimmt. Aber in dieser Beziehung hat das Internet ja wirklich seine Vorteile. Warum schreiben wir denn alle hier rein? Weil wir uns austauschen möchten.
Vielleicht lernen ja viele Menschen erst durch das Internet wieder, dass man miteinander REDEN kann? Indem man es zuerst schriftlich macht, ist der Sprung zum Mündlichen vielleicht nicht mehr so weit?
Beim Schreiben ist man oftmals offener, es ist aber auch ähnlich wie ein "langsames" Sprechen, denn beim Hinschreiben überlegt man sich die Worte etwas genauer, weil man da dauernd die "Formulierung" überdenkt. - In der Regel, denk ich jetzt mal.

Dieses "Schweigen" Deines Mannes, liebe Ina, kann aber auch deswegen gewesen sein, weil er unter Schock stand. Diese Sprachlosigkeit von Krebsbetroffenen ist gar nicht so selten, wie ich das jetzt schon öfters hier im Forum festgestellt habe. Ich kenne es aber auch von mir selber, denn obwohl ich eigentlich ziemlich oft darüber reden wollte, gab es auch "Krebs-Momente", die mich schweigsam machten, die mich völlig starr und sprachlos werden liessen. Vor lauter Schock, und diesem unfassbaren Gefühl.
In solchen Momenten hätte mir auch niemand helfen können, hätte niemand ein Gespräch mit mir anfangen können. Da war es, als befände ich mich in einer engen Hülle, in einem Kokon, in welchem ich mich kaum noch richtig bewegen konnte.
Aber sobald ich wieder "draussen" war, und die Gespräche gesucht habe, war die Enttäuschung natürlich um so grösser, als mich meine Leute gar nicht anhören wollten, oder dann eben alles noch als "ist ja gar nicht so schlimm" betrachteten.
Da war es so für mich, als sässe nicht nur ich zwischendurch in diesem Kokon, sondern auch noch meine ganze Aussenwelt. Lauter verschlossene Hüllen, lauter Kokons ...!

Aber mach Dir keine Vorwürfe, Ina, denn ich denke, Du hast bestimmt trotzdem sehr viel für Deinen Mann getan. Du hast jenes getan, was er selber nicht tun konnte, weil er sich wahrscheinlich in diesem Kokon befand. Und manchmal ist die kleinste Kleinigkeit, sei es auch nur die Recherche im Internet nach Behandlungsmethoden, eine grosse Hilfe für den Betroffenen. Es hilft schon sehr viel, wenn man weiss, da ist jemand, der tut etwas für Dich.
Ich umarme Dich ganz fest, Ina!

Liebe Grüsse an Euch alle
von der "krassen" Brigitte
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