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  #31  
Alt 18.03.2002, 10:58
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Standard Jung und schon verwitwet

Hallo zusammen.
Dieses Wochenende war wieder eines von den schrecklichen. Ich finde das Wochenende eh immer schlimm, denn das war immer die Zeit, die wir ganz für uns alleine hatten. Fast jede Minute waren wir dann zusammen. Und jetzt weis ich nicht wohin mit mir.

Natürlich habe ich auch, wie Ihr, liebe Freunde, die sich kümmern wollen, aber auch ich möchte mich einfach verkriechen, möchte alles mit mir alleine ausmachen. Wenn ich dann doch mal mit gehe, dann bin ich von lauter Paaren umgeben und alle sind so unbefangen und sorglos (so scheint es mir jedenfalls), daß ich sie am liebsten anschreien möchte "was wißt IHR denn?". Das mache ich natürlich nicht. Niemand von ihnen hat je einen lieben Menschen verloren, woher sollen sie wissen, wie das ist? Und verlieren möchte ich meine Freunde auf keinen Fall, ich hab sie ja doch gerne.

Naja, jeden Fall war es dieses Wochenende so schlimm, daß ich am Freitag, mitten in der Nacht, meine Sachen gepackt habe und tränenüberströmt zu meinen Eltern gefahren bin. Die können mich zwar auch nicht trösten, aber immerhin fühle ich mich dort ein bißchen geborgen. Obwohl es mir dann immer wieder leid tut, daß sie sich dadurch solche Sorgen um mich machen - am Ende habe dann immer ICH das Gefühl, ich müßte SIE trösten. Und dann reiß ich mich halt doch wieder zusammen und spiele die Gefaßte.

Wißt ihr, was ich auch vermisse? Früher hatte man doch immer Dinge, auf die man sich schon im voraus freute. Das Wochenende, Geburtstag, ein Abend mit Freunden, Urlaub, etc. Das fällt jetzt weg. Im Gegenteil, das sind Dinge, vor denen ich jetzt Angst habe. Ich weis nicht, wann ich mich das letzte mal auf etwas gefreut habe... Ich weis überhaupt nicht, was dieses Vegetativum überhaupt soll... Ein Freund hat mal zu mir gesagt, ich würde irgendwann wieder glücklich sein, denn wer so viel gibt, bekommt irgendwann auch alles wieder zurück. Na da bin ich ja mal gespannt...
Haltet euch tapfer,
ich drück euch alle
Micha
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  #32  
Alt 18.03.2002, 21:46
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Standard Jung und schon verwitwet

Hi Micha ,Hi Sylvia.
Schön von Euch zu hören(lesen).
Offensichtlich habt Ihr das gleiche Problem mit Euren Mitmenschen, wie ich.Das Glück der Anderen kann einen schon zur Verzweiflung bringen und eigenartiger Weise sieht man nur vermeindlich glückliche Menschen.Das ist sicherlich auch ein Grund warum man sich zurückzieht.Ich bleibe fast lieber Allein,da weiß ich wenigstens warum ich mich Allein fühle und muß mich weder zusammenreissen noch die Paare und Familien erleben.Natürlich gehe ich auch mal hin und raus,aber das kostet Kraft und Überwindung.
Als ich letztens auf dem Friedhof war habe ich so gesdacht:Eigentlich könnt ich auch gleich meinen Namen auf den Stein schreiben lassen.Viel ist nicht mehr übrig von mir.LEERE.
Nur so eine Art Hülle wandert durch die Zwänge des Lebens Job,Haus,Garten und auch Familie.Es erschreckt mich fast selbst, aber ich schreibe das ohne Bedauern.Ich glaube dazu habe ich zu viel mit begraben.Mein Leben ,die Liebe und das sind Dinge die kann ich mir nicht mehr vorstellen das das nocheinmal geht.Wie hast Du geschrieben Micha :da bin ich ja mal gespannt.Abgesehen davon ist ja ein Gefühl der Freude schon ein Problem,also irgentwie weiter wurschteln.
Sylvia,ich stelle mir morgens den Wecker schon eine halbe Stunde eher ,weil ich mindestens diese Zeit brauche um mich zu überreden den Tag anzugehen.So ganz klar ist mir auch nicht was ich da tue,aber man muß essen (wenn auch nicht viel),trinken und wohnen,also braucht man Geld ;das heißt erstmal aufstehen und arbeiten gehen.Naja ,wenn der Job nicht wäre,wäre es ja noch schlimmer.Diese unlogischen Gedankengänge hat man die machen einen auch schon mal irre.
Es gibt so viel worüber man schimpfen,jammern könnte aber für heute genug.
Sylvia,den Hund habe ich noch nicht.Ich hole die kleine Maus erst am 07.04. ab.Ich verspreche mir schon ein wenig davon,aber hoffentlich nicht zuviel.
Micha,Du schreibst von den Dingen auf die man sich früher gefreut hat.Ich beschreibe auch dieses als das frühere schöne Leben ,was man jetzt so nicht mehr führen kann.Auch davon mußten wir uns verabschieden.Ich habe z.B.früher leidenschaftlich gern mit meinen Schatz gekocht und uns einen gemütlichen Abend bei Wein und ... Tränen..
Geht nicht mehr,bei mir gibts Mc Donalds hätte ich früher nie gegessen.
Das sind so die kleinen Dingen des Alltags,die für Andere ganz normal sind und uns an den Rand der verzweiflung bringen.Schon wieder gejammert,sorry aber irgentwie ist es ja auch zum verrückt werden.Das Schlimme ist man kann nichts dagegen tun.
Darf ich eigentlich mal fragen wie alt ihr seid? Ich bin 34 laut Paß,fühlen 98.
Seid ganz lieb gegrüßt und auch ich wenn heut nur gejammert habe.Aufgeben is nich.
(Berliner Schnauze.)
Eure Birgit und hoffe mal wieder von Euch zu hören.
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  #33  
Alt 19.03.2002, 08:29
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Standard Jung und schon verwitwet

Hallo, liebe Sylvia
Natürlich kannst Du direkt an meine E-Mail Adresse schreiben. Ich würde mich sogar sehr darüber freuen. Im Forum fühle ich mich aber auch sehr "geborgen" und sei es nur virtuell.
Ja, es ist schade, daß man so weit voneinander entfernt wohnt.
Auch ich habe wieder ein furchtbares Wochenende hinter mich gebracht.Am Sonntag vormittag war alles noch gut, aber am nachmittag hat mich die Panik wieder erfaßt. Da habe ich meine Sachen und meinen Hund ins Auto gepackt und bin nach Dresden gefahren. Der Mann meiner einzigen Freundin hatte Geburtstag. Wir haben zu dritt etwas getrunken und ein bisschen gequatscht. Es
war schon eine Ablenkung, aber trotzdem sind meine Gedanken immer ganz woanders.Ich habe dann mit in Dresden geschlafen, da ich am Montag früh einen Termin beim Psychologen in Dresden hatte. Ob mir das wirklich hilft...?
Jetzt ist meine Freundin für ein paar Tage mit in mein Haus gefahren, bin ich wenigstens mal nicht so alleine.

Also liebe Sylvia, ich hoffe bald von Dir eine E-Mail zu erhalten.
Seid alle ganz lieb gegrüßt Christiane
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  #34  
Alt 20.03.2002, 00:43
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Standard Jung und schon verwitwet

Hallo Ihr!
Auch ich habe meinen Mann (44) vor knapp 5 Monaten verloren. Er hatte Speiseröhrenkrebs und 10 Monate lang haben wir gehofft und gekämpft.Am 22. Oktober 2001, einen Tag nach seinem 44. Geburtstag ist er dann gestorben. Wir haben einen 14 jährigen Sohn. Ich bin so schrecklich unglücklich.
Vieles von dem was ich bei Euch gelesen habe, trifft auch auf mich zu. Ich kann nichts im Haus verändern, keine Sachen weggeben. Alles soll noch so bleiben wie es war. Für mich besteht ein ganz großes Problem darin, daß ich das Gefühl habe, kein Mensch kann so richtig nachvollziehen wie ich mich fühle. Jeder fragt mich immer, wie geht es Dir? Das ist so eine blöde Frage. Ich habe im Moment das Gefühl, mir wird es nie mehr im Leben richtig gut gehen, was soll ich also auf so eine Frage antworten.
Außerdem habe ich immer noch große Probleme die Endgültigkeit des Todes zu akzeptieren. Irgendwie meine ich immer er kommt wieder.
Eigentlich hilft mir im Moment nur mein Sohn. Er leidet auch unter dem Tod seines Vaters, aber für Ihn geht das Leben einfach weiter. Schule, Freunde, Sport, alles ist wie immer. Kinder sind einfach toll.
Ich würde mich freuen etwas von Euch zu hören. Vielleicht können wir uns auch ein bischen gegenseitig helfen.
Vielleicht bis bald
Uschi
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  #35  
Alt 20.03.2002, 01:14
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Standard Jung und schon verwitwet

Hallo alle!

Ich bin so froh, daß ich dieses Forum habe. Meistens schaue ich nur rein, wenn es mir schlecht geht, wenn ich nicht weis, wohin mit mir. (Aber das ist leider ziemlich oft.) Dann lese ich, daß es noch andere gibt, denen es genauso geht, schreibe mir meinen Kummer von der Seele, weine und fühle mich verstanden.

Liebe Birgit, auch ich frage mich manchmal, warum ich morgens aufstehen soll, welchen Sinn es macht. Aber ich versuche dann, mir immer wieder zu sagen, daß ALLES im Leben einen Sinn hat. Ich möchte seinem Tod wenigstens den Sinn geben, daß ich mein Leben dadurch intensiver lebe, dankbar bin für mein Leben, mich auf die Wichtigen Dinge konzentriere. Wie gesagt, das möchte ich - gelingen tut es mir noch selten, weil die Trauer überwiegt. Auf jeden Fall werde ich nicht wegwerfen, an was er mit jeder Faser seines Körpers hing: das Leben.

Zum Psychologen gehe ich nicht. Ich halte nicht viel von den Jungs. Hilft es euch denn?
Mein Hausarzt hat mir mal angeboten, mir Stimmungsaufheller oder Beruhigungsmittel zu verschreiben. Ich habe das abgelehnt. Ich bin nicht depressiv. Ich bin traurig.

Du wolltest wissen, wie alt wir eigentlich sind? Also ich bin 30. Mein Mann war ein Jahr älter als ich.

Heute fällt mir nichts mehr ein. Ich bin leer. Auch gut, vielleicht kann ich dann mal schlafen.

Bis bald,
Micha
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  #36  
Alt 20.03.2002, 23:00
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Standard Jung und schon verwitwet

Hallo.
Schön von Dir zu lesen,Micha.Ich hoffe Du hast gut geschlafen!Das klappt ja auch selten.Meistens ist man irgentwann so erschöpft das man eine Nacht so richtig tief verschläft.
Die Sache mit dem Psychologen ist zumindest für mich nicht schlecht.Hier kann ich über Alles reden.Selbst wenn die Gedanken noch so absurt sind.Ich brauche bei ihm keine Angst haben ihn zu verletzen oder Angst einzujagen.Es gibt ja Dinge über die kann man in Familie oder mit Freunden nicht reden.
Er hat mir z.B. bei meinen Schuldgefühlen geholfen.Nicht das die jetzt weg wären,aber ich denke zumindest etwas anders darüber nach.Nachdenken!?!? Ist sowieso so ein Problem bei mir.Ich habe tagsüber (im Auto)viel Zeit und abends auch,zum Nachdenken.Da ich mich dann irgentwann im Kreis drehe und keinen Ausweg mehr sehe,helfen mir diese Gespräche glaube schon.
Was Du geschrieben hast hält auch mich am Leben.Ich kann nicht wegwerfen,wofür mein Schatz so gekämpft hatAS LEBEN.
Nur wie Du ja selbst erlebst ist das nicht so einfach.Zu lernen etwas für sich allein zu erleben geschweige zu geniessen.Ich kann mich erinnern,vor einigen Tagen bin ich beruflich in Richtung Frankfurt unterwegs gewesen.Sonnenschein auf der Autobahn und dann der Sonnenuntergang in den Bergen (Hügeln).Ich musste auf einen Parkplatz fahren und mich erstmal ausheulen.Es war einerseits schön,aber mit der Gewissheit soetwas nie wieder zusammen erleben zu können.Das kann einem das Herz zerreißen.Dieses NIE WIEDER
macht mich sowieso irre.Ich kann´s einfach nicht verstehen.
Darum der Psychologe.Ob der mir wirklich helfen kann weiß ich auch nicht,aber schaden tut´s
auch nicht und deshalb nehme ich jeden Strohhalm.
Neulich dachte ich schon daran mich mal auf die Socken nach Gleichgesinnten (Selbsthilfegruppen) zu machen.Da mir das Forum hier schon hilft ist das vielleicht nicht schlecht.Vielleicht ist das auch zu viel,aber ich kann mich im Moment zumindest noch mit nichts anderem beschäftigen.
Deswegen auch der Hund.Sie wird meine ganze Aufmerksamkeit brauchen und dabei habe ich auch kein schlechtes Gewissen.Also wenn ich nicht will das das ganze Haus angeknabbert und umgeräumt wird muß ich wohl aufpassen.Das bedeutet auch nicht mehr soviel Zeit zum Nachdenken.Denn eins habe sogar ich inzwischen begriffen:Ändern kann ich damit nichts mehr.
Ich wüsche uns Allen weiterhin die Kraft das Alles auszuhalten und für heute eine gute Nacht Eure Birgit
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  #37  
Alt 21.03.2002, 17:14
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Hallo ihr alle,

heute nacht ,als ich mal wieder nicht schlafen konnte, bin ich in Gedanken unsere " Briefe " im Forum durchgegangen. Dabei habe ich mir überlegt, daß es sehr schade ist, daß wir uns nicht näher kennen. Da ist mir was eingefallen. Wie wäre es, wenn wir mal im Fühling oder Sommer versuchen würden ein Treffen auf die Beine zu stellen. Vielleicht ein verlängertes Wochenende in einem Gasthof oder so. Wir könnten ja uns alle irgendwo in der Mitte ( wo immer die sein mag ) treffen. Es stelle es mir schön vor uns alle kennenzulernen ( wer eben Lust dazu hätte ) Uns richtig auszutauschen, zusammen zu weinen und vielleicht auch mal ein kleines Lachen. Wie wir alle bemerkt haben, fühlen wir uns durch unser Schicksal einander ein bißchen nah, wir alle haben das Gefühl, daß jeder von uns genau weiß, was der Andere denkt und wie er sich fühlt. Also ich finde, das ist ein guter Ansatz für ein treffen. Was haltet ihr davon?

Kann sein, daß mein Vorschlag etwas albern klingt, aber ich dachte ich frage Euch mal nach euerer Meinung.

Alles Liebe für Euch
Eure Sylvia
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  #38  
Alt 21.03.2002, 22:13
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Standard Jung und schon verwitwet

Hi Sylvia,
eine ,wie ich finde gute Idee.Ich selbst habe auch schon mal daran gedacht nur glaube nicht den Mut gehabt es auch vorzuschlagen.Mal rauskommen und sich mit gleich denkenden und fühlenden Leuten treffen.Vielleicht klappt´s,würde mich freuen.
Ich hatte heute einen recht aufwühlenden Tag.Ich war auf dem Friedhof bei meinem Schatz
und habe die Stelle angelegt ich meine so mit Pflanzen und so.Mit dem Wissen das mein Schatz eigentlich nicht so richtig auf einen Friedhof wollte mußte ich mir jetzt was einfallen lassen.Nachdem Stein und so weiter schon stehen habe ich heute einen Minipark angelegt.
Dieses sonst so übliche rechts ein Stiefmütterchen und links Stiefmütterchen und ansonsten hübsch geharkt konnte ich ihm nicht antun.Jedenfalls denke ich es würde ihm gefallen.
Aber dazu mußte ich meinen Kopf im Auto lassen ansonsten hätte ich das nicht hingekriegt.
Es ist so ein SCH.... Spiel.
Ich hoffe es geht Euch so einigermaßen.Nicht unterkriegen lassen!
Für heute seid Alle lieb gegrüßt bis bald hier hoffentlich. Birgit
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  #39  
Alt 23.03.2002, 12:23
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Hallo Birgit,
Die Idee von Sylvia ist nicht schlecht.Leider wohne ich in Dresden, wahrscheinlich am weitesten von Euch allen entfernt. Aber vielleicht klappt es ja doch mal.
Ich hatte gestern so einen Tag auf dem Friedhof. Mein Mann liegt in der Grabstelle seines geliebten Großvaters. Wir waren früher oft zusammen dort und haben seinem Opa Blumen gebracht.Bei jedem Friedhofsbesuch muß ich nun daran denken, wie ich mit ihm zusammen dort war.Ich nehme ihm immer Blumen aus unserem Garten mit, welche ich in eine kleine Schale pflanze. Immer nehme ich meinen kleinen Hund mit. Die kleine Dackelhündin winselt dann dort immer fürchterlich. Aber ich glaube nicht, daß sie weiß , daß dort ihr geliebtes Herrchen liegt. Trotzdem wühlt es mich jedesmal sehr auf. Zu Hause liegt die Kleine jetzt immer auf der Couch, dort wo mein Mann gesessen hat.Nachmittags, wenn er von Arbeit nach Hause kommen müßte
lauscht sie auf jedes Autogeräusch und rennt immer wieder zur Tür. Wie soll der kleine Hund auch verstehen, daß sein Herrchen nie mehr wieder kommt?
Was willst Du Dir für einen Hund anschaffen? Es ist sicher gut für Dich, denn so ein kleines Fellbündel kann einen,
vorallem als Welpe, ganz schön auf Trab halten. Ich habe 28Jahre Hunde gezüchtet und schon viele Welpen aufgezogen und auch ausgebildet, denn jeder Hund, ob große oder kleine Rasse, braucht ein bisschen vernünftige Erziehung. Wenn Du dann also mal Fragen hast, kann ich Dir vielleicht helfen.

Liebe Grüsse Christiane
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  #40  
Alt 24.03.2002, 21:26
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Hallo Christiane,
mensch Dresden liegt doch nicht am Ar... der Welt,wenn sich vielleicht was ergibt, findet sich für den Weg dann auch noch eine Lösung.Ich hab warscheinlich gut reden,da ich durch meinem Job täglich ca 250km fahre ,sind für mich das immer keine Entfernungen.Ich hab heut auch gerade eine Autobahntour hinter mir.Ich habe mein Hundebaby besucht.Sie ist 8 Wochen alt und ist ein Golden Retriever.Süüüüß!!!!In 2 Wochen hole ich sie ab.Ich hole sie aus Thüringen und da bin ich heute auch am Schild Richtung Dresden vorbei gekommen.(Also das soll kein Problem sein.) Ich selbst bin im weitesten Sinne aus Berlin.
Vielleicht kannst Du mir ja ein wenig helfen bei der Erziehung,denn ich habe kein Ahnung nur das was in Büchern steht und so viele Bücher so viele verschiedene Meinungen.
Eigentlich bin ich ja keine ideale Hundemama,aber ich brauche was worum ich mich kümmern muß und eine Aufgabe,denn für mich allein reichts nicht oder schwer.
Sie wird mir warscheinlich gerade am Anfang kaum mehr Zeit zum grübeln lassen und das ist glaube auch wichtig.Weil so langsam werd ich irre. Ich drehe mich im Kreis und kann doch nichts ändern.Die Verzweiflung ist manchmal so groß das ich mich kaum bewegen knn und am liebsten einfach tot umfallen möchte. Da man mir diesen Gefallen aber nicht tut muß ich mir was einfallen lassen um nicht doch langsam irre zu werden.Hier soll mir auch klein Ricarda(Hundebaby) helfen.Als ehem.Züchterin stehen Dir warscheinlich die Nackenhaare an und ich gebe zu das ist auch sehr egoistisch,aber ich hoffe es mit Liebe und Gefühl für den Hund wieder gutzumachen.Abgesehen davon steht die Familie dahinter und die werden mir auch helfen wenn ich mal beruflich weg muß oder sonst irgentwas.
Ich mußte was tun und da mein Schatz diesen Hund mal wollte konnte ich diesen Weg auch gehen,denn ich habe Probleme "UNSERE Welt" zu verlassen und der Hund z.B. gehört noch zu unserer gemeinsamen Welt.Klingst komisch aber ich kanns nicht anders beschreiben und vielleicht kannst Du es ja auch so verstehen.
Für heut seid Alle ganz lieb gegrüßt und ich denk an Euch bis bald Birgit
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  #41  
Alt 25.03.2002, 09:45
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Hallo, liebe Birgit,

Auch ich lebe noch weitestgehend in der "UnsWelt und WIRwelt". Selbst beim Einkaufen vergesse ich oft, daß ich es nur noch für mich allein tun muß.
Ich weiß ES ja, aber die Psyche kann sich mit der Realität oft noch nicht abfinden.
Auch tue alle Dinge noch so, wie Wir sie besprochen und uns vorgenommen hatten. Es sind ja Dinge, die ER sich auch so gewünscht hat und ich will Seine Wünsche doch nicht unerfüllt lassen.
Mit Deinem Hundebaby, daß kann ich gut verstehen. Vorallem wenn Du eine Familie hast, welche Dich dabei unterstützt ist das o.k. Wenn Du beruflich viel unterwegs bist, kannst Du so ein kleines Welpchen nicht den ganzen Tag mitnehmen. Es ist ja am Anfang wirklich noch wie ein Baby. Es muß viel Schlaf haben und zwischen durch viel Zuwendung und Spiel. Ich nehme an, Deine Ricarda willst Du in der Wohnung halten. Da ist ja am Anfang mit das Wichtigste, daß sie stubenrein wird. Das kann man nur erreichen, indem man nach jeder Mahlzeit sofort mit ihr "Gassi" geht und ebenfalls nach jedem Schlafen.Das kann auch ganz schön stressig werden.
Eine gute Bekannte von mir, züchtet seit Jahren Golden Retriever und Labrador. Ich selbst hatte bis voriges Jahr im Juni von ihr eine Retrieverhündin, meine "Zwirny".
Leider mußte ich sie ihr voriges Jahr aufgrund meines Gesundheitszustandes zurückgeben. Ich kann sie aber so oft ich will besuchen, da sie die Zwirny als Zuchthündin behalten hat. Ich habe zu DDR-Zeiten Pudel gezüchtet. Da mein Mann aber lieber einen Großen Hund wollte, habe ich ab 1984 Collies gehabt. Ich habe diese Hunde auch selbst auf dem Hundeplatz ausgebildet. Zu Beginn der Wende, haben wir einen Boxer bei uns aufgenommen, der als "Streifenhund" gelaufen war und nun eingeschläfert werden sollte. Wir sind dann
bei dieser Rasse geblieben und ich habe bis 1997 Boxer gezüchtet. Wiegesagt, ich habe viele Hunde aufgezogen und auch erzogen. Allerdings hatte ich in den ganzen Jahren nie einen Hund, welcher so schnell gelernt hat wie meine Zwirny. Es ist eine so unkomplizierte Rasse, wenn man einige Grundregeln beachtet. Mit den HUndebüchern ist das wirklich so eine Sache. Wirklich Gute, gibt es nur wenige.
Für Anfänger in der Hundehaltung sind diese Bücher oft sogar sehr verwirrend. Ich habe es immer so gehalten, daß ich den Käufern meiner Welpen gesagt habe, wenn Sie etwas nicht wissen, rufen sie mich einfach an. Auch spät am Abend. Mit vielen Leuten habe ich noch heute Kontakt und freue mich, wenn ich etwas von meinen ehemaligen "Rabauken" höre oder sehe.
Ich freue mich jedenfalls mit Dir auf Deine kleine "Maus" und würde mich freuen wenn Du mir mal über sie berichtest. Allwissend bin auch ich in Sachen Hund natürlich nicht, aber wenn Du mal dringend einen Rat brauchst, dann bin ich gern für Dich da.

Tschüß, bis bald und liebe Grüße
Christiane
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  #42  
Alt 27.03.2002, 00:03
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Hallo,
heut ist mal wieder ein oberbesch.. Tag.Was macht ihr eigentlich an den Tagen wo ihr das Gefühl habt es zerreisst euch.Die Sehnsucht ihm irgentetwas sagen zu wollen und dieses NIE WIEDER.Das kommt bei mir immer an Tagen wo ich wenig Zeit zum Denken hab.Ich habe im Moment immer nur eine Lösung:Rotwein.Das das nicht hilft weiß ich aber es läßt mich den abend überstehen und morgens gehts dann wieder weiter.WANN ?? Wann wird das weniger.Das es aufhört ,dieser Illusion geb ich mich nicht hin, aber wann tut es nicht mehr so weh??
Ich wünsche Euch das es Euch etwas besser geht wie mir heut.In der Hoffnung trotzdem mal wieder von Euch zu hören. Birgit
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  #43  
Alt 27.03.2002, 13:33
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Hallo, Birgit

Hatte gestern auch so einen Tag wie Du.
Zum Glück rief eine Bekannte aus Dresden an
und lud mich zu sich ein. Ich habe dann fast fluchtartig das Haus verlassen und war froh ein Ziel zu haben. Manchmal, wenn ich es hier gar nicht aushalte, setze ich mich ins Auto und fahre ziel-und planlos in der Gegend umher. Wenn ich dann wieder hier lande ist es umso schlimmer.
Auch ich setze mich abends oft mit einer Flasche Wein hin. Da ich kaum essen kann, wirkt der Wein auch ziemlich schnell, aber dann kommt der "Katzenjammer" ja erst recht. Dann muß ich daran denken, wie ich noch vor 4 Monaten mit meinem geliebten Mann Glühwein auf der Terrasse getrunken habe und wir ahnten noch nichts von dem Unheil, daß so plötzlich über uns herein brach. Mir fallen dann immer so viele Dinge ein, welche unausgesprochen blieben und Dinge, die ich ihm so gern erzählen würde. Die Realität und die Endgültigkeit
empfinde ich als richtige körperliche Schmerzen. Man kann sich vorallem nicht dagegen wehren. Nun steht auch noch Ostern vor der Tür und es graut mir so sehr davor.
Wie soll ich die Tage alleine überstehen?
Zwangsläufig denkt man doch daran wie es voriges Jahr war. Es war kein besonders schönes Wetter, aber ER war noch da.

Vielleicht geht es Dir ab nächster Woche, wenn Du Deinen kleinen Hund hast, etwas besser. Auf alle Fälle hast Du dann Ablenkung und etwas, daß Deine ganze Aufmerksamkeit braucht.

Ich freue mich auf ein Zeichen von Dir
Tschüß Christiane
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  #44  
Alt 27.03.2002, 22:49
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Hallo Birgit,

zwar hast Du scheinbar Deinen Partner verloren, ich habe meine Mutter verloren...
Ich denke, da der Schmerz eh unterschiedlich stark ist und sowieso unterschiedlich empfunden wird, kann man die Art der Trauer eh nicht vergleichen...
Jedenfalls steht fest, wir alle hier haben einen geliebten, uns sehr nahe stehenden Menschen verloren !!!
Auch mir hilft des öfteren ein Rotwein - man muß ja nicht gleich die komplette Flasche leeren...
Aber irgendwie kann man das woanders (Arbeitskollegen etc.) nicht so erzählen, man wird ja fast als Alkoholiker abgestempelt. Aber es ist eben sehr entspannend. Schön, zu lesen, dass andere das ebenfalls so sehen...

Dass ich meine liebe Mama nie mehr wiedersehe und all die vertrauten Rituale, die es in 30 Jahren zwischen uns gab, fehlen mir so sehr wie natürlich ihre körperliche Nähe ! Es ist so unerträglich. Vor Ostern und meinem Geburtstag am Montag habe ich seit Wochen richtig Angst und heule jeden Tag ! Wie sehr wird mir ihr Geburtstagskuchen fehlen und die Ostertraditionen, all das gibt es nicht mehr...

Ich habe so sehr an ihr gehangen, ich kann es alles nicht begreifen !!!

Liebe Grüße an Euch alle und erträgliche Feiertage
wünscht Euch Sabine
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  #45  
Alt 29.03.2002, 00:38
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Hallo,
ich mal wieder.
Sabine ich glaub,die meisten Gefühle sind gleich ob Mutter ,Vater oder Mann wie in meinem Fall.Insbesondere der LEERE.Die Sehnsucht und der Wunsch nach nähe ist gleich.Sicher gibt es da auch noch ein paar Unterschiede,aber ohne Wertung.
Katastrophe in jedem Fall.
Hi Margit.Du kannst mich blöde Kuh nennen,aber dank meiner Schwindelei sitzt ich über die Feiertage nun auch allein da.Ich ertrage diese ganzen Dinge nicht,zumal Ostern ´eh negativ belastet ist.Ich ziehe mich freiwillig komplett zurück.Ich weiß ich werde es bereuen,aber nun habe ich schon überall angerufen ud fühle mich (krank) nicht.Bescheuert was?
Meine Schwiegereltern (sagt man das jetzt noch?) haben mich auch eingeladen die ganze Familie ist da.Da krieg ich doch die Kriese und habe mich gleich ausgeladen.Mir hat heute seine Schwester gesagt es ist nun schon über ein halbes Jahr her.Das ist glaube der Punkt,für mich ist es als wäre es erst ein paar Tage her.
Ich habe mir selbst so viel vorgenommen:aufräumen,saubermachen,Garten in Schuss bringen und und ,Das wahrscheinlich gar nichts passiert.
Ach schitt diese Jammerei bringt doch auch nichts.
Ich wünsche alle hier das ihr gut über die Zeit kommt.Vielleicht meldet ihr Euch mal wieder Danke für´s "zuhören" Bis bald Birgit
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