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  #1  
Alt 08.08.2017, 14:50
MartinaJ MartinaJ ist offline
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Standard Du fehlst mir ...

Heute wäre unser 29. Hochzeitstag gewesen.
Aber am 15. Juli hast Du Dich auf Deine letzte Reise gemacht und mich in ein tiefes Tal der Tränen gestürzt.

Erst Ende Mai haben wir die Diagnose erhalten, nach der Op eine gute Prognose. Drei Wochen zu Hause und dann Metasthasen im gesamten Bauchraum und innerhalb einer Woche warst Du fort.

So schnell, dass wir uns nicht einmal mehr aussprechen konnten. Ich wollte Dir noch soviel sagen, was nicht gesagt war. So schnell, dass wir nicht bei Dir waren, als Du gingst. Hätten wir es geahnt, wären wir nicht nach Hause gefahren, sondern hätten Dich bis zum Schluss begleitet. Aber kaum waren wir weg, hast Du Dich davon gemacht. Ich bete, dass Du nicht gemerkt hast, was passiert und dass Du Dich nicht gefragt hast, wo ich jetzt bin, wo Du mich brauchst.

Ich vermisse Deine Stimme und Dein Lachen, Dein "Na, Chefin" und die kleinen Telefonate zwischendurch.
Im Stall läuft alles rund, die Fohlen wachsen und gedeihen. Sie sind beide so tolle kleine Mädchen und ich weine gerade bittere Tränen, dass Dir die Möglichkeit genommen wurde, die Beiden kennen zu lernen. Antares geht es auch gut, ich fahre ihn morgen besuchen.

Ich hab ab heute Urlaub. Unseren Sommerurlaub, den wir zusammen verbringen wollten. Das erste Jahr, wo er mir Angst macht.

Ich würde alles dafür geben, nur noch einmal mit Dir sprechen zu können.
Du fehlst mir so...
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  #2  
Alt 08.08.2017, 19:49
shania shania ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir ...

Liebe Martina, zunächst mal mein Beileid.
Das kommt mir alles so bekannt vor. Mein Mann ist am 11.7 verstorben, er hatte vor 20 Jahren ein Nieren CA, letztes Jahr wurde er 6 Monate auf Lungenentzündung behandelt, dann waren “ganz überraschend“ Grosse Metastasen in Leber, Lunge, Wirbelsäule( musste operativ stabilisiert werden Wege Querschnittgefahr.
Ein Jahr Kampf mit diversen Therapien, nichts hat geholfen. Am Schluss war auch der ganze Bauch voller Metastasen, es war Horror pur. Am vorletzten Tag habe ich ihn ins Hospiz gebracht (wollte er so), es war ein Kampf - er wollte noch nicht sterben und hat bis zum Schluss gehofft- bis er dann am nächsten Tag gegangen ist. Ich konnte bei ihm sein (hatte so ein Bauch Gefühl, obwohl man gesagt hatte dass ich auch heimfahren könne), das hatte er sich auch immer gewünscht.
Vielleicht macht das mir alles etwas leichter, die letzten 20 Minuten war er ganz ruhig und ist dann nach 2 tieferen Atemzügen eingeschlafen, ich war dann noch eine Stunde allein bis die Nachtschwester kam, das war sehr friedlich und gut.
Er fehlt mir auch sehr, obwohl ich ja wusste dass es kommt), auch wir waren über 30 Jahre verheiratet.
Jetzt trösten mich die Tiere, Hund und Kater.
Aber das Leben muss ja weiter gehen -wie auch immer !? Liebe Grüsse Birgit
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  #3  
Alt 08.08.2017, 20:42
Wolle2 Wolle2 ist gerade online
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Standard AW: Du fehlst mir ...

Hallo Martina.

Ich möchte Dir mein tief empfundenes Beileid zum Heimgang Deines Mannes aussprechen. Ich schicke Dir ein Kraftpaket, die kommende Zeit durchzustehen. Dir bleibt die Erinnerung an die gemeinsam erlebte Zeit.

Ein stiller Gruß.
Wolle2.
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  #4  
Alt 09.08.2017, 07:57
Clea Clea ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir ...

Liebe Martina,

mein aufrichtiges Beileid zum Verlust deines Mannes.
Ich wünsche dir, das du bald zur Ruhe kommen kannst.
Dieser Urlaub wird dazu nicht gut sein.
Ich hoffe, du Ast Menschen an deine Seit, die dir beistehen.
Es tut mir sehr leid.
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  #5  
Alt 09.08.2017, 11:50
Benutzerbild von Karin21
Karin21 Karin21 ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir ...

Liebe Martina

mein aufrichtiges Beileid

auch ich habe meinen Mann mit dem ich 29 Jahre zusammen war im letzten Jahr an diese Sch.... Krankheit verloren. Auch er hatte 2 Monate vorher noch eine OP und alles schien sich zum besseren zu wenden.

Diesen Monat jaehrt sich der Todestag zum ersten mal und ich weiss das Dir das jetzt nicht hilft den dafuer ist es noch zu Frisch aber ich kann Dir sagen das die Zeit nicht alle Wunden heilt aber es wird ertraeglicher.

Ich drueck Dich mal wenn ich darf

LG Karin
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  #6  
Alt 09.08.2017, 13:54
meakin86 meakin86 ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir ...

Liebe Martina,

mein tief empfundenes Beileid. Ich weiß, wie du dich fühlst, mache ich doch seit zwei Monaten das Gleiche durch. Nach der unerwarteten Diagnosestellung hatte mein Mann noch sechs Wochen zu leben. Ich versuche irgendwie zu überleben. An einigen Tagen geht es, dann aber falle ich wieder in ein tiefes Loch und weine nur noch. Wir waren 27 Jahre verheiratet, ich vermisse ihn unendlich. Wie hält man diesen Schmerz bloß aus?

Auch dir viel Kraft

Karina
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  #7  
Alt 09.08.2017, 21:12
Benutzerbild von amunet
amunet amunet ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir ...

Liebe Martina,
auch ich möchte dir mein aufrichtiges Beileid aussprechen.Leider weiss ich auch genau wie du dich fühlst
Mein Mann ist vor 2 Monaten an seinem Krebs verstorben.Wir waren 26 Jahre verheiratet.Man weiss einfach nicht wie man die kommende Zeit überstehen soll,wie das Leben ohne ihn weitergehen kann.
Ein ganz kleiner Trost ist es vielleicht das wir mit unserem Leid nicht alleine sind.Das es hier viele Menschen gibt die das gleiche Schicksal erleiden mussten.Wir werden das irgendwie überstehen,nichts anderes würden unsere Männer wollen.Ihr Kampf ist leider verloren-unserer beginnt erst
Liebe Grüße:amunet
__________________
Mein Mann:kleinzelliges Bronchialkarzinom
ED:Ende November 2016
Gestorben am:14.6.2017 mit nur 54 Jahren
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  #8  
Alt 26.08.2017, 17:11
nun_einsam nun_einsam ist offline
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Beiträge: 2
Standard AW: Du fehlst mir ...

Liebe Martina,

Deine Zeilen haben mich sehr betroffen gemacht. Sie haben meine gerade heilenden Wunden wieder aufgerissen, denn meine Mutter ist Mitte Juli, 4 1/2 Wochen nach ihrer Diagnose qualvoll von mir gegangen. Aus Deinen Zeilen lese ich heraus, dass Du Dir Vorwürfe machst, dass Du im letzten Moment nicht bei Deinem geliebten Mann sein konntest. Mir war dies auch nicht vergönnt, aber ich konnte mich trotzdem verabschieden und ihr sagen, wie sehr ich sie lieb hatte. Dieses Privileg hatte ich bei meinem Vater und bei meinen Großeltern nicht, die recht plötzlich verstarben. Nun sitze ich hier, mit einer Hand voll Asche in einer Mini-Urne und fühle, wie schmerzvoll dieser Verlust ist. Ich komm damit irgendwie nicht klar. Aber ich weiß auch, dass es aus jedem Tal einen Weg heraus gibt. Diesen wünsche ich Dir. Alles Gute für Dich!

nun_einsam
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  #9  
Alt 02.10.2017, 17:42
Miggel1966 Miggel1966 ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir ...

Liebe Martina,

auch ich weiß sehr genau, was Du grad durchmachst.
Ich habe auch meinen Mann, den ich sehr geliebt habe, am 11.9. durch diese Sch...Krankheit verloren. Diagnose BSDK Anfang Juli, dann 2 harte Chemos und doch nicht geschafft. Es war grausam, sich diesen Leidensweg mit anzuschauen. Ich hatte bis zum Schluss meine Hoffnung nicht aufgegeben und am Sonntag, den 10.09. wusste ich, dass er geht. So war es dann auch, am 11.09. 2 Uhr. Seitdem ist mein Leben nur noch ein Funtionieren, nichts ist mehr so, wie es war. Er fehlt mir so wahnsinnig, seine Stimme, seine Wärme, die Sicherheit, die er mir gegeben hat. Es ist mir irgendwie alles egal geworden.
Ich bin froh, über jeden Tag, der vorbei geht, um dann erschöpft in ein paar Stunden Schlaf zu fallen ( nicht ohne Beruhigungs- und Schlafmittel ) Ich habe Angst vor der Zukunft. Ich weiß einfach nichts mehr !

Ständig mache ich mir auch Gedanken und Vorwürfe , haben die Ärzte genug getan ? Habe ich alles getan ? Ich bin bis zum Schluss im Krankenhaus bei ihm geblieben, habe alles mit erlebt, seitdem kriege ich das Bild nicht mehr aus dem Kopf !!!!

Viele sagen, dass es mit der Zeit erträglicher wird, ich hoffe, es wird so sein.

Trotzdem bleibt die Einsamkeit, sehr oft kommt der Gedanke " Niemals kommt er wieder " !!!!

Ich werde ihn immer in meinem Herzen haben !!!!

Liebe Grüße

Miggel
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  #10  
Alt 11.10.2017, 14:47
MartinaJ MartinaJ ist offline
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Registriert seit: 16.07.2017
Beiträge: 3
Standard AW: Du fehlst mir ...

Es wird besser. Auch wenn ich mich immer wieder dabei erwischen, dass ich denke, dass muss ich jetzt Manfred erzählen. Und in der nächsten Sekunde spüre ich einen Schmerz als ob ich einen Schlag in den Magen bekommen hätte - ich kann ihm nichts mehr erzählen!
Mittlerweile bin ich froh für ihn, dass es so schnell gegangen ist. Eigentlich hatte er nur wenige wirklich schlimme Stunden. Wer weiß, was ihm erspart geblieben ist.
Und ich bin wütend, weil er nie zum Arzt gegangen ist. Und auf mich, weil ich ihn nie gezwungen habe. Vielleicht hätte er ja eine Chance gehabt.

Er wird mir immer fehlen und ich bedauere ihn, für die vielen Dinge, die er verpasst.
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  #11  
Alt 15.10.2017, 00:27
sanne2 sanne2 ist offline
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Registriert seit: 17.08.2005
Beiträge: 1.007
Standard AW: Du fehlst mir ...

Hallo liebe Martina.
Bitte mache dir keine Vorwürfe, dass du deinen Mann nicht zu Arztterminen "gezwungen" hast.
Auch wenn es sich "abgedroschen" anhört, aber dein Mann war für sich selber verantwortlich, nicht du!

Meinem Mann habe ich diverse Meinungen eingeholt, die er auch befolgt hat. Mehrere 100 Kilometer von unserem Heimatort entfernt und er hat sie befolgt, weil er nicht sterben wollte.
Dennoch hatte er es nicht geschafft. 6 Tage vor unserem 30 Hochzeitstag musste er gehen, obwohl er nicht wollte.
Damit möchte ich nur klarstellen, dass du wirklich keine Schuld hast oder trägst, sondern das Schicksal anders entschieden hat.

Ehrlich gesagt ärgere ich mich über vergleiche, wenn ein Elternteil verstorben ist, versus Ehehälfte.

Trauern wird jeder! Auch ich habe meine Mutter an Krebs verloren und dachte, es nicht überleben zu können.
Allerdings muss ich persönlich sagen, inzwischen, dass es verschiedene Arten von Trauer gibt.
Es ist ein ganz großer Unterschied, ob ein Elternteil vor mir verstirbt ( so ist es der Lauf des Lebens. Schlimm wäre es für das Elternteil anders herum), oder ob meine "Lebenshälfte" vor mir verstirbt. Mein Leben und mein Lebensinhalt.

Liebe und verständnisvolle Grüße,

Sanne
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