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  #1  
Alt 18.01.2015, 12:15
Veruschka Veruschka ist offline
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Standard Kinderwunsch nach BEACOPP

Ihr Lieben,

meine Tochter ist ja an Hodgkin erkrankt, Stadium 3a.
Die Chemo (6x BEACOPP eskaliert) beginnt Ende Januar.

Anna hat mir gestern ihren Plan eröffnet:
Ende Mai ist sie mit der Chemo durch.
Dann wird erholt: Juni und Juli. Vielleicht noch August.
Und dann will sie anfangen mit dem Versuch, schwanger zu werden, sich also ihre Eizellen einsetzen zu lassen. Weil sie beschlossen hat, noch in diesem Jahr schwanger zu werden.
Das 2. Kind kann ja dann bestenfalls "von alleine" kommen, falls sich der Körper soweit regeneriert, dass das möglich ist.

Abgesehen davon, dass ich 1. diese Lebensenergie und Entschlossenheit beeindruckend finde, 2. sie dafür nur drücken kann und sie bestärken, 3. das ihre Sache ist und ich mich günstigstenfalls völligst närrisch freue, wenn ein Baby kommen wird...
... abgesehen von all dem wüßte ich gerne, ob Ihr so etwas überhaupt für möglich haltet? Gibt es solche Erfahrungen?

Ich freue mich über Rückmeldungen jeder Art!

Danke und liebe Grüße von Vera
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  #2  
Alt 18.01.2015, 14:45
simi1 simi1 ist offline
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Standard AW: Kinderwunsch nach BEACOPP

Liebe Vera,

eigene diesbezügliche Erfahrungen habe ich natürlich keine, möchte aber dennoch einen Denkanstoß geben:
Ein Embryo benötigt optimale Voraussetzungen, um sich erfolgreich einnisten und zu einem gesunden Baby entwickeln zu können. Die Anzahl der "Eisbärchen" ist jedoch nicht unbegrenzt. Daher würde ich erst dann einen Versuch wagen, wenn Onkologen und Gyns uneingeschränkt grünes Licht geben und sich deine Tochter absolut fit fühlt.

Alles Gute und herzliche Grüße
Simi
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  #3  
Alt 18.01.2015, 14:59
gilda2007 gilda2007 ist offline
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Standard AW: Kinderwunsch nach BEACOPP

Nun ja, sie hat noch nicht mal mit der Chemo angefangen. Vorher hat man ganz viele Ideen -- einfach auch, um sich abzulenken, in die Zukunft blicken zu können etc. Man möchte nicht, dass sich das Leben ändert, will glauben, dass es auch danach eine Normalität geben wird.

Bis sie tatsächlich mit der Chemo durch ist, kann sie das ganz anders sehen. Ich würde das erstmal als Plan sehen, der am Ende dann vielleicht nur einer von mehreren war. Auch ihre Ärzte werden ihr zu gegebener Zeit dann sagen, ob es sinnvoll ist. Jetzt ist einfach nicht der richtige Zeitpunkt.

Ich würde sie ihre Pläne machen lassen und erst, wenn es wirklich akut wird, das Für und Wider diskutieren mit dem Wissen, das man bis dahin dann hat.

Alles Gute und viel Geduld!
__________________
lg
gilda
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  #4  
Alt 18.01.2015, 16:29
Tigra Tigra ist offline
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Standard AW: Kinderwunsch nach BEACOPP

Mir wurde sehr nahe gelegt mit dem Kinderwunsch zwei Jahre zu warten! So realistisch muss man schon sein, das die rücckfallquote in den ersten zwei Jahren am höchsten ist und der Körper auch erst wieder die Kraft und abwehrtätigkeit aufnehmen muss, um eine Schwangerschaft durchzustehen!

Ich selbst hab ja noch keine Kinder, aber eine Schwangerschaft zehrt bestimmt ganz schön! Noch ist es ja noch hin bis wir (deine Tochter und ich unsere Therapie abgeschlossen haben! Bei uns steht dann erstmal der Hausbau und die kirchliche Hochzeit als nächstes Ziel an! Dann sehen wir weiter ob es auf natürlichem Wege auch noch klappt!

Möglich ist alles!!!!!
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  #5  
Alt 15.03.2015, 13:50
Veruschka Veruschka ist offline
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Beiträge: 48
Standard BEACOPP Tag 8 :(

Liebe Foris,

meine Tochter Anna ist gerade im 3. Zyklus BEACOPP.
Im Großen und Ganzen packt sie es ganz gut, hat die ersten Tage mit der Übelkeit viel besser im Griff als beim ersten Mal; und es gibt (wie vermutlich bei allen) bessere und schlechtere Tage...
Ziemlich katastrophal war bei Zyklus 1+2 der Tag 8. Ein paar Stunden, nachdem alles drin ist, bricht sozusagen ihr ganzes System zusammen: Schmerzen, Schüttelfrost, Schwächeanfälle.
Letztes Mal blieben ihr fast bis zum Zyklusende starke Kopfschmerzen.
Jeden Tag, heftigst.
Ist das "normal"?
Hat jemand Tipps?
Sie hat jetzt natürlich Panik vor den nächsten Tagen, das verstehe ich gut. Eigentlich ist sie sehr tapfer, aber jetzt hängt die Psyche doch ab und zu mal durch.

Allen Lesern hier noch einen schönen Sonntag!
Der Frühling kommt
Liebe Grüße, Vera
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  #6  
Alt 15.03.2015, 13:57
Elisabethh.1900 Elisabethh.1900 ist offline
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Beiträge: 2.173
Standard AW: BEACOPP Tag 8 :(

Liebe Veruschka,
bitte besprecht die Schwierigkeiten, die sie an Tag 8 hat einmal mit den behandelnden Ärzten, mit der Umstellung der Begleitmedikation kann man ihr da sicherlich helfen. Wichtig ist,dass die Ärzte von den Schwierigkeiten wissen.

Zitat:
Sie hat jetzt natürlich Panik vor den nächsten Tagen, das verstehe ich gut. Eigentlich ist sie sehr tapfer, aber jetzt hängt die Psyche doch ab und zu mal durch
.

Bitte fragt nach psychologischer Unterstützung für deine Tochter, es gibt spezielle Entspannungsmethoden, die ihr hier weiterhelfen können.Diese Angst vor der nächsten Behandlung kann die Beschwerden noch verstärken.

Für die kommende Behandlung möchte ich euch noch ein großes Kraftpaket auf die Reise schicken.

Tschüß,
Elisabethh.
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  #7  
Alt 16.03.2015, 15:23
simi1 simi1 ist offline
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Beiträge: 767
Standard AW: Kinderwunsch nach BEACOPP

Liebe Vera,

vergesst nicht das "Bergfest" gebührend zu feiern.
Das gab meiner Tochter immer große Motivation.

Anna soll die Ärzte eindringlich auf medikamentöse Erleichterung ansprechen. Sicherlich ist es möglich, den gefürchteten Tag 8 auch weitestgehend zu verschlafen.
Heldentum hilft wenig, wenn sich daraus Angst und Panik entwickeln.

Alles alles Gute
Simi
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  #8  
Alt 16.03.2015, 15:27
Veruschka Veruschka ist offline
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Beiträge: 48
Standard AW: Kinderwunsch nach BEACOPP

BERGFEST!!!
Das ist supi, danke!!
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  #9  
Alt 23.04.2015, 20:21
Veruschka Veruschka ist offline
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Beiträge: 48
Standard AW: Kinderwunsch nach BEACOPP

Hallo Ihr Lieben,

Anna hat gerade den 8.Tag vom 5. Zyklus Beacopp überstanden. Am Morgen hatte sie noch einen Leukozyten-Wert von 0,6
Jetzt kommen ja erst noch die Tage, an denen es bergab geht mit Tiefpunkt am 10./11. Tag...
Letzte Woche hat sie eine Bluttransfusion bekommen, weil die roten Blutkörperchen so mies waren. Anscheinend hatte das aber keinen Einfluß auf die Leukos?
Was passiert denn, wenn der Wert noch weiter in den Keller geht? Außer dass sie extrem aufpassen muss, weil sie so anfällig ist?
Was gibt es noch für Gefahren und was kann gemacht werden?
Morgen hat sie einen Termin im KH, da wird es nochmal kontrolliert.

Das alles geht an die Substanz, das merken wir alle inzwischen.
Anna hatte einige Tage, an denen die Psyche sehr angeschlagen war, der Körper wehrt sich, es hebt sie, sie wird gebeutelt auf dem Weg zur Chemo und kann kaum was entgegensetzen.
Sie macht ja alles weiter tapfer weiter, aber es ist schwer, das mit anzusehen und nichts tun zu können.

Aber die Hoffnung ist da. Und der Weg wird immer kürzer!

Es grüßt Euch herzlich
Vera
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