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  #1  
Alt 26.09.2018, 14:21
Nothingtodo Nothingtodo ist offline
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Standard Lungenkrebs in der Familie

Hallo und schönen Tag wünsch ich euch, ich bin ganz neu und wollte wissen ob es hier welche mit der selben Diagnose gibt:

Es geht um meinen Vater, er hat die Diagnose Lungenkrebs bekommen vor 4 Wochen, er hatte nur an der Niere Metastasen (leicht) und gestern wurde nach PET CT und Lungenbiopsie festgestellt, Metastasen an Leber, Lunge, Niere und den Knochen, er hat Schmerzen sodass er nicht mehr schlafen kann obwohl es so wichtig wäre für Ihn, ich habe ihm nun Hanföl besorgt und mit dem sind die Schmerzen wesentlich besser geworden, ich weiss heilen wird es ihn nicht aber die Chemo die er nächste Woche startet wird etwas erträglicher hoffe ich, ich werde es euch berichten.

Der Doc. meinte es könnte sehr schnell gehen und es könnte in 4 Wochen zu Ende sein jedoch auch ein halbes Jahr, genaue Prognosen geben sie ihm nicht, es ist ein kleinzelliger Lungenkrebs.

Weiters ist es im KH alles andere als leicht keiner weiss vom anderen was, der Lungenarzt weiss nicht was mit der Leber ist usw.... alles muss man sich zusammensuchen um an Infos zu kommen, er hatte im Jänner den Krebs bereits nur haben Sie ihm damals gesagt es sei eine Lungentzündung, hätte man den Krebs schon dort entdeckt wäre er wahrscheinlich von Metasten verschont geblieben, aber ja ich weiss alles Spekulationen.

Für mich ist das alles so unrealistisch, wir sitzen normal am Tisch und natürlich er hat viel abgenommen, jedoch sieht er nicht so schlecht aus, hört sich blöd an aber erst wenn ein Mensch im bett liegt wirkt es realistischer.

Wer macht dasselbe durch, meine Mama tud mir einfach sehr Leid und mein Vater natürlich noch mehr , die Gesamtsituation ist echt unbeschreiblich. Ich weiss gar nicht wie es weitergehen soll, was ich sagen soll, er tud recht stark aber gut geht es ihm sicher nicht......

hoffe auf Nachrichten von euch

Geändert von Nothingtodo (26.09.2018 um 14:25 Uhr)
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  #2  
Alt 27.09.2018, 09:29
Beccamaus Beccamaus ist offline
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Standard AW: Lungenkrebs in der Familie

Hallo,

ich weiß ganz genau wie du dich fühlst. Mein Papa hatte auch so viel abgenommen und dann bekamen wir die Schockdiagnose. Zu dem Zeitpunkt hatte mein Papa auch schon Metastasen in Lunge, Knochen, Nebenniere und Milz. Hauptkrebs war Lunge, aber ein Adenokrebs und kein Kleinzeller. Leider muss ich dir ehrlich sagen, das ein Kleinzeller sehr schnell und aggressiv wächst. Ich selber bin Krankenschwester und habe mich so intensiv mit diesem Thema befasst, das ich sagen kann , ich kenne mich gut aus. Ich habe meinen Papa in ein Naturheilkundezentrum für eine Woche unter gebracht, die haben ihn so toll aufgebaut das er ambulant weiter machte und er eine super gute Zeit hatte. Aber auch diese Zeit ist nach ca 8 Monaten vorbei gewesen und dann ging es Berg ab...die Metastasen wuchsen und wuchsen, meine Mama war nur noch ein Schatten ihrer selbst und wir haben alle, auch mein Daddy, beschlossen das wir ihn zu Hause nicht mehr pflegen konnten. Daddy ging 3 Monate vor seinem Versterben ins Hospiz und es war rückblickend die beste Entscheidung. Mutti kam zu Kräften und konnte meinen Papa begleiten. In jeder Krise die Daddy hatte, konnte schnell reagiert werden. Und er hatte wegen der Knochenmetastasen echt Schmerzen, das hätten wir zu Haus nicht leisten können und das obwohl er zu Hause schon eine Morphinpumpe hatte!
Was ich dir damit sagen will, alles kommt anders wie man denkt. Ich kann nur sagen das die Naturheilkunde ganz viel für das Wohlbefinden tun kann und das es nicht schlimm ist sich Hilfe zu suchen. Sucht euch ein Palliativnetzwerk, einen ambulanten Palliativpflegedienst und scheut euch nicht vor der Entscheidung Hospiz oder zu Hause. Und vor allem - klärt jetzt was dein Daddy in seiner letzten Lebensphase möchte. Wir mussten leider auch in der Krankheitsphase die Patientenverfügung machen. Aber so wussten wir was er möchte und was nicht. Das ist sehr sehr wichtig das man sich im Nachhinein keine Vorwürfe macht.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die kommende Zeit und sei dankbar für jeden Tag und nutze diesen intensiv. Aber das wirst du eh sicher machen. Es wird für alle eine schwere Zeit, noch heute haben wir (meine Mama und meine Schwestern) sehr dran zu knubbern. Aber wir sind noch enger zusammen gewachsen als wir eh schon waren und das hilft.

LG
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  #3  
Alt 28.09.2018, 13:46
Nothingtodo Nothingtodo ist offline
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Standard AW: Lungenkrebs in der Familie

Danke für deine Antwort ja für mich ist es unerklärlich er soll so schnell und agressiv sein und jetzt wartet er wieder 1 woche bis der befund da ist wegen chemo ich versteh das nicht, das es soo schnell gehen soll oder kann ist für mich unreal.....
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  #4  
Alt 28.09.2018, 20:44
Beccamaus Beccamaus ist offline
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Standard AW: Lungenkrebs in der Familie

Meinst ihr eine Chemo verkraftet euer Papa?
__________________
Mein Daddy
* 04.08.1947 25.06.2018

ED: 03.04.2017 (metastasierendes Lungenkarzinom (Adeno))


-------- Somewhere over the Rainbow---------
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  #5  
Alt 28.09.2018, 20:56
Nothingtodo Nothingtodo ist offline
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Standard AW: Lungenkrebs in der Familie

Die Ärzte sagen dass die chemo nur machen dass er die schmerzen erträgt. Jedoch tun die schon 4 wochen nichts
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  #6  
Alt 03.10.2018, 11:09
Nothingtodo Nothingtodo ist offline
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Standard AW: Lungenkrebs in der Familie

Er ist jetzt am weg Ins Kh, er hätte erst morgen Befundbesprechung bzgl. Chemo usw. Er ist sehr schwach und isst und trinkt kaum noch was, er hat kaum mehr Schmerzen und schläft viel. Da er so viel wasser hat und nucht gut aussieht hat der Hausarzt nun die rettung angerufen und ich warte ab wie es ihm geht.
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  #7  
Alt 06.10.2018, 17:29
Nothingtodo Nothingtodo ist offline
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Standard AW: Lungenkrebs in der Familie

Heute ist er in unseren Armen eingeschlafen..
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  #8  
Alt 08.10.2018, 17:44
Positiv_Denken Positiv_Denken ist offline
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Standard AW: Lungenkrebs in der Familie

Es tut mir sehr leid. Man findet für diese Situation keine wirklich tröstenden Worte.
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  #9  
Alt 09.10.2018, 14:49
Nothingtodo Nothingtodo ist offline
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Standard AW: Lungenkrebs in der Familie

Danke, aber das es soo schnell ging damit hanen wir wirklich nucht gerrechnet, er ist nzn mlt 51 Jahren von uns gegangen und vor 1 woche waren wir noch gemeinsam essen.... ich versteh die welt nicht mehr
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  #10  
Alt 10.10.2018, 16:00
Positiv_Denken Positiv_Denken ist offline
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Standard AW: Lungenkrebs in der Familie

51 Jahre ist kein Alter.

Ich weiß das tröstet erstmal nicht. Aber für ihn war es vermutlich der richtige Weg. Meine Mutter ist 3 Monate nach der Diagnose gestorben. Das war nicht ganz so schnell wie bei Deinem Vater. Aber im Nachhinein bin ich froh, dass ihr der wahrscheinlich qualvollen Weg mit einer Chemo erspart blieb. Sie hätte durch eine Chemo vielleicht 6 Monate länger gelebt. Aber zu welchem Preis?

Mir hat es geholfen viel darüber zu reden. Jeder trauert anders. Ich hoffe Du findest Deinen Weg mit dem Verlust umgehen zu können.
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  #11  
Alt 10.10.2018, 16:41
Clea Clea ist offline
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Beiträge: 457
Standard AW: Lungenkrebs in der Familie

Mein aufrichtiges Beileid.
Es ist weder fair noch irgendwie zu verstehen.
Es ist einfach nur gemein.
Ich wünsche euch viel Kraft, diese schwere Zeit durchzustehen.
__________________
Meine Ma
17.9.1957-19.2.2017, 59 Jahre, Lungenkrebs mit Hirnmetastasen
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  #12  
Alt 12.10.2018, 19:49
Nothingtodo Nothingtodo ist offline
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Beiträge: 8
Standard AW: Lungenkrebs in der Familie

Danke Ihr seits echt lieb, ja es ist schwer denn nach 3 Tagen KH denke ich auch andere sitzen da Monate und sehen die eltern Leiden, jedoch war es sehr schnell, er hatte eine lebervergiftung dies machte ihn so schläfrig und gelb, eine chemo hätte die leber nicht geschafft, und als die werte besser wurden kam eine lungenblutung an die er erstickte, 1h zuvor sagte ich ihm er darf gehen er flüsterte nein ich kämpfe, das war einer meiner schlimmsten momente meines Lebens.
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  #13  
Alt 14.10.2018, 12:28
Sorgen Sorgen ist offline
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Beiträge: 6
Standard AW: Lungenkrebs in der Familie

Nothingtodo, nichts tun zu können ist wohl das Schlimmste und ich kenne deine Lage nur zu gut aus eigener Erfahrung. Jemand den man liebt gehen lassen zu müssen tut weh. Du und deine Familie haben mein tief nachempfundenes Beileid. Du bist mit deinem Schmerz nicht allein..... zum Trost:

Meine Frau starb vor 3 1/2 Jahren nach einer schlimmen Hirnblutung in meinen Armen (nach 48 Jahren glücklicher Ehe). Doch das Schicksal, Gott, schickte mir eine Hilfe zur Pflege aus Polen. Zwischen ihr und mir gibt es eine neue Liebe und ein neues Leben. Es hat mir das Leben gerettet. Doch heute bange ich wieder. Meine Zukünftige hat Brustkrebs. Unsere Zukunft ist ungewiß, aber es gibt eine Zukunft. Deine "Verletzungen" werden ein wenig heilen, weg gehen werden sie leider nie.

Viel Glück

Geändert von gitti2002 (14.10.2018 um 21:33 Uhr)
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  #14  
Alt 19.11.2018, 09:13
Beccamaus Beccamaus ist offline
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Standard AW: Lungenkrebs in der Familie

Nothingtodo,

mit Bestürzen lese ich deinen Verlust. Es tut mir unfassbar leid

Krebs ist ein echtes Arschloch und ich hasse ihn...deswegen musste ich mich längere Zeit distanzieren weil ich von dieser Krankheit Abstand brauchte. Es ist einfach Wahnsinn wie schnell alles gehen kann...ich wünsche dir für die kommende Zeit ganz viel Kraft. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit werden wir die alle gebrauchen können
__________________
Mein Daddy
* 04.08.1947 25.06.2018

ED: 03.04.2017 (metastasierendes Lungenkarzinom (Adeno))


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