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  #1  
Alt 21.01.2005, 12:28
Gast
 
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Standard optimale Betreung für Krebspatienten ?

folgende Situtation:

Es wurde ein Hautkrebs am Arm festgestellt und dieser chirurgisch entfernt. Danach ein Tumor in der Lunge
und einer im Gehirn entfernt. Kurz darauf wieder 2
Metastasen im Gehirn festgestellt. Daraufhin wurde mit einer
Chemotherapie in Tablettenform und punktuelle Bestrahlung im
Gehirn begonnen. Dieses wirkte sich sehr belastend auf den
Körper aus.
Meine Fragen: Begleitet wird die Therapie durch den Hautarzt. Gibt es Fachärzte ,welche sich auf Chemotherapie spezializiert haben, oder bin ich beim Hautarzt in den richtigen Händen?
Gibt es nachgewiese Erfolge über Naturheilverfahren statt Chemo?
Vielen Dank für Eure Unterstützung
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  #2  
Alt 21.01.2005, 15:16
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard optimale Betreung für Krebspatienten ?

Hallo Hans,

willkommen (leider) hier im Forum. Du bist mit Organmetastasen ja Stadium IV, da sollte man sich unbedingt in einem Melanomzentrum (Uniklinik) behandeln lassen. Nur da sind die vielen Studien mit den neuen Medikamenten und die Impfungen im Gange. Ohne neueste Forschung ist man sonst so ziemlich verloren. Die zusätzliche Begleitung durch einen niedergelassenen Arzt wäre am besten durch einen Onkologen durchzuführen, falls keiner in der Nähe ist, auch durch einen Internisten.

Ich schaue jeden Tag ins US-Melanomforum www.mpip.org/bb/bbindex.html . Dort gibt es sehr sehr viele Stadium-IV-Patienten. Sie sind so gut wie alle in Unikliniken in Behandlung. Vielleicht kannst du genügend Englisch, dass du dir einen Eindruck verschaffen kannst. Ich wünschte, unser Forum hier wäre auch solch eine Austauschmöglichkeit für Stadium IV.

Als übliches Chemomedikament hast du sicher Dacarbarzin (DTIC) bekommen oder eine Polytherapie aus mehreren Stoffen. Bei Hirnmetastasen ist ja das Problem, dass nur wenige Medikamente "liquorgängig" sind, d. h. die Blutschranke zum Gehirn kann nicht überwunden werden. Im US-Forum lese ich im Augenblick am meisten über T&T-Studien (Temodar & Thalidomid) als Chemo. Wenn Chemo die Hirnmetastasen nicht ansprechen lässt, versuchen es die meisten mit einer Ganzhirn-Bestrahlung. Wenn das nicht hilft, wird mit dem Gamma-Knife "bestrahlt". Das gibt es bisher nur an 2-3 Standorten in Deutschland und wird oft nicht von den Kassen bezahlt.

Studien über Naturheilverfahren gibt es für einige Krebsarten, allerdings nicht immer nach wissenschaftlichen Kriterien. Speziell für das Melanom gibt es so gut wie gar keine Studien auf diesem Gebiet. Und da wir wissen, dass nicht jede Krebsart auf jedes Medikament reagiert, ist es jedem persönlich überlassen, das auszuprobieren, was bei anderen Krebsarten das Immunsystem unterstützt. Neulich war ein Immunologie-Professor im Fernsehen, der darauf hingewiesen hat, dass insbesondere der psychische Effekt (das Dran-Glauben) Erfolge bringen kann.

Fürs Melanom sind bisher zwei Mistelstudien durchgeführt worden. Sie haben insbesondere bei Hirnmetastasen Verschlechterung gezeigt.

Ich hoffe, dass ich dir, obwohl ich nur Stadium III bin, ein wenig Anregung geben konnte.

LG Monika
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  #3  
Alt 22.01.2005, 16:22
Gast
 
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Standard optimale Betreung für Krebspatienten ?

Hallo Hans,

hab gerade im US-Forum gelesen, dass bei Hirnmetastasen Fotomustin oder Temodar als Chemo gegeben wird - beide Medikamente sind liquorgängig. Zu finden unter http://www.mpip.org/bb/messages/260353.html

Eine Engländerin aus dem US-Forum nimmt an der Bayer-Studie teil (BAY43-9006) und hat damit die Bildung von Hirnmetastasen leider nicht verhindert können. Sie hat gerade die frische Diagnose bekommen - und wie ich sie kenne, wird sie in den nächsten Tagen die anderen viel über anstehende Behandlungsmöglichkeiten bei Hirnmetastasen fragen. Vielleicht liest du im US-Forum einfach mal mit!
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  #4  
Alt 30.01.2005, 19:05
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard optimale Betreung für Krebspatienten ?

Hallo lieber Hans und liebe Monika,

die Behauptung, daß Mistel beim MM kontraindiziert sei, ist inzwischen eindeutig widerlegt:
Ärztezeitung,
Forschung und Praxis, 30.07.2004


Mistelextrakt stimuliert das Tumorwachstum nicht

Die postoperative Langzeittherapie mit dem standardisierten Mistelextrakt Iscador® ist auch bei Patienten mit malignem Melanom und hohem Risiko (AJCC / UICC-Stadien II und III) gut verträglich und unbedenklich. Es wird keine Stimulation des Tumorwachstums oder eine Häufung von Gehirnmetastasen beobachtet.

Mit dem Mistelextrakt werden offensichtlich die melanombedingte und die Gesamtmortalität gesenkt, und die tumorfreie Überlebenszeit (ohne Rezidive oder Metastasen) wird verlängert. Häufigste unerwünschte Wirkung (elf Prozent) waren Lokalreaktionen an der Einstichstelle.

Dies geht aus einer Studie von Privatdozent Matthias Augustin von der Universitäts-Hautklinik Freiburg hervor, die er bei einer Pressekonferenz des Unternehmens Weleda während des Deutschen Krebskongresses in Berlin vorgestellt hat.

Von 686 Patienten mit malignem Melanom und hohem Risiko (AJCC / UICC-Stadien II und III) wurden postoperativ 329 Patienten für im Mittel 30 Monate mit dem Mistelextrakt behandelt. Die 357 Patienten der Kontrollgruppe erhielten keine zusätzliche Therapie. Die mediane Beobachtungszeit betrug 81 Monate in der Prüf- und 52 Monate in der Kontrollgruppe. (eb)
Quelle:http://www.aerztezeitung.de/docs/200.../393f2203.asp?
cat=/medizin/krebs

Als sicher ist auch anzusehen, daß Selen in der MM-Therapie ausgesprochen hilfreich ist, sowie Enzyme und Vitamine (vorallem Vitamin C).

Liebe Grüße

Claudia J.
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