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  #1  
Alt 23.12.2012, 14:27
aquila aquila ist offline
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Standard Rektum-CA mit Verdacht Knochenmetastasen

Hallo.
Ich bin neu hier und hoffe, es ist der richtige Bereich für meine Frage(-n).

Mein Lebensgefährte (Ende 40) hat ein Rektum-CA. Dies ist im Rahmen einer (ersten) Routine-Krebsvorsorgeuntersuchung entdeckt worden.
Beschwerden etwaiger Art hatte und hat er (noch) nicht.

Das Karzinom war relativ großflächig, konnte aber erfolgreich bestrahlt werden und eigentlich waren die Heilungsaussichten da noch gut. (OP ist Anf. Jan.)
Es wurde auch überall umfangreich nach Metastasen gesucht (speziell Lunge und Leber, da die wohl "first in line" sind, d.h. meist als erste betroffen, wenn es gestreut hat, aber auch überall sonst.)
Kein Befund und/oder Verdacht irgendwo.
Bei dem MRT nach der Bestrahlung wurden dann leider ossäre Herde entdeckt.
Szintigraphie hat das dann bestätigt. Wirbelsäule und Becken.
Es wird sich also höchstwahrscheinlich um Knochenmetastasen handeln.
Die Knochenbiopsie erfolgt im Rahmen der Rektum-OP im Jan.
Die Lage und/oder Anordnung der Metastasen sieht aber lt. aller Ärzte eher nach einem Prostatakarzinom aus, nicht nach einem Darm-CA. Möglich sei das allerdings durchaus auch.
Im Rahmen der urpsrüngl. Vorsorgeuntersuchung wurde wegen leicht erhöhtem PSA-Wert (6) auch Prostatabiopsie vorgenommen (Ultraschall unauffällig). Alle 16 Stanzen ohne Befund.
Nun wurde unter Narkose nochmal Prostata-Biopsie gemacht (24 Stanzen), Ergebnis im Jan. (wegen Feiertage).

Das ist der Status, nun meine Fragen, von denen ich hoffe, dass hier vielleicht Erfahrungswerte von Betroffenen mir etwas Antworten geben.

1. Frage: Die Prognose bei Knochenmetastasen vom Darm-CA ist wohl sehr schlecht. Laut Internet im Schnitt unter einem Jahr.
Soweit ich rausgelesen habe, sind aber bei Knochenmetastasen meist schon vorher andere Organe längst betroffen. Außerdem wird meist von Tumoren im Knochenmark gesprochen, nicht im Knochen selbst (was wohl ein Unterschied ist, soweit ich verstehe). Laut unseres Onkologen ist aber der extra genommene Blutwert ok, d.h. es liegt laut seiner Aussage "keine Erkrankung des Knochenmark selbst" vor.
DAS widerum ist laut i-net aber doch sehr untypisch, oder nicht? Also wenn es von Darmkrebs kommt, jedenfalls...
Und hat die Tatsache, dass weder Knochenmark, noch andere Organe (soweit jedenfalls laut MRT und CT und Blutwerte) betroffen zu sein scheinen ggfls. eine Auswirkung auf die Prognose?

2. Frage: Es soll wohl möglich sein, laut unseres wirklich guten Onkologen, dass das Prostatakarzinom selbst sich zurückgebildet hat, nachdem es in den Knochen metastasiert hat. Das soll wohl durchaus vorkommen. Sollten die Metastasen also von der Prostata kommen, und somit hormonsensibel sein, sei die Prognose deutlich besser. Heilung natürlich auch dann nicht mehr möglich, aber die Lebenserwartung kann dann wohl offenbar durchaus noch mehrere Jahre betragen, wenn die Tumore sich einige Zeit mit Hormonen (chem. Kastration) stoppen lassen.
Hat oder kennt jemand so einen Fall, so das "Ursprungs-CA" in der Prostata nicht mehr nachweisbar war und die Knochenmetastasen trotzdem daher kamen? Und wenn ja, wie war/ist da im jeweiligen Fall der weitere Verlauf (gewesen)...?

3. Frage: Ist es wohl überhaupt auch möglich, dass die gefundenen "ossären Herde" womöglich gar nicht bösartig sind...? Laut unserem Onkologen wäre das extrem selten, weil gutartige Knochentumore wohl höchstens mal 1 oder 2 auftauchen, nicht aber mehrere kleine...

Freue mich über alle Infos und Erfahrungen, die ihr für mich habt.
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  #2  
Alt 24.12.2012, 14:22
Arsinoe Arsinoe ist offline
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Standard AW: Rektum-CA mit Verdacht Knochenmetastasen

Hallo Aquila
Kein schöner Anlass, der dich zu uns geführt hat, trotzdem herzlich willkommen!
Es tut mir sehr leid für euch, dass dein Lebenspartner unter dieser Krankheit leiden muss und ich wünsche ihm alles Gute!
Das Warten auf die Ergebnisse ist sicher ziemlich nervtötend ...
Das klingt alles ziemlich speziell. Ich persönlich kann dir leider überhaupt keine deiner Fragen beantworten und ich weiss auch nicht, ob es hier jemanden hat, der das kann.
Vielleicht wäre es schlau, wenn du deine Fragen auch im Unterforum zum Thema Prostatakrebs postest?
Liebe Grüsse
Arsinoe
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  #3  
Alt 25.12.2012, 12:37
aquila aquila ist offline
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Standard AW: Rektum-CA mit Verdacht Knochenmetastasen

Hallo Arsinoe.
Danke für die guten Wünsche.
Ja, der Fall kommt mir auch bei meinem Info-Stand sehr speziell vor...
Darmkrebs mit Knochenmetastasen aber ohne - feststellbaren - Befall anderer Organe...? Das ist wohl sehr ungewöhnlich...
Meist ist bei Knochenmetastasen schon längst Leber/Lunge oder so befallen. Und zwar so, das man es auf MRT und/oder CT auch sehen würde.
Andererseits ist der Befall und die Form des Befalls der Knochen wohl absolut typisch für Prostata. Dort aber wie gesagt 16 Stanzen o.B.
Außerdem liest man so viel verschiedenes über die Prognose...
Eigentlich heißt Knochenmetastasen bei Darm-CA wohl dass es fix zuende geht, also im Mittel noch dreiviertel Jahr. Andererseits liest man bei Wiki sogar, dass wenn es NUR die Knochen mit Metastasen betrifft, der Patient da dann noch Jahre mit leben kann...

Ich denke, ich muss einfach erstmal die Knochenbiopsie im Rahmen der OP Anf. Jan. abwarten. Danach kann man über den Typ und ggfls. den Ursprung der Knochenmetastasen ja was definitives sagen.
Auch ob er hormonsensibel ist, was ja für die Überlebensdauer von maßgeblicher Bedeutung ist...
Sobald das Ergebnis da ist, werde ich den Thread ggfls. durch die Moderatoren verschieben lassen. (so kenne ich es aus einem anderen (mein Hobby betreffenden) Forum jedenfalls und gehe davon aus, dass es hier genauso gehandhabt wird).

Trotzdem schon mal vielen Dank für Deine Antwort und die guten Wünsche.
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  #4  
Alt 26.12.2012, 05:47
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Jutta Jutta ist offline
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Standard AW: Rektum-CA mit Verdacht Knochenmetastasen

Hallo aquila,

ganz genau, die Knochenbiopsie erst einmal abwarten, damit evtl. der Ursprung genauer definiert werden kann. Wie sich es anhört, deutet das eher auf eine Prostatakarzinom hin. Dies sollte in einem sehr kompetenten urologischem Zentrum untersucht werden. Sehr wahrscheinlich wird das Ergebnis der letzten Spanzen etwas mehr Klarheit bringen.

Eine Metastierung der Knochen ist bei einem Darmkrebs eher ganz selten, da diese sich einen anderen Kreis suchen.
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Jutta
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  #5  
Alt 27.12.2012, 09:35
aquila aquila ist offline
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Standard AW: Rektum-CA mit Verdacht Knochenmetastasen

Hallo Jutta.

Genau was Du sagst, hat unser Onkologe auch gesagt.
Typisch für ein Prostata-CA, aber absolut untypisch (wenngleich aber durchaus möglich) für ein Darm-CA.
(der Radiologe hatte beim zufälligen Befund der Knochenmet. sogar zu meinem Freund gesagt, dass das keinesfalls von dem Darm-CA kommen könne... Was aber wie gesagt so auch nicht ganz richtig ist, laut des Onkologen)
Aber soweit ich es verstehe heißt das doch WENN vom Darm-CA aus Metastasen in den Knochen auftauchen, dann normalerweise erst im Endstadium. D.h. dann müssten andere Organe längst befallen sein. Also auch merklich, d.h. da müsste dann durchaus was sein, was auf dem MRT und/oder den CTs zu sehen wäre...
Soweit ich gelesen habe, ist es so, dass die meisten Patienten das Stadium mit den Knochenmetastasen oft gar nicht mehr erleben.
Ganz davon abgesehen, dass es ihm noch nach wie vor prima geht und er keinerlei Beschwerden / Symptome hat, ist das auf jeden Fall merkwürdig und verunsichert mich total.

Es wurden aus dem Grund auch kurz vor Weihnachten in der Prostata nochmal - unter Narkose dieses Mal - Stanzen genommen/gemacht. Und zwar deutlich mehr als beim letzten Mal (da waren es 16).
Die Ergebnisse werden wir wohl aber auch erst Anf. Januar haben, sagte man uns, aufgrund der Verzögerungen durch die Festtage und die reduzierte Personalsituation zw. den Feiertagen.

Aber soweit ich inzw. gelesen habe, muss das nicht unbedingt ein aufschlussreiches Ergebnis bringen... Soweit ich in Statistiken gelesen habe, ist es wohl gar nicht selten, dass bei Knochenmetastasen der Urpsrungstumor gar nicht (mehr) nachgewiesen werden kann...

Also erstmal die Knochenbiopsie abwarten. Letztlich können wir ja noch froh sein, dass das gemacht wird, weil das wohl nicht unbedingt "Standard" ist...
Hilft aber sicher bei der Bekämpfung....
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  #6  
Alt 27.12.2012, 12:19
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Jutta Jutta ist offline
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Standard AW: Rektum-CA mit Verdacht Knochenmetastasen

Hallo,

ja, ihr habt "Glück" (wenn man es als dieses bezeichnen kann), daß umgehend so viele Untersuchungen stattfanden/stattfinden werden.

Leider heißt es jetzt einfach nur abwarten, um zu schauen ob die erneute Stanze ein Ergebnis aufzeigt. Zudem dann die Knochenbiopsie, wobei dann viel eindeutiger zugeordnet werden kann.

Andere Metastasen sind ab einer bestimmten Größe im CT/MRT bald sichtbar.
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Jutta
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  #7  
Alt 27.12.2012, 16:35
aquila aquila ist offline
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Standard AW: Rektum-CA mit Verdacht Knochenmetastasen

Wenn ein Verdacht besteht und gezielt in Lunge und Leber mittels CT und MRT geschaut wurde, dann müssten die Metastasen doch aber arg klein sein, wenn die übersehen werden, oder nicht...??
Ich meine, die Knochenmetastasen sind ja auch schon zu sehen, die wachsen doch langsamer, als viszerale Tumore, oder nicht...?
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  #8  
Alt 28.12.2012, 14:44
rosarotmeliert rosarotmeliert ist offline
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Standard AW: Rektum-CA mit Verdacht Knochenmetastasen

Hallo Aquila!
Bei mir wurde Anfang 2009 Darmkrebs festgestellt. Mein Darmkrebs wurde operativ entfernt und ich hatte 12 Chemos a´3 Tage. Bei einer Nachsorge wurde etwas Auffälliges beim Röntgen entdeckt. Es wurde von Knochenmetastasen gesprochen und das dieses eher unüblich bei Darmkrebs sei..... Dann im Knochenzinti sah man auch etwas. Man sprach daraufhin von OP, Chemo...Da mir jedoch mittlerweile bei einer Unterleibs und Darm-OP auch die Gebärmutter, Eierstöcke, Blinddarm, Gallenblase mitentfernt wurden, war die Sache noch merkwürdiger. Woher sollten die Knochenmetastasen kommen, wenn es doch vom Darm her eher unwarscheinlich ist. Statt gleich zu operieren wurde sich für ein PET-CT entschieden. In dieser Untersuchung (ähnlich wie CT, nur das man noch radioaktive Flüssigkeit trinken muss/evtl. gespritzt bekommt) kann man sehen, ob etwas im Körper bösartig ist, da sich bei dieser Untersuchung Stellen, die eine wesentlich höhere Verstoffwechselung haben rot verfärben. Krebszellen verstoffwechseln sich im Wachstum schnell und sind so sichtbar. Ergebnis: Keine Knochenmetastasen. Irgendetwas - aber nicht bösartig - kann also bleiben, so lange es keine Schwierigkeiten macht! Man fand jedoch kleine Lungenmetastasen, die daraufhin umgehend operativ entfernt wurden. Dies war Nov. 2011. Seit dem ist nichts wieder aufgetaucht und mir geht es relativ gut. Also, wenn sie nicht sicher sind, ob und falls ja, wo der Krebs sitzt, dann sollen sie doch zur Klärung ein Pet-CT machen. Ich weiß nicht aus welchem Gebiet du kommst. Ich war im Pius Oldenburg. Die haben auch eine Homepage, da kannst du etwas übers Pet-CT lesen. Vielleicht hat eurer Krankenhaus nicht so ein Gerät..? Ich habe mich für diese Pet-CT- Untersuchung immer (zweimal) für einen oder zwei Tage einweisen lassen, dann muss der Arzt diese Untersuchung nicht extra bei der Krankenkasse beantragen und es ist daher einfacher. Außerdem kann man diese Zeit gleich für andere Untersuchung oder kleinere Eingriffe wie vielleicht Darmspiegelung, Stomarückverlegung, Nachsorge oder so nutzen. Sprich mit dem Arzt! Lieben Gruß, Katja (46)
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  #9  
Alt 28.12.2012, 15:02
aquila aquila ist offline
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Standard AW: Rektum-CA mit Verdacht Knochenmetastasen

hallo rosarotmeliert

Auf solche Geschichten wie Deine "stürzt" man sich in so einer Situation ja natürlich geradezu
(wobei ich dabei natürlich nicht anfange, unrealistisch zu werden.)
Es ist genau wie Du sagst, man ist sich von ärztlicher - sowohl onkologischer, als auch chirurgischer und radiologischer - Seite einig, dass diese Knochenmetastasen in dieser Form sehr untypisch für ein Rektum-Ca sind.
Zwar können generell solche Knochenmetastasen auch beim Rektum-Ca durchaus vorkommen, aber sowohl das offenbare Fehlen jedweder viszeraler Metastasen, als auch die Form/Art der Ausbreitung/Lokalisation der Knochenmetastasen seien absolut untypisch.
Wohl aber typisch für ein Prostata-Ca.... (daher die erneuten Stanzen, trotz des negativen Befunds der ersten 16)
All das hat in mir auch schon die Frage aufgeworfen, ob es sich bei den Knochenherden auch wirklich um bösartige Metastasen handelt...
Denn die Möglichkeit, dass es gar keine Metastasen sind, ist bei rein nur den bisher erfolgten bildgebenden Untersuchungen zwar gering, aber vorhanden...
Aber auch deshalb drängen wir sehr auf die Biopsie. Nicht "nur" zum besseren Bekämpfen-könnens der Metastasen, sondern ich persönlich - auch wenn ich da mit meinem Freund nicht drüber rede, um keine falsche Hoffnung zu wecken - habe diesen Gedanken noch nicht vollständig verworfen...

Daher habe ich ein paar Fragen an Dich:
Wie viele - vermeintliche - Metastasen hattest Du und wo genau?
Wurde ein MRT gemacht und waren sie dort auch sichtbar?
Oder "nur" bei Röntgen und bei der Szinti?
Du schreibst, bei der Szinti "sah man etwas"... Was genau sah man und war man sicher, dass es sich um Metastasen handelt?
Und was genau ist der Unterschied bei Szinti und PET...? Kann man da genauer differenzieren? HAbe das zwar auf Deinen Post hin nachgelesen, aber außer dass es genauer und detailierter ist, habe ich da keinen direkten Unterschied entdeckt. Also beim Szinti gehts ja auch um erhöhten Knochenstoffwechsel und darauf basiert das PET ja auch... Also abgesehen von der Genauigkeit, habe ich nicht verstanden, was der Vorteil ist...
WAren denn Deine Knochenherde, die auf dem Szinti zu sehen waren dann auf dem PET-Befund nicht zu sehen? Oder sahen sie anders aus?
Ich würde mich freuen, wenn Du mir da noch ein paar Infos zu geben könntest (werde aber natürlich auch noch dazu weiter nachlesen).

Geändert von aquila (28.12.2012 um 15:07 Uhr)
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  #10  
Alt 29.12.2012, 22:31
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Balu33 Balu33 ist offline
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Standard AW: Rektum-CA mit Verdacht Knochenmetastasen

hallo aquila,
ich hatte im Januar 2008 ein Rektums- CA. Nach der OP kam eine Chemo 5FU mit Oxaliplatin + Bestrahlung. Danach ging es mir 4 3/4 Jahre sehr gut.
Alle Nachsorgen waren ohne Befund, dann bei einer Mammographie wurde
ein Brustkrebs entdeckt. Sofortige brusterhaltende OP.
Im Zuge der Behandlung wurde ein Knochenszinthigramm gemacht und es
wurden 2 Metas in der Schulter und im Humeruskopf entdeckt.
Eine Stanze brachte das Ergebnis. Die Metas stammen nicht vom Brustkrebs
sondern vom Rektums- CA. Auch ich habe sonst keine weiteren Talibane. Eine OP ist wegen dem Sitz der Metas sehr schlecht, da die Beweglichkeit des Armes
danach sehr schlecht ist.Schulterblatt müsste sehr großräumig entfernt werden, ect. Deshalb jetzt erst mal 10 Bestrahlung auf die Schulter.
Wie schon richtig gesagt wurde ist es beim Rektums- CA tatsächlich sehr selten das andere Organe (Leber, Lunge) nicht befallen sind.
Aber die Chance stehen dadurch natürlich viel besser. Mein Onkologe sagt er hat Patienten mit Knochenmetas schon über 10 Jahren. Also ganz gute Voraussetzungen.
Wichtig ist das ihr den Kopf niemals hängen lasst, mir hat meine positive Art sehr viel geholfen. Wichtig ist auch das Du für dich was machst und
dich nicht vergisst.Mein Mann hatte damals nichts für sich gemacht, denn
er wollte nur bei mir sein, was ihn sehr fertig machte.

Ich schicke Euch ganz viele positive Gedanken und Kraft.
GLG Sigrid
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  #11  
Alt 29.12.2012, 23:47
rosarotmeliert rosarotmeliert ist offline
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Standard AW: Rektum-CA mit Verdacht Knochenmetastasen

Hallo Aquila!
Also man sah bei mir auf dem Röntgenbild kleine Schatten. Auf dem Zinti dann kleine runde Flecken im Nacken-Schulterbereich. Im MRT war ich nicht. Im PET-CT wird der ganze Körper (meist nur bis zum Schienbein, Kopfbereich extra) quasi in Minischeibchen dargestellt. Man sieht dort im Vergleich zum Zinti den kompletten Körper, einschließlich Organe, Weichteile, Gewebe..., also nicht nur Knochen (ähnlich wie CT, MRT). Wegen der Radioaktiven Subtsanz, die man einnehmen muss werden auch kleinste bösartige Zellenvermehrungen aufgespürt, egal ob im Knochen, im Darm oder z.B. in der Prostata. Das PET-CT ist hier das bestmöglichste Verfahren, wird jedoch eher selten eingestezt, da es sehr teuer ist. Leider wird das PEt-CT vor allem bei Patienten verwendet, bei denen geklärt werden soll. ob eine OP überhaupt noch lohnt (Sorry, klingt grauenvoll - wird aber so praktiziert), da man eben genau sehen kann, wo überall Krebszellen sitzen... Aber gerade in eurem Fall (oder eben in meinem) ist diese Untersuchung absolut angebracht, finde ich. Mein Onkologe hat mir später erklärt, das die gesehen Schatten oder Flecken vielleicht auch von starken Verspannungen kommen könnten oder vielleicht auch Störfelder von meinem Port sein könnten (Port ist eine aus Metall bestehende Kapsel, die mir links zwischen Schulter und Brust, zwecks Chemogabe implantiert wurde), auf jeden Fall ist hier nichts Bösartiges.
Halte mich bitte auf dem Laufendem, wie es bei euch weitergeht. Wünsche euch nur das Allerbeste für 2013! (Ich weiß, wie Sch...... ihr euch jetzt fühlt, denn bei mir stand die Diagnose damals auch über Silvester aus, bekam damals meine erste Krebsdiagnose am 02.01.09, nach Darmbluten zwischen Weihnachten und Silvester. Ein schlimmes Silvester... Ich wünsche dir Kraft, fühl dich gedrückt. Lieben Gruß, Katja

Geändert von rosarotmeliert (29.12.2012 um 23:50 Uhr)
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  #12  
Alt 31.12.2012, 09:17
aquila aquila ist offline
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Standard AW: Rektum-CA mit Verdacht Knochenmetastasen

Hallo Sigrid.
Dass gerade bei Dir die Metas vom Darm kommen, ist - soweit ich derzeit über die Thematik informiert bin - ja besonders erstaunlich, wo die Wahrscheinlichkeit beim Mamma-Ca doch viel größer wäre... Das ist ja doppelt befremdlich, sozusagen
Und dann noch die Lokalisation... auch ja nicht "üblich", soweit mein Kenntnisstand derzeit ist...
Das alles zeigt, dass offenbar eben doch auch das fast Unmögliche möglich ist Was ich in diesem Zusammenhang nicht eben erfreulich finde...
Weißt Du zufällig, ob Deine Knochenmetas hormonsensibel sind??
(das würde mich sehr interessieren, da ich i-wo gelesen habe, dass es auch hormonsensible Darm-Ca's gibt...)
Und Danke für Deine aufmunternden Worte
Ich möchte auch am Besten die ganze Zeit bei ihm sein, soweit das irgendwie machbar ist (Arbeit natürlich und auch noch eine andere Verpflichtung, der ich zumindest im Mindestmaß nachkommen muss, für die ich aber auch schon eine andere Lösung suche, die mich zeitlich sehr entlasten würde).
Da er bislang noch beschwerdefrei ist, geht es mir bei ihm derzeit noch besser, als allein... Ich glaube, wenn erstmal die Schmerzen kommen, wird das schwerer... Daran versuche ich noch nicht zu denken
Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und dass Du Dir unbedingt Deine positive Art behältst!! (Was ja wirklich SEHR wichtig ist, wie mir auch unser Onkologe noch erklärt hat. Das ist nicht nur psychisch wichtig, sondern auch für den Körper, wie er erklärte. Für den Kampf gegen die Krankheit halt)

Liebe Katja,
danke für die weiteren Infos.
Da bei meinem Freund die Metas mehr verteilt sind, ist die Chance, dass es doch was "Harmloseres", bzw. auch nur halt was anderes ist, doch sehr gering... Bei Dir war es ja nur ein bestimmter Bereich, soweit ich verstehe.
Das mit dem PET klingt ja interessant...
Auf der anderen Seite muss ich zugeben, dass ich i-wie auch Angst habe, danach zu fragen... Laut MRT und CT sind Lunge und Leber (und alles andere) ja noch ok...
Wenn ich aber Jutta's Satz
Zitat:
Andere Metastasen sind ab einer bestimmten Größe im CT/MRT bald sichtbar.
so lese, dann wächst meine Angst, dass da doch schon was ist, was halt aus irgendwelchen Gründen nur noch zu klein fürs MRT ist...
Soll ich den Onkologen mal auf PET-CT ansprechen, oder nicht Nehme ich dann mehr Hoffnung, als dass es nützlich ist
Ich bin diesbezügl. jetzt total unsicher
Man liest im Netz überall, dass bei "nur Knochenmetas" die Überlebenszeit ja doch erheblich höher ist, als bei Befall an anderen Organen. Ist ja auch logisch, die Knochen selbst sind ja - wenn mans mal ganz pragmatisch betrachtet - zunächst nur für Mobilität und Lebensqualität "notwendig", sind im Gegensatz zu den Organen ja nicht so vorrangig "lebensnotwendig"....
Was es aber bedeuten würde, wenn doch schon andere Organe befallen sind und die dortigen Metastasen halt lediglich aus irgendwelchen Gründen (derzeit noch) viel kleiner sind, als die in den Knochen, das ist mir nur zu bewusst...
Unser Onkologe ist sehr nett und ich denke, ich werde ihn das einfach mal genau so fragen, natürlich unter 4 Augen... Wie er das sieht.
Und natürlich auch Dir das allerbeste für das nächste Jahr und Dank für die lieben Worte...
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  #13  
Alt 02.01.2013, 15:38
rosarotmeliert rosarotmeliert ist offline
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Standard AW: Rektum-CA mit Verdacht Knochenmetastasen

Ja, ein Gespräch mit dem Onkolgen - das ist gut! Im Prinzip ist es ja so, dass die Warscheinlichkeit relativ hoch ist, dass er Chemo bekommt. Wenn, dann woanders noch was gefunden werden würde, würde dieses- wenn überhaupt - nur etwas an der Zusammensetzung der Chemomittel ändern. Also Ruhe bewahren und immer einen Schritt nach dem Anderen... Für die Psyche ist es am Besten, immer kleine Streckenabschnitte mit einem Ziel anzupeilen. Und sich dann etwas gönnen, belohnen... Ein Wochenende auswärts um mal rauszukommen, eine Massage... Mir hat es ausserdem geholfen, mir die Dinge bildlich vorzustellen. Z.B.: Wenn das Chemomittel fließt, dass kleine Killer-Fress-Smileys in meinen Körper fließen und böse Zellen auffressen. Wenn diese Vollgefressen waren müssen sie raus, deshalb mss man sich halt übergeben oder hat Durchfall... Das hilft. Dein Mann kannes natürlich auch mit etwas männlicherem probieren, vll. Mini-Soldaten oder so. Klingt schräg, hat mir aber sehr geholfen... Halt uns auf dem Laufenden... Gruß, Katja
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  #14  
Alt 03.01.2013, 13:09
aquila aquila ist offline
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Standard AW: Rektum-CA mit Verdacht Knochenmetastasen

Zitat:
Zitat von rosarotmeliert Beitrag anzeigen
Im Prinzip ist es ja so, dass die Warscheinlichkeit relativ hoch ist, dass er Chemo bekommt.
Das ist wohl so, das wird auf jeden Fall kommen, so oder so, das habe ich auch so verstanden, bei unserem Onkologen... Das hat er auch schon deutlich gemacht, dass unabhängig vom Typ der Metastasen es darauf sicher hinauslaufen wird...
Da hast Du völlig recht.
Zitat:
Wenn, dann woanders noch was gefunden werden würde, würde dieses- wenn überhaupt - nur etwas an der Zusammensetzung der Chemomittel ändern.
Naja, aber das ist ja dann doch schon glaub ich etwas komplizierterter, so wie ich es verstanden und inzw. gelesen habe...
Hauptsächlich ist die wichtige Frage derzeit ob die Metastasen hormonsensibel sind. (wie es bei Prostata ja der Fall wäre, oder ggfls. ja auch bei Mamma (was ja glaube ich noch nicht näher geprüft wurde, da ja auch eher selten, aber keineswegs auszuschließen ist). Ob jetzt dieses Nieren-Dings auch hormonsensibel sind, weiß ich gerade gar nicht....
Aber Prostata und Mamma auf jeden Fall und falls hormonsensibel, dann ist ja die Behandlung schon etwas anders, bzw. dann wird ja erstmal mit Hormonen angefangen, soweit ich weiß... Also so habe ich es bisher verstanden und auch nachlesen können...
Und bei hormonsensiblen Tumoren bzw. Metas ist auch die Zeitspanne, die es noch ein bißchen "in Schach gehalten" werden kann nicht unerheblich größer, da oft erst nach der einsetzenden Resistenz (gegen die Hormone, bzw. Hormonblockade) dann mit Chemo weitergemacht werden muss...
Also solange noch die Chance besteht, dass es nicht vom Rektum kommt, besteht auch noch die Chance, dass die Metas hormonsensibel sind... So verstehe (und sehe) ich das jedenfalls.
Was halt nur die Biopsie zeigen wird... Die jetzt hoffentlich wirklich stattfindet, wie man mir sagte.
Zumal Prostata auch bei zweiter Biopsie ohne Befund Was ja eigentlich wie eine gute Nachricht klingt, aber im Grunde in diesem Fall fast eher eine schlechte Nachricht ist
ICh habe den Eindruck, dass die Ärzte einen noch ganz woanders sitzenden Tumor (unabhängig von dem im Darm) sogar eher vermuten, als dass die Metas vom Darm kommen... Obwohl ja etwas weiter oben Balu33 sagte, dass es bei ihr sogar TROTZ des ja erheblich eher dazu neigenden Mamma-Ca trotzdem vom Darm kommt
Also so selten es auch sein mag, es GIBT es wohl wirklich...

Übirgens das mit den kleinen Streckenabschnitten scheint mein Freund auch so zu handhaben, wie mir scheint... Ich glaube, die, die sich die "längerfristigen" Gedanken und daraus resultierenden Kummer macht bin wohl eher ich...
Er möchte zwar auch, dass es vorangeht, aber ich glaube, er packt es anders an als ich... Für ihn ist das sicher auch besser, glaube ich, als wenn er sich wie ich jetzt noch nur noch verrückter macht...

Geändert von aquila (03.01.2013 um 13:15 Uhr)
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  #15  
Alt 05.01.2013, 13:13
rosarotmeliert rosarotmeliert ist offline
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Standard AW: Rektum-CA mit Verdacht Knochenmetastasen

Sag Bescheid, wenn es was neues gibt. Versuch mal kurzzeitig an etwas anderes zu denken und mach eine Recherche-Pause bis zum Gespräch, um etwas Kraft zu tanken. Keine Internetrecherche, einfach Alltag. Das tut auch deinem Mann gut. Nach dem Gespräch geht es dann weiter... Gruß, Katha
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