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  #61  
Alt 27.06.2005, 17:48
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Standard Barrett-Syndrom

Hallo zusammen,

ich bin 28 jahre und habe auch seit Dezember 2000 das Barett Syndrom in Zusammenhang mit einem mallory weiß Einriss diagnostiziert bekommen.
Nehme seither Omeprazol 40 MG. Habe so eigentlich keine Probleme hin und wieder mal sauereres Aufstoßen und seit Dezember zum 1. Mal jetzt mal wieder Sodbrennen(Ein alkoholfreier Capi mit Erdnüssen war wohl die Ursache. Auch ich bin alles andere als Brav. Ernähre mich nicht unbedingt gesund und rauch seit februar diesen jahres wieder (selbständig) werden das aber wieder einstellen jetzt.

Ich finde auch das man sich nicht verrückt machen darf. Mir hat meine Ärztin mal erklärt das sie die selben veränderungen habe wie ich, aber sie sei 50 jahre alt.
Also kann man sicherlich 100 Jahre alt damit werden. ich denke wenn man sollte eben therapiert werden, und alles im Maße genießen. Hin und wieder mal ein Bier oder eine Zigarett sind sicherlich nicht gut aber auch kein großes Problem.

Ich habe in diesem Zusammenhang etwas von elastischem Kunstoff gelesen was in den Mageneingang gespritzt wird. Habt Ihr Erfahrungen?

Zellregeneration bedeutet das das sich die Zellen wieder a bissl stabiliserien können

Viele Grüße

Christian
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  #62  
Alt 27.06.2005, 18:37
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Standard Barrett-Syndrom

Hallo Claudia,

ja ich hatte eine Hernie (6 Zentimeter). Eine Indikation zur OP ist u.a. die Größe der Hernie (größer 4 cm). Mir sagte mein Prof. , wenn ich mit PPI schmerzfrei bin, hätte ich gute Chancen auf ein Gelingen der OP. Das Sodbrennen ist set der OP weg. Die Nebenwirkungen der OP waren bei mir in den ersten 6 Monaten Blähungen. Jetzt 8 Monate nach OP bin ich noch immer nicht ganz davon verschont...


Gruß Helmut
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  #63  
Alt 28.06.2005, 12:59
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Standard Barrett-Syndrom

Hallo Veronika,
ich habe deinen Eintrag vom 20.06. nochmal gelesen.
Kannst du bitte erklären, was 'basisch essen' ist? Was ißt man da?
Danke schon im voraus!
Grüsse
Ella
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  #64  
Alt 29.06.2005, 13:19
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Standard Barrett-Syndrom

Hallo Veronika, hallo Claudia, hallo Christian,
Nochmals danke für die erste Antwort! Können wir weiter quatschen?

Betreffend OP oder Dauermedikation habe ich u.a. auf der Seite sodbrennen.net, die hier im Forum angegeben war, geschaut und interessante Ergebnisse gefunden. Demnach ist die OP die bessere Variante, da sich bei der Gruppe, die Medikamente eingenommen hat, das Barrett weiter ausgebreitet hat. Dass man danach das Barret nicht mehr kontrollieren kann, erscheint mir unwahrscheinlich. Schliesslich geht doch das Endoskop sogar noch weiter als nur bis in den Magen .... Und soweit ich das von den Fotos/Schemata der OP's beurteilen kann, wird da ja nichts umgeklappt und verdeckt oder so.
Es wird jedenfalls überall empfohlen, sich an eine mit dieser OP-Methode versierte Klinik/Arzt zu wenden. Ich denke, eine Reise zu einem Spezialisten ist da nicht zu weit. Wir wohnen in Finnland und ich würde keinen Augenblick zögern, nach Deutschland zu kommen, wenn mein Mann damit einverstanden wäre. Er ist ja der Patient und muss entscheiden, wo er sicher besser aufgehoben fühlt. Man kann seine Unterlagen auch zur Begutachtung an die entsprechende Klinik schicken und dann hört man, in welcher Weise eine Behandlung dort sinnvoller wäre als anderswo. Das kostet - soviel ich verstanden habe - nichts. Und das Einholen einer 2. Meinung muss die Krankenkasse übernehmen. Habe ich erst kürzlich gelesen.
Ich habe bei meiner Internet-Suche noch einen Professor Scheurlen an der Uni Würzburg gefunden. Der hat auch eine Methode studiert, bei der das Barrett mittels heissem Argon-Gas abgetragen wird. Es bildet sich dann wieder neue, normale Speiseröhrenschleimhaut. Die Ergebnisse der Studie waren sehr gut. Es soll schonender als mit dem Laser sein, ist aber das gleiche Prinzip. Es hängt natürlich immer von der Diagnose usw. des einzelnen Patienten ab, was gemacht werden kann.

Veronika ist ja das beste Beispiel, dass man OHNE OP und OHNE Medikamente auch ein sehr positives Ergebnis erzielen kann. Leider sind die meisten Ärzte eben nur den Pillen und dem Messer verschrieben. Veronika, ich denke du hast echt Glück mit deiner Ärztin.

Was ich betreffend Ernährung gelesen habe, scheint es im Prinzip nicht viel Einfluss zu haben, was man isst, solange man es vertrtägt (siehe auch hier Veronika). Die normale Ernährung, die als 'gesund und ausgewogen' angesehen wird, scheint ok zu sein. Wir führen jetzt Buch, was wieder hochkommt und was nicht.

Lebt ihr in einer Partnerschaft? Wie geht euer Partner mit diesem Thema um? Wie würdet ihr euch wünschen, dass er/sie damit umgeht?
Claudia schrieb' schon, dass sich dadurch ihr Leben und Kontakte verändert haben. Das ist wohl leider nicht zu vermeiden. Mein Mann trifft seine Kumpel zweimal im Monat zum Billard spielen oder auch nur so. Klar wird da Bier getrunken. Setzt man sich nun daneben und trinkt Wasser? Warum eigentlich nicht? Oder die Treffen reduzieren?

Ich habe mich etwas gefangen inzwischen. Das Schreiben beruhigt irgendwie. Vielleicht ordnen sich so die Gedanken. Die Tränen kullern trotzdem noch oft (kamen sowieso erst nach 3 Tagen). Veronika hat die richtige Einstellung. Aber sicher hattest du die auch nicht von heute auf morgen, sondern die ist hart erarbeitet, oder? Vor einer Woche sass ich im Auto und mein Mann erzählte mir am Telefon von irgendwelchem Gewebe und ich sagte, wie froh ich bin, dass es nur sowas ist und er nichts mit dem Herzen hat. Dieser idiotische Doktor! Eine Woche reicht wohl nicht, um alles einzuordnen und neu zu regeln. Das schreibe ich, weil ich wohl einige etwas verängstigt habe, mit meinem ersten Eintrag.
Es steht auch an mehreren Stellen, dass man keine Panik bekommen soll/Angst haben muss, denn Barrett ist NICHT KREBS! Gestern fiel mir ein, dass ich ja auch jedes Jahr zur Krebsvorsorge zum Gyn gehe und keiner würde auf die Idee kommen, mich deshalb als potentielle Krebskandidatin zu betrachten. Die Brust soll man sogar jeden Monat unersuchen. Was für Gewebe ist das dann, wenn es so schnell was fragwürdiges bilden kann?? Evtl. etwas naiv, aber das hilft mir, damit umzugehen. Für mich ist das ab jetzt Vorsorge und sonst nichts weiter. Ist nur komisch, dass es wohl nirgends als im Krebsforum eine Möglichkeit gibt, das Thema zu diskutieren und Betroffene zu treffen. Viele Schreiben auch nur ein oder zwei Mal und man hört nichts wieder. Schade! Bitte schreibt!

Würde mich sehr freuen!
Grüsse
Ella
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  #65  
Alt 29.06.2005, 14:54
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Standard Barrett-Syndrom

Hi Ella!

Schön, dass Du versuchst etwas entspannter mit der Sache umzugehen. Glaub mir, das ist die beste Methode und belastet Deinen Mann dann auch nicht so sehr.
Ich bin zu meiner Einstellung natürlich auch erst spät gekommen, muß aber zugeben, dass mein Hausarzt mir nie Angst wegen dieser Diagnose gemacht hat und ich erst angefangen habe mir Sorgen zu machen als ich auf eigene Faust begonnen habe im Internet zu recherchieren. Daraufhin bin ich ja erst letztes Jahr auf dieses Forum gestoßen (siehe Eintrag vom 01/04).
Es liegt tatsächlich nicht nur an dem was man ißt, sondern wie. Grundsätzlich liegt ja eigentlich folgendes Problem vor: Unser Magen schließt einfach nicht mehr richtig, so kann Mageninhalt überhaupt erst wieder in die Speiseröhre gelangen. Es liegt also mehr oder weniger ein rein mechanisches Problem vor, meistens in Verbindung mit einem Zwerchfellbruch (oder dreien wie bei mir). Übrigens, ab einem gewissen Alter leidet fast jeder zweite Mensch an einem solchen, bzw. leidet nicht sondern trägt ihn unbemerkt mit sich rum.
Deswegen kann ich nur wieder betonen, das Essen sehr gut kauen, damit meine ich 20-30 Mal! Ja, das ist nicht unbedingt angenehm, aber viel weniger Streß für unsere Speiseröhre. Wenn dann auch noch darauf geachtet wird, kleine Portionen zu sich zu nehmen, kann man wirklich beschwerdefrei durch den Tag gehen. Viel trinken und mit leerem Magen ins Bett, so fühlt man sich pudelwohl. Ich weiß die Beschwerden sind vielseitig, und ich gehöre wohl schon vornherein zu denen die "nur" von saurem Aufstoßen geplagt sind/waren. Wenn wirklich auch noch Krämpfe, Schluckbeschwerden und Schmerzen der Fall sind, sollte man über eine OP nachdenken.
Ella, Du hast niemanden verängstigt mit dem ersten Eintrag, sondern einfach wieder Gedanken hervorgebracht die gerne verdrängt werden. Wenn man so vor sich hinlebt mit der Krankheit und auf einmal eine Art Todesszenario durchs Forum geschrien wird, dann ist man wieder dermaßen mit den möglichen Konsequenzen konfrontiert, daß es dann auch unangenehm ist hier weiter zu schreiben und zu lesen. Ich glaube einfach manche möchten nicht ständig daran erinnert werden.
Zu Deiner Frage ob Beziehungen darunter leiden. Ich habe zwar momentan keinen festen Partner, aber mit meinen Freunden ist alles wie gehabt. Ich wüßte auch gar nicht was sich ändern sollte, ich bin doch nicht behindert wegen diesem Leiden. Ok, ich verzichte auf Cocktails und trink statt dessen mal ein Bierchen. Wenn wir essen gehen ess ich was Kleines kau daran halt ne halbe Stunde, na und? Ich verstehe es überhaupt nicht wenn sich auf einmal im sozialen Umfeld so viel ändert. Aber ich muß wieder dazu sagen, wenn die Beschwerden natürlich überhaupt nicht unter Kontrolle zu kriegen sind, nicht mal durch Omeprazol (was bei mir z.B. prima wirkt) oder Nexium u.s.w., dann wüßt ich wahrscheinlich auch nicht mehr was ich noch trinken oder essen sollte. Dann kann ich mir auch eine Art Isolation vorstellen die sich automatisch einstellt weil man sich eben einfach nicht gut fühlt.
Es ist halt von Fall zu Fall anders. Ich für meinen Teil werde so lange wie möglich probieren ohne Medikamente auszukommen, für den Notfall hab ich immer Omeprazol griffbereit.
Also, Ella, sag Deinen Tränen, dass es schön war sie mal wieder so zahlreich gesehen zu haben, aber es jetzt an der Zeit ist den ständigen Besuchen ein Ende zu setzen :-))

Gruß

Veronika
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  #66  
Alt 29.06.2005, 17:46
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Standard Barrett-Syndrom

Hallo zusammen,

genau das ist die richtige Einstellung. Wir gehen alle jährlich oder so wie ich zweijährlich zur Gastro, wenn das wircklich so ein problem wäre würden die uns doch öfter spiegeln. Im übrigen kann ich nur nochmal betonen was dieses barett nichts anderes ist als eine etwas ältere schleimhaut. So ungefähr wie bei einem 50zig jährigen und mit der kann man durchaus hundert und noch älter werden.

Affimiert lieber das es euch gut geht und ihr es verdient habt das es euch gut geht. Seid im Gegenzug jeden Tag dankbar für euere Gesundheit. Dahin wo Ihr euere Gedanken richtet wird Energie projeziert. Wenn Ihr also in Gedanken bei bester Gesundheit seid, wird dies auch materialiert. Kennt ich Ihr das auch das der der immer vorsichtig ist und beispielsweise ängstlich Auto fährt, eher einen Unfall baut als der ohne Angst. Also bitte keine Tränen und Ängste. Wenn euch etwas wurmt geht zum Arzt und klärt das damit ihr wieder sicher sein könnt (das hat bei mir schon geholfen). Barett ist keine schlimme diagnose man muss nur geeignet therapiert werden und wie Ella sagte zur regelmässigen Untersuchung wie jeder andere auch.

Grüße Christian
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  #67  
Alt 02.07.2005, 05:34
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Standard Aber hallo!!!

Na, da tut sich ja wirklich einiges! Ich grüße Euch zusammen, oder wie der Österreicher sagt, SERVUS!!!

Ach, hab ich eigentlich erwähnt, dass ich auch SINGLE bin!!!??

Ich muss Euch leider enttäuschen, was den Homäopathen angeht, aber ich hatte bis jetzt keine Zeit. Der Bericht kommt aber noch!!

Neuigkeiten die helfen: Hatte ein Gespräch mit einem Betroffenen. Der hat mir Akkupunktur empfohlen. Solltet ihr in Bertracht ziehen. Muss das aber auch erst selbst testen.

Was mir besonders gut gefällt ist, dass hier jetzt alle sehr positv sind. Können wir auch sein. Lieber Chris, ich überleg mir allerdings, ob ich wirklich 100 werden möchte :-).

Ich muss euch weiters mitteilen, dass ihr das mit dem Fasten wirklich in Betracht ziehen solltet. Vielleicht nicht so extrem wie die Vroni (verzeih :-)), aber ich hab jetzt tolle Resultate mit nur 5 Kilo weniger.

Übrigens jetzt mal ehrlich: Der BMI (Bodymassindex) ist absolut ausschlaggebend für das Sodbrennen meine lieben!! Einer meiner vielen Ärzte sagte mir, dass 80 % der Refluxpatienten mittel bis stark übergewichtig sind. Also...

Wünsche Euch weiterhin viel Erfolg!

Liebe Grüße aus Graz
Jürgen

P.S: meld mich wieder
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  #68  
Alt 04.07.2005, 00:35
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Standard Barrett-Syndrom

Hallo!
Seit Mai weiß ich nun auch, daß ich eine Barrettschleimhaut habe, erstmal war ich ziemlich geschockt, aber mittlerweile habe ich mich mit der Diagnose arrangiert und experimentiere viel mit alternativen Möglichkeiten. Was mir derzeit sehr gut tut, ist die Fußreflexzonenmassage, auf Akupunktur habe ich nicht so gut angesprochen. Ein Heilpraktiker gab mir dann noch den Tip, über den Tag verteilt immer wieder zwei bis drei Kartoffeln zu essen, weil diese basisch sind und die Gallensäure aufsaugen und neutralisieren würden. Mal schauen, ob das wirkt, da ja die Gallensäure das Problem darstellt, die Magensäure wird ja durch die Magensäurehemmer blockiert. Inzwischen denke ich auch nicht mehr täglich an das Barrett, ich kann es ohnehin nicht ändern und wenn es entarten sollte, dann wird es so sein, was soll ich mir den Tag mit ungelegten Eiern verderben. Ich esse gelegentlich gerne mal was Süßes, weil ich nicht einsehe, das ich von nun ab wie eine Asket leben soll. Die Zukunft ist doch sowieso immer ungewiß, ich kann morgen auch einen Unfall haben, warum soll ich mir den jetzigen Augenblick von daher mit Barrett verderben. Aber schön, daß es dieses Forum gibt, Austausch mit Leidgefährten ist sicherlich gut. Übrigens habe ich auch eine E-Mail von Prof. Ell aus Wiesbaden bekommen, der ja eine Spezialist in Sachen Barrett sein soll, er schrieb mir zu meinem eigenen Erstaunen, daß Barrett eigentlich eher selten die Tendenz zum Ausarten hat. Und im Internet sind bezüglich der Ausartungsneigung interessante Studienergebnisse der Uniklinik München zu lesen.
Laßt es Euch gutgehen, Bella
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  #69  
Alt 04.07.2005, 08:50
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Standard Barrett-Syndrom

Hallo alle,
Bella, kannst du bitte etwas genauer angeben, wo man diese Studienergebnisse der Uni München finden kann. Danke!

Wir hatten ein FAST normales Wochenende! Seht her! Aber ich habe doch noch Bammel vor dem histologischen Befund. Aber ich bin dankbar für die Pause vom Gefühlschaos.

In der letzten Woche habe ich weiter studiert und viele Berichte Betroffener gelesen. Das was Bella schreibt, ist tatsächlich sehr wichtig und ist für mich ein Schlüssel zum Problem. Durch die PPH wird die Produktion von Magensäure gestoppt. Das Sodbrennen ist also bei den meisten erst mal weg und mancher wird dadurch vielleicht verleitet, wieder in seine alten Ess-Verhaltensmuster zurückzufallen. Gallensaft wird aber weiter produziert und der steigt oder fliesst z.B. nachts weiter in die Speiseröhre. Das merkt man aber nicht. Obwohl er nicht so aggressiv ist wie Magensäure, greift er doch die Schleimhaut an. Oft ist es bei denjenigen, die 'nur' Medikamente nehmen so, dass sie nach einigen Jahren ein Barrett entwickelt haben oder aber sich ein bestehendes ausgebreitet hat. Hingegen bei denjenigen, die eine erfolgreiche OP hatten und ohne Medikamente auskommen, das nicht passiert. D.h, der Reflux ist behoben und weder Magensäure noch Gallensaft fliessen aus dem Magen zurück. Ich bin deshalb der Meinung, dass besonders das Schlafen gehen 'mit leerem Magen' sehr wichtig ist.

Betreff OP's. Ich habe bei vielen Beiträgen gelesen, dass für die Fundoplicatio nur 10 Jahre 'Garantie' gegeben wird. Meist lösen sich aber schon vorher die Nähte und das Sodbrennen ist wieder da. Auch nach der OP kann man nicht essen wie vorher, sondern muss besonders gut kauen, damit 'grosse Brocken' eben diese Manschette nicht weiten bzw. die Nähte aufgehen lässt. An der Uniklinik Leipzig wurde eine Studie mit einer neuen OP-Technik durchgeführt. Diese nennt sich Plicator-Methode. Die Studie wurde zeitgleich in Nordamerika und Europa durchgeführt und zeigt sehr gute Ergebnisse. In Deutschland ist dafür ein Dr. Karel Caca (sprich: Tschtscha) verantwortlich gewesen. Die OP wird endoskopisch und ambulant unter Vollnarkose durchgeführt. Man kann nach einem halben Tag nach Hause. Genaueres hier http://idw-online.de/pages/de/news?print=1&id=109361.

Es kommt natürlich darauf an, wie schlimm der Reflux ist und wie gross eine evtl. Hernie, aber ich denke heute, dass man durch konsequente Änderung des Essverhaltens sehr viel bewirken kann und dieses Barrett gut unter Kontrolle halten kann.

Weiter alles Gute
Ella
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  #70  
Alt 05.07.2005, 08:48
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Standard Barrett-Syndrom

Guten Morgen!

Ella, die Münchener Studie über Barrett findest Du unter:tumb1.biblio.tu-muenchen.de/publ/diss/me/2004/hahn.pdf und nennt sich die Münchener Barrett Studie, Charakteristika und Verlauf der intestinalen Metaplasie.
Übrigens, der Dr. Caca hatte die Plicator Methode in Leipzig als Studie angeboten, die jetzt allerdings nicht mehr läuft und auch bisher wohl nur bei Patienten ohne Barrett angewandt wurde, weil das Barrett ansonsten unter der hochgeklappten Schleimhaut verschwinden würde.
Krankenhäuser die sich hier auf die Fundoplicatio spezialisiert haben sollen sein, das DRK Krankenhaus in Hannover, das Marienhospital in Herne, speziell dort Dr. Schulz, der sich auch mit Dir in Kontakt setzt, wenn Du ihm über die Homepage des Krankenhauses schreibst, das Herz-Jesu-Krankenhaus in Münster Hiltrup, die wohl auch schon etliche Nachoperationen vorgenommen haben, wenn die Nähte nicht halten. Über deren Homepage besteht auch die Möglichkeit Kontakt zu Operierten aufzunehmen und nach deren Erfahrungen zu fragen.

Bekommt eigentlich jemand von Euch Sucralfad verschrieben? Soll ja ein Schleimhautschutz sein, mein Internist möchte es mir jedoch nicht verschreiben, wären angeblich unsinnig wenn man PPH nimmt.

Schönen Tag, Bella
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  #71  
Alt 06.07.2005, 14:40
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Standard Barrett-Syndrom

Hallo zusammen.

Die von Ella angeführte Studie ist wie der Name schon sagt eine Studie! Ich persönlich würde mich davor hüten, mich gleich mit dieser Technik operieren zu lassen, solange es keine konkreten Ergebnisse gibt. Zumal da ja noch immer das Problem mit dem Barrett besteht. Der sollte sowieso vorher mittels Laser entfernt werden. (chefarztmeinung wiener akh)

Nun zu Bella! Recht so, du bist sicher auf dem richtigen Weg wenn du sagst, mal schauen was passiert. Ich meine jetzt natürlich nicht, dass man sich komplett gehen lassen sollte, aber wir alle haben doch wirklich alles getan, was man tun kann! Ich persönlich habe mittlerweile 7 Ärzte konsultiert. Und ich hab es satt von A nach B und dann nach C zu laufen. Man sollte sich doch einmal auf einen Arzt beschränken, dem man vertraut. Nochmals: Kontrolluntersuchungen einhalten, abwarten und das Leben genießen. Der Übergang zu einem etwaigen Karzinom ist soundso erst im älteren Semester wenn überhaupt am häufigsten. Und noch ein Wort zur höheren Karzinomgefahr bei einer Barrett-Schleimhaut. Da gehen die Meinungen von 20 fach bis zu 150 fach erhöht. Ja ok, hab ich akzeptiert. Schaut doch mal nach, wie hoch das Risiko bei Rauchern ist, an Lungenkrebs zu erkranken! Muss ich noch was positives berichten...:-)

Schöne Woche, Jürgen
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  #72  
Alt 08.07.2005, 09:41
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Standard Barrett-Syndrom

Hallo alle,
gestern kam also der Befund und wisst ihr was drinsteht? Es handelt sich um eine Speiseröhrenentzündung! Ich kann euch gar nicht sagen, wie froh ich und vor allem mein Mann darüber sind.

Andererseits komme ich mir total blöd vor, dass ich u.a. hier im Forum so geheult habe. Der Doktor hatte aber geschrieben 'makroskopisch klar abschätzbares Barrett'. Das habe ich als Fakt angenommen und konnte mir gar nicht vorstellen, dass das falsch sein könnte. Er hätte ja sonst wohl 'Verdacht auf ...' schreiben können. Aber in der von Bella erwähnten Studie steht dazu ja sehr viel aufschlussreiches. In 50% der Fälle, ist die endoskopische Diagnose falsch! Habe ich aber eben erst diese Woche gelesen. Allerdings steht da auch, dass wenn man nichts sieht, dann trotzdem Barrett histologisch nachgewiesen werden konnte. Wenn ich also Doktor wäre, würden ich dem Patienten erstmal sagen, dass NUR der histologische Befund genau darüber Auskunft geben kann, ob es Barrett ist oder nicht, bevor ich so eine Diagnose in dieser Form ausspreche.
In jedem Fall ist es gut, dass wir nun über diese mögliche Veränderung und ihre Ursachen Bescheid wissen und uns danach richten können.

Der Doktor heute, der den Befund ausgewertet hat, hat nur weiter Pillen verschrieben und nichts zur Änderung der Verhaltensweisen gesagt. Das finde ich echt ätzend! Nehmen sie meine teuren Wunderpillen, die heilen alles! Dann kommt es so, dass Leute mit jahrelangem Sodbrennen doch noch Barrett entwickeln, obwohl sie alles so gemacht haben, wie vom Spezialisten empfohlen. Als Patient muss man sich selbst genau informieren und sich eine eigene Meinung zur Sache bilden, sonst wird man nur hin und her geschoben und macht seine Gesundheit von der Meinung anderer Leute abhängig.

Jürgen, diese neue OP-Methode wurde im Rahmen einer Studie getestet und da diese positiv verlaufen ist, erwartet man die Zulassung in den nächsten Monaten. Die Bedingungen für die Studienteilnehmer waren solche, dass z.B. niemand ein Barrett haben durfte. Ich konnte jedoch keine Info finden, unter welchen Bedingungen die OP nun in der täglichen Praxis durchgeführt werden soll. Es ist sicherlich ratsam, sich auch hierüber genaue Infos einzuholen, bevor man sich so bzw. überhaupt operieren lässt. Prinzipiell bin ich der Meinung, dass man ausser in besonders schweren Fällen von Zwerchfellbrüchen bzw. GERD keine OP und auch keine Pillen braucht, sondern 'nur' seine Essgewohnheiten und ein paar andere Verhaltensweisen umstellen muss. Aber wie ich jetzt weiss, ist das manchmal sehr schwer und erfordert schon einige Disziplin.
Und ich stimme mit dir überein, was die Karzinom-Gefahr betrifft. Frage 4 Ärzte und du hast 5 Meinungen! Und wie ich oben schon geschrieben habe, es gibt soviel anderes Gewebe im Körper, das plötzlich entarten kann, ohne dass man geraucht oder getrunken haben muss oder anderweitig einen fragwürdigen Lebenswandel hatte. Dagegen kann man gar nichts tun, ausser eben Vorsorge.

Ich werde auch weiterhin hier mitlesen und wünsche allen weiterhin viel Mut, Kraft und ganz viel Optimismus!
Ella

__________________________________________________ ____________________________

Von der Moderation hierher verschoben. - Esther (Mod.)

Rainer - 14.07.2005, 20:01
Gast


Hallo, ich bin der Rainer,

nachdem ich vor ca. 6 Jahren Blut erbrochen hatte und man bei mir eine Magenspiegelung durchführte, stellte man bei mir eine leichte Epitheldysplasie in einer Barrettschleimhaut fest. Mein Hausarzt überweist mich zur Spiegelung alle halbe Jahre, die Spiegelung macht mir heute nichts mehr aus. Die lasse ich mittlerweile locker nebenher machen, ohne jegliche Ängste. Das Ergebnis ist für mich viel wichtiger. Immer wieder die gleichen Untersuchungergebnisse.

Ich hatte mich nach der Diagnose sofort (eine Woche später) operieren lassen (Verengung des Ösophagus), damit mein bis dahin ständiges Sodbrennen aufhört. Nebenbei nehme ich bis heute zur Sicherheit noch in unregelmäßigen Abständen Ranitidin. Dennoch, seit der Diagnose lebe ich anders. Bei mir läuft immer ein Programm im Hintergrund, wird es Krebs oder wann wird es Krebs. Mein Leben ist nicht mehr wie früher. Ich lasse mich von vier verschiedenen Ärzten regelmäßig (mindestens alle 6 Monate) spiegeln, denn jeder guckt anders und nimmt an anderen Stellen Proben, so habe ich eine größere Sicherheit. Hat jemand ähnliche Befunde bzw. hat jemand die gleiche Krankheit. Im übrigen habe ich allgemein nicht allzuviel Vertauen in den Aussagen der Ärzte. Manche sagen nicht schlimm, manche sagen es etwas dramatischer. Ach so, ich bin heute 51 Jahre alt.

Lieben Gruß, Rainer

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  #73  
Alt 16.07.2005, 12:32
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Standard Barrett-Syndrom

Hallo, Ihr lieben Barrettler!
Ich habe nun im Internet interessanterweise gelesen, daß meistens Leute Barrett entwickeln, die gleichzeitig an einer Gastritis C leiden, also einer Gallerefluxgastritis. Nun würde mich interessieren, wer von Euch hat eine Gastritis C? Ich leide tatsächlich an einer Gastritis C, die sich nach Ostern auch als akut herausgestellt hat. Nächste Woche werde ich auch den Internisten wechseln und mich bei einer Gastroenterologin behandeln lassen, bin dieses seichte Internistengeschwätz langsam leid. Ich habe ja noch die Hoffnung, daß sich Gastroenterologen mit diesen Dingen doch besser auskennen als Internisten. Sehe langsam nicht nur meine Speiseröhre in Gefahr sondern auch meinen Magen.
Seit einer Woche habe ich nun auch mit dem Basenpulver Alkala N experimentiert, kann jedoch noch keine bedeutende Verbesserung feststellen. Am besten geht es mir in den Momenten, in denen ich die Diagnose akzeptieren kann, keine übermäßigen Ängste entwickel und schaue, was ich noch so für mich tun kann.
Ich habe jetzt auch das Buch von Carl Simonton gelesen, "Wieder gesund werden", was ich sehr interessant fand. Er ist amerikanischer Onkologe und war selbst Krebspatient. Seine Visualisierungsmethode wird inzwischen auch in Deutschland gehäuft in Krebsbehandlungen einbezogen. Die Methode kann aber auch bei allen anderen Erkrankungen angewandt werden. Er betont immer wieder, wie wichtig die Einstellung des Patienten zu seiner Erkrankung ist, ob er sich von seinen Ängsten überwältigen läßt und somit auch schnell ein Gefühl der Hilf- und Hoffnungslosigkeit einstellt oder ob der Patient gewillt ist, seine Einstellung zu verändern, sich Ziele setzt und auch noch Freude am Leben empfindet und sich nicht als Opfer eine düsteren Schicksals sieht. Ein Buch, das nachdenklich macht, aber auch optimistisch stimmt. Und Krebs haben wir Barrettler ja noch lange nicht!

Viele Grüße, Bella
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  #74  
Alt 26.07.2005, 16:24
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Hallo, Jürgen!

Wegen der PPHemmer lasse ich auch immer regelmäßig die Blutwerte kontrollieren, sind aber bis jetzt alle in Ordnung, nehme seit über einem Jahr Omprazol, die letzten 2 Monate sogar 40 mg, aber laut der Gastroenterologin kann ich jetzt wieder reduzieren auf 20 mg, fühle mich damit aber auch irgendwie wohler. Vom Omeprazol habe ich ansonsten keine Nebenwirkungen.

viel Grüße, Bella
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  #75  
Alt 26.07.2005, 17:07
jooggy jooggy ist offline
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Registriert seit: 19.06.2005
Beiträge: 1
Standard PPIs Nebenwirkungen?? Blutwerte ? Sehschärfe

Hallo Jürgen,

es ist sehr umsichtig von dir, dass du uns auf veränderte Blutwerte, möglicherweise durch PPIs ausgelöst hinweist.

Die Zahl der roten Blutkörperchen ist bei mir auch erhöht, ungefähr seit ich PPIs nehme. Auf einem möglichen Zusammenhang mit den PPIs ist mein Arzt bisher nicht gekommen. Blutfettwerte wurden bei mir in letzter Zeit nicht untersucht, werd ich umgehend nachholen.

Ich nehme seit ca. 2 Jahren Pantozol ( 1x 40mg ). In den Nebenwirkungen werden seltene Augenprobleme beschrieben. Ich kann längere Zeit trotz Brille nicht exakt scharf lesen ( Zeitung,Büche etc. ) An meiner Brille liegt es laut Augenarzt nicht, die Augen sind o.k.

Hat jemand von euch mit irgendeinem PPI ähnliche Probleme?

L.G. Jooggy
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