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  #16  
Alt 07.01.2007, 17:28
Benutzerbild von Amba
Amba Amba ist offline
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Standard AW: Wie geht ihr damit um?

Liebe Claudia,

das erinnert mich an meinen 50. Geburtstag, den ich wg. unserer gemeinsamen "Unpäßlichkeit" nicht im Dezember, sondern erst Karneval 2006 feiern konnte. Und ich steh so in meiner Küche, heute Abend sollen ca. 25 Gäste kommen, ich koche und brutzele und höre lautstark Simon und Garfunkel (bin halt schon ein wenig älter...) und trällere mit, und auf einmal breche ich in Tränen aus wie wohl zum ersten Mal während dieser ganzen Kack-Geschichte - und bin einfach nur endlos glücklich und dankbar, daß ich da an diesem Tag immernoch am Leben bin! Dieser Moment war das allerbeste Geburtstagsgeschenk!! Meistens nehme ich mir immer nur VOR, dankbar zu sein, daß ich lebe! DA hab ich diese Dankbarkeit WIRKLICH fühlen können!

Liebe Renate,

du hast recht: das Sterben anderer ist ein ganz anderes Kapitel! Das haut einen einfach um! Und dann kann man sich nur mühsam aufrappeln und sich alles mögliche wieder bewußt machen! Und es ist immer traurig, Verluste hinnehmen zu müssen. Und dann kommt auch die Angst vor dem eigenen Sterben wieder!
Aber wie ich immer sage: die Uhr tickt von der Sekunde unserer Geburt an; mit einer entsprechenden Krankheit - oder einer entsprechenden Bewußtmachung! - hört man lediglich das Ticken ein bißchen deutlicher! Aber mal ehrlich: schneller tickt die Uhr nicht.....oder?

Seid lieb gegrüßt, Amba
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  #17  
Alt 07.01.2007, 18:18
Norma Norma ist offline
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Standard AW: Wie geht ihr damit um?

Hallo Claudia,

ich gehöre inzwischen zu der Kategorie: was kommt, das kommt, egal, ob ich mich wehre oder nicht.
Bis zu dieser Erkenntnis hat es aber auch 5 Jahre gedauert; meine Diagnose ist vom Nov. 2001...

Meines Erachtens durchlebt man verschiedene Krankheitsstadien; angefangen mit völliger Fassungslosigkeit, dann Angst, dann Wut, dann Verzweiflung, dann Hoffnung und letztendlich irgendwann...Gelassenheit.
So ist es bei mir gewesen und ich denke, es wird bei anderen ähnlich ablaufen.
Je länger man weiter leben darf, um so gelassener wird man (es sei denn, Metas treten auf aber da kann ich nichts zu sagen).

Auch in meinem Umkreis wird immer wieder behauptet, ich würde die Erkrankung erstaunlich gut wegstecken (was natürlich nicht stimmt).
Mit der Zeit lernt man nur, was man Mitmenschen sagen darf und was nicht...

Der Tod anderer Betroffene lässt mich immer wieder abstürzen, vor allem, wenn er nur kurze Zeit nach der Diagnose kommt (ich denke da an Manuela aus diesem Forum, die nur etwas mehr als 2 Jahre nach Diagnose starb).

Ich bin sehr demütig geworden; demütig und dankbar. Immerhin habe ich schon 5 Jahre gewonnen. Aber ich ruhe mich trotzdem nicht darauf aus, weiß ich doch zu genau, wie schnell der Brustkrebs wiederkommen kann.

Mit dem Tod bin ich erst vor kurzem konfrontiert worden. Meine Mutter verstarb nach langem Leiden Ende Oktober 2006. Ich war bei ihr bis zum Schluss und dieses Erlebnis hat mit dazu beigetragen, den ersten Absatz oben zu schreiben...

Aufmunternde Grüße
Norma
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  #18  
Alt 07.01.2007, 18:50
Magdalena Baumeister
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Standard AW: Wie geht ihr damit um?

Liebe Claudia,

mir wurden in der Schule nach den "Wahrscheinlichkeitsberechnungen"
maximal 45 Lebensjahre zugestanden und diese Voraussage habe ich
bereits über 16 Jahre Lügen gestraft.

Bin also nicht mehr ganz so taufrisch wie die anderen vielen jungen
Frauen hier und habe vielleicht gerade dadurch auch eine gewisse
Gelassenheit erworben, die mir genauso wie bei "Norma" sagt:
"Es kommt wie es kommt, und so müssen wir es annehmen"!
Wir können dagegen ankämpfen, aber irgendwann ist auch das umsonst!
Ich hoffe zwar auch, daß ich mit meinem Mann noch ein paar Jährchen
geschenkt bekomme, aber dafür gibt es leider für Niemand eine Garantie,
daß es so sein wird. Wir haben alle unsere "Sachen" mit unseren jungen
Leuten (Sohn und Schwiegertochter) bereits besprochen und notariell geregelt, so daß keine Unklarheiten aufkommen.

Ich kann aber Euch junge Frauen sehr gut verstehen, die Ihr noch so kleine
Kinder habt, daß da die Angst sehr viel größer ist, weil die Kinder noch die
Fürsorge der Mutter brauchen. Das ist auch ein Punkt, der mich persönlich
trauriger stimmt als meine eigene Situation, denn mit 61 steht man ja nicht mehr in der Blüte des Lebens, sondern schon im letzten Drittel und da auch
schon ziemlich weit hinten. "Norma" hat ja das Schicksal von "Manuela"
angesprochen und das ist mir damals wirklich auch unter die Haut gegangen, sie war erst 37 Jahre und mußte 4 kleine Kinder und den Mann zurücklassen.
Solche Schicksale berühren mich immer sehr um deretwillen, nicht, weil ich
Angst um mich habe und das denke ich, macht doch die Gelassenheit des
Alters aus.

Ich wünsche Dir und allen Frauen hier alles Liebe und Gute, daß Ihr Euch
die nächsten 50 Jahre keine Sorgen machen müßt und Eure Kinder und
Enkelkinder noch viele viele Jahre aufwachsen sehen und auf deren Hochzeiten tanzen könnt.

Geändert von Magdalena Baumeister (07.01.2007 um 18:52 Uhr)
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  #19  
Alt 07.01.2007, 19:27
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Renate2 Renate2 ist offline
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Standard AW: Wie geht ihr damit um?

Ja Amba,
das kann ich nur bestätigen. Die Uhr tickt lauter und manchmal auch etwas eindringlicher, vielleicht auch nur aufdringlicher.
Wie lange sie tickt, das wissen wir alle nicht.
Von daher bin ich auch froh, daß mich meine Ärzte mit irgendwelchen Wahrscheinlichkeitsrechnungen oder prozentualen Überlebensraten verschont haben. Die Diagnose wurde mir erklärt und alles andere lasse ich auf mich zukommen. Bleibt mir sowieso keine andere Wahl.

Liebe Grüße
Renate
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  #20  
Alt 07.01.2007, 20:02
Bobath Bobath ist offline
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Standard AW: Wie geht ihr damit um?

Hallo,
es ist schon viel geschrieben was mir aus dem herzen spricht. Ich möchte noch einen Tipp geben: in einigen Städten gibt es Anlaufstellen speziell für Kinder erkrankter Eltern mit Krebs. ich weiss konkret, dass es in Offenbach (Rhein-main-gebiet) solch Stelle gibt. Sie unterstützen z.B. bei dem Thema "wie spreche ich mit Kindern darüber etc.)
Ich persönlich glaube, dass es ganz wichtig ist Kinder darauf anszusprechen. Sie bekommen sooo viel mit und ihre Phantasie ist dann vielleicht viel dramatische als die Wirklichkeit.
Euch allen wünsche ich weiter viel Kraft und Mut und und und
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  #21  
Alt 07.01.2007, 23:29
Anke66 Anke66 ist offline
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Standard AW: Wie geht ihr damit um?

Hallo an alle!

Auch mir geht es so, dass ich das Wort "Sterben" überhaupt nicht in den Mund nehmen darf. Sofort wird mir über den Mund gefahren mit aussagen wie "das wird wieder", "das schaffst du", "red' keinen Quatsch" und Ähnliches. Mir tut das immer sehr weh, denn dieses Thema ist jetzt in meinem Leben und dadurch, dass ich es verschweige, geht es nicht weg. Mein Mann ist der einzige, der mir bei diesem Thema zuhört, auch wenn ich merke, dass ihn das sehr belastet. Aber immerhin!

Die Frauen in meiner Familie sind alle sehr alt geworden und keine von ihnen hatte Krebs. Deshalb war für mich immer klar, dass ich auch sehr alt werde. Von dieser Vorstellung habe ich nun Abschied genommen. Und ich fand es so nett, Renate, dass Du das Bild von der Frau mit dem Gehwägelchen gebracht hast, denn erst kürzlich habe ich eine alte Frau mit so einem Wägelchen gesehen und ich habe gedacht, dass ich auch so alt werden möchte, um dann mit dem Wägelchen herumzulaufen.

Liebe Amba, das Bild mit der Uhr ist so schön und Du hast mir aus der Seele gesprochen. Vielen Dank dafür!

Jetzt schlaft alle schön, gute Nacht,
Anke
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  #22  
Alt 08.01.2007, 01:02
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Vanilla Vanilla ist offline
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Standard AW: Wie geht ihr damit um?

Ihr Lieben,

die Schlaflosigkeit hat mich mal wieder aus dem Bett getrieben...

Ich konnte im Gegensatz zu dir, liebe Anke, bisher noch nicht von dem Gedanken Abschied nehmen, alt zu werden (ob nun mit oder ohne Gehwagen ). Ich kann die Hoffnung einfach nicht aufgeben, mich vielleicht doch wegen Altersschwäche von dieser schönen Welt verabschieden zu müssen. Man hört es doch so ab und an, dass auch Frauen mit schlechter Prognose ein langes erfülltes Leben führen konnten.

Ich spreche auch manchmal mit meinem Lebensgefährten darüber wie es sein wird, wenn wir alt sind und dann endlich die Reisen machen werden, von denen wir jetzt nur träumen. Es ist zwar mehr nur so ein Gespinne, aber ich brauche das ganz einfach...zum Festhalten.

Und außerdem habe ich gemeinsam mit meiner Kollegin, die neben mir wohnt, beschlossen, dass wir als tatterige Omas gemeinsam zum Bäcker hinken...und zwar mit Gehwagen! Dieses Ding scheint wohl ein unabdingliches Accessoire des Alters zu sein

Gute Nacht ihr alle!

Claudia
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  #23  
Alt 08.01.2007, 10:00
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Sunpower77 Sunpower77 ist offline
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Standard AW: Wie geht ihr damit um?

Liebe Claudia,

du hast die Reisen erwähnt, die du noch alle machen möchtest - schieb sie nicht auf, mach sie JETZT!!! Wir sind immer gereist und haben es nie aufgeschoben, keine Ahnung warum - heute bin ich froh und dankbar darüber!!
__________________
LG

Pia


*Streite nie mit einem Dummen - dazu musst du auf sein Niveau herab und dort schlägt er dich mit seiner Erfahrung*
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  #24  
Alt 08.01.2007, 10:19
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Vanilla Vanilla ist offline
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Standard AW: Wie geht ihr damit um?

Liebe Pia,

tja...das Problem ist ganz einfach ein finanzielles...wie schon erwähnt zahlt der Vater meiner Kinder keinen Unterhalt. Mein Lebensgefährte hingegen zahlt für seine beiden Kinder und für seine Exfrau dazu.
Somit reicht das Geld leider nicht für die Reisen, von denen wir träumen.
Die werden wir wohl erst machen können, wenn alle 4 Kinder auf eigenen Füßen stehen.

Trotzdem fliegen wir jeden Sommer in die Sonne, irgendwie bekommen wir das hin. Muß ja nicht die Karibik sein

Liebe Grüße

Claudia
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  #25  
Alt 08.01.2007, 12:19
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Birgit4 Birgit4 ist offline
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Standard AW: Wie geht ihr damit um?

Ihr lieben hier alle ,
es wurde alles geschrieben ,was ich nicht auch schreiben würde...alles Worte aus dem Herzen.
Ich möchte euch was schönes zum lesen schicken....sehr viel Warheit.

Zwei sorgenfreie Tage

Es gibt in jeder Woche zwei Tage, über die wir uns keine Sorgen machen sollten. Zwei Tage, die wir frei halten sollten von Angst und Bedrückung. Einer dieser Tage ist Gestern mit all seinen Fehlern und Sorgen, geistlichen und körperlichen Schmerzen. Das Gestern ist nicht mehr unter unserer Kontrolle! Alles Geld der Welt kann das Gestern nicht zurückbringen; wir können keine einzige Tat, die wir gestern getan haben, ungeschehen machen. Das Gestern ist vorbei.

Der andere Tag, über den wir uns keine Sorgen machen sollten, ist das Morgen mit seinen möglichen Gefahren, Lasten, großen Versprechungen und weniger guten Leistungen. Auch das Morgen haben wir nicht unter unserer sofortigen Kontrolle. Morgen wird die Sonne aufgehen, entweder in ihrem vollen Glanz oder hinter einer Wolkenwand. Aber eins steht fest: sie wird aufgehen! Bis sie aufgeht, sollten wird uns nicht über Morgen Sorgen machen, weil Morgen noch nicht geboren ist.

Da bleibt nur ein Tag übrig: Heute!
Jeder Mensch kann täglich nur ein Tagwerk bewältigen. Dass wir zusammenbrechen geschieht nur, wenn Du und ich die Last dieser zwei fürchterlichen Ewigkeiten - Gestern und Morgen - zusammenfügen. Es sind nicht die Erfahrungen von Heute, die die Menschen verrückt machen; es ist die Reue und Verbitterung für etwas, was gestern geschehen ist, oder die Furcht vor dem, was das Morgen wieder bringen wird. Heute ist das Morgen, worüber wir uns gestern Sorgen gemacht haben.


in diesem Sinne wünsche ich euch alles erdenglich "Liebe" und viel "Licht" in eure Herzen.
Lieben gruß eure
Birgit
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  #26  
Alt 10.01.2007, 17:03
hohenpriesterin1 hohenpriesterin1 ist offline
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Standard AW: Wie geht ihr damit um?

Hallo ihr Lieben,

ich sitze im Moment vorm PC und mir laufen die Tränen runter, vor allem wegen dem schönen Spruch im letzten Beitrag. Mir gehen auch tausend Gedanken durch den Kopf, die sich um meine Kinder drehen. Ich habe sehr grosse Angst, sie nicht mehr aufwachsen zu sehen. Bei mir ist zwar Gott sei Dank der Vater noch da und er kümmert sich auch, doch die Liebe einer Mutter ist meiner Meinung nach unersetzlich. Ich hab das Gefühl, mir läuft die Zeit davon, doch wie soll ich mein Leben ändern? Das Geld wird nicht mehr, auch wenn ich Brustkrebs habe, für Urlaub reicht es schon seit Jahren nicht mehr. Die Zeit die ich mit den Kindern verbringen kann, wird auch nicht mehr, da meine Tocher bis 18.00 Uhr im Heilpädagogischem Hort ist, und ich ihr diese Sicherheit nicht nehmen möchte. Also kann ich nicht viel verändern, nur die Zeit mit ihnen mehr geniesen als vorher.

Viele Grüsse
Gaby
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  #27  
Alt 10.01.2007, 17:32
Benutzerbild von Amba
Amba Amba ist offline
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Standard AW: Wie geht ihr damit um?

Liebe Gaby,

dein letzter Beitrag berührt mich sehr! Da gibt es auch nicht viel Trost, wenn eine Mutter fürchtet, nicht mehr lange genung für ihre Kinder dasein zu können! An diesem Punkt setzen auch meine "Strategien" immer erstmal aus!

Ich wünsche dir, daß du an irgendetwas "höheres" glauben kannst; es muß nicht der Bärtige auf der Wolke sein...ich dachte eher an so etwas wie die Natur der Dinge, oder das Leben sorgt für sich selbst...oder oder... will ja auch nicht predigen. Aber an diesem Punkt wäre es einfach tröstlich, das eigene Leben und das der Kinder in die Hand Gottes geben zu können (ich glaube nicht an Gott, da ich Buddhistin bin; ich glaube an die Vollkommenheit des Daseins, die ich nicht immer gleich erkennen kann, die aber da ist, das weiß ich!) - oder in die Hand des Lebens, das wie immer für alles sorgen wird - auch für den Fall, daß du selbst nicht in der Lage dazu sein solltest.

Wir Mütter sind es gewohnt, vorausschauend für unsere Kinder zu sorgen. Und das ist so fest bei uns eingebaut, daß es fast nicht zu lösen ist! Selbst, wenn es manchmal besser wäre! Aber was kannst du tun? Was kann ich tun? Ich kann mir immer wieder sagen, daß ich loslassen muß, was ich ja eh schon permanent bei Kindern lernen muß - oft sehr schmerzhaft. Kann mir sagen, die Qualität der Zeit, die ich mit meinen Kindern verbringe, zählt mehr, als die Quantität....Und trotzdem kann mir keiner die Traurigkeit nehmen, die mich überfällt, wenn ich denke, ich müßte meine Kinder vor der Zeit verlassen.

Deshalb bin ich hier in diesem Forum; weil ich es tröstlich finde, zu hören, wie lange manche mit der Diagnose Krebs leben, und wie gut sie auch zurechtkommen damit! Klar - mal mehr, mal weniger gut! Aber dennoch: da sind! Und dann nehm ich meine Traurigkeit und laß sie einfach da sein und denke, solange ich traurig sein kann, lebe ich auch noch....und meistens geht es dann wieder ein Weilchen.

Sei umarmt, liebe Gaby und denk dran, Tränen sind die Salbe der Seele. Und: was draußen ist, ist nicht mehr drin...du siehst, wenn ich bewegt bin, sprudeln bei mir die Kalendersprüche nur so....

Alles Liebe, Amba
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  #28  
Alt 10.01.2007, 17:41
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heidrun1010 heidrun1010 ist offline
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Standard AW: Wie geht ihr damit um?

Hallo

mit Interesse verfolge ich von Anfang das Thema - es ist gut für uns alle, dass es einen Ort - nämlich hier - gibt,an dem über unsere Ängste - Sorgen - aber auch Hoffnungen so offen gesprochen werden kann.

Jede von Euch hat genau das ausgedrückt, was zu diesem Thema gesagt werden muss, keiner von uns würde sagen: ach was, das wird schon wieder - BK ist nicht .... usw. usw. Im Gegenteil wir wissen alle was es bedeutet wach zu liegen und sich Sorgen zu machen - sich vorzustellen wie wird der Partner damit fertig - noch viel schlimmer sind die Ängste um die Kinder.

Ich bin zwar wie Leni auch schon über 60 Jahre, meine Kinder sind groß - ich dachte sie sind versorgt. Mein Ältester hat sich getrennt - die beiden Kinder mit etwas über 4 und 7 Jahre sind bei ihm - er muss Arbeit, Kinder und Haushalt unter einen Hut bringen - das schafft er auch sehr gut, ich helfe wo es geht. Aber meine erste Reaktion als ich davon hörte war: ich hab doch diesen Sch.... ich kann doch nicht versprechen immer für die Kiddies dazu sein.

Gaby - ich drück Dich stellvertretend für alle. Deinen letzten Satz finde ich ganz großartig: Also kann ich nicht viel verändern, nur die Zeit mit Ihnen mehr geniessen als vorher.

Liebe Grüße an alle Heidrun1010
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  #29  
Alt 15.01.2007, 22:23
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Amba Amba ist offline
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Daumen hoch AW: Wie geht ihr damit um?

Schubs!!!!! Dieser Thread ist einfach zuuu guuut, um weiter hinten zu verschimmeln!
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  #30  
Alt 04.02.2007, 22:42
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Amba Amba ist offline
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Standard AW: Wie geht ihr damit um?

Die Inhalte dieses Threads passen gut zu dem neuen Thread "krebskrank, krebsgesund...", daher schiebe ich diesen hier noch einmal nach oben, zum Vergleich, zur Ergänzung...
Dazu sind in den letzten Tagen soviel schmerzhafte Nachrichten für unser Forum gekommen, vielleicht ist hier noch Platz für Beiträge dazu...

Geändert von Amba (04.02.2007 um 22:45 Uhr)
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