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  #1  
Alt 01.02.2007, 23:19
monih48 monih48 ist offline
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Standard Meine Geschichte und viele offene Fragen


Hallo, ihr Lieben,

nachdem ich ( 58 J.)heute erfahren habe, dass ich wohl nicht mehr lange zu leben habe, bin ich jetzt in dieses Forum geraten und möchte euch meine Geschichte erzählen. Außerdem hoffe ich, dass man mir noch offene Fragen beantworten kann.
Also: Im Juni 2003 wurde bei mir ein Sigma-CA festgestellt und operiert. (pT4, G3, pN2 (5/37), pMx, R0, Dukes-Stadium C1). Da der Tumor gestreut hatte, aber noch keine Metastasen vorhanden waren, bekam ich 12 adjuvante Chemotherapien nach dem ARDALAN-Schema. Bis zum Herbst 2004 ging alles gut, doch dann begann der Tumormarker zu steigen, weil sich in der Milz Metastasen gebildet hatten. Da begann man eine Therapie mit der FOLFOX-Chemo (mit Oxaliplatin). Da ich die schlecht vertrug, stellte man die Therapie Anfang 2005 auf FOLFIRI (mit Campto) um. Insgesamt wurden das bis zum Juli 2005 dann nochmal 28 Chemos, die ich mit entsprechenden Nebenwirkungen über mich ergehen ließ. Da sich aber die Metastasen bis Juli 2005 zurückgebildet hatten und der CEA-Wert auf 5,1 zurückgegangen war, bin ich ab August 2005 wieder regelmäßig meiner Vollzeitbeschäftigung nachgegangen. Im Januar 2006 stieg der Tumormarker wieder an. Ich bekam dann nochmal eine hochdosierte Chemo nach dem FOLFIRI-Schema, die man 3 Wochen später wiederholte. Es ging mir an diesen 2 Chemotagen total dreckig, aber trotzdem war ich am nächsten Tag wieder bei der Arbeit. Während der ganzen Monate mit Chemo-Therapien wurden meine sonst so dicken und schulterlangen Haare zwar immer dünner, aber nach der letzten Chemo begannen sie plötzlich büschelweise auszufallen, so dass ich hinten fast eine Glatze hatte (wie die Babies). Das dauerte genau 9 Tage. Zur der Zeit hatte ich eine sehr starke Bronchitis und bekam Antibiotika. Komischerweise änderte sich dadurch nichts an der Bronchitis, aber der Haarausfall stoppte von heute auf morgen.
Da die beiden Chemos aber nicht mehr anschlugen, musste die Milz raus. Das geschah dann im Mai 2006. 5 Wochen später habe ich wieder gearbeitet. Was komisch war: Der Tumormarker war nach der Operation, wo er eigentlich wieder im Normbereich sein sollte, bis zum Juli auf 285 angestiegen. Mein Arzt schickte mich daraufhin nach Großhadern zum PET-CT, wo man eine PERITONEALCARCINOSE (Metastasen im Bauchfell) feststellte.
Es waren aber noch keine Organe betroffen und keine Fernmetastasierung zu sehen. Ich habe mich danach sofort ins Internet begeben und nach Therapien gesucht. Da bin ich auch fündig geworden, denn es gibt seit einigen Jahren eine neue Operation nach Dr. Sugarbaker, die von immer mehr Ärzten und Kliniken in Deutschland ausgeführt wird. Für diese Cyto-Reduction mit anschließender hyperthermen intraperinonealen Chemotherapie (da wird eine ca. 42° heiße Chemo für etwa 1 1/2 Stunden nach der Operation durch den Bauchraum gespült) lag ich mehr als 10 Stunden in Memmingen bei Prof. Adolf auf dem OP-Tisch. In den 5 1/2 Wochen zwischen dem PET-CT und der Operation hatten sich aber mittlerweile einige Metastasen in den Organen dazugesellt, so dass man mir die halbe Leber, ein Stück vom Magen, Stücke von beiden Zwerchfellen und noch mehr und größere Metastasen im Bauchfell wegschnippeln musste. Die Operation verlief bestens und 12 Tage später wurde ich mit bestem Befund und einem CEA-Wert im Normbereich entlassen.
4 Wochen später hatte ich einen Termin zur Anschlussheilbehandlung in der Schlossbergklinik in Oberstaufen. Allerdings hatte sich in den 4 Wochen in meinem Bauchraum ca. 3 Liter Aszites angesammelt, die man erst mal punktieren musste.
Am 17. November wurde ich mit einem CEA von 1,2 und mit allgemeinem Wohlbefinden entlassen. Nur mein Gewicht hatte sich trotz des guten Esses und der auch ansonsten guten Rundumversorgung um 10 kg reduziert. Aber das machte mir nichts aus.
Im Abschlussbericht aus Memmingen hatte ich gelesen, dass man da im vorausgegangenen CT (04.09.06) einen 5 mm großen Rundherd in der Lunge gefunden hatte, den man noch nicht definieren konnte. Also ließ ich mir eine Überweisung zum Thorax-CT schreiben.
Das Ergebnis war (23.11.06): 2 kleine Rundherde im rechten, 1 Rundherd im linken Lungenflügel. Na toll!
Bei Google gab ich ein: Neue Therapien bei Lungenmetastasen. LASER stand da!
Auf meine Bitte hin erhielt ich einen Anruf der Uniklinik Frankfurt: Zahlt das Ihre Krankenkasse? Das ist noch eine experimentelle Sache. Da müssten Sie außerdem pro Metastase nach Ffm kommen. Na prima, sage ich.
Ich fragte die KK. Antwort: Nein, wir übernehmen das nicht, das ist noch in der experimentellen Phase. Doofe Kasse, finde ich.
Ich mailte die Uniklinik in Greifswald an und fragte, ob man mir die Metas in einem Krankenhausaufenthalt lasern könnte und was das kosten würde. 1/2 Stunde später war der Oberarzt am Telefon: Natürlich können wir das und wegen der Abrechnung brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen. Sie kostet das nichts. Schön, denke ich.
Doch inzwischen hatte sich auch Prof. Adolf aus Memmingen gemeldet. Er will mich operieren. Nach einem Besprechungstermin noch am 23. Dez. machen wir einen Termin zu stat. Aufnahme fest: 30. Januar. Tja, da war ich nun und bin heute 01.02. schon wieder daheim. Warum? Weil das erneute CT zeigt, dass es jetzt nicht nur 3, sondern wesentlich mehr Metastasen sind und die sind in diesem Zustand nicht mehr operabel. Juhu !!!

Am Montag geht´s also wieder in die Schlossbergklinik, wo ich die erste Chemo nach FOLFIRI (u.a.Campto) mit AVASTIN bekomme.

Meine Fragen: Wer hat Erfahrung mit dieser Chemo?
Wie wirkt diese Chemo bei Lungenmetastasen? Gibt es da Berichte?
Kann dann wirklich noch operiert werden?

Ich wäre euch wirklich dankbar, wenn ihr mir meine Fragen beantworten könntet. Ich kämpfe jetzt schon so lange gegen meinen Krebs und war voller Hoffnung, dass ich ihn besiegen könnte, aber anscheinend hat der liebe Gott ´was anderes mit mir vor. Trotzdem werde ich weiter kämpfen. Ich möchte nämlich noch nicht sterben.

Allen Betroffenen und Angehörigen wünsche ich viel, viel Kraft. Und kämpft weiter! Man weiß ja nie.

Seid ganz herzlich gegrüßt von
Moni

Geändert von monih48 (15.02.2007 um 19:26 Uhr)
  #2  
Alt 02.02.2007, 11:53
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hope38 hope38 ist offline
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Standard AW: Meine Geschichte und viele offene Fragen

Liebe Moni!
Es tut mir leid, was Du schon alles hast über Dich ergehen lassen müssen. Aber Du bist eine Kämpferin, nicht wahr?

Zu der Chemo kann ich Dir nichts sagen, da ich die FOLFOX 4 hatte, also die mit Oxaliplatin.

Ich hoffe aber, daß Du noch viele Antworten bekommst. Soweit ich weiß, hat Jelly Erfahrung mit Avastin. Sie ist noch im Urlaub, aber vielleicht kannst Du mal ein bißchenin ihrem Thread stöbern?

Sei herzlich umarmt,

hope
  #3  
Alt 02.02.2007, 13:42
monih48 monih48 ist offline
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Standard AW: Meine Geschichte und viele offene Fragen

Liebe hope,

auch wenn Du mir meine Fragen nicht beantworten konntest, danke ich Dir sehr, dass Du mir überhaupt geantwortet hast. Es tut einfach gut, wenn jemand mitfühlt und vor allen Dingen auch Betroffene wie Du.
Ich spiele wirklich allen immer die Starke vor, bin ich sicher auch, aber auch ich falle oft in ein Loch und nach dieser Mitteilung von gestern war dieses Loch besonders groß. Aber ich habe mir das vor meinem Mann und meinen Kindern nicht anmerken lassen. Die sind alle noch wesentlich mehr getroffen als ich selbst. Ich bin jetzt diejenige, die alle tröstet.
Am Montag werde ich also in die Schlossbergklinik fahren und hoffen, dass ich die Chemo gut vertrage, bzw. hoffe, dass sie auch wirkt.
Heute habe ich mir noch einen großen Wunsch erfüllt und für Ende Februar eine Hurtigruten-Reise gebucht. Da geht es von Bergen mit einem Postschiff die norwegische Küste entlang bis nach Kirkenes an die russische Grenze und zurück bis Trondheim. Ich wollte das immer schon im Winter machen, weil das auf den Schiffen dann ruhiger und familiärer ist, da weniger Passagiere. Außerdem mag ich die Winterlandschaft.
Meine Ärzte haben nichts dagegen und ich freue mich schon ganz riesig darauf. Das Ganze könnte nur noch schief gehen, wenn ich die Chemo so gar nicht vertragen würde, aber das will ich nicht hoffen.
Liebe hope, nochmals danke für Deine Nachricht. Ich werde jetzt sicher öfter in dieses Forum schauen und hoffe auch, dass sich noch jemand findet, der meine Fragen beantworten kann.
Eine habe ich übrigens noch vergessen: Wer hat schon Erfahrungen mit der LITT?
Liebe Grüße
Moni
  #4  
Alt 02.02.2007, 14:14
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hope38 hope38 ist offline
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Standard AW: Meine Geschichte und viele offene Fragen

Liebe Moni!
Daß Du in ein Loch gefallen bist, kann ich so gut verstehen . Manchmal denke ich, nach so einer Diagnose bestehen die Wege aus vielen Löchern!
Ich denke, wir Frauen haben es an uns, immer stark sein zu müssen oder so tun zu müssen. Wir wollen immer beschützen. Nur manchmal, liebe Moni, sind wir es, die Schutz brauchen! Lehne Dich mal zurück, laß Dich fallen in die Arme Deines Mannes und weine. Mir tut es so gut. Mein Mann kann nicht viel sagen, aber er streicht mir über´s Haar und ist einfach da. Trotz allem bin ich allein mit meinen Ängsten, aber es tut gut zu wissen, daß neben einem "Löcherweg" auch ein starkes Fallnetz besteht.

Die Idee mit der Fahrt an der norwegischen Küste finde ich wunderbar. Das ist schön. Ich mag diese Landschaft auch. Ich mag diese Weite...Herrlich! Ich wünsche Dir sehr, daß Du diese Reise machen kannst und Dir die Chemo keinen Strich durch die Rechnung macht.

Diese Krankheit bringt uns oft an die Grenzen der Belastbarkeit. Wir müssen diesen Weg gehen, ob wir wollen oder nicht. Ich wünsche Dir dafür das Allerbeste!

Liebe Grüße,

hope
PS: Wie alt sind Deine Kinder?
  #5  
Alt 02.02.2007, 14:34
monih48 monih48 ist offline
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Standard AW: Meine Geschichte und viele offene Fragen

Liebe Hope,

leider kann mein Mann aus beruflichen Gründen nur alle 14 Tage am Wochenende bei mir sein. Auch meine Kinder sind schon alle aus dem Haus. Die Älteste ist 38 und wohnt in Dortmund, die nächste ist 31 und sie wohnt in meiner Nähe, mein Sohn ist 25 und wohnt am Niederrhein. So bin ich eigentlich die meiste Zeit allein und nur über´s Telefon mit allen in Kontakt.
Ich habe auch liebe Freunde, aber auch mit denen habe ich fast nur telefonischen Kontakt, da sie auch alle weiter weg wohnen.
Nur meine Tochter, die in meiner Nähe wohnt, kommt öfter mit meinem kleinen Enkel (15 Mon.) vorbei. Aber 2/3 des Jahres wohnt und arbeitet sie in Spanien und dahin wird die Familie auch Mitte März wieder gehen.
Du siehst, ich bin mit meinem Kampf sehr viel allein, aber das ist schon ok. Ich würde meine Kinder nie unter Druck setzen, sie haben ja auch alle ihren Beruf und ihr Leben. Sie wünschten alle, sie könnten jetzt bei mir sein, aber das ist einfach nicht möglich.
Auch mit meiner Schwester, die 700 km weit weg wohnt, habe ich seit 2003 täglich Kontakt. Sie war mir die ganzen Jahre über auch eine große Hilfe und besucht mich auch sooft sie kann, oder ich sie.
Du siehst, es kümmern sich viele Menschen um mich. Nur....in den Arm genommen zu werden, darauf muss ich oft lange verzichten, weil niemand da ist.
Liebe Hope, schön dass Du mir schreibst.
Sei fest umarmt von
Moni
  #6  
Alt 02.02.2007, 15:46
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hope38 hope38 ist offline
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Standard AW: Meine Geschichte und viele offene Fragen

Liebe Moni!
Dann nehme ich Dich mal in den Arm, wenn ich darf !

Dein ältestes Kind ist ein Jahr jünger als ich; ich bin 39 und Mama von 6 Kindern, die zwischen 15 und 2 Jahren sind. Es ist hart, mit der Diagnose konfrontiert zu werden .

Es freut mich aber zu wissen, daß Du gute Kontakte hast. Das ist so wichtig! Und nun hast Du uns hier im Forum!

Wenn Du über die Suche "LITT" eingibst, findest Du sicher Informationen.

Ganz liebe Grüße erstmal,

hope
  #7  
Alt 02.02.2007, 16:17
bobbylee bobbylee ist offline
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Standard AW: Meine Geschichte und viele offene Fragen

Liebe Moni,

ich habe deine Geschichte gelesen und sie geht mir sehr nahe. Leider kann ich dir keinen Rat geben, weder zur Chemo noch zu "LITT", aber ich denke doch, dass es hier jemanden gibt, der damit Erfahrungen gemacht hat. Ich hatte nur eine adjuvante Chemo mit 5FU über ein halbes Jahr verteilt und eine Strahlentherapie.
Für die anstehende Chemo wünsche ich dir alles Gute und ich hoffe mit dir, dass sie anschlägt und du dann deine schöne Reise machen kannst. Mit den Hurtigruten möchte ich auch einmal reisen, ich liebe Skandinavien sehr, und so eine Fahrt an der Küste entlang ist sicher traumhaft. Eine Forumsfreundin hat sie letztes Jahr gemacht und war ganz begeistert.

Verlier deinen starken Willen nicht, liebe Moni, auch wenn es manchmal nicht leicht ist.Hauptsache ist, dass man nicht allein ist, dass man Kontakt hat, dass man sich aussprechen kann bei Menschen, die da sind und Mut machen, wenn der eigene Mut einmal nicht so stark ist. Das gibt neue Kraft.

Nochmals alle gute Wünsche für dich und liebe Grüße
B bby Lee
  #8  
Alt 02.02.2007, 21:27
monih48 monih48 ist offline
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Standard AW: Meine Geschichte und viele offene Fragen

Liebe Hope, liebe Bobby Lee, liebe Lolle, lieber Peter,

als ich gerade von meiner Tochter nach Hause gekommen bin und eure so liebevollen Nachrichten gelesen habe, musste ich sehr mit den Tränen kämpfen.
Es ist wunderschön zu wissen, dass ihr mich in meinem Kampf begleitet und auch ich werde immer für euch da sein, wenn ihr mich braucht.

Da ich ein sehr gläubiger Mensch bin und auch in den letzten Wochen sehr viel mental an mir gearbeitet hatte, war ich wirklich guter Dinge und voller Hoffnung als ich nun nach Memmingen fuhr. Umso größer war natürlich dann der Schock. Er sitzt immer noch tief, aber ich darf mich einfach nicht mit den Gegebenheiten abfinden, denn dann habe ich ja den Kampf schon verloren, und das darf nicht sein. Also werde ich mich jetzt wieder voll auf diesen Kampf konzentrieren und finde es einfach großartig, dass ihr mich dabei unterstützen wollt. Ich danke euch von ganzem Herzen dafür.

Ich wünsche euch allen eien schönen Abend und eine gute Nacht. Schlaft gut und träumt ´was Schönes.

Bis bald.
Eure Moni
  #9  
Alt 03.02.2007, 08:23
monih48 monih48 ist offline
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Standard AW: Meine Geschichte und viele offene Fragen

Guten Morgen, Ihr Lieben,

irgend etwas ist gestern Abend noch passiert und ich glaube, es hatte mit euren lieben Worten und dem großen Zuspruch zu tun.
Als ich mich zum Schlafen hinlegte, war plötzlich jegliche Angst und der große Druck von mir abgefallen. Ich merkte, meine Kämpfernatur war wieder voll da und ich bin mir jetzt sicher, dass ich noch nicht aufgeben muss und
dass es die Kraft ist, die ihr mir geschickt habt.

Ich stecke heute Morgen voller Elan und positiver Gedanken. Ob der liebe Gott mich vielleicht doch noch nicht will?
Ich danke euch nochmal von ganzem Herzen und schicke euch viel von meiner neu gewachsenen Kraft zurück.

Bis bald.
eure Moni
  #10  
Alt 03.02.2007, 08:42
bobbylee bobbylee ist offline
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Standard AW: Meine Geschichte und viele offene Fragen

Guten Morgen, liebe Moni,

es ist schön, dass deine Ängste von dir abgefallen sind. Positiv zu denken und zu fühlen ist ganz wichtig für uns und wir sollten gerade diese positiven Phasen besonders in uns aufnehmen und verinnerlichen. Sie geben uns die Kraft, die wir brauchen, wenn es uns einmal nicht so gut geht.
Ich wünsche dir weiterhin viel Energie für den heutigen Tag und die folgenden Tage und drücke dich einmal ganz fest...

Liebe Grüße
B bby Lee
  #11  
Alt 03.02.2007, 10:25
Christa CK Christa CK ist offline
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liebe moni,
ich lese gerade eher zufällig deine geschichte.
bin selbst betroffen aber weichteiltumor.
daher kann ich dir deine fragen auch nicht beantworten wollte mich aber den andern anschliessen und dir weiterhin
alles gute, mut und zuversicht wünschen.
auf den den kampf und geniesse deine reise, die schönen eindrücke werden dir neue kraft geben.
ganz liebe grüße
christa CK
  #12  
Alt 03.02.2007, 15:48
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hope38 hope38 ist offline
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Liebe Moni!
Es freut mich so zu lesen, daß es Dir schon psychisch besser geht! Das ist wirklich toll! Auch wenn Du in ein Loch fällst, hier ist immer jemand, der einem die Hand entgegenstreckt. Wirklich, ich habe es auch erfahren.

Liebe Moni, ich glaube, die Schwierigkeit ist, das Leben oftmals so anzunehmen, wie es ist. Mein Lieblingsspruch ist zur Zeit " Es ist wie es ist" - und ich fühle, es ist verdammt schwer, sehr schwer, so zu leben. Zurückzuschauen und zu denken, was alles war, tut weh, macht es einem doch den Verlust deutlich, den man erlitten hat. Aber ich bin so dankbar für mein schönes Leben- auch jetzt erlebe ich viele schöne Dinge. Weißt Du, mir hat man schon öfter gesagt "Nee, mit Dir will wirklich niemand tauschen!" - da sage ich dann immer " Aber ich will doch auch mit niemandem tauschen" Es ist mein Leben, auch jetzt. Ich werde niemals niemals niemals diesen Krebs akzeptieren, werde rebellisch sein. Ich werde niemals etwas Positives in ihm sehen, einfach, weil ich es nicht will. Ich brauche diese Erfahrung nicht, aber ich habe keine Wahl. So muß ich denn das Beste daraus machen. Ich weiß, wenn jetzt die Therapien aufhören, wird der Kopf zur Ruhe kommen und das Herz wird weinen und schluchzen und dem nachtrauern, was war und vor dem Angst haben, was kommen könnte... Das wird Arbeit und Veränderung, aber ich habe auch da keine Wahl. Ich muß mich dem stellen. Es ist oft irre schwer, sehr sehr schwer. Liebe treibt mich voran. Liebe zu meiner Familie...und auch zu den vielen wunderbaren Menschen, die ich kennengelernt habe, Menschen, die immer eine starke Hand, eine Schulter, ein warmes Wort haben- Menschen, die ich hier im Forum gefunden habe. Sie alle pflastern mit ihren Emotionen meinen Weg. Ich werde gehen, immer weiter und weiter, bis ich auch diese Entscheidung nicht mehr treffen kann. Ich habe es schon öfter geschrieben: Der Krebs hat mir sooo viel genommen, aber alles bekommt er nicht. Ich werde ihm niemals mein Lachen opfern und nicht meine Fähigkeit, zu lieben!!!

Uff! Was wollte ich Dir damit nun sagen? Moni, es ist nicht "schlimmer", daß ich krank bin als daß Du es bist. Es ist alles schlimm. Für jeden von uns. Jeden Tag und immer wieder erkranken Menschen. Wege enden zu früh oder schmerzhaft. Das ist schlimm, finde ich. Der Verlust der Selbstverständlichkeit des Lebens. Egal, in welchem Alter es einen trifft. Alle träumen von einem sanften Entschlafen im Alter. Es ist immer schlimm, wenn Träume zerplatzen!

Ich nehme Dich mal fest in den Arm und danke Dir sehr für Deine lieben Worte und Dein Gebet!

Ich denke an Dich,

hope
  #13  
Alt 03.02.2007, 21:43
monih48 monih48 ist offline
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Liebe Hope, Bobby Lee und Christa,

Ich danke euch wieder mal von Herzen für eure so lieben Zeilen. Ich wünschte, ich könnte mehr für euch tun als zu beten und euch von meiner Kraft zu schicken.
Es geht mir auch heute Abend immer noch wunderbar. Ich lasse nur noch positive Gedanken zu und sage mir immer wieder: Ich werde gesund, ich werde gesund, ich werde gesund.................
Es gibt doch so viele schöne Sätze, wie z.b. "Der Glaube versetzt Berge!" oder "Seelig, die nicht sehen und doch glauben!". Ich will mich jetzt ganz fest daran halten und wünsche euch, dass ihr das auch könnt.
Ich habe heute fest für euch gebetet und hoffe, ihr habt es ein wenig gespürt.

Werde mich wieder melden, wenn ich aus Oberstaufen zurück bin.
Bis dahin seid ganz, ganz lieb gegrüßt
von eurer Moni
  #14  
Alt 05.02.2007, 11:41
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Birgit4 Birgit4 ist offline
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Liebe Moni,
ich wünsche dir alles gute, und liebe für diese Woche in Oberstaufen.
Habe heute entlich mal Zeit gefunden deine Zeilen zu lesen.
Da hast du ja auch schon einiges im Leben eingesteckt...aber wenn ich deine Worte lese,weiß ich das auch du von Gott getragen wirst.

Ich habe hier was schönes...meine schönsten Worte von Gott an uns !

SPUREN IM SAND...

Eines Nachts hatte ich einen Traum...
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel
erstrahlten, Streiflichtern gleich,
Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen
vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte,
dass an vielen Stellen meines Lebensweges
nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
"Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,
da hast du mir versprochen,
auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich,
dass in den schwersten Zeiten meines Lebens
nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen,
als ich dich am meisten brauchte?"

Da antwortete er: "Mein liebes Kind,
ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort, wo du nur eine Spur
gesehen hast,
da habe ich dich getragen."

Bis bald....und liebe grüße
von Birgit




So wird es auch bei dir sein, unser Gott wird dich tragen...habe Vertrauen.
  #15  
Alt 10.02.2007, 13:09
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Ihr Lieben alle, liebe Brigitte,

habe die neue Chemo (Folfiri mit Avastin) bestens dank Dexamethason (morgens und abends bis Sonntag) und Emend ( 3 x morgens) verkraftet, so dass man mich schon heute wieder nach Hause geschickt hat.

Habe aber erst gestern den genauen CT-Befund von Memmingen erhalten und der war allerdings nicht gerade so toll. Mein altes CT (23. Nov.06) zeigte ja nur 2 kl. Metas rechts und eine etwas gößere links. Da hat sich jetzt leider ´ne Menge geändert. Links jetzt mindestens 10 und rechts 5 Rundherde, davon einer 1,6 x 1,2 cm groß. CEA 8,0

Was mich allerdings ganz froh gemacht hat war, dass jetzt (06.02.07) beim Blutbild in Oberstaufen der CEA schon wieder nur bei 3,5 lag und meine Leukos bei 11,4. Also haben die schon vor der Chemo tüchtig angefangen zu arbeiten. Dann war wohl mein tolles Gefühl von letzter Woche doch nicht so ohne. Deshalb bin ich jetzt auch weiterhin sehr zuversichtlich und glaube immer noch ganz fest an meine Gesundung.

Inzwischen ist auch die Reisebestätigung für meine Norwegen-Reise angekommen und mein Arzt hat mir eine Unbedenklichkeits-Bescheinigung für diese Reise ausgestellt. Da kann ja nix mehr schief gehen.

Am Dienstag fahre ich für 3 Tage zu einer Freundin nach Nürnberg, dann kommt mein Mann für ein längeres Wochenende und bringt mich am 20. Febr. wieder zur Chemo nach Oberstaufen. Ich hoffe, dass ich auch die genauso gut überstehe, weil ich ja am 24. dann zu meiner Schwester fahre, die mich am 26. zum Flughafen nach Düsseldorf karrt, wo ich meine Traumreise antreten werde.

Ich hoffe, dass es Euch in der Zwischenzeit auch allen gut gegangen ist und Ihr auch nur beste Nachrichten zu verkünden habt.

Liebe Brigitte,
danke auch für Deine lieben Worte. Konnte leider nicht mehr sofort antworten, da ich sie erst kurz vor der Abfahrt nach O´staufen gelesen habe.

Seid von ganzem Herzen gegrüßt und fest gedrückt von
Eurer Moni
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