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  #31  
Alt 20.02.2007, 12:37
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Birgit4 Birgit4 ist offline
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Standard AW: Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen

Liebe Jana,
freue mich darüber das dich die super tiefgründige Musik von Xavier auch anspricht.

Es tut mir leid das es dir am Samstag nicht so gut ging.
Du warst doch gerade gerade erst im KH !!!
Auch wenn du noch sehr jung bist liebe Jana,nach solcher Diagnose und diesen schweren seelischen Tiefgang....braucht auch ein junger Mensch viel Ruhe.

Ich mute mir auch immer mehr zu als ich kann....und dann liege ich um 8 Uhr mit Heizkissen im Bett

Ich umarme dich mal ganz fest meine liebe Jana....und ich freue mich für dich , das du so einen tollen Schatz an deiner Seite hast.
Liebe grüße und eine schöne Woche....
Ohne Klo-Orgie..
deine Birgit
  #32  
Alt 21.02.2007, 14:22
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Standard AW: Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen

Hallo ihr Lieben,

Oft geschehen in unserem Leben Dinge, die wir nicht verstehen können,die uns erschrecken und schmerzen.
Aber denkt daran; es sind die schweren Stunden des Lebens, die uns lehren die schönen Augenblicke als besonders kostbar zu schätzen und in Dankbarkeit zu genießen.
Denn wie sollte uns ein heller Lichtstrahl erfreuen können, wenn wir nicht auch die Finsterniss kennengelernt haben.

Ich schicke euch ganz viel Sonnenstrahlen in eure Herzen...
eure Birgit
  #33  
Alt 21.02.2007, 22:19
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hope38 hope38 ist offline
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Standard AW: Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen

Liebe Birgit!
Ja, Du hast Recht, es geschehen Dinge, vor denen wir ratlos stehen. Ich habe für mich erkannt, daß ich es NIEMALS akzeptieren werde. Ich ticke da wohl ein wenig anders!
Ich habe so viele Gedanken dazu, weiß aber nicht, ob ich das schreiben soll, weil ich niemanden verletzen möchte, der sich einen anderen Weg gesucht hat. Weil, wichtig ist ja, DASS wir einen Weg finden, um mit diesem Wahnsinn zurecht zu kommen, egal, wie er ist. Hauptsache, er paßt zu uns und kommt aus uns selbst. Seht Ihr das auch so? Wie heißt es so schön "I did it my way!"

Aber liebe Birgit, wir halten uns an den Händen. Oftmals ist es so schwer, so hart, hier zu lesen,was alles passiert mit den lieben Menschen, was sie erdulden, wovor sie Angst haben- und dann die eigene Angst, die sich in all dem widerspiegelt. Und doch ist hier so viel Kraft zu spüren, Lebensenergie. Wow! Ich ziehe meinen Hut vor Euch, Ihr Lieben! Ihr seid alle so starke Menschen und bereichert mein Leben durch Eure Gedanken!

Carpe diem!!!!

Mein lieber Peter, an Dich denke ich jetzt so viel. Wie geht es Dir? Hast Du noch Schmerzen? Ich hoffe, nicht! Ich schmecke richtig die Zimtwecken und den guten Kaffee... hmmm!!! Sei lieb gedrückt!

Liebe Birgit, wie geht es Dir zur Zeit? Du bist so eine liebe Seele, so ein wundervolles Menschenwesen! Danke!!!!!

Liebe Grüße an Euch alle, an Eva, an Jelly, an Helli (wo bist Du?), an Grit, an Jana, an Maret, an Norbert, an meine Moni, an die liebe Bobby, an Lolle und an alle, die ich jetzt nicht erwähnt habe...

Wir sind ein Trupp, was !?

Liebe Grüße,

Leena
  #34  
Alt 21.02.2007, 23:22
bobbylee bobbylee ist offline
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Standard AW: Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen

Meine liebe Leena,
genauso ist es. Jeder muss seinen Weg für sich selbst finden, einen Weg , der aus dem Inneren kommt, den man aus vollem Herzen bereit ist zu gehen. Ich kann nur sagen, warum ich meinen Weg gewählt habe, kann damit eine andere Möglichkeit aufzeigen, über meine Beweggründe sprechen, Ratschläge geben, aber das ist es schon. Der andere muss seine Entscheidung dann für sich selbst treffen, für sein Leben. Wir sind alle verschieden und so sind auch unsere Reaktionen unterschiedlich, unsere Ansichten und letztendlich die Gründe, die uns zu einer Entscheidung bewegen.
Aber es ist natürlich ein großer Trost zu wissen, dass wir bei aller Verschiedenheit ein gemeinsames Ziel haben und so doch in eine gemeinsame Richtung gehen. Und zwar zusammen und nicht jeder für sich allein.
Ich wünsche euch allen eine gute Nacht.
Liebe Grüße
B bby Lee
  #35  
Alt 22.02.2007, 13:20
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Birgit4 Birgit4 ist offline
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Standard AW: Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen

Meine liebe Leena,
ich muß dir mal sagen....wie du hier deine Gefühle ausdrückst ,ist einfach wundervoll.
Du bist so eine liebenswerte Frau....du bist ein Mensch ,mit dem man durch "Dick und Dünn" gehen kann.
Du bist so tief mit deinem reinem Herzen hier verankert...an liebsten möchtest du hier mit allen auf einem großen Sofa sitzen ,und mit uns Kaffee trinken, mit uns weinen ....und uns trösten.

Dafür möchte ich dich ganz doll Knuddeln.

Liebe Leena,spreche hier über deine Gefühle,du verletzt niemanden;es sind deine inneren Gedankengänge.Auch das gehört dazu.
Mann kann nicht immer trösten....wir sind Menschen, die durch unsere Krankheit ,jeden Tag auf's neue aufgewuhlt sind.
Gedanken,Sorgen,Mitgefühl Angst.
Ich bin auch manchmal so Verzweifelt...ich könnte in einen Wald rennen....und möchte "Schreien"und möchte die Zeit zurück drehen.....wo meine kleine Welt noch in Ordnung war.
Ich kann machen was ich will....es geht nicht...."ich Lebe im Jetzt"
Ich muß mein Schicksal annehmen,ob ich will oder nicht.
Sonst gehe ich daran kaputt.Ich kann nicht gegen etwas kämpfen...was ich nicht ändern kann.Also werde ich Frieden mit meinem Schicksal schließen....damit ich mein jetziges Leben annehmen kann,und wieder lernen muß,die Tage im "Heute" zu genießen.
Was bleibt mir anderes Übrig.....verstehst du? Ich trage seit 3 Jahren und 5 Monaten einen durchsichtigen Galgen am Hals.....so fühle ich mich manchmal.

Was wir alleine nicht schaffen,dass schaffen wir dann gemeinsam !
Und ich bin froh das ich dich (euch ) habe.....
Wer sollte mich verstehen....wenn nicht du (ihr).

Liebevolle Grüße ...
deine Birgit



Und auch ganz liebevolle Grüße an alle hier.....
  #36  
Alt 22.02.2007, 17:14
tronic tronic ist offline
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Standard AW: Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen

Zitat:
Zitat von Birgit4 Beitrag anzeigen
Gedanken,Sorgen,Mitgefühl Angst.
Ich bin auch manchmal so Verzweifelt...ich könnte in einen Wald rennen....und möchte "Schreien"und möchte die Zeit zurück drehen.....wo meine kleine Welt noch in Ordnung war.
Ich kann machen was ich will....es geht nicht...."ich Lebe im Jetzt"
Ich muß mein Schicksal annehmen,ob ich will oder nicht.
Sonst gehe ich daran kaputt.Ich kann nicht gegen etwas kämpfen...was ich nicht ändern kann.Also werde ich Frieden mit meinem Schicksal schließen....damit ich mein jetziges Leben annehmen kann,und wieder lernen muß,die Tage im "Heute" zu genießen.
hey birgit!
ein "wow" dafür...
auch ich wünschte mir so damit umgehen zu jönnen.
aber es geht (noch) nicht. es fühlt sich viel zu kalt an, macht mir viel zu viel angst und tut so schrecklich weh.
meinen weg suche ich noch!
danke übrigens noch für die worte vom 20.2.
  #37  
Alt 22.02.2007, 18:11
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Birgit4 Birgit4 ist offline
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Standard AW: Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen

Meine liebe Tina,
"Danke für deine Worte"
du bist noch so jung.....
du wirst im Mai 30 Jahre ,mein Sohn wird auch in diesem Jahr 30 Jahre jung.
Ich werde 50 Jahre im Dezember.
Ich habe schon viele Jahre gelebt,habe 5 Kinder und einen liebevollen Mann an meiner Seite.
Man ist immer zu jung , um Krebs zu bekommen , oder zu sterben.
Aber in jungen Jahren Krebs zu bekommen,ist schon sehr hart.Ich sehe es mal als Mama,da mein Sohn ja auch so jung ist wie du.
Ich würde mir wünschen das du auch mal so denkst wie ich....aber ich denke das "Alter" spielt auch eine große Rolle,und ob man noch kleine Kinder hat."UM SEIN SCHICKSAL ANZUNEHMEN"
Und es braucht auch alles seine Zeit.Man sagt ja "Zeit heilt Wunden"
Aber meine innerlichen Wunden bleiben immer . Krebs ist die schlimmste Krankheit.Man hat immer eine dursichtige Schlinge um den Hals.
Ich habe mein Schicksal annehmen MÜSSEN,ich wollte aber diesen Krebs verdammt noch mal NICHT.
Verstehst du mich liebe Tina...wir leiden alle gleich....aber wir müssen lernen damit zu LEBEN.
Alles ein wenig wirr,aber ihr versteht mich,

Wie geht es dir eigentlich....hast du eine eigene Seite.
Würde mich freuen von dir zu hören.

Ich umarme dich mit meinem ganzem Herzen.....
Liebe grüße
deine Birgit
  #38  
Alt 22.02.2007, 20:40
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Standard AW: Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen


Liebe Birgit,

Schon ein ganz kleines Licht
kann viel Dunkel erhellen.

Franz von Assisi

__________________
Jeder von uns ist ein Engel mit nur einem Flügel.
Und wir können nur fliegen,
wenn wir uns umarmen.
  #39  
Alt 22.02.2007, 21:48
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hope38 hope38 ist offline
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Standard AW: Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen

Meine liebe liebe Birgit!
Deine Worte berühren mein Herz... Ach ja, ich hätte Dich gern woanders kennengelernt. Wirklich!

Weißt Du, ich sehe das so mit der Krankheit:
Ich bin 38 Jahre alt gewesen, als mir im Mai 2006, ein Dienstag, die schlimmste Diagnose meines bisherigen Lebens gestellt wurde. Ich erinnere mich an den Arzt, der an mein Bett trat, als ich noch benebelt von irgendeinem Zeugs da rumlag und wartete, daß meine Lebensgeister wieder wach würden. Er sagte zu mir, ich solle auf keinen Fall nach Hause gehen, sondern er würde nun meinen Mann anrufen und dann solle ich zu ihm kommen. Da ich noch nicht klar war, kam das nicht da an, wo es sonst gelandet wäre- die Panik blieb somit aus. Als wir dann kurze Zeit später auf den harten Stühlen vor dem Arztzimmer saßen, sagte ich zu meinem Mann, daß ich kein gutes Gefühl habe. Er ging aber immer noch davon aus, daß der Arzt mir lediglich erzählen wollte, daß alles ok war. Bis zu dem Moment, als 4 oder 5 Ärzte aus dem Zimmer kamen, in das wir dann hineingerufen wurden. Ich erinnere mich an einen Tisch mit vielen Bildern drauf, Fotos- wenig später erfuhr ich, daß sie aus meinem Körper waren, daß sie Beweis dafür waren, daß ich ernsthaft und schlimm krank war. Als der Arzt es aussprach, brach ich zusammen. Ich konnte nchts mehr denken, ich konnte kaum atmen, ich konnte nicht fliehen. Ich saß da nur und weinte und weinte. Mein Mann hat dann noch wichtige Fragen gestellt, die mir niemals eingefallen wären... Irgendwie haben wir das Gebäude verlassen, irgendwie sind wir zu unserem Auto gegangen, irgendwie nach Hause gefahren. Dort warteten meine 6 wundervollen Kinder auf mich. Die Größeren saßen an den Hausaufgaben, die Kleinen spielten in der Sonne im Garten. Die Sonne! Wie sehr hatte ich gewartet auf den Frühling! Und nun das? Ich konnte die Sonne nicht spüren, konnte ihre Wärme nicht fühlen, fühlte nur Dunkelheit. Ich war in einem Kokon aus Schrecken und Schock. Heute frage ich mich, wie ich es geschafft habe, nicht permanent und durchgehend monatelang zu schreien? Schreien vor Wut, vor Angst, vor Trauer, vor Ungläubigkeit, vor Verzweiflung, vor Schmerz- vor Todesangst!? Ich habe funktioniert. Habe am Abend am Esstisch den Kindern erzählt, daß ich schwer krank sei. Habe geweint beim Anblick meiner Kinder, habe gebettelt, es möge nur ein Traum sein- mnchts geschah. Habe meine Eltern, meine Brüder, meinen Mann um "Verzeihung" gebeten, daß ich ihnen das antun mußte... Hätte so gern all dieses Leid ferngehalten von den Menschen,die ich soooo liebe... Und würde es heute noch tun... Nun muß ich weinen, es schmerzt so...
Die Behandlungen begannen, es wurde immer mehr klar, was alles verloren gegangen war aus meinem bisherigen Leben: Ich würde vielleicht meine Haare verlieren (was aber nicht passierte), ich würde Nebenwirkungen erleben durch die Chemo, durch die Bestrahlung, man würde meine Haut aufschneiden unterhalb des Schlüsselbeins und mir einen "Port" (was ist das überhaupt, hatte ich noch nie gehört) einpflanzen, mein Körper würde bemalt werden, ich dürfte 6 Wochen lang nicht duschen, ich mußte permanent eine Pumpe tragen mit einem "Gift", das mir helfen soll. Fremde Menschen konnten meine Intimsphäre nicht wahren, steckten mir Finger, Einläufe, Schläuche, Rohre und alles mögliche in meinen Po, ich würde unwiderbringlich unfruchtbar werden, ich mußte meine kleine Tochter abstillen- und jede Mama weiß, wie schmerzlich es ist, vor der Tür zu stehen und das laute und verzweifelte Schluchzen eines kleinen Mädchens oder Jungen zu hören- ich habe soo geweint, so sehr und habe mir nichts mehr gewünscht, als dieses Kind an mein Herz zu drücken...
Dann kam die OP. Man schnitt mir meinen Körper auf und als ich aufwachte, hatte ich Schläuche und Kanülen und Tüten und Beutel überall rumhängen. Ich konnte nicht aufstehen, war wochenlang sehr sehr schwach. Ich habe es überlebt!!!
Ihr Lieben, hier muß ich erstmal aufhören. Das Eintauchen tut sehr weh, aber ich glaube, es ist auch wichtig! Was ich aber noch sagen möchte: Ich habe für mich den Weg des Rebellen gewählt. Ich weiß, daß ich es nicht ändern kann, nicht wegdenken, aber ich möchte es nicht akzeptieren. Ich stehe hier und wundere mich, was alles passiert ist. Mein Herz klopft noch im selben Takt, auch wenn es nun viele Narben trägt. Ich will diese Krankheit nicht haben! Ich werde also rebellisch bleiben bis zum Letzten! Da hat er sich den falschen Gegner ausgesucht!

Puh!

Gute Nacht, Ihr Lieben,

Leena
  #40  
Alt 23.02.2007, 17:14
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Birgit4 Birgit4 ist offline
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Standard AW: Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen

Mein kleiner Rebell,
PUHHHH,da hast du dir aber einiges von der Seele geschrieben....
Du bist mir sehr ähnlich....wir sind auf einer Wellenlänge....Seelenschwestern!!!!
Ich habe hier genau wie du , viel über mein Leben erzählt...einfach alles.
Habe versucht Verständnis zu erfahren...einen erlichen Austausch....aber leider sind viele Menschen nicht so offen gewesen.

Meine Lieben hier alle,
Es ist einige Zeit vergangen....und nun habe ich euch hier gefunden....wo ich so sein kann,wie ich bin.
Jetzt fühle ich mich verstanden....hier sind Menschen,mit den ich meine innerste Seelenwelt teilen kann.

Dafür bin ich sehr sehr Dankbar....

Denn was wir alleine nicht schaffen,das schaffen wir dann zusammen.


Ich umarme dich kleiner Rebell, und alle die mir nahestehen....
Wünsche euch ein schönes Wochenende....und viele warme Sonnensrahlen in eure wundervollen Herzen.
Knuddel euch ganz doll....
eure Birgit
  #41  
Alt 23.02.2007, 22:51
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hope38 hope38 ist offline
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Standard AW: Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen

Meine liebe Birgit, Du Seelenschwester!

Hast Du hier im Forum viel von Deinem Leben erzählt und nicht die erwünschte Reaktion und Offenheit erfahren oder meinst Du, es war in der "Welt"?

Ja, wir sind uns ähnlich. Das habe ich schon in einem anderen Beitrag gespürt, als Du von Deinen Gedanken geschrieben hast. Und stell´Dir vor, was Du über das Autokaufen geschrieben hast, daß Du meintest, Ihr bräuchtet kein Neues, genau das habe ich auch gesagt. Bei mir war es aber kurz VOR der Diagnose- geahnt habe ich wohl schon, was ich nicht wahrhaben wollte...

Liebe Birgit, ich gehe mit klopfendem, frohen Herzen jeden Tag hier zu Euch und freue mich, wenn ich etwas lese. Eure Gedanken und Gefühle, es ist überwältigend!

Ich hoffe, Dir geht es besser? Meine Liebe, ich drücke Dich

Dein Rebell;-)
  #42  
Alt 23.02.2007, 22:55
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hope38 hope38 ist offline
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Standard AW: Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen

Mein lieber Peter!

"Grün ist die Hoffnung", nicht wahr?

Ich danke Dir für Deine warmen Worte. Du bist so ein liebenswerter Mensch, ich könnte mir denken, daß Du immer einen Schalk im Nacken hast, oder? Du bist bestimmt ein ganz gemütlicher, lustiger Mensch. Auch Dich hätte ich so gern unter anderen Umständen kennengelernt...

Doch nun sind wir hier und wir bringen unsere schlimmsten Gedanken, unsere Alpträume zutage, um die Wunden offenzulegen und sie heilen zu lassen. Zusammen geht das besser, nicht wahr?
Ich habe viele Gedanken aufgenommen, viele Dinge überdacht. Ich habe viel mehr Mut gefunden, zu mir zu stehen.
Ich werde kämpfen!!! Und ich werde in meinen Gedanken immer Dich mit einschließen, werde mir von den Himmelsmächten wünschen, daß sie Dir erträgliche Tage ohne Schmerzen und wundervolle Augenblicke bescheren. Aber eines weiß ich ganz sicher: Du wirst getragen!

Ich drücke Dich, Du lieber lieber Mann,

Leena
  #43  
Alt 24.02.2007, 08:01
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Standard AW: Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen

Ich Bewunder die Rebellin und auch Birgit.
Wenn ich Eure Beiträge mit all Euren Gefühlen lese, komme ich mir als Angehörige ganz nebensächlich vor mit meinen Sorgen Ängsten, Gedanken.
Hoffe, daß mein Vater auch seinen Weg findet.

Was ich nur bemerke ist eine Gemeinsamkeit, daß Angehörige und Betroffene fast ähnlich fühlen und erleben nach Diagnosestellung.
Habe mich selbst gefühlt als ob ich in einem wabbernden Cocon gefangen wär, man steht neben sich, bekommt zwar mit -aber irengdwie durch einen Nebel. Man fühlt und fühlt doch nichts und dann kommt die Angst, die einen erstmal mit ihrer kalten Hand fast den Atmen nimmt. Dann kam eine Phase der Routine, man kam sich vor wie ein Roboter, man funktionierte.
Jetzt bin ich in einer Phase der innerlichen Ruhe und habe es angenommen und fühle: Liebe, Hoffnung auf schöne Momente, Ruhe und auch eine Art von innerem Frieden und ehrlich, ich bin froh+dankbar dafür denn das, kann ich jetzt an meinen Vater weitergeben. Habe halt ein sehr starkes Band mit meinem Vater, wir Zwei haben uns immer ohne Worte verstanden und tun dies gerade ganz intensiv, ich habe auch viele Eigenschaften von ihm und darauf bin ich stolz. Er ist so ein wundervoller Mensch, ihr würdet ihn lieb haben. Er war immer für Andere da und sein Größtest war immer: Anderen eine Freude zu bereiten oder zu helfen.
Er war aber auch ein Handwerker vom alten Schlag, was er nicht hinbekam, bekam auch kein anderer hin. Er hat seinen Wintergarten selbst konstruiert und gebaut, den Teich selbst geplant und die Pumpenanlage dazu selbst gebaut... ich könnte noch so unendlich viel aufzählen und doch könnte es nie alles beschreiben was mein Vater für mich bedeutet. Wir sind manchmal wie eine Person und deshalb weiß ich, auch wenn mein Vater sterben muß, keiner kann uns trennen- denn er lebt in mir weiter. Kurz vor der Diagnose, hatten mein Mann und ich uns überlegt- doch noch ein Kind haben zu wollen, war das Schicksal/Vorahnung? Nun werden wir uns erstmal durchchecken lassen (mein Mann hatte Hodenkrebs) und dann werden wir hoffentlich Eltern eines gesunden Babys. Das was aber weh tut ist, das sein Enkel nie diesen großartigen Opa erleben wird. Aber ich werde es ihm erzählen, da könnt Ihr sicher sein

Sorry, bin gerade am weinen es kommt gerade alles hoch...
__________________
(Meine geschriebenen Ideen, Bastel-Tipps, Berichte, Gedichte, Reime dürfen weder kopiert noch anderweitig, ohne meine Genehmigung, veröffentlicht werden HF)

http://www.krebs-kompass.org/forum/s...ghlight=HeikeF

Leben ist, zeichnen ohne Radiergummi (K.Snyder)

Für alle die Kraft brauchen:
http://de.youtube.com/watch?v=dQhKjrlx0jI

Geändert von HeikeF (24.02.2007 um 08:05 Uhr)
  #44  
Alt 24.02.2007, 14:34
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Ihr Lieben,
ich muß erst mal meine Gefühle wieder Ordnen,und meine Tränen zur Ordnung zwingen.
So viel Offenheit, so viel Vertrautheit.....mein Gott, "DANKE"....du trägst uns alle mit deiner Liebe.



"Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott , und Gott in Uns"
1 Joh 4,16

Ja lieber kleine Leena,
du hast mich mal wieder durchschaut....ich habe deine Zeilen gelesen.
Und du hast recht;es ist die Welt.
Ich habe es so nicht gesehen...ich fühlte mich nicht verstanden....

Bis ich dich liebe Leena mein kleiner Rebell, dich lieber Peter der Kuschelbär,
Flips meine zweite Flügelhälfte, Eva,Moni , dich liebe Heike...und viele andere hier , die meine Seele ,meine tiefsten Gedanken kennen.
Ich fühle mich jetzt verstanden.....ich bin darüber sehr glücklich.

Ihr seit mit euren Lieben an eurer Seite, in meinem Herzen verankert....ich bete jeden Abend für uns.

Jede Kerze die ich Anzünde,soll euch "Licht und Liebe" in eure Herzen schicken.



Liebe Heike,
du hast recht so wie du beschreibst ; So durchleben wir Betroffenen auch die Phasen.
Du bist ein wundervoller Mensch....dass kann nur ein guter Papa vererbt haben.
Was für eine liebevolle Beziehung.....Bei mir war es leider genau das gegenteil.(Alkohol und Schläge)
Aber meine Mama ist ein Engel...sie hat uns immer Beschützt.

Meine liebe,ich wünsche dir und deiner Familie wundervolle Momente....
Ich danke dir für dein Vertrauen....deine Worte haben mein Herz sehr tief Berührt.


Lieber Peter,
ich hoffe es geht dir gut,und bist entlich Schmerzfrei.
Du warst doch am Freitag beim Arzt...ist alles OK.

Wir hinterlassen hier alle Spuren des Lichts

Ich umarme euch alle....ich schreibe etwas wirr ...ich bin so gerührt,ich bin nicht mehr allein.

eure Birgit
  #45  
Alt 24.02.2007, 20:07
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hallo birgit!

das nachfolgende habe ich in einem anderen forum geschrieben (dort ohne antwortmöglichkeit).


nachdem ich im feb. 05 die diagnose darmkrebs im fortgeschrittenem stadium und alle mir vorgeschlagenen behandlungsmöglichkeiten über mich "ergehen" ließ (Op´s, Bestrahlung, Chemo), faßte ich am ende der behandlung (märz 06) neuen mut.
mein onkologe meinte, wir haben alles getan, was und möglich ist. jetzt heißt es abwarten!
natürlich wurde mir regelrecht schlecht, wenn´s zum nächsten kontroll-ct ging. habe aber nie wirklich geglaubt, das noch etwas auftaucht.
so schmiedete ich (wir) pläne, war motiviert, freute mich auf das leben.
mit einem super gefühl ging ich zu meinem "letzten" ct in deutschland (nov. 06).
mein mann lebt und arbeitet seit märz 06 in der schweiz. dies wollte ich dann ende letzten jahres auch machen.
meine zelte hier abreißen und eine neue zeit beginnen.
antrag auf aufenthaltsgenehmigung lief, hatte mich schon nach jobs umgeguckt und mich informiert, welche fortbildungsmöglichkeiten ich mit meinem beruf dort habe.
naja, es sollte wohl nicht so sein!

das ct zeigte mehrer metas auf beiden lungenseiten. es folgten zwei op´s und jetzt die ahb.

seit der erstdiagnose sind jetzt zwei jahre vergangen.
ich wurde 8x operiert, bestrahlt, chemo.
dadurch kam mein stoma, stecke seitdem mitten in den wechseljahren und bin körperlich nicht mehr in der lage mit meinem mann zu schlafen.
auch eine op letzten sommer, um mir wenigstens dieses stück lebenqualität wiederzugeben, brachte keinen erfolg.

mittlerweile bin ich an einem punkt angekommen, an dem ich schrecklich müde bin, fühle mich kraftlos, habe manchmal keine lust mehr weiter zu kämpfen.
immer wieder op´s, dann diese schmerzen und der kampf wieder auf die beine zu kommen.

dazu kam die ungewißheit, was heißt das für mich, für meine zukunft!?
im krankenhaus gucken mich die ärzte immer ganz mitleidig an und fragen "tja fr. h., sie wissen ja was das heißt!?"
und ich immer brav "jaja!"
dabei wußte ich nicht was das heißt.

hier in der reha habe ich endlich den mut gefunden und mir einen termin beim onkologen geholt.
er meinte ich solle nicht über fünf jahre planen, der krebs kommt wieder, ich werde nicht mehr gesund.

fünf jahre? das ich nicht 80 werde, war mir schon klar, aber fünf jahre???

seitdem ich diese zahl vor augen habe, haben sich mind. 100 baustellen in meinem kopf aufgebaut. diese bin ich gerade dabei abzubauen und mit jeder baustelle weniger lassen auch meine bauchschmerzen nach.

das alles fühlt sich so schrecklich kalt an, ich fühl mich hilflos, machtlos und einsam. und dann diese angst!
diese angst vor dem tod, die angst, meinen mann, meine freunde und familie alleine zu lassen, ihnen in den nächsten jahren sorgen und kummer zu bereiten.
gerne würde ich stark sein, fühl´ mich aber so schwach.
gerne würde ich mich auffangen lassen, habe aber angst, das die "anderen" der last nicht gewachsen sind.

mittlerweile habe ich schon mit meinen engsten vertrauten, meinem mann und meinen schwestern, gesprochen.
der gedanke mit diesem wissen nicht mehr alleine zu sein, hat schon mal eine baustelle abgerissen.
und trotzdem fühle ich mich so alleine.

ich werde geschont, das thema wird nicht angesprochen, dabei würde es mir soviel besser gehen, wenn ich wüßte, das ich nicht alleine so fühle.
wenn die "anderen" auch solche angst haben.

kennt ihr das gefühl wenn man fällt???
es ist schrecklich! aber ich kenne auch das gefühl unten anzukommen.
und genau dieses gefühl wünsche ich mir.
weich, ruhig und vor allem warm!

"die vergangenheit ist vorbei und die zukunft hat angefangen. doch auch diese zukunft wird einmal vergangenheit sein und nichts weiter als eine erfahrung!
das leben ist schön!" (TT 2006)


so, damit wißt ihr auch was über mich.
muss dazu sagen, das ich mich mittlerweile viel besser fühle, am diestag gehts endlich nach hause, bin hier noch in der ahb von den lungen-op´s.
ich find´s toll hier lesen und schreiben zu dürfen.
fühlt euch alle geknuddelt
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