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  #1  
Alt 07.09.2007, 15:02
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Anne-Charlotte Anne-Charlotte ist offline
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Standard Ich bin so weit weg

Hallo!

Ich komme aus Schweden und wohne seit bald 10 Jahren in der Schweiz.
Auf der Suche nach Information bin ich auf diese Seite aufmerksam worden.

Ich habe gerade erfahren dass mein papa einen "Knoten" auf den Bauchspeicheldrüsen hat. Er wurde letzten Montag notfallsmässig in Spital eingeliefert worden, weil man dachte es handelt sich um Gallestein. Es kratzte am ganzen Körper und seinen Augen waren Gelb.
Man hat keinen Gallenstein gefunden sondern einen "Knoten" auf den BSD welche auf den Gallengang drückt. Man hat gleichzeitig einen Dränage einplatziert. Zuerst hat er ein paar Tagen auf den Röntgen Termin warten müssen, aber am letzten Donnerstag war es soweit.
Er wird am nächsten Mittwoch operiert ...
Meien ganze Familie; papa, stiefmutter, mama, geschwistern wohnen in Schweden. Nur ich lebe in der Schweiz mit meinen Mann (schweizer) und unseren zwei Kinder ( 5 und 8 Jahre alt).
Ich habe solche Angst um meinen papa!! Er beduetet mir so viel und jetzt bin so weit weg. Am Telefon tut er so als wäre es nichts schlimmes!
Er erzählt mir fast nichts, weil er mich nicht beunruhigen möchte.
Auch meine stiefmutter darf nicht dabei sein wenn er mit den Ärzte sprechen.

Weiss jemand welche Spitäler in Schweden dass in Frage kommt für so eine OP? Ich nehme einfach an das es sich um einen Whipple Operation handelt.
Ich wär froh und dankbar für all Information die ich bekommen könnte.

Entschuldige meine schlechte Deutschkenntnisse.
Aber ich habe keinen Forum auf Schwedisch gefunden!

Liebe Grüsse
Anne-Charlotte
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  #2  
Alt 07.09.2007, 19:25
Volker P Volker P ist offline
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Standard AW: Ich bin so weit weg

Hallo Anne,

wende dich mal an die Deutsche Krebsgesellschaft oder nach Heidelberg in die UnI Chirugie oder NCT die könner dir vielleicht helfen ob es in Schweden eine Spezialklinik gibt.

Gruß

Volker
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  #3  
Alt 08.09.2007, 10:13
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Anne-Charlotte Anne-Charlotte ist offline
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Standard AW: Ich bin so weit weg

Hallo Volker

Danke für Dein Antwort! Es ist schön zu wissen dass ich nicht alleine bin!
Nur glaube ich leider dass es sinnlos ist.
Papa will auf gar keinen fall darüber sprechen. Er tut weiterhin so als hätte er nicht schlimmes. Ich habe mit meine Geschwistern telefoniert und auch sie wissen nicht viel ... alle haben wir uns in Internet schlau gemacht. Er hat viel abgenommen, sagen sie ... Ich kann es nicht glauben, es darf nicht wahr sein!! Ich kann mir ein Leben ohne mein Papa nicht vorstellen!! Am Mittwoch hat er den OP Termin, und ich habe so angst ... Was ist wenn etwas passiert während den OP und ich bin hier in der Schweiz? Ich habe mir überlegt nach Schweden zu fliegen um in der nähe zu sein, aber ich weiss das mein Papa das auf gar keinen fall möchtet. Es wäre für ihn wahrscheinlich nur ein zusätzliche Belastung. Ich habe einfach das Bedürfnis ihn in den Armen zu nehmen, seinen Duft einatmen und einfach bei ihn sein.
Es ist für mich so unwirklich ... ich kann es nicht fassen! Will es auch nicht!
Ich habe hoffnung!! Es kann gut gehen!!! Es muss!!
Anfangs Oktober haben die Kindern Herbstferien und wir fahren, den ganzen Familie, nach Schweden! Ich freu mich riesig!!So habe ich mindestens etwas in aussicht worauf ich mich freuen kann. Ich habe es papa erzählt und er hat sich auch gefreut. Ich habe so getan als hätten wir das schon lange so geplant. Wir haben in der nähe von mein Papa und stiefmutter ein Fereinhaus(seit 4 Jahren).
Also drücke ich jetzt meine Daumen und hoffen das alles gut geht am Mittwoch!
Liebe Grüsse
Anne-Charlotte
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  #4  
Alt 13.09.2007, 09:50
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Anne-Charlotte Anne-Charlotte ist offline
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Standard AW: Ich bin so weit weg

Hallo!

Ja, gestern war der grosser Tag. Mein papa hatte sein geplante OP Termin.
Ich habe den ganzen Tag nur auf ein Anruf aus Schweden gewartet.
Gehofft dass der OP gut klappen würde. Ich habe so fest daran geglaubt!
Meine Schwester hat mich um 16.00 Uhr angerufen und gesagt das mein papa metastasen auf der Leber hat, so klein dass man es auf den Schichtröntgen nicht gesehen hat aber jetzt bei der Operation hat man es gefunden.
Der gelbsucht ist also von der Leber ausgekommen.
Man hat nichts rausgenommen auch der Tumör an der BSD nicht. Sie haben gesagt das wenn es metastasen hat darf man nichts anrühren da es denn "explodieren"könnte. Auch dass wenn man der "Muttertumör" in ruhe lasst wächst den metastasen langsamer, hingegen wenn mann der "Muttertumör" wegnimmt verbreiten und wachsen die metastasen sich schneller.
Weiss jemand ob dass stimmt? Hat sonst noch jemand den gleichen Bescheid bekommen?
Mein papa geht es den Umständen entsprechend gut. Er ist gestern von den Ärzten informiert worden und hat es gut aufgenommen. Jetzt müssen wir weiter kämpfen! Ich schreibe jeden Tag meinen papa einen handgeschriebenen Brief, mehr kann ich von hier aus nicht machen. Ich versuche ihn Kraft und Freude zu vermitteln. Obwohl ich am liebsten nur weinen würde. Aber ich habe ja zwei Kindern und auch für sie muss ich mich zusammennehmen. Ich werde mein papa nicht aufgeben!!!!

Liebe Grüsse
Anne-Charlotte
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  #5  
Alt 13.09.2007, 11:37
Katharina Katharina ist offline
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Standard AW: Ich bin so weit weg

Hallo Ann - Charlott.
Es tut mir sehr leid, dass Dein Pa nicht operiert werden konnte.
Die Erklärung ist etwas vereinfacht, aber im Grunde richtig. Bei Metastasen wird nicht operiert. Es wird dann zunächst mit CHemo versucht die Metastasen zu eliminieren. Manchmal gelingt das auch.
Es ist schön, dass ihr nach Schweden fahrt. Genieße jeden Tag mit Deinem Pa und gebe ihm Kraft wo es nur geht. Es hat nun einen harten Kampf vor sich und braucht alle Liebe und Unterstützung die er bekommen kann.
Alles Gute Euch auf Eurem Weg.
__________________
Katharina
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  #6  
Alt 13.09.2007, 20:02
ericsson ericsson ist offline
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Standard AW: Ich bin so weit weg

Hallo Anne-Charlotte,
habe Deine Geschichte mitverfolgt und kann mir gut vorstellen wie Du Dich fühlst. Glaube mir, auch wenn Du weit weg bist, spürt Dein Vater bestimmt, dass Du eigentlich ganz nah bist.
Ich wohne nur 3 km von meinem Vater (Diagnose BSDK am 25.8. - nicht operabel) entfernt und komme mir doch ganz weit weg vor. Es liegt an der Hilflosigkeit, mit der man konfrontiert wird, wenn man erfährt, dass ein lieber Mensch Krebs hat...

Das mit den Briefen ist eine wunderbare Idee und ich denke Euer Besuch im Oktober gibt Deinem Vater Kraft bis dahin feste weiterzukämpfen.
Ich werde nächsten Donnerstag für 3 Wochen in Urlaub gehen, um selber wieder Kraft zu tanken (leide seit ein paar Jahren unter schweren Depressionen, mein Immunsystem streikt, seit dem ich weiss, dass mein Vater BSDK hat und bin nervlich für meine Familie eine echte Belastung) - dann kann ich meinem Vater wieder zur Seite stehen und gemeinsam mit ihm den Kampf aufnehmen.

Kopf hoch! und alles Liebe,
Ericsson
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  #7  
Alt 14.09.2007, 09:39
Collana Collana ist offline
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Standard AW: Ich bin so weit weg

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Hallo!

Ich komme aus Schweden und wohne seit bald 10 Jahren in der Schweiz.
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Ich habe gerade erfahren dass mein papa einen "Knoten" auf den Bauchspeicheldrüsen hat. Er wurde letzten Montag notfallsmässig in Spital eingeliefert worden, weil man dachte es handelt sich um Gallestein. Es kratzte am ganzen Körper und seinen Augen waren Gelb.
Man hat keinen Gallenstein gefunden sondern einen "Knoten" auf den BSD welche auf den Gallengang drückt. Man hat gleichzeitig einen Dränage einplatziert. Zuerst hat er ein paar Tagen auf den Röntgen Termin warten müssen, aber am letzten Donnerstag war es soweit.
Er wird am nächsten Mittwoch operiert ...
Meien ganze Familie; papa, stiefmutter, mama, geschwistern wohnen in Schweden. Nur ich lebe in der Schweiz mit meinen Mann (schweizer) und unseren zwei Kinder ( 5 und 8 Jahre alt).
Ich habe solche Angst um meinen papa!! Er beduetet mir so viel und jetzt bin so weit weg. Am Telefon tut er so als wäre es nichts schlimmes!
Er erzählt mir fast nichts, weil er mich nicht beunruhigen möchte.
Auch meine stiefmutter darf nicht dabei sein wenn er mit den Ärzte sprechen.

Weiss jemand welche Spitäler in Schweden dass in Frage kommt für so eine OP? Ich nehme einfach an das es sich um einen Whipple Operation handelt.
Ich wär froh und dankbar für all Information die ich bekommen könnte.

Entschuldige meine schlechte Deutschkenntnisse.
Aber ich habe keinen Forum auf Schwedisch gefunden!

Liebe Grüsse
Anne-Charlotte
Hallo Anne-charlotte

Habe gerade Dein Schreiben gelesen. Es tut mir furchtbar leid was Du durchmachen musst. Ich kann Dir sehr gut nachfühlen. Wie alt ist Dein Vater?
Bei Bauchsp.Krebs, das ist so ne Sache. Ich verstehe Dein Vater, er will Dich nicht beunruhigen. Es ist so traurig. Ich habe das "genau" gleiche mit meinem Schwiegervater erlebt. Genau die gleichen Symptome. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und wenn es geht, besuche Dein möglichst schnell und verbringe ganz viel Zeit mit Deinem über alles geliebten Papa. Ich wünsche Dir und Deinem Vater ganz viel Kraft und Gottessegen - Collana

Geändert von Collana (14.09.2007 um 09:48 Uhr)
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  #8  
Alt 14.09.2007, 13:24
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Anne-Charlotte Anne-Charlotte ist offline
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Standard AW: Ich bin so weit weg

Hallo!

Vielen Dank für alle nette Antworte!!
Mein papa hat gerade sein 65. Geburtstag gefeiert ... und ich bin mir sicher dass er noch mehrere Geburtstage feiern darf!!
Ich habe gestern mit ihn telefoniert und er hat gesagt dass es ihn den Umständen entsprechend gut geht. Jetzt weiss er was Sache ist und nimmt ein Tag ums anderen. Zuerst muss er wieder auf die Beine kommen. Es hat so gut getan mit ihn zu reden!! Ich habe ihn gesagt dass ich am Abend mit meinen Mann das Musical Mamma Mia schauen gehe, habe eigentlichen gar kein Lust gehabt, und dass hat ihn so gefreut, seine Stimme war plötzlich glücklich. Er macht sich solche Sorgen um mir und es war für ihn einen Erleichtung zu wissen dass ich nicht nur zu Hause sitze und traurig bin.
Es hat auch mir und meinen Mann gut getan ein bisschen ablenkung zu haben.
Musik ist gut für die Seele!

Liebe Grüsse
Anne-Charlotte
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  #9  
Alt 20.09.2007, 19:53
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Anne-Charlotte Anne-Charlotte ist offline
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Standard AW: Ich bin so weit weg

Hallo!

Wollte nur schnell melden dass mein Papa morgen nach Hause darf!!
Er hat sich sehr schnell und gut erholt von der OP, wahrscheinlich weil sie nichts rausgenommen haben. Aber es ist so schön dass er nach nur neun Tage schon nach Hause darf!
Von Befund hat er mich nicht viel erzählt, nur dass es sich um einen gewöhnlichen Krebsart handelt. Er muss jetzt ca 4-5 Wochen warten bis mann mit der Tearpie (Chemo?) anfangen kann. Die Onkologen hat er noch nicht getroffen. Ist dass normal? 4-5 Wochen ist das nicht einen langen Zeit? Oder braucht den Körper das um sich zu erholen? Ich mache mich schon wieder sorgen ob die in Schweden wirklich wissen was sie tun ... Unfair von mir weil bis jetzt haben sie wirklich super gut reagiert und alle haben sich rührend um Papa gesorgt!!
Vor allem meine Stiefmutter macht es wunderbar ... sie hat jede Nacht (in einen Sessel) bei Papa in Spital übernachtet! Papa setzt sich kleine Tagesziele und hat so immer wieder Erfolgserlebnisse die ihn Aufbaut.Er kämpft tapfer!!
Papa sagt das er froh ist für alle die schöne Jahre dass er gelebt hat und ist mit sich ins reine und für ihn ist jetzt alles was dazu kommt Zugabe. Ich muss ehrlich sagen dass ich mein Papa sehr bewundere!!

Ich schaue jeden Tag schnell ins Forum und es gibt mir Kraft zu wissen das ich nicht allein bin. Ich staune über alle tapfere und positive Menschen ... und vor allem die wo auch noch Kraft findet um andere zu helfen!
DANKE!!!!

Liebe Grüsse
Lotta
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  #10  
Alt 20.09.2007, 20:02
Tina2904 Tina2904 ist offline
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Lächeln AW: Ich bin so weit weg

Liebe Lotta,

ich freue mich für Euch, dass Dein Vater nach Hause kommt. Zuhause fühlt man sich ja doch am wohlsten.

Drücke auch die Daumen, dass ihr noch viel Zeit miteinander verbringen könnt. Auch wenn Du so weit weg wohnst, weiss Dein Papa, dass Du immer an ihn denkst und in Gedanken bei ihm bist.

Ich wohne von meinen Eltern mal gerade 3 Kilometer entfernt und besuche meinen Vater fast jeden Tag. Manchmal fehlt mir aber einfach die Kraft und ich brauch einen Tag für mich. So wie jeden Freitag, da spiele ich Squash. Zum Ablenken und zum Auftanken der neuen Kraft.

Sei Du lieb geknuddelt und ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die Zukunft.


Liebe Grüße Tina
__________________
Bei meinem Vater, Jahrgang 39, wurde am 25. Mai 2007 BSDK am Kopf, Stadium IV, festgestellt. Lebermetas und Metas in den Lymphdrüsen

Chemo wurde eingestellt....

Eingeschlafen am 24.12.2007
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  #11  
Alt 13.10.2007, 14:57
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Anne-Charlotte Anne-Charlotte ist offline
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Standard AW: Ich bin so weit weg

Hallo!

Seit gestern sind wir wieder da (Schweiz) und die Ferien in Schweden hat sehr gut getan. Ich habe endlich mein Papa umarmen können!! Wir haben uns jeden Tag getroffen und sogar einen schönen Ausflug nach Dänemark zusammen gemacht! Er hat schon viel abgenommen, weil ihn gar nichts schmeckt aber ich habe das Gefühl das er während die 10 Tage wo ich in Schweden gewesen bin wieder zugenommen hat! Er hat auch gemeint das die Appetit langsam zurück kommt! Am letzten Montag hat er sein erste Termin mit die Onkologen gehabt. Leider nicht so positiv. Der Tumör ist gross ca 7cm und sehr aggressiv. Was auch immer das heisst!? Papa hat gefragt ob die Chemo wirklich was bringt und der Onkologe hat geantwortet das er fest an das glauben sonst würde er es gar nicht vorschlagen. Papa wollte dann wissen wie lang das er noch hat mit oder ohne Chemo. Schwierige Fragen und der Onkologe hat darauf natürlich nicht antworten können. Mein papa hat sich gegen ein Chemo entscheiden ... es geht ihn jetzt so gut und er will sein letzte Zeit voll geniessen. Was soll ich dazu sagen?? Es ist sein Entscheidung und ich muss es einfach respektieren. Ich will dass er kämft!!! Alles tut um den sch... krebs zu vernichten aber ich versuche ihn auch zu verstehen. Ich glaube dass er grosse Angst hat für die Nebenwirkungen und will nicht schwach werden. Jetz kann er Fahrradfahren, Ausflug machen, mit den Grosskindern spielen. Er will Lebensqualität nich qvantität ...
Tja .. es war sehr traurig tschüss zu sagen vorgestern, ich wollte ihn gar nicht los lassen. Er bedeutet mir so viel und ich kann mir kein Leben ohne ihn vorstellen.
Jetzt freue ich mich auf Weihnachten! Wir werden die ganze Familie (23 Personen) bei uns (in unsere Ferienhaus in Schweden) feiern!! Niemand sagt es aber es ist vielleicht das letzte Mal das wir mit Papa Weihnachten feiern können. Ich werde das Gefül nicht los das Papa ein bisschen aufgegeben hat ... er ist absolut nicht bitter geworden es ist eher als hätte er sein Schicksal akzeptiert.

Liebe Grüsse an euch alle!!
Lotta
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  #12  
Alt 17.10.2007, 16:29
Miezel Miezel ist offline
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Standard AW: Ich bin so weit weg

Liebe Lotta,

ja, das ist sehr schwierig für uns alle, sowohl für den Betroffenen als auch für uns Angehörige. Aber wir stecken nicht in diesem kranken Körper drin und so müssen unsere Vatis ihre sicher sehr schwere Entscheidung selbst treffen.
Auch mein Papi wird sie treffen müssen, ich weiss, er wird sich schwer damit tun...Wir empfinden es als aufgeben, ich denke aber, man muss es eher als akzeptieren sehen. Und ehrlich gesagt: vielleicht ist ja Lebensqualität wichtiger als die quälende Verlängerung, wenn es wirklich keine Möglichkeiten mehr gibt.
Aber es ist und bleibt ein sehr, sehr schwieriges Thema, besprechen sollte man es zusammen, entscheiden muss der Betroffene dann aber allein.

Auch ich denke an das kommende Weihnachtsfest u. habe immer noch die Hoffnung, dass wir noch mal alle zusammen am Tisch sitzen können...

Schicke dir noch ein paar abendliche Sonnenstrahlen -

liebe Grüsse

Ute
__________________
Betroffener: mein Papi (Jahrgang 1930) Diagnose 14.5.07 BSDK mit Lungenmetas inoperabel, Chemo mit Gemzatibin + Tarceva, Zunahme Lungenmetas + Lymphknotenbefall - Chemo wurde im Oktober eingestellt; seit 4.12.07 Lebermetas, zusätzlich Lungenentzündung. Eingeschlafen am 8.12.2007
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  #13  
Alt 17.10.2007, 20:02
ericsson ericsson ist offline
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Standard AW: Ich bin so weit weg

Liebe Lotta,
ich kann mich so gut in Dich hineinversetzen, denn bei meinem Vater war es genauso. Er hatte auch den Wunsch so weiterzuleben wie gewohnt - ohne Chemo und ohne Nachforschungen bei anderen Ärzten...
Ich habe mich nur schwer damit abgefunden, muss aber nun zugeben, dass er nach seinem Gefühl genau richtig gehandelt hat. Für uns Angehörige ist es oft traurig und man will doch alles erdenkliche tun, damit man so lange wie möglich beisammen sein kann.

Versuche Deinen Vater zu verstehen und freut Euch auf Weihnachten!

Alles Liebe, ericsson
__________________
Betroffener: Mein Vater (Jahrg. 39), Diagnose BSDK August 07, friedlich eingeschlafen am 15.10.07
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  #14  
Alt 17.11.2007, 00:10
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Anne-Charlotte Anne-Charlotte ist offline
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Standard AW: Ich bin so weit weg

Hallo!

Mein papa geht es leider nicht so gut, darum habe ich auch nicht mehr geschrieben, möchte nicht immer nur negatives berichten. Jetzt mache ich es aber trotzdem.
Zuerst hat mein papa ein Erkältung bekommen mit sehr hohen Fieber, musste schnell ins Spital. Wieder zu Hause hat er versucht sich zu bewegen um sich nicht gehen zu lassen und ist immer um das Quartier gelaufen. Dann musste er wider ins Spital wegen zwei Blutpröpfe in die Beine, die bis in die Lunge gewandert sind (wegen zu viel laufen). Wieder zu Hause hat er sich selbst jeden Tag die Spritze gemacht und wir hofften alle dass jetzt hat er hoffentlich ein bisschen ruhe. Am Dienstag musste er wieder in Spital, er könnte nichts behalten auch kein Flüssigkeit. Heute hat mann ihn ein Stent, durch Gastropi gemacht, der Tumor ist gewachsen und engt jetzt der Zwölffingerdarm ein. Der Onkologe ist auch gekommen und hat gemeint das wenn Chemo dann so schnell wie möglich und mein papa hat eingewilligt.
Eigentlich hat mein papa sich nur ein bisschen Zeit gewünscht um gewisse Sache in Ordnung zu bringen und wollte das tun so lange das es ihn gut ging. Nur ist alles so schnell gegangen ...
Ich bin froh das er kämpen möchtet und bereit ist der Chemo anzufangen.
Und er meint es kommt nicht mehr drauf an ... jetzt geht es ihn so wie so sch.... also ran mit der Chemo.
Ich bin total durcheinander ... ich wünsche mir so sehr dass alles nur ein
schlechten Traum war und alles wider gut wird.

Ich habe lange gezögert um zu schreiben, ich will so gern positives berichten um die Leute zu motivieren und die ständigen schlechten Berichten hat doch alle schon satt.
Wenn jemand das Gefühl hat dass ich in das falsche Forum bin dann will ich das wissen. Es hat so viele Leuten die kämpfen und ich wünsche sie alles Gute und will sie nicht mit negativen Berichten entmutigen.

Liebe Grüsse
Lotta
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  #15  
Alt 17.11.2007, 02:22
christa-48 christa-48 ist offline
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Beiträge: 203
Standard AW: Ich bin so weit weg

lotta,,,

ich denk,,,,das ist kein "mutmachforum" und auch kein "trauerforum",,,,hier schreiben,,, menschen,,,,die hier halt ihre gedanken,,,zu dem jeweileigen zeitpunkt,,,niederschreiben,,,,(so war es jedenfalls für mich),,,,
mit der krankheit,,,,ob als betroffener ,,,oder als angehöriger,,,,
jeder hat "seine" geschichte,,,,,,
ich wurde hier viel angegriffen,,,,wegen meiner "nächtlichen ergüsse",,,,,
na was solls,,,,,,,,
ich hab deine beiträge verfolgt,,,,,,,,und ich kann nur alles "erdenklich gute" euch wünschen,,,,,
liebe grüsse christa
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