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  #46  
Alt 08.11.2007, 21:05
floel floel ist offline
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Standard AW: Leberkrebs-Angst vor der Zukunft

Hallo Elli,
danke für Deine liebe Antwort. Kann leider erst jetzt antworten, da meine Tastatur den Geist aufgegeben hatte und ich gerade erst neue Batterien gekauft habe. Habe meine Mutti am Montag ins KH gebracht. Sie hat jeden Tag irgendwelche Röhrentermine. Habe gestern mit dem Arzt gesprochen. Konnte mir aber noch nichts sagen, da ja morgen der letzte Termin und Leberpunktion stattfindet. Werde morgen Nachmittag also nochmal nachfragen.Ich fahre jeden Tag nach der Arbeit zu ihr. Bin vor 19 bzw. 20 Uhr nicht zu Hause. Von früh 5 Uhr an, das schlaucht ganz schön. Mein linkes Augenlid fängt schon an zu zucken. Manchmal will das garnicht mehr aufhören. Denke dann immer, hoffentlich sieht mich keiner. Aber will jede freie Minute bei meiner Mum sein, weil ich ja nicht weiß wie lange noch. Manchmal möchte ich schon wissen, wieviel Zeit uns noch bleibt. Auf der anderen Seite habe ich natürlich auch Angst davor, dass uns zu wenig Zeit bleibt.
Die Zimmernachbarin von meiner Mutti ist 48 Jahre und wurde 2003 an Brustkrebs operiert. War danach alles tutti. Dieses Jahr wollte sie einen Brustaufbau machen lassen und dabei wurden bei ihr erhöhte Tumormaker festgestellt. Hat Lebermetastasen. Ist das nicht schrecklich? Diese scheiß Rückfälle müssen doch schlimm für den Betroffenen sein. Aber sie ist wie Du, läßt sich nicht unterkriegen. Hut ab.
So meine Liebe. Werde noch ´ne Maschine mit Wäsche in Gang schmeißen, was essen und mich in die Federn verkriechen.
Bis zum nächsten Mal, floel
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  #47  
Alt 09.11.2007, 20:17
floel floel ist offline
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Unglücklich AW: Leberkrebs-Angst vor der Zukunft

Hallo Elli, komme gerade aus dem KH und habe mit einer Ärztin gesprochen.Die heutige Punktion konnte nicht durchgeführt werden, da es meiner Mum sehr schlecht geht, die Leberwerte rapide gesunken sind. Sie wird morgen auf die Innere verlegt, um die Leberwerte wieder in den Griff zu bekommen. Meine Mutti hat sie um eine Prognose gebeten, wie lange sie noch zu leben hat. Die Ärztin wollte nichts sagen, bzw. konnte es auch nicht. Von einigen Monaten bis... Aber ich glaube, daß es, wenn es so weitergeht keine Monate mehr werden. Die Hoffnung schwindet immer mehr. Aber das Wichtigste ist, dass ich meiner Mum das Leben noch so leicht wie möglich machen werde, mehr kann ich ja leider auch nicht machen. Sie ist so tapfer. Kann heute nicht mehr schreiben, bin down. Sei nicht böse. Wünsche Dir noch einen schönen Abend und vielleicht auch schon ein schönes Wochenende, falls wir nichts mehr voneinander hören werden.
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  #48  
Alt 10.11.2007, 23:25
Elli Elli ist offline
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Standard AW: Leberkrebs-Angst vor der Zukunft

Liebe floel,

bin komme leidererst heute zum antworten. Der letzte "Cocktail" war wohl wirklich schlecht. Meine Leukos haben Tiefstand,und da heißt es fürmich halt aufpassen. Aber die Familie und alles was drumherum ist ,muss halt funktionieren und die Termine müsseneingehalten werden. Aus diesem Grund war ich ,wenn überhaupt,nur immer ganz kurz im www unterwegs.
Denke aber das ich heute wieder einigermaßen fit bin.

So jetzt aber mal zu Deinen Nachrichten. Die hören sich ja wirklich nicht gut an. Mensch was macht Deine Mum denn für Sachen?Dabei habt Ihr doch so große Hoffnungen in die Klinik gesetzt.Sind denn die Untersuchungen schon alle abeschlossen bezw. habt Ihr schon irgendwelche Ergebnisse bekommen?
Die Sache mit der Prognose ..... ist wirklich ein heikles Thema.Hoffe mal ganz doll,das sich die Leberwerte Deiner Mum wieder stabilisieren und Ihr noch eine lange und schöne Zeit miteinander verbringen könnt. Ich weiß,das "eine lange Zeit" in diesem Fall relativ zu sehen ist.Also versucht soviel Zeit wie irgendwie möglich miteinander zu verbringen.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und schicke alles was ich habe.

Liebe Grüsse
Elli
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  #49  
Alt 11.11.2007, 16:02
floel floel ist offline
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Standard AW: Leberkrebs-Angst vor der Zukunft

Hallo Elli,
hast wohl von Deinem letzten Cocktail ein bissel zu viel genascht, was?Wünsche Dir alles Gute, dass die Nebenwirkungen bald verfliegen.
Bin jeden Tag (am Wochenende) von früh bis abends bei meiner Mum. Gestern habe ich schon gedacht, es ist vorbei. Heute früh habe ich den Stationsarzt getroffen.Er sagte, sie wollen jetzt von Wernigerode das Stück punktierte Leber anfordern, um auszutesten, welche Chemo anschlagen könnte. Dann muss sie eine Kapsel schlucken, worin eine Kamera ist. Damit können sie dann von oben bis unten alles sehen. Er meinte, Ursprungsherd bei einem neuoendokrinen Tumor ist meisten der Dünndarm, Wurmfortsatz oder Bauchspeicheldrüse. Der Ursprungsherd wurde trotz der ganzen Untersuchungen immer noch nicht gefunden. Sie haben vorgestern die Dosis fürs Morphium erhöht, erhöhen es jetzt aber noch einmal, da die Schmerzen immer noch da sind. Auch bekommt sie Antidepressiva dazu, weil sie immer so schreckliche Träume z.B. von schwarzen Vögeln hat. Nächste Woche erhält sie einen Port gesetzt, damit auch Flüssignahrung zugeführt werden kann, Blutuntersuchungen, Chemo u.s.w.
Heute geht es ihr aber soweit wieder ganz gut, falls man das so nennen kann.
Habe heute früh schon einmal im Hospiz hier in MD angerufen, weil es ihr je gestern so schlecht ging.Soll morgen früh noch mal anrufen. Werde mich mal erkundigen wie lange man sich vorher anmelden muss und wie es dann dort so ablaufen wird. Habe von meinem Chef gehört, dass die sich dort viel Zeit nehmen und alles mögliche tun, damit die Patienten schmerzfrei sind und in Ruhe einschlafen können. So, das war es wieder mal an Neuigkeiten. Will wieder ins KH.
Erhole Dich gut und lass Hausarbeit Hausarbeit sein, schone Dich ein wenig. Sei ganz lieb gegrüßt von floel
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  #50  
Alt 13.11.2007, 15:36
Kathi0412 Kathi0412 ist offline
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Standard AW: Leberkrebs-Angst vor der Zukunft

Hallo Floel!

Ich bin neu hier in diesem Forum!

Ich habe deine Beiträge sehr aufmerksam gelesen und ich hoffe nur das Beste für deine Mutter, dass sie noch lange Zeit mit dir verbringen kann.

Ich habe dies schon vor zwei Jahren durchgelebt, also kann ich sehr gut mitfühlen.

Ich wünsche dir wirklich alles Gute und das von ganzem Herzen.

Lg

Kathi
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  #51  
Alt 13.11.2007, 21:14
floel floel ist offline
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Standard AW: Leberkrebs-Angst vor der Zukunft

Hallo Kathi, begrüße Dich als "Neuling" hier im Krebsforum. Was verschlägt Dich denn hierher?Was hatte Deine Mutti vor 2 Jahren?
Danke Dir für Deine netten und tröstenden Worte. Bis bald.


Hallo Elli, melde Dich doch mal. Mache mir große Sorgen um Dich.Hoffe, es geht Dir wieder besser, wünsche ich Dir jedenfalls von ganzem Herzen. Du bist doch unsere frohgelaunte Käpfernatur.Drücke Dir ganz fest beide Daumen und umarme Dich. Toi, toi, toi, floel
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  #52  
Alt 13.11.2007, 23:50
Elli Elli ist offline
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Standard AW: Leberkrebs-Angst vor der Zukunft

Hallo floel,

sorry,das ich mich jetzt erst melde.Aber Kind Nr. hat den PC blockiert. Musste Ihre Praktikumsmappe fertigmachen.
Mir geht es wieder blendend.Meine Leukos sind inzwischen auch wieder geklettert. Sage und schreibe auf 2700. Mein Doc hat mich heute Abend noch angerufen. Fange morgen wieder mit Xeloda Tabl. an. Nur noch mal für 6 Tage und dann habe ich (hoffentlich ) erstmal Ruhe.
Da wir gestern unseren Keller entrümpelt haben,war ich abends nur mal ganz kurz am PC und bin dann recht bald in die Koje.

Wie geht es Deiner Mutter ? Hoffe wieder etwas besser.
Die Idee mit dem Hospiz finde ich sehr gut. Habe schon viel Gutes darüber gehört und gelesen.Zumal dort immer ein Ansprechpartner ,sowohl für die Betroffenen wie auch für die Angehörigen, ist.
Es gibt hier bei uns in der Nähe nur ein Hospiz. Es ist an ein Krankenhaus angeschlossen. Habe mich auch schon mal mit der Frage auseinandergesetzt,was ist wenn...?Hoffe aber das sich diese Frage erst in vielen Jahren stellt.
So das war es jetzt in Kürze von mir. Aber in der Kürze liegt ja bekanntlich die Würze. Muss jetzt dringend ins Bett,sonst kriege ich morgen früh um 6.00 Uhr die Kurve nicht,und Kind muss ja pünktlich zur Schule.

Schlaf gut,bis morgen

Elli
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  #53  
Alt 14.11.2007, 14:29
Kathi0412 Kathi0412 ist offline
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Standard AW: Leberkrebs-Angst vor der Zukunft

Hallo Floel!

Danke!

Meine Tante ist vor zwei Jahren an Leberkrebs gestorben. Meine Tante war aber so wie meine zweite Mutter, weil ich dort aufgewachsen bin.

Ich hier "gelandet", weil ich noch immer mit dem Schmerz kämpfe und meine Trauer und auch noch immer den Hass, den ich gegen diese Krankheit entwickelt habe noch nicht ganz überwunden habe. Als ich auf dieses Forum gestoßen bin, wurde mir klar, dass ich bei Gott nicht alleine bin und leider viele andere Leute genauso leiden wie ich...

Für mich war das die gausamste Erfahrungen in meinem Leben, wie schnell das alles gekommen ist. Bei uns war zwischen der Diagnose und dem plötzlichen Tod nur gute 3 Wochen vergangen, wenn überhaupt. Ich habe meine Geschichter im Forum für Hinterbliebene - Leberkrebs genau erzählt.

Ich werde auf alle Fälle deine Einträge weiter verfolgen und hoffe wirklich nur das Beste für dich!

Lg

Kathi
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  #54  
Alt 14.11.2007, 20:48
floel floel ist offline
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Standard AW: Leberkrebs-Angst vor der Zukunft

Hallo Elli, da fällt mir ja ein Stein vom Herzen, dass es Dir wieder besser geht.Das hört sich ja alles gut an bei Dir. Drücke Dir weiterhin die Daumen.Kann heute nicht ins KH, da ich morgen zur Darmspiegelung muss und bekanntlich kommt man 1 Tag vorher nicht von der Toilette. Deshalb muss ich mich sputen mit schreiben.
Habe aber schon öfters mit meiner Mum heute nachmittag telefoniert. Der Arzt stellte heute beim Ultraschall fest, dass der Bauch voll Wasser ist. Konnte ich mir aber schon vorher denken, denn trotzdem, dass sie nichts isst, hat sie doch noch einen ganz schönen Bauch.
Ist es so, dass, wenn das Wasser kommt, das andere auch nicht lange auf sich warten lässt?Habe solch schreckliche Angst, dass uns nicht mehr viel Zeit bleibt.Versuche nicht daran zu denken, klappt aber nicht.Wenn ich bei ihr bin, genieße ich es, egal wie es ihr geht. Aber wehe, ich bin draußen, dann verläßt mich der Mut und bin sehr oft am Weinen.Gehe weder zum Sport, noch treffe ich mich mit meinen Freunden, steht mir überhaupt nicht danach. Bin einfach nur fix und fertig, wenn ich abends nach Hause komme und will meine Ruhe.Einge Freunde können das nicht nachvollziehen, da sie mich als sehr lebenslustigen Menschen kennen und ich mich jetzt so zurückziehe, aber das ist mir im Moment alles so egal. Es muss mich nicht jeder verstehen.Ich kann nicht einfach feiern oder so, wenn es meiner Mum so schlecht geht. So, nun genug gejammert.
Wünsche dir noch einen wunderschönen Abend, schlaf schön,floel
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  #55  
Alt 14.11.2007, 21:03
floel floel ist offline
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Standard AW: Leberkrebs-Angst vor der Zukunft

Hallo Kathi, das ist aber sehr traurig, dass Du immer noch so stark trauerst.Hattest Du damals die Trauer zugelassen, oder sie verdrängt? Meinen Vati habe ich vor 10 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs verloren. Da mein Sohn damals noch klein war und ich nicht wollte, dass er mitbekommt, dass ich so stark leide, habe ich die Trauer unterdrückt.Wenn ich dann aber alleine an seinem Grab stand, habe ich meiner Trauer freien Lauf gelassen.Da sein Grab 70 km weit weg steht, ist das nicht sehr oft gewesen.
Dass der Tod bei Deiner Tante so schnell eintrat, ist natürlich für Dich sehr schrecklich und auch nicht nachvollziehbar, aber ich glaube, für Deine Tante war es der besssere Weg. So musste sie nicht noch länger leiden.Ich wünsche mir bei meiner Mum auch, dass sie nicht so lange leiden muss. So schlimm das für mich auch sein mag, aber da muss ich dann an sie denken. Das habe ich ihr auch schon gesagt, dass sie entscheiden soll, was sie noch machen lassen will. Sie soll nicht für uns kämpfen, sondern an sich denken, damit sie nicht so viel Leid ertragen muss.Ich darf an den Tag X noch garnicht denken, obwohl ich jeden Tag Angst davor habe.
Ich wünsche Dir alles alles Gute und noch viel Kraft.Hast Du schon einmal dran gedacht, zu einem Psychologen zu gehen? Das ist nicht böse gemeint, weil ja viele denken, die Leute die dorthin gehen, haben alle was am Kopf. Da ist Blödsinn.Vielleicht können die Dir Tipps geben, wie Du die Trauer am Besten bewältigen kannst.
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  #56  
Alt 15.11.2007, 09:08
Elli Elli ist offline
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Standard AW: Leberkrebs-Angst vor der Zukunft

Liebe Kathi,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier bei uns . Sorry,es ist zwar etwas verspätet aber ich lebe zur Zeit den "normalen Wahnsinn".
Ich möchte mich floels Worten eigentlich anschließen. Versuch es mal bei einem Psychologen. Es gibt extra ausgebildete Psychoonkologen,die betreuen auch meines Wissens Angehörige oder vielleicht ist eine Trauergruppe etwas für Dich. Bei uns bittet z.B. die Ev. Kirche solche Gruppen an.
Ich kene auch dieses Vorurteil mit den Psychologen. Beide Kids von mir befinden sich z.Z. in psychologischer Betreuung.Allerdings nicht wegen meiner Erkrankung ,sondern wegen Schulmobbings.Aber ich pfeife auf die Meinung der Leute. Habe ehrlich gesagt inzwischen die Erfahrung gemacht,das man ,je offener mit diesem Thema umgeht desto mehr Menschen "outen" sich. Seltsamerweise bin ich innerhalb der Verwandschaft auf dieses Vorurteil "Klapsendoktor" gestoßen. Im Freundes-und Bekanntenkreis eigentlich weniger.Mag vielleicht daran liegen,das die Leute im Freundes -und Bekanntenkreis selber Kinder haben und unser Problem nachvollziehen konnten.
Ich möchte Dir einfach Mut machen. Schreib Deine Wut und Trauer auf diese Krankheit einfach auf und nimm Deinen Brief und verbrenne ihn. Vielleicht hilft es Dir ja.Meine Kinder sind auch heute immer noch böse auf meine Krankheit. Dann gehen wir gemeinsam hin und reden,reden und reden. Ich habe den Eindruck das es wenigstens ein bisschen hilft.
Bei meiner Erstdiagnose war ich nur noch wütend. Wütend auf diese Sch..krankheit,wütend auf die Behandlung ,wütend auf meine Ärzte (dabei sind es die besten Ärzte die ich mir vorstellen kann) wütend auf das Leben allgemein. Alle meine Träume schienen mit einem Schlag beeendet.Ich wusste nicht,ob ich meine Kinder noch aufwachsen sehe .Das ist jetzt fast 7 Jahre her. Und ich lebe immer noch. Bisher habe ich ,gottseidank,immer noch mal die Kurve gekriegt.Da ich mit meiner Wut damals nicht wusste wohin,habe bin ich unseren Garten haben alle Bäume (es waren 4 Stück)einfach abgesägt.
Meine ganze Wut und Trauer habe ich an diesen Bäumen ausgelassen. Danach fühlte ich mich wie befreit.Wenn bei mir heute wieder neue Metas auftauchen,dann greife ich (weil ich ja keine Bäume mehr im Garten habe)zum Telefon,und meine Freundin muss sich meine Wut und meinen Frust anhören.Die Ärmste tut mir dann im nachhinein immer leid. Aber sie ist der Meinung:wozu ist eine Freundin denn da!!!!
Ich habe da vieleicht ein etwas seltsame Art mit meinen Sachen umzugehen,aber mir persönlich hilft es dann immer über Tiefpunkte hinweg.
Liebe Kathi,ich wünsche Dir von ganzem Herzen,das Du auch noch DEINEN WEG finden wirst,mit der ganzen Sache umzugehen,

Liebe Grüsse
Elli
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  #57  
Alt 15.11.2007, 09:27
Elli Elli ist offline
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Standard AW: Leberkrebs-Angst vor der Zukunft

Liebe floel,

hoffe Du hast den Toilettentag gestern einigermaßen gut über die Runden gebracht. Stell ich mir ja echt ätzend vor.Stundenlange "Sitzungen". Hoffe Du hattest wenigstens interessante Lektüre dabei.
Puh,was es mit dem "Bauchwasser "auf sich hat. Bin da wirklich nicht so die Fachfrau.Habe nur immer gelesen,das es punktiert werden mus,um dem Patienten Erleichterung zu verschafffen.
Tja die Frage nach der Zeit,stellt sich immer wieder. Manchmal denke ich ,es ist gut,das niemand sagen so und soviel Zeit bleibt noch.
Ich bin der Meinung Du machst alles RICHTIG. Höre auf Dein Gefühl und verbringe Zeit mit Deiner Mum.Soviel Du kannst. Als mein Vater damals im Krankenhaus war,habe ich auch immer die fröhliche Tochter "gespielt".Bloss dabei mit mein Vater nicht merken sollte,was ich wirklich empfunden habe. Sobald ich das Zimmer verlassen habe,dann kamen auch bei mir die Tränen und die Wut .Wenn ich dann jedoch zu Hause war,dann wurde alles ganz weit hinten verschlossen,da ich meine Kids nicht mit der Sache belasten wollte.Als dan der Tag X immer näher rückte,habe ich gedacht das schafffe ich nicht. Aber es war bisher meine schönste Erfahung,wenn auch meine traurigste in meinem bisherigen Leben.Ich habe meinen Vater bis zum letzten Atemzug begleitet und es wurden zwischen uns noch einige Sachen besprochen die bis dahin unausgesprochen geblieben waren.Es war ein Gleiten in eine andere Welt. Mit hat diese Begleitung die Angst vor dem Tag X genommen.
So jetzt aber Schluss damit. Ich hoffe sehr,das Deine Mum noch eine lebenswerte Zeit mit Euch zusammen hat. Ach übrigens auf die "FReunde"pfeiff einfach. Und was das jammern angeht.Wer jammert hier eigentlich ?NIEMAND!!!! Irgendwo muss man doch seine Wut,Trauer und seine Gedanken loswerden.Also gehe Du mit Deinen Ängsten so um,wie Du es für richtig hälst. Du bist Deinen Freunden keine Rechenschafft schuldig!!!!!

Drücke Dir für die Spiegelung mal ganz doll die Daumen.

Liebe Grüsse
Elli
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  #58  
Alt 15.11.2007, 10:12
Sara78 Sara78 ist offline
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Standard AW: Leberkrebs-Angst vor der Zukunft

Hallo ihr Lieben,
konnte mich leider erst jetzt melden. Es ist viel passiert in den letzten zwei Wochen. Leider habe ich keine guten Neuigkeiten (für mich, meinem Papa gehts wahrscheinlich schon besser). AM letzten Oktoberwochenende haben wir unseren Papa nochmal für kurze Zeit aus dem KH rausgeholt; waren mit ihm Essen; waren auf einem kleinen Rummel ganz in der Nähe des KH. Es war ein schöner Sonntag. Der Himmel war blau und die Sonne schien. Wir haben alle diesen Tag genossen. Die letzte Oktoberwoche war dagegen sehr hart. Er hatte immer mehr Schmerzen, aß nicht mehr richtig und hat auch nur geschlafen. Da ich mit meinem Mann zusammen arbeite, konnte ich mir die letzten zwei Wochen die Arbeit so einteilen, daß ich tagsüber in de Klinik bei Papa war. Von morgens bis abends. Haben zusammen gegessen, habe ihm neue Windeln angelegt, habe ihn gewaschen/ gedsucht, war mit ihm spazieren, etc. Dann ging es eigentlich sehr schnell sehr schlecht. Am 31.10. wollte er nicht mehr aus dem Bett, hat nur geschlafen und es war auch schon sehr anstrengend ihm etwas zu Essen aufzuschwatzen. Er war sehr nervös. Ob beim Schlafen, aber auch als er wach war hat er ständig etwas gesucht, daß er in die Hand nehmen konnte. Am 01.11. war sein Atem schon sehr viel ruhiger, flacher. Meine Mama und ich haben ihm gesagt, daß er nicht mehr gegenankämpfen soll. Das wir ihn freigeben und uns ganz betsimmt bald wiedersehen werden. Wir haben ihm für all die schöne Zeit gedankt und daß er der beste Papa auf der Welt war. Er sagte kurz unsere Namen und schlief wieder ein. Als ich an diesem Abend nach Hause fuhr, hatte ich ein ganz schlechtes Gefühl, doch meine Mama sagte, daß wir uns ausruhen und nächsten Morgen schon ganz früh hinfahren werden. Ich ging an diesem Abend auch wirklich früh ins Bett. Als ich nächsten Morgen um 7.30 Uhr aufwachte und div. Anrufe auf unserem Festnetz, wie auch auf meinem Handy gesehen habe, ahnte ich schon fürchterliches. Mein Geschwister waren an dem Abend noch beim ihm und haben sich verabschiedet. Papa ist nachts zwischen 2.00 und 3.00 Uhr eingeschlafen. Es war kein Krampf und hatte auch nicht geschrien; er ist einfach ruhig eingeschlafen.
Und genau das habe ich ihm gewünscht, daß er ruhig und sanft einschläft. Es ist wirklich unmenschlich, wenn ich erzähle, daß ich mir die letzen Tage gewünscht und zu Gott gebetet habe, daß mein Papa einschläft.
Wenn man etwas vergleichen könnte und mich einer fragt, was schlimmer ist:
Papa gehen zu lassen oder zuzugucken, wie er sich vor Schmerzen krümmt, dann würde ich immer das Zweite nennen. Ich konnte zum Schluß nicht mehr mitansehen, wie mein Papa leidet. Und ich konnte rein gar nichts tun. Diese Hilflosigkeit war echt zum Kotzen.
Liebe Grüße Sarah
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  #59  
Alt 16.11.2007, 09:05
Strubbel Strubbel ist offline
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Standard AW: Leberkrebs-Angst vor der Zukunft

Liebe Sara,

der Krebs hat es wieder einmal geschafft, es tut mir unendlich Leid. Ich weiß, es gibt keine Worte, die wirklich trösten können, deshalb versuche ich es gar nicht erst.
Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft.

Traurige Grüße,
Strubbel
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  #60  
Alt 16.11.2007, 09:16
Strubbel Strubbel ist offline
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Standard AW: Leberkrebs-Angst vor der Zukunft

Hallo floel,

mein Vater leidet auch an Aszites. Seit August wird er regelmäßig punktiert, anfänglich alle 15 Tage, mittlerweile alle 7 Tage.
In einem Krankenhaus (ich muß dazu sagen, dass die behandelnde Ärztin meinen Paps schon aufgegeben hatte) wollten sie ihm bei der nächsten Punktion eine "Chemo direkt in den Bauch" geben. So weit ist es allerdings nicht gekommen, weil sein Onkologe ihn in ein anderes KH geschickt hat, deshalb kann ich leider nichts Näheres dazu sagen. Jetzt soll mein Paps eine Chemo mit Taxol bekommen.
Vielleicht könnte dies im Fall Deiner Mutter helfen, sprich die Ärzte doch mal darauf an.

Gruß,
Strubbel
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