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  #16  
Alt 23.02.2008, 11:24
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Sternschnuppe07 Sternschnuppe07 ist offline
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Standard AW: Tumorreste sollten < als 1 cm sein



Liebe Bailey, liebe Bessie, liebe Leena, liebe Mosi, liebe Siby, ( in alphabetischer Reihenfolge und ich hoffe, ich habe niemanden vergessen )

Ihr seid alle so lieb, dankeschön für Eure aufmunternden Worte. Ich jammere Euch hier voll, dabei habt Ihr selbst Eure eigenen Sorgen.

Na ja, kommende Woche ist es so weit, dann weiß ich mehr und erfahre hoffentlich nur gutes. Ändern kann man eh nichts mehr, die Würfel sind gefallen und falls meine Befürchtungen sich wirklich bewahrheiten sollten, (was ich nicht hoffe), dann ist die Medizin noch lange nicht am Ende. Kurz, Ihr habt alle recht.

Aber mal eine Frage: Im Vorstellungsthread hatte einmal eine Brigitte geschrieben, bei ihr snd auch sogar mehrere Reste nach der OP zurückgeblieben, die ca. < als 2 cm groß gewesen sein sollen und sie hat wenige Tage nachdem sie den Beitrag geschrieben hatte, ihr 3-jähriges überleben von der Diagnose gefeiert. Wisst Ihr, wen ich meine? Schade, dass sie offenbar nicht mehr registriert zu sein scheint, also nicht mehr schreibt, ich wüsste sehr gerne, wie es ihr geht und auch allen anderen, bei denen eben Reste zurückbleiben mussten. Ich bin mir fast sicher, dass das gar nicht so selten vorkommt. Man konnte mir ja bspw. bei meiner 1. OP auch erst einmal nur das Netz entfernen. Wenn das OP Gebiet zu groß wird, oder an irgendeinem Organ nicht geschnitten werden kann, siehe bspw. Darm und dergleichen, dann wendet man eben Chemo an. Ok, Brigitte bekam nach der OP 6 Chemos, ich habe bislang nur 4 bekommen, da die anderen 3 ja vor der 2. OP anstanden. Doch wenn 3 Chemos mein OP Gebiet schon verkleinert haben, dann werden 4 doch wohl mit dem kleinen Rest fertig geworden sein oder? Ich muss mich eben wieder hochziehen und abwarten, eine andere Möglichkeit habe ich ja sowieso nicht. Eigentlich gut, dass die Untersuchung schon kommende Woche ansteht, sonst würde ich mich womöglich noch länger verrückt machen.
Und dann denke ich an Euch, viele haben auch große Sorgen, sogar größere als ich, aber sie meistern das so tapfer und ich kippe schon beim kleinsten Seitenwind um.

Danke noch mal für Eure lieben Wünsche und beruhigenden Worte, nächste Woche um die Zeit weiß ich mehr und hoffentlich nur gutes. Und dasselbe wünsche ich Euch auch, dass sich alles zum guten wendet.

liebe Grüße

Eure Manu
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  #17  
Alt 23.02.2008, 16:25
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Pfingstrose Pfingstrose ist offline
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Standard AW: Tumorreste sollten < als 1 cm sein

Hallo, liebe Manu,
halt Dich daran fest, dass die Chemos Dein OP-Gebiet verkleinert haben, das ist doch toll, da Du weißt, die Chemo spricht an!! Und freu Dich auf die Untersuchung nächste Woche, so doof das auch klingt. Ich jedenfalls war heilfroh, als endlich mein Untersuchungstermin angerückt war nach fast 1 1/2 Wochen Warterei vom CT-Ergebnis!! Das war schrecklich. Jetzt habe ich zwar meine "Quittung", aber ich habe wieder eine Richtung vor mir, die ich einschlagen kann und weiß, wie es weitergeht (zwar nicht so dolle Aussichten was alles ansteht, aber ich habe so langsam wieder das Gefühl, mitkämpfen zu können)!!

Ich drück Dich ganz lieb und vor allem die Daumen, liebe Grüße von Katja
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  #18  
Alt 23.02.2008, 18:18
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Sternschnuppe07 Sternschnuppe07 ist offline
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Standard AW: Tumorreste sollten < als 1 cm sein



Ach liebe Katja,

siehst Du, das meine ich ja auch damit, hier haben nahezu alle ihr Päckchen zu tragen und ich jammere auf hohem Niveau herum.

Ja, ich halte mich ja auch daran fest, dass die Chemo vorher gewirkt hat, obwohl ich zwischenzeitlich darüber nachgedacht habe, kann es sein, dass sie nun auf einmal nicht mehr gewirkt haben könnte?? Ja, klingt blöd, meine Oberärztin meinte ja auch, es sei derzeit nicht davon auszugehen, dass meine Tumorreste platinresisdent sind, weil die Chemo ja vorher das Gebiet verkleinert hatte.

Du siehst aber, je mehr man denke, umso verrückter macht man sich.

Klar, ich freue mich zwar nicht unbedingt auf das CT, aber ich bin froh, dass ich dann mehr weiß. Dumm, dass man nicht sofort das Ergebnis mitgeteilt bekomme, aber ich werde einmal fragen, vielleicht geht es ja doch. Spätestens Freitag mittag werde ich es aber wissen, nach dem Gespräch.

Stell Dir mal bitte vor, jeder würde immer Angst haben, dass die Chemo nicht wirkt, wo kämen wir da denn hin???? Du weißt auch nicht, ob es diese Brigitte noch gibt gell? Sie hatte, als sie den Beitrag im Vorstellungsthread geschrieben hatte, kurz danach ihr 3-jähriges Überleben gefeiert und auch Reste von 2 cm zurückbehalten. Gut, sie hatte 6 Chemos bekommen danach, ich nur 4, aber ich hoffe trotzdem, dass diese 4 schon alles gekillt haben. Ob ich ansonsten noch 2 hinterher bekomme weiß ich nicht. Dann käme ich womöglich nicht in die Studie, aber ich werde es erst einmal abwarten, es bringt wirklich nichts, sich den Kopf zu zermartern mit all diesen Dingen. Wenn es so kommt oder so, was dann und all so ein Kram. Es kommt wie es kommt und ich glaube, daran kann niemand etwas ändern.

liebe Grüße und alles Gute

Manu
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  #19  
Alt 23.02.2008, 18:52
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Christine R. Christine R. ist offline
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Standard AW: Tumorreste sollten < als 1 cm sein

Liebe Manu

logischerweise ist je kleiner der Tumorrest, je grösser die Chance, dass die Chemo ihn eleminiert.

Malen wir jetzt mal ganz schwarz: Selbst wenn du nach chirurgischem Ermessen tumorfrei operiert worden bist, kann dir kein Operateuer der Welt die Garantie geben, dass sich nicht bei der OP Mikrometastasen über die Blutbahn weiterverteilt haben.
Man geht davon aus, dass nach Abdomen OP´s und anschliessender Chemo noch bösartige Zellen im 7-8 stelligen Millionenbereich im Körper der sog. gesunden tumorfrei operierten Patienten verbleiben.
Diese bekämpft im Regelfall das Immunsystem dann alleine. Schafft es das nicht kann folgendes passieren
Schlummernde sich nicht teilende Tumorzellen werden ja während der Chemo auch nicht abgetötet, das die Chemo ja nur in den Teilungsprozess sich teilender Zellen eingreift,die DNA Struktur zerstört
Und wenn bösartige Tumorzelle A schläft und sich während der Chemo nicht teilt , wird sie auch die ganze Prozedur ungehelligt überstehen.
Entweder greift dann das körpereigene starke Immunsystem ein oder die Zelle schlummert weiter und fängt irgendwann (Auslöser nicht bekannt) sich zum Teilen an und bildet eine bösartige Zellformation. Das Rezidiv ist da, wie gesagt, wenn jetzt die Killerzellen nicht die bösartige Formation erkennen und diese zerstören

Auch ein gesunder Mensch hat Krebszellen im Körper , die von der körpereigenen Abwehr sofort zerstört werden.
Dies passiert leider beim Krebskranken nicht, die Krebszellen werden nicht mehr von normalen Zellen unterschieden.

Es gilt laut AGO-Ovar weiter der med. Sachverhalt > 2 cm

Platinhaltige Chemos werden bei Frührezidiven > 2 Jahre nicht mehr gegeben , da man annimmt, dass sie so kurz nach ihrem Ersteinsatz nicht mehr ihre volle Wirkungkraft entfalten.
Erst nach 2 Jahren kommen sie bei sog. Spätrezidiven wieder zum Einsatz

Patienten mit 0 Resektion und keinem Resttumor hatten nach einigen Monaten ein Rezidiv, ich weiss da klingt schlimm ist aber manchmal so

Betroffene mit Resttumoren und Grading 3 (das Grading ist ein sehr wichtiger Prognosefaktor) sind Jahre später gesund und hatten nie ein Rezidiv

Wir haben ja erst vor ein paar Tagen das Thema Prognose und Statistik diskutiert.

Liebe Manu, immer mit der Ruuuhe, stresse dich nicht.
Deine Chancen sind nicht schlechter und mach dein Überleben nicht an Millimetern fest.

Ich bin fest überzeugt, dass ein starkes Immunsystem dich wieder völlig gesunden lässt.

Sei lieb gegrüsst
Christine

PS. Ich schreibe gleich noch auf deine PN, tschuldige dass ich so lange gebraucht habe

Geändert von Christine R. (23.02.2008 um 18:57 Uhr)
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  #20  
Alt 23.02.2008, 19:27
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Sternschnuppe07 Sternschnuppe07 ist offline
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Standard AW: Tumorreste sollten < als 1 cm sein



Liebe Christine,

Du brauchst Dich nicht zu entschuldigen, jede(r) lebt ein ausfülltes Leben neben diesem Forum hier. Danke in jedem Fall für Deine Antworten, die haben mich beruhigt.

Ich hätte nicht so viel recherchieren sollen, das ist eine Unart von mir und je mehr Frau liest umso mehr erfährt sie von Studien und dergleichen. Es ist leider sicherlich richtig, dass man wohl nach neueren Erkenntissen (2004), zu dem Ergebnis gekommen ist, dass Tumorreste die < als 1 cm sind, besser einzustufen sind als größere. Es ist klar, dass kleinere Tumorreste immer besser zu killen sind als größere, wenngleich wenige mm hoffentlich nicht gleich das Ende der Welt bedeuten. Ich finde es nur mitunter hart, wie einige Professoren schreiben. Da wird es knallhart so dargestellt, als ob bei einer Frau, bei der Tumorreste die < als 2 cm sind, die Operation angeblich "umsonst" gewesen sein soll, hat man dafür noch Worte? Umsonst kann keine OP gewesen sein, bei der der allergrößte Teil der Tumorherde entfernt worden ist oder? Man stelle sich vor, das alles wäre noch im Körper, schreckliche Vorstellung. Ich habe doch nach meiner 1. OP, bei der man mir nur das Netz entfernen konnte, heute eine viel bessere Ausgangsbasis als damals oder nicht? Und die Chemo verkleinert ja auch Tumorherde. Du siehst also, ich versuche durchaus, mich selbst wieder aus dem momentanen Tief herauszuziehen. Nur gestern abend ging es mir total mies, ich hatte meine Familie angeschaut und gedacht, ich würde dieses Jahr nicht überleben, das ist ein schlimmer Gedanke, ich weiß, viele, wenn nicht gar alle hier werden solche Gedankengänge vielleicht kennen, sie machen einen in dem Moment verrückt.
Danke für Deine ausführliche Antwort, ganz ist meine Angst zwar noch nicht weg, aber das ist normal, kommende Woche werde ich es erfahren, da ist wohl jede Frau nervöser als sonst.

liebe Grüße

Manu
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  #21  
Alt 23.02.2008, 20:59
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hope38 hope38 ist offline
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Standard AW: Tumorreste sollten < als 1 cm sein

Liebe Manu!
Ich gehe nach dem MRT, das bei mir alle 3 Monate gemacht wird , nie ohne Ergebnis nach Hause! Da bin ich stur!

Liebe Grüße und in Gedanken bei Dir,

Leena
__________________
am 02.05.2006 Rektum-Ca-Diagnose, Chemo+Bestrahlung, OP im August 2006, danach von 11/06 bis 02/07 adjuvante Chemo, Anlage eines Ileostomas, Rückverlegung in 01/09

(alle von mir im KK verfaßten Beiträge/Texte und Geschichten dürfen ohne meine Erlaubnis nicht weiterverwendet werden)
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  #22  
Alt 23.02.2008, 21:17
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Linnea Linnea ist offline
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Standard AW: Tumorreste sollten < als 1 cm sein

Liebe Manu

wie schön zu hören, daß es Dir ein kleines bißchen besser geht! Eigentlich wollte ich Dir gestern schon schreiben, aber da wollte mein Dödelkopf nicht so richtig...

Es tut mir so leid, daß Du gerade wieder diese Ängste ausstehen mußt! Und der Gedanke an die Kinder ist immer am schlimmsten, nicht wahr? So lange man mit Therapien beschäftigt ist, wird er oft von viel Hoffnung auf Heilung oder Besserung überstrahlt. Aber gerade vor solchen Untersuchungsterminen kriechen die Ängste wieder aus ihren Löchern.

Mir war vor meiner eigenen Erkrankung nicht bewußt, wie besonders diese Krebsangst ist. Jede lebensbedrohliche Krankheit geht natürlich mit Ängsten einher, aber diese scheinen sich stark zu unterscheiden. Meine Herzgeschichte z.B. hat mir gezeigt, wie unmittelbar bedrohlich sich akute Probleme in diesem Bereich anfühlen können. Das ist sehr erschreckend, aber man spürt eben auch ganz genau, wenn sich das Herz wieder beruhigt. Man kann an sich selbst gut wahrnehmen, ob sich das Problem verschlechtert oder verbessert und wird daher bei Nachuntersuchungen wohl eher selten von den Ergebnissen überrascht.

Aber bei Krebserkrankungen ist das ganz anders. Der Krebs hat sich ja zunächst ganz unbemerkt eingeschlichen - gerade im Bauchraum wächst er ja oft schon lange, bevor man etwas davon mitbekommt - und ohne Vorwarnung steht man plötzlich mit einer Krebsdiagnose da. Daß dabei das Vertrauen in die eigene Körperwahrnehmung stark erschüttert wird, ist nur allzu verständlich. Aber ohne dieses grundlegende Gefühl, kann man sich den Gedanken "Vielleicht ist ja doch wieder etwas" kaum vom Hals halten. Auch wenn man sich gut fühlt, könnte dieses Gefühl ja trügen.

Es ist unglaublich schwer mit dem Verlust dieses "Urvertrauens" (wie eine Frau aus dem Lymphom-Forum neulich so treffend formuliert hat) umzugehen, finde ich. Oft komme ich mir vor wie jemand, der ein schlimm zugerichtetes Tier anlocken will, das einmal ein Haustier war, lieb, gesellig und vertrauensvoll, das jetzt aber aufgrund seiner traumatischen Erfahrungen immer wieder davonrennt, auch wenn es noch so gerne dableiben und die angebotene Zuwendung genießen möchte. Ich weiß leider auch noch nicht, was da hilft...

Liebe Manu, jetzt bin ich mal wieder ins Schreiben gekommen, dabei wollte ich eigentlich nur sagen, daß ich Dir und den anderen, die jetzt schlimme Wartezeiten erleben müssen, meine besten Gedanken schicke. Diese Warterei ist so wahnsinnig belastend!

Liebe Manu, alles liebe und Gute wünscht Dir
Deine Linnea
__________________
Einen Menschen zu lieben heißt:
Ihn zu sehen wie Gott ihn gemeint hat.
Liebe ist das Geheimnis der Brotvermehrung.
- Christine Busta -
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  #23  
Alt 23.02.2008, 22:26
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Sternschnuppe07 Sternschnuppe07 ist offline
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Standard AW: Tumorreste sollten < als 1 cm sein


Liebe Leena,

na gut, ich werde es versuchen, obwohl ich ja nicht die einzige sein werde, es werden sicherlich mal wieder sehr viele vor mir dran sein. Wartezeiten von 1- 2 Stunden sind also bestimmt keine Seltenheit. Normalerweise geht das Ergebnis ja an die Station, aber mal sehen.....

liebe Grüße und dankeschön

Manu



Zitat:
Zitat von hope38 Beitrag anzeigen
Liebe Manu!
Ich gehe nach dem MRT, das bei mir alle 3 Monate gemacht wird , nie ohne Ergebnis nach Hause! Da bin ich stur!

Liebe Grüße und in Gedanken bei Dir,

Leena
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  #24  
Alt 23.02.2008, 22:36
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Sternschnuppe07 Sternschnuppe07 ist offline
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Standard AW: Tumorreste sollten < als 1 cm sein


Liebe Linnea,

ok, ein wenig schwanke ich noch zwischen besser und schlechter gehen hin und her, besonders als ich bspw. vorhin den Bericht eines Arztes gelesen habe, wieder das Thema mit dem 2 cm und kleiner als 1 cm.
Konnte bei Dir alles entfernt werden? Oder bleib auch etwas zurück?

Du hast recht, gerade diese Krebsart ist wirklich unfair, man merkt sie nur, wenn sie schon fortgeschritten ist, alles andere ist ein Zufallsbefund.
Und ich war 3-4 Monate vorher noch bei der Vorsorgeuntersuchung. Es traf mich wirklich aus heiterem Himmel, dann kam alles Schlag auf Schlag, Untersuchungen, 1. OP, Hiobsbotschaft, dass man nur das Netz entfernt hatte, nicht erholt von der OP, Sepsis, Gottseidank kurzes Versagen der Nieren, Uniklinik, wieder auf dem Weg der Besserung aber immer noch tappsig auf den Beinen und immer noch nicht alles im Kopf und seelisch verarbeitet, dann die 2. OP, Aufatmen, denn das allermeiste konnte entfernt werden, guter Dinge bis eben gestern, als ich das lesen musste.
Nun frage ich mich jedoch auch, was war denn vor 2004 hm? Die müssen doch irgendwo ihre Statistiken hergeholt haben, denn nur anhand dieser werden ja diese "Prognosen" gestellt.
Ja, die Ängste, wenn die nicht wären. Was wäre es doch schön, würde es Morgen ein Mittel geben, was uns alle heilt für immer. Gut, wegen meiner darf es auch Übermorgen sein, aber es wäre doch schön oder nicht? Was würde ich darum geben, wieder gesund zu sein, unbeschwert das Leben geniessen zu können, ohne immer diese trüben Gedanken zwischendurch zu haben.
Klar, passieren kann jedem etwas, man braucht bloß über die Straße zu gehen und wird von einem Auto so schlimm erfasst, das man stirbt. Aber wenn man mit dieser Krankheit konfrontiert wird, das ist etwas anderes, niemals hätte ich gedacht, dass es so wird. Aber ich glaube manchmal, das können nur Insider verstehen, Betroffene, Außenstehende wollen es vielleicht begreifen, aber so richtig klappt das wohl nicht immer.

dankeschön für Deine lieben Wünsche

Gute N8

Deine Manu


Zitat:
Zitat von Linnea Beitrag anzeigen
Liebe Manu

wie schön zu hören, daß es Dir ein kleines bißchen besser geht! Eigentlich wollte ich Dir gestern schon schreiben, aber da wollte mein Dödelkopf nicht so richtig...

Es tut mir so leid, daß Du gerade wieder diese Ängste ausstehen mußt! Und der Gedanke an die Kinder ist immer am schlimmsten, nicht wahr? So lange man mit Therapien beschäftigt ist, wird er oft von viel Hoffnung auf Heilung oder Besserung überstrahlt. Aber gerade vor solchen Untersuchungsterminen kriechen die Ängste wieder aus ihren Löchern.

Mir war vor meiner eigenen Erkrankung nicht bewußt, wie besonders diese Krebsangst ist. Jede lebensbedrohliche Krankheit geht natürlich mit Ängsten einher, aber diese scheinen sich stark zu unterscheiden. Meine Herzgeschichte z.B. hat mir gezeigt, wie unmittelbar bedrohlich sich akute Probleme in diesem Bereich anfühlen können. Das ist sehr erschreckend, aber man spürt eben auch ganz genau, wenn sich das Herz wieder beruhigt. Man kann an sich selbst gut wahrnehmen, ob sich das Problem verschlechtert oder verbessert und wird daher bei Nachuntersuchungen wohl eher selten von den Ergebnissen überrascht.

Aber bei Krebserkrankungen ist das ganz anders. Der Krebs hat sich ja zunächst ganz unbemerkt eingeschlichen - gerade im Bauchraum wächst er ja oft schon lange, bevor man etwas davon mitbekommt - und ohne Vorwarnung steht man plötzlich mit einer Krebsdiagnose da. Daß dabei das Vertrauen in die eigene Körperwahrnehmung stark erschüttert wird, ist nur allzu verständlich. Aber ohne dieses grundlegende Gefühl, kann man sich den Gedanken "Vielleicht ist ja doch wieder etwas" kaum vom Hals halten. Auch wenn man sich gut fühlt, könnte dieses Gefühl ja trügen.

Es ist unglaublich schwer mit dem Verlust dieses "Urvertrauens" (wie eine Frau aus dem Lymphom-Forum neulich so treffend formuliert hat) umzugehen, finde ich. Oft komme ich mir vor wie jemand, der ein schlimm zugerichtetes Tier anlocken will, das einmal ein Haustier war, lieb, gesellig und vertrauensvoll, das jetzt aber aufgrund seiner traumatischen Erfahrungen immer wieder davonrennt, auch wenn es noch so gerne dableiben und die angebotene Zuwendung genießen möchte. Ich weiß leider auch noch nicht, was da hilft...

Liebe Manu, jetzt bin ich mal wieder ins Schreiben gekommen, dabei wollte ich eigentlich nur sagen, daß ich Dir und den anderen, die jetzt schlimme Wartezeiten erleben müssen, meine besten Gedanken schicke. Diese Warterei ist so wahnsinnig belastend!

Liebe Manu, alles liebe und Gute wünscht Dir
Deine Linnea
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  #25  
Alt 24.02.2008, 15:19
MarcoIL MarcoIL ist offline
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Standard AW: Tumorreste sollten < als 1 cm sein

Hallo Sternschnuppe/Manuela,

ich hoffe es geht dir den Umständen entsprechend gut, auch wenn sich deine
Gedanken rund um die Uhr mit deiner Erkrankung beschäftigen und dich nicht zur Ruhe kommen lassen.

Ich habe zufällig deine berichte gelesen, du hast sicherlich schon einiges bewältigen müssen. Aufgrund deiner Ausführungen konnte ich lesen, daß dir das Netz entfernt wurde. Ich würde an deiner Stelle mit den behandelnden Ärzten bereden, ob der Verdacht einer Peritonealkarzinose besteht.
Dies würde die weitere Behandlung sehr stark beeinflussen. Sollte dies der Fall
sein, solltest du weitere Behandlungsmethoden mit einem Spezialisten auf diesem Gebiet ausloten. Ich weiss nicht, woher du kommst, aber es gibt mittlerweile doch einige Fachzentren in Deutschland, die sich der Behandlung
dieser Erkrankung, die bei EK-Patientinnen leider nicht selten ist, angenommen
haben und über entsprechend hohe Fallzahlen sich eine entsprechde Kompetenz erarbeitet haben.
Für die weiteren Untersuchungen alles erdenklich Gute M.
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  #26  
Alt 24.02.2008, 19:33
Benutzerbild von Sternschnuppe07
Sternschnuppe07 Sternschnuppe07 ist offline
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Standard AW: Tumorreste sollten < als 1 cm sein



Hallo MarcoIL,

bei mir wurde nicht nur das Netz entfernt sondern auch die Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter sowie Teile des Bauchfells.
Zurück blieben nach der 2. OP Stippchen am Darm, die mit Chemo bekämoft worden sind und ich hoffe sehr, dass das Ziel schon erreicht ist und ich tumorfrei bin.
Von einer Peritonealkarzinose habe ich hier im Forum gelesen, hoffe aber sehr, dass ich das nicht habe.

Vielen Dank für Deine lieben Wünsche, ich kann Glück wirklich gebrauchen.

liebe Grüße

Manu





Zitat:
Zitat von MarcoIL Beitrag anzeigen
Hallo Sternschnuppe/Manuela,

ich hoffe es geht dir den Umständen entsprechend gut, auch wenn sich deine
Gedanken rund um die Uhr mit deiner Erkrankung beschäftigen und dich nicht zur Ruhe kommen lassen.

Ich habe zufällig deine berichte gelesen, du hast sicherlich schon einiges bewältigen müssen. Aufgrund deiner Ausführungen konnte ich lesen, daß dir das Netz entfernt wurde. Ich würde an deiner Stelle mit den behandelnden Ärzten bereden, ob der Verdacht einer Peritonealkarzinose besteht.
Dies würde die weitere Behandlung sehr stark beeinflussen. Sollte dies der Fall
sein, solltest du weitere Behandlungsmethoden mit einem Spezialisten auf diesem Gebiet ausloten. Ich weiss nicht, woher du kommst, aber es gibt mittlerweile doch einige Fachzentren in Deutschland, die sich der Behandlung
dieser Erkrankung, die bei EK-Patientinnen leider nicht selten ist, angenommen
haben und über entsprechend hohe Fallzahlen sich eine entsprechde Kompetenz erarbeitet haben.
Für die weiteren Untersuchungen alles erdenklich Gute M.
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  #27  
Alt 24.02.2008, 20:11
MarcoIL MarcoIL ist offline
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Das wünsche ich dir natürlich auch. Aber ich kann dir nur empfehlen, doies dringend abklären zu lassen, um keine unnötige Zeit zu verlieren, oder dies
mal so nebenbei gesagt zu bekommen.

LG Marco
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  #28  
Alt 24.02.2008, 20:55
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Sternschnuppe07 Sternschnuppe07 ist offline
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ich werde es in jedem Fall fragen. Nur weißt Du, manchmal mag ich gar nicht darüber nachdenken, was alles noch kommen könnte und dergleichen. Das zermürbt schon ein wenig, man lebt ständig mit der Angst und würde es am liebsten abschalten, aber leider, geht das nicht so einfach.

Darf ich fragen, aus welchem Forum Du normalerweise kommst? Hier aus dem EK? Habe noch nie etwas von Dir gelesen, deshalb frage ich.

liebe Grüße

Manu



Zitat:
Zitat von MarcoIL Beitrag anzeigen
Das wünsche ich dir natürlich auch. Aber ich kann dir nur empfehlen, doies dringend abklären zu lassen, um keine unnötige Zeit zu verlieren, oder dies
mal so nebenbei gesagt zu bekommen.

LG Marco
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  #29  
Alt 24.02.2008, 21:47
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MM-Tiga MM-Tiga ist offline
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Hallo, Manu + Marco,
ich glaube, wenn es so wäre, würde das im Bericht stehen bzw. wüsstest Du das sicher, liebe Manu....
also, ich wünsche Dir eine sorgenfreie und erholsame Nacht und einen frohgemuten Wochenbeginn!
Dickes Ge !
LG MM-Manuela
__________________
Du musst das Leben nehmen, wie es ist
- aber Du darfst es nicht so lassen.

Karl Richter
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  #30  
Alt 24.02.2008, 21:48
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Hallo Marco!

Bei dem von dir genannten Netz handelt es sich um eine eine Fettschürze zwischen Bauchorganen und Bauchdecke, in der sich Lymphknoten befinden. Dieses "große Netz" wird meines Wissens bei jeder EK-Operation standardmäßig entfernt und hat normalerweise nichts mit dem Verdacht einer Peritonealkarzinose zu tun.

Zitat:
Zitat von MarcoIL Beitrag anzeigen
Ich habe zufällig deine berichte gelesen, du hast sicherlich schon einiges bewältigen müssen. Aufgrund deiner Ausführungen konnte ich lesen, daß dir das Netz entfernt wurde. Ich würde an deiner Stelle mit den behandelnden Ärzten bereden, ob der Verdacht einer Peritonealkarzinose besteht.
Schöne Grüße
Bessie
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Glücklich, wer alles zum Guten wendet und auch das Widrige sich zum Gewinn macht.
(Thomas von Kempen)


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