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  #1  
Alt 04.04.2008, 12:58
Joecy Joecy ist offline
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Standard Das "Biest" in meiner Mama

Hallo Ihr Lieben,

ich fange einfach mal an zu schreiben was mich hierher geführt hat..
Bei meiner Mama (49) wurde im November 2006 die Diagnose ´nicht kleinzelliges Bronchialkarcinom´ gestellt..

Wie wie bei vielen hier war es ein Zufallsbefund..
Ich schweiffe einfach mal weiter aus..
Im Februar 06 hat meine Mutter einen Orthopäden aufgesucht da sie ziemlich starke Schmerzen halb unterm linken Schulterblatt hatte..
Sie wurde geröngt, alles nicht so tragisch, sind nur Verspannungen, eine Spritze Tabletten und dann muss es besser werden..
Soweit so gut..

Die Schmerzen blieben, wurden schlimmer..
Denke so im Juni, ging sie wieder zum Arzt..
dann bestand der Verdacht auf eine Fibriomyalgie, oder ähnliches..
Ok, dann nehmen wir das also in Angriff..

erstmal Krankengymnastik und Massagen..

Die Therapeutin hatte da einen grossen "Irgendwas" gefühlt..
Ok, vieleicht en Verpannungsknoten..
Massagen waren gut zu ertragen, weil man so auf das "Biest"(wussten wir da ja noch nicht) gedrückt hat..

Nichts wurde besser im Gegenteil, wir fuhren alle Anfang August zusammen in den Urlaub..
Da war es fast nicht auszuhalten...
Meine Mutter war agressiv, den ganzen Tag über hatte sie Schmerzen..
Ok kein Problem, meine Vater wusste ja ein wenig draufdrücken, und es wird etwas besser..

Der Urlaub und die Wochen vergingen..
Die Schmerzen blieben, mal mehr mal weniger schlimm..
Im September bekam meine Mutter Husten..
Beruflich war sie aber zu der Zeit so eingespannt, das das einfach ignoriert wurde..

Ich habe immer wieder gemeckert das sie zum Arzt gehen soll, aber Mama ist ein sehr selbstbewusster starker Mensch die lässt sich doch nichts sagen, oder empfehlen..

Ok weiter Arbeiten, sie ist eine leitende Angstellte, die den Ton angibt..
Wo sie auftaucht steht sie mit beiden Beinen fest auf dem Boden..

Die Arbeit geht über alles Familie, Gesundheit usw..

Mitte Oktober wurde es jeden Tag schlimmer..

Dann kam dieser eine Abend..
Meine Mutter hatte einen richtig dollen Hustenanfall, kam da gar nicht mehr raus, ich wollte ins KH, aber nein das kommt ja nicht in Frage..

Ich habe gesehen wie schlecht es Ihr geht habe hilfesuchend meinen Vater angeschaut, aber auch er war machtlos..

Ich war stinkesauer, bin dann rüber in unser Haus und habe gesagt wenn was ist sollen sie sich melden..

Ok es verging ein Stündchen, und dann wurde es meiner Mutter zu kriminell..
Sie wollte ins KH, aber nur wenn ich auch mitkomme..
Kein Problem..
Wir angekommen, wurde Untersuchungen gemacht..
Röntgen:
Diagnose Lungenentzündung, Rippenfellentzündung, und noch irgendwas Zwerchfellmässiges..

Dann verfinsterte sich ein wenig die Mine des Arztes..
er fragte ob sie irgendwo im Urlaub war, uns kam es etwas merkwürdig vor..
Aber gut, wir verneinten..

Dann kam raus das halt etwas auf dem Bild zu sehen war, was er nicht deuten kann, aber es wäre auch nicht sein Fachgebiet..
Bei mir klingelten die Glocken, irgendwas war doch faul..

Naja weiter, sie musste da bleiben, bekam Antibiotikainfusionen..
Wir gingen sie besuchen, irgendein Doc meinte, wenn sie wieder gesund ist, muss sie sich "dagegen" impfen lassen..

weiter wurde im Krankenhaus nichts gemacht sie sollte aber zur Abklärung in ein CT..
Den Termin bekam sie 2 Wochen später..
was sind schon zwei Wochen??
Sie hantiert ja erst das ganze Jahr rum..

Meine Mutter also ins Ct, Befunde komen in einer Woche, also wieder warten..

Dann kam der Tag der alles hier umgeschmiessen hat..
Ich rufe also nichtsahnend bei unserem Hausarzt an...

"Hallo hier ist *Joecy* wollte mich nach den Ergebnissen von Mama erkundigen"
Bei meinem Hausarzt bin ich seit 25 Jahren, die Sprechstundenhilfe und ich dutzen uns schon ewig, wir haben immer nette Gespräche..
Aber heute war alls anders..
"*Joecy*ich darf dir nichts sagen, aber Du musst sofort mit Mama reinkommen"..
Hää!!?? Was ist denn jetzt los..Panik stieg auf..
Ich rüber Mama ins Auto gepackt..
Wir brauchten auch nicht warten..
Der Arzt kam..
Die erste Frage meiner Muter war " Werd ich wieder gesund??"
das werde ich nie vergessen..

Dann kam das was uns den Boden unter den Füssen weggerissen hat..
Bronchialkarzinom!!

Er sagte uns das jetzt noch Untersuchungen gemacht werden müssten...
Wir stiegen ins Auto, und das einzige was meine Mutter gesagt hatte war:
"Jetzt hat das Kind einen Namen"

Ich war innerlich gelämt...
Zu Hause angekommen, kam mein Vater auch fast Zeitgleich von der Arbeit..
Gut zusammenreissen, erstmal wieder innerlich sammeln..

Wir wir fühlten, wie die Stimmung war alles drum herum, kann ich nicht beschreiben, aber Ihr wisst ja leider auch was da in einem abgeht..

nun gut..
Ich bin dann rüber und habe mich gleich hier vor meinen Kasten gesetzt, weiss nicht warum ich nicht anderes im Kopf hatte..

erstmal googlen..

ab da habe ich gelesen wie ein Weltmeister, auch hier, ich war geschockt, traurig, fassungslos, was einfach alles geschieht, wo man sich sonst keinen Kopf drüber macht, es doch immer nur andere denen so etwas passiert..

Jetzt stecken wir mittendrin..

Ok, bei meinen "Nachforschungen" kam ich schon ein ganz grosses Stück weiter, aber da war dann ja noch diese Unterschiedlichen Arten von ein und dem selben "Biest"..

Wir holten alle Arztbefunde vom ganzen Jahr über zusammen..

Naja meine Mutter wurde in eine Spezialklinik überwiesen..
Dort folgte dann die Bronchioskopie..
Da wurde dann ein nicht kleinzeller diagnostieziert..
T4 irgenwas mit 3 und 2 ..

zwei Rippen waren befallen, ähm eine war gar nicht mehr da..
wirre Gedanken schwirrten im Kopf, das glaube ich jetzt nicht..
an der Stelle wo sie im Februar das erstemal mit los war..
an der Stelle wo der "Verspannungsknoten" war..

Gespräche mit den Ärzten..
Auf dem Röntgenbild von Februar, war das "Biest" schon zu sehen..
wir schrieben mittlerweile Dezember!!!

Gut nützt nichts kann man eh nichts dran ändern, auch wenn einem die Wut zu Kopfe steigt, aber nichts anmerken lassen...

der Tumor sitzt zentral, glaube 3,8 mal irgendwas..
mit der Chemo wurde dann umgehend angefangen..
Cisplatin und ich weiss nicht was dazu..
Jedenfalls 3 Tage stätionär.. 14 Tage später einen Tag ampulant..
Meine Mutter hat alles so tapfer hingenommen..

Ich muss dazu sagen das meine Mutter wie schon mal erwähnt, eine sehr starke Persönlichkeit ist, die zu Hause alles in die Hand genommen hat..
Aber bis heute hat sie alles mit den Ärtzen nur in meinem Beisein besprochen, sämlichte Telefonate habe ich übernommen, sie wollte nichts hören..

hat nur einfach das gemacht was ihr gesagt wurde..
Damit will ich eigentlich nicht mich ins grüne Licht stellen, sondern einfach ausdrücken, wie das "Biest" meine Mutter sooo verändert hat..

Nonstop war einer von uns bei Ihr, Tag und Nacht..
Dann kam Weihnachten, und meiner Kleiner hatte Scharlach..
Toll bei meiner ganzen Leserei habe ich ja gelesen das es ziemlich schnell zu Ende gehen kann..
Also das letzte Fest, ohne das wir alle zusammen snd???

Nein.. haben unser Wohnzimmer umgestellt, Baricaden gebaut um den Kleinen (3) von Ihr zu halten..
Mundschutz für sie und hinten in der Ecke gesessen..
Es war alles so gedrückt, die Kinder waren so zufrieden, und glücklich, nur wir Grossen, waren mit unseren Gedanken einfach nicht hier im Raum..

Die Wochen vergingen, Blutwerte waren mal besser mal schlechter..
Bis April 07 lief die Chemo, wieder Kontrolluntersuchung..
Hm, Tumor stabil nichts weiter auffällig...
Nur alle 4 Wochen Zometa zum Schutz der Knochen, kommen sie mal in drei Monaten wieder..

Freude war im Haus..
Die Haare wuchsen wieder...
Meine Mutter ging arbeiten, erst nur Stundenweise dann wieder voll, bis zu 10 Stunden am Tag..
Die nächste Kontrolluntersuchung war auch besten, keine Anzeichen, das sich etwas verändert hat, supi, nur weiter Zometa, in drei Monaten wiederkommen..

Dann fing es wieder an..
Wir waren im September wieder im Urlaub, meine Mutter hatte öfter Kopfschmerzen, war müde, hatte an nichts Spass..
Wir haben da noch gedacht das sie sich vielleicht etwas "weggeholt" hat..
Aber dann ging das Erbrechen los, meine Mutter konnte nicht stehen nur liegen und brechen, und diese Schmerzen, Zeitweise..

Wir brachen den Urlaub ab, und fuhren nach Hause..
Zu Hause ging es Ihr super..
Aber dann fing es wieder an..
Diese unendlichen Schmerzen im Kopf..
Sie hat sich gekrümmt vor Schmerzen, und sich den Kopf gehalten..
aber im nächsten Moment war alles ok..
Das habe ich mir zwei Tage angeuckt,ich war abends wieder drüben, meine Mutter lag auf der Couch mit einem kalten Lappen auf dem Kopf und hat sich geaalt vor Schmerzen..
das geht ja gar nicht, habe dann beim Arzt angerufen, ihm die Symtome erklärt, er hat gesagt wir sollten sofort ins KH fahren..
Verdacht auf Metastasen im Gehirn..
Bum, wieder diese Siuation, wo es einem den Boden unter den Füssen nimmt..
Ich muss dazu sagen das ich mit meinem Arzt sehr ehrlich spreche, er sagt mir bis ins allerletzte Detail, was Sache ist, wobei meine Mama immer eine etwas ausgefilterte Versionen bekommt..

Ok, ich also rüber wieder mal völlig cool ( das ist das einzige was meiner Muter keine Angst macht), da sass sie auf dem Sofa am telefonieren, und am Lachen, so wie ich meine Mutter halt kenne..
Hä??!!..
Wie mache ich es jetzt also, gut ich habe ihr dann wie selbstverständlich gesagt das ich telefoniert habe, und das es besser ist das wir das mal untersuchen lassen, am besten jetzt..
Ach das kam gar nicht in Frage, am nächsten Tag würde sie es machen..
Die Nacht war lt. Aussagen von meinem Vater der absolute Horror..
Immer wieder diese Anfälle..
Gute also nächsten Tag in die Klinik..
CT..dann die niederschmetternde Diagnose 2 Metastasen 2x3 cm..
Oh oh..

Gut nützt nichts sitzen auch zentral, Bestrahlung..Kortison
die Bestrahlung 10 Stück liefen super, ihr ging es gut, war arbeiten..aber dann fingen die Nebenwirkungen an..
Ihr war schlecht die Haare fielen schon wieder aus, und das wo sie Ihren "Fiffi(so haben wir liebevoll ihre Perrücke genannt), gerade nicht mehr brauchte..

Nach der Bestrahlung kamen dann wieder Untersuchungen..
Die Tumor in der Lunge war weiterhin stabil..der Tumormaker stieg über die ganze Zeit hin, immer etwas, aber der Professor, sah noch keinen Handlungsbedarf..

Wir waren heilfroh...
Meiner Mutter ging es super, ausser die klitzekleinen Nebenwirkungen der Bestrahlung..und des Kortisons..
so vergingen die Wochen..
Mitte Dezember war noch einmal eine Kontrolle..
Nichts auffälliges..
Ausser das der Tumormaker weiter steigt, wir warten noch bis Januar, dann wird wieder CT gemacht..
2 Tage vor Weihnachten fing dieser Druck im Kopf wieder an..
erst nur schleichend...
Wollte meine Mutter wieder ins KH zerren, aber wie sie ist, im Januar hat sie eh einen Termin..

Sylvester ging gar nichts mehr..
5 Stunden Notfallambluanz..
Wieder grosse Ödeme, Kortisontropf, wir durften dann aber mit Tabletten nach Hause..
Wir gingen zu Nachbarn, und meine Mama hat sogar gefeiert, laute Musik gehört, mit den Armen rumgefuchtelt, also voll die "Alte"..
Unglaublich vor zwei Stunden war sie noch im KH, am Ende Ihrer Kräfte und dann jetzt so..
Hm, gut, ich freue mich immer wenn alles recht gut läuft..

Die Zeit verging wieder, nächste Untersuchung beim Onkologen und Neurologen..
Aber alles war Ok, wir machen im 4 Wochentakt Kontrollen..
Ja perfekt..
Meine Mutter nimmet seit Sylvester ja Kortison, und das macht ihr am allermeisten Probleme..
Sie hat kaum Kraft, hat sich krankschreiben lassen, weil es nicht geht, sie versucht immer das Kortison(4mg) zu minimieren, aber dann geht es ihr schlecht momentan nimmt sie eine halbe morgens und abends..

Dann war im März wieder eine Kontrolle..
Es ist so das sich der Tumor ansich nicht messbar vergrössert hat, aber da die letzte Chemo schon wieder ein Jahr her ist, wäre es ratsam, eine zu beginnen..
das war jetzt Dienstag der Fall..
Meine Mutter bekommt "Alimta"..Vorher B12 und Folsäure + Kortison, das sie sowieso nimmt..

Das einzige was bis jetzt an Nebenwirkungen da ist, ist das sie müde ist, was ja nichts heisst, aber ihr geht es den Umständen entsprechend gut..

Ich weiss nicht warum ich das alles aufgeschrieben habe, leider kann man nicht alles in Worte packen..
Diese Berg und Talfahrt die man durchmacht..
Diese Trauer die immer wieder da ist..
Die Hoffnung..

Man kann nicht ausdrücken wie es einem geht, was man als Angehöriger oder auch Betroffener durchmacht..

Ich kann nur sagen das ich absoluten grossen Respekt vor meiner Mama habe sie hat alles hingenommen, alles mitgemacht, manchmal mit etwas Überredungskunst,..
Aber ich glaube fest daran das ihre innere Einstellung den Grösseren Teil übernommen hat, das es ihr gut (relativ) geht..
Sie hat niemals nicht ein einziges Mal aufgegeben..
War stark..
Jetzt momentan lässt sie sich ein wenig hängen, weil einfach dieses Kortison in ihr steckt wie das "Biest"..

Ich bin schon so lange hier im Forum, habe aber einfach nicht genau gewusst wie oder was ich alles schreiben könnte...

Heute hatte ich einfach das Bedürfnis mich hier ein wenig zu offenbaren, auch wenn es etwas lang geworden ist..
Aber trotz des ellenlangen Beitrags, steht nicht halb so viel drin, wie es hier seit anderthalb Jahren zugeht..
was sich wie verändert hat..
wer Freunde sind wer nicht..
das nichts mehr lange gaplant wird weil das "Biest" einem doch einen Strich durch die Rechnung zieht..

Ich freue mich wenn sich einige Zeit nehmen und sich durch meinen Klitzekleinen *fg* Beitrag gelesen haben..

Ach zu guter Letzt wir haben auch niemals unseren Humor verloren..
Im Gegenteil...
Wir haben nach "Fiffi" (Perrücke) gepieffen...
Haben so getan als wenn wir einen `gewischt`bekommen wenn Mama vorbeigeht,( wegen der Strahlen)
Was ich damit sagen will, ist nicht das wir alles ins Lächerliche ziehen, aber man kann es einfach nicht ändern, man kann nur das Beste draus machen..

und es ist so schöne meine Mama lachen zu hören..

Ich wünsche Euch und Euren Lieben von ganzem Herzen alles erdenklich Gute..
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  #2  
Alt 04.04.2008, 13:28
she7 she7 ist offline
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Standard AW: Das "Biest" in meiner Mama

hallo joecy

dein Beitrag hat mich echt berührt! Super wie ihr das alles bis jetzt durchgestanden habt, Hut ab! Deine Mutter ist echt bewundernswert!

Ich hoffe mein Mama bleibt auch weiterhin stark und wird diese böse Krankheit "besiegen" ! Wir warten noch auf den Bescheid der Ärzte, wann sie mit der Chemo losgehen kann..

Wie geht es denn nun bei euch weiter?

Wünsche euch weiterhin viel Mut, Kraft und Hoffnung!

Liebe Grüsse
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  #3  
Alt 04.04.2008, 15:31
Anscha Anscha ist offline
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Standard AW: Das "Biest" in meiner Mama

Hallo Joecy,

Hut ab - habe ganz großen Respekt davor, wie Ihr mit der Krankheit umgeht!
Wünsche Euch alles alles Gute - ganz besonders Deiner Mama!
Es soll auch Menschen geben, die dieses "Biest" in die Knie zwingen!
Der Weg ist steinig - aber ich wünsche Euch viel Kraft und genießt es einfach Euch zu haben!

Liebe Grüße
Anscha
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  #4  
Alt 04.04.2008, 21:41
tanja 2007 tanja 2007 ist offline
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Standard AW: Das "Biest" in meiner Mama

Hi Joecy,

ich muß immernoch über den letzten Teil Deines Beitrags lachen .....
obwohl er ansonsten ja gar nicht zum Lachen ist.
Bei meiner Mama wurde auch vor 2 Jahren die Diagnose LK gestellt und seitdem hat sich auch unser Leben verändert.
Als ich Deinen Bericht gelesen hab (ganz und in einem Stück ), hatte ich die Tränen in den Augen stehen, denn ich kann mich auch noch genau an die Worte des Arztes erinnern:"Tja da ist etwas in Ihrer Lunge, was da nicht hingehört".
Das war der Schock meines Lebens, und ich hab mich auch sofort an die google-Maschine gesetzt und konnte erstmal nicht aufhören zu lesen.

Na ja, ich wollte Dir nur sagen, daß ich Euren Umgang mit dieser Sch...Krankheit toll und bewundernswert finde.
Unterstütze Deine Mama weiter so, und schreib Dir Deine Sorgen und Gedanken von der Seele, jetzt wo Du Dich endlich getraut hast zu schreiben.

Viele liebe Grüße
Tanja
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  #5  
Alt 04.04.2008, 22:37
Joecy Joecy ist offline
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Standard AW: Das "Biest" in meiner Mama

Hallo Ihr Lieben,

muss vielleicht noch einmal kurz anmerken, das ich alles ein wenig verkürzt geschrieben habe..
es waren auch viele holprige, traurige und auch machtlose Tage dazwischen, aber ich wollte ja auch das man nicht gleich wieder wegklickt, wenn man meinen Roman nur anschaut..

@she 7
bei uns läuft alles weiter seinen Weg..
meine Mama bekommt seit Dienstag, ja wieder Chemo..
war vorhin noch drüben, sie ist ein wenig erschöpft und müde..
plant aber für Morgen schon Gardinen waschen..
das ist meine Mama.. wir machen halt so ziemlich alles was uns angeraten wird..
jetzt hat sie erstmal wieder zwei Wochen Pause, dann gibt es Vitamine und eine Woche später wieder Infusion..

@anscha
vielen lieben Dank..
Du schreibst das der Weg steinig ist.. und das stimmt im wahrsten Sinne des Wortes..
manchmal kommen sogar Felsen, aber auch nie kann man überwinden, zwar langsam und vielleicht nicht ganz alleine aber man kann es schaffen..

@tanja..
*g* lieb das Du Dir die Zeit genommen hast..
das mit dem googlen hat mir alles ein wenig besser zu verstehen gegeben..
heute bin ich froh das es Internet gibt man sich austauschen, informieren usw. ..

es tut mir unendlich Leid das wir alle hier aus dem gleichen Grund sind..
Aber Kopf hoch, wir lassen uns nicht hängen, wäre ja noch zu schön..
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  #6  
Alt 05.04.2008, 13:27
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Marita C. Marita C. ist offline
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Standard AW: Das "Biest" in meiner Mama

Hallo Joecy,
deine ,oder die Geschichte deiner Mutter hat mich zutiefst berührt.
Deine Mutter ist sehr stark,das hat sie dir vererbt.
Du hast Recht,wir lassen uns nicht hängen,das hiess ja,dem Biest freie Bahn zu lassen.
Mein Mann hat auch einen Nichtkleinzeller,die linke Lunge wurde entfernt.Es geht ihm jetzt soweit ganz gut.Die Untersuchungen waren bisher negativ...3xHolzklopf......Das ist nächsten Monat ein Jahr her.Seitdem ist alles anders.
Ich wünsche euch weiterhin die Kraft,die ihr braucht.

Alles Liebe Marita
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  #7  
Alt 05.04.2008, 18:47
Joecy Joecy ist offline
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Standard AW: Das "Biest" in meiner Mama

Hallo Marita,

ich freue mich für Deinen Mann, und natürlich für Dich..
es ist tut gut, wenn man auch immer wieder "gute" Schicksale hört..
Ich wünsche Euch auch alles erdenklich gute..

Das Du schreibst das alles anders ist, verstehe ich nur zu gut..
Unsere Uhren ticken seit der Zeit auch etwas anders..
kann nicht sagen, ob sie schneller oder langsamer laufen, halt einfach anders..

Meiner Ma geht es heute recht gut, die Beine schwer, aber sie konnte genug vor sich hin meckern weil ihr olles Schrotbrot nichts geworden ist..

Die Nacht war zwar wieder um 4.00h zu Ende aber das hat sie seit dem sie das Kortison nimmt..

Natürlich ist meine Mama nicht mehr zu vergleichen mit der Zeit bevor der "Mitbewohner" sich eingenistet hat..

Nach wie vor versucht sie alles sebst in die Hand zu nehmen.
Du sagst das ich ihre Stärke habe, ich glaube da hast Du vollkommen recht..

Aber das hilft ungemein, so ganz zwischendurch mal habe ich auch Durchhänger, raffe mich dann aber fix wieder auf..

So Ihr Lieben, freue mich das ich hier auch ein wenig von unserem Leben erzählen kann..

Wünsche allen einen ruhigen und hoffentlich schmerzfreien Abend..

Liebe Grüsse
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  #8  
Alt 06.04.2008, 19:14
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Marita C. Marita C. ist offline
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Standard AW: Das "Biest" in meiner Mama

Hallo Joecy,
auch ich habe diese Hängerchen.Dann gehe ich mit meinen Hunden raus. Der frische Wind hier oben im Norden bläst mein Gehirn wieder frei.
Ich wünsche dir und deiner Mutter das allerbeste.

Liebe Grüße Marita
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  #9  
Alt 08.04.2008, 09:30
Joecy Joecy ist offline
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Standard AW: Das "Biest" in meiner Mama

Juhu Ihr Lieben,

meine Mama hat Ihre erste Woche mit "Alimta" rum, und es geht ihr zunehmend besser..
Gestern hat sie einen kleinen Einkaufmarathon hinter sich gebracht, sie hat gut geschlafen, und sich sogar heute Morgen "verschlafen"..
das heisst sie ist erst um sieben aufgestanden anstatt um vier..

Morgen bekommt sie dann das Zometa, gleichzeitig wird da auch wieder Blut kontrolliert..

@Marita wir gehen auch gerne mit den Hunden laufen, es ist dann einfach herrlich draussen zu sein, und man kann dann auch mal an etwas anderes denken..

Dir und allen anderen wünsche ich einen schönen sonnigen und kraftvollen Tag..

Liebe Grüsse
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  #10  
Alt 08.04.2008, 11:18
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Marita C. Marita C. ist offline
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Standard AW: Das "Biest" in meiner Mama

Hallo Joecy,
schön zu hören,das es deiner Mutter besser geht.
Auch ich wünsche dir und deiner Mutter einen schönen sonnigen Tag ohne Schmerzen.

Liebe Grüße Marita
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  #11  
Alt 08.04.2008, 17:28
Gitta aus Nürnberg Gitta aus Nürnberg ist offline
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Standard AW: Das "Biest" in meiner Mama

Hallo Joecy,

auch ich bekam im August 05 die Diagnose"nicht kleinzelliges Brochialkarzionom T3N2M0". Ich bin 49 Jahre alt und bin verantwortlich für eine jetzt 7-jährige Tochter. Die erste Zeit war sehr hart 8 Kurse Chemo, anschließen kombinierte Radio/Chemo-Therapie. Seit März 07, nehme ich nun Tarceva zu mir, durch dieses Medikament habe ich wieder eine sehr gute Lebensqualität. Die Geschichte deiner Mutter, könnte meine sein. Ich habe gezögert dir zu schreiben, da sehr Vieles, von deiner Geschichte, sich auch in meinem Leben wiederspiegelt.

Mein Leben hat sich durch die Krankheit natürlich verändert, aber ich genieße es nach wie vor. Mein Tatendrang hält sich in Grenzen, da ich sehr mit Müdigkeit zu kämpfen habe. Meine Chancen stehen aber gut, dies noch einige Zeit hier weiter schreibe und meiner Familie erhalten bleibe. Dafür sorge ich schon, ich muß auf meine Tochter aufpassen.

Alles Gute euch allen

Bis bald
Gitta
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  #12  
Alt 08.04.2008, 19:35
Joecy Joecy ist offline
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Standard AW: Das "Biest" in meiner Mama

Hallo Gitta,

ich freue mich das Dein Zögern nicht lange angehalten hat..
Es ist leider keine erfreuliche Zusammenführung die wir hier haben, aber ich finde es einfach total riesig, das sich soviele hier im Forum beteiligen..

wie gesagt, wenn es auch nicht gerade erfreulich ist, warum wir hier gemeinsam sind..

Es bedrückt, stärkt, lehrt, berührt, freut mich... so könnte ich bestimmt noch einiges aufzählen, was ich empfinde wenn ich mir die einzigen Schicksale durchlese..

Ich finde es sehr gut, welche Einstellung Du hegst, ich habe gelernt das das otimistische denken einem viel Kraft gibt..

Meine Mama steckt ja nun gerade wieder in der Chemo, aber sie versucht trotzdem ihr 3-4 Kilometer Fahrrad zu fahren, auch wenn sie hinterher, schachmatt ist..

Aber sie kämpft einfach unermüdlich weiter, ich hoffe das es noch lange anhält..

Zwischendurch hockt sie auch nur auf ihrem Sessel, und lässt sich bedienen..aber das ist auch gut so..

Ich hoffe das es Dir lange lange sehr lange gut geht, alleine schon um Deine Tochter auf den richtigen Weg zu führen..
Habe auch so eine Kleine "Ziege" zu Hause..

Dir und allen anderen hier wünsche ich einen gemütlichen Abend..

Liebe Grüsse..
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  #13  
Alt 12.04.2008, 19:15
Joecy Joecy ist offline
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Standard AW: Das "Biest" in meiner Mama

*nachobenschieb*

Hallo Ihr Lieben, ich hoffe Euch und Euren Lieben geht es gut..
Meiner Mama geht es heute ziemlich gut, sie wird jeden Tag kräftiger in den Beinen und das *CortisonHamsterGesicht* verschwindet auch gahanz langsam, ich glaube das ist das was Ihr einfach am meisten zu schaffen macht..

Meine Mama lebt auch nun nachweislich seit mindestens 2 Jahren mit der Diagnose, von letztes Jahr April bis September hatte sie ansich gar keine Probleme..
Dann kamen ja die Metastasen im Kopf, nach der Bestrahlung gab das alte *Biest" bis Sylvester Ruhe..
Und erst letzte Woche gabs die zweite Runde Chemo, aber auch wohl nur zur Vorsicht, da der Tumor sich ja nicht messbar vergrössert hat..

Also hatte meine Ma ein Jahr Ruhe, ausser vor den kleinen fiesen Viechern im Kopf, aber ich hoffe einfach das denen der Gar (?) ausgemacht wurde..

Nach der Bestrahlung konnte meine Mutter ganz schlecht essen, eigentlich so gut wie gar nichts..
Wir haben Ihr Babyglässchen rangeschafft, die hat sie gut vertragen, und hat sich auch langsam gesteigert, von ein halbes Glässchen bis auf zwei..
Ihr Lieblingsessen war zu der Zeit von HIPP die Bolongnese ab 6 Monat, die hat sie sich nach Herzenslust gemacht..
Es war sehr schwer überhaupt etwas essbares zu finden, wir haben so viel angeboten, aber nichts entsprach den Geschmacksnerven..

Ich bin froh das die Zeit gut überstanden wurde..

Mir ist schon bewusst das wir auch wieder Rückschläge einstecken müssen, aber trotz T4 und Metastasen, kämpft meine Mutter wir ein Ritter gegen dieses Mistding..

und bisher war nichts umsonst, wir haben in der ganzen Zeit anders zueinander gefunden, nicht nur wir, die ganze Familie..

Auch wenn meine Mutter sich ein wenig von der Aussenwelt ferngehalten hat, wegen Ihres Aussehens..

Heute waren wir auch wieder alle zusammen Essen, klar werden das keine Stundenausflüge, aber es ist einfach herrlich..

Aber auch die Haare wachsen wieder fleissig, und der *Fiffi* kann bald erstmal wieder in seine Ecke verschwinden..

Was auch noch so ganz ungerecht an der ganzen Sache ist, das meine Mama vor 5 Jahren aufgehört hat zu Rauchen, aber leider war sie bis dahin Hardcore Raucher 3 Schachteln waren es immer am Tag..

Nun gut Ihr Lieben wollte einfach mal wieder von uns hören lassen..

Ich wünsche allen nur das Beste..

Liebe Grüsse..
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  #14  
Alt 13.04.2008, 13:43
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Marita C. Marita C. ist offline
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Standard AW: Das "Biest" in meiner Mama

Hallo Joecy,
schön das du dich gemeldet hast und deiner Mutter es gut geht.Bei uns ist auch alles ok soweit.Die nächste Untersuchung ist Anfang Mai.....und ich drück uns die Daumen,das es weiter so bleibt wie jetzt.
Einen schönen Sonntag wünsch ich euch.

Alles Liebe Marita
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  #15  
Alt 13.04.2008, 17:47
Gitta aus Nürnberg Gitta aus Nürnberg ist offline
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Standard AW: Das "Biest" in meiner Mama

Hallo Joecy,

auch ich habe nach 1 1/2 Jahren erst mit ganz kleinen Schritten ins Leben zurückgefunden. Sehr geholfen hat mir damals ein 4-wöchiger Kuraufenthalt.
Nach 10 Chemos und 39 Bestrahlungen war ich am Ende.

Heute kann ich wieder Wandern, Radfahren und Schwimmen. Sehr langsam, aber es geht.

Mein Aussehen hat auch sehr gelitten, aber ich lebe.

Heute habe ich wieder ein gesundes Selbstbewußtsein, aber das mußte ich auch erst lernen.

Wie alt ist deine Ziege?



Bis bald
Gitta
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