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  #1  
Alt 02.08.2008, 19:55
Benutzerbild von Cee
Cee Cee ist offline
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Standard Wertheim-OP v.18.7.2008 Ängste

Hallo Ihr Lieben,

bin niegelnagelneu hier - aber habe während meines 2,5-wöchigen KH-Aufenthaltes schon eine Menge hier gelesen mit sehr gemischten Gefühlen: Vor der OP hatte ich Schiss, was alles passieren kann. Und nach der OP irgendwie auch, aber anders

Seit Mittwoch bin ich wieder zu Hause und muss sagen *puuuuh* - ganz schönen Ritt habe ich da hinter mich gebracht Eierstöcke sind noch da, alles andere ist raus, bzw. Scheide teilweise entfernt - davon merke ich aber nichts. Alles wurde im Gesunden operiert und es waren von 64 entnommenen Lymphknoten 2 leicht befallen. Es gibt laut Bericht keine Metastasen in Darm/Blase/Lunge und dem gesamten Becken. Beschwerden: Meine Blase mault rum, aber nur, wenn sie sich entleert. Sonst OK. Mein Darm ist extrem schwerfällig und ich greife zu Hilfsmitteln wie Pflaumensaft und Stuhlweichmacher. Chefarzt meinte zu mir, dass ich gesund werde, der Krebs raus operiert sei, aber wegen der beiden Lymphknoten sicherheitshalber eine Radio-Chemo im Anschluss folgen muss.

Montag habe ich einen ersten Termin in der Strahlenpraxis zum Kennenlernen und Besprechen der Termine. Dienstag treffe ich mich mit meiner Ärztin, um die 6 Chemo-Termine drumherum zu stricken.

Ich hab echt Schiss vor den Nebenwirkungen der Chemo- und Strahlenbehandlung Und mittendrin am 17.8. hab ich auch noch Geburtstag irgendwie ist das ein scheiss Jahr - mir wurde bereits im März meine Schilddrüse entfernt; das war allerdings gegen die Wertheim ein echter Spaziergang...

Ich suche verzweifelt nach Normalität und habe das Gefühl, dass der Bauchschnitt nicht der einzige Ein-Schnitt in meinem Leben ist. Glücklicherweise habe ich einen wunderbaren Mann, der mich stützt und selbst recht robust gestrickt ist. Meine Familie und Freunde sind auch zauberhaft - aber nach der Diagnose wollte ich mit niemandem darüber reden, ausser mit 3 Leuten aus meinem Umfeld. Ich hatte das Gefühl, mich erstmal selber neu sortieren zu müssen. Gelungen ist das noch nicht. Als ich vor knapp 3 Wochen erfuhr, dass ich Krebs habe, war das, als wenn ein Zug über mich hinweg gefahren ist; irgendwie klebe ich wohl noch an den Gleisen

Und jetzt noch Radio-Chemo.... oha. Ich bin so froh, dass es hier so positive Berichte gibt. Ich war noch nie ernsthaft krank und irgendwie bin ich wohl mit meinem jetzt zerschnippelten Körper und meiner in Stücke gesprengten Psyche ziemlich überfordert...

Ich habe meine Einstellung zum Krebs und zur bevorstehenden Therapie noch nicht gefunden und weiß genau, ich brauche eine!!! Eine, die mir hilft, das ganze möglichst positiv zu sehen.

Wahhhh - ich bin jetzt fast 41 und finde keine Worte - als Angehörige der schreibenden Zunft grossartig....

Nunja, ich bin erstmal hier und werde weiter berichten - ich habe das Gefühl, dass ich mich hier mit Euch austauschen kann. In meinem Umfeld sind alle sehr mitfühlend. Aber genau das kann ich grad gar nicht verpacken. Ich habe im letzten November meinen Onkel mit Lungenkrebs zu tode gepflegt. Und es war eine harte, aber wertvolle Zeit für mich und meine gesamte Familie. Nur leider hat er unter der Chemo entsetzlich gelitten - und wenn ich da an meine bevorstehende denke, sehe ich immer ihn vor Augen.

Danke für's Lesen.

Ceelia
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  #2  
Alt 02.08.2008, 20:25
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Standard AW: Wertheim-OP v.18.7.2008 Ängste

Hallo Ceelia,


ich habe Gott sei Dank keine Erfahrung mit Chemo.Dennoch möchte ich dich hier Willkommen heißen.Freue mich sehr,das der Krebs bei dir entfernt werden konnte und das nur sowenige Lymphknoten betroffen sind.Ich bin mir sicher das die Frauen hier im Forum,die damit Erfahrungen haben dir liebend gerne helfen und deine Fragen gerne beantworten.Wünsch dir baldige Besserung und alles Gute für die kommende Zeit.


Lg
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  #3  
Alt 02.08.2008, 20:51
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nikita1 nikita1 ist offline
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Standard AW: Wertheim-OP v.18.7.2008 Ängste

Liebe Cee
Willkommen hier, auch wenn der Anlass kein schöner ist.
Ich kann dich (schriftlich) unterstützen, was die Chemo/Radiotherapie betrifft.
Mit einer Einschränkung: bin nicht operiert worden, da der Tumor schon inoperabel war.

Man hat also mit den Strahlen auf gut Glück losgeballert, insgesamt 70 Gray, alles äussere Bestrahlungen, keine Inneren.
Dazu kam einmal wöchentlich eine Cisplatin-Chemo, die sich ca. 5 Stunden hinzieht.
Davon sind aber nur ca. 30 Minuten wirklich Chemo, der Rest ist Cortison, und andere Cocktails, um die Nieren schön durchzuspülen.
Man hat dazu normalerweise einen Einzelraum, denn trotz der Kanüle im Arm muss man gleich dort tüchtig trinken und auch das kleine Geschäft verrichten - die Menge wird dann gemessen, alles , um sicher zu sein, dass die Nieren nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.
Echt doof war nur, wenn zu Beginn keine Vene gefunden wurde...die Stecherei ging an die Substanz. (habe dennoch keinen Port bekommen)

Die Radio: man kommt erst mal in eine Simulation, dort werden die Strahlenfelder aufgezeichnet, Typ "Indianerbemalung", bei mir wurden dann die 4 Punkte tätowiert, so dass ich baden konnte.
Dann liegt man jeden Tag still und allein im Raum unter dieser grossen "Kanone", sie wuchtet um dich herum, oben-rechts-unten und links.
Alles dauert nur kurze Zeit und man merkt überhaupt nichts von der Bestrahlung.

Die Nebenwirkungen waren bei mir zum Ende hin heftig, vor allem wegen verstrahltem After, aber ich nehme an, dass du nicht soviel Gray wie ich aufgebrummt bekommst, da du ja operiert wurdest.
Die explosionsartigen Durchfälle, die sich dann einstellten, gingen nach der Therapie wieder vorbei. Einmal hat es mich bei einem Spaziergang erwischt, war sehr unangenehm...
Und die Wortfindungsstörungen waren auch bescheiden, und ich konnte auch nicht richtig sprechen (wenn auch meine Familie meint, das sei Quatsch) ... mein Mund war wie "zugenäht" , die Muskeln verkrampft.

Alles in allem, nun ein Jahr nach der Prozedur kann ich sagen, dass man positiv an alles rangehen soll, ich habe immer visualisiert, wie die Chemo und die Strahlen den Krebs kaputtmachen.
Und zum Ende hin war er ja dann auch nicht mehr aufzufinden.

Als ich kaum laufen konnte wegen Gleichgewichtsstörungen, bin ich dennoch jeden Tag ein bisschen dahingewankt und war auch zum Entsetzen meiner Onkologin am Strand.
Es ist wichtig, dass man die Zähne zusammenbeisst....
Als die Therapie zu Ende war, bin ich in ein tiefes Loch gefallen, von mir aus hätten sie noch ewig weiter strahlen und Chemo geben können - Hauptsache, der Tumor und die restlichen Krebszellen sind weg und die Lymphen sauber.

Dann war ich noch Monate aufgeblasen wie ein Pfannkuchen, steif wie ein Brett, aber inzwischen geht es wieder besser.
Therapieende im Juli 2007, im Oktober stand ich in Halbzeit (trotz enormer Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen und Konzentrationsproblemen, Augenverschlechterung usw) wieder in der Firma auf der Matte.

Das dicke Ende kommt nach der Therapie, wenn man alle 3 Monate zur Nachsorge muss ...und immer zittert, ob was gefunden wird oder nicht.

Wenn du mehr Fragen hast, frag....
__________________
Liebe Grüße
Nikita


Tapferkeit ist die Fähigkeit, von der eigenen Furcht keine Notiz zu nehmen.
George Patton

Geändert von nikita1 (02.08.2008 um 21:08 Uhr)
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  #4  
Alt 02.08.2008, 23:38
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Cee Cee ist offline
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Standard AW: Wertheim-OP v.18.7.2008 Ängste

Lieben Dank für Eure aufmunternden Worte

Nikita, von Dir habe ich hier bereits einiges gelesen und ich finde es klasse, wie Du anderen hier immer wieder mit Rat und Erfahrung hilfst und zur Seite stehst! Menschen wie mir, die gerade erst mit dieser Diagnose "befruchtet" wurden, hilft das sehr

Natürlich habe ich mich auch im Internet "schlau gelesen", aber wie soll man als Neuerkrankte da durch finden? Da bin ich wirklich froh, dieses Forum gefunden zu haben.

Meine Chemo wird auch eine Cisplatin sein, aber dosiert mit 40mg/qm? Kann das sein? Habe noch nicht wirklich alles gecheckt; das wird ja nach Gewicht und Hautoberfläche berechnet Das wird dann 6 Wochen lang 1 x in der Woche durchgeführt - und auch ich habe gehört, dass es recht lange dauern soll (einige Stunden). Boah, ich habe schon Angst. Haarausfall? Kann sein, sagte man mir, aber wohl nicht alle. Nunja, und wie ich die Nebenwirkungen vertrage, werde ich ja sehen *bammel* und auch das wird sicher von Mal zu Mal unterschiedlich sein. Auch die Gabe von Cortison, die ja die Organe schützen soll, wird ja Nebenwirkungen haben... Ich versuche mir vorzustellen, dass diese "Chemo-Polizei" mir helfen wird, die "Einbrecher" zu vertreiben...

Wie es strahlenmässig weitergeht, macht mir aber auch Sorgen. Von den Durchfällen hab ich schon gehört. Aber auch von Blasenproblemen, empfindlicher Haut und davon, dass die Scheide sich dann verändern wird und gerne mal verklebt. Habe da von gecremten Tampons gelesen, die man sich einführen sollte etc. Aber das werde ich am Montag einfach mal ansprechen. Auch kann ich mir so gar nicht vorstellen, dass die meine recht frische Narbe nun bestrahlen wollen - da ist doch noch gar keine vollständige Heilung im tiefer liegenden Gewebe erfolgt

Interessant ist allerdings, dass ich seit der OP keine Rückenschmerzen mehr im Lendenwirbel-Bereich habe, die ich lange aufs Reiten zurück führte... Auch die Schmerzen im rechten Beckenknochen sind wie weg geblasen. Die hatte ich vor 3 Wochen bekommen und schob sie auch aufs Reiten.

Nikita, nachdem ja Deine Behandlung (Chemo und Strahlen) nun beendet ist: Wirst Du denn gar nicht mehr operiert? Alles ist fort ohne OP?? Das ist ja großartig!!

Ich werde langsam zum Hypochonder; meine Brustwarzen sind giga-empfindlich und ich werde nach Abschluss meiner Behandlung zur Mammo gehen. Wenn die dann auch was finden, geh ich am Stock Aber mein Lungenröntgen war sauber, ebenso Abdomen-CT. Und trotzdem ist die Diagnose merkwürdig. Ich denke momentan, dass an jeder Ecke meines Körpers was zupft und Krebs heisst...

Ich bin beizeiten ziemlich verwirrt. Und alles fühlt sich noch so unwirklich an

Liebe Nikita, herzlichen Dank für Deine Ausführungen - schön, dass Du Dein Lachen nicht verloren hast. Der Ablauf bei Deiner Bekannten (mit dem Rezidiv, die dann verstarb) hat mich echt geschockt . Ich hoffe immernoch auf Heilung.
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  #5  
Alt 03.08.2008, 01:34
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nikita1 nikita1 ist offline
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Standard AW: Wertheim-OP v.18.7.2008 Ängste

Liebe Cee

also die Haare fallen nicht aus, jedenfalls nicht bei Cisplatin.
Die Cisplatin-Dosis ist von Fall zu Fall unterschiedlich, bei mir war es 70mg/qm.
Das Cortison hat mir nicht gut getan, bin so aufgeschwemmt.

Operiert wurde ich nicht, es ist die letzte Option, die meine Onkologen in der Hinterhand behalten, falls ein Rezitiv auftritt, denn bestrahlt kann man nach 70 Gray nicht mehr werden.
Ich muss jetzt am 12.August wieder mal zur Nachsorge und automatisch tut mir jeden Tag da unten was "weh" - weiss nicht, ob es nur Einbildung ist...

Die anderen Nachsorgen haben bis jetzt starke , strahlenbedingte Verwachsungen ergeben, aber keinen Tumor mehr,
Na ja , ab und an schau ich mir dann die Krebsregister von München an, wo ich dann die steilabfallenden Überlebenstabellen sehe, gerade bei meinem FIGO III B und ein G3-Tumor obendrauf...
Aber dann klicke ich schnell wieder weg.

Es sind Phasen, die ich durchlebe, wie wahrscheinlich jeder, der Krebs hat, mal schliesse ich fast mit der Krankheit ab oder will es zumindestens, und dann überlege ich mir doch wieder, was mir das Jahr 2009 so bringen wird und die Angst vor den Schmerzen und dem Tod macht mich ganz verrückt.
Es ist ein ständiges Auf und Ab, ich habe meine Leichtigkeit des Seins verloren.

Hab keine Angst vor der Therapie, sie wird dein Leben retten. nimm sie an, mit allem, was passiert - Hauptsache gesund

Was war denn deine Figo-Einteilung ? Und wie wurde der Tumor gefunden ?
Fühlst du dich in deinem KH in guten Händen ?
__________________
Liebe Grüße
Nikita


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George Patton

Geändert von nikita1 (03.08.2008 um 01:36 Uhr)
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  #6  
Alt 03.08.2008, 09:30
mela 74 mela 74 ist offline
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Standard AW: Wertheim-OP v.18.7.2008 Ängste

hallo ceelia,

trotz der unerfreulichen umstände,herzlich willkommen hier im forum
bei dir scheint das wohl alles sehr schnell gegangen zu sein.hat auch seine vorteile.
bei mir lagen viele wochen zwischen diagnose und wertheim op,das war der horror.
diesen riesenberg hast du hinter dich gebracht!!!!!

probleme mit der blase,und dem darm sind normal,das legt sich,zwar gaaanz langsam,aber es wird!!!!

meine op ist nun ein jahr her,und ich hab nur noch ab und zu "wehwechen"....

da alles bei dir zackzack gegangen ist,ist es doch kein wunder,dass du das noch nicht verarbeiten,bzw.begreifen konntest!
mir hat es damals nach der diagnose auch den boden unter den füssen weggerissen,das forum hat mir unendlich geholfen,vor den ops,danach....

gott sei dank kenn ich mich mit radio/chemo,zumindest nicht in der praxis aus.
aber da sind ja einige mädels hier,wie nikita..

ich schick dir noch ein kraftpaket,und sag dir,das übelste hast du hinter dir!!!

schönen sonntag dir und deiner familie
grüssle mela
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  #7  
Alt 03.08.2008, 10:46
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blueblue blueblue ist offline
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Standard AW: Wertheim-OP v.18.7.2008 Ängste

Hallo Ceelia,

auch ich heiße dich hier willkommen, auch wenn es aus einem weniger schönen Anlass ist.

@Nikita, mir wurde gesagt und erklärt, dass die Dosis bei Cisplytin 40 mg/qm Hautoberfläche ist und die absolute Höchstdodis insgesamt bei 70 mg/ Gabe liegen würde. Das würde also für die Chemo bedeuten, dass demzufolge die ganze Sache mit 6 X 70 mg Cisplatin abläuft im Höchtsfall.

Cee, du wirst die Radiochemotherapie auch überstehen. Auch bei mir sind die Haare nicht ausgegangen. Durch die Bestrahlung allerdings unten rum komplett.

Die Nebenwirkungen, wie sie Nikita beschreibt kann ich auch nur bestätigen. Das ging mir genau so. Mit den Konzentrationsschwierigkeiten habe ich auch noch immer zu kämpfen und irgendwie fehlen mir manchmal die Worte, weil sie mir einfach nicht einfallen wollen, nicht weil ich sie nicht wüßte.

Ach so, und ich muss dazu sagen, dass es bei mir nun die Radiochemo war nach Auftreten eines Rezidivs, nach der erweiterten Hysterektomie wurde ich 2002 nicht bestrahlt und auch nicht mit Chemo behandelt.

Ich habe meine die Radiochemotherapie als Helfer gegen den Krebs betrachtet. Außerdem habe ich immer gesagt, dass wenn der Krebs wüßte, was ich für eine Einstellung zu ihm habe, er schreiend wegrennen müßte.

LG blueblue


Wer nicht kämpft, hat schon verloren!
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  #8  
Alt 03.08.2008, 11:09
CARLOTTCHEN CARLOTTCHEN ist offline
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Standard AW: Wertheim-OP v.18.7.2008 Ängste

Hi Cee,

Ich(34) kann mich dir nur anschliessen-wurde auch von einem Zug überollt.Alles ging sehr schnell.Vorsorgetermin im April-erneuter Abstrich im Mai ,im Juni-Konisation und am 24.07Wertheim-op.Alles ist raus nur die Eierstöcke sind noch drin.Ich hab echt ein Problem damit-mir ist immer zum Heulen,kann das auch nicht abstellen.
Am Mittwoch wird mir das Ergebnis mitgeteilt -wurde ja alles in die Pathologie eingeschickt.Dann werd ich wahrscheinlich noch ne Nachbehandlung bekommen-das weiss ich aber erst ab Mittwoch.
Ich drück dir die Daumen jedenfalls


LG
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  #9  
Alt 03.08.2008, 12:34
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caroeli caroeli ist offline
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Standard AW: Wertheim-OP v.18.7.2008 Ängste

Hallo Ceelia,
ich hatte die Wertheim mit anschließender Chemo im letzten Sommer, zwischen der Op und der Bestrahlung lagen bei mir fünf Wochen sodaß die Wunde erst mal etwas abheilen konnte. Ich habe Chemo und bestrahlung kombiniert bekommen d,h, fünf wochen stationär jeden tag Cisplatin á zwei Stunden (die menge weiß ich leider nicht ich habe die Augen gerne vor solchen details verschlossen) und anschließend die Bestrahlung. Mit den Nebenwirkungen bin ich dank der super Betreuung ganz gut klar gekommen. der Katzenjammer kam bei mir erst wesentlich später als ich die ersten Wechseljahrsbeschwerden bekam. ( Meine Eierstöcke haben die Bestrahlung leider nicht überstanden) Die Haare sind mir erhalten geblieben. Ich hatte sowieso irgendwie mehr probleme mit der Bestrahlung als mit der Chemo habe nach der "normalen Bestrahlung" noch sechs Afterloadings (von innen) bekommen,die fand ich nicht so angenehm. Ich drücke dir gaaaanz fest die daumen das bei dir alles gut läuft und wie ich gelesen habe hast du ein gutes Umfeld. Das ist ja schon die halbe Miete. LG Carola
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  #10  
Alt 03.08.2008, 13:23
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Standard AW: Wertheim-OP v.18.7.2008 Ängste

Auch von mir ein Hallo,

ich hatte meine TMMR-OP am 24.6. und bekomme am 4.8. meine erste (von 26 Bestrahlungen und 2 Afterloadings) Bestrahlung. Zum CT war ich Donnerstag und da haben sie mir auch schon die Liegeeinstellungen angemalt, in rot, einem am Po und rechts und links am Oberschenkel. Am 4.8. bekomme ich dann noch die Bestrahlungspunkte aufgemalt. Nachmittags hab ich dann den Termin wegen der Cisplatinchemo. Dann weiß ich auch näheres.
Vor der Afterloading hab ich auch schon Angst, da wird auch noch zusätzlich ein Blasenkatheder gelegt... wo die sowieso immer noch spinnt nach der OP
Bin gespannt wie ich die Bestrahlungen und Chemo verpacke.
Dadurch dass sie mir ja gleich die Eierstöcke weggenommen haben (wegen der Bestrahlung) bin ich auch voll in den Wechseljahren, stöhn und das bei dem Wetter...
Ich bin froh, dass mein Verlobter mich immer noch aushält

Wir schaffen das, bin echt froh, dass es so ein Forum gibt, und man die Gefühle und Ängste teilen kann...
LG
Kerstin
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  #11  
Alt 03.08.2008, 14:14
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caroeli caroeli ist offline
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Standard AW: Wertheim-OP v.18.7.2008 Ängste

Hallo Kerstin,
den Blasenkatheter habe ich nur beim ersten und letzten Afterloading bekommen,war aber auszuhalten, Für mich persönlich war die Darmsonde unangenehmer. Aber gott sei dank nicht schmerzhaft. Ich hatte auch super nette Ärzte und Schwestern die mir durch gutes zureden ganz viel meiner Ängste genommen haben. Mir hat es auch sehr geholfen das ich wärend des Afterloadings meinen MP3 player dabei hatte. das lenkt ab und man verkrampft weniger. Es tut wirklich gut zu wissen das man sich mit netten Menschen austauschen kann die genau mitfühlen können wie es einem geht.
LG Carola
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  #12  
Alt 03.08.2008, 14:39
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Standard AW: Wertheim-OP v.18.7.2008 Ängste

Hallo Carola,
wieviel Afterloadings hast Du bekommen? ich soll nur 2 bekommen, aber hab davor Angst, wie hat Deine Vagina das aufgenommen? Die Ärztin hat empfohlen, dass ich danach Tamponagen mit Creme machen soll (Bephanthen oder Ovestin)
Ich find das austauschen von Erfahrungen total super. Hast Du sonst irgendwelche Nebenwirkungen von der Bestrahlung oder Chemo?
LG
Kerstin
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  #13  
Alt 03.08.2008, 16:08
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Standard AW: Wertheim-OP v.18.7.2008 Ängste

Vielen lieben Dank für Eure zahlreichen Antworten und Ermunterungen

Bin grad etwas in Zeitnot, daher nur kurze Zeilen: War grad nochmal im Krankenhaus, weil ich nen leichten Blaseninfekt habe; bin jetzt auf Antibiotika für ne Woche und dann beginnt sicher auch bald die Strahlen-Chemo-Behandlung. die Termine kriege ich morgen Mittag.

Nikita, meine Figo: T1b1 und der Rest: N1 (2/62 Lymphkn.befall.) M0, G2, L1, V0, R0

So, muss mal eben ein Süppchen löffeln Hab mir was vom Asiaten geholt, solange ich noch mit Appetit essen kann... und dann ran an die Antibiotics
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  #14  
Alt 03.08.2008, 19:35
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caroeli caroeli ist offline
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Standard AW: Wertheim-OP v.18.7.2008 Ängste

Hallo Kerstin,
habe insgesamt sechs Afterloadings bekommen und wie meine vagina das aufgenommen hat? sagen wir mal so: Sie ist wie bei ner 70 jährigen(zitat von meiner FA) Benutze immer noch Östrogensalbe und einmal im Monat vaginal Zäpfchen da ich sehr anfällig bin für Infekte. Habe aber gehört das das nicht unbedingt der Standart ist. Bin wohl eh eher anfällig.

Ceelia,
ich drücke dir die Daumen das du den Infekt schnell wieder los wirst. Während der Chemo iss einfach alles worauf du Hunger hast. Das können manchmal die witzigsten Sachen sein.Es hat meinen Mann sehr an meine Schwangerschaft erinnertich weiß gar nicht ob andere auch Heißhunger Attacken hatten??

LG Carola
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  #15  
Alt 03.08.2008, 19:57
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Standard AW: Wertheim-OP v.18.7.2008 Ängste

Zitat:
Zitat von caroeli Beitrag anzeigen
ich weiß gar nicht ob andere auch Heißhunger Attacken hatten??

LG Carola
Das würde mich auch mal interessieren

Da ich nun aber den Infekt habe, wird meine Behandlung sicher nicht nächste Woche beginnen, sondern eher übernächste Woche. Und darüber bin ich ganz froh; dann hat mein Bauch noch ein wenig Zeit zum Heilen - und meine Seele auch

Bah Nikita, 70mg/qm hattest Du? Mein lieber Scholli ich will ja gar nicht wissen, was dann der Darm (Durchfälle) macht Ich bin so froh, dass ich wieder täglich zu meinem Pferd fahren kann, aber da muss ich immer fast ne halbe stunde hinfahren. Da stellt sich mir ja jetzt schon die Frage, wie ich das ohne Dixie schaffen soll - und so ein Klo paßt ja gar nicht in meinen Smart

Und wie sieht es eigentlich während der Behandlung mit meinem Immunsystem aus? Ich habe zwei Katzen und das Pferd - gut, der Zosse lebt nicht mit uns in der Bude, aber die Katzen. Hmmm, ich schätze, morgen beim Termin in der Strahlenpraxis habe ich noch 1-2 Fragen Vielleicht kann ich ja die Chemo mit Weizenbier verdünnen

Och nööö, bitte nicht böse sein, aber mein Galgenhumor lässt sich ned immer im Zaum halten
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