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  #1  
Alt 13.01.2010, 23:39
Michi2712 Michi2712 ist offline
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Standard Alles keinen Sinn mehr ! ? ! ?

Oh man,...., wo fange ich an ?

Kurz vor Weihnachten hat meine Mutter den Notarzt gerufen, da mein Vater unter heftigen Hustattacken sehr viel Blut gespuckt hat.
Mir war sofort klar was das bedeutet, meine Mutter rechnete da noch nicht mit der Diagnose Lungenkrebs.
Die haben wir dann allerdings kurz vor Silvester bekommen: nicht-kleinzelliges Karzinom, dazu noch eine heftige Lungenentzündung direkt am Tumor selbst.

Mittlerweile ist die Sachlage folgende:
Er ist sehr sehr schwach, ißt kaum und trinken ebenso. Er wird alleine vom körperlichen her immer schwächer und nimmt weiter und weiter ab.
Das bedeutet aber auch, dass die Ärzte jetzt keinerlei Theraphie starten können, die würden jetzt sofort seinen Tod bedeuten. Ebenso können die nichts machen, solange die Entzündung in der Lunge sitzt.
Ich habe heute nochmal mit der Stationsärztin geredet und die Behandlung ist halt momentan nur die, dass gegen die Symptome angegangen werden kann, mehr können die nicht für ihn tun.
Auch sprechen wir von einem Tumor im Stadium 4, welches wohl das höchste Stadium ist. Die Leber hat schon Metastasen und auch die Lymphknoten sind betroffen im Stadium 3.
Der Tumor ist nicht operabel.

Das Ganze ist heute wie im Film vor mir abgelaufen, die Ärztin selbst rechnet ihm in seiner momentanen Verfassung maximal 2-3 Monate an, evtl. kann man sogar jederzeit damit rechnen.

Ich war gerade noch bei meiner Mutter und habe es ihr gesagt.
Eigentlich sollte ein Sohn sowas niemals machen müssen !
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  #2  
Alt 13.01.2010, 23:49
Flake Flake ist offline
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Standard AW: Alles keinen Sinn mehr ! ? ! ?

Hallo Michi,

es ist unfassbar traurig in was für einer Situation du gerade steckst.
Es ist wahnsinnig schwer etwas von Ärzten weiterzugeben, ich selbst war selbst in solch einer Situation und ich war fast überfordert.

Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft für die kommende Zeit und wünsche nur das Beste....

Liebe Grüße
Flake
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  #3  
Alt 13.01.2010, 23:57
Michi2712 Michi2712 ist offline
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Standard AW: Alles keinen Sinn mehr ! ? ! ?

Ich danke Dir....

Ach, es tut einfach nur weh und ist so unendlich schwer.
Was macht man auch in einer solchen Situation? Wie verhält man sich seinem Vater gegenüber? .... Natürlich soviel und oft da sein für ihn, aber sagt man ihm wirklich genau wie es um ihn steht ?!?!?
Ich weiß es einfach nicht....
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  #4  
Alt 14.01.2010, 07:31
Hase1023 Hase1023 ist offline
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Standard AW: Alles keinen Sinn mehr ! ? ! ?

Hallo Michi,

ich kann mir vorstellen wie du dich fühlst. Auch mein Vater ist vor ca. 4 Monaten an Lungenkrebs gestorben.

Ich glaube nicht, dass du deinem Vater die Wahrheit sagen musst. So lange er hofft, kämpft er.
Und letztlich ist es leider auch er alleine der kämpfen muss. Ich weiß, dass Ihr als seine Familie hinter ihm steht und auch solche Sätze sagt wie "Das stehen wir gemeinsam durch, wir kämpfen und schaffen das". Aber letztlich ist es doch dein Vater der mit der Krankheit kämpft.
Lernt als seine Familie, die Krankheit anzunehmen. Das wird auch dein Vater lernen. Und er wird es auch spüren, wenn er sie nicht überwinden kann. Von ganz alleine wird er das.
Mein Vater hat die letzten Wochen und Monate auch irgendwie "seinen Frieden" mit der Krankheit gemacht. Und er hat auch gewusst, als es keine Hoffnung mehr gab. Ich selbst , die auch eigentlich immer diejenige war die sagte "du schaffst es, es ist noch nicht soweit", habs damals eine Woche vorher gewusst, dass er die kommende Woche nicht überstehen wird. So wars dann auch. Aber er durfte friedlich zuhause im Kreis seiner Familie sterben. Das ist dann eine Gnade gewesen, wo wir dankbar sind, ihm das ermöglicht zu haben. Mehr kann man dann als Familie auch nicht tun.
Was ich eigentlich nur sagen möchte: Ihr alle werdets spüren, wenns Zeit ist. es ist dann einfach Zeit.

Liebe Grüße und viel Kraft wünsch ich euch.
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  #5  
Alt 14.01.2010, 11:42
Benutzerbild von ange
ange ange ist offline
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Standard AW: Alles keinen Sinn mehr ! ? ! ?

Hallo Michi,
ich kann genau nachfühlen wie es dir geht!! Wir haben diese Diagnose bei meiner Schwiegermutter anfang Dezember bekommen. Die therapie startet nächste Woche, allerdings nur, wenn sie bis dahin wieder etwas mehr Kraft hat. (kaum essen, trinken usw.)
Es gibt auch ein extra Forum für Angehörige, wo ich viele und gute Tips bekommen habe! Für den Umgang mit dieser Krankheit, und so. Zuerst habe ich auch hier was geschrieben, bin aber jetzt in dem anderem Forum.
Ganz viel Kraft für euch.
liebe Grüsse
Ange
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  #6  
Alt 14.01.2010, 12:16
Michi2712 Michi2712 ist offline
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Standard AW: Alles keinen Sinn mehr ! ? ! ?

Hallo Ange,

danke für den Tipp, werde ich auch mal reinlesen....

Aber anscheinend geht es Dir wie mir: Mein Vater ist auch zu schwach um irgendeine Teraphie auch nur im Entferntesten starten zu lassen.
Solange werden halt nur die Symptome behandelt.
Daneben bekommt er auch noch Antibiotika, weil die zusätzliche Lungenentzüng sowieso erst weg muss. Also zwei Dinge müssen passieren, damit überhaupt etwas passiert: Entzündung weg und Stabilisation des Körpers.

Na ja,...., ist zwar ein blöder Spruch, aber jetzt kommt er wieder zum Tragen: Die Hoffnung stirbt zuletzt !
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  #7  
Alt 14.01.2010, 13:06
Nita31 Nita31 ist offline
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Hallo Michi,

es tut mir sehr leid für Dich und ich weiß was ihr grade durchmacht. Meine Mutter hatte dasselbe wie Dein Vater. Sie ist Anfang November letztes Jahr gestorben. Wir haben ihr gesagt was Sache ist weil wir fanden das sie ein Recht darauf hatte. Mehr als da sein kannst Du jetzt nicht. Wir sind (die ganze Familie) sind bei Mama geblieben bis zum Schluß und sie hat alles mitbekommen. Ich denke das ist wichtig gib ihm einfach das Gefühl das er nicht alleine ist. Es ist schwer ich weiß es ist sogar die Hölle dabei zuzugucken und nichts machen zu können aber für Deinen Vater ist es wichtig.

Ich wünsche Dir und Deiner Mutter ganz viel Kraft!!

Fühl Dich lieb umarmt.

LG
Anita















Zitat:
Zitat von Michi2712 Beitrag anzeigen
Oh man,...., wo fange ich an ?

Kurz vor Weihnachten hat meine Mutter den Notarzt gerufen, da mein Vater unter heftigen Hustattacken sehr viel Blut gespuckt hat.
Mir war sofort klar was das bedeutet, meine Mutter rechnete da noch nicht mit der Diagnose Lungenkrebs.
Die haben wir dann allerdings kurz vor Silvester bekommen: nicht-kleinzelliges Karzinom, dazu noch eine heftige Lungenentzündung direkt am Tumor selbst.

Mittlerweile ist die Sachlage folgende:
Er ist sehr sehr schwach, ißt kaum und trinken ebenso. Er wird alleine vom körperlichen her immer schwächer und nimmt weiter und weiter ab.
Das bedeutet aber auch, dass die Ärzte jetzt keinerlei Theraphie starten können, die würden jetzt sofort seinen Tod bedeuten. Ebenso können die nichts machen, solange die Entzündung in der Lunge sitzt.
Ich habe heute nochmal mit der Stationsärztin geredet und die Behandlung ist halt momentan nur die, dass gegen die Symptome angegangen werden kann, mehr können die nicht für ihn tun.
Auch sprechen wir von einem Tumor im Stadium 4, welches wohl das höchste Stadium ist. Die Leber hat schon Metastasen und auch die Lymphknoten sind betroffen im Stadium 3.
Der Tumor ist nicht operabel.

Das Ganze ist heute wie im Film vor mir abgelaufen, die Ärztin selbst rechnet ihm in seiner momentanen Verfassung maximal 2-3 Monate an, evtl. kann man sogar jederzeit damit rechnen.

Ich war gerade noch bei meiner Mutter und habe es ihr gesagt.
Eigentlich sollte ein Sohn sowas niemals machen müssen !
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  #8  
Alt 14.01.2010, 13:38
Hope1935 Hope1935 ist offline
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Hallo Michi,

leider ein trauriger Anlass, Dich kennenzulernen. Mein Vater hat auch den Nicht-Kleinzeller und er war an einem Punkt, wo keine Chemo gestartet werden konnte, weil sein Allgemeinzustand zu schlecht war. Auch hatte er keinen Appetit und keinen Durst. Zeitweilig war er auch ans Pflegebett gefesselt und musste gepflegt werden. Wir haben den Flüssigkeitsbedarf und die Kalorien mit Fresubin 2 kcal fibre (200ml/400 kcal je Flasche) auffangen können bzw. er hat wieder an Gewicht zugenommen. In Fresubin sind auch die wichtigen Vitamine und Mineralien enthalten, die Dein Vater so wohl nur unzureichend erhält. Mein Vater hat zu der Zeit 2-3 Flaschen täglich getrunken. Zusätzlich hat er allerdings etwas gegessen, wenn auch wenig. Er hat es geschafft, aus der Pflege und dem Bett rauszukommen, und es konnte die Chemo beginnen. Wir haben so eine gute Zeit für ihn rausgeholt. Im Augenblick schwächelt er wieder etwas und wir hoffen, ihn wieder aufpäppeln zu können.

Wenn Dein Vater nicht fragt, würde ich ihm nicht die Tragweite seiner Erkrankung erzählen. Er braucht jetzt erst mal Hoffnung, um kämpfen zu können. Ich weiß nicht, wie alt Dein Vater ist, und ob er für den Ernstfall alles geregelt hat. Das könnte Deine Mom vielleicht beantworten. Mein Vater hat leider nach den Chancen und der Lebensdauer gefragt. Die Antwort hat ihn ordentlich runtergezogen, er hat jeden Lebenswillen und Kampfgeist verloren. Da ist aber jeder anders, da könnt Ihr Deinen Vater besser einschätzen.

Liebe Grüße
Heike
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  #9  
Alt 14.01.2010, 16:53
Stefans Stefans ist offline
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Zitat:
Zitat von Michi2712 Beitrag anzeigen
sagt man ihm wirklich genau wie es um ihn steht ?!?!? Ich weiß es einfach nicht....
Klar. Aber diese Entscheidung kann dir und deiner Mutter niemand abnehmen - weil ihr euren Vater / Ehemann am besten kennt. Ärzte haben da zwar viel Erfahrung, aber oft trotzdem kein Feingefühl

Jeder Todkranke ist anders. Die einen wollen die "ungeschminkte" Wahrheit hören, die anderen wollen belogen werden. Tipps von aussen wie z.B. "sag es ihm nicht, er braucht Hoffnung, und wenn er nichts weiss, kämpft er erstmal weiter..." finde ich extrem problematisch. Weil nach meiner Erfahrung Menschen, die todkrank sind, oft schon sehr genau wissen, wie es um sie steht. Ob sie das dann von Ärzten oder Angehörigen auch _hören_ wollen, und wie sie sich dann verhalten... das ist eine ganz andere Frage.

Das schönste wäre m.E., wenn ihr mit eurem Vater "Klartext" reden könntet. Was denkt er, und v.a. was will er. Aber das geht halt nicht immer. Und wenn's nicht geht, müßt ihr als Angehörige eben eurem Gefühl folgen. Dass das nicht einfach ist, weiss ich. Aber ich drücke euch die Daumen dafür!

Ach so, noch vergessen: ich finde es persönlich unverantwortlich, wenn sich Ärzte zu Prognosen hinreissen lassen wie "der hat noch 2-3 Monate". Sowas sollte es nur in schlechten Filmen geben, weil es schlichtweg niemand weiss. Mit der Unsicherheit muss man als Patient und Angehöriger leben. Und so mancher, der schon totgesagt war, lebt immer noch. Und andere, die angeblich geheilt waren, sind innerhalb weniger Monate verstorben. Also solche statements bitte nicht wortwörtlich nehmen, sondern die "Restlebenszeit" einfach Tag für Tag gestalten!

Viele Grüße,
Stefan

Geändert von Stefans (14.01.2010 um 16:57 Uhr)
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  #10  
Alt 14.01.2010, 20:53
S4422 S4422 ist offline
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Beitrag AW: Alles keinen Sinn mehr ! ? ! ?

Hallo,

ich habe bisher immer nur "mitgelesen" und schreibe nun zum ersten Mal. Ich glaube auch, dass es eine sehr schwierige Entscheidung ist und man das als Außenstehender nicht sagen kann, was besser ist, wie man mit dieser furchtbaren Diagnose als Familie und Angehörige und als Betroffene(r) umgeht.
Meine Mama ist am Heiligen Abend morgens für uns völlig unerwartet am kleinzelligen Bronchialkarzinom (oder woran auch immer, eine Auskunft dazu haben wir nicht bekommen) gestorben. Wir wurden von den Ärzten immer etwas im Unklaren gehalten, was diese Krankheit bedeutet. Der Onkologe meiner Mama hat ihr vor der ersten Chemo gesagt, dass das "Ding schmilzt wie Butter in der Sonne", was dann auch sehr schnell passiert ist. Die Erst-Diagnose bekamen wir im Mai 2008. Danach gab es übliche volle Programm mit Chemo, Bestrahlung und prophylaktische Kopfbestrahlung und alles war gut, ihr ging es bestens und wir dachten, jetzt wird alles wieder gut. Dazu muss ich sagen, dass ich bis zu ihrem Tod nicht gegoogelt etc. habe über diese Krankheit, warum weiß ich nicht, wahrscheinlich wollte ich auch gar nichts darüber wissen... Eine "Einstufung" oder sowas ähnliches haben wir auch nie bekommen über den Tumor. Es hieß nur "kleinzelliges BC". Ende Oktober letzten Jahres kamen meine Eltern dann aus dem Urlaub wieder und meine Mama meinte, sie würde alles doppelt sehen. Bei mir klingelten alle Alarmglocken und ich fuhr noch abends mit ihr ins Krankenhaus, es wurde ein ct vom Kopf gemacht und 3 Metastasen wurden entdeckt. Die wurden dann bestrahlt. Von dem Tag an ging alles rasend schnell, sie wurde während der Bestrahlung immer schwächer und konnte nicht mehr laufen, bewegte auch irgendwann die Arme nicht mehr, vergaß viel, wurde teilnahmslos, war manchmal zeitlich nicht orientiert, bekam Schluckbeschwerden, mochte nicht mehr essen, nicht mehr trinken, telefonierte nicht mehr... Zwischendurch gab es aber immer wieder richtig gute Momente. Wir haben das auf die Bestrahlung und die Nebenwirkungen geschoben und niemand hat uns gesagt, dass das nicht so ist. Also haben wir weiter gehofft, haben sie aufgebaut, haben ihr gesagt, dass sie mit der zusätzlichen Nahrung und einem Physiotherapeuten wieder auf die Beine kommt und dann gab es ein ct vom Kopf und die Metastasen waren weg. Das hat uns in unserer Meinung zusätzlich bestärkt. Ich habe meine Mama bis zum Abend vor ihrem Tod in die Augen geschaut und ihr gesagt, dass sie bald wieder gesund wird. Es gab kein Rezidiv und die Metastasen waren weg. Wir waren alle glücklich und freudig gestimmt und haben wirklich geglaubt, dass meine Mama wieder gesund wird. Dann kam am Abend vor Heiligabend ein Assistenzarzt zu uns, der meinte, die Krankheit, die meine Mama hätte könne kein Arzt auf der ganzen Welt heilen und ihr wäre nicht zu helfen. Er hätte erst mal richtige Schmerzmittel verordnet aber im übrigen jetzt Feierabend. Schöne Weihnachten. Meine Mama schlief den ganzen Tag und war nicht mehr ansprechbar. Nachts um vier Uhr rief uns dann eine Schwester an, wir sollten kommen, es würde zu Ende gehen. Meine Mama hat dann noch 2 Stunden gekämpft und am Heiligen Abend morgens früh verloren.Ich habe eine Hand gehalten, mein Papa ihre andere... Ich bin immer noch völlig geschockt. Alles kommt mir vor wie ein schlimmer Film. Das kann doch alles nicht sein, alles ist weg und dann muss man sterben?

Tschuldigung, dass das jetzt so viel geworden ist, aber das musste mal raus...

Ich wollte damit nur sagen. Wir wussten alle nicht wirklich, was passiert, aber ich bin unendlich froh, dass ich meiner Mama bis wirklich ganz zum Schluss in die Augen gesehen habe und ihr sagen konnte, dass ich ganz fest glaube, dass alles wieder gut wird. Ich habe das wirklich geglaubt bis sie den letzten Atemzug getan hat und sie hat in meinen Augen gelesen, dass ich davon überzeugt bin.

Das war für uns der richtige Weg... wenn auch unfreiwillig, aber wie gesagt, alle Menschen sind anders und gehen anders damit um. Bei uns sollte das anscheinend so sein...

Viel Kraft und Hoffnung und ich hoffe wirklich, hier mal zu lesen, dass jemand wieder GESUND geworden ist!!!!

Sam
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  #11  
Alt 15.01.2010, 01:45
Lucky End Lucky End ist offline
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Standard AW: Alles keinen Sinn mehr ! ? ! ?

Hallo Michi,

Es tut mir sehr leid, dass Deine Familie von dieser Krankheit heimgesucht wurde und der Zustand von Deinem Vater so schlecht ist!! Es muß sehr hart sein in dieser kurzen Zeit die Krankheit und deren Auswirkungen zu verkraften!!! Das stelle ich mir sehr grausam vor!!!
Auch steht Ihr im Moment vor einer schwierigen Entscheidung!! Selbst Ärzte sind sich da nicht einig ob man mit der Wahrheit herausrückt oder die ganze Sache noch etwas beschönigt, wie soll man sich dann als Betroffener in kurzer Zeit richtig entscheiden. Eine wirklich schwere Wahl für Euch!!!

Ich selbst bin ein Verfechter der Offenheit!! Habe bei meinem Vater erlebt, wie schön der Abschied sein kann, wenn alle wissen wohin der Weg geht. Auch kann man viel bewusster miteinander umgehen und Nebensächliches kann man weg lassen. Den intensiven Abschied von meinem Vater sehe ich als Geschenk an und tröstet mich noch heute!! Wenn ich höre, dass jemand unerwartet gehen musste wird mir jedesmal klar, wie dankbar ich sein kann, dass wir die verbliebene Zeit für den Abschied nutzen durften.

Auch für mich beanspruche ich, dass man mir im Fall der Fälle die Wahrheit sagt und nichts verschweigt. Ich denke, dass die Zeit einfach zu kostbar für falsche Hoffnungen und Entscheidungen ist.

Ganz klar ist jedoch, dass Ihr für Euch (!!!) entscheiden müsst und diese harte Zeit selbst durchleben müsst. Wie auch immer Euer Weg aussieht, es wird der richtige für Eure Familie sein.

Ich wünsche Dir und Deiner Familie dass Dein Vater den Ärzten ein lange Nase zieht und schnell wieder zu Kräften kommt.

Ich wünsche Euch, dass Ihr im Frühjahr noch gemeinsam die Bäume blühen seht und ein paar, wenn auch kleine, Ausflüge miteinander geniesen dürft.

Ich wünsche Euch, dass Ihr noch ein paar Mal herzlich zusammen lachen dürft und noch einige glückliche Momente miteinander habt.

Ich wünsche Euch ganz viel Kraft und Zuversicht in dieser schweren Zeit!!!!

TOI TOI TOI

Lucky End
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  #12  
Alt 15.01.2010, 10:28
Michi2712 Michi2712 ist offline
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Hallo zusammen !

Erstmal möchte ich mich bei euch für alle eure Worte bedanken.
Es tut einfach gut sich alles von der Seele zu schreiben und zu merken, dass man nicht alleine dasteht.
DANKE !

Aber es ist schon echt erstaunlich woran man sich anfängt zu klammern:
Gestern sagte mir der Oberarzt, dass die Entzündungserreger sich halbiert haben, das Fieber ist 2 Tage rückläufig. Wenn es weiter so mit der Entzündung zurück geht, dann kann evtl. (vorausgesetzt Allgemeinzustand verbessert sich) mit einer direkten Bestrahlung begonnen werden um meinem Vater Erleichterung zu verschaffen. Ebenso kann mit einer Chemo begonnen werden.
Wer weiß ????? Vielleicht können wir ihm damit ein paar Tage / Monate rausschlagen.
Er bekommt schon extra über den Tropf zusätzliche Flüssigkeit inkl. Elektrolyten, ebenso Astronautenkost. Ich war alleine gestern 5 Stunden im Krankenhaus und habe dafür gesorgt, dass er immer etwas davon zu sich nimmt.

Zu der Prognose noch der Ärztin:
Ich sehe das alles immer ein wenig zweigeteilt....
ich möchte als Angehöriger nichts schöngeredet bekommen. Es ist doch so wie es ist: Er wird an dieser verdammten Krankheit Krebs sterben, die Frage ist a im Grunde genommen nur wann.
Das die Ärztin sagt, dass er jederzeit versterben kann ist i.O., dann hat man auch als Angehöriger Zeit sich damit auseinanderzusetzen.
Die eigentliche Prognose auf 2-3 Monate zu schätzen war (und da bin ich eurer Meinung) nicht i.O. !
Egal ! Auch da ist jeder Arzt anders !

So, ich werde jetzt gleich wieder hinfahren und sehen, dass er sen Mitagessen zu sich nimmt !
Bis dann.....
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  #13  
Alt 17.01.2010, 22:01
Doris01 Doris01 ist offline
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Hallo Michi!

Ich weiß was Du zur Zeit durchmachst.
Wir haben am 14. Dezember 2009 bei meinem Vater die Diagnose Lungenkrebs mit Met. im Rückenmark bekommen. Lebenserwartung 3 Monate bis 5 Jahre. Gleich am Tag der Diagnose wurde mit der Chemo begonnen - mein Vater war körperlich sehr gut drauf.
Auch mich hat die Frage ständig begleitet "WIE LANGE HABEN WIR NOCH GEMEINSAM?????" Die Ärzte haben sehr offen mit uns und mit meinem Vater gesprochen - das dieser Krebs nicht mehr heilbar ist sondern nur eine "gewisse" Zeit aufzuhalten ist. Durch die Chemo war das Imunsystem von meinem Vater sehr geschwächt. Leider hatte er zusätzlich noch eine Herzbeutelentzündung bekommen und durch das geschwächte Imunsystem ist er am 7. Jänner 2010 daran gestorben.

Was ich aber damit sagen will, es kann Dir keiner sagen "WIE LANGE EURE GEMEINSAME ZEIT IST"! Wichtig ist, dass Ihr das was Euch noch bleibt wirklich 100% nützt!!!
Von der Diagnose bis zum plötzlichen Tod waren es bei uns nicht einmal 4 Wochen - doch diese Wochen waren einer der intensivsten Wochen mit meinem VATER! Wir sind im reinen auseinander gegangen!

ICH WÜNSCHE DIR UND DEINER FAMILIE IN DIESER SCHWEREN ZEIT GANZ, GANZ VIEL KRAFT.

LG, Doris
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  #14  
Alt 30.01.2010, 22:28
Nita31 Nita31 ist offline
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Lieber Michi,

ich kann euch nur empfehlen das Dein Papa Frisubin bekommt. Das sind Drinks die hochkalorisch sind. Die haben meiner Mama gut geholfen zuzunehmen bzw das Gewicht zu halten. Die Bestrahlung und auch die Chemo verlangen den Menschen sehr viel ab. Ich will Dir damit keine ANngst machen oder ähnliches. Mama konnte klaum was essen oder trinken da war das Zeug gut. Ich hoffe das es bei deinem Papa besser läuft. Und Denk dran das hat Sam gut gesagt wenn er in euch Hoffnung sieht wird er weiter kämpfen! So war es bei Mama auch.

Ganz viel Glück

LG
Nita
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