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  #46  
Alt 01.09.2011, 16:57
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McBabbel McBabbel ist offline
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Standard AW: Heaven can wait...

Hallo Forumsmitglieder und stille Mitleser,

bei mir gaben es letzte Woche nach einem halben Jahr wieder die Stunden der Wahrheit. Am 23.08. war Rektoskopie und Endosonographie angesagt und zwei Tage später am 25.08. schwitzte ich bei der MRT-Untersuchung im wahrsten Sinne „Blut und Wasser“.

Um es kurz zu machen: Alles in Ordnung, weiterhin kein Hinweis auf Tumorrezidiv!

Die beste Ehefrau von allen und ich schrieen vor Glück.

übrigens...bei den Nachsorgegesprächen wurde unter anderem auch mein Port angesprochen, den ich seit gut zwei Jahren in mir trage und regelmäßig spülen lasse. Er bereitet mir keine Probleme und der allgemeine Tenor (DKFZ und mein Hausarzt/Onkologe) lautete, ihn noch ein weiteres Jahr „drin zu lassen“. Ist das okay? Wer hat (positive wie auch negative) Erfahrungen?

Geändert von gitti2002 (03.03.2015 um 23:38 Uhr) Grund: Youtube-Link entfernt, da Video nicht mehr verfügbar
  #47  
Alt 11.09.2011, 09:48
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Standard AW: Heaven can wait...

Mein Dad hat seinen Port jetzt schon seit Januar 2009 drin und keine Probleme damit. Der Doc hat gesagt, so lange das Teil nicht stört, kann er zunächst noch drin bleiben. Dbei treibt mein Dad ziemlich viel Sport und radelt auch mal über 100km mit seinem Rennrad an einem Tag (dabei ist er auch schon 75!).
  #48  
Alt 15.09.2011, 13:17
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Hallo Astreya,

danke für Deine Antwort.

Wie geschrieben kann ich mit dem Port ohne Probleme leben und lasse ihn deshalb auch noch drin.

Schön, dass es Deinem Vater gut geht und ich drücke Euch die Daumen, dass der Zustand so bleibt.

Meine Intention hier weiter zu schreiben ist ähnlich wie bei Dir. Gerade wenn man auf dem besten Weg der Genesung ist, sollte man auch weiterhin aktiv am Forum teilnehmen. Man erfährt und liest (zu) viele Schicksale, die nachdenklich stimmen oder sogar deprimieren.

Der Krankheitsverlauf Deines Dads verbreitet anderen Mitbetroffenen Hoffnung auf Besserung des Gesundheitszustandes. Um mich nicht zu verzetteln, schreibe ich nur in diesem Thread oder schreibe eine PN.

Meine Philosophie zu einer Krebs-Diagnose lautet: "Kopf hoch! Krebs ist eine schlimme Krankheit, aber (meistens) heilbar."

Liebe Grüße an Dich, Astreya, und Deine Familie von McBabbel
  #49  
Alt 15.09.2011, 14:37
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Zitat:
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Hallo Forumsmitglieder und stille Mitleser,
übrigens...bei den Nachsorgegesprächen wurde unter anderem auch mein Port angesprochen, den ich seit gut zwei Jahren in mir trage und regelmäßig spülen lasse. Er bereitet mir keine Probleme und der allgemeine Tenor (DKFZ und mein Hausarzt/Onkologe) lautete, ihn noch ein weiteres Jahr „drin zu lassen“. Ist das okay? Wer hat (positive wie auch negative) Erfahrungen?
Hab meine Port Anfang Januar 2010 bekommen. Nach der OP hab ich im Juni / Juli / August 2010 noch eine Nachopchemo erhalten.
4 mal je eine Woche 5Fu mit jeweils 2 Wochen Pause. Nach insgesammt 3 Wochen Chemo fing mein rechter Arm an zu schmerzen, wurde dicker und leicht rot. Eine Ultraschalluntersuchung brachte es an den Tag. Thrombose im rechten Arm.
Am nächste Tag kam der Port rechts oben heraus. Hab mir dann noch tägl. 15 Spritzen zur Butverdünnung gesetzt.
Mitte Okt. kommt meine 2 Nachopkontrollüberprüfung.

cu monschie
  #50  
Alt 05.12.2011, 01:50
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Danke für die lieben Grüße, McBabbel! Ich drück Dir alle Daumen, dass es auch weiter bei Dir alles bestens läuft!
  #51  
Alt 28.01.2012, 12:45
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McBabbel McBabbel ist offline
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Hallo geschätzte Mitleserinnen und Mitleser,

getreu dem Motto „Gute Vorsätze machen schlechte Laune“ habe ich mein Vorhaben die letzten Untersuchungsergebnisse gleich nach Neujahr zu veröffentlichen seelenruhig beiseite geschoben.
Wer kennt sie nicht, die im Leichtsinn hinausposaunten und vollmundigen Sprüche: Morgen fang ich mit dies und jenem an, ich höre mit dem und dem auf, ich fange ab sofort mit diesem an und verzichte bis auf weiteres auf alles.
Ich wollte gut gelaunt bleiben, deshalb schreibe ich erst heute meine detaillierten Ergebnisse meiner letzten Untersuchungen:

Arztbericht über die flexible Rektoskopie & Endo-Sonographie rectal:

Untersuchungsdaten:

Datum: 23.08.2011
Indikation: Zustand nach def. RCTx eines Analkanal-Ca. von 1-7 cm, uT3, N+ im Ausgangsbefund 07/2009, 5. Untersuchung post Radiato bei beschwerdefreiem Patienten
Prämedikation: keine
Gerät: GIF-Q160, 2205034

Befund:

Inspektion: reizlose Mariske bei 6 Uhr in SSl
Palpation: guter Ruhe-, leicht reduzierter Kneifdruck
Befund: Makroskopisch atrophisch veränderte Schleimhaut im distalen Rektum. Makroskopisch kein Hinweis auf Tumorrezidiv.

rEUS: Es zeigt sich eine leichte Unregelmäßigkeit der Mucosaschicht, sonst regelrecht Wandschichtung des Analkanals und des Rektums bis 10 cm ab ano. Kein Hinweis auf Tumorrezidiv. Keine pathologische Lymphknoten nachweisbar.

Diagnose:

Unauffällige Tumornachsorge, atrophisch veränderte Schleimhaut im distalen Rektum als Folge der Strahlentherapie.

Biopsien:

PE Analkanal bei 6 Uhr in SSL.

Empfehlungen:

Erneute Vorstellung zu einer Nachsorgeuntersuchung nach Absprache mit der Radiologie in sechs Monaten.

...und wenn ich schon mal beim Schreiben bin...weiter geht’s mit der MRT-Untersuchung:

Arztbericht der siebten MRT-Nachsorgeuntersuchung vom 25.08.2011.2011:
Diagnosen:


Anal-Carcinom C2 T3 N+ (histologisch mäßiggradig differenziertes, teils verhornendes Plattenepithel-Carcinom G2) Erstdiagnose 06/09
Zustand nach bioptischer Sicherung 06/09
Zustand nach perkutaner, fraktionierter, intensitätsmodulierter, bildgeführter Radiotherapie GD 54 Gy im Rahmen einer kombinierten Radiochemotherapie mit Mitomycin C/5FU in den Monaten 07 und 08/2009

Aktuell:

Strahlentherapeutische Nachsorgeuntersuchung einschließlich MRT


Sehr geehrte Kollegen,

nachfolgend berichten wir Ihnen über unseren gemeinsamen Patienten, der sich am 25.08.2011 in unserer strahlentherapeutischen Ambulanz zur Nachsorge bei uns vorstellte.

Der Patient präsentierte sich in insgesamt sehr guten AZ und EZ. Im Verlauf seit der letzten Vorstellung sind keine neuen Beschwerden aufgetreten. Miktion uns Stuhlgang sind unauffällig. Selten beschreibt der Patient bei der Reinigung wenige Tropfen Blut nach Defäkation. In der Endosonographie zwei Tage zuvor ergab sich eine unauffällige Tumornachsorge.

Befund der Abteilung Radiodiagnostik DKFZ - MRT des Beckens (KM-i.V.) vom 25.08.2011:

Es liegen mehrere Voruntersuchungen zum Vergleich vor, zuletzt am 02.02.2011.

Befund:

Kein Nachweis einer suspekten Raumforderung anderer, keine pathologische Kontrastmittelaufnahme. Zirkulär identische Wanddicke des Anus. Keine suspekten Lymphknoten iliacal, mesorektal oder inginal. Keine freie Flüssigkeit, kein umschriebener Verhalt. Beckenorgane soweit regelrecht. Teildargestellter Gastrointestinaltrakt unauffällig. Auslöschungsartefakte an der rechten Hüfte durch Metallabrieb idem (Serie 2 Ima 53). Bandscheibenprotrusion L4-S1 idem (serie 3 Ima 11).
In T2w hypointense Areale in der peripheren Zone der Prostata sowie Samenblasen.

Epikritische Beurteilung:

Unauffällige Nachsorge ohne Anhalt für Rest- oder Rezidivtumor bei Zustand nach Analkarzinom. Keine suspekten Lymphknoten. Kein Aszites. Veränderungen in der peripheren Zone der Prostata DD posttherapeutisch DD postentzündlich, ggf. urologische Abklärug empfohlen.

Gesamtbeurteilung:

Zusammenfassend besteht ein weiterhin regelhafter posttherapeutischer Verlauf, ohne Hinweis für ein Rezidiv sowohl klinisch als auch bildmorphologisch im untersuchten Bereich.
Wir empfehlen die Wiedervorstellung des Patienten zur Durchführung einer erneuten strahlentherapeutischen Nachsorgeuntersuchung am 07.03.2012 um 7.30 Uhr. Hierzu bitten wir um Mitgabe aktueller Kreatinin- und Harnstoffwerte. Weiterhin sollten regelmäßige endosonographische Kontrollen und urologische Untersuchungen im Rahmen der Vorsorge erfolgen.

Hallo monschie,

habe gerade nachgelesen, dass Deine Nachsorge im Oktober 2011 bestmöglichst verlaufen ist. Glückwunsch, ich freue mich mit Dir und hoffe, dass sich in der Zwischenzeit auch weiterhin alles im grünen Bereich bewegt.

Toi, toi, toi - McBabbel

Geändert von gitti2002 (03.03.2015 um 23:39 Uhr) Grund: Beiträge zusammengeführt
  #52  
Alt 28.01.2012, 17:53
monschie monschie ist offline
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DANKE
Davon gehe ich auch weiter aus. 16 Monate nach der Rückverlegung des künstl. Ausgangs ist bei mir fast alles so wie früher, nein es hat sich vieles bei mir mental verbessert.
Es gibt eber noch eine andere mit dieser Krankheit zusammenhängende wahre Geschichte, die ca. 6 Monate vor meiner Krebsdiagnose anfing ...... und eine andere damit zusammenhängende die 67 Jahre alt ist.
Die werde ich hier mal ein andermal erzählen, versprochen

McBabbel sehe gerade, wir haben uns hier im Forum am selben Tag angemeldet Registriert seit: 21.01.2010

cu monschie

Geändert von gitti2002 (03.09.2014 um 21:41 Uhr) Grund: Vollzitat entfernt
  #53  
Alt 09.03.2012, 19:40
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Ja, hallo erst mal!

Ich weiss gar nicht, ob Sie’s schon wussten, aber...

...die planmäßige Nachuntersuchung nach einem halben Jahr stand mal wieder auf meinem Programm. Wie bereits gewohnt an zwei Tagen. Am Montag, den 05.03.2012, stand ich bei der Medizinischen Abteilung der Uniklinik Heidelberg auf der Matte, um eine Endosonographie und eine Rektoskopie durchführen zu lassen. Zwei Tage später, also am Mittwoch, den 07.03.2012, war im DKFZ die MRT-Untersuchung mit anschließendem Nachsorgegespräch angesagt.

Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Alles im grünen Bereich, weiterhin kein Hinweis auf ein Tumorrezidiv!

Mein allgemeines Wohlbefinden ohne Beschwerden und Schmerzen stimmte mich im Vorfeld optimistisch, trotzdem war am Wochenende kurz vor dem Tag der Wahrheit Knieschlottern einhergehend mit Achselnässe und nervöser Überempfindlichkeit angesagt. Die Angst im Nacken ist spürbar und lässt sich kurz vor einer solchen Untersuchung auch als anerkannter Grandmaster des (Weg)Babbelns nicht kaschieren.

Aus eigener Erfahrung kann ich für die Nachsorge noch folgenden Tipp geben:
Legt den Termin für die Endosono und Rektoskopie vor die MRT-Untersuchung. Bei Endosono und Rektoskopie, die zusammen lediglich 15 Minuten dauern, bekommst Du während der Untersuchung mitgeteilt, wie es mit Dir steht, also ein schnellstmögliches Ergebnis. Im Gegensatz hierzu dauert das MRT bei mir über eine Stunde und das Ergebnis wird mir im Rahmen eines ausführlichen Nachsorgegesprächs von meinem betreuenden Radiologen mitgeteilt. Vor dem Gespräch analysiert ein Diagnostiker genau die Bildgebung und nach einer gefühlten Ewigkeit teilt er dem Radiologen seine Erkenntnisse mit. Die lange Wartezeit bis zum endgültigen Ergebnis zehrt ungemein am Nervenkostüm. Habe ich aber die Endosono und Rektoskopie bereits Tage vorher mit gutem Ergebnis hinter mich gebracht, sehe ich dem MRT äußerst gelassen entgegen.

So das war’s erstmal, die ausführlichen Berichte werde ich nach Erhalt, und wenn ich Lust und Laune zum Schreiben habe, nachreichen.

Alles in allem habe ich einmal mehr einen Meilenstein im Rahmen meiner fünf Jahre andauernden Krebsnachsorge hinter mir gelassen. Nach jetzt zwei-drei-viertel Jahren seit meiner Erstdiagnose ist ein weiteres Zwischenziel erreicht. Im September folgt die letzte Halbjahresuntersuchung, dann geht’s im Jahresrhythmus weiter.

Ach so, na klar, selbstverständlich wurde im Hause McBabbel gefeiert bis die Schwarte krachte. Die beste Ehefrau von allen war nach dem ganzen Stress der Meinung: „Das hamma uns verdient!“

Wo sie recht hat, hat sie recht...

...in diesem Sinne: Heaven can wait!
  #54  
Alt 23.05.2012, 12:33
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McBabbel McBabbel ist offline
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Hallo,

Na ja, es hat wieder mal etwas länger mit dem Schreiben gedauert. Der eigentliche Anlass, warum ich schreibe, ist der aktuelle Besuch bei meiner mich betreuenden Gastroenterologin, der mich vor ganz neuen Tatsachen gestellt hat. Dazu später mehr, zuerst meine letzten Untersuchungsergebnisse.

Arztbericht über die flexible Rektoskopie & Endo-Sonographie rectal:

Untersuchungsdaten:

Datum: 05.03.2012
Indikation: Zustand nach def. RCTx eines Analkanal-Ca. von 1-7 cm, uT3, N+ im Ausgangsbefund 07/2009, 6. Nachsorgeuntersuchung post Radiato bei beschwerdefreiem Patienten
Prämedikation: keine
Gerät: GIF-Q160, 2 40 77 86

Befund:

Inspektion: reizlose Mariske bei 6 Uhr in SSl
Palpation: guter Ruhe-, leicht reduzierter Kneifdruck
Befund: Makroskopisch atrophisch veränderte Schleimhaut im distalen Rektum. Makroskopisch kein Hinweis auf Tumorrezidiv.

rEUS: Es zeigt sich eine leichte Unregelmäßigkeit der Mucosaschicht, sonst regelrecht Wandschichtung des Analkanals und des Rektums bis 10 cm ab ano unverändert zum Vorbefund. Kein Hinweis auf Tumorrezidiv. Keine pathologische Lymphknoten nachweisbar.

Diagnose:

Unauffällige Tumornachsorge, atrophisch veränderte Schleimhaut im distalen Rektum als Folge der Strahlentherapie.

Biopsien:

Keine, da unveränderter Zustand zum Vorbefund.

Empfehlungen:

Wiedervorstellung zur erneuten Nachsorgeuntersuchung nach Absprache mit der Radiologie in sechs Monaten.

...und gleich weiter mit der MRT-Untersuchung:

Arztbericht der achten MRT-Nachsorgeuntersuchung vom 07.03.2012:


Diagnosen:

Anal-Carcinom C2 T3 N+ (histologisch mäßiggradig differenziertes, teils verhornendes Plattenepithel-Carcinom G2) Erstdiagnose 06/09
Zustand nach bioptischer Sicherung 06/09
Zustand nach perkutaner, fraktionierter, intensitätsmodulierter, bildgeführter Radiotherapie GD 54 Gy im Rahmen einer kombinierten Radiochemotherapie mit Mitomycin C/5FU in den Monaten 07 und 08/2009

Aktuell:

Strahlentherapeutische Nachsorgeuntersuchung einschließlich MRT


Sehr geehrte Kollegen,

nachfolgend berichten wir Ihnen über unseren gemeinsamen Patienten, der sich am 07.03.2012 in unserer strahlentherapeutischen Ambulanz zur Nachsorge bei uns vorstellte.

Der Patient präsentierte sich in insgesamt sehr guten AZ und EZ. Schmerzen, Übelkeit oder Erbrechen werden verneint. Miktion und Stuhlgang sind unauffällig. Blutauflagerungen im Stuhl oder Stuhlinkontinenz werden seitens des Patienten verneint. Die vorbeschriebene zeitweise auftretende erektile Dysfunktion besteht unverändert fort. Neu aufgetretene Beschwerden werden seitens des Patienten verneint. Eine am 05.03.2012 durchgeführte Endosonographie und Rektoskopie ergab eine unauffällige Tumornachsorge.

Befund der Abteilung Radiodiagnostik DKFZ - MRT des Beckens (KM-i.V.) vom 07.03.2012:

Aufgrund eines anamnestischen Hautauschlags mit Juckreiz zwei Tage nach erfolgter Kontrastmittelapplikation bei der Voruntersuchung am 25.08.2011 (Magnevist) wurde bei der heutigen Untersuchung alternative Gadovist appliziert. Komplikationslose Kontratmittelapplikation.
Aufgrund einer anamnestisch bekannten Augeninnendruckerhöhung wurde auf eine intravenöse Gabe von Buscopan (dient zur Beruhigung der Darmtätigkeit) verzichtet.

Befund:

Im Vergleich zur Voruntersuchung am 25.08.2011 unverändert leichte Wandverdickung im Bereich des Anus. Bei etwa 11 bis 3 Uhr zeigt sich eine T2w Signalhypointensität mit verzögerter Kontrastmittelanreicherung, vorbestehend. Auch im Vergleich zur älteren Voruntersuchung vom 26.11.2009 unveränderte Darstellung dieser Veränderungen. Kein Nachweis einer suspekten Raumforderung oder suspekten Kontrastmittelanreicherung. Somit insgesamt kein Anhalt auf ein Lokalrezidiv. Kein Nachweis metastasensuspekter Lymphknoten im Untersuchungsgebiet. Kein Nachweis freier abdomineller Flüssigkeit im kleinen Becken. Unverändert kleine Suszeptibilitätsartifekte im Bereich der rechten Hüfte, z.B. Metallabrieb entsprechend. In der aktuellen Untersuchung sind keine suspekten hypointensen Areale in der peripheren Zone in der Prostata abgrenzbar. Insgesamt etwas betonte Prostata sowie betonte Samenbläschen. Vorbestende Bandscheibenprotrusion LWK5 / SWK 1.

Beurteilung:

Vorbestehende posttherapeutische Veränderungen bei Zustand nach Analkarzinom ohne Anhalt auf einen Rest- oder Rezidivtumor. Keine suspekten Lymphknoten.

Somit besteht zusammenfassend weiterhin ein regelhafter posttherapeutischer Verlauf, ohne Hinweis für ein Rezidiv, eine Lymphknoten- oder Organfilialisierung der Erkrankung im untersuchten Bereich oder höhergradige radiogene Nebenwirkungen.

Wir bitten um Wiedervorstellung des Patienten zur Durchführung einer erneuten strahlentherapeutischen Nachsorgeuntersuchung einschließlich MRT am 10.09.2012 um 7.30 Uhr unter Mitgabe aktueller TSH-, Kreatinin- und Harnstoffwerte.



Später mehr über meinen Besuch bzw. Gespräch mit der Gastroenterologin...

Geändert von gitti2002 (03.09.2014 um 21:44 Uhr) Grund: Beiträge zusammengeführt
  #55  
Alt 27.05.2012, 10:34
Jutta44 Jutta44 ist offline
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Hallo Mc Babbel,

Herzlichen Glückwunsch zu dem 5. Jahrestag! Das ist eine tolle Nachricht! Interessant finde ich deine Nachsorge. Bei mir ist es jetzt 2 Jahre her ( Analcarcinom, T3,G3) und ich bin auch immer froh, wenn diese Termine vorbei sind, allerdings läuft es anders. Alle 3 Monate Onkologe, Sonographie und Blutuntersuchung und ca alle 6-8 Wochen tasten beim Chefarzt d Proktologie und einmal jährlich Lunge röntgen. Ich habe aber auch noch eine Proktitis und Fissuren, die ich ganz gut unter Kontrolle halte. Immerhin kann ich ja wieder Vollzeit arbeiten und freue mich des Lebens. Erschreckend finde ich, dass auch im Bekannten- und Freundeskreis die Krebsbombe einschlägt (bin 45).
Schöne Pfingsten euch allen und ich finde, dass die Analtumortruppe eine Seltenheit ist, wir sind bestimmt besonders nett
Jutta
  #56  
Alt 28.05.2012, 09:46
Jutta44 Jutta44 ist offline
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Hallo Mc Babbel,

SORRY,wer lesen kann ist klar im Vorteil, ich war etwas schnell und habe dir zum 5-jährigen gratuliert, es ist zum knapp 3-Jahres-Jubiläum, aber eigentlich ist es doch gut, so zu denken, als ob es 5 Jahre sind Mein Chefarzt hat mal gesagt, dass die größte Gefahr für ein Rezidiv nach 2 Jahren bei einem Analkarzinom vorbei ist, obs stimmt, weiß ich nicht, ich glaub es einfach!!!

Ich wünsche uns allen einen tollen Sommer

PS: als Tipp kann ich Colibiogen für andere Geplagte mit Proktitis und Durchfall weitergeben. Erst 4 Wochen Colibiogen Spritzenkur beim Hausarzt und dann monatelang morgens einen Teelöffel Colibiogen. Ich habe absolut keinen Durchfall mehr! Momentan mache ich eine Aloe Vera Trinkkur,100 reiner Saft, habe auch das Gefühl, dass es gut tut. Und wenn es nur der Glaube ist....

Viele Grüße

Jutta
  #57  
Alt 04.08.2012, 14:24
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McBabbel McBabbel ist offline
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Mal wieder ein Update:

Ja, am 30.06.2012 war mein dritter Jahrestag seit der Erstdiagnose. Mir geht es erfreulicherweise immer noch (sehr) gut.

Bekanntlich liegen meine krankheitsbedingten Wurzeln seit dieser Zeit in der Uni-Klinik Heidelberg und dort werde ich durch das DKFZ bzw. durch die medizinische Abteilung nachversorgt. Meine höchste Zufriedenheit in Bezug auf diese Untersuchungen und die Nachsorgegespräche habe ich bereits mehrmals zum Ausdruck gebracht. Für die beste Ehefrau von allen und mich ist die Uni-Klinik Heidelberg deshalb absolute Referenzklasse.

Für die kleineren Gesundheitsbaustellen ist mein Hausarzt zuständig, der Internist und Onkologe ist. Speziell nach meiner Radio-Chemo-Therapie, ich war damals sprichwörtlich am A...., betreute er mich bestens. Anstehende Blutuntersuchungen und das Port-Spülen gehören zum Alltag und für aufklärende Gespräche im Beisein meiner Frau nimmt er sich stets viel Zeit, was heutzutage nicht immer gang und gäbe ist.

Zusätzlich habe ich noch eine Gastroenterologin in meinen Heilungsprozess mit einbezogen. Eine anerkannte Professorin, die eine ambulante Chemo-Praxis leitet. Mit ihr spreche ich nach jeder Nachsorgeuntersuchung die Arztberichte durch. Von ihr erfuhr ich kürzlich zu meinem Erstaunen, dass die Nachsorge bei Anal- und Rektumkarzinomen, also sogenannte „tiefer sitzende Tumore“, nicht nach fünf Jahren endet, sondern nach neuestem Stand insgesamt 10 Jahre andauern. Meine Schwerbehinderung, ausgestellt auf 100%, ist jedoch auf fünf Jahre befristet.

Gibt es zu der Nachsorgezeit beim Analkarzinom etwa neue Erkenntnisse?

Liebe Grüße - McBabbel

Geändert von gitti2002 (03.03.2015 um 23:41 Uhr) Grund: Zitat entfernt
  #58  
Alt 04.08.2012, 21:20
monschie monschie ist offline
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Standard AW: Heaven can wait...

Gibt es da eine Quelle für die 10 Jahre Nachsorge ?
Hatte meine T3 30cm Darmweg-Op im Aprill 2010 und z.Z. Blut im Stuhl.
Laut meinem Hausarzt ist u.a. eine Darmspiegelung fällig.

Ein Erstgespräch mit meinem noch "DarmDoc" ergab das nur eine Rektoskopie
drinne sei. Da sei sonst nichts mehr. Noch so einer aus der Abt. Wahrsager.
So eine hatte ich auch schon mal.....die mir 3 Wochen vor meiner Krebsdiagnose kein Krebs
nur durch mein Gesicht ablesen konnte.

cu monschie

Geändert von gitti2002 (03.03.2015 um 23:41 Uhr) Grund: Vollzitat entfernt
  #59  
Alt 04.08.2012, 21:54
Benutzerbild von hope38
hope38 hope38 ist offline
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HI McBabbel
freut mich zu lesen, dass bei Dir alles im grünen Bereich ist.
Wie genau wird denn die weitere Nachsorge aussehen?

Bei mir ist es 6 Jahre her seit der Diagnose.
Ich war gerade im Januar zur Kolo und brauche erst in 4 Jahren wieder.
Ansonsten lasse ich 2x im Jahr Blut abnehmen und Leber und Abdomen beschallen.
MRT oder so habe ich nicht mehr auf dem Plan.
Und was hat man Dir empfohlen?


@monschie: Blut im Stuhl finde ich schon einen hinreichenden Grund für eine Kolo. Ich würde da nicht locker lassen!!! Drücke Dir die Daumen für ein entspannendes Ergebnis!
Viele Grüße
hope
__________________
am 02.05.2006 Rektum-Ca-Diagnose, Chemo+Bestrahlung, OP im August 2006, danach von 11/06 bis 02/07 adjuvante Chemo, Anlage eines Ileostomas, Rückverlegung in 01/09

(alle von mir im KK verfaßten Beiträge/Texte und Geschichten dürfen ohne meine Erlaubnis nicht weiterverwendet werden)
  #60  
Alt 05.08.2012, 07:37
monschie monschie ist offline
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Zitat:
Zitat von hope38 Beitrag anzeigen
@monschie: Blut im Stuhl finde ich schon einen hinreichenden Grund für eine Kolo. Ich würde da nicht locker lassen!!! Drücke Dir die Daumen für ein entspannendes Ergebnis!Viele Grüßehope
War gestern auf ner Beerdigung, meine Tante hat sich 11 Jahre mit Darmkrebs rumgeplagt, mein Onkel hatte Darmverschluß durch ne Art Tropfsteinhöhle im Darm. Bei uns in der Verwandtschaft häuft sich diesbezüglich alles im Unterleib auch anderweitig mit .....
Bei meiner Chemo vor 2,5 Jahren bin ich ja schon mal extrem bösartig gegen Nichtstuer, Fertigsprecher...geworden. Meinen Hausarzt hab ich da auf meiner Seite.
Kenne einen anderen Fall, der hatte 10 Jahre regelmäßige Blut- Urinkontrolle im 3 Monatsrhytmus verpennt. Jetzt hat er einen dicken schwarzen Vogel in einer Niere, der schon viele schwarze Eier im Körper gelegt hat. Max. 3 Monate gibt man ihm noch

Bei sowas maschiere ich, koste was es wolle ohne Rücksicht auf arztl. Verluste voll durch. Einen hat es schon mal voll erwischt.

cu monschie
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