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  #1  
Alt 11.04.2010, 11:20
Suli Suli ist offline
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Frage Blutwerte schlecht - Verdacht Lebermetastasen?

Hallo liebe Frauen

Meine Mutter (66-jährig) hatte einseitig BK im März 2005, wurde brusterhaltend operiert, triple negativ, Tumor 2,6 cm, 2 Mikrometas Lymphen. Danach folgte 4x AC-Chemo, 30x Bestrahlung sowie 1 Jahr Tabletteneinnahme Studie. Bis zum jetzigen Zeitpunkt hatte sie ein sehr gutes Leben, war beschwerdefrei und mehr und mehr kehrte die Normalität zurück. Sie war weiterhin engmaschig in den Kontrollen. Nach wie vor 3-monatlich Blutkontrolle.

Nun, bei der letzten Blutkontrolle Mitte März kam 2 Wochen später der Anruf vom Onkologen, dass dieses Mal das Blut nicht okay sei. Der Tumormarker sei zwar unverändert oder sogar besser, aber höhere Enzymwerte Leber, was weitere Abklärungen zur Folge hat. Beim letzten Checkup, 3 Monate vorher, war noch alles im grünen Bereich.

Sie hat nun am DI ein MRI, damit wir Näheres erfahren. Wir sind natürlich alle ziemlich beunruhigt und machen uns grosse Sorgen. Ihr wisst ja, man denkt sofort an Lebermetas, was bestimmt auch alles andere als eine einfache Diagnose ist. Ihr Onkologe hat gesagt, dass man mit allem rechnen muss, von Entzündung bis eben Metas ...

Gesundheitlich geht es ihr (sehr) gut, sie merkt rein gar nichts. Wie ich nun aber nachgelesen habe, ist das eben auch "normal" bei Lebermetastasen, solange es noch nicht grad sehr heftig fortgeschritten ist. Sie hat höchstens wieder vermehrt Kurz-Schwitzattacken, aber ansonsten fit und sportlich.

Wer von euch kann mir mehr über Lebermetas erzählen? Was müsst ihr für Therapien machen? Hatte jemand eine OP durchführen lassen, was ja theoretisch evtl. möglich ist in einem Frühstadium? Wie geht es euch im Alltagsleben?

Es zieht der ganzen Familie den Boden unter den Füssen weg und man muss sich erst wieder ein bisschen zurecht finden. Klar, wir haben noch keine bestätigte Diagnose, aber leider ist die Chance gross, dass es nachher zu diesem Ergebnis kommen wird.

Ich danke euch herzlich für eure Antworten und wünsche euch von Herzen viel Kraft und alles, alles Gute. Auch wenn ich nicht öfters (mehr) geschrieben habe, war ich seit 5 Jahren beinahe täglich hier stille Leserin und kenne virtuell einige von euch. Ihr seid so bewundernswert.

Gruss, Suli

Geändert von Suli (11.04.2010 um 11:22 Uhr)
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  #2  
Alt 11.04.2010, 14:16
Benutzerbild von BarbaraO
BarbaraO BarbaraO ist offline
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Standard AW: Blutwerte schlecht - Verdacht Lebermetastasen?

Zitat:
Zitat von Suli Beitrag anzeigen
Ihr Onkologe hat gesagt, dass man mit allem rechnen muss, von Entzündung bis eben Metas ...
Hallo Suli,
genau so ist es. Mann muss damit rechnen, bis das Ergebnis da ist und man weiß, worum es sich handelt.
Solange das nicht da ist, hat es wenig Sinn, über Lebermetaszasen zu berichten, denn vielleicht ist es ja etwas ganz anderes und der Kelch geht an Deiner Mutter vorüber, was ich ihr wünsche.
Ich weiß, dass die Zeit der Ungewissheit wie eine Folter sein kann aber es ist auch eine Zeit der Hoffnung.
Magst du das Ergebnis nicht lieber abwarten, bevor Du alles über Lebermetas wissen willst? Wenn es dann doch welche sind, wird schon der Arzt Deiner Mutter jede Menge dazu sagen können und ich möchte Dir den Rat geben, bei dem Gespräch dabei zu sein, wenn es Deiner Mutter recht ist. Zwei hören mehr als einer und Du kannst die Zeit bis dahin nutzen und Dir alle Fragen aufschreiben. Der Arzt wird sie beantworten.
Und wenn es in diesem Falle noch Fragen gibt, dann werden wir Euch gerne nach bestem Wissen und Gewissen helfen.
Manche Frauen hier haben Lebermetas und sie haben alle unterschiedliche Erfahrungen gemacht und werden sicher berichten. Denn jede Therapie ist anders. Eine Einheitstherapie gibt es nicht und so ist es wenig hilfreich, jetzt schon Berichte zu lesen.

Ich drücke Deiner Mutter ganz fest die Daumen, dass es "nichts" ist.
Lieber Gruß
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  #3  
Alt 11.04.2010, 14:22
Heike1 Heike1 ist offline
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Standard AW: Blutwerte schlecht - Verdacht Lebermetastasen?

Hallo Suli,
kann mich den Worten von BarbaraO nur anschließen.
Es ist wirklich erst sinnvoll sich damit zu befassen, wenn ihr eine genaue Diagnose habt.
LG Heike1
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  #4  
Alt 11.04.2010, 14:42
Birgit64 Birgit64 ist offline
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Standard AW: Blutwerte schlecht - Verdacht Lebermetastasen?

Hallo Suli,

für erhöhte Leberwerte kann es viele Erklärungen geben., z. B. die Einnahme von Medikamenten, Alkohol, Übergewicht, Diabetes, Ernährung und vieles mehr.
Ich hatte in den letzten Jahren zwei-, dreimal erhöhte Leberwerte. Bei Nachkontrollen 4-6 Wochen später waren die Werte wieder im Normalbereich.
Es ist aber gut, dass das abgeklärt wird.
Ich finde aber auch, dass es keinen Sinn macht sich jetzt schon Gedanken über Therapien und Beschwerden bei Lebermetastasen zu machen, wenn diese noch gar nicht diagnostiziert wurden. Möglicherweise stellt sich die Ursache für die erhöhten Werte als vergleichsweise harmlos heraus. Dafür drücke ich euch die Daumen.

Liebe Grüsse
__________________
Birgit64

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  #5  
Alt 11.04.2010, 18:58
Suli Suli ist offline
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Standard AW: Blutwerte schlecht - Verdacht Lebermetastasen?

Liebe Frauen

Ich danke euch sehr herzlich für eure Worte und Gedanken. Ja, ihr habt natürlich recht, dass man sich nicht schon im Voraus verrückt machen sollte, aber eben, das ist nicht so einfach in einer solchen angespannten Situation. Man wartet einfach auch immer recht lange auf einen Termin. Vom Anruf des Onkologen bis jetzt zum MRI-Checkup 14 Tage und dann nochmals 1 Woche bis meine Mutter Bescheid erhält. Ist das bei euch jeweils auch so?

Birgit64, danke dir auch sehr herzlich für deine beruhigenden Worte. Ja, meine Mutter musste tatsächlich in dieser Phase Medis (leichtere Schmerztabletten) einnehmen wegen eines Wintersturzes (starke Schmerzen Schambein). Alkohol, Übergewicht, Ernährung können wir wohl ausschliessen, denn sie achtet sehr darauf. Wir finden es auch sehr gut, dass ihr Onkologe ohne zögern gleich weitere Abklärungen will und nicht erst wieder die nächste Blutkontrolle in 3 Mon. abwarten. Er hat hier wirklich perfekt reagiert.

Naja, nun heisst es einfach Nerven behalten und dann sehen wir weiter. Ich werde mich auf alle Fälle zum gegebenen Zeitpunkt wieder melden.

Danke auch recht herzlich für das Daumendrücken. Es tut gut.

Auch euch alles Gute und Kopf hoch!

Gruss, Suli
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  #6  
Alt 11.04.2010, 19:50
Birgit64 Birgit64 ist offline
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Standard AW: Blutwerte schlecht - Verdacht Lebermetastasen?

Zitat:
Zitat von Suli Beitrag anzeigen
L Man wartet einfach auch immer recht lange auf einen Termin. Vom Anruf des Onkologen bis jetzt zum MRI-Checkup 14 Tage und dann nochmals 1 Woche bis meine Mutter Bescheid erhält. Ist das bei euch jeweils auch so?
Hallo Suli, kann mir gut vorstellen, dass die Warterei euch irre macht. Dazu kommt die Hilflosigkeit und (vorerst) zum Nichtstun verdonnert zu sein.
14 Tage bis zum Untersuchungstermin ist wohl nicht so furchtbar lange (für deutsche Verhältnisse) und es handelt sich ja auch (G'tt sei Dank) nicht um einen Notfall. Befund nach einer Woche ist wohl auch normal.
Als ich noch in Deutschland gelebt habe hat weitere Untersuchungstermine meist mein Onkologe abgesprochen, da ging das dann innerhalb von ein paar Tagen.

Ich hoffe, du kannst uns nur gute Nachrichten überbringen. Ich zittere auch meistens mehr wenn es um meine Mutter geht (hatte BK vor 4 Jahren) als wenn es um mich geht (BK vor 7 Jahren).
Viel Glück!
__________________
Birgit64

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  #7  
Alt 19.04.2010, 21:32
Suli Suli ist offline
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Standard AW: Blutwerte schlecht - Verdacht Lebermetastasen?

Liebe Birgit, liebe Frauen

Ich kann euch in der Tat sehr gute Nachrichten überbringen und tatsächlich müssen schlechte Blutwerte (Enzyme erhöht in der Leber) nicht gleich Ableger (Metas) bedeuten.

Meine Mutter hat heute Morgen früh das erlösende Telefon von ihrem Onkologen bekommen, dass das CT einwandfrei sei und wirklich gar nichts festgestellt wurde. Ich sage euch, wir sind so froh und glücklich, umso mehr die beiden - Mum und Papa - aktuell am Bau einer neuen Eigentumswohnung sind. Meine Mum hat mir grad wieder gesagt, sie sei neu geboren.

In der Tat sind diese schlechten Leber-Blutwerte von einer Tabletten-Einnahme gekommen, denn meine Mum stürzte Mitte Februar im Schnee und erlitt ganz starke Schmerzen am Schambein. Sie musste daher täglich 1 - 2 Schmerztabletten nehmen, zwar keine starken, aber anscheinend war dies trotzdem schon genug, dass die Leber gleich so reagierte. Diese Bluttests sind doch sehr sensibel und schnell kann es eine Ausserordentlichkeit anzeigen. Trotz allem sind wir riesig froh, dass ihr Onkologe unverzüglich reagierte und sie gleich sofort zu einem CT angemeldet hat. Das ist wirklich super, auch wenn die letzten 3 Wochen einige schlaflose Nächte, Ängste und viel Kummer bereiteten.

Meine Mum hat nun übermorgen MI nochmals eine Blutkontrolle, denn seit 3 Wochen nimmt sie jetzt keine Medis mehr. Ihr Onkologe ist sehr gespannt, ob nun die Werte wieder im Normalbereich liegen.

Ich hoffe sehr, dass ich euch mit diesem Thread auch etwas Mut machen kann, dass schlechte Blutwerte GOTT SEI DANK nicht immer gleich einen negativen Befund - METASTASEN - bedeuten müssen.

Seit ihrer BK-Diagnose - triple negativ/G3/2 Mikrometas in den Lymphen - sind nun exakt 5 Jahre vergangen, und wir hoffen fest, dass es weiterhin eine gesunde Zukunft bleiben wird.

Ich umarme euch und wünsche euch allen von Herzen ganz viel Kraft, Lichtblicke und alles, alles Liebe und Gute. Bestimmt werde ich weiterhin regelmässig hier sein, wenn auch nur vielfach im Hintergrund.

Liebe Birgit, zu dir nochmals ein ganz dicker Knuddler aus der Schweiz und viel, viel Gesundheit. Du hast mir mit deinen Zeilen enorm fest geholfen.

Danke für euren Zuspruch und das Daumendrücken, Suli

Geändert von Suli (19.04.2010 um 21:40 Uhr)
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  #8  
Alt 23.04.2010, 23:24
Birgit64 Birgit64 ist offline
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Beiträge: 4.227
Standard AW: Blutwerte schlecht - Verdacht Lebermetastasen?

Hallo Suli,

danke für deine Rückmeldung.Das sind doch wirklich gute Nachrichten. Hab ja die Steine fast hier poltern hören .

Liebe Grüsse
__________________
Birgit64

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