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  #46  
Alt 29.05.2010, 09:21
Benutzerbild von Hulda
Hulda Hulda ist offline
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Standard AW: Langzeitüberlebende nach BK-Metastasen?

Hallo Mascha,

nachdem ich die Klinik gewechselt hatte, haben mein Mann und ich beschlossen, dass der Chefarzt nicht dumm sterben muss und haben ihm in einem ausführlichen Brief unsere Beweggründe für den Wechsel dargelegt.
Unter anderen wir ihm gesagt, dass er mich mit dieser Aussage eben in tiefste Verzweiflung gestürzt hätte und das sicherlich keine positive Auswirkung für meinen weiteren Krankheitsverlauf hätte.

Der Mann hat sich tatsächlich Zeit genommen den Brief zu lesen und zu beantworten - leider hatte er keine Zeit den Brief zu begreifen.

Als Antwort kam dass er über die Vorwürfe doch sehr betroffen wäre. Er ging aber davon aus, dass wenn ich meinen Mann zur Tumorkonferenz schicke (da ich das selbst psychisch nicht gepackt habe), mein Mann dann doch eine gewisse "Filterfunktion" hätte.

Klar doch - mein Mann ist ja auch gar nicht betroffen ?!?!?!?!?!?
Dass ein Ehemann mindestens genauso psychisch leidet wie die Patientin - auf die Idee ist der Mensch nicht gekommen.

Jede von uns kann solche oder andere Geschichten erzählen - ich für mich habe daraufhin meiner Krankheit erst recht den Kampf angesagt - und in 10 Jahren werde ich zu dem Herren gehen und ihm sagen dass ein Rennen niemals aufgegeben werden darf - man kann das Feld auch von hinten aufrollen

Wünsche Euch allen ein schönes Wochenende
viele schwäbische Grüße
Hulda
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  #47  
Alt 29.05.2010, 10:11
holyisland holyisland ist offline
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Standard AW: Langzeitüberlebende nach BK-Metastasen?

Hallo zusammen,

ich bin doch sehr erschrocken über euere Erfahrungen mit Ärzten. Da bin ich froh und dankbar das ich so etwas noch nie erleben musste. Werde hervorragend betreut und die Ärzte machen mir immer wieder Mut - egal welche Fachrichtung. Auch das gibt es, doch offenbar viel zu selten wenn ich lese was ihr alles ertragen musstet.

Lasst euch nicht unterkriegen von solchen Menschen.

Liebe Grüße
holyisland
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  #48  
Alt 30.05.2010, 08:19
Benutzerbild von mascha2600
mascha2600 mascha2600 ist offline
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Standard AW: Langzeitüberlebende nach BK-Metastasen?

@holyisland:
Danke für Deine guten Wünsche. Die Erfahrungen, die Hulda u. ich gemacht haben, sind natürlich echt zum
Gott sei es gepriesen u. getrommelt, dass es aber auch so Ärzte wie meine HA gibt. Die gibt sich wirklich Mühe und kann (man glaubt es kaum) auch mit solchen Patientinnen umgehen, wie ich es bin.
Will sagen, dass ich mit ihr z.B. neue Studienergebnisse durchdiskutieren kann und sie mich sozusagen "auf gleicher Augenhöhe" behandelt. Anders als die "Konifere" von Gyn, der meinte mit mir sprechen zu müssen, als wäre ich grade aus der Behindertenwerkstatt ausgebüxt.

@Hulda:
Ja, da hast Du recht. Ich behaupte nämlich auch, dass mein Männe genauso unter der Diagnose gelitten hat, wie ich. Schlimm ist ja, dass man solche verbalen Ausrutscher leider niemals mehr vergißt (habe ein Gedächtnis wie ein Elefant !! ).

LG Chris
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  #49  
Alt 23.06.2010, 00:47
Benutzerbild von Aidualk
Aidualk Aidualk ist offline
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Standard AW: Langzeitüberlebende nach BK-Metastasen?

Dann werde ich mich mal in die Liste einreihen.
Es liegt bei mir zwar noch nicht so lang zurück, aber da ich nach den Metas die Diagnose "ohne Therapie, kein Jahr mehr!" hatte, empfinde ich es als eine sehr schöne und lange Zeit, die ich bisher überlebt habe.
07/2006 BK mit Lymphknotenbefall
OP, Chemo, Bestrahlung, AHT mit Tamoxifen
01/2008 Metas in der Niere, Milz, Bauchraum, klassische Metastasenleber
Chemo und Umstellung auf Arimidex, alle 3 Wochen Herceptin

Und es geht mir gut. Ich kann zwar nicht mehr arbeiten, erhalte EU-Rente. Aber ich genieße jeden Tag. Ich bin schmerzfrei und kämpfe nur mit den Nebenwirkungen der Therapie, aber das ist zu ertragen.

Ich wünsche euch alles Gute. Haltet durch.
Und habt keine Angst vor den Statistiken, uns selbst finden wir darin nicht wieder
__________________
Beste Grüße Aidualk

Bedenke, ein Stück des Weges liegt hinter dir, ein anderes Stück hast du noch vor dir. Wenn du verweilst, dann nur um dich zu stärken, nicht aber um aufzugeben. (Aurelius Augustinus)

2006 BK G3; OP, Chemo, Bestrahlung, AHT
2008 Organmetastasen, Chemo, AHT, palliativ Herceptin
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  #50  
Alt 23.06.2010, 21:26
Benutzerbild von ängel
ängel ängel ist offline
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Standard AW: Langzeitüberlebende nach BK-Metastasen?

Danke, das klingt gut und lässt uns hoffen!
Ängel
__________________
Ängel
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  #51  
Alt 12.09.2010, 18:12
kleinesFeenwesen kleinesFeenwesen ist offline
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Standard AW: Langzeitüberlebende nach BK-Metastasen?

Dieser Thread macht ja Mut!

Darf ich mal fragen, wo ihr euch behandeln habt lassen?
Wäre nett, wenn die eine oder andere mir antworten würde -gerne auch per PN.

Meine Mama überlegt gerade, welche Klinik es werden soll. Und wir wollen alles richtig machen!

Danke und liebe Grüße!
Ich drücke euch die Daumen, dass es weiter so gut läuft!
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  #52  
Alt 20.07.2011, 01:44
Benutzerbild von Aidualk
Aidualk Aidualk ist offline
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Standard AW: Langzeitüberlebende nach BK-Metastasen?

Auch ich möchte mich dazu gesellen. Ihr macht so viel Mut. Vielleicht kann auch ich etwas weitergeben.
BK hatte ich 2006. Im Januar 2008 meldeten sich Metas in der Milz, Bauchraum, Leber. Es folgte wieder Chemo, ich nehme Arimidex und seit dieser Zeit Herceptin.
Die Metas bildeten sich zurück, nur in der Leben sind zwei Rückstände.
Bisher vertrage ich die Therapie recht gut. Naja, mit den NW kann ich mich arrangieren.
Und ich will noch lang lang durchhalten.

Alles Gute für Euch Alle.
__________________
Beste Grüße Aidualk

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2006 BK G3; OP, Chemo, Bestrahlung, AHT
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  #53  
Alt 20.07.2011, 20:08
Benutzerbild von Karin55
Karin55 Karin55 ist offline
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Standard AW: Langzeitüberlebende nach BK-Metastasen?

Hallo Aidualk,

schön, dass du den Thread wieder hochgeschubst hast. Vielleicht melden sich noch weitere Frauen zu diesem "Mutmachthema" oder die, die auch heute noch eine gute Lebensqualität haben.

Ich habe im Oktober die 5 Jahre nach der Metadiagnostik geschafft bei guter Lebensqualität. Nur die Angst bleibt immer im Nacken.

Karin
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  #54  
Alt 20.07.2011, 20:28
Ortrud Ortrud ist offline
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Standard AW: Langzeitüberlebende nach BK-Metastasen?

Hallo Karin und Aidualk

auch ich habe seit 2004 Lungenmetastasen und seit 2009 Lebermetastasen.

Trotz allem geht es mir gut, auch wenn ich mit kleinen Malessen aufgrund der Chemo zu tun habe.
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  #55  
Alt 20.07.2011, 20:41
La Femina La Femina ist offline
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Standard AW: Langzeitüberlebende nach BK-Metastasen?

Hallo an Alle !

Bei mir wird es Oktober 2011 auch 5 Jahre nach Diagnosestellung Lebermetas. HURRA, ich lebe noch, sogar seit August 2007 in Remmision und mir geht es sehr gut ! Das soll ein kleiner Mutmacher für all die Meta-Beginner sein, die Welt geht noch nicht gleich unter, auch wenn die Diagnose schockierend ist !

Liebe Grüße
La Femina
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  #56  
Alt 20.07.2011, 22:48
Benutzerbild von Aidualk
Aidualk Aidualk ist offline
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Standard AW: Langzeitüberlebende nach BK-Metastasen?

Hihi, ich glaube, meine Therapien haben in den grauen Zellen Schaden angerichtet.

Ich habe grad gesehen, dass Posting 53 bereits von mir war.
__________________
Beste Grüße Aidualk

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  #57  
Alt 21.07.2011, 12:12
R.Koehler R.Koehler ist offline
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Standard AW: Langzeitüberlebende nach BK-Metastasen?

Hallo Aidualk,

ich habe auch seit Februar 2008 Fernmetastasen (M1) in Lymphknoten. Nehme z.Zt. Aromasin.
Am Montag war ich im Brustzentrum. Aromasin soll ich 5 Jahre nehmenn also noch 2 Jahre und dann nichts mehr! Ob das in Ordnung ist? Mir wäre es lieber, ich könnte es noch länger einnehmen. Irgendwie habe ich Schiss.

LG
Rosi

Geändert von R.Koehler (21.07.2011 um 12:13 Uhr) Grund: verschrieben
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  #58  
Alt 21.07.2011, 14:15
Benutzerbild von Karin55
Karin55 Karin55 ist offline
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Standard AW: Langzeitüberlebende nach BK-Metastasen?

Hallo zusammen,

meines Wissens nimmt man als "Metafrau" die Medikamente so lange wie sie auch wirken. Das Absetzen wäre nur (leider) erforderlich, wenn es sich zeigt, dass die Metas weiterwachsen (oder der Tumormarker extrem steigt - aber selbst das soll ja umstritten sein). Ich hoffe nur, dass ich zu den Glücklichen gehöre, bei der Femara noch sehr lange hilft - das wünsche ich natürlich allen. Selbst wenn Femara auch ziemliche Nebenwirkungen hat, aber ich sehne nicht den Tag herbei, an dem ich es absetzen muss.

LG
Karin
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  #59  
Alt 21.07.2011, 16:51
R.Koehler R.Koehler ist offline
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Standard AW: Langzeitüberlebende nach BK-Metastasen?

Hallo liebe Carlitta,

ja Du hast recht. Solange ich die Aromasin einnehme denke ich, dass ich etwas gegen den Krebs und die Metastasen tue. Ich weiß auch nicht, warum das Brustzenrum nach 5 Jahren mir dann nichts mehr verschreibt. Das ist irgendwie komisch.
Na, mal sehen wie es in 2 Jahren aussieht! Vielleicht ändern sie ja noch ihre Meinung.
Erst sagt man lebenverlängerte Maßnahmen und dann ...?
Wie geht es Dir eigentlich?
Wir haben ja länger nichts von einander gehört!

Ich Dich

LG
Rosi
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  #60  
Alt 29.02.2012, 16:13
Tanja28 Tanja28 ist offline
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Standard AW: Langzeitüberlebende nach BK-Metastasen?

Huhu,

das macht mir hier echt Mut. Ich weiß seit letzen Monat das ich multiple Lebermetastasen habe und das mit 30.

Als ich den letzten Arztbericht gelesen habe und da stand Pallitative Chemo ist mir echt schlecht geworden.


Lieben Gruß Tanja

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