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  #1  
Alt 05.11.2003, 00:49
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Hallo,bei meiner Mutti (54)wird ein Ovarialkarzinom vermutet und ich bin jetzt im Netz unterwegs, um mich zu informieren. Heute wurde bei ihr eine gyn. Untersuchung gemacht und der Arzt hat gesagt, es lässt sich nichts entdecken. Lässt das hoffen, oder kann man bei einer solchen Untersuchung diese Krankheit nicht feststellen. Morgensoll ein CT gemacht werden.
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  #2  
Alt 05.11.2003, 06:44
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Ob sich ein Tumor bei einer gynäkologischen Untersuchung finden lässt, hängt wohl sehr davon ab, wie groß er ist und wo er sich befindet. Ich wünsche deiner Mutter das Beste und hoffe der heutige Befund bestätigt sich morgen auch beim CT. Auch die CT ist manchmal nicht eindeutig, kann aber Anhaltspunkte liefern. Normalerweise wird neben dem CT auch ein Ca125-Tumormarker bestimmt, der weiterhelfen kann, aber auch nicht immer korrekt ist. Oft kann der endgültige Befund leider nur bei der Operation gestellt werden. Wichtig ist, dass ein mit Ovarialkrebs erfahrener Arzt die Operation durchführt, auch wenn nur eine Vermutung vorliegt!
Geli
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  #3  
Alt 05.11.2003, 11:04
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Liebe Geli,
herzlichen Dank für Deine schnelle Antwort.Leider weiß ich nicht genau was Ca125-TM ist. wird das übers Blut festgestellt? Ich weiß nicht, wie ich mit einer solchen Diagnose umgehen könnte und wie ich mich meiner Mama gegenüber richtig verhalten sollte, denn sie weiß im Moment noch nichts von dem Verdacht der beh. Ärzte. Meine Mama hat in ihrem Leben schon so viel durchgemacht. Sie ist jetzt erst richtig glücklich,als Oma, dank meiner beiden Kinder (J.4 u.M 1),
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  #4  
Alt 05.11.2003, 12:43
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Liebe Anke,
der Tumormarker Ca 12-5 wird über das Blut bestimmt, dieser Wert ist jedoch nicht immer aussagekräftig.
Ich weiß, dass einem diese Diagnose wie ein Hammerschlag trifft. Ich bin selbst betroffen, wurde im Mai d.J. operiert und hatte anschließend Chemo. Zur Zeit ist keine Tumoraktivität feststellbar. Es geht mir auch wieder sehr gut.
Ich drücke dir und deiner Mutter die Daumen, dass sich der Verdacht nicht bestätigt. Sollte sie jedoch wirklich ein Ovarialkarzinom haben, ist dies immer noch kein Todesurteil. Es wird dann sicher für euch eine schwierige Zeit, aber ihr müsst optimistisch in die Zukunft sehen!
Ich wünsche euch alles Gute
Margit
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  #5  
Alt 05.11.2003, 13:20
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Liebe Anke,
bei meiner Mutter wurde bei der gyn. Untersuchung auch nichts festgestellt. Sie hat CT und alles mögliche machen lassen.
Erst bei einer OP wurde fortgeschrittenes Stadium festgestellt. Ich möchte dir keine Angst machen, aber nehmt alle Untersuchungen mit. Es muß ja nicht so laufen wie bei meiner Mutter. Und wenn ein Verdacht besteht, wird alles mögliche getan.
Ich drücke euch ganz fest die Daumen und alles Gute wünscht
Ulli
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  #6  
Alt 05.11.2003, 19:20
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Habt alle vielen Dank für Eure lieben Worte.Ich habe mich hier im Forum umgesehen und ich dachte gar nicht, dass es so viele Betroffene mit dieser Diagnose gibt bzw. wußte ich noch nicht einmal, dass es auch Eierstockkrebs gibt. Sehr viele haben geschrieben, dass es ihnen nach der OP und der Chemo wieder gut geht und das gibt mir ganz viel Kraft und Mut. Kann mir vielleicht einer von den Angehörigen erklären oder mir ein paar Tipps geben wie man sich verhält und wie man als Angehöriger mit dieser Situation umgehen kann.Und gibt es eigentlich auch Selbsthilfegruppen für Angehörige von Krebspatienten???
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  #7  
Alt 06.11.2003, 09:00
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Liebe Anke,
wie man sich als Angeöriger generell verhält, kann ich dir auch nicht beantworten. Ich kann dir nur sagen, was mir geholfen hat und was mir wichtig war. Gleich nach der OP war mir mein Mann am allerwichtigsten. Es war in dieser Situation für ihn sicher auch sehr schwer - man sieht den geliebten Menschen und kann nicht helfen. Aber nur die Anwesenheit von ihm hat mir Kraft und einen Grund zum Kämpfen gezeigt. Er ist an meinem Bett gesessen, hat meine Hand gehalten und mich gestreichelt. Diese Gesten allein waren ganz ganz wichtig für mich und meinen Lebenswillen.
Es gibt hier im Krebs-Kompass ein Forum für Angehörige. Da kann dir sicher noch jemand einen Tipp geben.
Liebe Grüße und alles Gute
Margit
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  #8  
Alt 06.11.2003, 11:07
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Liebe Anke, ich freue mich sehr , dass du mal bei Betroffenen fragst, wie man sich als Angehöriger verhalten sollte. Leider habe ich im Forum für Angehörige viele Beiträge gelesen, die einem die Haare zu Berge stehen lassen.
Wichtig ist, den Betroffenen selbst entscheiden zu lassen, ob und wie er Unterstützung möchte. Gespräche und Fragen helfen da am meisten, das herauszufinden. Oft können Angehörige einem Wunsch nicht so ganz folgen, dann ist es wichtig, es trotzdem zu unterstützen! Und Offenheit ist wichtig. Dazu gehört wohl auch, Deiner Mutter den Verdacht zu sagen. Aber jetzt wartet esrtmal die endgültige Diagnose ab, wichtig dabei, alle Diagnosemöglichkeiten auszuschöpfen, evtl auch in einer Uniklinik, die auf diese Krebsart spezialisiert ist. Denn Frühdiagnose ist hier besonders wichtig - und Aufklärung des Patienten, damit er bei evtl Schmerzen oder Symptomen im Bauchraum sofort zum Arzt gehen kann! Ich wünsche Euch viel Kraft und Liebe Karine
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  #9  
Alt 06.11.2003, 23:49
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Dankeschön. dankeschön, dankeschön!!! Vor allem Dir liebe Karine!Das gibt mir alles sehr viel Auftrieb. Leider hat sich der Verdacht nun zur Gewissheit gemacht. Meine Mama hat einen 10 cm großen Tumor am linken Eierstock. Hat die Größe des Tumors etwas mit dem Stadium zu tun ??? Und liebe Betroffene, wie lang hat es bei Euch von der Diagnose bis zur OP gedauert??? Und wie lang dauert in etwa so eine OP???
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  #10  
Alt 07.11.2003, 00:13
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liebe anke,

nein, die tumorgrösse ist nicht entscheidend für das stadium der erkrankung. eigentlich kann nur eine OP mit staging + histologischer befund.. das stadium festlegen. (bzw. MRT/CT/PET)
ein tumor sagt nichts über gut bzw. bösartigkeit aus.. ein tumor ist einfach eine "geschwulst".. medizinisch ganz wertungsfrei.
weiterhin gibt es tumormarker, das sind parameter, die auf bösartige erkrankungen ansprechen, die über blut bzw. blutserum bestimmt werden, dazu gehört z.b. der auch für ein ovarial-ca typische ca 125. es gibt eine ganze reihe davon.
wann operiert wird ist unterschiedlich. ich kriegte montags den befund: solider tumor linke adnexe 8*10 cm und lag mittwochs morgens auf dem OP-tisch. das ist aber sehr unterschiedlich. zunächst gilt es den tumor und seine eigenschaften zu klären und u.U. erfolgt bei malignität bzw. inoperabilität chemotherapie zuerst um den tumor zu schrumpfen. ich hoffe, das sich bei deiner mum alles zum guten wendet bzw. falls ein karzinom vorliegt , es gut zu behandeln ist. ich wünsche euch kraft auf diesem weg der ungewissheit .

claudia
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  #11  
Alt 07.11.2003, 00:27
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Zuerst einmal Danke für die schnelle Antwort. Nur leider verstehe ich noch nicht alle Fachbegriffe. Wir beschäftigen uns ja noch nicht so lange damit. So z.B. staging, MRT, PET; ca 125, malignität. Ich habe morgen einen Termin mit der behandelnden Ärztin. Was ist Eurer Meinung nach die wichtigste Frage. Schreibe mir gerade einen Zettel, damit ich nichts vergesse zu fragen. Was war Euch am wichtigsten?
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  #12  
Alt 07.11.2003, 06:43
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Liebe Anke,
als erstes bedeutet Tumor nicht immer Krebs - es gibt ja auch gutartige Tumore.
Ich weiss, dass man am Anfang mit den ganzen Fachbegriffen nicht viel anfangen kann. MRT und PET sind ähnlich einem CT, jedoch noch viel genauer. Ich glaube aber nicht, dass diese Untersuchungen im Augenblick bei deiner Mutter gemacht werden, da ja der Tumor bestätigt ist und nur eine OP über das Ausmaß der Erkrankung Aufschluß gibt.
CA 12-5 = so heißt der Tumormarker, der bei Ovarialkarzinom auf aussagekräftigsten ist. Dieser TM wird wohl dann in Zukunft für euch wichtig sein, da man diesen TM nach erfolgter Chemo ständig bestimmt und Veränderungen über den weiteren Verlauf der Krankheit Aufschluß geben können. der TM ist jedoch nicht bei allen Patienten aussagekräftig.
Staging und Malignität werden beim Schnellschnitt und dann noch ganz genau bei der Histologie (Laboruntersuchung des OP-Materials) bestimmt. Mit dem Staging wird das Stadium der Erkrankung eingeteilt und Malignität bedeutet die Bösartigkeit eines Krebses.
Bei mir hat es von der Diagnose bis zur OP einen ganzen Monat gedauert. Ich hatte im Vorfeld durch meinen Krebs mehrere Thrombosen in den Beinen und im Beckenbereich, außerdem hatte ich auch eine Lungenembolie. Bei mir waren beide Eierstöcke befallen. Zum Glück konnte ich tumorfrei operiert werden. Wie lange die OP dauert, hängt davon ab, was die Ärzte bei der OP vorfinden. Es kann unter Umständen eine sehr ausgedehne OP werden, je nach dem, was alles befallen ist. Meine OP hat 6 Stunden gedauert.
Schau mal auf auf die Seite www.ago-ovar.de - im Forum findest du einen Patientenratgeber, da sind auch Fragen an Arzt bei Diagnosestellung aufgelistet.
Liebe Grüße und Kraft an euch Beiden
Margit
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  #13  
Alt 07.11.2003, 10:39
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Habe ganz vielen Dank, dass Du Dir so viel Zeit für mich genommen hast liebe Margit B.,und der Tipp mit der Site war richtig gut. Die aufgelisteten Fragen sind eine super Hilfe. Ihr werdet sicher verstehen, dass ich eine Scheiß Angst habe, meine Mama auch noch zu verlieren, denn ich habe mit 11 Jahren meinen Papa tod im Bett gefunden( Herzinfarkt), jetzt bin ich 25 und verh. und habe zwei ganz liebe Kinder. Aber wenn meine Mama weg wäre würde ich mich ganz alleine fühlen, denn wir haben ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu ihr. Mama eben, ihr wisst sicher, was ich meine.
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  #14  
Alt 07.11.2003, 18:03
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Die diagnostische Möglichkeit des PET hat mit MRT und CT nicht das Geringste zu tun. PET zeigt lediglich Veränderungen der Zellstoffwechselvorgänge an. Leider wird das in vielen Foren immer wieder falsch interpretiert.
Somit ist es beim Ovarial-CA in den seltensten Fällen in die Vor- bzw. Nachsorge zu integrieren. Eine Laparoskopie , zur endgültigen Diagnose ist hier das Mittel der Wahl
Gruss
Helmut
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  #15  
Alt 07.11.2003, 20:45
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genau genommen zeigt PET die erhöhte Zellaktivität an, wenn z.B. eine NEtzündung besteht, oder eben ein aktiver Krebstumor...
Mittel der Wahl und zwar das zuverlässigste und unersetzlichste ist eine BAuchspiegelung, Laparaskopie.-Das ist ans ich keine große Sache, diese Untersuchung...eine kleine OP...und wirklich sehr sehr zuverlässig bei Verdacht auf Ovarialca.
Bei anderen Krebsarten möchte ich das PET aber zum Teil sehr verteidigen...Meinem Freund hat es eine schwerere OP erspart.... ;-)
Kommt eben immer drauf an, was vermutet wird..

Alles Gute!
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