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  #16  
Alt 07.11.2003, 22:27
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Hallo, ich danke Euch für die Infos.Ein CT ist ja bei meiner Mama schon gemacht worden und ich denke, dass von den anderen Untersuchungsmöglichkeiten nichts mehr durchgeführt wird, denn sie soll nächste Woche operiert werden. Leider haben sich schon Metastasen gebildet und deshalb soll auch das Bauchfell mit entfernt werden. Wie kann man sich das vorstellen, Fehlt dann nicht etwas zu Stützung der Bauchdecke? Wie gesagt, ich habe von solchen Sachen noch gar keine Ahnung. Auch ein Teil des Darms wird entfernt. Wie wird da gewährleistet, dass er wieder richtig funktioniert??? Und wie sind Eure Erfahrungen mit Stadium 3???
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  #17  
Alt 08.11.2003, 02:41
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Liebe Anke,
auch ich (43) habe Stadium 3. Bei mir wird zwar gerade abgeklärt, ob ich ein Rezidiv habe, aber ich kenne viele Frauen, die schon seit Jahren dieses Stadium überlebt haben. Einige von Anfang an nach Operation und Chemo ohne Rückfälle, andere mit Rückfällen. Eine Frau, die ich kenne, kämpft seit 14 Jahren (8 Operationen, viele Chemos) und hat trotzdem eine gute Lebensqualität und Einstellung. Oftmals läuft es leider nicht so gut, aber man muss sich halt immer daran erinnern, dass ein gewisser Prozentsatz zu denjenigen gehören muss, die es schaffen, und warum nicht auch deine Mutter? Bei mir wurde keine Darmresektion vorgenommen, aber eine meiner Freundinnen hatte eine. Die Erholung und Aufenthaltszeit im Krankenhaus ist da normalerweise länger, besonders bei einer Ostomie, aber die muss nicht immer angelegt werden. Oft wird auch eine zeitlang künstlich ernährt, bis sich der Darm wieder erholt hat. Mit der Entfernung des Bauchfells kenne ich mich leider nicht aus. Ich wünsche deiner Mutter einen guten Erfolg für die Operation nächste Woche und wünsche euch beiden noch viele Jahre zusammen!
Geli
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  #18  
Alt 08.11.2003, 03:07
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Lieber Helmut,
bzgl. deiner Bewertung der Rolle, die PET bei Eierstockkrebs spielt, kann ich dir nicht ganz zustimmen. Die neuesten Studien belegen zumindest bei Rezidiven (oder Verdacht darauf) den großen Wert dieser Untersuchungen. Erst einmal lässt sich mit PET fast immer abklären, ob ein Tumor gut- oder bösartig ist, zweitens können kleinere Tumore und Metastasen als mit CT und MRI gefunden werden, und auch bei Lymphknoten können eindeutige Aussagen bzgl. Bösartigkeit getroffen werden. Noch besser sind die neuesten Maschinen, bei denen in der selben Sitzung ein CT und PET angefertigt werden und dann mittels einer Software überlagert werden, damit sich dann eindeutig feststellen lässt, wo genau sich ein Tumor befindet. Hatte gerade eine solche Untersuchung am Donnerstag und warte auf die Ergebnisse, die klären sollen ob ein im CT entdeckter Tumor ein Krebs- oder Endometrioserezidiv darstellt. Dadurch wird sich evtl. eine Operation vermeiden lassen, aber zumindest werden wir Aufschluss darüber erhalten, ob andere Metastasen vorliegen. Mein gynäkologischer Onkologe hier in den USA war an der Durchführung einer Studie zu diesem Thema beteiligt (http://www.hopkinsmedicine.org/press...er/021203A.htm). Tut mir leid, der Artikel ist nur in Englisch verfügbar. Ich glaube wirklich, dass es nur die Kosten sind, die einen Erwerb und breiteren Einsatz dieser Maschinen verhindern, was sehr traurig ist. Sie könnten wirklich eine große Rolle auch beim Staging spielen. In der genannten Studie wurde in vielen Fällen die vorgesehene Therapie der Frauen mit Eierstockkrebsmetastasen geändert, nachdem ein PET/CT-Befund vorlag. Die Maschinen kosten rund 10 Millionen Dollar und brauchen noch eine andere teure Maschine, mit der die erforderlichen Radiopharmazeutika hergestellt werden können. Eine PET/CT-Untersuchung kostet hier darum zwischen $3.500 und $5.000 und wird oft nicht von den Versicherungen bezahlt.

Geli
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  #19  
Alt 08.11.2003, 03:10
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Lieber Helmut,
bzgl. deiner Bewertung der Rolle, die PET bei Eierstockkrebs spielt, kann ich dir nicht ganz zustimmen. Die neuesten Studien belegen zumindest bei Rezidiven (oder Verdacht darauf) den großen Wert dieser Untersuchungen. Erst einmal lässt sich mit PET fast immer abklären, ob ein Tumor gut- oder bösartig ist, zweitens können kleinere Tumore und Metastasen als mit CT und MRI gefunden werden, und auch bei Lymphknoten können eindeutige Aussagen bzgl. Bösartigkeit getroffen werden. Noch besser sind die neuesten Maschinen, bei denen in der selben Sitzung ein CT und PET angefertigt werden und dann mittels einer Software überlagert werden, damit sich dann eindeutig feststellen lässt, wo genau sich ein Tumor befindet. Hatte gerade eine solche Untersuchung am Donnerstag und warte auf die Ergebnisse, die klären sollen ob ein im CT entdeckter Tumor ein Krebs- oder Endometrioserezidiv darstellt. Dadurch wird sich evtl. eine Operation vermeiden lassen, aber zumindest werden wir Aufschluss darüber erhalten, ob andere Metastasen vorliegen. Mein gynäkologischer Onkologe hier in den USA war an der Durchführung einer Studie zu diesem Thema beteiligt (http://www.hopkinsmedicine.org/press...er/021203A.htm). Tut mir leid, der Artikel ist nur in Englisch verfügbar. Ich glaube wirklich, dass es nur die Kosten sind, die einen Erwerb und breiteren Einsatz dieser Maschinen verhindern, was sehr traurig ist. Sie könnten wirklich eine große Rolle auch beim Staging spielen. In der genannten Studie wurde in vielen Fällen die vorgesehene Therapie der Frauen mit Eierstockkrebsmetastasen geändert, nachdem ein PET/CT-Befund vorlag. Die Maschinen kosten rund 10 Millionen Dollar und brauchen noch eine andere teure Maschine, mit der die erforderlichen Radiopharmazeutika hergestellt werden können. Eine PET/CT-Untersuchung kostet hier darum zwischen $3.500 und $5.000 und wird oft nicht von den Versicherungen bezahlt.

Geli
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  #20  
Alt 08.11.2003, 09:51
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Hallo Anke,

was die Entfernung des Bauchnetzes bedeutet, habe ich bis jetzt auch noch nicht so ganz verstanden, außer dass es sein muss, da sich darüber auch die Krebszellen verbreiten könnten.

Aber ich kann dir zumindest sagen, dass es bei mir auch entfernt wurde (bei den meisten größeren Eierstockkrebs-OPs wird das glaub ich gemacht) und bisher habe ich körperlich keine Einschränkung dadurch erfahren. Im Gunde merke ich nichts davon, dass mir das Bauchnetz fehlt (es ist jetzt 4 Monate bei mir her).

Gruß... Kerstin
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  #21  
Alt 08.11.2003, 10:12
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Hallo Anke,
auch bei meiner Mutter wurde das Bauchnetz(Bauchfell) und ein Stück vom Darm entfernt. Es gibt das kleine und das große Bauchnetz. Bei Eierstockkrebs ist es sehr oft so, das er stark auf das bauchnetz streut und auf den darm. Einschränkungen hat man dadurch keine. Es ist im Prinzip ein Schutzgitter ohne daß man sehr gut leben kann.
Sollte bei deiner Mama alles entfernt werden, also Eierstöcke, Bauchnetz und ein teil des Darmes wird es eine lange OP. Bei meiner Mutter waren es fast 8 Stunden. Bei ihr war aber das bauchnetz sehr stark befallen. Stellt sich erst bei der OP raus.
Ich kann dir nur raten, löchere die Ärzte und informiere dich gut, denn unser Krankenhaus war damit etwas überfordert.
Ich habe mich auch sehr stark informiert, vorallem auch über diese fachbegriffe, das ist sehr wichtig.
Wann ist denn die OP, und wie geht es deiner Mama?
Drücke euch ganz fest die Daumen, wenn du noch Fragen zum Bauchnetz hast, kannst du gerne fragen!
Liebe Grüße
Ulli
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  #22  
Alt 08.11.2003, 11:21
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Liebe Geli!

Bezüglich Deiner Einschätzung wegen PET-Einsatz muß ich Dir nun voll und ganz zustimmen!

Gerade bei Euch in Deutschland wird das leider nicht bezahlt, bzw. in den seltensten Fällen, dabei kann es je nach Frage die zu klären ist wirklich sehr dienlich sein!
Mein Freund hat Morbus Hodgkin, Lymphknotenkrebs Stadium 3a und dabei unter anderem einen 8 cm Meditinaltumor zwischen den Lungenflügeln, der sich trotz monatlanger Chemos nicht veränderte....erst das PET zeigte (und das eindeutig!!), daß dieser Brocken nicht aktiv ist, also Narbengewebe, bzw., daß mögliche aktive Herde kleiner als 5 mm sind.-Dies hat ihm eine komplizierte OP erspart, wo das Brustbein hätte irgendwie aufgemacht hätte werden müssen...
Nichts desto trotz...wenn man erst die Diagnoise erstellen muß, wird sowieso operiert, um auch den Zelltyp zu erkennen...daher ist PET im Falle einer "Zwangsop" auch erst dananch zur Verlaufskontrolle so richtig sinnvoll...ich behaupte unumgänglich....doch wie schon erwähnt...die Kosten sind hoch, daher wollen das die Kassen noch umgehen...
In Östwerreich gibts erst 5 PET-Geräte, doch bei uns zahlt die Kassa anstandslos zumindest bei den Morbus Hodgkin Patienten.

Alles Gute Euch allen, vor allem, denen, die noch gerade so eine große OP vor sich haben!!!

Toi Toi Toi...

elke
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