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  #1  
Alt 06.12.2001, 19:08
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Hallo,

mein Vater hatte vor ca. 3 Jahren ein m. Melanom. Außerdem einen Hirntumor. Auch ich (25) bin vor zwei Jahren an einem m. Melanom erkrankt.
Jetzt wurden bei meinem Vater Metastasen in der Lunge, der Leber, im Gehirn und in den Knochen gefunden. Ich kann einfach nicht verstehen, warum trotz den vielen Untersuchungen, die er in der letzten Zeit hatte, plötzlich so viele Metastasen entstehen konnten. Meine Angst um ihn ist sehr groß und ich weiß nicht, wie ich ihm helfen kann. Auch wegen mir mache ich mir große Sorgen. Momentan ist noch alles in Ordnung, aber ich habe jetzt gesehen, wie schnell sich das Blatt wenden kann.
Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht oder kann mir helfen?
Das wäre sehr nett!
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  #2  
Alt 09.12.2001, 14:44
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Hallo Andrea,
auch mein Vater hat diese sch...m. Melanom vor 1 Jahr am 15.12.00
lautete so die Diagnose, im neuen Jahr dann ein Hammer nach dem anderen
Metastasen in Lunge, Leber, Milz... Chemo...kombiniert mit Imuntherapie
Intron , Chemo Erfolg? vielleicht verlangsamtes Wachstum wenn man es
positiv sehen möchte- oder eher realistisch keine Besserung - Kein Stop-
weitere M. Seit Juli nur noch Introntherapie es geht ihm so mal besser
mal schlechter, wie es bei dieser Krankheit wohl üblich ist.
Ich habe mich im Oktober auch untersuchen lassen - also diese Leberflecken
checken lassen - aber ich verstehen deine Angst nur zu gut! Es kann so
furchtbar schnell gehen und es kann ja mal was übersehen werden...
Wir sollten wohl regelmäßig checken lassen!!
Frage die Ärzte doch, ob man bei deinem Vater auch Intron anwenden kann,
es hat zwar Nebenwirkungen, aber ich denken es hilft meinem Vater sehr
-wer weiß wie es OHNE wäre ???
Liebe Grüße - und viel Kraft - denke daran- bei deinem Vater kann
sehr viel getan werden, Chemo wirkt ja nun bei jedem anders und es
scheint ja auch sehr viel mit der Einstellung zu tun zu haben!?
Kannst mir auch gerne unter Conni.Daners@t-online.de schreiben
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  #3  
Alt 11.12.2001, 20:58
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Hallo Andrea,
bin an dem Melanom im August 2000 erkrankt. Hatte eine Metastase in
der rechten Leiste der Lymphknoten.
Conni fragt ob man auch Intron anwenden kann.
Bei mir wurde es angewandt.Bis jetzt sind die Organe, Schädel und das
Skellett von Metastasen frei. Während der Therapie trat am rechten Oberschenkel eine kleines Melanom auf.
Die Nebenwirkungen sind bei jedem verschieden. Ich hatte das Pech,
dass sie bei mir recht heftig waren. Mußte dadurch in den Ruhestand.
Auch Sport war nicht möglich. Das Jahr hat sich nur auf spazieren
gehen beschränkt, wenn ich mich einigermaßen fühlte.
Dann gibt es noch eine Impftherapie, die mir der Onkologe vorgeschlagen
hat,wenn noch mal ein Melanom auftritt.
Das Problem dabei ist, daß diese Impftherapie noch in der Forschung
steckt. Somit muß man sich nach der Kostenübernahme der Krankenkassen
erkundigen!!
Ich hoffe ein wenig geholfen zu haben.
Verliert nie den Glauben und die Hoffnung und bewahrt Euch Euren Humor!!!!
Viele Grüße
Christian
Schicke meine e Mailadresse mit
fam.huetter@t-online.de
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  #4  
Alt 21.12.2001, 14:28
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Ich kann Christian nur zustimmen .Bloß nie den Mut verlieren. Seit 1987 lebe ich mit dem Melanom , immer wieder mal Metastasen. IN letzter Zeit leider öfter, aber ich lasse mich noch lange nicht unterkriegen.Warte jetzt auch auf die Impfung.
Viele Grüße Ute.
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  #5  
Alt 29.12.2001, 12:11
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Hallo Andrea,
wolte mich im alten Jahr noch mal melden.
Wie geht es Deinem Vater? Ich hoffe,dass sein Zustand
durch die Chemo sich nicht allzusehr verschlimmert hat!

Behaltet Euren Mut und Euren Humor!! Mir fällt da noch ein
Zitat ein,es ist aber nicht von mir.

Die glücklichsten Menschen sind nicht die, die von allem
das beste haben, die glücklichsten Menschen sind die, die
aus allem das beste machen!!

Ich wünsche Euch trotz allem ein gutes neues Jahr!

Viele Grüße,
Christian
fam.huetter@t-online.de
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  #6  
Alt 15.01.2002, 12:25
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Hallo Christian, Hallo Andrea,
wie geht es Euch? beziehungsweise Andrea wie geht es deinem Vater?
Bitte laßt keine Kontrolle beim Arzt aus, ich kann mich da nur e
einschließen.
Ich glaube, daß das INtron eine Gute Sache ist, die "es" im Zaum hält,
bei meinem Vater (mußte es jetzt leider abgesetzt werden, er ist zu
schwach u. kann die Nebenwirkung nicht mehr ertragen)
ich wünsche Euch auch ein gutes neues Jahr!!
_Conni
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  #7  
Alt 15.01.2002, 20:21
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Hallo Conni,
mir geht es soweit gut. Die Kontrollen bei den Ärzten werde ich auf keinen fall auslassen! Das Risiko wäre viel zu groß! Glaube
auch, dass das Intron eine Gute Sache ist, trotz der Nebenwirkungen! Habe nach zwei Monaten das Intron absetzen müssen! Danach wurde die Dosis halbiert. Und konnte dann die Therapie zu Ende bringen! Wollte auch zu der Zeit immer abbrechen
und habe oft an Aufgabe gedacht. Aber die Hoffnung habe ich nie aufgegeben!
Ich hoffe das es Deinem Vater auch bald wieder besser geht!!
Wünsche Euch alles, alles Gute und nicht die Hoffnung verlieren und viel Kraft!!

Viele Grüße an Euch,
Christian
fam.huetter@t-online.de
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  #8  
Alt 19.01.2002, 17:44
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Hallo Conni, hallo Christian,

danke für Eure netten Zeilen. Natürlich werden wir keine Kontrolle auslassen. Doch mag mein Vater zeitweise auch nicht mehr zum Artz gehen, was ich durchaus verstehen kann.
Was habt Ihr gegen die Mutlosigkeit unternommen? Hat es Dir, Christian, geholfen, wenn Du darüber sprechen konntest oder wolltest Du lieber alleine sein? Ich weiß manchmal nicht, was ich tun soll.
Liebe Conni, ich wünsche Dir und Deinem Vater viel Kraft und alles Gute!!

Viele Grüße
Andrea
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  #9  
Alt 19.01.2002, 21:00
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Hallo Andrea,
mir hat es sehr geholfen, dass ich darüber geredet habe!
In der Familie und im Bekanntenkreis war ich manchmal sogar
froh wenn mich jemand daraufhin angesprochen hat! Habe auch negative Erfahrungen im Bekanntenkreis und sogar in der Familie gemacht. Man merkt sehr schnell wer wirklich Freund ist und wer nicht! Man darf davor aber keine Angst haben!
Bei wirklichen Freunden kann man sich viel Mut und Trost holen! Ganz alleine hätte ich es vielleicht nicht geschafft mir meinen Mut und meine Hoffnung zu bewahren!
Bin auch viel alleine spazieren gegangen, wenn mir danach war. Konnte dann über alles ganz in Ruhe nachdenken. Hinterher habe ich es sogar genossen mal eine Stunde für mich allein zu sein!
Jeder verarbeitet es anders. Man fällt auch in ein tiefes Loch gerade am Anfang der negativen Befunde! Einfach ist es sicherlich nicht sich daraus zu befreien, habe auch oft an Aufgabe gedacht und so manche Träne vergossen!
Das wichtigste hierbei ist, dass man sich den Mut und die Hoffnung erhält!!
Dazu wünsche ich Euch all die Kraft, die Ihr dafür braucht!!!! Glaubt daran, dass es bald wieder besser gehen
wird!!!

Viele Grüße an Euch und alles, alles Gute von
Christian

fam.huetter@t-online.de
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  #10  
Alt 03.02.2002, 17:58
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Bei mir wurde im Sommer 97 ein Melanom entfernt,
0,79 mm Clark Level III,pT 2. Es wurden an-
schließend weder Lympfknoten entfernt, noch eine
Interferon-Therapie verordnet. Weiß jemand, ab
welcher Tumortiefe entsprechende Therapien ver-
ordnet werden?
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  #11  
Alt 03.02.2002, 21:01
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Hallo Anne,
soweit ich weiß wird eine Inteferontherapie ab 1.0mm
verordnet. Mein Melanom hatte eine tiefe von 3,0mm
und bekam auch diese Interferontherapie.Frage aber
bitte noch Deine Ärzte dazu!! Hatte Clark LevelIV.
Viele Grüße,Christian
fam.huetter@t-online.de
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  #12  
Alt 04.02.2002, 13:41
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Hallo Andrea, hallo Conni!
Ich kann gut verstehen, wie euch zumute ist, eure Väter leiden zu sehen und nicht viel helfen zu können. Mein Vater ist im letzten Jahr an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben.Außerdem bin ich selber an diesem blöden Melanom erkrankt. Ich kenne also beide Seiten. Ich glaube jeder geht damit anders um. Ich rede ganz offen darüber, aber nur wenn ich gefragt werde.Ansonsten möchte ich behandelt werden wie jeder normale Mensch und nicht in Watte gepackt oder mit gut gemeinten Ratschlägen bombardiert wie: Kind du musst mehr Obst essen. Echt ätzend.Am besten ihr fragt eure Väter ganz offen, was ihnen am liebsten ist. Das ihr euch sorgen macht und Angst um sie habt wissen sie auch so.
Ich hoffe das hilft euch ein wenig,
viele Grüße, Ute

coolschulz@web.de
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  #13  
Alt 04.02.2002, 19:54
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Hallo Christian,
danke für die prompte Antwort.Wurde die Metastase in deiner Leiste direkt entdeckt oder erst später. Wie sehen Deine Nachsorgeuntersuchungen jetzt aus. Bei mir wird nur der Körper nach vergrößerten Lympfknoten
abgetastet, halbjährlich Lunge röntgen und Ultra-
schall, halbjährlich Tumormarker.
Außerdem habe ich aus Eigeninitiative eine Mistel-
therapie durchgeführt (ca. 1 Jahr lang)

Viele Grüße
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  #14  
Alt 05.02.2002, 11:54
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Hallo Anne,
nachdem ich den ersten Befund hatte vom Hautazrt,
wurde ich von Ihm nach Münster Hornheide (Fachklinik
für Hautkrebserkrankungen) überwiesen. Mit dem Sicherheitsschnitt wurden auch die Wächterknoten aus der Leiste entfernt und sie wurden dann histologisch
untersucht und man entdeckte die Metastase. Daraufhin
wurden dann alle Lymphknoten aus der Leiste entfernt.
Die Nachuntersuchungen sind die gleichen wie bei Dir,
nur es kommen bei mir noch Schädel CT und Skelett CT
hinzu.
Wenn du weitere Fragen hast, stehe ich gerne zur Verfügung.
Verliere nie Deine Hoffnung und Deinen Humor!!!

Viele Grüße,
Christian
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  #15  
Alt 07.02.2002, 12:33
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Hallo,

vielen Dank für die vielen Zuschriften, die ich von Euch bekommen habe. Dir Anne, kann ich nur raten, daß Du regelmäßig zur Kontrolle gehst und wenn Du der Meinung bist, daß Du nicht ordentlich behandelt wirst, wehre Dich sofort oder wechsle den Arzt!
Leider muß ich Euch mitteilen, daß wir letzte Woche erfahren haben, daß für meinen Vater nichts mehr getan werden kann. Die Chemo und die Interferon-Therapie war erfolglos und eine weitere Therapie ist zwecklos.
Ich wünsche allen, die mit dieser Krankheit zu kämpfen haben, daß sie nie aufgeben und nie die Hoffnung verlieren.

Liebe Grüße und vielen Dank
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