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  #1  
Alt 11.07.2011, 16:56
falkone1000 falkone1000 ist offline
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Standard Stimmband Carzinom

Hallo zusammen,
stelle mich auch hier vor. Mein Name ist Falko, bin 51 Jahre alt, schwer übergewichtig und Raucher wohnhaft in Trossingen. Es fing letztes Jahr mit der Heiserkeit an die dann von einer HNO Ärztin als Virus tituliert wurde. Verschrieben hatte Sie mir ein Gemisch zum Gurgeln...
Es wurde kurzfristig besser, die Stimme war wieder da. Jetzt vor ca. 8 Wochen war es wieder mit der Stimme dass ich Heiser wurde und Atemprobleme bekam.
Daraufhin bin ich zu einem HNO Arzt nach VS-Schwenningen der mit einem Endoskop feststellte dass das rechte Stimmband sich nicht bewegt und irgendwas drauf ist was Ihm garnicht gefällt. Er überwies mich in die HNO-Uni Klinik nach Tübingen. Dort ein endloses Procedere. 5 Ärzte haben mich mit dem Endoskop untersucht und alle sagten das gleiche. Also haben Sie mir eine Gewebeprobe entnommen. Nach 4 Tagen durfte ich die Klinik wieder verlassen.
7 Tage später musste ich wieder nach Tübingen. Dort wurde mir dann gesagt dass ich ein Glottisches Carzinom am rechten Stimmband habe was bösartig ist und die Tumorstuufe 3 hat. Ganzkörper CT hatte ich kurz vorher gemacht und es bestehen noch keine Metastasen, Gott sei dank.
Vor 4 Wochen war dann die Tumorkonferenz und es wurden mir zwei Alternativen gesagt.
1. OP mit Beseitigung des Tumors und Radiochemotherapie.
2. Strahlenbehandlung und Chemotherapie.
Habe mich dann für die 2. Alternative entschieden.

So nach endlosem warten auf die Radiologie in Villingen habe ich vorletzte Woche dort angerufen und angefragt ob ich schon einen Termin habe?
Das wurde verneint. Anruf in Tübingen und siehe da 2 Tage später hatte ich den ersten Termin in Villingen am 08.07.2011.
Beim Gespräch mit Professor Dr. Mose wurde mir alles erklärt was da auf mich zukommen kann.
Zuerst muss ich mir eine Zahnschiene anfertigen lassen beim Zahnarzt. das habe ich heute erledigt.
18.07.11 Planungs CT
Dann 18.07.11 OP Termin für eine Magensonde (PEG). 2-3 Tage stationär.
Angeblich bekomme ich ab Beginn der Bestrahlung keinen Bissen mehr runter..
Danach ab dem 01.08.11 stationäre Aufnahme mit Beginn der Radiochemotherapie. Die 1. und die 5. Woche sind dann stationär mit der Chemotherapie.
35 Bestrahlungssitzungen sind geplant.
Als ich die ganzen Nebenwirkungen mitgeteilt bekam wurde mir fast schlecht.
Es hiess kann sein aber muss nicht sein.
Wird bestimmt kein Zuckerschlecken.
Aber die Aussichten sind laut dem Radiologen gut sodass der Tumor danach verschwindet. Und immer im Hintergrund behalten dass Sie dadurch den Kehlkopf behalten können.
Das baute mich wieder auf.
Wünscht mir Glück und Durchhaltevermögen.
Gruß Falko
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  #2  
Alt 11.07.2011, 21:17
Benutzerbild von wolfgang46
wolfgang46 wolfgang46 ist offline
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Standard AW: Stimmband Carzinom

Hallo Falko,

natürlich wünschen wir Dir alle Glück und Durchhaltevermögen.

Aber ich möchte Dir noch ganz kurz meine Geschichte erzählen, denn auch das kann Dich aufbauen.
Ich hatte eine vergleichbare Vorgeschichte und auch T3 - 1999 wurde ich operiert, Es gab noch keine Strahlen und Chemo Kombi als Behandlungsmethode. Mir fehlt jetzt ein Stimmband und jeweils ein kleiner Teil des Kehlkopfes und Kehldeckels. Hatte 30 + 3 Bestrahlungen um dem Krebs den Rest zu geben.
Mir geht es jetzt seit 11 Jahren wieder sehr sehr gut. Ich habe seitdem mein Leben immer genossen.

Also Kopf hoch, denn in den Pfützen sieht die Sonne nur halb so gut aus.

Auch Du wirst es schaffen. Und was die angekündigten Nebenwirkungen angeht, auch die wirst Du wuppen. Nicht alles was die Ärzte Dir als mögliche Nebenwirkungen genannt haben trifft auch bei Dir zu.

Nochmals alles Gute
Wolfgang
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Hilfe für Kehlkopfoperierte gibt es auch unter: Bundesverband der Kehlkopflosen und Kehlkopfoperierten e. V.
www.kehlkopfoperiert-bv.de
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  #3  
Alt 13.07.2011, 00:46
Wangi Wangi ist offline
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Standard AW: Stimmband Carzinom

Hallo Falko,
ähnliche Geschichte bei mir 2009, nur das ich eine Frau bin und der Krebs mehr am Kehlkopf saß, T4. Mir wurde eine Metastase aus der Ohrspeicheldrüse entfernt und dabei der Krebs festgestellt.
Ich hatte wie du jetzt eine Radio/Chemotherapie, der Tumor konnte nicht operativ entfernt werden, er war flächig.
Habe über 30 Bestrahlungen bekommen, insgesamt 72 Gy, die erste Woche jeden Tag eine 18 Std. Chemo dazu, danach jede Woche eine Chemo.
Es war schlimm, ich war am Ende nicht mal fähig einen Schluck Wasser zu trinken, ABER der Tumor war weg und ist es bis heute noch.
Ich hatte über ein Jahr einen Magenschlauch, den ich auch ein dreiviertel Jahr benutzt habe.
Heute kann ich viele Sachen wieder essen, manche nicht, wegen Geschmack, Konsistenz oder Trockenheit. Man kann sich aber gut drauf einstellen und es gibt auch heute noch Verbesserungen. Gehe auch weiterhin zum Schlucktraining zu einem speziell ausgebildeten Logopäden.
Es gibt hier auch einen Bereich Strahlentherapie, kannst du auch Einiges nachlesen.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg bei der Therapie
Wenn du noch Fragen hast, hier im Forum wird einem sehr gut geholfen.

Lieben Gruß
Wangi


Hallo Wolfgang, schön dich zu lesen
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  #4  
Alt 25.07.2011, 10:38
falkone1000 falkone1000 ist offline
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Standard AW: Stimmband Carzinom

Hallo zusammen,
also letzte Woche sollte ja am Dienstag in Villingen 19.07. die OP sein für die PEG-Sonde.
Ich lag schon auf dem OP Tisch um 07.30 Uhr wurde betäubt. Dann kam der Oberarzt und sagte bei mir wäre Ihm das Risiko zu hoch für eine OP durch mein Übergewicht wäre ich ein Risikopatient. Das war dann der Abbruch der OP.
Am nächsten Morgen gleicher Versuch in Schwenningen beim Speziallisten OA. Dr. Sauer. Dort hat es dann funktioniert.
Bis Freitag lag ich dann noch stationär im Krk. Wurde dann für eine Woche entlassen. Jetzt kommt täglich die Diakoniestation für den täglichen Verbandswechsel und Durchspülen des Schlauchs zu mir nach Hause.
Seit der OP am Mittwoch leide ich an Schlafmangel, kann also überhaupt nicht mehr einschlafen. Gibts da eine Lösung?
Genauso an Appetitlosigkeit, ich bringe fast keinen Bissen mehr runter nur Wasser. Seit gestern habe ich noch eine Mischung aus Brechreizgefühl, Sodbrennen und dauerndes Magenblubbern.
Heute morgen musste ich mich übergeben und es kam nur Magensäure raus, ekelhaft. Habe für die Schmerzen flüssige Novalgin Tropfen bekommen.
Die Schmerzen sind fast unerträglich an der PEG-Sonde besonders wenn ich mich im Bett drehen will oder mich bücken.
Am Montag 01.08. beginnt dann die Radiochemotherapie.
Die Kopfmaske wurde letzten Montag schon angefertigt.

Lieben Gruß

Falko
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  #5  
Alt 13.08.2011, 10:49
falkone1000 falkone1000 ist offline
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Hallo zusammen,
also bei mir geht bisher alles schief.
Dienstag 26.07.11 morgens um 02.30 sah es bei mir aus als ob eine Bombe eingeschlagen hat. Mein ganzes Bett war voller Magensäure. Ich sofort den Krankenwagen gerufen und die haben mich dann ins Krankenhaus nach Schwenningen gefahren nachdem Sie die Bescherung gesehen hatten.
Die Magensonde ist wohl explodiert.
Im Krk Schwenningen wurde in der Notaufnahme Ultraschall gemacht und es stellte sich heraus dass ich eine Entzündung am Bauch habe. Die restliche Nacht verbrachte ich in einem Zimmer wo mir die Nachtschwester alle 30 mi. Windeln wechseln musste weil die Magensäure rauslief.
Um 11.30 am Dienstag kam ich dann in die Endoskopie wo mir OA Dr. Sauer mitteilte nachdem er Fotos von dem Geschehen machte dass die Sonde raus muss. dann hieß es ich bekomme nichts zu Essen und nichts zu trinken nur Zitronenwasser für den Mund ausspülen. Danach kam ich wieder nach Villingen ins Krk. 3 Tage später musste ich in die Chirurgie wo die Sonde komplett entfernt wurde und ich jetzt ein Riesenloch plus OP narbe am Bauch habe.
Außerdem wurde mir eine Wistel-Fistel gelegt für die künstliche Ernährung während der bestrahlung. In der Chirurgie frass sich die Magensäure regelrecht in meinen Bauch und bei der Behandlung vorab waren das nicht auszuhaltende Schmerzen. Ich habe geweint vor Schmerzen.
Nach der OP bekam ich jeden Tag Antibiotika, Kochsalzlösung und entzündungshemmendes Mittel sowie Ernährung über eine Infusion.
Samstag 06.08. durfte ich endlich wieder was trinken und essen. Es war nicht mehr auszuhalten. Jeden Tag muss jetzt der Verband gewechselt werden und das ganze ist sehr schmerzhaft.
Donnerstag 11.08. darf ich endlich nach 17 Tagen Krk. nach Hause für ein paar Tage. Muss allerdings jeden zweiten Tag nach Villingen zum Verbandwechsel.
Aber glaubt mir endlich wieder im eigenen BETT schlafen und vor allem durchzuschlafen war wie Weihnachten und ostern zusammen.
Jetzte verschiebt sich natürlich der Start für die Radiochemotherapie. Erst wenn die Chirurgie Ihr ok gibt kann die Behandlung beginnen. 3 Wochen dauert das bestimmt noch.
Gruß Falko
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  #6  
Alt 07.09.2011, 18:23
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Hallo zusammen,
es geht weiter schief bei mir.
Montag 22.08. musste ich wieder ins KRK nach Villingen.
Mir war die letzten Tage speiübel, hatte Brechreiz und musste mich täglich 2-4 mal übergeben dabei kam immer Magensäure raus.
Im KRK wurde alles untersucht und ich hatte eine Bauchfellentzündung.
Mit Antibiotika, Schmerzmittel, Pantozol wure ich behandelt.
Nach 3 Tagen verbesserte sich der Allgemeinzustand.
Am 24.08 begann meine Bestrahlung. Unter so einer Kopfmaske zu liegen ist wahrlich nicht angenehm aber besser als der ganze Kehlkopf weg.
Am Freitag 02.09. wurde ich vorläufig entlassen. Muss jetzt zu Hause 17 Tabletten täglich schlucken darunter auch Kortison wegen des Tumors.
Aufgrund meines weiterhin bestehenden Wundinfektes wird eine Chemotherapie nicht stattfinden.
Jetzt kommt täglich der mobile Pflegedienst zu mir nach Hause zum Verbandswechsel. Einmal die Woche geht es nach Villingen zur Wundkontrolle.
Bisher alles ok. Die Heilung läuft mit den Wunden gut. In 14 Tagen sollten die Wunden verheilt sein.
Morgen habe ich den nächsten Termin bei meinem HNO Doc. Ich hoffe er kann mir sagen dass der Tumor kleiner geworden ist und die Bestrahlung anschlägt.
Die weitere Bestrahlung verläuft ambulant d.H. ich fahre Montag bis Freitag mit dem Taxi dorthin. Mittlerweile habe ich schon 11 Bestrahlungen hinter mir.
So langsam kommen die ersten Nebenwirkungen. Schluckbeschwerden, Zunge beschlagen, vermehrter Schleim. Aber noch ist es auszuhalten und Essen kann ich auch noch alles. Also die Wistel-Fistel wurde noch nicht gebraucht.
Gruß Falko
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  #7  
Alt 21.09.2011, 13:32
ovid99 ovid99 ist offline
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Wie geht es dir denn?
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  #8  
Alt 21.09.2011, 16:52
falkone1000 falkone1000 ist offline
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Hallo zusammen,
also jetzt habe ich 21 Bestrahlungen hinter mir. So langsam spüre ich die Nebenwirkungen. Besonders habe ich jetzt Schluckbeschwerden, Essen geht zwar noch aber nur kleine Stücke. Reizhusten richtig ekelhaft. Und meine Geschmacksnerven sind komplett weg. Schmeckt alles wie Pappe.
Heute war ich wieder bei der Chirurgie zum Verbandswechsel. Dort waren Sie sehr zufrieden mit meinem Heilungsverlauf von meinen Löchern, sodass ich spätestens in 14 Tagen keine Löcher mehr habe.
Beim HNO Arzt bin ich auch jetzt jede Woche. Er konnte mir aber nichts sagen ob der Tumor sich verändert hat da alles geschwollen und gerötet ist durch die Bestrahlung.
Wenn ich nicht mehr Essen kann dann habe ich hier schon flüssige Nahrung bekommen. Vielleicht geht es ja auch ohne Flüssige Nahrung, sind ja nur noch 14 Bestrahlungs Sitzungen.
Was gut ist bei dem Reizhusten ist mit kaltem Salbeitee den Mund ausspülen und heißes Wasser mit Salz erhitzen und inhalieren. Hat bei mir gewirkt.
Gruß Falko
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  #9  
Alt 05.10.2011, 17:08
falkone1000 falkone1000 ist offline
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Hallo zusammen,
jetzt endlich neigt sich die Bestrahlung dem Ende zu. Noch 5 Sitzungen für mich.
Mittlerweile haben sich meine Schluckbeschwerden verschlimmert. Jeder Schluck Wasser oder Essen tut weh. Inzwischen bekomme ich kaum noch einen Bissen runter, jedes Schlucken wird zur Qual. Werde wohl doch die Magensonde befahren müssen.
Der Reizhusten wird auch immer schlimmer, jetzt hat mir mein HNO Doc Capval Tropfen aufgeschrieben. Außerdem nehme ich noch Glandomed Mundspülung sowie die Kortison Tabletten.
Heute war ich wieder in der Chirurgie im KRK. Dort wurde mir die freudige Nachricht gesagt dass meine Löcher im Bauch zugewachsen sind und ich dort nicht mehr hin muss.
Jetzt hat sich mein Hals außen durch die Bestrahlung entzündet. Er ist wie nach einem Sonnenbrand ganz rot und besonders an der Falte gaht die Haut schon fast weg. Der Radiologe hat mich heute untersucht und mir Schwarzteekompressen empfohlen die ich darauf legen soll und bei Nichtverbesserung würde er noch was anderes versuchen.
Gruß Falko
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  #10  
Alt 05.10.2011, 21:27
Wangi Wangi ist offline
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Hallo Falko,

hier meine Erfahrungen:
Ich habe ca. 4 Wochen lang NICHTS schlucken können, da war wie eine Mauer im Hals, habs mit nem Teelöffel Wasser versucht, ging nicht. Muß dazu sagen, ich war nach Bestrahlungende noch 3 Wochen im Kh zum Wiederaufpäppeln. Gleich nach dem Krankenhausaufenthalt bin ich zur AHB, da wurde mir durch eine Schlucktherapeutin geholfen. Konnte dann erst mal Wasser, dann Cremesuppen und Milchsuppen essen. Die richtige Ernährung fand aber über die Magensonde statt, so viel Cremesuppen konnte ich gar nicht essen um wenigstens mein bisschen Gewicht zu halten.
Ich habe eifrig mit warmen Salbeitee gespült und gegurgelt und bin auch der Meinung es hat gewirkt, ausserdem gibt es noch eine Lösung von Bepanthen zum Spülen und Gurgeln, die wurde mir bei der AHB empfohlen und hat mir gut getan.
Mit meinem äußeren Hals hab ich auch nichts gemacht, nicht mal gewaschen, nur mit lauwarmen Wasser abgetupft, war in Ordnung so. Direkt nach Bestrahlungsende haben mir die Krankenhausschwestern einen Gel-Verband für ein paar Tage drum gemacht und danach einen Creme-Verband, hat alles sehr gut geholfen. Hatte "nur" etwas wie einen sehr starken Sonnenbrand, keine offenen Stellen.
Gegen den Reizhusten hab ich Paracodin N Tropfen bekommen, haben gut geholfen.
Konnte später dann Kartoffelbrei mit Rührei und viel Soße essen, das und die Cremesuppen waren dann mit der Nahrung über die Magensonde meine Ernährung.
Heute, 2 Jahre später, kann ich wieder ganz gut essen, alles geht nicht, sauer, scharf, trocken geht nicht und zu Allem immer viel Soße oder warme Getränke.
Falls du Schluckbeschwerden hast such dir einen Logopäden mit Schlucktherapie, den Tip hab ich hier auch bekommen und der war Gold wert. Durch die Übungen bei ihm kann ich so gut wieder essen und durch seine Erklärungen habe ich mir mehr zugetraut.
Hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen und drücke dir die Daumen und wünsche dir schnelle und gute Besserung.

Lieben Gruß
Wangi
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  #11  
Alt 26.10.2011, 17:41
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Hallo zusammen,
so es ist seit 14 Tagen geschafft, habe die Bestrahlungen überstanden.
Mein HNO Arzt ist sehr zufrieden mit der Schleimhautentzündung.
Schlucken tut zwar noch weh aber nicht mehr so schlimm wie noch vor einer Woche. Essen kann ich einigermassen, halt nur kleine gut gekochte Sachen mit viel Flüssigkeit.
Heute wurde mir dann im KRH Villingen die Magensonde entfernt weil ich ja fast normal Essen kann. Hatte also das Glück überhaupt nichts über die Wistel-Fistel einnehmen zu müssen. War überhaupt nicht schmerzhaft und ging ohne Narkose vonstatten.
Weitere Versorgung macht dann wieder der Häusliche Pflegedienst.
Reizhusten habe ich immer noch aber ist nicht mehr so schlimm.
Logopäden brauche ich noch nicht da die Entzündung noch zu stark ist und es nichts bringt, meint mein HNO Arzt.
Eis ist super hilft gegen die Schmerzen.
Hatte die letzten Wochen fast nur Suppen gegessen und mittlerweile 40 kg abgenommen, aber keine Angst habe immer noch genug auf den Rippen.
Jetzt habe ich am Sonntag Putengulasch mit Kartoffeln und Paprika gekocht und ich konnte alles Essen nachdem ich es sehr klein zugeschnitten hatte.
Joghurt geht auch immer.
Und meine Geschmacksnerven sind fast komplett zurück!!!
Und heute kam vom Landratsamt Tuttlingen mein Schwerbehindertenausweis.
80% bin ich schwerbehindert.
Heute in 4 Wochen beginnt meine Reha, hoffe bis dahin wieder komplett fit zu sein.
Gruß Falko
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  #12  
Alt 02.11.2011, 21:28
wucki wucki ist offline
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Standard Stimmband Polypen etc.

Hallo,

mein Name ist Wucki, ich bin 42 Jahre alt. Nach einer Magenspiegelung und einer schweren Grippe wurde meine Stimme plötzlich heiser. Ich bekam Antibiotikum, doch es wurde nicht besser, also ging ich zum HNO-Arzt. Der sagte mir, dass etwas auf meinem linken Stimmband gewachsen ist und schickte mich zu einem Kollegen um mich nocheinmal durchzuchecken. Der schickte mich zur OP. Der Befund zeigte, dass es gutartige aber dennoch ziemlich große Polypen waren. Das war vor 2 1/2 Jahren. Drei Monate später fanden sie am gleichen Stimmband wieder etwas. Mein Arzt schickte mich wieder zur OP. Damals waren es Granulome. Ein halbes Jahr später hatte ich Atembeschwerden und spürte etwas wie einen "Klos" in meinem Hals. Daraufhin ging ich wieder zum Arzt und der meinte, dass ich wieder Polypen am selben Stimmband habe. Jedoch wollte er dieses mal nicht selber operieren sondern schickte mich nach München in eine HNO-Klinik. Nach der OP fing ich mit der Logopädie an und bin jetzt fast 1 1/2 Jahre in logopädischer Behandlung. Zwischendurch machten die Ärzte verschieden Untersuchungen, da ich oft an Sodbrennen leide. Sie meinten, dass sich deswegen derartige Polypen bilden. Jetzt, am 6. Oktober, hatte ich meine 6. OP und das 3. mal mit einem Laser in einem Traunsteiner Klinikum. Diesesmal war es jedoch das andere Stimmband. Gott sei Dank stellte sich jedes mal heraus dass es nur gutartige Polypen waren. Mein HNO-Arzt hat mich jetzt wegen dieser chronischen Erkrankung in eine spezielle Klinik in Weilmünster geschickt, für 4 Wochen. Dort habe ich verschiedene Musik-, Bewegungs- und Entspannungstherapien bekommen, aber so richtig überzeugt bin ich auch nicht, da ich immer noch Schmerzen habe.
Was könnte ich ausprobieren, damit es nicht nocheinmal auftritt?
Hat jemand von euch auch so etwas erlebt?
Würde mich auf eine Antwort freuen.

Danke
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  #13  
Alt 16.01.2012, 16:59
falkone1000 falkone1000 ist offline
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Standard AW: Stimmband Carzinom

So seit 4 Wochen ist meine Reha beendet.
War sehr gut in Aulendorf, ist nur zu empfehlen.
Atemgymnastik, Schultergymnastik, Logopädie, Schlafförderung, Inhalation mit TAC standen täglich auf dem Stundenplan. Hat mir sehr geholfen.
Jetzt ging alles gut auch über die Feiertage und seit 10 Tagen habe ich wieder Atemschwierigkeiten. Mein HNO Arzt sagte letzte Woche zu mir es wäre wieder alles mehr zugeschwollen und entzündet als 3 Wochen vorher. Jetzt muss ich wieder Kortison Tabletten nehmen.
Heute war Termin für CT Kontrolle. Es konnte aber nicht gesagt werden ob der Tumor weg ist weil der Arzt nichts genaues sieht.
Neuer Termin am 02.02. beim HNO Arzt. Evtl. weiß er ja mehr.
Und heute begann auch meine Wiedereingliederung ins Berufsleben. Die nächsten 2 Wochen täglich 2 std. arbeiten. Dann 2 Wochen 4 std. Dann sieht mann weiter.
Meine Schluckbeschwerden, Reizhusten plagen mich immer noch.
Der Chefarzt der Reha Klinik sagte zu mir: Gesundheit braucht Geduld, haben Sie Geduld und blicken Sie positiv nach vorne!!!
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Gruß Falko
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  #14  
Alt 16.01.2012, 22:11
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Waldbaer Foerster 1 Waldbaer Foerster 1 ist offline
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Standard AW: Stimmband Carzinom

Hallo Falko,

zuerst mal zu deinem Reizhusten. Den hatte ich schon während der Bestrahlung. Versuch es mal mit Silomat Lutschtabletten aus der Apotheke. Hat mir immer sehr gut geholfen. Brauch ich aber schon länger nicht mehr.
Mit Schwellungen hatte und hab ich immer zu tun. Ein Jahr nach der OP (und Bestrahlung) konnte mein HNO-Arzt den Kehlkopf nicht mehr sehen so schlimm war die Schwellung. Wurde dann im KH aufgenommen und bekam auch Kortison. Es wurde ein CT gemacht und eine Stützautoskopie. Die Radiologen konnten aber trotz der Schwellung im CT genau sehen, daß da nichts weiter ist. Natürlich sahen sie auch die Schwellung wurde mir gesagt. Ich kann es eigentlich nicht verstehen, daß dein Radiologe nichts sehen kann. Aber mit diesen Schwellungen wirst du noch lange zu tun haben.Bei mir ist es z. Zeit auch wieder so. Da müsse wir einfach durch. Geht auch wieder zurück. Wünsch dir alles Gute und wie gesagt, versuchs mal mit Silomat.

Liebe Grüße
Renate
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  #15  
Alt 17.01.2012, 10:56
Wangi Wangi ist offline
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Standard AW: Stimmband Polypen etc.

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Zitat von wucki Beitrag anzeigen
Hallo,

mein Name ist Wucki, ich bin 42 Jahre alt. Nach einer Magenspiegelung und einer schweren Grippe wurde meine Stimme plötzlich heiser. Ich bekam Antibiotikum, doch es wurde nicht besser, also ging ich zum HNO-Arzt. Der sagte mir, dass etwas auf meinem linken Stimmband gewachsen ist und schickte mich zu einem Kollegen um mich nocheinmal durchzuchecken. Der schickte mich zur OP. Der Befund zeigte, dass es gutartige aber dennoch ziemlich große Polypen waren. Das war vor 2 1/2 Jahren. Drei Monate später fanden sie am gleichen Stimmband wieder etwas. Mein Arzt schickte mich wieder zur OP. Damals waren es Granulome. Ein halbes Jahr später hatte ich Atembeschwerden und spürte etwas wie einen "Klos" in meinem Hals. Daraufhin ging ich wieder zum Arzt und der meinte, dass ich wieder Polypen am selben Stimmband habe. Jedoch wollte er dieses mal nicht selber operieren sondern schickte mich nach München in eine HNO-Klinik. Nach der OP fing ich mit der Logopädie an und bin jetzt fast 1 1/2 Jahre in logopädischer Behandlung. Zwischendurch machten die Ärzte verschieden Untersuchungen, da ich oft an Sodbrennen leide. Sie meinten, dass sich deswegen derartige Polypen bilden. Jetzt, am 6. Oktober, hatte ich meine 6. OP und das 3. mal mit einem Laser in einem Traunsteiner Klinikum. Diesesmal war es jedoch das andere Stimmband. Gott sei Dank stellte sich jedes mal heraus dass es nur gutartige Polypen waren. Mein HNO-Arzt hat mich jetzt wegen dieser chronischen Erkrankung in eine spezielle Klinik in Weilmünster geschickt, für 4 Wochen. Dort habe ich verschiedene Musik-, Bewegungs- und Entspannungstherapien bekommen, aber so richtig überzeugt bin ich auch nicht, da ich immer noch Schmerzen habe.
Was könnte ich ausprobieren, damit es nicht nocheinmal auftritt?
Hat jemand von euch auch so etwas erlebt?
Würde mich auf eine Antwort freuen.

Danke
Hallo Wucki,

habe von deinen Beschwerden leider keine Ahnung, aber ich wollte dir wenigstens antworten, nicht dass du denkst du wirst hier überlesen.
Bei mir hat es auch gedauert bis ich Antworten bekam, müssen ja immer auch die richtigen Leute zur richtigen Zeit hier rein gucken.

Wünsche dir alles Gute

Liebe Grüße
Wangi
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