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  #1  
Alt 29.09.2011, 10:52
DerBastler DerBastler ist offline
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Standard Plattenepithelkarzinom was nun???

Hallo an alle!

Auch ich möchte mich vorstellen.
Mein Vater (70) hat heute die Diagnose Plattenepithelkarzinom bekommen, lokalisiert in der Glottis und als G2 mäßig diferenziert beschrieben. Mündlich wurde noch etwas gesagt von T1 Larynxkarzinom.

So nun stehen wir da und wissen erstmal nichst.

Vorangegangen war eine Heiserkeit und im letzten Winter die Feststellung vom HNO daß dort eine Veränderung/bzw. kleine helle Gewebezunahme sei und man das analysieren müsste. Das hörte sich erstmal nicht dramatisch an und wir haben es erst mal dabei belassen. Jetzt vor ca. 5 Wochen waren wir bei einem neuen HNO der meinte, das müsste auf jedenfall entnommen werden und uns ins Krankenhaus zur HNO Abteilung geschickt. Nach dem Vorgespräch haben wir dann einen OP Termin vereinbart zu einer "Mikrolaryngoskopie mit Probeexcision". Die Stimme hat sich übrlichens kaum verändert, manchmal heiser, manchmal normal. Das war unsere größte Sorge.
Nun hat das Ergebnis heute ergeben, daß es ein bösartiger Tumor gewesen war. Genauer ein Plattenepithelkarzinom, lokalisiert an der Glottis, rechte Seite, Grading: G2 mäßig different und Resektionsstatus RX.
Mündlich wurde noch etwas von T1 Larynxkarzinom gesagt.

Das ist für uns erstmal ein riesen Kauderwelsch und ich wäre sehr froh, wenn sich jemand melden könnte, der darüber etwas weiß.

Uns wurden jetzt zwei Möglichkeiten genannt: entweder eine OP mit Laser, bei der großräumig die Stimmlippe beschnitten wird und währenddessen geprüft wird, ob noch mehr geschnitten werden muß. 1 Woche Krankenhaus, danach wohl logopädisches Training.

Oder eine Bestrahlung die würde wohl 6 Wochen dauern, und bei der der ganze Kehlkopf bestrahlt würde.

Wenn wir uns für ein entschieden haben, dann wird noch ein Staging gemacht.

Gibt es den jemand der einen ähnlichen Fall Operativ entfernen lies; was könnt ihr darüber sagen?
Oder wer hat sich für die Bestrahlung entschieden?
Und kann man das Staging nicht auch vor der Entscheidung OP/Bestrahlung machen?

Und wo kann man sich denn zuverlässig beraten lassen. Geht man da gleich nach Heidelberg?

Ich muß noch dazu sagen, mein Vater hat eine leichtgradige COPD (Lungenemphysem), nimmt zur Linderung der Atembeschwerden Langzeitsprays und wenn er Luftnot hat, ein Astmaspray.

Liebe Grüße an euch, wer schön, wenn ihr mir helfen könntet.
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  #2  
Alt 30.09.2011, 17:19
DerBastler DerBastler ist offline
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Standard AW: Plattenepithelkarzinom was nun???

Hallo Davy!

ganz lieben Dank für deine Schilderung!

Ich habe den Eindruck, wir wissen noch gar nicht genau, wie die Sache bei meinem Vater aussieht.

Bis jetzt war auch die Überlegung meines Paps, wie gesagt aus dem wenigen was wir bisher von den Ärzten gehört haben, daß bei der Bestrahlung (die Radiologin, die wir gefragt hatten) der ganze Kehlkopf bestrahlt würde und daher, "rein logisch" würde man auch alle Zellen treffen.

Nochmal kurz was die 2 Ärzte bisher sagten:
-Die Operatuerin die das vermeintliche Neoplasma entfernt hat und uns die Nachricht über Larynxkarzinom gab (Pathologiebericht: Plattenepithelkarzinom) meinte, man würde wohl (das würde nicht sie sondern ein anderer Oberazt machen) großzügig Scheiden also Lasern und vom Stimmband würde nicht allzuviel übrig bleiben. Evtl. müsste man auch in den Muskel schneiden, wenn sich während der OP zeigen würde, das evtl. noch Zellen dort sind.

Sie hat uns dann gleich einen Termin bei einer Strahlentherapeutin gemacht und ihr die Infos über den Tumor gegeben (bei dem Telefonat hörte ich T1).
Die STrahlentherapeutin meinte eben den ganzen Kehlkopf hoch zu bestrahlen. Sie meinte aber auch, man könne fals der Krebs wieder käme man dann noch schneiden könnte. Das würde aber bei meinem Vater wohl nicht nötig sein.

Dann waren wir wieder bei der Oparateurin, die sagte, daß man auf bestrahltes Gewebe nicht gut operieren kann, Wundheilungssteurungen etc

Wie gehst du jetzt nach der Bestrahlung mit der Möglichkeit eines Wiederauftretens um? Konnten dir die Ärzte da Entwarnung geben, bist du beunruhigt oder ist das für dich kein Thema mehr?

Vielen Dank für deine Nachricht und allen anderen auch, die bisher meinen Eintrag gelesen haben!
Sabine
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  #3  
Alt 01.10.2011, 22:22
sarah 123 sarah 123 ist offline
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Standard AW: Plattenepithelkarzinom was nun???

Hallo Davy

Wollte nur mal kurz anmerken, das es auch eine Rolle spielt wie stark man bestrahlt worden ist, hat man bereits die Höchstbestrahlung erhalten, ist diese Option ausgeschöpft ( auch nach Jahren). Aber hier geht es ja um einen T1, wollte das nur hinzufügen weil es so allgemein von dir dargestellt wurde.

LG Sarah
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  #4  
Alt 02.10.2011, 00:32
Wangi Wangi ist offline
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Standard AW: Plattenepithelkarzinom was nun???

Zitat:
Zitat von sarah 123 Beitrag anzeigen
Hallo Davy

Wollte nur mal kurz anmerken, das es auch eine Rolle spielt wie stark man bestrahlt worden ist, hat man bereits die Höchstbestrahlung erhalten, ist diese Option ausgeschöpft ( auch nach Jahren). Aber hier geht es ja um einen T1, wollte das nur hinzufügen weil es so allgemein von dir dargestellt wurde.

LG Sarah
Genau, und das "dass sämtliche Nachuntersuchungen (und ich geh weder regelmässig noch oft ...)"
möchte ich auch nicht so stehen lassen.
Ich gehe seit der Behandlung vor jetzt 2 Jahren regelmäßig alle 1/4 Jahr zur Kontrolle, da wird eine Indirekte Kehlkopfspiegelung, eine Lupenlaryngoskopie und Ultraschallunterschung des Halses gemacht, bisher ohne Befund und das beruhigt mich doch sehr. Und ich finde auch man sollte diese Kontrolluntersuchungen nicht schleifen lasen.
Meine Meinung
Und inwiefern Bestrahlung/Chemo wirkt hängt auch mit der Zusammensetzung des Tumors zusammen, wie gut er darauf anspricht. Ich habe gleich am Anfang eine volle Dröhnung Chemo bekommen, 5x je 18 Stunden um den Tumor auf die Bestrahlung vorzubereiten und das scheint gut geklappt zu haben.
Ich bin nicht davon ausgegangen einen Rezidiv zu bekommen, sondern davon den Krebs zu besiegen.
__________________

Geändert von Wangi (02.10.2011 um 00:38 Uhr)
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  #5  
Alt 02.10.2011, 18:00
DerBastler DerBastler ist offline
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Standard AW: Plattenepithelkarzinom was nun???

Hallo an alle!

vielen Dank für eure "allgemeinen" Hinweise und "persönlichen" Erfahrungen und Sichtweisen.

Ihr helft mir damit sehr, denn zur Zeit bin ich quasi diejenige, die alle Infos sammelt, Artztermine ausmacht, auf Zweit-/Dritt-Meinung besteht etc. und ernte da manchmal auch von meinem Vater, der ja der Patient ist, Kritik. So nach dem Motto, ich würde mit meiner Fragerei allen Ärzten unterstellen sie verstünden nichts von ihrem Handwerk.
Gott sei dank, sagte unser Hausarzt, das er auf jeden Fall gleich mal nach Heidelberg soll, da werden wohl die Ärzte und Verfahren auf dem neuesten Stand sein. Hätte er das nicht gesagt, ich glaube, ich hätte meinen Vater da nur schwer hinbekommen. Vielleicht liegt das auch an der Generation, die Arzt, Lehrer und Pfarrer als absolute Autoritätspersonen beigebracht bekommen haben.
Damit möchte ich aber bitte NIEMAND diesen Standes in irgendeiner Weise kritisieren oder beleidigen!

Mit geht es nur darum, daß uns die bisherigen AUskünfte heimgelassen haben mit dem Hinweis: OP oder Bestrahlung hat beides gleich gute Chancen, entscheiden sie einfach, was ihnen lieber ist.

Tja und wie soll man sich entscheiden? Mir fehlen da einfach noch Infos.

Ok aber ich möchte nicht zuviel unnötiges schreiben. Vielleicht ist es noch wichtig bzw. vielleicht kann mir dazu noch jemand eine Erfahrung mitteilen, ich wäre wirklich froh.
Und zwar hat mein Papa eine leichtgradige COPD, also ein Lungenemphysem; die Lunge nimmt zwar noch ausrechend Sauerstoff auf, kann aber nicht mehr alles "ausatmen". Es geht ihm dabei noch recht gut, er ist eben ein wenig schneller ausser Atem als andere. Er fühlt sich aber dabei, als ob er schlecht Luft bekäme, bekommt dann auch Astmaspray etc.
BEi der OP bei der jetzt das vermeintliche Neoplasma rausgeschnitten wurde, hat die Operateurin sehr schnonen weggeschnitten, um das Stimmband zu erhalten. Und es ist auch wirklich nur eine kleine "Delle" und die STimme ist nur ein bsichen heißer - wie aber zu vor auch.
Wenn mein Paps jetzt großräumig weglasern läßt, dann meinte sie würde wohl fast das ganze Stimmband entfernt und wenns weg ist, schließt es eben nicht mehr mit dem anderen zusammen. Er würde daher evtl. zwischen Sätzen öffters Luft holen müssen. Und klar auch STimmbildung trainieren um wieder eine befriedigende Stimme zu erhalten.
Vor dem Stimmverlust hat er weniger Angst, obwohl er viel redet. Ihn macht eine tatsächliche oder gefühlt schlechtere Atmung SOrgen.
Ist vielelicht jemand unter euch der mir sagen kann wie es bei ihm/ihr nach einer Stimmbandentfernung mit der Atmung war?
Vielen Dank und viele Grüße
Sabine
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  #6  
Alt 03.10.2011, 00:01
Wangi Wangi ist offline
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Standard AW: Plattenepithelkarzinom was nun???

Hallo Dave,
ich habe das auch als deine Meinung verstanden, wollte aber dazu noch eine andere (meine) Meinung schreiben, damit man auch Alternativen liest. War nicht böse gemeint.

Hallo Sabine,
mit der Lungenerkrankung und Op an den Stimmlippen kenne ich mich nicht aus, aber vielleicht antwortet dir hier noch jemand.
Wenn du noch Fragen zu Bestrahlung/Chemo hast, Nachwirkungen und der Umgang damit und Verbesserung, dann frag nur.

Alles Gute für deinen Vater
Lieben Gruß
Wangi
__________________
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  #7  
Alt 03.10.2011, 20:03
DerBastler DerBastler ist offline
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Standard AW: Plattenepithelkarzinom was nun???

Hallo an alle, Hallo Wangi!

Morgen gehen wir nach Tübingen ins Krebszentrum um uns beraten zu lassen und nochmal eine Zweitmeinung zu haben.

Wie gesagt, die Ärzte im ersten Krankenhaus haben uns nur gesagt OP oder Bestrahlung sei gleich gut, wir sollten einfach nehmen was uns lieber sei!

Deshalb holen wir jetzt noch die Zweitmeinung ein. Ich habe auch ein paar Fragen, die ich morgen stellen möchte. Es wär sehr nett, wenn ihr mal schauen könntet, ob ihr darüber schon was wisst, oder Erfahrungen habt, oder ob ich was vergessen habe?
-sie sollen mal ausführlich untersuchen was es zu N, M zusagen gibt und T1 nochmal bestätigen.
-wieviel wird beim Stimmband weggeschnitten/gelasert?
-wie sieht es mit der STimme dann aus?
-wie ist es mit dem Luft holen, vor allem auch bei COPD Patienten? Atemknappheit? Atemnot?

- kann man was zum Tumor-Typ sagen, ist er wahrscheinlich rezidiv?

- wenn man nur Bestrahlt, was wird bestrahtl? der ganze Kehlkopf?
Was sind dabei die Nachteile?
- oder wird nur ganz gezielt vorgegangen?
-was ist mit der möglichkeit einer Zelle X?
-was kann man bei einem Rezidiv noch machen?
- kann man dann noch Operieren?

- was hat die Bestrahlung für kurzzeitige, langfristige oder bleibende Nebenwirkungen?

- ist man dann empfindlicher gegen Erkältungen? Ist man das auch bei einer OP, wenn einem dann ein Stimmband fehlt?

Vielleicht wisst ihr schon was darüber und ich kann dann mit einem ganz anderen Hintergrund bei den Ärzten nachfragen. Zum beispiel das so ein Tumor wieder wachsen kann, wußte ich vor diesem Forum nicht und hätte auch nicht daran gedacht zu fragen - vielleicht war ich da einfach naiv.
Aber durch die Infos von euch, fühl ich mich einfach viel mutiger, wenn ich bei Ärzten solchen Fragen stelle und weiß auch einfach nach WAS ich fragen muß.

Wangi und allen viele Grüße
Sabine
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  #8  
Alt 03.10.2011, 21:13
Wangi Wangi ist offline
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Standard AW: Plattenepithelkarzinom was nun???

Hallo Sabine,
dass man mit mehr Hintergrundwissen mutiger wird stimmt, ging/geht mir auch so.
Mein Logopäde z. B. hat mir sehr gute Erklärungen zu den Nachwirkungen gegeben und deshalb kann ich die viel besser "bekämpfen".
Ich bin ja nicht an den Stimmlippen bestrahlt worden, sondern am Kehlkopf, das wird aber nicht so ein grosser Unterschied sein, da die ja dahinter liegen.
T1 wäre ja eine gute Ausgangslage, da werdet ihr nicht die volle Dosis bekommen.
Gut dass ihr eine Zweitmeinung einholt, ich hatte Glück mit meinen Ärzten, mein HNO Prof. ist klasse, macht bei mir auch die Kontrolluntersuchungen. Ein Anderer hätte vielleicht gleich zur Op geraten, dabei wäre ich den Kehlkopf los gewesen (T4 und sehr flächig), aber mein Prof. hat davon nie geredet und alles dazu getan dass es mit der Chemo/Bestrahlung schnell losging.

Alles Gute für euch
Lieben Gruß
Wangi
__________________
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  #9  
Alt 03.10.2011, 23:05
sarah 123 sarah 123 ist offline
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Standard AW: Plattenepithelkarzinom was nun???

Hallo Sabine

Wie Wangi schon geschrieben hat, T1 ist der kleinste Grad. Deshalb wird die Bestrahlung vermutlich auch niedriger sein, folglich wird auch bei einem Rezidiv eine Op oder Zweitbestrahlung in Frage kommen. Ob ein Rezidiv auftritt wird dir/euch niemand mit 100% Sicherheit sagen können. Nur wie häufig laut Statistiken sowas vorkommt, doch es zeigt sich immer wieder das jeder Mensch seinen eigenen Krankheitsverlauf hat und Statistiken diesen auch nicht wiederspiegeln.

Zu Davy

Ich habe nicht vor mich mit dir deswegen zu streiten, aber du solltest es schon merken das es hier auch Leute gibt die wissen (weil sie es persönlich miterlebt haben) wie es bei einem Rezidiv weitergeht und die sich nach jeder Behandlungsoption umgeschaut haben. Die außerdem mit dem Verband der Kehlkopflosen in Kontakt stehen, die also über den so oft erwähnten Tellerrand hinausschauen. Und es ist leider nicht möglich gewesen.. mehr möchte ich auch zum Krankheitsverlauf von meinem Dad nicht weiter schreiben. Ich kenne keinen der zweimal mit Höchstdosis bestrahlt worden ist. Und auch bei Linearbestrahlung muss schon eine gewisse Strahlendosis verwendet werden um einen T4 kurativ zu bestrahlen. Palliativ ist eine Zweitbestrahlung natürlich noch möglich, um das Wachstum zu hemmen oder Schmerzen einzudämmen.

Grüßle Sarah
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  #10  
Alt 04.10.2011, 14:04
Wangi Wangi ist offline
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Standard AW: Plattenepithelkarzinom was nun???

Zitat:
Zitat von Davy Beitrag anzeigen
...

noch etwas zur Strahlendosis ... da seid ihr beide leider falsch informiert - die Dosis ist leider nicht abhängig von der Ausdehnung sondern einzig und allein von der spezifischen Krebszelle und welche Toleranzgrenze dieselbe hat - ein T1 wird genauso hochdosiert bestrahlt wie ein T4 - der einzige Unterschied ist nur die betroffene Region die dadurch zerstört wird ... ein kleiner T1 macht da weit weniger Nebenwirkungen wie ein grossflächiger T4 der unter Umständen schon in wichtiges und evtl hochsensibles Gewebe hineingewachsen ist ....
Hallo Dave,

komisch ist aber das JEDER Arzt der mich nach der Behandlung bis jetzt gesehen hat und meine T4 und 72 GY gelesen hat, gesagt hat: Na kein Wunder bei der Grösse.
Natürlich ist die Zusammensetzung von Bedeutung für die Strahlenmenge, ich glaube aber nicht dass die Grösse überhaupt KEINE Rolle spielt. Das werde ich aber bei der nächsten Kontrolluntersuchung nachfragen und wenn es so ist lasse ich mich gern eines Besserem belehren.

Gruß Wangi
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  #11  
Alt 04.10.2011, 21:30
Wangi Wangi ist offline
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Standard AW: Plattenepithelkarzinom was nun???

Hallo Davy,

wie ich schon geschrieben habe "Natürlich ist die Zusammensetzung von Bedeutung für die Strahlenmenge, ich glaube aber nicht dass die Grösse überhaupt KEINE Rolle spielt. Das werde ich aber bei der nächsten Kontrolluntersuchung nachfragen und wenn es so ist lasse ich mich gern eines Besserem belehren."

Ich vertraue da meinem Arzt mehr als dem Internet.

Gruß Wangi
__________________
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  #12  
Alt 04.10.2011, 21:51
DerBastler DerBastler ist offline
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Standard AW: Plattenepithelkarzinom was nun???

Hallo an alle!

vielen Dank für eure zahlreichen Antworten/Hinweise/Hilfen.

ich werde jetzt mal bei den Links zur Strahlentherapie bei der Krebshilfe nachsehen.

Von Tübingen bin ich echt enttäuscht. Ich ging davon aus, daß wir in der "Tumorsprechstunde" angemeldet sind, wie ich das im Internet gelesen hatte. Und daß dort ein Untersuchung erfolgt bzw. ein genaueres Bild gewonnen wird. Denn bis jetzt hat noch niemand ermittelt, ob denn noch mehr Gewebe betroffen ist.
Das wür ich doch gern vor der Entscheidung OP/Bestrahlung wissen!

Zur Bestrahlung weiß ich nach wie vor nichts (außer, daß ich mich wie oben gesagt informieren werde). Die Strahlentherapeutin im "Ursprungskrankenhaus hatte wenig Zeit, hat uns nichts über unterschiedliche Bestrahlungsarten gesagt. Nur das "großräumig der ganze Kehlkopf bestrahlt würde", das hatte ich ja schon geschrieben. Jetzt weiß ich zumindest, daß man das auch anders angehen kann.

Also nochmal zu unseren heutigen Termin.
Wie gesagt, ich ging von einer expliziten Tumorsprechstunde aus. Nun sagte man uns dort aber, daß es sowas gar nicht gäbe, sondern das die normale HNO Sprechstunde sei. Zur "Tumorkonferenz" bei der dann alle Fachärzte zusammenkommen, müsste uns der Hausarzt/Facharzt anmelden (sagte die Dame an der Anmeldung) oder wir uns selbst, wenn wir uns in Tübingen behandeln lassen wollen (sagte der dortige Arzt).

Wie saßen also fast ne Stunde vor ca. 6 Zimmern mit unzähligen anderen Leuten. Als wir dann dran kamen hat der erste Arzt (noch ohne Dr.) erstmal mühsam unsere Unterlagen ab- und unsere Info über die gelaufene OP aufgeschrieben.
Dann hat er außer das Stimmband noch Nase, Ohren betrachtet und mittel Stimmgabel Hörtest gemacht. Ok ich sehe ein, daß angehenden HNO -Ärzte das üben sollen. Aber trotzdem.
Klar mein, Vater war schon etwas genervt, wir waren ja wegen ganz entscheidenden Fragen da!

Nochmal nach einer ewigen Warterei kam dann der Oberarzt hat sich die Fragen meines Vaters angehört. Und konnte uns dann auch nur fragen, ob denn die Info, die wir von der Strahelntherapeutin erhalten haben, im BEisein der anderen Behandelnden Ärzte gesagt wurden. Was wir verneinten.
Jedenfalls blieb er eher allgemein.
Meinte noch, wenn wir uns hier behandeln lassen wollten, dann müsste man schon Wochen warten (unsere Operateurin meinte wir sollten eigentlich schon diese Woche mit einer Therapie anfangen). Was verwirrt mich.
Und man würde nicht großflähig bestrahlen sondern nur dort wo der Tumor war plus Sicherheitsabstand. Das hört sich für mich anders an als "den ganzen Kehlkopf")

Wir waren fast drei Stunden dort, Fahrzeit hin und rück noch 3 Stunden. Und ich finde, wir sind nicht viel weiter. Leider.

Daher hoffe ich jetzt auf Heidelberg; da will uns unser Hausrzt hinschicken. Der hat übrigens gar nicht lange gefackelt; ich konnte nicht mal zu enden sagen "währe es evtl. möglich/nützlich eine Zweitm..." da sagte er gleich "ich melde Sie in HEidelberg an" und tats auch gleich.

Ich hoffe, daß wir da "richtig" sind, also das da ein Check gemacht wird, nach umliegenden Organen etc. ob da noch was sein könnte. Un dman uns da mal erkläört, was die genau bei einer Bestrahlung/OP machen.

Noch etwas verstehe ich nicht: man hat meinem Paps ja eine Wucherung, also das vermeintliche Neoplasma entfernt. das heißt doch eigentlich, das der Tumor rausgeschnitten wurde? Und um was es jetzt geht, ist die noch befallenen Zellen zu behandeln?

Vielleicht steh ich da gerade auf dem Schlauch; könnt ihr mir da was sagen.

Allen liebe Grüße
Sabine
PS: die Zelle X, so habe ich Sarah verstanden, (ich hoffe richtig?) ist die, die übersehen wird, bzw. die Behandlung "übelebt" und rezidiv wird. ????
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  #13  
Alt 05.10.2011, 00:53
sarah 123 sarah 123 ist offline
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Standard AW: Plattenepithelkarzinom was nun???

Ist ein Zitat vom ersten Vorsitzenden der Kehlkopflosen aber ich denke mal du hast das so verstanden wie ich das damals auch. Muss also nicht von privat ins öffentliche rübergeschoben werden. Das könnte zu einigem Unmut führen.
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  #14  
Alt 21.10.2011, 20:17
DerBastler DerBastler ist offline
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Standard AW: Plattenepithelkarzinom was nun???

Hallo an alle!

Wollte mal kurz berichten, was sich bisher bei dem Stimmband/Larynxkarzinoms meines Papas getan hat.

Also mittlerweile waren wir in Heidelberg in der HNO-Sprechstunde. Dort sagte man uns gleich mal, daß man da operieren würde (also lasern) und währenddessen auch noch die umliegenden Organe spiegelt, evtl. dann dabei auch noch was raus nimmt.
Eine CT sollte man noch machen um Hals und Thorax abzuklären.
Wir haben natürlich auf dem Fragebogen zu anfang mit vielen Ausrufezeichen auf die Jod- und Kontrastmittel-Allergie meines Vaters hingewiese, was aber keinen weiters stöhrte.
Die Ärztin meinte dann noch, weil mein Vater ja eigentlich in die Tumorkonferenz wollte um sich von allen Seiten beraten zu lassen, ja wenn er unbedingt will, dann würde sie ihn da halt noch anmelden. Mein Vater wollte, und er wurde etwas wiederwillig angemeldet.
Das CT sollte letzte Woche DIenstag sein, am Mittwoch dann die Konferenz.
Montag aber mußte mein Vater mit extrem starken Schmerzen bei uns hier ins Krankenhaus. die Bauchschlagader hat Ablagerungen. Und man meinte dort, daß etvl. eine chronisch entzündete Bauchspeicheldrüse vorhanden sei. Auf jeden fall wollten sie ein Thorax-CT machen. Sie lehnten aber ab, meinem Vater auf Grund seiner Kontrastmittelallergie ein solches während den Aufnahmen zu geben.
MEin Vater ist dann auf eigenen Wunsch nicht dort geblieben, weil er ja am nächsten Tag nach Heidelberg zum CT wollte. (Es geht ihn was das betrifft aber auch schon wieder gut.)
Das taten wir auch und haben da nochmals auf die Allergie hingewiesen. Tja, man hat dort dann mit der Ärztin telefoniert und sich schließlich auf ein MRT geeinigt. Aber...nächster Termin erst in einer Woche. Die Konferenz haben wir also auch verschoben.
Diese Woche Dienstag waren wir also wieder in Heidelberg, zum MRT. Mittwoch waren wir dann in der Konferenz. Dort sagte man uns, daß man den Ort des Tumors (man hat bei der Probeexcision den Tumor ja eigentlich schon entnommen) nicht genau gesehen (dafür sei ein MRT nicht geeignet !!!!!!!!) aber dafür hätte man eine unklare Diagnose bei den Lymfknoten am Hals.
Für das Stimmband empfahl man uns auch die OP (Bestrahlung sei bei dem kleinen Tumor oder ehemaligem Tumorgebiet mit Kanonen auf Spatzen geschossen) und dabei auch die Spiegelung der umliegenden Organe weil mein Papa ja starker Raucher WAR.

So, wie gehen also nächsten Montag wieder nach Heidelberg. Ein Chefarzt hat uns einen Termin bei sich gegeben und möchte einen Ultraschall von den Lymphknoten machen.
Ich denke, danach wird man weiter sehen.
Mich irritiert bis jetzt noch, daß uns die Ärztin, die vor kanpp einem Monat das Gewebe entnommen hatte und sich dann auch mit ihren Kollegen, die üblicherweise Tumor-OPs machen unterhalten und sie sagte uns, das diese meinten, daß man da etcl. viel vom Stimmband bzw. etvl. das ganze rausnehmen müsste. AUf jeden fall müßte er zur Logopädin nahc der OP um wieder eine befriedigende Stimme zu haben, die würde nämlich nur ein Hauchen sein.
Der Arzt jetzt, der aber bisher nur auf Bildern das ganze gesehen hat, meinte, man würde kaum was weglasern und die Stimme sei kaum beeinträchtigt.
Ich denke, da hake ich nochmal nach, wenn wir am Montag dort sind.

Generell hat man uns gesagt, man könnte auch zwei Narkosen machen. Einmacl um die Spiegelung der Organe zu machen und sich die Stimmlippe genau anzusehen und dann zu sagen, was und wieviel rausgenommen wird.
Und eine zweite, wo dann entfernt wird.

Oder man mancht das in einem (das sei wohl üblich, weil 2 Narkosen doch belastend seien).
ich habe da nur die Angst, dann man dann aufwacht und es heiß, Tja wir haben da noch das und das entdeckt und mußten auch bei der Stimmlippe, jetzt wo wir sie gesehen haben, viel rausschneiden.

Wie stellt sich das für euch dar? Was meint ihr?

Liebe Grüße
Sabine
PS: Mittlerweile bin ich ganz schön fertig. ich weiß, es geht ja nicht um mich, sondern um meinen Vater, aber ich organisiert alles, gehe überall mit hin, bin immer da.
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  #15  
Alt 21.10.2011, 23:33
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wolfgang46 wolfgang46 ist offline
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Standard AW: Plattenepithelkarzinom was nun???

Hallo Sabine,

mir ist da doch einiges unklar, denn ich bin kein Arzt.
Was ich aber ganz sicher weiß ist, dass man ganz gut auch mit nur einer Stimmlippe leben und sprechen, na sagen wir lieber Flüstern, kann.
DAS mache ich nun seit gut 10 Jahren.
Also, wenn das weglasern einer Stimmlippe angesprochen wird, so ist das zwar nicht schön, aber kein Drama.
Man kann mit Hilfe der Logopädin versuchen eine Taschenfalten Stimme zu erlernen.
Taschenfalten sind etwas unterhalb der Stimmlippen.
(Ging bei mir nicht, weil dort auch was weg musste).

Bei mir hat man mit Kanonen (Bestrahlung) auf den Spatz (Krebs) geschossen - es war erfolgreich.

Ich lebe sehr gut mit meiner stimmlichen Macke.

Ganz lieben Gruss
Wolfgang
__________________
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Hilfe für Kehlkopfoperierte gibt es auch unter: Bundesverband der Kehlkopflosen und Kehlkopfoperierten e. V.
www.kehlkopfoperiert-bv.de
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behandlung, bestrahlung, larynxkarzinom, operation, zentren


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