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  #1  
Alt 10.10.2011, 22:45
Chewie Chewie ist offline
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Beiträge: 8
Frage Wesensveränderung bei Glioblastom

Hallo,

bin neu hier und hoffe mich austauschen zu können.

Habe schon viel in Foren gelesen und finde das eine tolle Sache.

Mein Problem:

Mein Mann hat ein Glioblastom Grad IV, wurde im Dezember 2010 diagnostiziert, leider innoperabel. Er hat bereits Chemo und Bestrahlung hinter sich, der Tumor ist bisher nicht gewachsen.

Was aber für mich das schlimmste ist, ist die Laune und Aggressivität von ihm.
Diese Wesensveränderung ist schon seit mehreren Jahren, jetzt aber extrem. Früher wollte ich mich von ihm trennen. Es ging zwischenzeitlich immer besser oder wieder schlechter. Er ist jedenfalls schon seit Jahren nicht mehr der Mann den ich mal kennengelernt habe.

Jetzt mit dieser Diagnose wird mir natürlich vieles klar, aber ich halte das trotzdem bald nicht mehr aus.
Wie er sich mir und vor allem den Kinder gegenüber benimmt, er wird richtig ausfallend und gehässig, immer schlimmer. Klar das jeder meint wir müssen das verstehen, weil er ja totkrank ist. Aber mir fehlt langsam die Geduld und die Kraft.
Die Kinder haben ja noch ihr Leben vor sich und werden von ihm nur traktiert und angeschnauzt, ich traue mich oft nicht zur Arbeit zu fahren, weil sie dann mit ihm allein sind. Kinder sind 12 und 15Jahre alt.

Was ich aber am schlimmsten finde: Wenn er etwas will, dann ist er sehr freundlich und vor allem zu anderen ist er freundlich (nicht zu allen), nur nicht zu uns.
Was also heißt, er kann sich zusammenreißen, wenn er will. Ich weiß das ist anstrengend für ihn, aber ich kann irgendwann auch nicht mehr.

Hat jemand ähnliche Erfahrung?
Danke für jeden Ratschlag.

Achja, er hat auch vom Neurologen Tabletten dagegen bekommen, aber die nimmt er nicht, weil er meint das alles so in Ordnung ist. Er fährt zwar manchmal schnell aus der Haut, aber das findet er normal.
Bei den Ärzten ist er auch sehr umgänglich.

Naja, ich warte erstmal auf hoffentlich viele Beiträge

Danke schonmal
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  #2  
Alt 11.10.2011, 12:57
Andorra97 Andorra97 ist offline
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Standard AW: Wesensveränderung bei Glioblastom

Hallo Chewie,
es ist schwer zu entscheiden, ob eine Wesensveränderung wirklich durch den Tumor kommt. Oder vielleicht auch nur durch die hohe psychische Belastung die so eine Krankheit mit sich bringt. Manchmal wird es auch medikamentös ausgelöst.

Wenn Du schreibst, dass ihr schon vor der Diagnose kurz vor der Trennung wart, sind das sicher nicht sehr gute Voraussetzungen diese Krankheit jetzt gemeinsam durchzustehen. Es wird nicht einfacher, so viel kann man leider sagen. Es wird im Gegenteil sehr, sehr schwer. Das ist schon für eine sehr glückliche Beziehung nicht einfach, für eine im Grunde schon schlechte, ist es meiner Meinung nach unmöglich.

Was kannst Du machen? Einfach nur in Demut ertragen geht nicht. Das hält kein Mensch aus und Du hast auch nur ein Leben!
Aber Du musst den Mut haben das Thema bei Deinem Mann anzusprechen. Sag' ihm wie es in Dir aussieht und dass Du dieses Leben so nicht aushältst. Wenn er sich bei Ärzten zusammennehmen kann, muss er das auch in der Familie schaffen. Wenn nicht, dann muss die Ursache gefunden werden. Vielleicht kommt er nicht klar mit der Diagnose (wer kommt das schon?) und braucht psychologische Unterstützung. Vielleicht ist es auch ein medizinisches Problem, dann muss er seine Ärzte darauf ansprechen. Und Du muss auch seine Ärzte darauf ansprechen und schonungslos die Wahrheit sagen. Vielleicht liegt es auch nur an den Medikamenten die er nehmen muss. Ich kenne von meinem Mann, dass er durch Cortison und Keppra sehr gereizt und aggressiv wurde, was ich vorher von ihm gar nicht kannte.

Er selbst hat es in der Hand sich zu überlegen wie er reagiert. Er ist schließlich klar im Kopf und kann seine Entscheidungen selbst treffen. Vielleicht wird er erst einmal total austicken, oder er überlegt selbst wie die Situation zwischen euch ist und wird bereit sein daran etwas zu ändern.

Ich kann nur von mir aus sagen: Wir haben wirklich immer eine sehr glückliche und gute Beziehung und waren bereits 16 Jahre verheiratet als die Diagnose kam, aber es hat auch bei uns gekracht wie noch nie zuvor. Die hohe psychische Belastung einer solchen Krankheit muss so eine Beziehung erstmal aushalten!
__________________
Einen schönen Tag wünsche ich euch!
Nicole

Mein Mann: NHL Diagnose 31.10.2007 / Glioblastom Diagnose 31.10.2008
Zur Zeit geht es uns gut.
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  #3  
Alt 13.10.2011, 13:01
sunshinesoni sunshinesoni ist offline
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Standard AW: Wesensveränderung bei Glioblastom

hallo liebe chewie,

ich kann dir nur erzählen wie es bei meiner mutter war und dass mir gesagt wurde, dass bestimmte tumore und jeder eingriff in den kopf - das wesen verändert. bei einem stärker bei dem anderen schwächer.

meine mutter hatte einen faustgroßen tumor der operativ entfernt wurde - danach chemo und bestrahlung. die tumore waren gutartig - absiedelung - non hodgyn.

das war im jahr 1991 und da hab ich von meiner mutter das erste mal abschied nehmen müssen. sie hatte sich total verändert. am anfang ganz extrem ins negative und mit der zeit zwar nicht mehr so aggressiv aber doch ganz anders als sie jemals war. nur wenige charakteristische eigenheiten blieben die ersten jahre über.

meine mutter liebte meine tochter über alles und wir hatten einen sehr engen kontakt.
möchte dir nur ein bespiel erzählen: als ich sagte ich kann sie nicht bei ihr lassen weil sie noch nicht gesund ist (ich konnte ihr nicht so vertrauen nach dieser veränderung) - wollte mich meine mutter würgen weil sie so wütend und verletzt war - sie hatte angst ich nehme ihr ihr enkerl weg.

wenn wir im spital waren gab es keine aggressionen, deshalb glaubte mir der arzt damals nicht als ich es ihm erzählte. ein anderer klärte mich dann auf und sagte mir, dass der tumor das emotionale zentrum angefriffen hat und sie es nicht so steuern kann wie sie will. ich habe dann auch im internet viel rausgefunden und leider kann es manchmal sehr schlimme veränderungen geben.

ich habe - als meine tochter älter wurde - mit ihr gesprochen - ihr die situation erklärt und gemeinsam haben wir gelernt damit umzugehen. nichts persönlich zu nehmen. es war ein harter weg aber er hat sich gelohnt - wir wurden friedlich und waren nicht verletzt.


bei deinem mann denke ich - wird es so ähnlich sein. natürlich sollte er tabletten nehmen damit er selbst nicht immer soviel negative energie verschwenden muss - aber das ist eben schwierig.

vielleicht findet ihr einen weg - deinen mann und vater der kinder - anders zu sehen - es nicht persönlich zu nehmen. mit ihm mal zu reden wegen den tabletten. versuche deinen kindern zu erklären dass er vieles selber nicht möchte und es ihm nicht auffällt. hol dir auch hilfe von ärzten!

ich hoffe du findest einen weg damit ihr alle mit dieser schrecklichen stiuation könnt - ich wünsche es euch!!!

liebe grüße und alles gute
sonja
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  #4  
Alt 13.10.2011, 22:56
parigo parigo ist offline
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Standard AW: Wesensveränderung bei Glioblastom

Salut,

eine Frage.
nimmt er evtl Medikamente gegen epilepsie?, sie machen zum Teil Agressiv.
und mann sollte evtl anderes Mittel nehmen (das kann aber Arzt am besten sagen)
diese Krankheit und Die Behandlung dafür verändert immer die Betroffene. und damit meine ich Alle,nicht nur der wo direkt betrofen ist sondern auch sein ganzen Umfeld.
andere gegenüber versucht man sich zuzammen zureissen, aber das kann man(n) nicht aufrecht erhalten wenn mann wieder unter sich ist. wo sollte die ganze Angst Wut frust oder hofnung sonst hin? es wäre gut wenn Ihr mit ihm von aussen unterstützung bekommen würde, die euch zeigen wie mann mit sowas umgeht und verarbeitet

(ich habe gut reden ich selber konnte es nicht und kann es immer noch nicht )

habt Mut und kämpft den jeden Tag, woche, Monat, jahr, ist es wert das man darum weiter kämpft. und Ihr seid stärker als Euch bewust ist

LG
__________________
Diana ist am 04.10.2010 um 7:30 gestorben
Diana Du bist immer noch meine Grosse Liebe, Dich als Frau zu haben war das Grösste Geschenk auf Erden, ich vermisse Dich und wünsche mir jeden Tag das wir so schnell wie möglich wieder vereint werden

Geändert von parigo (14.10.2011 um 09:46 Uhr)
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  #5  
Alt 15.10.2011, 14:46
Chewie Chewie ist offline
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Standard AW: Wesensveränderung bei Glioblastom

Zitat:
Zitat von sunshinesoni Beitrag anzeigen
hallo liebe chewie,

ich kann dir nur erzählen wie es bei meiner mutter war und dass mir gesagt wurde, dass bestimmte tumore und jeder eingriff in den kopf - das wesen verändert. bei einem stärker bei dem anderen schwächer.

meine mutter hatte einen faustgroßen tumor der operativ entfernt wurde - danach chemo und bestrahlung. die tumore waren gutartig - absiedelung - non hodgyn.

das war im jahr 1991 und da hab ich von meiner mutter das erste mal abschied nehmen müssen. sie hatte sich total verändert. am anfang ganz extrem ins negative und mit der zeit zwar nicht mehr so aggressiv aber doch ganz anders als sie jemals war. nur wenige charakteristische eigenheiten blieben die ersten jahre über.

meine mutter liebte meine tochter über alles und wir hatten einen sehr engen kontakt.
möchte dir nur ein bespiel erzählen: als ich sagte ich kann sie nicht bei ihr lassen weil sie noch nicht gesund ist (ich konnte ihr nicht so vertrauen nach dieser veränderung) - wollte mich meine mutter würgen weil sie so wütend und verletzt war - sie hatte angst ich nehme ihr ihr enkerl weg.

wenn wir im spital waren gab es keine aggressionen, deshalb glaubte mir der arzt damals nicht als ich es ihm erzählte. ein anderer klärte mich dann auf und sagte mir, dass der tumor das emotionale zentrum angefriffen hat und sie es nicht so steuern kann wie sie will. ich habe dann auch im internet viel rausgefunden und leider kann es manchmal sehr schlimme veränderungen geben.

ich habe - als meine tochter älter wurde - mit ihr gesprochen - ihr die situation erklärt und gemeinsam haben wir gelernt damit umzugehen. nichts persönlich zu nehmen. es war ein harter weg aber er hat sich gelohnt - wir wurden friedlich und waren nicht verletzt.


bei deinem mann denke ich - wird es so ähnlich sein. natürlich sollte er tabletten nehmen damit er selbst nicht immer soviel negative energie verschwenden muss - aber das ist eben schwierig.

vielleicht findet ihr einen weg - deinen mann und vater der kinder - anders zu sehen - es nicht persönlich zu nehmen. mit ihm mal zu reden wegen den tabletten. versuche deinen kindern zu erklären dass er vieles selber nicht möchte und es ihm nicht auffällt. hol dir auch hilfe von ärzten!

ich hoffe du findest einen weg damit ihr alle mit dieser schrecklichen stiuation könnt - ich wünsche es euch!!!

liebe grüße und alles gute
sonja
Hallo liebe Sonja,

danke für deine Antwort und deinen Bericht von deiner Situation.

Einer meiner besten Freunde ist Psychater und hat hat lange Jahre in Gehirnchirurgie mitgearbeitet, da haben wir das Glück das er uns genau anhand der Bilder vom MRT zeigen kann was im Gehirn zerstört oder angegriffen ist.
Aber mein Mann sagt , das er natürlich keine Ahnung hat.

Es ist echt schlimm, er steht sich selbst im Weg, er könnte noch gut leben, wir alle könnten gut zusammen leben, aber er läßt es nicht zu.

Unser Hausarzt rät mir ihn einweisen zu lassen, aber das möchte ich nicht, es gibt ja auch Momente wo er ganz umgänglich ist.

Aber deine Geschichte hat mich auch sehr berührt, du hast viel durchgemacht.
Ich wünsche dir alles gute für die Zukunft.

Gruß Chewie
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  #6  
Alt 15.10.2011, 18:09
Chewie Chewie ist offline
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Standard AW: Wesensveränderung bei Glioblastom

Zitat:
Zitat von Andorra97 Beitrag anzeigen
Hallo Chewie,
es ist schwer zu entscheiden, ob eine Wesensveränderung wirklich durch den Tumor kommt. Oder vielleicht auch nur durch die hohe psychische Belastung die so eine Krankheit mit sich bringt. Manchmal wird es auch medikamentös ausgelöst.

Wenn Du schreibst, dass ihr schon vor der Diagnose kurz vor der Trennung wart, sind das sicher nicht sehr gute Voraussetzungen diese Krankheit jetzt gemeinsam durchzustehen. Es wird nicht einfacher, so viel kann man leider sagen. Es wird im Gegenteil sehr, sehr schwer. Das ist schon für eine sehr glückliche Beziehung nicht einfach, für eine im Grunde schon schlechte, ist es meiner Meinung nach unmöglich.

Was kannst Du machen? Einfach nur in Demut ertragen geht nicht. Das hält kein Mensch aus und Du hast auch nur ein Leben!
Aber Du musst den Mut haben das Thema bei Deinem Mann anzusprechen. Sag' ihm wie es in Dir aussieht und dass Du dieses Leben so nicht aushältst. Wenn er sich bei Ärzten zusammennehmen kann, muss er das auch in der Familie schaffen. Wenn nicht, dann muss die Ursache gefunden werden. Vielleicht kommt er nicht klar mit der Diagnose (wer kommt das schon?) und braucht psychologische Unterstützung. Vielleicht ist es auch ein medizinisches Problem, dann muss er seine Ärzte darauf ansprechen. Und Du muss auch seine Ärzte darauf ansprechen und schonungslos die Wahrheit sagen. Vielleicht liegt es auch nur an den Medikamenten die er nehmen muss. Ich kenne von meinem Mann, dass er durch Cortison und Keppra sehr gereizt und aggressiv wurde, was ich vorher von ihm gar nicht kannte.

Er selbst hat es in der Hand sich zu überlegen wie er reagiert. Er ist schließlich klar im Kopf und kann seine Entscheidungen selbst treffen. Vielleicht wird er erst einmal total austicken, oder er überlegt selbst wie die Situation zwischen euch ist und wird bereit sein daran etwas zu ändern.

Ich kann nur von mir aus sagen: Wir haben wirklich immer eine sehr glückliche und gute Beziehung und waren bereits 16 Jahre verheiratet als die Diagnose kam, aber es hat auch bei uns gekracht wie noch nie zuvor. Die hohe psychische Belastung einer solchen Krankheit muss so eine Beziehung erstmal aushalten!
Hallo,
Hm, eigentlich habe ich dir geschrieben, aber woran sehe ich das jetzt?
Hast du was von mir bekommen? Irgendwas habe ich doch verkehrt gemacht.
Gruß Chewie
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  #7  
Alt 15.10.2011, 18:16
Andorra97 Andorra97 ist offline
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Beiträge: 1.694
Standard AW: Wesensveränderung bei Glioblastom

Hallo Chewie,
also ich seh nix . Aller Anfang ist schwer .
__________________
Einen schönen Tag wünsche ich euch!
Nicole

Mein Mann: NHL Diagnose 31.10.2007 / Glioblastom Diagnose 31.10.2008
Zur Zeit geht es uns gut.
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  #8  
Alt 16.10.2011, 11:10
Benutzerbild von ralf berlin
ralf berlin ralf berlin ist offline
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Beiträge: 43
Standard AW: Wesensveränderung bei Glioblastom

ich habe deinen Text gelesen und will dir einen gut gemeinten Rat geben, mein Vater hat die gleiche Diagnose und hat sich auch erheblich verändert.
Er hat seit der Diagnose 01/11 3 Operationen gehabt und es stand oft nicht gut um Ihnen jedoch bin ich der Meinung, das wenn er so zu uns wäre wie dein Mann dann müssten wir als Familie passen den die Diagnose ist schlimm genug auch für uns ich würde ihm zu verstehen geben das er sich nicht alles erlauben schon gar nicht gegen den Kindern und er soll selbst überlegen was er will und da gibt es für ihn nur 2 Möglichkeiten entweder die Zeit geniesen und ggf. kämpfen oder ggf alle vergraulen den er was bedeutet und allein da stehn.
Bekommt er chemo jetz ?
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  #9  
Alt 18.10.2011, 12:23
Chewie Chewie ist offline
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Beiträge: 8
Standard AW: Wesensveränderung bei Glioblastom

Hallo,

vielen Dank für eure Anteilnahme, wir hatten großen Krach zu Hause und bemüht sich mein Mann mit einem mal und nimmt sogr seine Tabletten, so war es in letzter Zeit ganz erträglich.

Nun kommen neue Beschwerden dazu, er hat solche Rückenschmerzen, wenn er steht und geht. Wenn er sitzt oder liegt ist es wieder weg.
Und sein Bauch tut weh, also keine Magenschmerzen, sonder der Bauch an sich. Kann es von den Trombosespritzen kommen?

Er will aber auch immer nicht zum Arzt.

Hat jemand was von einem Deuserband oder gürtel gehört, der den Bauch halten und die schmerzen lindern soll?

Gruß Chewie
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  #10  
Alt 16.11.2011, 20:54
skowy skowy ist offline
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Standard AW: Wesensveränderung bei Glioblastom

Ich habe leider sie selben Erfahrungen mit meinem Mann durchmachen müssen. (Liegt jetzt seit 4 Monaten im Hospiz). Mein Mann war zu allen anderen liebenswert und freundlich. Hat nie geschimpft oder gemeckert, wurde auch nie ausfallend wenn irgend ein anderer dabei war. Aber wehe, wenn wir anschließend wieder allein waren, dann ging die Post ab. Zu leiden hatte grundsätzlich nur ich, die, die alles für ihn getan und ermöglicht hat. Ich habe einen Mann mit 2 Gesichtern gehabt. Eines davon war wirklich nur für mich. Das ist auch heute noch so. Im Hospiz sagen alle Schwestern und Pfleger, das er ein angenehmer Patient sei. Bin ich zu Besuch da, kann ich nur das Gegenteil davon sagen. Er ist mir gegenüber einfach nur fies und gehässig.
Im Hospiz schiebt man dieses Verhalten ur auf diese Krankheit, ich denke mittlerweile, dass er ganz gnaau weiß, was er mit wem macht!
L. G. skowy
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  #11  
Alt 16.11.2011, 21:41
huanita huanita ist offline
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Standard AW: Wesensveränderung bei Glioblastom

Ja Skowy, das ist schrecklich was du berichtest, bei mir ist leider fast, aber nur fast genauso !!! Immer gegen mich ......... :-)
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  #12  
Alt 18.11.2011, 00:13
huanita huanita ist offline
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Standard AW: Wesensveränderung bei Glioblastom

Mein Mann liegt seit Dienstag auf der paliativstation und lächelt alle Schwestern an, mich aber nicht, er dreht den Kopf von mir wir weg !!! Das ist soooo schlimm für mich, ich komme damit einfach nicht klar das tut so schrecklich weh !
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  #13  
Alt 20.11.2011, 12:47
Chewie Chewie ist offline
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Standard AW: Wesensveränderung bei Glioblastom

Hallo Skowy und huanita und alle anderen,

Jetzt sind doch mal 2 den es ähnlich geht.
Wie geht ihr damit um?
Mein Mann läßt sich nicht helfen, er will auch keine Reha-Maßnahmen, obwohl auch der Hausarzt ihm das angeraten hat.

Mein Fraund, der Psychater ist, meint, dass er psychatrische Betreuung und Medikamente bräuchte, dann könnte man ihn vielleicht aus seiner Depression holen, aber ob die Medikamente wirklich helfen, weiß man nicht, aber es ist ein Versuch wert.

Ansonsten weiß ich nicht weiter.
Wie sind den eure Männer ins Hospiz oder zur paliativ Station gekommen?
Muß man dort nicht eingewiesen werden?
Mein Mann würde das gar nicht wollen und bei den Ärzten tut er ja auch weitesgehend normal.

Weiß nicht wie es weitergeht, wenn er weiterhin nur auf dem Sofa liegt, dann können wir nur zusehen wie er am körperlichen Verfall stirbt, aber nicht am Glio.

Gruß
Chewie
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  #14  
Alt 01.02.2012, 13:08
Marley82 Marley82 ist offline
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Registriert seit: 01.02.2012
Beiträge: 1
Standard AW: Wesensveränderung bei Glioblastom

Hallo zusammen,

ich habe eure Geschichten gelesen und hatte Tränen in den Augen. Ich finde es wirklich schlimm was ihr durchmachen musstet/müsst.

Ich bin auf dieses Forum gestoßen weil ich nach Antworten gesucht habe. Antworten wie man einer Wesenveränderung entgegen wirken kann.

Mir wurde am 04.11.11 ein Glioblastom entfernt, anschl. Bestrahlung und Chemo. Eleptische Anfälle hatte ich bisher nicht, daher muß ich auch keine weitern Medikamente nehmen.

Seit ein paar Wochen habe ich mich extrem verändert. Ich bin gereizt, ungeduldig und aggressiv. Am Anfang ist mir das überhaupt nicht aufgefallen, erst als meine Frau darauf angesprochen hat, wurde mir bewusst wie ich mich verhalte.

Ich war früher ein ruhiger, sehr geduldiger Mensch, konnte mich selbst bei den größten Ärgernissen sehr zusammenreissen. Das schaffe ich nicht mehr und ich weiß nicht warum.

Teilweise sind es die kleinsten Dinge die mich wütend machen. Ich werde dann schnell verletzend und gemein. Ich sage Sachen die ich nicht so meine, aber in dem Moment denke ich irrational, fühle mich angegriffen, als "behindert" abgestempelt.

Im Nachhinein tut es mir leid, aber es dauert bis ich die Situation und meinen Fehler begreife.

Womit genau es zusammen hängt weiß ich nicht. Ob es an dem Tumor liegt der irgendwas im Hirn zerstört hat oder die Krankheit selber.

Wenn jemand von euch einen guten Tip hat was man dagegen unternehmen kann wäre ich sehr dankbar.
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  #15  
Alt 02.02.2012, 00:11
huanita huanita ist offline
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Registriert seit: 22.02.2009
Ort: Hessen
Beiträge: 206
Standard AW: Wesensveränderung bei Glioblastom

Das ist so als ob ich die Gedanken meines Mannes gelesen hätte ......
Ich Wünsche Euch alles gute und wenn es die Möglichkeiten gibt laßtEuch helfen auch wegen der Familie ..... Die leidet unglaublich !!!!!
Viele liebe Grüße Johanna
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