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  #16  
Alt 17.01.2004, 14:04
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Standard Sexualität nach Gebärmutterhalskrebs

Hi Micky,

hmm, kommt mir ja alles sehr bekannt vor. Setz dich einfach nicht unter Druck selber - sicherlich wird es anfangs weh tun und ist nicht so, wie du es kennst, aber ich hoffe ganz stark, dass es wieder richtig Spaß machen kann. Und einige der Frauen hier beschreiben dies ja auch so! Habe mich selber noch nicht so richtig wieder getraut. Aber so ganz nebenbei halte ich 4-6 Wochen nach der OP für den absoluten Witz - da hat man ja wirklich noch andere Sorgen, oder...? Ich war nach der OP ein paar Monate Single und habe verschiedene Männer kennengelernt und zum Teil von meiner Krankheit und den damit zusammenhängenden Problemen erzählt. Und NIEMAND hat sich zurückgezogen, das war eher ich... Fand ich sehr interessant und macht ja auch Mut, dass man nicht als "seltsam" wahrgenommen wird nach der Krankheit. Hast du dem netten Mann, den du kennengelernt hast, schon von der Erkrankung erzählt? Ach ja, ich denke, das größte Problem findet "im Kopf" statt. Weil wir wissen, dass Sex mit uns erstmal (!!) nicht 100%ig unkompliziert ist, trauen wir uns vielleicht gar nicht und das ist wahrscheinlich die schlechteste Lösung. Aber wie schon erwähnt: Es gibt verschiedenste Spielarten der Sexualität und Geschlechtsverkehr ist nicht alles...

Ich habe Ende des Monats einen Termin zur Nachsorge und werde meinen Arzt noch mal richtig löchern... Wie alt bist du denn eigentlich?

Lieben Gruß
Linda
  #17  
Alt 17.01.2004, 14:20
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Standard Sexualität nach Gebärmutterhalskrebs

Hallo Linda !
Ich hatte im Jahr 2002 die große Wertheim-OP, mit anschl. Bestrahlung und 6 Chemos. Wir waren zu dem Zeitpunkt genau 1 Jahr kirchl. verheiratet. Der Kinderwunsch war damals noch nicht da, aber im letzten halben Jahr wird er immer größer. Wir sind gerade dabei, unser Bewerbungsschreiben bzgl. Adoption fertig zu stellen. Wir haben von vielen Seiten gehört: das kriegt ihr sowieso noch nicht durch, erst müßte ich die 5 Jahr rum haben etc. Aber wo wir uns bewerben ist das alles kein Thema, wäre auch echt der Hammer, wenn. Ich werde nächsten Monat 29 Jahre und bis man dann so einen kleinen Wurm endlich in die Arme schließen darf, das dauert auch zwischen 2 und 5 Jahren. Also, ist es besser, sich so früh wie möglich zu bewerben. Wir wissen ja, mit absoluter Sicherheit, daß wir keine Kinder bekommen können. Also, warum warten ??? Ich sage mir immer, daß ist alles Schicksal. Hätten wir eigene bekommen können, wären die evtl. sehr krank gewesen oder sogar überaus gewalttätig etc. Darum habe ich diese Krankheit bekommen, daß es uns verwehrt bleibt eigene zu bekommen und nun sind wir dafür da, um irgendwann ein besonderes Kind großzuziehen. Viele können nicht verstehen, daß ich alles so "cool" nehme und so stark bin. Das einzige was ich bzgl. der Krankheit mache ist die Nachsorge und ab und zu mal diese Seite besuchen. Was soll man sich auch verrückt machen ? Es nützt alles nichts. Ich sehe mich als gesund an, bin körperlich total fit (klar, geht das mit dem Sex nicht ganz so beschwerdelos aber mit viel Liebe und Zärtlichkeit ist das auch kein Problem und wird von Mal zu Mal besser !!!) und bin glücklich, daß ich leben darf. Wir leben hier und jetzt und sollten glücklich sein und es genießen. Einfach ganz normal, denn dadurch schützt man sich am besten. Jeder sieht das anders, aber das ist meine Meinung und ich komme so sehr gut damit klar ( mein Mann ebenso !).
Schönes WE, herzliche Grüße, Sandy !
  #18  
Alt 17.01.2004, 23:17
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Standard Sexualität nach Gebärmutterhalskrebs

Liebe Linda,

vielen Dank für Deine Antwort! Du hast recht. Ich glaube auch, dass ich das Problem habe, weil ich mir zuviele Gedanken mache. Meinem neuen Freund habe ich von meiner Erkrankung und der OP erzählt und er hat sehr lieb reagiert.
Vielleicht habe ich auch einfach noch ein Problem damit, dass ich den Kopf für eine neue Partnerschaft noch nicht frei habe. Ich bin jetzt zwar schon fast 2 Jahre solo, aber durch meine miesen Erfahrungen in der letzten Parnerschaft bin ich wohl noch ziemlich "geschädigt"! Es ist aber lieb, dass Du versuchst, mich zu trösten. Ich denke auch, dass alles mal anders und vielleicht viel besser sein wird. Da bin ich eigentlich optimistisch!

Viele liebe Grüße

Micky
  #19  
Alt 19.01.2004, 18:59
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Standard Sexualität nach Gebärmutterhalskrebs

Hallo alle beisammen,
ich habe mit Interesse Eure Beiträge gelesen und möchte Euch auch von meinen Erfahrungen berichten und Euch Mut machen.
Ich hatte 99 eine Wertheim OP, 54 Hochdosisbestrahlungen, 3 Zyklen Chemo (Cisplatin) und 2000 Ileus OP wegen Strahlenschäden am Darm mit Virusinfektion aus dem KH.
Abgesehen von den äußeren Schäden (eine sehr unschöne Narbe, da zweimal die gleiche aufgemacht) habe ich eine heftige Strahlencolitis und eine Harnstauungsniere, die mit einer Schiene zum ablaufen gebracht wird.
Mein Mann hat mich in dieser Zeit mit anderen Frauen betrogen und ich habe ihn 2001 rausgeschmissen.
Danach habe ich gedacht mein Leben ist zu Ende. "Nie wieder wird mich ein Mann anschauen, Sex wird überhaupt nicht mehr gehen (Scheide zu kurz, Narbenplatte etc.), Panik bei der Idee mich auszuziehen etc.etc.
Ich hatte Gott-sei-Dank sehr liebevolle ÄrztInnen in der Klinik, die sehr früh angefangen haben meine Scheide zu "schützen". D.h. mit großen Tampons zu dehnen, mit Döderlein Bakterien (in Kapseln) feucht zu halten, gelegentlich auch mal ein ÖstrogenZäpfchen oder Salbe und wenns sich auch noch so peinlich anhört hat mir eine liebe Ärztin geraten, ich solle mir einen Dildo besorgen und selbst die Scheide dehnen...
Das habe ich gemacht und als ich 2002 meinen ersten neuen Partner nach all dem Sch... kennenlernte habe ich voller Angst und völlig verkrampft das "erste Mal" erwartet.
Heute lachen wir sehr darüber, denn für ihn wars ja auch was Neues und so haben wir wie die Teenager rumgestopselt und probiert und auf einmal gings wieder, wunderbar, sehr liebevoll und später auch mal wieder so richtig mit "Schmackes".
Habt keine Angst, freut Euch weiterhin an Eurem Körper, ihr seid wichtig und wie ihr seid und ihr werdet sehen, es klappt wieder ganz prima. Ist sicherlich mit vielen Ängsten und reichlichem probieren verbunden, aber es wird eine lustvolle Sexualität möglich werden. Und leichte (!) Bluntungen sind hinterher ganz normal (haben mir meine Ärzte versichert), denn eine trockenere Scheide blutet halt manchmal ein wenig. Und auch das ist mit mehr "Übung" fast ganz weggegangen und ich kann Sex wieder richtig genießen.
Ach ja übrigens, ich bin 54 Jahre alt und möchte mich, meinen Partner und guten Sex mit ihm noch ne Weile genießen und das wünsche ich Euch auch von Herzen.
Alles Liebe und herzliche Grüße Natie
  #20  
Alt 19.01.2004, 20:13
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Standard Sexualität nach Gebärmutterhalskrebs

Hallo Natie,
heute habe ich dir eine Mail geschrieben, um mit dir in Kontakt zu kommen, hoffe du hast noch die AOL -Adr. Hatte deinen Bericht von Strahlenschäden gelesen und da ich auch so einige Schäden davon getragen habe, würde ich mich freuen, wenn du dich meldest.
Ich denke dein ausführlicher Bericht wird allen helfen, vor allem was eine evt. neue Partnerschaft angeht. Du kannst dich glücklich schätzen, so eine tolle Frauenäztin zu haben, das ist eher die Ausnahme. Und ich kann deinen Ausführungen nur zustimmen. Einfach beim Sex sich auszuprobieren und keine Angst zu haben, auch wenn es am Anfang zu Blutungen kommt.

LG Biggi
  #21  
Alt 19.01.2004, 21:27
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Standard Sexualität nach Gebärmutterhalskrebs

Hallo Natie,

endlich liest man hier auch mal total positive Zeilen. Das tut richtig gut !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Mein Freund und ich hatten anfangs auch grosse Schwierigkeiten. Ich konnte meinen Sex damals selten geniesen, bei mir war das eher Pflichtprogramm. Wir haben ständig ausprobiert, bis mein Spass irgendwann von alleine gekommen ist. Woran es lag ? Ich habe sehr kräftig ! an mich gearbeitet...hab mir neue sehr gewagte Dessous angelegt (die ich vorher nie anzog...lach meine sehr ! gewagte ) und hab mein gesamtes Aussehen verändert....von Kopf bis Fuss.
Ich schaute in den Spiegel und sah optisch eine ganz andere Frau...nicht mehr die "Kranke". An den besagten Abend habe ich dann ein Date mit meinen Freund in einem wunderschöen Lokal ausgemacht. Als er mich sah ....sah ich in seinen dunkelen Augen ein wunderbares Lächeln und ich wusste ab diesem Zeitpunkt UNSERE LIEBE IST GROSSARTIG ; GAR EINZIGARTIG. Diese Nacht war himmlisch und es sollte auch so bleiben. Ich konnte wieder hemmungslosen Sex geniesen und wir beide sind mittlerweile acht Jahre zusammen. Mein Krebs liegt auch knapp vier Jahre zurück.
Vielleicht bringt eine optische Veränderung den einen oder anderen etwas.

Euch gutes Gelingen im Bettchen und weiterhin viel Spass im Krebs Kompass.

Gruss Michaela
  #22  
Alt 20.01.2004, 22:07
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Standard Sexualität nach Gebärmutterhalskrebs

Hallo Natie,

erstmal vielen Dank für deinen Beitrag! Ich habe ihn mit einem lachenden und einem weinenden Auge gelsen. Mit einem weinenden Auge, weil es wirklich zum Kotzen ist (sorry...!),wie einige Menschen mit einem Partner umgehen, der schwer erkrankt. Und einem lachenden Augen, weil du eine so nette Art hast, anderen Mut zu machen!

Hallo Sandy,

auch dein Bericht hat mir Mut gemacht! Ich glaub wirklich, dass "Üben" die einzig gute Lösung des Problems ist, haha... Deinem Eintrag nach scheinst du gläubig zu sein und daraus eine Menge Mut zuschöpfen, was mich für dich freut! Ich bin in keinster Weise religiös, sehe aber die Krankheit genau wie du als etwas, an dem man nicht zerbrechen sollte, sondern weiterhin das Leben genießen sollte - in dem Rahmen, in dem es einem möglich ist. Sicherlich ist es für Menschen mit einer schlechten Prognose ungleich schwieriger, Mut zu schöpfen und Spaß am Leben zu haben. Dass du dich um eine Adoption kümmerst, ist doch klasse, da verstehe ich die "blöden" Kommentare nicht... Ich finde es manchmal schade, keine eigenen Kinder bekommen zu können (bin jetzt 32 Jahre alt), aber freue mich halt einfach, dass zumindest ich selber überlebt habe und zermartere mich (zum Glück) nicht mit Gedanken über ungeborenes Leben. Sicherlich kann dies bei Frauen, zu deren Lebensplanung immer Kinder gehörten, ganz anders aussehen!

Lieben Gruß
Linda
  #23  
Alt 21.01.2004, 08:11
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Standard Sexualität nach Gebärmutterhalskrebs

Hallo Michaela

Ganz grosse klasse für Deine Aufgeschlossenheit hier im Forum !
Meine liebe Frau, hatte damals auch so eine grosse Veränderung vorgenommen. Nicht für mich sondern für sich.
Man muss einfach nur Ideen haben und gemeinsam über das bestehende Problem reden können. Wer schweigt; verliert.

Ich denke mal, wenn eine Beziehung schon vor der Diagnose nicht stabil war, so wird man den Weg nach den Krebs nicht zusammen in in einer Richtung gehen.

Euch allen und besonders meiner Frau wünsche ich gute Besserung.

Euer Ericl
  #24  
Alt 25.01.2004, 22:21
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Standard Sexualität nach Gebärmutterhalskrebs

Hallo!
Ich freue mich, dass das Thema hier einen Raum findet.
Ich (35J)hatte 2000 die grosse Wertheim und 2001 Chemo und Bestrahlung. Meine Scheide hat dadurch ziemlich gelitten und ist sehr kurz dadurch. Mut machen kann ich in dem Sinne, dass es bei mir am Anfang beim Sex sehr viel geblutet hat, aber das hat sich sehr verbessert. Eine riesengrosse Hilfe war für mich die Entdeckung der Gleitcreme und das Reden, Reden, Reden mit meinem Freund.
Es ist sicher anders als vor dem Ca.; manchmal tut es nach dem Sex auch etwas weh, aber alles in allem fühle ich mich beim Sex wohler als vorher. Denke mal das liegt auch daran, dass ich ein stärkeres Bewusstsein für meinen Körper entwickelt habe und deshalb auch besser sagen kann was ich brauche und was nicht.
Viele liebe Grüsse,
Natascha
Natascha.Eggert@t-online.de
  #25  
Alt 10.02.2004, 18:36
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Standard Sexualität nach Gebärmutterhalskrebs

habe die wertheim-meigs im dezember 1999 über mich ergehen lassen, nach vorangegangener konisation.
danach habe mich ich fast ein jahr lang erfolgreich um dem sex gedrückt.
meine damalige beziehung war schon vor der op im eimer, also hatte ich erst einmal in den monaten danach niemanden, der mich hätte bedrängen können.
meine gynäkologin sagte mir damals schon vorab, daß sex anfangs etwas schwierig sein könnte, weil eben die scheidenlänge enorm verkürzt wurde.
das gespräch mit ihr (übrigens eine ärztin, wie man sie sich nur wünschen kann ... man kann über ALLES mit ihr reden !!!) ließ mich einen großen bogen um alle beziehungswilligen männer machen, obwohl sie auch unterstrich, daß eine weitung und dehnung der scheide hauptsächlich durch verkehr zu erzielen sei (fand ich damals schon fast ein bißchen anrüchig, grinsss ...).
fast ein jahr nach der op lernte ich meinen jetzigen partner kennen, mit dem ich eingehend über die problematik sprach.
lange hat es gedauert, bis ich über meinen dunklen schatten springen wollte.
trockenheit war und ist nicht das problem bei mir, aber die bei jedem verkehr auf's neue zu überwindende enge der scheide macht mir doch zu schaffen.
ein komplettes eindringen ist aufgrund der verkürzung nicht möglich, der versuch tut unsagbar weh, also lassen wir's beim teileindringen.
die orgasmusfähigkeit hat auch nicht gelitten, am anfang war ich mir durch meine angst selbst dabei im weg, aber mittlerweile hat sich das gegeben, und wir geniessen unseren sex, auch wenn er sich vom "normalen" sex unterscheidet.
ich hadere nicht, weil meine sexualität jetzt anders ausgelebt wird ...
... und ich wünsche mir nicht um alles in der welt wieder "normalen" sex, weil das illusorisch ist, ebenso, wie sich etwa ein frischer querschnitt seine alte sexualität wieder herbeiwünscht.
geht eben nicht ...
... und ist absolut ok so !
  #26  
Alt 02.03.2004, 01:02
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Standard Sexualität nach Gebärmutterhalskrebs

Hallo Biggi,

ich würde mich so eine Selbsthilfegruppe interessieren.Aber meine Frau hatte (auch Gebährmutterhalskrebs in der 32.SW) vor 4 Jahren eine schwere Operation gehabt und wir beide sind hörbehindert.Da gibt es ein Problem mit der Kommunikation.Macht das in der Selbsthilfegruppe ein Problem bei der Kommunikation?Ich würde mich freuen, wenn Du antwortest und danke für Deine Mühe.

Teddyfrank
  #27  
Alt 04.03.2004, 20:08
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Standard Sexualität nach Gebärmutterhalskrebs

Hallo Teddyfrank,
war heut erst wieder auf dieser Seite, deshalb die verspätete Antwort.
Es gibt viele Selbsthilfegruppen und bei denen nach Krebs kommen meist noch andere Erkrankungen durch die Behandlungen dazu. Ich denke dort seit Ihr gut aufgehoben und die Mitglieder würden sich auf Euch einstellen, es entstehen auch viele persönliche Kontakte in solchen Gruppen.

LG Biggi
  #28  
Alt 09.03.2004, 17:20
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Standard Sexualität nach Gebärmutterhalskrebs

Hallo Biggi,

vielen Dank für Deine späte Antwort. Natürlich werde ich mich für meine Frau einsetzen, dass Sie in einer Selbsthilfegruppe gehen soll.
Hier ist diesem Forum lese ich, dass ein paar Frauen doch nach der OP wieder den Sex geniessen können und andere können es doch nicht.Auch ich persönlich bin sehr vorsichtig und ich weiss ja gar nicht, ob es überhaupt möglich ist wieder Sex zu machen.Bei meiner Frau ist es kaum möglich Sex zu machen und Sie hatte Angst, dass es wieder von vorn losgeht.All das macht Ihr schwierig zu schaffen.Jetzt wollen wir nicht mehr darüber denken und wir geniessen uns jetzt das Leben.Aber bei mir macht das Problem, seit 4 Jahren ohne Sex zu erleben.Na ja Sex ist nicht alles im Leben.Aber ich werde schon bald verrückt und ich möchte es wieder erleben.Manche Frauen hier in diesem Forum, ob hier jemand Verständnis hat, dass der Partner eine Geliebte hat, wenn die Partnerin darüber bescheid wusste, oder hat jemand kein Verständnis dafür? Neulich habe ich auch diese Fragen gestellt und es gab verschiedene Meinungen. Die meisten Personen, die betroffen sind, hatten zum Teil vergessen, dass Ihr Partner auch dazugehört und er leidet sich auch darunter.Man muss nicht zu schnell einen Urteil abgeben wie z.B. "Du kannst ja trotzdem Sex machen, aber muss nur vorsichtig rangehen". Die Aussage ist nach meiner Meinung total verunsichert für die betroffenen Person und man denkt nur daran, dass Ihr Partner diese Aussage positiv beeinflussen lässt.Es hängt nach meiner Meinung an der Operation ab, ob es eine schwere Operation oder eine leichte war.
Aber ich verstehe grundsätzlich ganz gut, dass die betroffenene Frauen Ihren Partner festhalten möchte. Dies tut meine Frau auch und ich bin immer noch bei Ihr geblieben.Einst können wir nichts machen.Das ist der Sex.Ich bedanke mich Eure Aufmerksamkeit.

LG Teddyfrank
  #29  
Alt 25.03.2004, 13:56
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Standard Sexualität nach Gebärmutterhalskrebs

hallo an alle!!ich könnte heulen vor glück!ich habe alle eure berichte gelesen& fasse es noch gar nicht frauen gefunden zu haben die all diese probleme soo gut kennenich weiß gar nicht wo ich(31) anfangen soll!gebärmutterschleimhautkrebs,wertheim-op okt 02, strahlentherapie &afterloadings.danach war die scheidenschleimhaut seeehr gereizt&trocken.die ärzte haben sich in punkto sex mehr als bedeckt gehalten.ein strahlendoc sagte nach dem afterloading, wenn ich regelmäßig sex hätte würde sich alles ganz flott wieder einrenken!als mein mann(hochzeit5/99) und ich das"erste mal"loslegten war er super vorsichtig,aber ich habe vor schmerzen geschrien.darauf war ich nicht vorbereitet!das brannte wie feuer&hat geblutet.danach bekam ich einen vaginaldehner!ist aus silikon&sieht aus wie ein minidildo.also, gleitgel dran&trainieren.ich muß ganz ehrlich sagen, es ging ein wenig besser.wir waren aber weit weg von tollem sex,aber es war ja auch noch ziemlich frisch nach der strahlentherapie(2/03).irgendwann haben wir es dann einschlafen lassen.mein mann ist super verständnisvoll,ich finde die situation so sch..!die lust ist ja da, bei beiden.klar kann man so auch spass haben,aber ich möchte wieder normal sex haben.nicht dieses vorsichtige gepiekse&dann abruch weil nix geht!ich werde jetzt aber wieder mehr artig"dehnen".wenn Du,biggi,sagst das es echt besser wird, lohnt es sich auf alle fälle.die st.therapie ist jetzt ein jahr her&ich alles sich mehr oder weniger normaliesiert,nu soll auch der sex wieder klappen.oben habe ich irgendwo gelesen:"mit schmackes!"nu zu micky:vielleicht versuchst du es auch mit einem vaginaldehner,besser als garnichts versuchen ist das auf alle fälle,glaube ich.man zahlt da nur die rezeptgebühr und die gibt es in verschiedenen duchmessern.du bestimmst wie tief du es einführst und wie stark du es innen drehst und das gewebe damit dehnst.bei mir hat der alltag vielleicht auch eine gewisse trägheit ausgelöst.kein sex war bequemer als aua-sex!ich grüsse euch ganzganz herzlich,aber wenn ich jetzt nicht rausgehe platzt meinem hund die blase!ich schaue auf alle fälle wieder rein.LG,Bianca
  #30  
Alt 26.03.2004, 23:16
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Hallo Zusammen,

ich hatte im Januar 2000 die große Wertheim-Op und anschließend Afterloading und 28 Bestrahlungen. Das Ergebnis war eine totale Verengung, die operativ aufgedehnt werden sollte, was aber aussichtslos war, weil dann das Gewebe reißt und schmerzhafte Narben entstehen.Ich habe dann die Silikon-Tampons verschrieben bekommen, wo der letzte eine Länge von 13,2 cm und 4.5 cm im Durchmesser hatte. Alle Teile konnte ich nur mit Xyolocain Schmerzsalbe einführen und tragen.
Der Hammer war dann, dass sich Bestrahlungsnarben gebildet haben, die operativ erst 16 Monaten nach der letzten Bestrahlung entfernt wurden und als Ergebnis behielt ich eine unter 5 cm lange Scheide zurück, die so eng ist, dass an ein Eindringen gar nicht zu denken ist. Außerdem gibt es keine Garantie, dass sich nicht nochmal Narben bilden.Ich bin dermaßen bedient von den ganzen Torturen, dass ich schon einen komplett neuen Scheidenaufbau in Betracht gezogen habe, ähnlich wie bei den Transsexuellen, was aber auch nicht möglich ist, weil das verbliebene Bindegewebe total verhärtet und zu dünn ist. D.h. bei einer Op ist das Risiko, den Darm zu verletzen sehr groß. Folglich betreiben mein Mann und ich eine Art Blümchensex und ich schaue voller Wehmut auf die vergangenen Zeiten. Jede Frau sollte dankbar sein, wenn sie wenigstens noch etwas normalen Sex geniessen kann und nicht in der Illusion leben muss, da ist ja ein Eingang, aber leider ist er verschlossen. Ich würde mich nie wieder in dieser Form bestrahlen lassen und wie ich heute weis, war es wohl etwas überbehandelt. Ach so, noch was: Ich sollte damals am Ende der Bestrahlungen ein zweites Afterloading bekommen, was aber wegen der extremen Verengung gar nicht mehr möglich war und der Arzt sagte noch, dass ich aufgrund der Prognose gut drauf verzichten kann..... wenn ich besser aufgeklärt gewesen wäre, dann häte ich damals auf noch ganz andere Sachen verzichtet. Aber es ist alles unabänderlich. Leider.
Ich wünsche Euch alles Gute.

Lucie
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