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  #1  
Alt 29.09.2017, 21:28
Sophia3010 Sophia3010 ist offline
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Beitrag Gebärmutterkrebs in jungen Jahren

Hallo zusammen.

Ich hoffe dies liest hier jemand.. ich war noch nie in einem Forum unterwegs..

Ich suche auf diesem Wege Frauen, die das gleiche Schicksal haben wie ich. Zu meiner Person, ich heiße Sophia, bin 28 Jahre alt und habe im Mai diesen Jahres die Diagnose Gebärmutterkrebs bekommen. Ende Juli musste diese entfernt werden, leider ohne das der Kinderwunsch (der super stark ausgeprägt ist/war) erfüllt werden konnte!
Es tut einfach weh, meinen größten Traum nicht mehr erfüllen zu können..

Ich würde gerne mit Leidensgenossen ins Gespräch kommen und euch, eure Geschichte und eure Erfahrungen, Ängste etc. kennen lernen.

Lieben Gruß Sophia
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  #2  
Alt 30.09.2017, 09:45
Nimsaja Nimsaja ist gerade online
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Standard AW: Gebärmutterkrebs in jungen Jahren

Hallo Sophia,

schön, dass du den Weg ins Forum gefunden hast. Der Grund ist natürlich nicht so erfreulich.

Ich war im Dezember 2014 bei der Diagnose Gebärmutterkrebs 31 Jahre (also ein klein wenig älter als du). Kinder habe ich auch nicht, aber mein Kinderwunsch war nicht gerade sehr ausgeprägt. Vielleicht wäre das ja irgendwann noch gekommen.
Seit dem geht es mir eigentlich ganz gut. Die Nachwirkungen der fehlenden Hormone (sind bei dir auch die Eierstöcke entfernt worden?) sind aktuell sehr begrenzt bei mir. Bis auf Schlafprobleme geht es bei mir. Ich merke auch, dass ich nicht mehr so viel Energie habe wie früher, aber das ignoriere ich gerne. Ich lasse mir den Spaß am Leben nicht nehmen :-)

Wie sieht es bei dir aus? Hast du irgendwelche Nachwirkungen? Hast du eine Reha gemacht? Wie lautete die Klassifikation deines Tumors? Bei mir wäre es damals noch möglich gewesen, unter einigen Risiken ein Kind zu bekommen, aber ich habe mich dagegen entschieden. Deshalb vertrete ich auch überall die Meinung, dass nicht der Krebs mir die Möglichkeit geraubt hat, sondern ich mir selber.
Kannst mich auch gerne privat anschreiben, wenn du magst.

Grüße
Jasmin
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  #3  
Alt 30.09.2017, 11:02
Ilisweetie Ilisweetie ist offline
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Standard AW: Gebärmutterkrebs in jungen Jahren

Liebe Sophia,
hatte zwar einen anderen Tumor (Gebärmutterhals), aber das Ergebnis ist letztlich das Gleiche. Ich war 32. würde mich über einen Austausch freuen, da ich mich in der gleichen Situation befinde. Es ist schwer mir nicht Betroffenen darüber zu sprechen- da kommen nur dumme Sprüche (Adoption etc, als ob das mit über 30 u Krebs in Deu ginge...). Wir wollten definitiv ein Kind, ich hatte ein knappes halbes Jahr vor Diagnose die Pille abgesetzt. Zia, statt schwanger würde ich krank. Die Erkrankung war schon zu weit fortgeschritten, um gebärmuttererhaltend zu operieren, es war bei mir definitiv der Krebs u nicht ich, weshalb ich keine Kinder haben werde. Das fühlt sich für mich (ist fast 1Jahr her)noch immer sehr schmerzhaft an. Ein ganz schwieriges Thema über das ich auch nicht wirklich sprechen kann. Ich habe durch die relativ radikal vorgenommene OP auch weiterhin körperliche Probleme, das macht es nicht einfacher. Ich gehe auch regelmäßig zur Psychoonkologin, zurzeit bearbeiten wir genau das Kinderthema.
Wie kam es bei dir zur Diagnose? Wie wurdest du behandelt? Wie war deine Tumorformel? Nach OP bin ich bei Tp 1b1 gelandet, FIGO vorher nach Bildgebung war 1b2-2a1.
LG
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  #4  
Alt 15.10.2017, 11:39
Sophia3010 Sophia3010 ist offline
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Standard AW: Gebärmutterkrebs in jungen Jahren

Hallo Jasmin, hallo Ilisweetie,

erst ein mal vielen dank für eure Nachrichten und eure Offenheit. Ich muss gestehen, dass ich nicht damit gerechnet habe, dass sich jemand hier auf meinen Post meldet. Ich bin im Moment auch gar nicht so oft hier online, da ich seit 3 Wochen wieder arbeiten gehe. Zuhause fällt mir auch einfach auf dauer die Decke auf den Kopf und die blöden Gedanken kommen so auch öfters wieder. Nunja, ich starte jetzt wieder in meinem Studium durch und mache jetzt dieses Semester hoffentlich meinen Bachelorabschluss fertig. Mir fehlen nur noch zwei Prüfungen, die konnte ich leider im letzten Semester durch die Diagnose nicht mehr antreten... dann bin ich bald fertig ausgebildete Sozialarbeiterin.
Zu euren Fragen, also Nebenwirkungen merke ich schon wohl noch nach den zwei OP's. Ich hatte innerhalb von 5 Wochen zwei mal eine Bauchspiegelung, in der wird einem ja der Bauch mit Gas aufgebläht. Ist echt nicht schön sowas. Bei der ersten OP wurden mir 30 Lymphknoten entfernt, da war aber alles ok. Bei der zweiten OP wurde mir dann meine Gebärmutter entfernt und ein Eileiter. Ein Eierstock sitzt jetzt unterhalb der Leber, was sich ja schon crazy anhört und im MRT bestimmt witzig aussieht und der andere ist dort geblieben, wo er war, da er mit dem Darm verwachsen ist. Da mir nach der Total OP eine Radiochemo ans herz gelegt wurde (Zumindest sich mal beraten zu lassen) sollten die Eierstöcke eigentlich beide hochgesetzt werden. Mittlerweile habe ich mich aber gegen eine Radiochemo entschieden, dafür sind mir die Neben- und Langzeitschädigungen einfach zu krass. Jetzt muss ich engmaschig kontrolliert werden, sprich alle 3 Monate ins MRT und zum Doc. Aber das ist nicht das Problem Also Nachwirkungen habe ich in soweit, dass ich viel unbeweglicher geworden bin als vorher. Ich habe ein paar KG zu viel und das auch vor dem ganzen mist schon, aber jetzt hab ich das gefühl ich kann gar nichts mehr. Bin am freitag eine kleine Runde Rad gefahren, wozu ich mich wirklich überwinde musste, da ich mich noch nicht wirklich traue. Es hat etwas gezogen und gezwickt im Bauch, aber ich denke, das waren auch einfach die Muskeln die das nicht mehr kennen
Für mich geht es am 26. diesen Monats in eine Anschlussheilbehandlung für 4 Wochen. (Ich bin davon noch nicht ganz so überzeugt).. aber na ja.. auch das macht man mit und man lässt es über sich ergehen Was auch noch eine Nachwirkung ist, dass ich seit 5 wochen Lymphdrainage bekomme und diese auch wohl mein Lebenlang weiter bekommen muss. Zusätzlich muss ich Oberschenkel lange Stützstrümpfe tragen. Das ist echt kein Spaß, das kann ich euch sagen. Die Dinger nerven einen ziemlich oft.

Bei meiner Diagnose war es eher ein "Zufallsbefund". Ich bin mitte letzten Jahren angefangen mit Zwischenblutungen. Was ich allerdings nicht als schlimm empfand und es auf den ganzen Stress geschoben habe. Uni, Haushalt, arbeiten.. ist manchmal echt schwer alles unter einen Hut zu bekommen. Aber letzten Weihnachten wurden die Blutungen ganz ganz schlimm. ich bin nur noch mit 2x ersatzoutfits und vielen Binden aus dem Hausgegangen. Ich hab teilweise in 2 Tagen 80 Binden verbraucht. das war echt krass. Kam teilweise von der Toilette nicht herunter.. war in der zeit monatlich min. 3 mal beim Frauenarzt. Mir wurde immer gesagt es sei alles normal und alles ganz ok. Es wurden pappabstriche gemacht (diese waren negativ) es wurden Tumormarker kontrolliert da war auch alles gut.. naja bis ich dann im April mächtig ausgeflippt bin, weil ich mich unverstanden gefühlt habe.. mir wollte niemand helfen, hatte ich das Gefühl. Dann ging alles ganz schnell auf einmal. Es wurde eine Ausschabung und ein MRT gemacht. Beim auschaben wurden Krebszellen gefunden diese wurden aber als Gebärmutterhalskrebs beziffert. Leider wurde im MRT deutlich, dass der Krebs mehr als 6cm groß war. und das passte alles nicht zu den Befunden des Gebärmutterhalskrebses. Ende vom Lied war, dass ich dann in Hamburg in einer sehr guten Klinik gelandet bin und dort wäre alles getan worden um meine Gebärmutter zu erhalten. Die haben alle Test noch einmal gemacht und so kam auch Gebärmutterkrebs raus. Da passten die Puzzleteile dann wieder alle zusammen. Mir wurde bzw. uns wurde damals gesagt, wenn ich nächstes Jahr schwanger geworden wäre (was bei uns schon in der Planung war), und das ding wäre nicht erkannt worden, wären das Kind und ich dabei gestorben. Das einzig gute ist, wo ich heute wirklich sehr sehr froh drüber bin, dass der blöde Krebs nicht gestreut hat, das hätte alles viel viel schlimmer ausgehen können.

Ach so..meine Krebsklassifikation ist pT1b2 pN 0 L0 V0 Pn0 G2 R1

Geändert von Sophia3010 (15.10.2017 um 11:42 Uhr)
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  #5  
Alt 15.10.2017, 12:41
Nimsaja Nimsaja ist gerade online
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Standard AW: Gebärmutterkrebs in jungen Jahren

Hallo Sophia,

wieso bekommst du denn Lymphdrainagen? Mir wurden auch einige Lymphknoten entfernt, bei mir ist das aber nicht angedacht.
War dein Tumor denn hormonabhängig? Mich wundert, dass du deine Eierstöcke noch hast. Bei mir wurde alles entfernt.
Wo gehst du denn zur Anschlussheilbehandlung? Ich wollte damals möglichst weit weg von zu Hause wegen meiner Mutter. Die wollte mich in der Reha unbedingt besuchen und mein Mann meinte, wenn ich das mache, dann so, dass ich auch Ruhe habe. Deshalb war ich auf Föhr. Ich habe nette Leute kennen gelernt, mit denen ich heute immer noch Kontakt habe und wir hatten schöne drei Wochen. Direkt am Meer kann man ja nur eine schöne Zeit haben Von der Anzahl der Behandlungen war ich nicht so sehr angetan. Ich war im Mai während sämtlicher Feiertage da und dementsprechend waren viele Therapeuten nicht da. Teilweise hatte ich nur 2-3 Anwendungen am Tag, man konnte in der freien Zeit aber aufs Ergometer, ans Meer, die Insel erkunden, etc. Nichtsdestotrotz hat es mir was gebracht. Ich habe die Spaß am Fotografieren wieder entdeckt und seitdem mache ich mehr Sport.

Das mit deinem Zufallsbefund kommt mir bekannt vor. Ich hatte auch starke Blutungen (wobei 80 Binden in 2 Tagen habe ich nicht erreicht) und habe es auf den Stress geschoben. Auf der Arbeit gab es eine Überstunde nach der anderen, nebenher Studium... mehr als genug Stress. Kurz vor der Diagnose lief das Blut wie Wasser raus. Daraufhin habe ich mir zum ersten Mal in meinem Leben auf der Arbeit angerufen und gesagt, dass ich nicht komme. Einige Wochen später bin ich beim Reifenhändler umgekippt, als mein Auto neue Räder bekommen hat. Schwups, war ich im Krankenhaus und dann nahm alles seinen Lauf. Die waren überrascht, dass ich mit einem hb-Wert von 5 (oder war er sogar bei 4,5?) noch so fit war.

Und: ich war auch froh, dass das Biest nicht gestreut hat und ich im Endeffekt mit einem blauen Auge aus der Sache gekommen bin (Stand heute)
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  #6  
Alt 15.10.2017, 14:14
Ilisweetie Ilisweetie ist offline
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Standard AW: Gebärmutterkrebs in jungen Jahren

Liebe Sophia, liebe Nimsaja,
ich gehe auch (und das wohl auch für den Rest meines Lebens) 1-2x die Woche zur Lymphdrainage. Finde das ganz angenehm u mein Physiotherapeut ist echt ein Schatzi, mach da auch das ganze andere Krankengymnastik etc Zeug. Hab da immer ne Menge Spaß, wir machen da sehr viel. Ist ganz schön, wenn die Therapeuten im gleichen Alter sind wie man selbst u man auf einer Wellenlänge ist. Mir wurden auch knapp 30 Lymphknoten entfernt, was dazu führt, dass sich über den Tag Lymphflüssigkeit im Bauch u den Oberschenkeln ansammelt. Daher die Lymphdrainage. Auch die fesche kompressionsbestrumpfung habe ich seit dem. Ohne ist gerade bei langem Ditzen od Stehen echt ein Problem. Hast du nur die Strümpfe? Gerade die Leiste u auch Bauch brauchen ja auch Ubterstützung, da reichen die Strümpfe nicht hin. Ich trage kompressionsstrumpfhosen od Leggins. Finde ich auch ganz praktisch zu Kleidern, Röcken etc. Wenn du da keine Probleme mit hast, Nimsaja, sei froh. Wie viele Lymphknoten wurden dir entnommen? Bei Sophia u mir waren es ja ungefähr gleich viele. Sophia, weshalb hattest du denn 2 ops? Bei mir wurde beides in einer gemacht. Zunächst laparadkopisch die Lymphknoten raus, die wurden schon während der OP per Schnellschnitt auf Befall untersucht, da sie ok waren, wurde weiter operiert. Hat insgesamt etw über 7 Stunden gedauert. Leider konnte die OP nicht als Lapsroskopie fertig gemacht werden, daher hatte ich dann den großen Bauchschnitt, quer 26cm. Ich habe meine Eierstöcke auch noch, und das trotz Risiko Adenokarzinom. Wegen der doch nicht ganz unerheblichen Folgen des Hormonabfalls bei Entfernung der Eierstöcke werden die ja nach genauer Abwägung bei jungen Frauen häufiger belassen. Habe da sehr mit meinem Prof diskutiert, da ich für alles raus war. Naja, er wird schon wissen, was er tut...ach, der Tumor muss da natürlich hormonunabhängig sein.
Geh unbedingt auf Reha. Das ist super! Mir ging es wie die, ich war auch echt skeptisch vorher. Habe dann aber sogar verlängert. Mir hat es echt viel gebracht, ich wurde deutlich fitter. Habe mich vorher wie 100gefühlt, danach nur noch wie 70;-)ne, im Ernst- mach das! Man braucht mal den Abstand u die Auszeit, war ja kein Schnupfen den wir hatten. Doof war nur, dass fast nur alte Leute dort waren. Habe dann aber doch noch ein paar Gleichaltrige gefunden. Wir hatten ne Menge Spaß u treffen uns auch jetzt noch gelegentlich. Bei mir war es genau andersherum wie bei Nimsaja. Wie weit war mir wurscht. Ich wollte schon Besuch. Sonst sind die We schon recht lang. Mich haben so viele Keute besucht, die konnten sogar bei mir im Zimmer schlafen. Ich persönlich fand das schön. Meine Ruhe u die Anwendungen hatte ich ja Mo bis Fr.
Meine Diagnose lief ja auch ähnlich ab wie bei euch, wobei ich nie krasse Blutungen hatte, nur ganz leicht. Erst bei der Gyn-Untersuchung fing es dann so heftig an zu bluten, dass ich notfallmäßig ins KH kam. Da nahmen dann die Dinge ihren Lauf...
Außer den Lymphproblemen habe ich noch Blasenprobleme. Auch ein echter Sch...aber was solls...insgesamt geht's mir gut!
Sophia, hast du mit deinen Ärzten wg der Radiochemo genauer gesprochen? Weil das R1 in deiner Tumorformel sagt ja, das nicht 100% tumorfrei operiert wurde. Weißt du in welchem Bereich das R1 war oder ob einfach der Abstand zum gesunden Gewebe recht klein war, dann steht da auch R1.
Freue mich mehr von euch zu hören,
LG
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  #7  
Alt 15.10.2017, 14:45
Nimsaja Nimsaja ist gerade online
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Standard AW: Gebärmutterkrebs in jungen Jahren

Hi Ilisweetie,

bei mir wurden 25 entfernt, also nicht so viel weniger als bei euch. Deswegen bin ich auch ein wenig verwundert.
Ich bin natürlich froh, dass ich da keine Probleme mit habe. In der Reha hatte ich auch einen Vortrag dazu und woran man das erkennen kann. Toitoitoi.
Einen guten Physiotherapeuten zu haben ist wichtig. Gerade, wenn man häufig hin muss.
Also war dein Tumor nicht hormonabhängig? Meiner war es und deswegen nehme ich auch keinerlei Hormone. Ich war diesbezüglich bei drei Ärzten und habe drei Meinungen bekommen. Chefarzt im KH meinte "warten Sie 2 Jahre mit der Einnahme von Hormonen", Onkologe (da war ich nur dieses eine Mal) "ach, die können Sie sofort nehmen", Spezialist "lassen Sie die Finger von den Hormonen, es sei denn, es geht Ihnen dreckig." Ich habe mich dann entschieden, die Finger von den Hormonen zu lassen.

Grüße
Jasmin
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  #8  
Alt 16.10.2017, 09:31
Sophia3010 Sophia3010 ist offline
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Beitrag AW: Gebärmutterkrebs in jungen Jahren

Hallo Jasmin, hallo Ilisweetie,

die Lymphdrainage habe ich mir von meiner Frauenärtzin verschreiben lassen.. also mir wurde das nicht von den Ärtzen aus verschrieben. Die tollen Strümpfe, trage nur oberschenkelstrümpfe trage ich zur vorsorge, wurde mir von meiner Physiotherapeutin geraten. Ist also auch kein muss von den Ärzten.
In meinem Abschlussbericht der Klinik steht, dass meine Tumorqualifikation R1 hat, aber in dem Brief zur Radiochemo steht R0. Da lag dann der Bericht des Pathologen vor, soweit ich weiß. Mein Krebs war laut der Ärzte Hormonabhängig und ich denke der kam von der Pille. Habe damals mit 14 meine Pille bekommen, da ich viel männliche Hormone hatte gabs dann eine mit viel Östrogen. Das ist glaub ich der Fehler gewesen.
In die Anschlussheilbehandlung gehe ich nach Bad Oeynhausen (Bad Öxen), dort gibt es eine Gruppe für junge Erwachsene im alter von 25-31, da komme ich rein. ich bin gespannt. Ich denke ich will nach einer Woche schon wieder nach Hause werde da bei 4 Wochen echt verrückt. Das war in Hamburg in der Klinik schon so. Habe immer rumgejammert das ich nach Hause möchte
Hormone bekomme ich keine, brauche eigentlich gar keine Medikamente
Es ist zwar wohl eine krasse Nummer und wirklich schwer zu begreifen, aber ich kann mich aufjedenfall nur anschließen und sagen ich bin soo sooo soooo froh, dass es "nur" das war und es nichts anderes befallen hat. Wenn ich mir andere Geschichten anschaue, die 19 Chemos hinter sich haben und nichts hilft, weiß man das schon wohl zu schätzen, dass man da einigermaßen glimpflich raus gekommen ist. Obwohl mein Narkose Arzt in der Klinik mir ja bei der Besprechung gesagt hat, wenn man einmal Krebs hatte, bekommt man den auch noch ein zweites mal. Er würde darüber gerade schreiben. den Satz fande ich echt unpassend kurz vor einer OP.

Ich wurde 2 mal operiert, da bei der ersten op noch mal Gewebe entnommen wurde und im MRT die Lymphknoten auffällig aussahen, sowie ein fleck auf der Leber. Da war aber alles gut. Gott sei dank. Nach der op war dann auch klar, dass es kein Gebärmutterhalskrebs sondern Gebärmutterkrebs war. Das war eine echte Tortur, dass kann ich euch sagen.

Geändert von Sophia3010 (16.10.2017 um 09:35 Uhr)
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  #9  
Alt 17.10.2017, 13:40
Ilisweetie Ilisweetie ist offline
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Standard AW: Gebärmutterkrebs in jungen Jahren

Hallo Sophia,
war zunächst ähnlich bei mir. Ist auch kein Muss mit den Strümpfen u der Lymphdrainage, wobei mir das schon im KH empfohlen wurde. So reite ich zB u da werden die Leisten u somit Lymphbahnen zusätzlich gequetscht, da soll ich eine Kompressionsstrumpfhose anziehen. Zur Vorbeugung von schlimmeren Ödemen hat mir angeraten diese täglich die ersten Monate zu tragen. Habe ich gemacht, komm auch ganz gut klar. Jetzt zieh ich sie nicht mehr täglich an, kommt immer auf den Tag an. Wobei das ganze schon insgesamt (so nach Ca 6-9 Monaten) anfing etw schlechter (sprich Schwellungen) zu werden. Liegt aber best auch daran, dass ich wieder Vollzeit arbeite u da den ganze Tag sitze bzw stehe. Aber es gibt schlimmeres als Strumpfhosen u Lymphdrainage, gerade letzteres ist doch ganz nett!
Das mit der Pille hat sicherlich einen Einfluss gehabt. Ich habe sie auch 14 Jahre durchgängig genommen und mein Prof hat das schon als einen Grund (unter vielen) angegeben. Wiederum nehmen so viele Frauen sie ein und nix passiert...naja...
Ja, ich bin auch echt froh, dass es "nur" so war, wie es war! Als ich die OP Nachbesprechung inkl Path-Befund hatte u erfahren habe, dass die lymphknoten alle ok waren u keine Weiterbehandlung ansteht, bin ich meinem Prof um den Hals gefallen u habe geheult. Das ganze hinterlässt schon einiges an Spuren u Narben- am Körper u in der Seele!
Das glaub ich, zwei Vollnarkosen nacheinander sind auch kein Spaß!
Der Satz von deinem Narkosearzt ist ja voll daneben! Der meint wohl auch er sei vorallem sicher u es betrifft ihn nicht. Krebs od sonst was kann aber auch ihn schneller erwischen als ihm lieb ist- da würde er dann best nicht mehr so blöd daherreden!
Huhu Nimsaja, ja, mein Tumor war nicht hormonabhängig, daher sind die Eierstöcke noch drin, wurde nur verlagert für den Fall, dass noch eine Bestrahlung erfolgen hätte müssen.
Gehst du auch noch regelmäßig zum Physio? Was machst du da? Ich geh halt zur Lymphdrainage, dann noch Beckenbodentraining u Krankengymnastik (habe etw Problem mit dem linken Bein OP-bedingt).
Geht ihr eigentlich zu einer Psychoonkologin?
LG
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  #10  
Alt 19.10.2017, 10:46
Nimsaja Nimsaja ist gerade online
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Standard AW: Gebärmutterkrebs in jungen Jahren

Hallöchen :-)

Sophia, warum hast du eigentlich vier Wochen AHB? Bei uns hatten alle nur drei Wochen mit Aussicht auf Verlängerung. Aber ich hoffe, dass du gute Therapien hast, die dir auch was bringen, und nette Leute triffst. :-)
Die Aussage des Narkose-Arztes finde ich auch sehr fies. Ich finde, das geht gar nicht. Man macht sich eh schon genug Sorge. Bei jede Zimperlein "was ist das denn jetzt schon wieder?".

Habt ihr das mit den Lymphen irgendwie bemerkt? Probleme mit Schwellungen oder so habe ich aktuell nicht. Ich würde sagen, alles wie vorher diesbezüglich.

Ilisweetie, ich drücke dir die Daumen, dass die Eierstöcke noch genug Hormone produzieren. Das kann ja durchaus klappen und dann sind die ganzen Nebenwirkungen theoretisch nicht so schlimm.
Ich war nur letztes Jahr bei der Physio. Bin im Fitnessstudio vom Laufband geflogen (wollte es ausmachen und habe etwas falsch gemacht ). Seitdem habe ich Probleme mit der Schulter. Die Ärzte haben mich daraufhin zur Physio geschickt und das hat auch geholfen. Aber sobald ich wieder was mit der Schulter gemacht habe (auch 15 Minuten aufräumen reichen da aus), ist alles wieder wie vorher. Eine richtige Diagnose habe ich immer noch nicht. Muss da aber noch mal hin, weil besser geworden ist es nicht.

Zur Psychoonkologin gehe ich persönlich nicht. Gehst du hin?
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  #11  
Alt 20.10.2017, 21:08
Sophia3010 Sophia3010 ist offline
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Standard AW: Gebärmutterkrebs in jungen Jahren

Hallo ihr beiden,

also ich habe auch keine Schwellungen der Beine oder so an mir bemerkt. Ich merke aber halt schon, dass ich unbeweglicher bin als vorher.. und mein rechter Oberschenkel fühlt sich taub an.. ich hab zwar gefühl drin, aber irgendwie fühlt es sich an, als wäre das bein eingeschlafen. Aber meine Physiotherapeutin meint, das ist nichts schlimmes, dass kann sein, dass es so bleibt, aber es kann auch wieder weg gehen. Warum ich vier Wochen AHB habe, weiß ich gar nicht.. das war bei mir auch ein hin und her... Normalerweise hat man die AHB auch spätestens nach 2 Wochen der OP.. bei mir sind es jetzt aber schon knapp 8 Wochen her.. naja was soll`s.. ich bin gespannt wie es wird. 3 Wochen würden mir definitiv auch reichen... ich hab ja noch immer die Hoffnung, dass die sehen, dass ich eigentlich relativ fit bin und die mich nach drei Wochen gehen lassen
ach übrigens.. meine eierstöcke sind wie bei dir Ilisweetie auch verlagert worden.. mein Prof in Hamburg ist dafür bekannt das er sie weit hoch setzt, um diese bei einer möglichen bestrahlung nicht zu schädigen. Ein EIerstock sitzt irgendwo unter der Leber und der andere ist da wo er sonst war, da er mit dem Darm verwachsen ist und nicht so ohne weiteres verlagert werden konnte.. schon IRRE irgendwie das ganze.
Bei mir überwiegen im Moment eigentlich die "guten" tage, aber heute war mal wieder ein nicht so guter Tag.. viele Gedanken wieder gehabt.. viel geweint.. Das ganze ist doch recht schwer zu verstehen, aber so langsam kommt die Phase der Akzeptierung, dass es nunmal jetzt so ist wie es ist..
Ich lebe seit der ganzen Sache auch anders.. habt ihr das auch? das ihr so wie ich manche Sachen zum beispiel bewusster wahrnehmt oder auch einfach was die Zukunftsgestaltung angeht relaxter seit? Ich habe immer viel voraus geplant.. ich bewerbe mich im moment auch viel, da ich ja hoffentlich demnächst mein Studium abschließen werde. Selbst da bin ich gelassener geworden.. bisher hatte ich immer schiss und habe mir selbst den Druck gemacht, dass ich direkt was finden muss,.. das habe ich jetzt nicht mehr so stark. Mittlerweile denke ich mir, "Dann ist das halt so", wenn ich mal wieder eine Absage bekomme..

Zu einer Psychoonkologin gehe ich bisher auch nicht. Denke auch nicht, dass ich dort hingehen werde in naher Zukunft.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende liebe Grüße Sophia

Geändert von Sophia3010 (20.10.2017 um 21:12 Uhr)
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  #12  
Alt 21.10.2017, 13:54
Nimsaja Nimsaja ist gerade online
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Standard AW: Gebärmutterkrebs in jungen Jahren

Hallo Sophia,

also ich hatte die OP Mitte Dezember und war erst Mitte April in der Reha. Ich weiß nicht, wieso das so lange gedauert hat. Meine Gyn hat mich auch für die Zeit krank geschrieben. Auf der einen Seite fand ich es gut, weil mein Job extrem stressig vor meiner Krankheit war und ich das auch zur Regeneration benötigt habe. Auf der anderen Seite fühle ich mich ein wenig schuldig daran, weil mein damaliger Chef dadurch viel zu tun hatte, einen großen Bock geschossen hat und versetzt wurde. Ich weiß, ich kann da nichts für, aber ich fühle manchmal so.
Bei mir war es in der Reha so, dass ich auch relativ fit war im Gegensatz zu den einigen anderen. Ich glaube, deswegen hatte ich auch so wenig Anwendungen. Die wollten mich damals wirklich zum Verlängern "zwingen" und waren sauer, dass ich das nicht wollte. Ich wollte den Platz lieber Leuten geben, die ihn nötiger hatten.

Ich habe damals für mich beschlossen, einfach das Beste aus der Situation zu machen. Knapp ein Jahr nach der OP habe ich hin- und herüberlegt, ob ich mir eine neue Kamera kaufen soll. Ich dachte mir dann nur "wer weiß, was die Zukunft bringt" und bin los gezogen.
Auch jetzt die Gedanken mit meinem Job. Derzeit bin ich definitiv nicht glücklich, mich halten derzeit aber zwei Faktoren vom Bewerben ab: Ich habe hoffentlich ab Sommer meinen Master-Abschluss und mein Team (ich weiß nicht, ob man je wieder so viel Spaß auf der Arbeit haben kann). Auf der anderen Seite steht ein sehr fordernder Chef, mit dem du über jeden Urlaub diskutieren musst und eine Firma, die auf dem absteigenden Ast ist. Zurück zum Punkt: wer weiß, was die Zukunft bringt und wie lange will man sich einen Job antun, der einen nicht vollkommen glücklich macht... ?
Was studierst du?

Schönes Wochenende :-)
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  #13  
Alt 21.10.2017, 16:51
Sophia3010 Sophia3010 ist offline
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Standard AW: Gebärmutterkrebs in jungen Jahren

Hallo Jasmin,

ich bin auch seit April durchgängig krank geschrieben.. wer weiß wofür man das noch braucht? (Rentenversicherung.. und und und..). Ich bin aber froh, wenn ich nach der Reha das Thema erstmal so gut wie es geht abschließen kann.. zumindest es versuchen. Klar muss ich engmaschig kontrolliert werden, aber so langsam geht mir das ganze echt auf die nerven. Du darfst dir keine schuld bezüglich deiner Erkrankung und daran, dass dein damaliger Chef mist gebaut hat geben! Du kannst für deine Krankheit nichts!
Ich hatte diese Phase auch schon, allerdings habe ich mir nicht Vorwürfe wegen der Arbeit gemacht, sondern wegen meinem Partner. Das ich ihm nicht mehr seinen großen Traum von eigenen Kindern verwirklichen kann. Es tat am Anfang echt weh und ich hab viel darüber nachgedacht und mich schuldig gefühlt. Aber Gott sei Dank steht er hinter und auch zu mir und gibt mir den halt, den ich brauche.
Was deine jetzige Arbeitssituation angeht, das kenne ich auch. Ich kann dir nur den Tipp geben, wenn du dich unglücklich fühlst, wag einen Neuanfang! Ich habe vor meinem Studium (studiere Soziale Arbeit) erst eine Ausbildung zur Hotelfachfrau abgeschlossen und auch noch 3 Jahre in dem Beruf gearbeitet. Ich war so tot unglücklich, hab oft die Stelle gewechselt.. kam oft mit den Chefs überhaupt nicht klar aber sehr gut mit dem Team. Ich hatte mich dann mit 25 dazu entschlossen einen neuen Weg einzuschlagen, eine neue Ausbildung zu machen. Hatte aber nur eine Absage nach der anderen. Ich wollte nie studieren, weil ich eigentlich nicht so der Lerntyp bin, aber ich hatte mich nach den ganzen Absagen einfach mal auf gut Glück bei der FH beworben.. und siehe da,, es hat direkt beim ersten Anlauf geklappt. Am Anfang konnte ich es kaum glauben.. ich studieren? das war eine komische Vorstellung für mich. Ich hatte dann aber doch den Mut es auszuprobieren und hab mir gesagt, was hast du zu verlieren? Probier es aus. Ich hatte auch die selben Gedanken wie du, will ich wirklich mein Leben lang den Job machen, der mich nicht glücklich macht? nein das wollte ich nicht! Heute bin ich froh und auch stolz, diesen Schritt gegangen zu sein und kann wirklich jedem nur raten, (wer wirklich unglücklich ist) hab Mut zur Veränderung!

Worin machst du deinen Master?
Ein Master in der sozialen Arbeit werde ich wohl nicht machen, dass es sich in dem Berufsfeld überhaupt nicht lohnt. Man wird höchstens als BA bezahlt. Sozialarbeiter sind die schlecht bezahltesten Akademiker überhaupt.. aber naja, was solls. Ich hab meinen Beruf für mich gefunden Ich würde gerne in später in der Schulsozialarbeit (am liebsten in einer Grundschule) arbeiten. Ich habe da schon eine ganz bestimmte Idee, die ich irgendwann verwirklichen möchte.. Ich möchte mir einen Hund anschaffen und mit ihm die Therapiehundeausbildung absolvieren um ihn dann als Therapiehund einsetzen zu können.

Liebe Grüße
Sophia
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  #14  
Alt Gestern, 10:21
Nimsaja Nimsaja ist gerade online
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Hallo Sophia,

seit April ist ja auch schon eine ganze Zeit. Mir ist es gelungen, durch die Reha einen Strich drunter zu machen. Nach der Reha war ich noch 1,5 Wochen zu Hause (=> das hatte der Sozialberater der Reha so gewollt) und dann habe ich Wiedereingliederung gemacht.
Ja, du hast Recht. Für die Krankheit kann ich nichts. Ist auch nicht so, dass irgendwelche Schuldgefühle an mir nagen. Ich meine, er ist auch selber schuld. Es war ja klar, dass ich nicht nur kurzfristig fehle. Da hätte er sich einen Leiharbeiter nehmen sollen.
Dann hast du ja den richtigen Weg eingeschlagen. An sich mag ich das, was ich mache. Ich habe auch kein Problem damit, auf der Arbeit gefordert zu werden. Aber unser Chef verlangt zu viel und gibt so wenig (okay, in den letzten Jahren habe ich viele Gehaltserhöhungen bekommen.. aber sind nicht planbare Urlaube und Feierabendzeiten wichtiger?). Ich hatte jetzt zwei Tage frei und laut meinen Kollegen wollte er mich Samstag anrufen, dass ich Sonntag arbeiten kommen soll. Hat er nicht gemacht... ich wäre auch nicht ans Telefon gegangen.

Soziale Arbeit? Finde ich super. Für mich persönlich wäre das nichts, aber ich finde das richtig toll. Deine Idee hört sich an wie die einer Freundin von mir. Die möchte das auch machen, kann es aber derzeit nicht umsetzen (nicht genug Geld, um den Hund in Ruhe auszubilden). Ich finde es wichtig, dass man das macht, was einem Spaß macht. Hast du schon einen Hund?
Ich studiere Master Wirtschaftswissenschaften. Aktuell schreibe ich meine Masterarbeit und im März die letzten zwei Klausuren. Aktuelle arbeite ich im Controlling und da habe ich - bis auf den Chef - auch Spaß dran

LG
Jasmin
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  #15  
Alt Gestern, 11:01
Ilisweetie Ilisweetie ist offline
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Standard AW: Gebärmutterkrebs in jungen Jahren

Huhu, guten Morgen :-)
Habe heute meinen "Bleibe bis mittags im Bett"-Tag;-) bin immer ziemlich ko von der Arbeit, da muss ich das We zum erholen nutzen. Muss heut aber leider auch noch einiges für die Arbeit vorbereiten u auch noch korrigieren, igitt! Ich arbeite als Berufsschullehrer (bei den gaaaaanz garten Jungs;-). Ich wurde im Nov operiert, war aber auch nicht in der Frist auf Reha, war mir da mit meinem Prof einig, dass mir das noch nichts gebracht hätte. War da körperlich noch zu schwach u mit dem riesen Bauchschnitt hätte ich nix gedurft, auch nicht ins Schwimmbad. So war ich nicht zur Anschlussheilbehandlung, sondern zur Anschlussreha, heißt nur anders...bin im Feb gefahren. 3 Wochen waren angesetzt, wobei mir gleich gesagt wurde, dass ich verlängern kann. Habe ich auch, war 4 Wochen, hätte auch eine 5. bekommen, aber irgendwann reicht es dann. Mit hat es viel gebracht, man haben die mich gescheucht, ich hatte so viel Programm, unglaublich. War fast Stress;-)! Mir hat es super gefallen, die Zeit ging leider so wahnsinnig schnell rum. Wir waren nur wenig Junge, dafür haben wir uns aber Mega verstanden u sind jetzt alle richtig befreundet u haben regelmäßig Kontakt. Die Gespräche waren teils schon etw makaber bzw unter der Gürtellinie (man vergleicht halt manches, konnte zB einige Gemeinsamkeiten mit unseren Hoden/Prostata-Jungs feststellen). Wir hatten definitiv in der Zeit viel Spaß u zu Zuwenig Schlaf.
Im Nachhinein habe ich zu früh u zu schnell wieder gearbeitet, ich hätte mir mehr Zeit lassen sollen. Ich bin leider einfach nicht mehr so belastbar wie früher u mein Job ist sehr fordernd. Nach der Reha war ich noch 4 Wochen daheim (das ist wichtig wg Geld- erst dann bekommt man in der Wiedereingliederung Krankengeld u nicht nur Übergangsgeld). Habe dann Ende Apr die Wiedereingliederung begonnen und schon im Jul wieder Vollzeit gearbeitet. Meine Männer (habe nur Kollegen) sind aber echt ganz goldig und sehr um mich bemüht! Muss sie da echt loben! Sonst würde ich das alles gar nicht schaffen.
LG u schönen So!
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