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  #256  
Alt 24.08.2013, 04:50
Eagle-Eye Eagle-Eye ist offline
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Beiträge: 239
Standard AW: Wir stellen uns mal vor (ich und der Krebs)

Hallo Ihr da,

ich weiß leider nicht, wo ich zuerst anfangen soll.
Da ist die Trauer, der Schmerz den meine Familie und ich durch den Tod meines Papas haben...

Dann ist da die Sorge, dass wir all das (Miete etc. Ärger mit Vermieter) nicht hinbekommen. Und ich finde leider keine Zeitung o. ä. die mich als "Schreiberling" haben möchte.

Und jetzt mache ich mir auch noch mehr Sorgen und Ängste um meine Mama. Sie war am Donnerstag beim Arzt. Man fand in ihrem Hals einen sehr großen Knoten. Man sprach gleich von Krebs, aber genaueres könne man erst nach einer Untersuchung beim Nuklearmediziner sagen. Der Termin ist gleich am Dienstag.

Ich weiß nicht wieso, weshalb und warum, aber all das hat meine Familie nicht verdient. Mein Papa war so ein liebevoller, wunderbarer Mensch, ebenso meine Mama und Amie.

Das Leben ist nicht fair.

Dennoch wünsche ich hier allen viel Kraft, Zuversicht um den Weg zu gehen, den man gehen muss.


Liebe, aber tieftraurige Grüße



Christin
  #257  
Alt 24.08.2013, 11:08
Sandra43 Sandra43 ist offline
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Beiträge: 438
Standard AW: Wir stellen uns mal vor (ich und der Krebs)

Hallo Chrissi,
Ach verdammt, lass Dich erst mal virtuell

Deiner Mama sind die Daumen gedrückt.
Aber da ich ja auch gerade doofe dicke Lymphknoten habe (bzw. hatte, sind ja jetzt draußen ) wundert es mich schon, das die Ärzte bei Deiner Mama gleich von Krebs gesprochen haben sollen.

Bei mir wurde das böse K-Wort von der Ärzten gar nicht in den Mund genommen.
Es wurde eher so formuliert "ES kann alles sein" das Böse M-Wort (M wie Metastasen) stand auch nur in dem Arztbrief.
Wenn das böse K-Wort oder das böse M- Wort ausgesprochen wurde, dann kam das aus meinem Mund.
Ich weiß ja nicht, in wieweit eine hinlänglich sichere Diagnose alleine durch Tasten? und Ultraschall? überhaupt möglich ist, bin ja aber auch kein Arzt.
Bei MIR persönlich hat aber selbst die Untersuchung in der Nuklearmedizin (Also Ultraschall und Szintigrafie) "nur" den Verdacht ergeben, dass der doofe dicke Lymphknoten eventuell eine Metastase sein könnte, für ein endgültiges Urteil mussten die Dinger raus.

Also: Versuche ein bißchen ruhig zubleiben. Es gibt 1000 Gründe warum die doofen Lymphknoten dick sein könnten.
Ihr habt in eurer Familie so eine schwere Zeit durchgemacht und macht Sie noch immer durch, da wäre es doch auch logisch, wenn das Immunsystem von Deiner Mama ein bißchen angegriffen ist und sie irgendwo eine Entzündung hat und deshalb der doofe Lymphknoten dick ist ...

Liebe Chrissi, ich will Dir weder zu Nahe treten noch Dich Nerven, aber überleg Dir bitte bitte bitte nochmal ob Du Dir nicht doch Hilfe holst (Psychotherapie, Selbsthilfegruppen oder ähnliches)
Du hast so viel zu stemmen, so viel durchzumachen und jeder braucht doch auch mal jemanden bei dem er zumindest mal über alle Sorgen, Ängste und Befürchtungen sprechen kann, ohne dass man auf das Gegenüber Rücksicht nehmen muss.

Ich weiß, dass das jetzt auch nicht der passende Zeitpunkt ist, aber sollte es bei Deiner Mama Entwarnung geben (was ich sehr für euch hoffe) willst Du dann nicht doch nochmal über eine Reha nachdenken???
Soweit ich mich erinnere hast Du ja noch PNP in den Händen, Du kannst -offensichtlich- nachts nicht schlafen und und und.
(Ich glaube Du hast auch einen Hund? Ich habe hier irgendwo von einer Reha gelesen, bei der man seinen Hund mitnehmen konnte.)

Noch zu der Geschichte mit dem Vermieter, wenn ich hier schreiben würde was ich über euren Vermieter denke, dann würde das umgehend gelöscht... Soweit ich mich erinnere habt Ihr ja einen Anwalt eingeschaltet (?), mehr kann man wohl da nicht tun.

So, jetzt habe ich dich genug vollgeschwallt, das genügt erst mal
Alles Liebe
Sandra

P.S. Und "verdient" hat das Deine Familie bestimmt nicht, das garantiere ich Dir. Wenn man eine Krankheit "verdient hätte" dann gäbe es bestimmt eine sehr lange Liste von Menschen, die es vielleicht wirklich "verdient" hätten, und dennoch wünsche ich es keinem. Ich selbst versuche mich damit abzufinden, das "es einfach so ist, wie es ist" und dass ich einen Weg finden muss um damit zu leben (hoffentlich noch sehr lange und gut).
P.S. 2. Bitte vernachlässige Deine eigene Nachsorge jetzt nicht!!! Im September dürfte es doch bei Dir auch wieder so weit sein? Schreib Dir doch diesmal Deine Fragen bitte auf, zum Beispiel was untersucht wird; ich glaube letztes mal warst Du etwas "verblüfft", weil kein Ultraschall gemacht wurde (Sorry, wenn ich das jetzt falsch in Erinnerung habe).

Geändert von Sandra43 (24.08.2013 um 11:12 Uhr) Grund: Rechtschreibung
  #258  
Alt 24.08.2013, 13:09
Eagle-Eye Eagle-Eye ist offline
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Beiträge: 239
Standard AW: Wir stellen uns mal vor (ich und der Krebs)

Liebe Sandra,

hab vielen Dank für Deine Worte. Ich weiß ja, dass Du auch gerade ganz andere Sorgen hast als die meinen.

Meine Mama hat einen mehr als 4 cm großen Knoten bei der Schilddrüse. TSH Wert ist bei 19,8. Ich hoffe so sehr, dass es sich hier nicht um Krebs handelt. Meine Mama sagt immer, dass sie sich keine Gedanken macht, innerlich weiß ich, sieht es anders aus. Dienstag wissen wir mehr...

Ja, die nächste Nachsorge steht an. Am 24.09. ist es soweit. Mal sehen, ob dieses Mal Ultraschall stattfinden wird. Da hattest Du Recht, dass dieses beim letzten Termin nicht durchgeführt wurde.

Das Arbeitsamt steigt mir inzwischen auch auf's Dach. Muss da demnächst zum Termin, warum auch immer. Der Vertrag bei meinem Ausbildungsbetrieb, also jetzt inzwischen ehemaligem Ausbildungsbetrieb, ist seit einigen Tagen ausgelaufen.

Ich versuch meine körperlichen "Probleme" zur Seite zu schieben. Habe von daher ja auch nicht viel Unterstützung durch meine Onkologin. Anders ist da meine Hausärztin und die Dame, die das Fatigue Seminar leitet. Letztere rief mich vor wenigen Tagen an um zufragen, wie es meiner Familie und mir geht. Sie lud mich zum nächsten Seminar ein, welches am Mittwoch startet. Noch hab ich aber meine Probleme unter mehrere Leute zu kommen.

Hattest Du schon Deinen Eingriff Sandra?

Wünsche Dir und allen anderen hier keine Schmerzen und ein schönes Wochenende.

Liebe, aber tieftraurige Grüße



Christin
  #259  
Alt 26.08.2013, 11:16
berliner-engelchen berliner-engelchen ist offline
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Ort: Berlin
Beiträge: 1.981
Standard AW: Wir stellen uns mal vor (ich und der Krebs)

Liebe Christin,

ich wünsche Euch weiterhin alles Gute. Deiner Mama einen harmlosen Grund für die Vergrößerung.

Christin, ich habe nie einen direkten Grund von Dir gehört, warum Du keine Hilfe in Anspruch nimmst. Es gibt immer sehr viele Gründe, die Du hier schreibst, und die klingen wie kleinere und größere HIlferufe.
Rufe und Schreie nach HILFE. Jeder dieser Gründe hat seine Berechtigung, versteh mich nicht falsch. Aber vieles können wir hier nicht leisten. Anteil nahme klar, aber Du MUSST auch selbst etwas tun. Sorry, meiner direkten Worte, aber es kann nicht immer nur von AUSSEN her Hilfsangebote und Betröstungen geben, ...

Verantwortung dafür übernehmen, dass es dir besser und gut geht, das musst du selbst. In deiner Situation schreibt Dir jeder Hausarzt ein Rezept für psychotherapeutische Begleitung auf. Oder du suchst Dir andere Wege der Hilfe (Sport, Selbsthilfegruppe, eine neue Berufsorientierung, einen Minijob, einen Dawanda-Shop, neue Freunde, irgendein Ziel, die Besteigung eines Berges, eine Therapeutin, eine Ausbildung, ein Engagement für irgendwas .... .... ). Dieses Forum kann nicht das einzige "Hilfsmittel" für dich sein.

Warum ich das alles schreibe? ich möchte Dir einfach erzählen, warum ich nicht mehr so viel Lust habe, immer neue tröstende Worte zu suchen.
Sorry, ich bin einfach mal offen. Ich könnte ja einfach nciht mehr bei Dir schreiben, aber mir ist es wichtig, das du begründen.
Wir haben alle viel zu tragen. Ich kann nichts sehen (vielleicht liegt das auch an mir), was du dir als Hilfe von außen suchst und als Wege des Lösungsansatzes verfolgst.

Liebe Christin, wir kennen uns schon länger und ich weiss, dass meine Worte dir weh tun könnten. Ich spreche sie aus, weil du mir am Herzen liegst. Wenn Du sie nicht lesen kannst oder nicht ertragen magst, dann ignoriere sie einfach.
Mir war es wichtig, eine Wahrheit auszusprechen, die ich meine, so zu sehen bei Dir.


alles gute nichtsdestotrotz für deine Zukunft
Birgit
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